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HandelsregisterHinterlegung · sofern erforderlich
hinterlegt
Festpreis eingehalten · Bestätigung per E-Mail

Datum

Lesedauer

11–16 Minuten


OnlineBilanzBlogCheckliste Jahresabschluss GmbH

Checkliste Jahresabschluss GmbH 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Jahresabschluss einer GmbH umfasst zahlreiche Pflichten: Von der Vorbereitung über die Erstellung bis zur Offenlegung beim Unternehmensregister. Dabei begegnen Geschäftsführenden häufig verschiedene Jahresabschluss Abkürzungen wie GuV, EK oder AK. Unsere Jahresabschluss Checkliste GmbH zeigt alle erforderlichen Schritte – strukturiert, praxisnah und rechtssicher nach § 264 HGB. Eine detaillierte Checkliste Jahresabschluss 2026 unterstützt dabei, alle rechtlichen Anforderungen fristgerecht zu erfüllen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Der Jahresabschluss einer GmbH erfordert die vollständige Buchhaltung, Inventur, Erstellung von Bilanz und GuV nach § 266 HGB, Feststellung durch die Gesellschafterversammlung nach § 42a GmbHG sowie Offenlegung beim Unternehmensregister nach § 325 HGB. Die Offenlegungsfrist endet 12 Monate nach dem Bilanzstichtag.

Warum eine Checkliste für den GmbH-Jahresabschluss notwendig ist

Der Jahresabschluss einer GmbH ist eine gesetzliche Pflicht nach § 264 HGB. Er dokumentiert die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag und bildet die Grundlage für steuerliche Erklärungen sowie die Ausschüttungsbemessung.

Die Erstellung umfasst mehrere aufeinander aufbauende Schritte: von der Buchhaltungsvorbereitung über die Bilanzerstellung bis zur Offenlegung. Ohne strukturierte Vorgehensweise drohen Fehler, Fristversäumnisse und rechtliche Konsequenzen.

Eine systematische Checkliste hilft Geschäftsführenden, alle Pflichten rechtzeitig und vollständig zu erfüllen. Sie minimiert das Risiko von Ordnungsgeldern nach § 335 HGB und gewährleistet die Einhaltung handels- und steuerrechtlicher Vorschriften.

4

Phasen bis zur Offenlegung

12

Monate Offenlegungsfrist

25.000 €

Max. Ordnungsgeld

Hinweis

Der Jahresabschluss ist nicht nur eine Formsache: Er dient Banken, Geschäftspartnern und Gesellschaftern als zentrale Informationsquelle zur wirtschaftlichen Beurteilung der GmbH. Eine sorgfältige Erstellung stärkt die Außenwirkung und Kreditwürdigkeit.

Gesetzliche Grundlagen und Bestandteile

Die Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses ergibt sich aus § 242 HGB für alle Kaufleute und wird für Kapitalgesellschaften durch § 264 HGB konkretisiert. Die GmbH muss den Jahresabschluss um einen Anhang erweitern und bei mittelgroßen sowie großen Gesellschaften zusätzlich einen Lagebericht erstellen.

Die Größenklassifizierung nach § 267 HGB bestimmt den Umfang der Offenlegungspflichten. Kleine GmbHs können Erleichterungen in Anspruch nehmen, während mittelgroße und große Gesellschaften umfangreichere Berichtspflichten erfüllen müssen.

Pflichtbestandteile nach § 264 HGB

  • Bilanz nach § 266 HGB mit Gliederungsvorschriften für Aktiva und Passiva
  • Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB (Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren)
  • Anhang nach § 284 HGB mit Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • Lagebericht nach § 289 HGB (ab mittelgroßen Gesellschaften)
Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Klein ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250
Groß > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250

Zwei der drei Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- oder unterschritten werden, damit ein Größenklassenwechsel eintritt.

Phase 1: Vorbereitung des Jahresabschlusses

Die Vorbereitungsphase bildet das Fundament für einen ordnungsgemäßen Jahresabschluss. Hier werden alle buchhalterischen Grundlagen geschaffen und Datenbestände auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.

Buchhaltung vollständig abschließen

Alle Geschäftsvorfälle des abgelaufenen Jahres müssen erfasst und verbucht sein. Dies umfasst sämtliche Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Bankbewegungen, Kassenvorgänge sowie interne Umbuchungen. Unvollständige Buchhaltung führt zu fehlerhaften Abschlüssen und Nachfragen durch Steuerberater oder Prüfer.

Besonders kritisch sind jahresübergreifende Buchungen: Rechnungen aus Dezember 2025, die erst im Januar 2026 eingehen, müssen periodengerecht dem Jahr 2025 zugeordnet werden. Dies erfolgt über sonstige Verbindlichkeiten und Forderungen.

Inventur nach § 240 HGB durchführen

Die körperliche Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Inventur kann als Stichtagsinventur zum 31.12.2025 oder als zeitverschobene Inventur (innerhalb von drei Monaten vor oder zwei Monaten nach dem Stichtag) durchgeführt werden.

Erfasst werden müssen: Warenbestände, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, Anlagevermögen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Inventurlisten bilden die Grundlage für die Bilanzansätze.

Offene Posten und Konten abstimmen

Alle Debitoren- und Kreditorenkonten müssen mit den tatsächlichen Forderungen und Verbindlichkeiten abgeglichen werden. Bankkonten sind auf den letzten Cent abzustimmen – Differenzen weisen auf Buchungsfehler oder fehlende Belege hin.

  • Alle Bankkonten mit Kontoauszügen zum 31.12.2025 abgestimmt
  • Debitoren- und Kreditorenlisten auf offene Posten geprüft
  • Kassen- und Kassenbestand körperlich erfasst und abgeglichen
  • Vorsteuer- und Umsatzsteuerkonten mit USt-Voranmeldungen abgestimmt
  • Sachkonten auf Plausibilität und Vollständigkeit geprüft

Achtung

Unabgestimmte Konten führen regelmäßig zu Fehlern in der Bilanz. Differenzen sollten vor Beginn der eigentlichen Jahresabschlussarbeiten vollständig geklärt sein – nachträgliche Korrekturen verzögern den gesamten Prozess erheblich.

Phase 2: Erstellung von Bilanz und GuV

Nach Abschluss der Vorbereitungsarbeiten beginnt die eigentliche Erstellung des Jahresabschlusses. Hier werden Bewertungsvorgänge durchgeführt und die Abschlussbestandteile nach den Gliederungsvorschriften des HGB aufgestellt.

Abschreibungen berechnen nach § 253 HGB

Für alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind planmäßige Abschreibungen vorzunehmen. Die Nutzungsdauer richtet sich nach den amtlichen AfA-Tabellen. Bei dauerhafter Wertminderung sind außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB vorzunehmen.

Im Umlaufvermögen gilt das strenge Niederstwertprinzip: Vorräte und Forderungen müssen zum niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und beizulegendem Wert am Bilanzstichtag angesetzt werden. Zweifelhafte Forderungen sind durch Einzelwertberichtigungen zu berücksichtigen.

Rückstellungen bilden nach § 249 HGB

Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und unterlassene Instandhaltungen zu bilden. Häufige Rückstellungsarten sind: Urlaubsrückstellungen, Steuerrückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Gewährleistungsrückstellungen.

Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ist eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB vorzunehmen.

Aktive und passive Rechnungsabgrenzung

Ausgaben und Einnahmen, die das Jahr 2025 betreffen, aber erst 2026 oder später gezahlt werden (oder umgekehrt), sind nach § 250 HGB abzugrenzen. Typische Fälle sind: Versicherungsprämien, Mietzahlungen, Leasingraten oder Wartungsverträge mit Laufzeiten über den Jahreswechsel.

Bilanz und GuV nach HGB-Gliederung aufstellen

Die Bilanz ist nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB aufzustellen. Die Gewinn- und Verlustrechnung kann nach § 275 HGB im Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren erstellt werden. Kleine GmbHs dürfen verkürzte Gliederungen nutzen.

Bilanz nach § 266 HGB

Gliederung in Anlagevermögen (immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Finanzanlagen) und Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, liquide Mittel) sowie Eigenkapital, Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

GuV nach § 275 HGB

Gesamtkostenverfahren: Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen abzüglich Aufwendungen. Umsatzkostenverfahren: Umsatzerlöse abzüglich Herstellungskosten der verkauften Leistungen. Beide Verfahren führen zum identischen Jahresergebnis.

Anhang erstellen nach § 284 HGB

Der Anhang erläutert die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und enthält Pflichtangaben wie den Anlagenspiegel, Angaben zu Haftungsverhältnissen, Organvergütungen und weiteren Berichtspflichten. Kleine GmbHs profitieren von Erleichterungen nach § 288 HGB.

„Die Erstellung des Anhangs wird häufig unterschätzt. Gerade bei komplexeren Sachverhalten – etwa Bewertungswahlrechten oder außergewöhnlichen Geschäftsvorfällen – ist eine vollständige und verständliche Erläuterung unerlässlich. Sie schützt vor Rückfragen und erhöht die Transparenz gegenüber Gesellschaftern und externen Prüfern.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Phase 3: Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses

Nach Erstellung ist der Jahresabschluss durch die Geschäftsführung zu prüfen und anschließend der Gesellschafterversammlung zur Feststellung vorzulegen. Die Feststellung ist konstitutiv für die Wirksamkeit des Jahresabschlusses.

Interne Prüfung durch Geschäftsführung

Die Geschäftsführung ist nach § 43 GmbHG zur sorgfältigen Geschäftsführung verpflichtet. Vor Vorlage an die Gesellschafter sollte der Abschluss auf Plausibilität, Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit geprüft werden. Auffälligkeiten oder ungewöhnliche Entwicklungen sind zu hinterfragen.

Mittelgroße und große GmbHs unterliegen der gesetzlichen Abschlussprüfungspflicht nach § 316 HGB. Ein Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer prüft den Jahresabschluss und erteilt einen Bestätigungsvermerk oder versagt diesen bei wesentlichen Mängeln.

Feststellung durch Gesellschafterversammlung nach § 42a GmbHG

Die Gesellschafterversammlung muss den Jahresabschluss innerhalb gesetzlicher Fristen feststellen. Diese beträgt bei kleinen GmbHs 11 Monate nach Ende des Geschäftsjahres, bei mittelgroßen und großen GmbHs 8 Monate nach § 42a GmbHG.

Die Feststellung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss. Ohne ordnungsgemäße Feststellung kann der Jahresabschluss nicht offengelegt werden. Die Frist endet für das Geschäftsjahr 2025 am 30.11.2026 (klein) bzw. 31.08.2026 (mittelgroß/groß).

Hinweis

Der Feststellungsbeschluss sollte protokolliert und von allen Gesellschaftern unterzeichnet werden. Bei GmbHs mit mehreren Gesellschaftern empfiehlt sich die notarielle Beurkundung oder zumindest eine schriftliche Niederschrift mit allen Unterschriften.

Gewinnverwendung beschließen

Im Rahmen der Feststellung ist auch über die Verwendung des Jahresergebnisses zu entscheiden. Die Gesellschafterversammlung kann Gewinne ausschütten, in Rücklagen einstellen oder vortragen. Die Gewinnverwendung ist im Feststellungsbeschluss zu dokumentieren.

Phase 4: Offenlegung beim Unternehmensregister

Nach Feststellung ist die GmbH nach § 325 HGB zur Offenlegung des Jahresabschlusses verpflichtet. Seit dem Inkrafttreten des DiRUG am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister – die frühere Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist nicht mehr zulässig.

Offenlegungsumfang nach Größenklasse

Der Umfang der offenzulegenden Unterlagen richtet sich nach § 325 HGB und der Größenklasse der GmbH. Kleine Gesellschaften profitieren von Erleichterungen und müssen weniger Informationen publizieren.

Größenklasse Offenzulegende Bestandteile
Klein Bilanz (verkürzt nach § 266 Abs. 1 HGB), Anhang (ohne GuV)
Mittelgroß Vollständige Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht
Groß Vollständige Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht, Prüfbericht

Technischer Ablauf der Offenlegung

Die Einreichung erfolgt elektronisch über das Unternehmensregister. Die Dokumente müssen im strukturierten ESEF-Format (bei kapitalmarktorientierten Gesellschaften) oder als PDF übermittelt werden. Die Authentifizierung erfolgt per ELSTER-Zertifikat oder De-Mail.

Nach erfolgreicher Einreichung wird der Jahresabschluss im öffentlich zugänglichen Bereich des Unternehmensregisters veröffentlicht. Geschäftspartner, Banken und andere Interessierte können die Daten kostenpflichtig abrufen.

  • Jahresabschluss durch Gesellschafterversammlung festgestellt
  • Offenlegungsumfang entsprechend Größenklasse zusammengestellt
  • Dokumente in korrektem Format (PDF oder ESEF) vorbereitet
  • Elektronische Signatur oder Authentifizierung bereitgestellt
  • Einreichung über Unternehmensregister-Portal durchgeführt
  • Einreichungsbestätigung gespeichert und dokumentiert

Achtung

Die Offenlegung beim Unternehmensregister ist kostenpflichtig. Die Gebühren betragen je nach Größenklasse und Einreichungsart zwischen 40 und 70 Euro. Zusätzlich entstehen bei verspäteter Offenlegung Mahngebühren und ab sechs Monaten Verzug Ordnungsgelder nach § 335 HGB.

Fristen und Sanktionen bei Pflichtverletzung

Die Einhaltung der gesetzlichen Fristen ist für GmbH-Geschäftsführer bindend. Versäumnisse können neben Ordnungsgeldern auch steuerliche Nachteile und persönliche Haftungsrisiken nach sich ziehen.

Übersicht der maßgeblichen Fristen

Frist Rechtsgrundlage Fristende für 2025
Feststellung klein § 42a GmbHG 30.11.2026 (11 Monate)
Feststellung mittel/groß § 42a GmbHG 31.08.2026 (8 Monate)
Offenlegung § 325 HGB 31.12.2026 (12 Monate)
Steuererklärung § 149 AO 31.07.2026 (mit Steuerberater: 28.02.2027)

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

Bei Nichtoffenlegung oder verspäteter Offenlegung verhängt das Bundesamt für Justiz (BfJ) Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro. Die Höhe richtet sich nach der Größe der Gesellschaft und der Dauer der Fristüberschreitung.

Das Ordnungsgeldverfahren beginnt automatisch nach Ablauf der Offenlegungsfrist. Eine Mahnung ergeht zunächst mit einer Nachfrist. Erfolgt keine Offenlegung, wird das Ordnungsgeld festgesetzt. Gegen mehrere Verantwortliche (z.B. alle Geschäftsführer) können separate Ordnungsgelder verhängt werden.

Weitere Sanktionen und Risiken

  • Steuerliche Nachteile: Verspätungszuschläge nach § 152 AO bei verzögerter Steuererklärung
  • Kreditwürdigkeitsprobleme: Banken fordern aktuelle Jahresabschlüsse für Kreditentscheidungen
  • Persönliche Haftung: Geschäftsführer haften nach § 43 GmbHG bei schuldhafter Pflichtverletzung
  • Strafrecht: Bei vorsätzlicher Täuschung drohen strafrechtliche Konsequenzen nach § 331 HGB

„Viele Geschäftsführer unterschätzen die Konsequenzen einer verspäteten Offenlegung. Das Ordnungsgeld ist dabei nur die unmittelbare Folge. Langfristig leidet die Reputation, Geschäftspartner werden misstrauisch und Banken verweigern Kreditlinien. Deshalb gilt: Fristen ernst nehmen und frühzeitig handeln.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Vollständige Checkliste: Alle Schritte im Überblick

Die folgende Übersicht fasst alle relevanten Schritte von der Vorbereitung bis zur Offenlegung zusammen. Sie dient als praktisches Arbeitsinstrument für Geschäftsführer und kann als Grundlage für die interne Prozesssteuerung verwendet werden.

Phase Aufgabe Verantwortlich Frist
Vorbereitung Buchhaltung vollständig abschließen Buchhaltung Bis 31.01.2026
Vorbereitung Inventur durchführen (§ 240 HGB) Geschäftsführung 31.12.2025 ± 3/2 Monate
Vorbereitung Offene Posten abstimmen Buchhaltung Bis 31.01.2026
Vorbereitung Bankkonten abgleichen Buchhaltung Bis 31.01.2026
Erstellung Abschreibungen berechnen (§ 253 HGB) Steuerberater/Buchhaltung Bis 28.02.2026
Erstellung Rückstellungen bilden (§ 249 HGB) Steuerberater/Buchhaltung Bis 28.02.2026
Erstellung Rechnungsabgrenzungen vornehmen (§ 250 HGB) Buchhaltung Bis 28.02.2026
Erstellung Bilanz aufstellen (§ 266 HGB) Steuerberater Bis 31.03.2026
Erstellung GuV erstellen (§ 275 HGB) Steuerberater Bis 31.03.2026
Erstellung Anhang erstellen (§ 284 HGB) Steuerberater Bis 31.03.2026
Feststellung Prüfung durch Geschäftsführung Geschäftsführung Bis 30.04.2026
Feststellung Feststellung durch Gesellschafter (§ 42a GmbHG) Gesellschafterversammlung 30.11.2026 (klein) / 31.08.2026 (mittel/groß)
Feststellung Gewinnverwendung beschließen Gesellschafterversammlung Mit Feststellung
Offenlegung Dokumente für Offenlegung vorbereiten Steuerberater Bis 30.11.2026
Offenlegung Einreichung beim Unternehmensregister (§ 325 HGB) Geschäftsführung Bis 31.12.2026
Steuern Steuererklärungen einreichen Steuerberater 31.07.2026 / 28.02.2027

Praktische Umsetzungstipps

  • Zeitplan frühzeitig erstellen: Beginnen Sie spätestens im Januar mit den Vorbereitungsarbeiten
  • Verantwortlichkeiten klar definieren: Legen Sie fest, wer welche Aufgaben übernimmt
  • Steuerberater rechtzeitig einbinden: Übergeben Sie vollständige Unterlagen bis Ende Februar
  • Gesellschafterversammlung terminieren: Laden Sie frühzeitig zur Feststellungsversammlung ein
  • Offenlegung nicht auf den letzten Drücker: Planen Sie Puffer für technische Probleme ein
  • Dokumentation pflegen: Speichern Sie alle Nachweise und Bestätigungen systematisch ab

Hinweis

Mit digitalen Tools wie OnlineBilanz können Geschäftsführer den gesamten Prozess von der Erstellung bis zur Offenlegung deutlich beschleunigen. Automatisierte Gliederungsprüfungen, Plausibilitätschecks und die direkte Schnittstelle zum Unternehmensregister reduzieren Fehlerquellen und sparen wertvolle Zeit.

Häufige Fehlerquellen vermeiden

Unvollständige Buchhaltung

Fehlende Belege oder nicht gebuchte Geschäftsvorfälle führen zu falschen Abschlüssen. Klären Sie alle offenen Posten vor Beginn der Jahresabschlussarbeiten.

Falsche Bewertungen

Fehler bei Abschreibungen oder Rückstellungen verfälschen das Jahresergebnis. Nutzen Sie aktuelle AfA-Tabellen und lassen Sie komplexe Bewertungen prüfen.

Fristversäumnisse

Verspätete Feststellung oder Offenlegung lösen Ordnungsgelder aus. Erstellen Sie einen verbindlichen Zeitplan mit Meilensteinen und Verantwortlichkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Welche Fristen gelten für den GmbH-Jahresabschluss 2025?

Die Feststellung muss bei kleinen GmbHs bis 30.11.2026 (11 Monate nach Bilanzstichtag) und bei mittelgroßen/großen GmbHs bis 31.08.2026 (8 Monate) erfolgen. Die Offenlegung beim Unternehmensregister ist nach § 325 HGB bis 31.12.2026 (12 Monate) verpflichtend. Steuererklärungen sind bis 31.07.2026, mit Steuerberater bis 28.02.2027, einzureichen.

Wo muss der Jahresabschluss einer GmbH offengelegt werden?

Seit Inkrafttreten des DiRUG am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister. Die frühere Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist nicht mehr zulässig. Die Einreichung erfolgt elektronisch per ELSTER-Zertifikat oder De-Mail über das Unternehmensregister-Portal.

Welche Sanktionen drohen bei verspäteter Offenlegung?

Bei Nichtoffenlegung oder verspäteter Offenlegung verhängt das Bundesamt für Justiz Ordnungsgelder nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro. Die Höhe richtet sich nach Größenklasse und Verzugsdauer. Zusätzlich drohen steuerliche Verspätungszuschläge, Kreditwürdigkeitsprobleme und bei schuldhaften Pflichtverletzungen persönliche Haftung der Geschäftsführer nach § 43 GmbHG.

Was gehört zum Mindestumfang des GmbH-Jahresabschlusses?

Der Jahresabschluss einer GmbH besteht mindestens aus Bilanz nach § 266 HGB, Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB und Anhang nach § 284 HGB. Mittelgroße und große GmbHs müssen zusätzlich einen Lagebericht nach § 289 HGB erstellen. Der Umfang der Offenlegung richtet sich nach der Größenklasse gemäß § 267 HGB.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses, § 325 HGB – Offenlegung, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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