Ihre UG — haftungsbeschränkt gegründet, sauber geführt.
Die Unternehmergesellschaft bringt Ihnen die Haftungsbeschränkung einer GmbH schon ab 1 € Stammkapital. Der Preis dafür: die gesetzliche Rücklagepflicht nach § 5a GmbHG, volle Bilanz- und Offenlegungspflicht und die Besteuerung als Kapitalgesellschaft. Wir führen die Bücher, erstellen den Abschluss, weisen die Rücklage korrekt aus und begleiten die spätere Umwandlung in eine GmbH.
Was eine UG ist.
Die UG ist keine eigene Rechtsform, sondern eine Sonderform der GmbH nach § 5a GmbHG — eine vollwertige Kapitalgesellschaft mit Haftungsbeschränkung, nur mit reduziertem Mindestkapital. Das Stammkapital ist voll in bar einzuzahlen, Sacheinlagen sind ausgeschlossen.
Der Ausgleich für das niedrige Kapital ist die gesetzliche Rücklage: 25 % des Jahresüberschusses jährlich, bis 25.000 € erreicht sind. Buchführung, Jahresabschluss und Offenlegung gelten unverändert wie bei jeder GmbH (§§ 238 ff., § 325 HGB).
Die UG im Vergleich.
Die UG ist der günstige Einstieg in die Haftungsbeschränkung. Wann sie passt — und wann GmbH oder Einzelunternehmen die bessere Wahl sind.
UG (haftungsbeschränkt)
Volle Haftungsbeschränkung ab 1 € — der günstigste Weg in eine Kapitalgesellschaft. Dafür Rücklagepflicht, Bilanz und Offenlegung.
GmbH — der Standard
Keine Rücklagepflicht, Sacheinlagen möglich, höchstes Ansehen bei Banken. Dafür 25.000 € Stammkapital, mindestens 12.500 € eingezahlt.
Einzelunternehmen
Kein Kapital, kein Notar, oft nur EÜR — der schnellste Start. Aber unbeschränkte persönliche Haftung mit dem Privatvermögen.
GmbH & Co. KG
Haftungsbeschränkung bei Besteuerung als Personengesellschaft, flexibel bei Entnahmen. Dafür zwei Gesellschaften und mehr Aufwand.
Immer dann, wenn Sie die Haftungsbeschränkung einer GmbH wollen, das Kapital für die 25.000 € aber noch nicht aufbringen möchten — beim Gründen aus der Idee heraus, im Nebenerwerb oder bei kapitalarmen Dienstleistungen. Über die gesetzliche Rücklage wächst die UG schrittweise zur GmbH. Welche Form zu Ihrem Vorhaben passt, klären wir im Erstgespräch, auf Wunsch mit dem Rechtsformrechner.
Die gesetzliche Rücklagepflicht.
Der eine Punkt, der die UG von der GmbH unterscheidet: § 5a Abs. 3 GmbHG zwingt sie, Eigenkapital aufzubauen — 25 % des Gewinns, jedes Jahr, bis 25.000 € erreicht sind.
| Stufe | Was gilt | Anteil |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | Gewinn nach Steuern, gegebenenfalls minus Verlustvortrag | 100 % |
| Gesetzliche Rücklage | Pflichtanteil, für Ausschüttungen gesperrt | 25 % |
| Frei verfügbar | Ausschüttbar oder thesaurierbar | 75 % |
| Rücklage + Stammkapital | Umwandlung in eine GmbH möglich, Rücklagepflicht endet | 25.000 € |
Die Rücklage darf nur für eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln oder zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrags oder Verlustvortrags verwendet werden; ausgeschüttet werden darf sie nicht. Wird sie nicht gebildet, kann der Jahresabschluss nichtig sein. Sind Rücklage und Stammkapital zusammen bei 25.000 €, können Sie in eine GmbH umwandeln — müssen es aber nicht.
Steuern in zwei Ebenen.
Als Kapitalgesellschaft zahlt die UG zunächst selbst auf ihren Gewinn. Eine zweite Ebene kommt hinzu, sobald Gewinne an die Gesellschafter fließen.
Ebene 1 · die UG
Rund 30 % auf den Gewinn, unabhängig davon, ob ausgeschüttet wird: 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, dazu Gewerbesteuer von rund 7 bis 17 % je nach Hebesatz — bei Kapitalgesellschaften ohne Freibetrag.
Fälligauch bei ThesaurierungEbene 2 · die Gesellschafter
Auf Ausschüttungen fallen 25 % Kapitalertragsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag an. Das Geschäftsführergehalt läuft dagegen als Betriebsausgabe und wird wie jeder Arbeitslohn lohnversteuert — der günstigste Mix aus Gehalt und Ausschüttung ist Rechenarbeit.
Fälligerst bei AusschüttungDie vier teuersten UG-Fehler.
Alle vier sind vermeidbar — mit sauberen Verträgen, korrekter Firmierung und einem Abschluss, der die Rücklage richtig ausweist.
Überhöhtes Gehalt oder zinsloses Darlehen: Nachzahlung bei der UG und Steuer beim Gesellschafter.
Nur „UG" statt „UG (haftungsbeschränkt)": persönliche Haftung aus Rechtsschein.
Die 25 % übergangen oder voll ausgeschüttet: der Jahresabschluss kann nichtig sein.
Abschluss nicht fristgerecht übermittelt: Ordnungsgeldverfahren des Bundesamts für Justiz.
Wer mehr als 50 % der Anteile hält oder eine Sperrminorität hat, gilt regelmäßig als selbstständig und ist sozialversicherungsfrei; Minderheits- und Fremdgeschäftsführer sind meist abhängig beschäftigt (§ 7 SGB IV). Bei Zweifeln klärt das Statusfeststellungsverfahren (§ 7a SGB IV).
Buchführung, Abschluss und Offenlegung.
Die UG bilanziert wie jede GmbH — eine EÜR genügt nicht. Das sind die drei Säulen, die wir für Sie tragen.
Doppelte Buchführung
Alle Geschäftsvorfälle nach §§ 238 ff. HGB doppelt verbucht, Umsatzsteuer-Voranmeldungen über ELSTER.
Jahresabschluss
Bilanz und GuV mit gesondert ausgewiesener Rücklage nach § 5a, mit den Erleichterungen für Kleinst- und kleine Gesellschaften (§§ 267, 267a HGB).
Unternehmensregister
Der Jahresabschluss ist fristgerecht beim Unternehmensregister offenzulegen oder zu hinterlegen. Wir übernehmen die vollständige elektronische Übermittlung für Sie.
Prüfungsfeste Ablage
Geschäftsvorfälle zeitgerecht erfasst, gebuchte Daten unveränderbar, Belege zehn Jahre aufbewahrt — mit Verfahrensdokumentation.
Mit maximal drei Gesellschaftern und einem Geschäftsführer genügt das Musterprotokoll (§ 2 Abs. 1a GmbHG); komplexere Strukturen brauchen eine individuelle Satzung. Das Stammkapital ist bei der UG in bar einzuzahlen, Sacheinlagen sind ausgeschlossen.
Von der Gründung zum laufenden Betrieb.
Vier Schritte — ob Sie neu gründen, wechseln oder eine liegengebliebene UG in Ordnung bringen.
Gründung & Anmeldung
Wir klären Musterprotokoll oder Satzung, das Stammkapital und den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung — mit Ihrem Notar.
Buchhaltung führen
Belege laden Sie ins Portal, wir buchen laufend, erledigen die Voranmeldung und die Lohnabrechnung des Geschäftsführers.
Abschluss & Steuern
Bilanz und GuV, Rücklage nach § 5a, KSt-, GewSt- und USt-Erklärung sowie die Offenlegung — vom Steuerberater unterzeichnet.
Wachsen und umwandeln
Wir behalten die Rücklage im Blick, beraten zu Gehalt und Ausschüttung und begleiten bei 25.000 € die Umwandlung in eine GmbH.
Buchhaltung liegen geblieben? Auch das ordnen wir.
Bei vielen UGs stapeln sich nach dem Gründungstrubel offene Abschlüsse und Offenlegungen. Das ist reparabel — bevor Ordnungsgeld oder Schätzung drohen.
Wir erstellen fehlende Abschlüsse und holen die Offenlegung nach, bevor das Ordnungsgeldverfahren eskaliert.
Wir korrigieren die Abschlüsse, bilden die gesetzliche Rücklage nach und stellen die Bilanz richtig.
Wir holen die Unterlagen bei Ihrer bisherigen Kanzlei, arbeiten offene Jahre auf und führen die Buchhaltung nahtlos fort.
Wir übernehmen die Daten, arbeiten die offenen Jahre auf und halten künftig alle Fristen ein — Sie unterschreiben nur einmal die Vollmacht.
Was zur UG (haftungsbeschränkt) gefragt wird.
Was ist eine UG (haftungsbeschränkt)?
Wie viel Stammkapital braucht eine UG?
Was ist die Rücklagepflicht der UG?
Wie wird eine UG besteuert?
Was ist eine verdeckte Gewinnausschüttung?
Muss eine UG offenlegen?
Wann wird aus einer UG eine GmbH?
Was passiert, wenn der Zusatz „(haftungsbeschränkt)" fehlt?
Können Sie eine bestehende UG rückwirkend übernehmen?
Ihre UG, persönlich verantwortet.
Kein anonymes Portal: Abschluss und Offenlegung Ihrer UG verantworten die Menschen, die Sie hier sehen.
Verantwortet Bilanzierung und Prüfungssicherheit: Bewertung in Handels- und Steuerbilanz, den Ausweis der Rücklage nach § 5a und die Beweiskraft der Buchführung.
fabian.klement@onlinebilanz.deSteuert Steuerbilanz, Körperschaft- und Gewerbesteuer, die Angemessenheit von Geschäftsführergehalt und Gesellschafterdarlehen sowie die Aufarbeitung offener Jahre.
jakob.roess@onlinebilanz.deÜbernimmt Satzung und Musterprotokoll, Firmierung und Rechtsscheinhaftung, Ordnungsgeldverfahren und die Umwandlung in eine GmbH.
jeannine.dinnebier@onlinebilanz.deWorauf sich diese Seite stützt.
Die UG ist gesellschaftsrechtlich im GmbHG geregelt und steuerlich eine Kapitalgesellschaft wie jede andere.
verliehen in der Bundesrepublik Deutschland
Alle Angaben nach bestem Wissen und geltendem Recht (Rechtsstand Juli 2026). Steuersätze, Hebesätze und Größenklassen ändern sich; die konkrete Belastung ist einzelfallabhängig. Keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall — Ihre Situation klären wir persönlich.





