Was Ihre Gründung wirklich kostet.
Notargebühren sind gesetzlich fixiert, verhandeln lässt sich nichts (§ 17 BNotO). Der einzige Hebel liegt in der Gestaltung: Musterprotokoll oder Satzung, Bar- oder Sachgründung, ein Gesellschafter oder drei. Genau das rechnen wir durch — bevor der Notartermin steht.
Woraus sich die Gründungskosten zusammensetzen.
Vier Posten bestimmen den Betrag: die Notargebühren nach GNotKG, die Handelsregistergebühr nach HRegGebV, Auslagen samt Umsatzsteuer und die Gewerbeanmeldung. Alle vier sind gesetzlich geregelt — Rabatte sind dem Notar sogar verboten.
Deshalb entscheidet nicht der Anbieter, sondern die Gestaltung: Musterprotokoll statt individueller Satzung halbiert die Beurkundungsgebühr, ein Gesellschafter statt mehrerer senkt die Registergebühr, und die Bargründung erspart den Sachgründungsbericht.
Der Gründungskostenrechner.
Rechtsform, Stammkapital und Variante wählen — der Rechner ermittelt Gebühren, Auslagen und den Betrag, den die Gesellschaft tragen darf.
Mindestgeschäftswert 30.000 € — weniger Kapital senkt die Notarkosten nicht.
Musterprotokoll: Beurkundung 1,0 statt 2,0.
Sachgründung: Bericht nötig, Registergebühr höher.
Ohne Klausel zahlen die Gesellschafter privat (§ 31 GmbHG).
§ 17 Abs. 1 BNotO verpflichtet den Notar, die gesetzlichen Gebühren zu erheben. Der einzige Hebel ist die Gestaltung: Musterprotokoll statt Satzung, Bargründung statt Sachgründung, ein Gesellschafter statt drei.
Vereinfachtes Modell, kein Kostenangebot: Beurkundung und Anmeldung nach GNotKG, Handelsregistergebühr nach HRegGebV, pauschale Auslagen und 19 % Umsatzsteuer. Nicht abgebildet sind Dolmetscher, Gutachten und gewerberechtliche Erlaubnisse. Verbindlich ist die Kostenrechnung Ihres Notars.
UG oder GmbH — was die Ersparnis wirklich kostet.
Die UG spart Kapital, nicht Kosten — beim Notar zahlen Sie fast dasselbe.
| Kriterium | UG (haftungsbeschränkt) | GmbH | Norm |
|---|---|---|---|
| Mindeststammkapital | 1 € — sinnvoll ab 1.000 bis 5.000 € | 25.000 € | § 5 · § 5a Abs. 1 |
| Sacheinlagen | ausgeschlossen | zulässig mit Sachgründungsbericht | § 5a Abs. 2 · § 5 Abs. 4 |
| Gesetzliche Rücklage | 25 % des Jahresüberschusses, gesperrt | keine | § 5a Abs. 3 |
| Handelsregister Bargründung | 150 € bei einem, 240 € bei mehreren | identisch | HRegGebV Nr. 2100 |
| Umwandlung in GmbH | Kapitalerhöhung auf 25.000 €, dann keine Rücklage mehr | — | § 5a Abs. 5 |
Wer mit symbolischem Kapital gründet, ist nach Bezahlung der Gründungskosten sofort überschuldet — mit Antragspflicht am ersten Tag (§ 15a InsO). Sinnvoll sind 3.000 bis 5.000 €. Welche Rechtsform steuerlich passt, klärt der Rechtsformrechner.
Die Gründungskostenklausel — oder Sie zahlen privat.
Gründungskosten sind Aufwand der Gesellschafter — die Gesellschaft darf sie nur mit ausdrücklicher Klausel tragen.
| Punkt | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Bezifferter Höchstbetrag | „Die Gesellschaft trägt die Gründungskosten" genügt nicht — es muss ein Euro-Betrag genannt sein |
| Die 10-Prozent-Grenze | Register akzeptieren in Anlehnung an § 26 Abs. 2 AktG bis zu 10 % des Stammkapitals; höhere Beträge werden beanstandet |
| Steuerlicher Abzug | Nur mit wirksamer Klausel sind die Kosten Betriebsausgabe — sonst Anschaffungskosten der Beteiligung |
| Nachträglich | Eine Satzungsänderung nach Eintragung wirkt nicht zurück; der Fehler ist dann nicht heilbar |
Zahlt die Gesellschaft ohne wirksame Klausel, ist der Betrag nach § 31 GmbHG zurückzugewähren, und der Betriebsausgabenabzug entfällt. Der Fehler kostet bei der Gründung nichts — sondern später.
Drei Varianten, drei Preisklassen.
Die Unterschiede entstehen fast nur aus Musterprotokoll gegen Satzung und der Zahl der Gesellschafter.
UG · 1.000 € · Musterprotokoll
Beurkundung 1,0 aus 30.000 € = 125 €, Anmeldung 0,5 = 62,50 €, Auslagen, 19 % Umsatzsteuer, Handelsregister 150 € und Gewerbeanmeldung.
Gesamt≈ 400 €GmbH · 25.000 € · Musterprotokoll
Identisch, weil das Stammkapital unter dem Mindestgeschäftswert von 30.000 € liegt und die Gebühr daher gleich bleibt.
Gesamt≈ 400 €GmbH · Satzung · 3 Gesellschafter
Beurkundung 2,0 = 250 €, Anmeldung 0,5, Gesellschafterliste, mehr Auslagen, Handelsregister 240 € bei mehreren Gesellschaftern.
Gesamt≈ 800 €Die Ersparnis liegt bei etwa 400 €. Eine fehlende Vinkulierung oder ungeregelte Gewinnverteilung kostet bei Gesellschafterstreit ein Vielfaches — und die Satzungsänderung später erneut Gebühren.
Fünf Schritte — und drei Rechtsträger.
Zwischen Idee und Eintragung existieren drei Gebilde mit unterschiedlicher Haftung.
Vorgründungsgesellschaft
Ab der Einigung eine GbR: Die Gesellschafter haften unbeschränkt persönlich, Verbindlichkeiten gehen nicht automatisch über.
Beurkundung
Notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags, Bestellung der Geschäftsführung, Gesellschafterliste.
Vorgesellschaft und Einzahlung
Ab Beurkundung existiert die GmbH in Gründung: Geschäftskonto eröffnen, Kapital einzahlen, Nachweis an den Notar.
Anmeldung und Eintragung
Der Notar meldet elektronisch an, das Register prüft und trägt ein. Erst jetzt beginnt die Haftungsbeschränkung.
Steuer und Buchführung
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, Steuernummer, USt-IdNr., Eröffnungsbilanz und Buchführung ab Tag eins.
Mitzubringen sind Ausweise, ein geprüfter Firmenname, ein konkreter Unternehmensgegenstand, eine zustellfähige Geschäftsanschrift und die Anteilsverteilung. Beanstandet werden vor allem unbestimmter Gegenstand, zu hohe Kostenklausel und fehlende Genehmigungen.
Wo Gründer persönlich haften.
Die gefährlichste Phase liegt zwischen Beurkundung und Eintragung.
- Handelndenhaftung: wer vorher handelt, haftet persönlich (§ 11 Abs. 2 GmbHG).
- Unterbilanzhaftung: aufgezehrtes Kapital ist in Geld aufzufüllen.
- Verdeckte Sacheinlage: die Einlage gilt als nicht erfüllt (§ 19 Abs. 4).
- Ausfallhaftung: Mitgesellschafter tragen fehlende Einlagen mit (§ 24).
- Stammkapital zu niedrig: nach Abzug der Kosten liegt eine Unterbilanz vor.
- Kostenklausel fehlt oder ist zu hoch: kein Abzug oder Beanstandung.
- Verträge vor der Eintragung: Handelndenhaftung, persönlich und unbeschränkt.
- Musterprotokoll trotz Regelungsbedarf: die Satzungsänderung kostet erneut.
Die Sonderfälle, die teuer werden.
Sechs Konstellationen, die in Gründungsportalen fehlen und regelmäßig Geld kosten.
Verdeckte Sacheinlage
Wird eine Geldeinlage vereinbart, das Geld aber sofort für den Erwerb eines Gegenstands vom Gesellschafter verwendet, gilt die Einlage als nicht erfüllt; angerechnet wird nur der tatsächliche Wert (§ 19 Abs. 4 GmbHG).
Hin- und Herzahlen
Fließt das Kapital vereinbarungsgemäß an den Gesellschafter zurück, erfüllt das die Einlagepflicht nur bei vollwertigem, fälligem Rückgewähranspruch und Offenlegung bei der Anmeldung (§ 19 Abs. 5).
Transparenzregister
Wirtschaftlich Berechtigte über 25 % sind zu melden; die Mitteilungsfiktion ist entfallen. Bußgelder beginnen vierstellig (§ 20 GwG). Details: Transparenzregister.
Vorsteuer aus Gründungskosten
Die Vorgesellschaft ist bereits Unternehmerin und kann die Vorsteuer abziehen — nur wenn die Rechnungen auf die Gesellschaft in Gründung lauten, nicht auf den Privatnamen (§ 15 UStG).
Ausländische Gesellschafter
Der teuerste Posten, den kein Rechner kennt: Dolmetscher nach § 16 BeurkG, Vertretungsnachweis mit Apostille und beglaubigter Übersetzung — häufig teurer als die Notargebühren selbst.
Erlaubnispflichtige Gewerbe
Wach- und Sicherheitsgewerbe, Makler, Bauträger, Versicherungs- und Finanzanlagenvermittler brauchen eine Erlaubnis nach §§ 34a ff. GewO, zulassungspflichtiges Handwerk die Handwerksrolle.
GmbH und UG sind ab Tag eins bilanzierungspflichtig, legen offen und übermitteln die E-Bilanz. Kein Argument gegen die GmbH — aber es gehört in die Entscheidung.
Wir stimmen die Satzung mit dem Notar ab, prüfen Kapitalplanung und Kostenklausel, übernehmen die steuerliche Erfassung, erstellen die Eröffnungsbilanz und führen die Buchhaltung ab dem ersten Beleg.
Was zur Gründung gefragt wird.
Was kostet die Gründung einer GmbH oder UG?
Kann ich die Notarkosten verhandeln?
Warum kostet die 1-Euro-UG beim Notar genauso viel?
Wann sollte ich das Musterprotokoll nicht verwenden?
Darf die Gesellschaft die Gründungskosten selbst tragen?
Wie viel Stammkapital muss ich einzahlen?
Ab wann haftet die Gesellschaft und nicht ich?
Sind Gründungskosten steuerlich abziehbar?
Was kostet es zusätzlich, wenn ein Gesellschafter aus dem Ausland kommt?
Ihre Gründung, persönlich begleitet.
Sie werden vor jeder Weichenstellung informiert — kein Ticketsystem.
Verantwortet die Bewertung von Sacheinlagen, die Eröffnungsbilanz und die Prüfung, ob das Stammkapital zur Planung passt.
fabian.klement@onlinebilanz.deÜbernimmt die steuerliche Erfassung, die Weichen bei Voranmeldung und Versteuerung sowie die Buchführung ab dem ersten Beleg.
jakob.roess@onlinebilanz.deGestaltet die Satzung: Gründungskostenklausel, Vinkulierung, Nachfolge und Abfindungsregelungen.
jeannine.dinnebier@onlinebilanz.deAuf welchen Vorschriften die Gründung steht.
Gebühren, Kapital, Haftung und Anmeldepflichten im amtlichen Volltext.
verliehen in der Bundesrepublik Deutschland
Alle Angaben nach bestem Wissen und geltendem Recht (Rechtsstand Juli 2026). Gebührenangaben sind Beispielrechnungen; verbindlich ist die Kostenrechnung Ihres Notars. Keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall — Ihre Gründung planen wir persönlich.


