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Stammkapital25.000 €
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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten

OnlineBilanzBlogBuchhaltung Transport

Buchhaltung Transport 2026: Leitfaden für Transportunternehmen

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Buchhaltung im Transportgewerbe stellt besondere Anforderungen: Fuhrpark-Abschreibungen, umsatzsteuerliche Sonderregelungen bei grenzüberschreitenden Transporten, Maut und Dieselkosten sowie komplexe Kostenrechnung. Eine passende Buchhaltung und Jahresabschluss Software unterstützt Transportunternehmen dabei, diese Anforderungen effizient zu bewältigen. Dieser Leitfaden zeigt, worauf Transportunternehmen bei Buchführung, Kontierung und Jahresabschluss 2026 achten müssen – von der Vorsteuer bei Auslandskosten bis zur Digitalisierung der Buchhaltung.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Transportunternehmen müssen bei der Buchhaltung besondere Anforderungen beachten: Fuhrpark-Abschreibungen nach § 253 HGB, umsatzsteuerliche Besonderheiten bei internationalen Transporten (§ 3b UStG), Vorsteuerabzug bei Maut und Auslandskosten sowie spezifische Kostenrechnung. Der Jahresabschluss einer Transport-GmbH unterliegt den Offenlegungspflichten nach § 325 HGB, wobei die Größenklasse nach § 267 HGB über Umfang und Fristen entscheidet.

Welche Besonderheiten gelten für die Buchhaltung in Transportunternehmen?

Transportunternehmen unterliegen denselben handelsrechtlichen Pflichten wie andere Kapitalgesellschaften nach § 238 ff. HGB, stehen jedoch vor spezifischen Herausforderungen in der Buchhaltung. Die Branche zeichnet sich durch hohe Vorlaufkosten, wechselnde Auftragsvergütungsmodelle (Kilometergeld, Pauschalpreise, Zeitvergütung) und eine besondere Komplexität bei der Erfassung von Betriebsstoffen, Maut- und Straßennutzungsgebühren sowie internationalen Lieferungen aus.

Die ordnungsgemäße Buchführung muss nach § 239 HGB vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet erfolgen. Für Transport-GmbHs bedeutet das: Jede Fahrt, jeder Tankvorgang, jede Mautabrechnung muss lückenlos dokumentiert und sachgerecht verbucht werden. Hinzu kommen oft grenzüberschreitende Lieferungen, die umsatzsteuerlich besondere Nachweise erfordern (§ 17a UStDV).

Typische Buchungsvorgänge in der Transportbranche

  • Fahrzeugkosten: Abschreibung nach § 253 HGB, Leasing- oder Finanzierungsraten, Versicherungen, Kfz-Steuer
  • Betriebsstoffe: Diesel, AdBlue, Schmiermittel — häufig mit Tank- und Flottenkarten erfasst
  • Mautgebühren: Toll-Collect-Abrechnungen, ausländische Mautsysteme (Vignetten, Tunnel- und Brückengebühren)
  • Personalkosten: Fahrerlöhne inkl. Spesen, Auslösungen und Reisekostenabrechnung nach § 4 Abs. 5 EStG
  • Fremdleistungen: Subunternehmer, Charter-Partner, Lagerlogistik
  • Umsatzerlöse: Frachtrechnungen nach Destination, Gewicht oder Zeit — oft mit variabler Preisstruktur

Praxishinweis: Digitale Erfassung

Moderne Transportbuchhaltung erfolgt zunehmend digital: Bordcomputer, Telematiksysteme und Tankkarten liefern strukturierte Daten, die per Schnittstelle in die Finanzbuchhaltung fließen. Das spart Zeit und reduziert Fehler bei der manuellen Belegerfassung.

Wie werden Transport- und Logistikkosten richtig kontiert?

Die Kontierung in Transportunternehmen folgt dem SKR 03 oder SKR 04 (Standardkontenrahmen), muss aber branchenspezifisch angepasst werden. Wesentliche Kostenstellen sind Fuhrpark, Fahrpersonal, Betriebsstoffe und externe Dienstleister. Eine klare Kontenstruktur erleichtert nicht nur die laufende Buchführung, sondern auch die Auswertung von Deckungsbeiträgen pro Fahrzeug oder Auftrag.

SKR 03: Kontenvorschläge für Transportunternehmen

Konto Bezeichnung Verwendung
4530 Fremdleistungen Subunternehmer, Charter
4670 Maut- und Straßennutzungsgebühren Toll Collect, Vignetten
4680 Diesel und Betriebsstoffe Tankbelege, AdBlue
4920 Kfz-Versicherungen Haftpflicht, Kasko, Transportversicherungen
4930 Kfz-Steuer Jährliche Steuer je Fahrzeug
4940 Reparatur und Wartung Fuhrpark Werkstattrechnungen
8400 Erlöse Güterbeförderung Frachterlöse national
8425 Erlöse Auslandstransporte Innergemeinschaftliche und Drittland-Lieferungen

Bei grenzüberschreitenden Transporten ist zusätzlich die umsatzsteuerliche Einordnung entscheidend: Innergemeinschaftliche Lieferungen nach § 6a UStG sind steuerfrei, erfordern jedoch eine zusammenfassende Meldung und den Nachweis der Beförderung (z. B. CMR-Frachtbrief, Lieferschein). Transporte in Drittländer unterliegen besonderen Ausfuhrregelungen nach § 4 Nr. 1a UStG.

„In der Transportbranche entstehen pro Fahrzeug oft mehrere hundert Buchungen jährlich. Ohne saubere Vorkontierung und klare Belegsortierung wird die Buchhaltung schnell unübersichtlich. Wir empfehlen, Tankbelege sofort digital zu erfassen und Mautabrechnungen monatlich zu verbuchen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche umsatzsteuerlichen Besonderheiten gelten im Transportgewerbe?

Transportleistungen sind grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig nach § 1 Abs. 1 UStG. Der reguläre Steuersatz beträgt 19 %. Allerdings gibt es mehrere Sonderregelungen, die je nach Art und Ziel der Leistung greifen: grenzüberschreitende Beförderungen, Reverse-Charge-Verfahren bei ausländischen Auftraggebern sowie steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen, sofern der Transport Teil der Lieferkette ist.

Umsatzsteuerliche Einordnung nach Leistungsort

  • Inlandstransport: 19 % USt, Leistungsort nach § 3a Abs. 2 UStG (Strecke im Inland)
  • Grenzüberschreitender Transport (EU): Leistungsort beim Empfänger, wenn dieser Unternehmer ist (§ 3a Abs. 4 UStG, Reverse Charge)
  • Innergemeinschaftliche Lieferung (eigener Transport): Steuerfrei nach § 6a UStG, zusammenfassende Meldung erforderlich
  • Drittlandsexport: Steuerfreie Ausfuhrlieferung nach § 4 Nr. 1a UStG, Ausfuhrnachweis notwendig
  • Import-Transport (Drittland): Einfuhrumsatzsteuer, ggf. Verzollung

Achtung: Nachweispflichten

Bei steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferungen muss der Unternehmer den Nachweis der Beförderung führen (§ 17a UStDV). Fehlt dieser, kann das Finanzamt die Steuerfreiheit versagen und 19 % Umsatzsteuer nachfordern — auch Jahre später im Rahmen einer Betriebsprüfung.

Besonders komplex wird es, wenn ein Transportunternehmen zugleich als Spediteur (vermittelnde Leistung) und Frachtführer (eigene Beförderung) tätig ist. Die Abgrenzung zwischen Spedition und Transport hat unmittelbare umsatzsteuerliche Folgen. Spediteure sind oft im Reverse-Charge-Verfahren tätig, während eigene Transportleistungen unterschiedlich behandelt werden.

Wie wird das Anlagevermögen im Fuhrpark korrekt bilanziert?

Der Fuhrpark stellt bei Transportunternehmen regelmäßig den größten Vermögensposten dar. Lastkraftwagen, Sattelzugmaschinen, Anhänger und Auflieger sind nach § 246 Abs. 1 HGB als Sachanlagen zu aktivieren, sofern sie dem Unternehmen zuzurechnen sind. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 HGB) abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Nutzungsdauer und AfA-Tabelle

Die amtliche AfA-Tabelle des Bundesministeriums der Finanzen sieht für Lastkraftwagen und Sattelzugmaschinen in der Regel eine Nutzungsdauer von 8 bis 9 Jahren vor. Bei intensiver Nutzung (Fernverkehr, Schwertransport) kann eine kürzere Nutzungsdauer nachvollziehbar begründet werden. Die Abschreibung erfolgt linear nach § 253 Abs. 3 HGB oder degressiv nach Steuerrecht, soweit zulässig.

Anlagegut Nutzungsdauer Jährliche AfA (linear)
Lastkraftwagen (bis 7,5 t) 8 Jahre 12,5 %
Sattelzugmaschine 9 Jahre 11,1 %
Auflieger / Anhänger 10 Jahre 10 %
Kühlauflieger 8 Jahre 12,5 %
Stapler, Hubwagen 8 Jahre 12,5 %

Bei Leasing-Fahrzeugen ist zu prüfen, ob es sich um ein Finanzierungsleasing (wirtschaftliches Eigentum beim Leasingnehmer, Aktivierung nach § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB) oder Operating-Leasing (keine Aktivierung, nur Aufwand) handelt. Die Abgrenzung richtet sich nach den wirtschaftlichen Gegebenheiten: Laufzeit, Kündigungsoptionen, Restwertrisiko und Kaufoption.

„Bei der Bilanzierung von Fuhrparks kommt es häufig auf Details an: Sonderzubehör, nachträgliche Umbauten, Kühlaggregate oder Ladebordwände sind gesondert zu aktivieren und über die jeweilige Nutzungsdauer abzuschreiben. Das Steuerberater-Team prüft, ob alle Anschaffungsnebenkosten korrekt erfasst wurden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie funktioniert der Vorsteuerabzug bei Maut, Diesel und Auslandskosten?

Der Vorsteuerabzug ist für Transportunternehmen ein zentrales Thema, da hohe laufende Kosten anfallen, die mit Umsatzsteuer belastet sind. Nach § 15 Abs. 1 UStG kann ein Unternehmer die Vorsteuer aus Eingangsleistungen geltend machen, sofern diese für sein Unternehmen bezogen werden und eine ordnungsgemäße Rechnung nach § 14 UStG vorliegt.

Vorsteuerabzug bei Betriebsstoffen und Diesel

Diesel und andere Betriebsstoffe sind vorsteuerabzugsfähig, wenn sie für unternehmerische Zwecke verwendet werden. Tankbelege müssen alle Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG enthalten: Name und Anschrift des Tankstellenbetreibers, Steuernummer oder USt-IdNr., Menge, Nettobetrag, Steuersatz und Steuerbetrag. Sammelrechnungen von Tankkarten-Anbietern (z. B. DKV, UTA) sind zulässig, wenn sie alle Einzelpositionen ausweisen.

  • Tankbelege im Inland: 19 % Vorsteuer sofort abziehbar
  • Tankbelege im EU-Ausland: Vorsteuerabzug nach § 15 Abs. 1 Nr. 3 UStG über das Vorsteuervergütungsverfahren (BZSt-Portal)
  • Maut Toll Collect: Keine Umsatzsteuer enthalten, daher kein Vorsteuerabzug
  • Ausländische Mautsysteme: Oft ohne ausgewiesene USt, Einzelfallprüfung erforderlich

Achtung: Maut ist nicht vorsteuerabzugsfähig

Die Lkw-Maut in Deutschland enthält keine Umsatzsteuer und berechtigt daher nicht zum Vorsteuerabzug. Sie ist als Betriebsausgabe zu behandeln, schmälert aber nicht die Umsatzsteuerlast. Auch viele ausländische Mautsysteme weisen keine USt aus.

Vorsteuer aus ausländischen Rechnungen

Wer regelmäßig im EU-Ausland tankt oder Werkstattleistungen in Anspruch nimmt, kann die ausländische Vorsteuer über das elektronische Vorsteuervergütungsverfahren beim Bundeszentralamt für Steuern zurückfordern (§ 18 Abs. 9 UStG, §§ 59 ff. UStDV). Wichtig: Anträge müssen bis zum 30. September des Folgejahres gestellt werden. Für 2025 also bis 30.09.2026.

Was muss beim Jahresabschluss einer Transport-GmbH beachtet werden?

Auch Transportunternehmen in der Rechtsform einer GmbH sind verpflichtet, einen Jahresabschluss nach § 242 HGB aufzustellen, der aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung besteht. Zusätzlich ist nach § 264 Abs. 1 HGB ein Anhang zu erstellen. Die Größenklasse bestimmt sich nach § 267 HGB und ist entscheidend für Umfang, Offenlegungspflicht und Prüfungspflicht.

Größenklassen für GmbH (§ 267 HGB, Stand 2026)

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer
Kleinstkapitalgesellschaft ≤ 450.000 € ≤ 900.000 € ≤ 10
Kleine Kapitalgesellschaft ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50
Mittelgroße Kapitalgesellschaft ≤ 25 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250
Große Kapitalgesellschaft > 25 Mio. € > 50 Mio. € > 250

Die Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen überschritten werden, damit die nächsthöhere Größenklasse greift (§ 267 Abs. 4 HGB). Für Transport-GmbHs mit eigenem Fuhrpark ist die Bilanzsumme häufig relevant, da der aktivierte Fuhrpark erhebliches Anlagevermögen darstellt.

Fristen für Feststellung und Offenlegung

Nach § 42a GmbHG muss die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss feststellen: innerhalb von 11 Monaten bei kleinen GmbHs, innerhalb von 8 Monaten bei mittelgroßen und großen GmbHs nach Bilanzstichtag. Bei Bilanzstichtag 31.12.2025 ist die Feststellung also spätestens bis 30.11.2026 (klein) bzw. 31.08.2026 (mittel/groß) erforderlich.

Die Offenlegung beim Unternehmensregister muss gemäß § 325 HGB innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag erfolgen. Für den Jahresabschluss 2025 läuft die Frist also bis zum 31.12.2026. Seit dem DiRUG (in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger.

Praxishinweis: Festpreis-Jahresabschluss

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, ohne langes Suchen, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Die Koordination übernimmt Servet Gündogan, die fachliche Prüfung und Unterzeichnung erfolgt durch das zugelassene Steuerberater-Team.

Wie funktioniert die Kostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung im Transportgewerbe?

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Finanzbuchhaltung ist eine betriebswirtschaftliche Kostenrechnung für Transportunternehmen essenziell. Nur so lässt sich beurteilen, welche Fahrzeuge, Touren oder Kunden profitabel sind. Die Deckungsbeitragsrechnung erlaubt es, variable Kosten (z. B. Diesel, Maut) den Erlösen direkt zuzuordnen und so den Beitrag jeder Fahrt zum Fixkostendeckungsbeitrag zu ermitteln.

Kostenarten im Transportgewerbe

Variable Kosten

  • Diesel und AdBlue
  • Mautgebühren (streckenabhängig)
  • Reifenabnutzung
  • Reparaturen und Wartung (teils variabel)

Fixkosten

  • Abschreibung Fahrzeuge
  • Kfz-Versicherungen
  • Kfz-Steuer
  • Fahrerlöhne (Grundgehalt)
  • Büro- und Verwaltungskosten

Der Deckungsbeitrag I (DB I) errechnet sich aus Erlös minus variable Kosten. Er zeigt, wie viel eine Fahrt zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Der Deckungsbeitrag II (DB II) berücksichtigt zusätzlich fahrzeug- oder auftragsabhängige Fixkosten. Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, entsteht Gewinn.

Beispielrechnung Deckungsbeitrag pro Tour

Position Betrag (EUR)
Frachterlös 1.200,00
– Diesel (250 Liter à 1,50 €) 375,00
– Maut 85,00
– Variable Reparaturkosten 40,00
= Deckungsbeitrag I 700,00
– Fahrergehalt (anteilig) 350,00
– Abschreibung (anteilig) 120,00
= Deckungsbeitrag II 230,00

Diese Kalkulation sollte für alle Fahrzeuge oder Touren regelmäßig durchgeführt werden. Verlustbringende Relationen oder Kunden können so identifiziert und die Preisgestaltung angepasst werden. Moderne Transportmanagementsysteme (TMS) unterstützen die automatisierte Kostenträgerrechnung.

„Viele Transportunternehmen scheitern nicht an mangelndem Umsatz, sondern an unzureichender Kostenrechnung. Wer nicht weiß, was eine Fahrt wirklich kostet, kann nicht nachhaltig kalkulieren. Wir empfehlen, mindestens quartalsweise Deckungsbeiträge pro Fahrzeug auszuwerten.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie kann die Buchhaltung im Transportgewerbe digitalisiert werden?

Die Digitalisierung bietet Transportunternehmen erhebliche Effizienzgewinne: Automatisierte Belegerfassung, digitale Archivierung und Schnittstellen zwischen Transportmanagementsystem (TMS) und Finanzbuchhaltung reduzieren den manuellen Aufwand und minimieren Fehler. Nach § 239 Abs. 4 HGB und den GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) ist die digitale Buchführung zulässig und gleichwertig zur Papierform.

Digitale Prozesse in der Transport-Buchhaltung

  • Tankkarten-Schnittstellen: DKV, UTA, Shell Fleet liefern Transaktionsdaten direkt an die Buchhaltungssoftware
  • Toll-Collect-Integration: Mautdaten automatisch importieren und verbuchen
  • Digitale Rechnungsstellung: E-Rechnungen nach EN 16931, automatischer Versand nach Tourenabschluss
  • Belegerfassung per App: Fahrer fotografieren Belege (Werkstatt, Parkgebühren), die direkt ins System fließen
  • DATEV-Schnittstelle: Anbindung an DATEV Unternehmen online für nahtlose Zusammenarbeit mit dem Steuerberater

Besonders wichtig ist die GoBD-Konformität: Digitale Belege müssen unveränderbar archiviert, maschinell auswertbar und mit Verfahrensdokumentation hinterlegt werden. Die Aufbewahrungsfrist beträgt nach § 147 Abs. 3 AO zehn Jahre für Buchungsbelege und Jahresabschlüsse.

Vorteile der digitalen Buchhaltung für Transportunternehmen

bis 70 %

weniger manuelle Buchungen

< 24 h

Durchlaufzeit Belegerfassung

100 %

Nachvollziehbarkeit und Prüfpfad

Wer auf digitale Buchhaltung umstellt, sollte auch die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater neu organisieren. Plattformen wie OnlineBilanz ermöglichen es, Belege digital bereitzustellen, den Jahresabschluss online zu koordinieren und alle Unterlagen revisionssicher zu archivieren — ohne Medienbruch, ohne Papier, ohne Wartezeiten.

Praxishinweis: Digitaler Belegfluss

Die Kombination aus moderner TMS-Software, digitaler Belegerfassung und DATEV-Schnittstelle schafft einen durchgängigen Prozess von der Fahrt bis zur fertigen Buchung. Das spart nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Datenqualität für Controlling und Jahresabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Welche Kontenrahmen eignen sich für Transportunternehmen?

Für Transportunternehmen eignet sich in der Regel der SKR 03 oder SKR 04. Viele Speditionen nutzen auch branchenspezifische Anpassungen oder spezielle Kontenrahmen für das Transportgewerbe, die bereits Konten für Maut, Frachtvermittlung, Standgeld oder Leerfahrten vorsehen. Die Wahl hängt von der Unternehmensgröße und dem Leistungsspektrum ab.

Muss eine Transport-GmbH ein Fahrtenbuch führen?

Eine gesetzliche Pflicht zum Fahrtenbuch besteht für Transportunternehmen grundsätzlich nicht. Will jedoch ein Gesellschafter-Geschäftsführer ein Firmenfahrzeug auch privat nutzen und die 1-%-Regelung vermeiden, ist ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nach § 8 Abs. 2 Satz 4 EStG erforderlich. Bei reinen Transportfahrzeugen ohne Privatnutzung entfällt diese Anforderung.

Wie werden Leasingfahrzeuge in der Bilanz einer Spedition behandelt?

Bei Operate-Leasing (Nutzungsüberlassung) bleibt das Fahrzeug in der Bilanz des Leasinggebers; die Leasingraten werden beim Leasingnehmer als Aufwand gebucht. Bei Finance-Leasing (wirtschaftliches Eigentum beim Leasingnehmer) ist das Fahrzeug nach § 246 Abs. 1 HGB in der Bilanz des Transportunternehmens zu aktivieren, die Leasingverbindlichkeit als Passivposten auszuweisen und planmäßig abzuschreiben.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Frachtdokumente?

Handelsbriefe wie Frachtbriefe, Lieferscheine und Ladepapiere unterliegen nach § 257 HGB einer Aufbewahrungsfrist von sechs Jahren. Buchungsbelege, Rechnungen und Jahresabschlüsse müssen zehn Jahre aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgte. Eine digitale Archivierung ist nach GoBD zulässig, sofern Unveränderbarkeit und Verfügbarkeit gewährleistet sind.

Was ist bei der Buchung von Subunternehmerleistungen zu beachten?

Beauftragt ein Transportunternehmen Subunternehmer, muss geprüft werden, ob eine echte Subunternehmerleistung (selbstständig, eigenes unternehmerisches Risiko) oder eine Arbeitnehmerüberlassung vorliegt. Bei Scheinselbstständigkeit drohen Sozialversicherungsbeiträge nach § 28e SGB IV. Umsatzsteuerlich ist zu klären, ob die Leistung dem Reverse-Charge-Verfahren unterliegt (bei ausländischen Subunternehmern § 13b UStG). Subunternehmerkosten werden im SKR 03 auf Konto 4930 oder ähnlich gebucht.

Wie werden Schadensersatzforderungen aus Transportschäden gebucht?

Schadensersatzforderungen aus Transportschäden werden als sonstige Forderungen auf Konto 1470 (SKR 03) oder 1200 (SKR 04) aktiviert, sobald sie rechtlich hinreichend sicher sind. Auf der Gegenseite wird ein außerordentlicher Ertrag (Konto 2750) oder eine Minderung der Schadenaufwendungen gebucht. Ist der Schaden versichert, erfolgt die Buchung gegen die Versicherungsforderung. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (§ 249 HGB) sind zu bilden, wenn Schadenersatzansprüche Dritter wahrscheinlich sind.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Umsatzsteuergesetz (UStG), GmbH-Gesetz (GmbHG), Einkommensteuergesetz (EStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
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Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
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Ben
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