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Datum

Lesedauer

10–16 Minuten


OnlineBilanzBlogAnhang Jahresabschluss Inhalt

Anhang Jahresabschluss Inhalt 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Anhang zum Jahresabschluss ist für Kapitalgesellschaften gesetzlich vorgeschrieben und erklärt die Zahlen aus Bilanz und GuV. Er bildet einen der Pflichtbestandteile des Jahresabschlusses nach HGB. Welche Inhalte im Anhang zwingend erforderlich sind, hängt von der Unternehmensgröße ab. Dieser Leitfaden zeigt, was in den Anhang gehört und wie Sie einen Jahresabschluss-Anhang rechtssicher erstellen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Der Anhang zum Jahresabschluss einer GmbH ist nach § 284 HGB verpflichtend und gilt ebenso für UG und AG. Er enthält Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu Bilanzposten, Haftungsverhältnissen und weiteren pflichtgemäßen Informationen. Der Umfang richtet sich nach der Unternehmensgröße gemäß § 267 HGB.

Warum der Anhang zum Jahresabschluss Pflicht ist

Der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft besteht aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang. Diese Dreiteilung ist in § 264 Abs. 1 HGB gesetzlich festgelegt.

Die Bilanz zeigt Vermögenswerte und Schulden zu einem bestimmten Stichtag, die GuV stellt Erträge und Aufwendungen gegenüber. Doch erst der Anhang liefert die notwendigen Erläuterungen, um diese Zahlen richtig zu verstehen.

Der Anhang erfüllt drei zentrale Funktionen: Er erklärt die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, schafft Transparenz über Risiken und wirtschaftliche Besonderheiten und stellt sicher, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

„Ohne einen vollständigen Anhang gilt der Jahresabschluss als unvollständig. Das kann bei der Offenlegung beim Unternehmensregister zu Zurückweisungen führen und Ordnungsgelder nach § 335 HGB auslösen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Externe Dritte wie Banken, Investoren oder Geschäftspartner nutzen den Anhang, um die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens vollständig zu erfassen. Intern dient er der Geschäftsführung als Dokumentations- und Rechenschaftsinstrument.

Wer muss einen Anhang erstellen?

Die Pflicht zur Erstellung eines Anhangs besteht für alle Kapitalgesellschaften gemäß § 264 HGB. Dazu zählen GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG und KGaA.

Auch bestimmte Personengesellschaften ohne persönlich haftenden Gesellschafter (z. B. GmbH & Co. KG) unterliegen dieser Pflicht nach § 264a HGB.

Hinweis

Wichtig: Kleinstkapitalgesellschaften können unter bestimmten Voraussetzungen nach § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB auf die Erstellung eines Anhangs verzichten, wenn wesentliche Angaben unter der Bilanz gemacht werden. Diese Erleichterung gilt jedoch nur bei Erfüllung aller Voraussetzungen des § 267a HGB.

Einzelunternehmen und Personengesellschaften ohne Haftungsbeschränkung (z. B. GbR, OHG, KG mit persönlich haftendem Gesellschafter) sind grundsätzlich nicht zur Erstellung eines Anhangs verpflichtet.

§ 264 HGB

Pflicht für Kapitalgesellschaften

§ 267 HGB

Größenklassen-Definition

§ 284 ff. HGB

Inhaltliche Anforderungen

Pflichtangaben nach HGB im Überblick

Die gesetzlichen Mindestangaben für den Anhang sind in § 284 HGB geregelt. Diese Vorschriften gelten grundsätzlich für alle Kapitalgesellschaften, wobei kleinere Unternehmen Erleichterungen nutzen können.

Kerninhalte nach § 284 HGB

  • Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)
  • Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten und Posten der GuV (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB)
  • Angaben zu Haftungsverhältnissen, die nicht in der Bilanz erscheinen (§ 251 HGB)
  • Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geografischen Märkten (§ 285 Nr. 4 HGB)
  • Angaben zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (§ 285 Nr. 7 HGB)
  • Angaben zu Organbezügen und Geschäftsführervergütung (§ 285 Nr. 9 HGB)

Für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften kommen weitere Angabepflichten hinzu, etwa zur Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel nach § 284 Abs. 3 HGB) oder zu Finanzinstrumenten.

Rechtsgrundlage Inhalt
§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB Erläuterungen zu Bilanzposten
§ 285 Nr. 3 HGB Haftungsverhältnisse
§ 285 Nr. 4 HGB Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
§ 285 Nr. 7 HGB Durchschnittliche Mitarbeiterzahl
§ 285 Nr. 9 HGB Gesamtbezüge Geschäftsführung/Aufsichtsrat

Größenabhängige Angaben nach § 267 HGB

Der Umfang der Anhangangaben hängt maßgeblich von der Unternehmensgröße ab. Die Einteilung erfolgt nach § 267 HGB in Kleinstkapitalgesellschaften, kleine, mittelgroße und große Kapitalgesellschaften.

Größenklassen 2026 nach § 267 HGB

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Kleinstgesellschaft (§ 267a) ≤ 350.000 € ≤ 700.000 € ≤ 10
Kleine Gesellschaft ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50
Mittelgroße Gesellschaft ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250
Große Gesellschaft > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250

Es genügt, wenn zwei der drei Kriterien an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen überschritten oder unterschritten werden (§ 267 Abs. 4 HGB).

Hinweis

Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften: Nach § 288 HGB können kleine Kapitalgesellschaften auf bestimmte Angaben verzichten, etwa die Aufgliederung der Umsatzerlöse oder Angaben zu Geschäftsführerbezügen.

Große Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Lagebericht erstellen (§ 289 HGB) und unterliegen erweiterten Offenlegungspflichten beim Unternehmensregister.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB müssen im Anhang die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angegeben werden. Dies ist eine der wichtigsten Kernangaben.

Was sind Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden?

Bilanzierungsmethoden legen fest, ob und wie ein Geschäftsvorfall in der Bilanz erfasst wird (Ansatzfrage). Bewertungsmethoden bestimmen, mit welchem Wert ein Bilanzposten angesetzt wird (Bewertungsfrage).

Typische Angaben zu Bewertungsmethoden

  • Anlagevermögen: Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach § 253 HGB
  • Abschreibungsmethoden: Linear oder degressiv, Nutzungsdauer nach amtlichen AfA-Tabellen
  • Umlaufvermögen: Bewertung zum niedrigeren Wert (strenges Niederstwertprinzip nach § 253 Abs. 4 HGB)
  • Vorräte: Bewertung zu Anschaffungs-/Herstellungskosten oder niedrigerem Börsen-/Marktpreis
  • Forderungen: Bewertung zum Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen
  • Rückstellungen: Bewertung mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB)

„Die Angabe der Bewertungsmethoden ist keine Formalie. Sie ermöglicht Dritten, die Zahlen richtig einzuordnen und die Kontinuität der Bilanzierung zu prüfen. Änderungen müssen begründet und quantifiziert werden.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Achtung

Achtung bei Methodenwechsel: Ein Wechsel der Bewertungsmethode ist nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig und muss im Anhang erläutert werden (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB). Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind anzugeben.

Erläuterungen zu Bilanzposten und GuV

Nach § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB sind Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlich, soweit die Angaben nicht in der Bilanz selbst erfolgen.

Typische Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Entwicklung der einzelnen Anlagepositionen (Anlagespiegel nach § 284 Abs. 3 HGB): Anfangsbestand, Zugänge, Abgänge, Abschreibungen, Endbestand. Für mittelgroße und große Gesellschaften verpflichtend.

Umlaufvermögen

Zusammensetzung und Bewertung von Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Angaben zur Restlaufzeit von Forderungen (§ 285 Nr. 1 HGB).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

  • Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geografisch bestimmten Märkten (§ 285 Nr. 4 HGB)
  • Angaben zu außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen, soweit diese von wesentlicher Bedeutung sind
  • Erläuterungen zu sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, wenn diese wesentlich sind
  • Angaben zu Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (§ 285 Nr. 29 HGB)

Kleine Kapitalgesellschaften können nach § 288 HGB auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse verzichten, wenn dadurch erhebliche Nachteile für die Gesellschaft entstehen würden.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse, die nicht in der Bilanz erscheinen, müssen nach § 251 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 3 HGB im Anhang angegeben werden.

Was sind Haftungsverhältnisse?

Haftungsverhältnisse sind Eventualverbindlichkeiten, die nur bei Eintritt bestimmter Ereignisse zu tatsächlichen Verpflichtungen werden. Sie werden nicht als Rückstellungen bilanziert, müssen aber offengelegt werden.

  • Bürgschaften und Gewährleistungsverträge zugunsten Dritter
  • Wechselverbindlichkeiten aus weitergegebenen Wechseln
  • Haftung aus Bestellobligo (bestellte, aber noch nicht gelieferte Waren)
  • Pensionszusagen ohne Rückstellungsbildung
  • Haftung aus Gesellschaftsverhältnissen (z. B. bei Beteiligungen)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Zusätzlich sind sonstige finanzielle Verpflichtungen anzugeben, die nicht in der Bilanz erscheinen und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

  • Miet- und Leasingverpflichtungen: Künftige Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Verträgen
  • Lizenzverpflichtungen: Zahlungspflichten aus Lizenzverträgen
  • Vertragliche Verpflichtungen: Längerfristige Bezugs- und Lieferverpflichtungen
  • Pensionsverpflichtungen: Soweit nicht als Rückstellung bilanziert

Hinweis

Praxishinweis: Die Angabe der Restlaufzeiten und Gesamtbeträge ist erforderlich. Bei Leasingverträgen sollten die künftigen Mindestleasingzahlungen für die nächsten fünf Jahre und danach angegeben werden.

Weitere Pflichtangaben im Anhang

Neben den Kernangaben zu Bewertungsmethoden, Bilanzposten und Haftungsverhältnissen enthält § 285 HGB einen umfangreichen Katalog weiterer Pflichtangaben.

Mitarbeiter und Organe

  • Durchschnittliche Mitarbeiterzahl (§ 285 Nr. 7 HGB), gegliedert nach Gruppen
  • Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 Buchst. a HGB): Gehälter, Tantiemen, Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen
  • Gesamtbezüge des Aufsichtsrats (§ 285 Nr. 9 Buchst. b HGB), bei AG verpflichtend
  • Pensionszusagen an Geschäftsführer und frühere Geschäftsführer (§ 285 Nr. 9 Buchst. a HGB)

Kleine Kapitalgesellschaften können nach § 288 Abs. 1 HGB auf die Angabe der Bezüge verzichten.

Beteiligungen und verbundene Unternehmen

  • Name und Sitz von Unternehmen, an denen eine Beteiligung von mindestens 20 % besteht (§ 285 Nr. 11 HGB)
  • Angaben zu verbundenen Unternehmen und zum Konzernabschluss (§ 285 Nr. 14 HGB)
  • Anzahl und Nennbetrag oder rechnerischer Wert eigener Anteile (§ 285 Nr. 6 HGB)

Weitere wichtige Angaben

Honorar Abschlussprüfer

Nach § 285 Nr. 17 HGB: Aufgliederung nach Abschlussprüfung, anderen Bestätigungsleistungen, Steuerberatung und sonstigen Leistungen. Nur für große und börsennotierte Gesellschaften.

Vorjahreszahlen

Anpassung von Vorjahreszahlen bei geänderter Gliederung oder Bewertung (§ 265 Abs. 2 HGB). Abweichungen sind zu erläutern.

Ereignisse nach Bilanzstichtag

Wesentliche Vorgänge nach dem Abschlussstichtag, die die wirtschaftliche Lage beeinflussen (§ 285 Nr. 33 HGB).

So erstellen Sie den Anhang rechtssicher

Die Erstellung eines rechtssicheren Anhangs erfordert Kenntnis der gesetzlichen Vorgaben und ein strukturiertes Vorgehen. Digitale Lösungen wie OnlineBilanz.de führen Sie Schritt für Schritt durch alle Pflichtangaben.

Systematisches Vorgehen in 5 Schritten

  1. Größenklasse bestimmen: Prüfen Sie nach § 267 HGB, welche Größenklasse für Ihr Unternehmen gilt. Davon hängt der Umfang der Angaben ab.
  2. Pflichtangaben-Checkliste nutzen: Arbeiten Sie systematisch alle Angaben nach § 284 und § 285 HGB ab. OnlineBilanz.de stellt automatisch nur die für Ihre Größenklasse relevanten Fragen.
  3. Bewertungsmethoden dokumentieren: Beschreiben Sie für alle Bilanzposten die angewandten Bewertungsmethoden. Nutzen Sie Standardformulierungen aus geprüften Vorlagen.
  4. Zahlenangaben prüfen: Stellen Sie sicher, dass alle quantitativen Angaben (z. B. Mitarbeiterzahl, Haftungsverhältnisse) korrekt und vollständig sind.
  5. Formale Anforderungen beachten: Der Anhang muss klar strukturiert, verständlich formuliert und mit der Bilanz und GuV abgestimmt sein.

„Die häufigsten Fehler entstehen durch fehlende oder unvollständige Angaben. Mit OnlineBilanz.de werden alle Pflichtangaben systematisch abgefragt. Ein erfahrener Steuerberater prüft anschließend den vollständigen Jahresabschluss.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Hinweis

Digitale Unterstützung: OnlineBilanz.de bietet für jede Unternehmensgröße passende Vorlagen und führt durch den gesamten Erstellungsprozess. Die steuerliche Abschlussprüfung durch qualifizierte Steuerberater ist im Service enthalten.

Nach Fertigstellung wird der Anhang zusammen mit Bilanz und GuV beim Unternehmensregister offengelegt (§ 325 HGB). Die Frist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag.

Häufige Fehler beim Anhang vermeiden

Bei der Erstellung des Anhangs zum Jahresabschluss treten in der Praxis immer wieder dieselben Fehler auf. Diese können zu Zurückweisungen bei der Offenlegung oder sogar zu Ordnungsgeldern führen.

Die 8 häufigsten Fehler

Achtung

Fehler 1: Fehlende Bewertungsmethoden Die Angabe der Bewertungsmethoden nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB ist zwingend erforderlich. Fehlen diese Angaben, ist der Anhang unvollständig.

Achtung

Fehler 2: Haftungsverhältnisse vergessen Bürgschaften, Bestellobligo und sonstige Haftungsverhältnisse werden häufig nicht angegeben, obwohl sie nach § 251 HGB und § 285 Nr. 3 HGB pflichtmäßig sind.

Achtung

Fehler 3: Unvollständige Angaben zu Leasingverpflichtungen Künftige Zahlungsverpflichtungen aus Operating-Leasing-Verträgen müssen als sonstige finanzielle Verpflichtungen angegeben werden (§ 285 Nr. 3a HGB).

Weitere typische Fehlerquellen sind die fehlende Aufgliederung der Umsatzerlöse bei mittelgroßen und großen Gesellschaften, unvollständige Angaben zur Mitarbeiterzahl oder fehlende Erläuterungen bei Methodenwechseln.

Checkliste: Vollständigkeit prüfen

  • Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für alle Bilanzposten angegeben
  • Alle Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfasst
  • Angaben zu Mitarbeiterzahl und Organbezügen vollständig (soweit nicht befreit)
  • Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen aufgegliedert (außer kleine Gesellschaften)
  • Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt (mittelgroße/große Gesellschaften)
  • Beteiligungen und verbundene Unternehmen angegeben
  • Ereignisse nach dem Bilanzstichtag erläutert
  • Formale Struktur klar und verständlich

Ein unvollständiger oder fehlerhafter Anhang kann bei der Einreichung beim Unternehmensregister zurückgewiesen werden. Im schlimmsten Fall drohen Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB.

Hinweis

Rechtssicherheit durch Prüfung: Bei OnlineBilanz.de prüft ein erfahrener Steuerberater den vollständigen Jahresabschluss inklusive Anhang, bevor er beim Unternehmensregister eingereicht wird.

Häufig gestellte Fragen

Wer muss einen Anhang zum Jahresabschluss erstellen?

Alle Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG, KGaA) sind nach § 264 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen Anhang zu erstellen. Auch Personengesellschaften ohne persönlich haftenden Gesellschafter (z. B. GmbH & Co. KG) unterliegen dieser Pflicht nach § 264a HGB. Kleinstkapitalgesellschaften können unter bestimmten Voraussetzungen nach § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB auf den Anhang verzichten, wenn wesentliche Angaben unter der Bilanz gemacht werden.

Was sind die wichtigsten Pflichtangaben im Anhang?

Zu den Kernangaben gehören nach § 284 und § 285 HGB: angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu Bilanzposten und GuV-Posten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, Aufgliederung der Umsatzerlöse, durchschnittliche Mitarbeiterzahl sowie Angaben zu Geschäftsführerbezügen. Der genaue Umfang hängt von der Unternehmensgröße nach § 267 HGB ab.

Welche Erleichterungen gelten für kleine Kapitalgesellschaften?

Kleine Kapitalgesellschaften können nach § 288 HGB auf bestimmte Angaben verzichten, etwa die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (§ 285 Nr. 4 HGB), Angaben zu Geschäftsführerbezügen (§ 285 Nr. 9 HGB) und zum Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB). Diese Erleichterungen gelten nicht für mittelgroße und große Gesellschaften.

Was passiert bei einem unvollständigen Anhang?

Ein unvollständiger Anhang führt dazu, dass der Jahresabschluss als nicht ordnungsgemäß gilt. Bei der Offenlegung beim Unternehmensregister kann der Jahresabschluss zurückgewiesen werden. Wird die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB nicht fristgerecht erfüllt, drohen Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB. Zudem können externe Stakeholder wie Banken einen unvollständigen Jahresabschluss als Risikosignal werten.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 284 HGB – Erläuterung der Bilanz und GuV, § 285 HGB – Sonstige Pflichtangaben, § 267 HGB – Größenklassen. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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