Jahresabschluss 2025 digital erstellen: Sicher & rechtssicher
Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Der Jahresabschluss 2025 dokumentiert die wirtschaftliche Lage Ihrer Kapitalgesellschaft und erfüllt handels- und steuerrechtliche Pflichten nach HGB und AO. Mit digitalen Lösungen wie OnlineBilanz.de erstellen Sie Bilanz, GuV und Anhang rechtssicher und effizient. Erfahrene Steuerexperten prüfen Ihre Angaben vor Übermittlung an Finanzamt und Unternehmensregister.
Kurzantwort
Der Jahresabschluss 2025 besteht nach § 242 HGB aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, bei Kapitalgesellschaften zusätzlich aus Anhang nach § 264 Abs. 1 HGB. Er ist bis spätestens 31.12.2026 beim Unternehmensregister offenzulegen (§ 325 HGB) und bildet die Grundlage für Steuererklärungen und Gesellschafterbeschlüsse nach § 42a GmbHG.
Inhaltsverzeichnis
Bedeutung des Jahresabschlusses 2025
Der Jahresabschluss zum 31.12.2025 bildet den formellen Abschluss des Geschäftsjahres und erfüllt mehrere zentrale Funktionen im Unternehmenskontext. Er dokumentiert die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und dient als Grundlage für steuerliche Veranlagung, Ausschüttungsentscheidungen und externe Rechenschaftslegung.
Nach § 242 Abs. 1 HGB hat jeder Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes und für den Schluss eines jeden Geschäftsjahrs eine Bilanz aufzustellen. Für Kapitalgesellschaften gelten erweiterte Anforderungen nach §§ 264 ff. HGB, die über die reine Buchführungspflicht hinausgehen.
3
Hauptbestandteile (Bilanz, GuV, Anhang)
12 Monate
Offenlegungsfrist nach § 325 HGB
500-25.000 €
Ordnungsgeld nach § 335 HGB
Funktionen des Jahresabschlusses
- Informationsfunktion: Darstellung der wirtschaftlichen Lage für Gesellschafter, Gläubiger und andere Stakeholder
- Ausschüttungsbemessung: Ermittlung des verfügbaren Bilanzgewinns nach § 268 Abs. 1 HGB
- Steuerbemessung: Grundlage für die Ermittlung der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer
- Rechenschaftslegung: Nachweis ordnungsgemäßer Geschäftsführung gegenüber Gesellschaftern und Öffentlichkeit
„Der Jahresabschluss ist weit mehr als eine Pflichtübung. Er liefert die Datenbasis für strategische Entscheidungen, Kreditverhandlungen und Investorenakquise. Eine saubere, fristgerechte Erstellung schafft Vertrauen bei allen Anspruchsgruppen.”
— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart
Rechtlicher Rahmen für den Jahresabschluss 2025
Die Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses ergibt sich aus dem Handelsgesetzbuch (HGB) und gilt grundsätzlich für alle Kaufleute. Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) bestehen besondere Anforderungen nach den §§ 264 bis 289f HGB.
Das HGB regelt nicht nur die Erstellungspflicht, sondern auch Form, Inhalt und Gliederung der einzelnen Bestandteile. Ergänzend sind steuerrechtliche Vorschriften aus der Abgabenordnung (AO) und dem Einkommensteuergesetz (EStG) zu beachten.
Zentrale Rechtsgrundlagen
| Paragraf | Inhalt |
|---|---|
| § 242 HGB | Pflicht zur Aufstellung von Bilanz |
| § 264 HGB | Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses (Kapitalgesellschaften) |
| § 266 HGB | Gliederung der Bilanz |
| § 275 HGB | Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung |
| § 284 HGB | Erläuterung der Bilanz und GuV im Anhang |
| § 325 HGB | Offenlegung des Jahresabschlusses |
| § 42a GmbHG | Feststellung des Jahresabschlusses |
Darüber hinaus sind die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) nach § 243 HGB zu beachten. Diese umfassen Prinzipien wie Richtigkeit, Klarheit, Vollständigkeit und die Beachtung von Bilanzierungsstetigkeit.
Wer muss einen Jahresabschluss 2025 erstellen?
Die Verpflichtung zur Erstellung eines Jahresabschlusses richtet sich nach der Rechtsform und bei Einzelkaufleuten zusätzlich nach wirtschaftlichen Schwellenwerten. Während Kapitalgesellschaften grundsätzlich verpflichtet sind, hängt die Pflicht bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen von der Kaufmannseigenschaft ab.
Verpflichtete Rechtsformen
Immer verpflichtet
- GmbH und UG (haftungsbeschränkt)
- Aktiengesellschaft (AG)
- Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
- Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
- Kapitalgesellschaft & Co. KG (wenn KapGes Komplementär)
Bei Kaufmannseigenschaft
- OHG (Offene Handelsgesellschaft)
- KG (Kommanditgesellschaft)
- Einzelkaufleute über Schwellenwerten
- eK (eingetragener Kaufmann)
- GmbH & Co. KG
Schwellenwerte für Einzelkaufleute
Einzelkaufleute sind nach § 241a HGB von der Pflicht zur Buchführung und Erstellung eines Jahresabschlusses befreit, wenn sie an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen folgende Grenzen nicht überschreiten:
Hinweis
Befreiungsgrenzen nach § 241a HGB: Umsatzerlöse von 600.000 Euro und Jahresüberschuss von 60.000 Euro. Werden beide Schwellenwerte an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen unterschritten, entfällt die Buchführungspflicht.
Freiberufler nach § 18 EStG (Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten etc.) sind grundsätzlich nicht zur Erstellung eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses verpflichtet. Sie ermitteln ihren Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR).
Bestandteile des Jahresabschlusses 2025
Der Umfang des Jahresabschlusses hängt von der Rechtsform und der Größenklasse ab. Während Einzelkaufleute nach § 242 HGB lediglich Bilanz und GuV erstellen müssen, sind Kapitalgesellschaften nach § 264 Abs. 1 HGB zur Erstellung eines erweiterten Jahresabschlusses verpflichtet.
Bestandteile bei Kapitalgesellschaften
-
Bilanz nach § 266 HGB mit Gliederung in Aktiva und Passiva
-
Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB (Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren)
-
Anhang nach § 284 HGB mit Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
-
Lagebericht nach § 289 HGB (nur für mittelgroße und große Gesellschaften)
Die Bilanz nach § 266 HGB
Die Bilanz zeigt zum Abschlussstichtag 31.12.2025 die Vermögenslage (Aktiva) und die Kapitalstruktur (Passiva) des Unternehmens. Sie ist nach dem in § 266 HGB vorgegebenen Schema zu gliedern.
Aktiva (Vermögen)
- A. Anlagevermögen (immaterielle VG, Sachanlagen, Finanzanlagen)
- B. Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, Kasse/Bank)
- C. Rechnungsabgrenzungsposten
- D. Aktive latente Steuern
- E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung
Passiva (Kapital)
- A. Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Gewinnvortrag)
- B. Rückstellungen (Pensionen, Steuern, sonstige)
- C. Verbindlichkeiten (Anleihen, Bankverbindlichkeiten, Lieferanten)
- D. Rechnungsabgrenzungsposten
- E. Passive latente Steuern
Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB
Die GuV stellt die Ertragslage des Geschäftsjahres 2025 dar und kann nach § 275 HGB wahlweise im Gesamtkostenverfahren (GKV) oder im Umsatzkostenverfahren (UKV) aufgestellt werden. Beide Verfahren führen zum gleichen Jahresergebnis, unterscheiden sich jedoch in der Darstellung.
Das Gesamtkostenverfahren gliedert nach Aufwandsarten (Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen), während das Umsatzkostenverfahren nach betrieblichen Funktionen (Herstellungskosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten) unterscheidet.
Anhang nach § 284 HGB
Der Anhang ergänzt und erläutert die Bilanz und GuV. Er enthält Pflichtangaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu einzelnen Posten, Angaben zu Haftungsverhältnissen und weitere Informationen nach §§ 284-288 HGB.
- Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)
- Aufgliederung und Erläuterung einzelner Bilanzposten
- Angaben zu Haftungsverhältnissen, Eventualverbindlichkeiten
- Anzahl und Gesamtvergütung von Geschäftsführern/Aufsichtsräten (bei mittelgroßen/großen Gesellschaften)
- Ergebnisverwendungsvorschlag
- Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl nach § 285 Nr. 7 HGB
Größenklassen nach § 267 HGB
Die Zuordnung zu einer Größenklasse nach § 267 HGB bestimmt den Umfang der Offenlegungspflichten, den Prüfungsumfang und zahlreiche Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses. Die Einordnung erfolgt anhand von drei Kriterien: Bilanzsumme, Umsatzerlöse und durchschnittliche Arbeitnehmerzahl.
Eine Gesellschaft gilt als klein, mittelgroß oder groß, wenn mindestens zwei der drei Merkmale an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden. Für das Jahr 2025/2026 gelten folgende Schwellenwerte:
Schwellenwerte 2026
| Größenklasse | Bilanzsumme | Umsatzerlöse | Arbeitnehmer |
|---|---|---|---|
| Kleinstgesellschaft (§ 267a) | ≤ 450.000 € | ≤ 900.000 € | ≤ 10 |
| Kleine Gesellschaft (§ 267 Abs. 1) | ≤ 6 Mio. € | ≤ 12 Mio. € | ≤ 50 |
| Mittelgroße Gesellschaft (§ 267 Abs. 2) | ≤ 20 Mio. € | ≤ 40 Mio. € | ≤ 250 |
| Große Gesellschaft (§ 267 Abs. 3) | > 20 Mio. € | > 40 Mio. € | > 250 |
Achtung
Die Größenklasse wird immer anhand von zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen bestimmt. Ein Wechsel der Größenklasse tritt erst ein, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen mindestens zwei der drei Merkmale über- oder unterschritten werden.
Rechtsfolgen der Größenklassen
Kleine Gesellschaften
- Erleichterungen bei Bilanzgliederung (§ 266 Abs. 1 Satz 3)
- Verkürzte GuV möglich
- Kein Lagebericht erforderlich (§ 264 Abs. 1 Satz 4)
- Verkürzte Offenlegung möglich
- Feststellung nach 11 Monaten (§ 42a Abs. 2 GmbHG)
Mittelgroße Gesellschaften
- Lagebericht erforderlich (§ 289 HGB)
- Prüfungspflicht nach § 316 HGB
- Feststellung nach 8 Monaten (§ 42a Abs. 1 GmbHG)
- Vollständige Offenlegung
- Erweiterte Anhangangaben
Große Gesellschaften
- Erweiterte Berichtspflichten
- Segmentberichterstattung bei Konzernen
- Prüfungspflicht nach § 316 HGB
- Feststellung nach 8 Monaten
- Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel (§ 264 Abs. 1 Satz 2)
Fristen für den Jahresabschluss 2025
Für den Jahresabschluss zum 31.12.2025 gelten gesetzliche Fristen für Aufstellung, Feststellung und Offenlegung. Die Nichteinhaltung dieser Fristen kann zu Ordnungsgeldern nach § 335 HGB führen.
Aufstellung des Jahresabschlusses
Nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB haben die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft den Jahresabschluss innerhalb der ersten drei Monate des Geschäftsjahres für das vergangene Geschäftsjahr aufzustellen. Für den Jahresabschluss 2025 bedeutet dies: Aufstellung bis spätestens 31.03.2026.
Hinweis
Die Aufstellungsfrist von 3 Monaten nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB gilt als kaufmännische Sorgfaltspflicht. Eine Überschreitung begründet zwar noch keine Sanktion, kann aber die Feststellungsfrist gefährden.
Feststellung des Jahresabschlusses nach § 42a GmbHG
Der Jahresabschluss wird durch Beschluss der Gesellschafterversammlung festgestellt. Die Frist für die Feststellung hängt von der Größenklasse ab und beginnt mit dem Abschlussstichtag (31.12.2025).
| Größenklasse | Feststellungsfrist | Frist-Ende für JA 2025 |
|---|---|---|
| Kleine Kapitalgesellschaft | 11 Monate (§ 42a Abs. 2 GmbHG) | 30.11.2026 |
| Mittelgroße Kapitalgesellschaft | 8 Monate (§ 42a Abs. 1 GmbHG) | 31.08.2026 |
| Große Kapitalgesellschaft | 8 Monate (§ 42a Abs. 1 GmbHG) | 31.08.2026 |
Offenlegung beim Unternehmensregister
Nach § 325 HGB sind Kapitalgesellschaften verpflichtet, den festgestellten Jahresabschluss unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag beim Unternehmensregister einzureichen. Seit Inkrafttreten des DiRUG am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister.
Achtung
Offenlegungsfrist für Jahresabschluss 2025: Spätestens 31.12.2026. Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht droht ein Ordnungsgeld zwischen 500 Euro und 25.000 Euro nach § 335 HGB.
Übersicht: Fristen für Jahresabschluss 2025
| Schritt | Rechtsgrundlage | Frist | Termin 2026 |
|---|---|---|---|
| Aufstellung | § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB | 3 Monate | 31.03.2026 |
| Feststellung (klein) | § 42a Abs. 2 GmbHG | 11 Monate | 30.11.2026 |
| Feststellung (mittel/groß) | § 42a Abs. 1 GmbHG | 8 Monate | 31.08.2026 |
| Offenlegung | § 325 HGB | 12 Monate | 31.12.2026 |
| Steuererklärung (ohne Berater) | § 149 Abs. 2 AO | 31.07.2026 | 31.07.2026 |
| Steuererklärung (mit Berater) | § 149 Abs. 3 AO | Fristverlängerung möglich | bis 30.04.2027 (mit Antrag) |
„Die meisten Ordnungsgelder werden wegen verspäteter Offenlegung verhängt. Dabei ist die Frist mit 12 Monaten großzügig bemessen. Wer die Feststellungsfrist einhält und direkt danach offenlegt, vermeidet jedes Risiko.”
— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart
Digitale Erstellung mit OnlineBilanz.de
Die Erstellung des Jahresabschlusses lässt sich mit digitalen Lösungen erheblich vereinfachen. OnlineBilanz.de führt Sie Schritt für Schritt durch alle notwendigen Angaben und stellt sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.
Die Plattform richtet sich gezielt an GmbH, UG und andere Kapitalgesellschaften, die ihren Jahresabschluss rechtssicher, aber ohne hohen Steuerberateraufwand erstellen möchten. Alle Eingaben werden von erfahrenen Steuerexperten geprüft, bevor die Unterlagen an Finanzamt und Unternehmensregister übermittelt werden.
Ablauf der digitalen Jahresabschlusserstellung
- Registrierung und Unternehmensangaben: Erfassung der Stammdaten, Rechtsform und Größenklasse
- Import der Buchführungsdaten: Upload von DATEV, Lexoffice oder manueller Import aus Excel
- Geführte Eingabe: Schritt-für-Schritt-Erfassung von Bilanzpositionen, GuV-Posten und Anhangangaben
- Automatische Plausibilitätsprüfung: Sofortige Hinweise auf fehlende oder fehlerhafte Angaben
- Steuerliche Prüfung: Kontrolle durch Steuerexperten vor Übermittlung
- Elektronische Übermittlung: Automatischer Versand an Finanzamt (ELSTER) und Unternehmensregister
- Dokumentation und Archivierung: Alle Unterlagen werden rechtssicher archiviert
Vorteile der digitalen Erstellung
-
Geführter Prozess reduziert Fehlerquellen und spart Zeit
-
Automatische Prüfung auf Vollständigkeit und Plausibilität
-
Fachliche Kontrolle durch Steuerexperten vor Übermittlung
-
Direkte elektronische Übermittlung an Finanzamt und Unternehmensregister
-
Transparente Kostenstruktur ohne versteckte Gebühren
-
Rechtssichere Archivierung aller Dokumente nach GoBD
-
Zugriff jederzeit und von überall über Browser
Schnittstellen und Datenimport
OnlineBilanz.de unterstützt den Import von Buchführungsdaten aus gängigen Buchhaltungssystemen. Dadurch entfällt die manuelle Übertragung von Salden und Kontenständen. Die Plattform verarbeitet DATEV-Exporte, Daten aus Lexoffice, sevDesk und anderen cloudbasierten Systemen.
Nach dem Import werden die Daten automatisch den entsprechenden Bilanz- und GuV-Positionen nach § 266 bzw. § 275 HGB zugeordnet. Abweichungen oder ungewöhnliche Posten werden markiert und können direkt korrigiert werden.
Offenlegung beim Unternehmensregister
Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist nicht mehr erforderlich.
Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB betrifft alle Kapitalgesellschaften unabhängig von ihrer Größenklasse. Der Umfang der offenzulegenden Unterlagen hängt jedoch von der Größenklasse nach § 267 HGB ab.
Umfang der Offenlegung nach Größenklasse
| Größenklasse | Bilanz | GuV | Anhang | Lagebericht |
|---|---|---|---|---|
| Kleinstgesellschaft | Ja (verkürzt möglich) | Nein (§ 326 Abs. 2) | Nein | Nein |
| Kleine Gesellschaft | Ja (verkürzt möglich) | Ja (verkürzt) | Ja (verkürzt) | Nein |
| Mittelgroße Gesellschaft | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Große Gesellschaft | Ja | Ja | Ja | Ja |
Hinweis
Kleine Kapitalgesellschaften können nach § 327 HGB eine verkürzte Offenlegung wählen. Dabei müssen nur verkürzte Bilanz und Anhang eingereicht werden, die GuV kann entfallen. Dies reduziert die Transparenz gegenüber Wettbewerbern.
Elektronischer Einreichungsprozess
Die Einreichung beim Unternehmensregister erfolgt in strukturierter Form gemäß ESEF-Verordnung (European Single Electronic Format). Ab dem Geschäftsjahr 2024 müssen Jahresabschlüsse kapitalmarktorientierter Unternehmen im XHTML-Format mit iXBRL-Tags eingereicht werden.
Für nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften genügt die Einreichung in PDF-Form. OnlineBilanz.de übernimmt die technische Aufbereitung und elektronische Übermittlung an das Unternehmensregister automatisch nach Freigabe durch den Nutzer.
Sanktionen bei verspäteter Offenlegung
Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB wird durch das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB eingeleitet. Die Höhe des Ordnungsgeldes richtet sich nach Unternehmensgröße und Dauer der Fristüberschreitung.
Achtung
Ordnungsgeld nach § 335 HGB: Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 500 Euro und kann bis zu 25.000 Euro erreichen. Bei wiederholter Pflichtverletzung sind höhere Beträge möglich. Verantwortlich sind die gesetzlichen Vertreter persönlich.
Befreiung von der Offenlegung
Eine Befreiung von der Offenlegungspflicht besteht nur in Ausnahmefällen. Tochterunternehmen können unter bestimmten Voraussetzungen nach § 264 Abs. 3 HGB oder § 264b HGB befreit sein, wenn sie in einen Konzernabschluss einbezogen werden.
Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB können nach § 326 Abs. 2 HGB auf die Offenlegung der GuV verzichten, müssen aber weiterhin Bilanz und ggf. Anhang offenlegen.
Häufig gestellte Fragen
Bis wann muss der Jahresabschluss 2025 offengelegt werden?
Der Jahresabschluss zum 31.12.2025 muss nach § 325 HGB spätestens bis zum 31.12.2026 beim Unternehmensregister offengelegt werden. Die Frist beträgt 12 Monate ab dem Bilanzstichtag. Bei verspäteter Offenlegung droht ein Ordnungsgeld zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB.
Welche Unternehmen müssen einen Jahresabschluss 2025 erstellen?
Alle Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) sind nach § 264 HGB verpflichtet, einen Jahresabschluss zu erstellen. Personengesellschaften (OHG, KG) und Einzelkaufleute sind nur bei Kaufmannseigenschaft verpflichtet. Einzelkaufleute sind nach § 241a HGB befreit, wenn sie unter 600.000 Euro Umsatz und 60.000 Euro Gewinn bleiben. Freiberufler sind grundsätzlich nicht verpflichtet.
Wo wird der Jahresabschluss 2025 offengelegt?
Seit dem Inkrafttreten des DiRUG am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister. Eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist nicht mehr erforderlich. Die Einreichung erfolgt über das Online-Portal des Unternehmensregisters in strukturierter elektronischer Form.
Was passiert bei verspäteter Offenlegung des Jahresabschlusses?
Bei Verstoß gegen die Offenlegungsfrist nach § 325 HGB leitet das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 500 Euro und kann bis zu 25.000 Euro betragen. Verantwortlich sind die gesetzlichen Vertreter (Geschäftsführer) persönlich. Bei wiederholter Pflichtverletzung sind höhere Ordnungsgelder möglich.
Welche Bestandteile hat der Jahresabschluss einer GmbH?
Der Jahresabschluss einer GmbH besteht nach § 264 Abs. 1 HGB aus Bilanz (§ 266 HGB), Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 HGB) und Anhang (§ 284 HGB). Mittelgroße und große GmbHs müssen zusätzlich einen Lagebericht nach § 289 HGB erstellen. Kleine GmbHs sind vom Lagebericht befreit.
Bis wann muss der Jahresabschluss 2025 festgestellt werden?
Die Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG hängt von der Größenklasse ab. Kleine Kapitalgesellschaften haben 11 Monate Zeit (bis 30.11.2026), mittelgroße und große Gesellschaften müssen den Jahresabschluss innerhalb von 8 Monaten feststellen (bis 31.08.2026). Die Feststellung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 325 HGB – Offenlegung, § 267 HGB – Größenklassen, Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.


