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Auflösung mit Verbindlichkeiten · §§ 60 ff. GmbHG · § 15a InsO

GmbH mit Schulden auflösen
Erst rechnen, dann beschließen.

Ob die Liquidation überhaupt zulässig ist, entscheidet eine Rechnung — nicht der Gesellschafter­beschluss.
digital+persönlich+bezahlbar

Eine GmbH mit Schulden lässt sich nur dann liquidieren, wenn alle Gläubiger befriedigt werden können. Ist die Gesellschaft zahlungs­unfähig oder überschuldet, tritt an die Stelle der Liquidation die Insolvenz­antragspflicht nach § 15a InsO — und ein Auflösungs­beschluss hebt sie nicht auf. Wir liefern das Rechenwerk, das diese Frage beantwortet: Liquiditäts­status, Überschuldungs­status zu Liquidations­werten und die Bilanzen für den Weg, der zulässig ist.

Statusrechnung in 5 WerktagenRechtsanwältin im HausRegisterkommunikation inklusive
Drei BerufsträgerSteuerberater, Wirtschafts­prüfer und Rechts­anwältin — jede Freigabe trägt einen Namen.
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01
Drei Wege

Schulden schließen die Auflösung nicht aus — Insolvenzreife schon.

Welcher Weg für Ihre GmbH gilt, hängt an zwei Zahlen: reicht die Liquidität für die fälligen Verbindlichkeiten, und deckt das Vermögen zu Liquidations­werten die Schulden? Erst danach fällt der Beschluss.

Weg 1 · Zulässig

Schulden gedeckt —
reguläre Liquidation

Alle Gläubiger können befriedigt werden. Die Gesellschafter beschließen die Auflösung, die Liquidatoren melden sie an, das Sperrjahr läuft, danach folgen Schluss­bilanz und Löschung.

Ihr Weg§§ 60, 70 ff. GmbHG
Weg 2 · Antragspflicht

Zahlungsunfähig oder überschuldet

Dann ist die Liquidation nicht mehr zulässig. Der Geschäfts­führer muss ohne schuldhaftes Zögern Insolvenz­antrag stellen — spätestens nach drei Wochen, bei Überschuldung nach sechs.

Vorrang§ 15a Abs. 1 InsO
Weg 3 · Masselos

Kein Vermögen für die Verfahrenskosten

Reicht das Vermögen nicht einmal für die Kosten des Verfahrens, wird der Antrag mangels Masse abgewiesen. Die Gesellschaft wird aufgelöst und anschließend von Amts wegen gelöscht.

Folge§ 26 InsO · § 394 FamFG
!
Ein Auflösungsbeschluss beseitigt die Antragspflicht nicht.

Wer bei bestehender Insolvenz­reife stattdessen liquidiert, begeht Insolvenz­verschleppung — strafbewehrt nach § 15a Abs. 4 InsO und haftungs­begründend nach § 15b InsO. Deshalb steht bei uns die Statusrechnung vor dem Beschluss, nicht danach.

Kostenrechner · kostenlos

Was die Abwicklung kostet — in einer Minute.

Wählen Sie Rechtsform, Größe und die benötigten Leistungen. Der Rechner zeigt einen indikativen Festpreis; verbindlich erhalten Sie ihn schriftlich, bevor Sie beauftragen. Ohne Anmeldung, ohne Speicherung.

Gewählte Leistungen
Grundpreis
Faktor Rechtsform
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Faktor Gläubigerzahl
Festpreis netto
Umsatzsteuer 19 %
Gesamt brutto

Indikative Berechnung auf Basis Ihrer Angaben — kein Angebot im Rechtssinne, keine Steuer­beratung und keine Insolvenz­beratung. Den verbindlichen Festpreis erhalten Sie schriftlich vor Auftrags­erteilung.

Kurz erklärt
Kann man eine GmbH mit Schulden auflösen?

Ja — solange die Gesellschaft weder zahlungs­unfähig noch überschuldet ist. Schulden allein hindern die Auflösung nicht: Entscheidend ist, ob im Abwicklungs­zeitraum alle Gläubiger befriedigt werden können. Die Liquidatoren verwerten das Vermögen, begleichen die Verbindlichkeiten und verteilen erst danach einen etwaigen Rest.

Liegt dagegen ein Insolvenz­grund vor, ist der Weg vorgezeichnet: Der Geschäfts­führer muss ohne schuldhaftes Zögern Insolvenz­antrag stellen — bei Zahlungs­unfähigkeit spätestens nach drei, bei Überschuldung nach sechs Wochen (§ 15a Abs. 1 InsO). Ein Auflösungs­beschluss ändert daran nichts.

3 Wo.
Bei ZahlungsunfähigkeitHöchstfrist für den Insolvenzantrag, § 15a Abs. 1 InsO.
6 Wo.
Bei ÜberschuldungHöchstfrist, sofern eine Sanierung ernsthaft betrieben wird.
§ 26
MasselosAbweisung mangels Masse, danach Löschung nach § 394 FamFG.
5
WerktageVon vollständigen Unterlagen bis zur Statusrechnung.
02
Prüfung

Sechs Punkte entscheiden, ob Sie auflösen dürfen.

Jeder mit Fundstelle, keiner aus dem Bauch. Diese Rechnung gehört vor den Gesellschafter­beschluss — sie ist zugleich die Dokumentation, die im Ernstfall entlastet.

Punkt 1

Zahlungsunfähigkeit

Die GmbH kann ihre fälligen Zahlungs­pflichten nicht mehr erfüllen. Nach der Rechtsprechung liegt sie regelmäßig vor, wenn eine Lücke von 10 % oder mehr nicht binnen drei Wochen geschlossen wird. Wir erstellen dafür den Liquiditäts­status mit Finanzplan.

Rechtsbasis: § 17 InsO
Punkt 2

Überschuldung

Das Vermögen deckt die Verbindlichkeiten nicht mehr — gerechnet zu Liquidations­werten, nicht zu Buchwerten. Stille Reserven und Lasten werden aufgedeckt, drohende Verpflichtungen angesetzt.

Rechtsbasis: § 19 Abs. 2 InsO
Punkt 3

Fortbestehensprognose

Ist die Fortführung in den nächsten zwölf Monaten überwiegend wahrscheinlich, entfällt die Überschuldung trotz negativer Rechnung. Die Prognose braucht einen belastbaren Finanzplan — nicht Zuversicht.

Rechtsbasis: § 19 Abs. 2 S. 1 InsO · IDW S 11
Punkt 4

Rangrücktritt bei Gesellschafterdarlehen

Mit einem qualifizierten Rangrücktritt bleiben Gesellschafter­darlehen im Überschuldungs­status außer Ansatz. Häufig kippt allein das die Rechnung — aber nur bei sauberer Formulierung.

Rechtsbasis: § 19 Abs. 2 S. 2 InsO · § 39 Abs. 2 InsO
Punkt 5

Antragsfrist

Ohne schuldhaftes Zögern, höchstens drei Wochen ab Zahlungs­unfähigkeit und sechs Wochen ab Überschuldung. Die Frist ist eine Höchstfrist, kein Freiraum: Wer früher erkennt, muss früher handeln.

Rechtsbasis: § 15a Abs. 1 InsO
Punkt 6

Zahlungsverbot nach Insolvenzreife

Ab Eintritt der Insolvenz­reife sind Zahlungen grundsätzlich untersagt. Wer sie dennoch leistet, muss sie dem Vermögen persönlich erstatten — mit engen Ausnahmen für die Sozial­versicherung und Steuern.

Rechtsbasis: § 15b InsO
03
Rechenwerk

Der Überschuldungsstatus ist keine Bilanz.

Er folgt nicht § 266 HGB, sondern der Frage: was ist das Vermögen bei Verwertung wert, und was steht dem an Schulden gegenüber? Beispiel: Muster GmbH zum Stichtag.

Überschuldungsstatus nach § 19 Abs. 2 InsOStichtagsrechnung · Muster GmbH · Angaben in EuroMuster
Vermögen zu Liquidationswertenin €
Sachanlagen18.400,00
Buchwert 41.200,00 — Verwertungsabschlag−22.800,00
Forderungen nach Einzelprüfung8.300,00
Nennwert 14.900,00 — uneinbringlich−6.600,00
Vorräte zu Verwertungswerten0,00
Bank und Kasse37.500,00
Summe Vermögen64.200,00
Verbindlichkeitenin €
Aus Lieferungen und Leistungen31.400,00
Gegenüber Kreditinstituten24.800,00
Steuern und Sozialversicherung12.900,00
Rückstellungen für die Abwicklung14.600,00
Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktrittnicht angesetzt
Summe Verbindlichkeiten83.700,00
Rechnerische Überschuldung−19.500,00
Bewertung: Liquidationswerte, § 19 Abs. 2 InsORangrücktritt: § 39 Abs. 2 InsOPrognose: IDW S 11Folge: Antragspflicht, § 15a InsO
!
Ohne positive Fortbestehensprognose ist hier Schluss mit der Liquidation.

Rechnerische Überschuldung allein begründet die Antragspflicht noch nicht — sie entfällt, wenn die Fortführung in den nächsten zwölf Monaten überwiegend wahrscheinlich ist. Diese Prognose muss dokumentiert sein, bevor Sie sich darauf berufen.

04
Haftung & Risiko

Sechs Fehler, die den Geschäftsführer persönlich treffen.

Bei einer GmbH mit Schulden endet die Haftungs­beschränkung genau dort, wo Fristen versäumt oder Zahlungen falsch priorisiert werden. Diese Punkte prüfen wir, bevor irgendetwas beschlossen wird.

×
Liquidation statt Insolvenzantrag

Wer bei Insolvenz­reife auflöst statt zu beantragen, begeht Insolvenz­verschleppung — Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (§ 15a Abs. 4 InsO).

×
Zahlungen nach Insolvenzreife

Jede Zahlung nach Eintritt der Reife ist grundsätzlich vom Geschäftsführer zu erstatten (§ 15b Abs. 4 InsO) — auch dann, wenn sie wirtschaftlich sinnvoll erschien.

×
Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt

Das Vorenthalten von Arbeitnehmer­anteilen ist strafbar (§ 266a StGB) und begründet persönliche Haftung — unabhängig von der Insolvenzlage.

×
Lohnsteuer und Umsatzsteuer liegen gelassen

Für nicht abgeführte Steuern haftet der Geschäfts­führer persönlich nach § 69 AO. Der Fiskus meldet sich erfahrungsgemäß auch nach der Löschung.

×
Verteilung vor Ablauf des Sperrjahres

Wird an Gesellschafter ausgekehrt, bevor das Sperrjahr abgelaufen und alle Gläubiger befriedigt sind, haftet der Liquidator persönlich für den Schaden (§ 73 Abs. 3 GmbHG).

×
Löschung ohne Vermögensprüfung

Taucht nach der Löschung noch Vermögen auf, wird eine Nachtrags­liquidation angeordnet (§ 66 Abs. 5 GmbHG) — mit erneuter Rechnungslegung und erneuten Kosten.

Jede dieser Positionen wird geprüft und mit Paragraphen­bezug dokumentiert, bevor ein Beschluss gefasst oder eine Bilanz eingereicht wird — damit die Entscheidung im Nachhinein belegbar bleibt.

05
Ablauf

In fünf Schritten zur belastbaren Entscheidung.

Sie liefern einmal, wir melden einmal vollständig zurück, was fehlt — und begleiten den Weg, der nach der Statusrechnung zulässig ist.

Tag 0 · 10 Min.01

Registrieren und Festpreis erhalten

Sie legen kostenlos ein Konto an, wir sichten die Lage und nennen Ihren Festpreis verbindlich schriftlich. Ohne Vorkasse, ohne Vertrags­bindung.

Festpreis vorabKeine Vorkasse
Tag 1–302

Unterlagen einreichen

Handelsregister­auszug, letzte Bilanz, Buchhaltung, offene Posten, Kontoauszüge und Darlehens­verträge. Fehlt etwas bei Ihrer bisherigen Kanzlei, fordern wir es selbst an.

OP-ListenKontoauszügeDarlehen
Tag 4–503

Liquiditäts- und Überschuldungsstatus

Wir rechnen das Vermögen auf Liquidations­werte herunter, prüfen Rangrücktritte und stellen die Zahlen zum Stichtag fest — mit dokumentierter Bewertung je Position.

§ 17 InsO§ 19 InsOIDW S 11
Tag 604

Weg festlegen — mit Berufsträger

Ist die Liquidation zulässig, beginnen wir mit der Eröffnungs­bilanz. Liegt Insolvenz­reife vor, übernimmt unsere Rechtsanwältin die insolvenzrechtliche Einordnung und den Antrag.

Ihre EntscheidungRA im Haus
Danach05

Bilanzen, Erklärungen, Löschung

Wir erstellen die Liquidations­bilanzen, geben die Steuer­erklärungen ab, legen offen und begleiten die Anmeldung der Löschung beim Registergericht.

§ 71 GmbHG§ 74 GmbHG§ 394 FamFG
06
Leistungsumfang

Was im Festpreis enthalten ist.

Ein Auftrag, ein Preis — und die vollständige Kette bis zum Register­gericht. Auch dann, wenn die Abschlüsse mehrerer Jahre fehlen.

Liquiditätsstatus mit FinanzplanFällige Verbindlichkeiten gegen verfügbare Mittel, Drei-Wochen-Betrachtung nach § 17 InsO
Überschuldungsstatus zu LiquidationswertenBewertung je Position dokumentiert, stille Reserven und Lasten aufgedeckt
Prüfung der RangrücktritteGesellschafterdarlehen nach § 39 Abs. 2 InsO — Wirkung im Status nachgerechnet
Rückständige JahresabschlüsseAlle Jahrgänge ab 2020 — Voraussetzung für jede belastbare Statusrechnung
Liquidationsbilanzen nach §§ 71, 74 GmbHGEröffnungs-, Zwischen- und Schlussbilanz, sofern die Liquidation zulässig ist
Steuererklärungen für den AbwicklungszeitraumKSt, GewSt und USt nach § 11 KStG, inklusive Verlustfeststellung
E-Bilanz per XBRLÜbermittlung nach § 5b EStG mit Kennzeichnung als Liquidationsbilanz
Offenlegung BundesanzeigerEinreichung je Abschluss nach § 325 HGB, im geringstmöglichen Umfang
Ordnungsgeld-VerfahrenIst Ordnungsgeld angedroht, übernehmen wir die Kommunikation mit dem Bundesamt für Justiz
Insolvenzrechtliche EinordnungDurch unsere Rechtsanwältin — inklusive Antrag, wenn die Zahlen ihn verlangen
Gläubigerkommunikation strukturierenOffene Posten sortiert, Rangfolge dokumentiert, Zahlungsstopp sauber begründet
BeratungsgesprächEin Termin mit Ihrem festen Berufsträger: Reihenfolge, Fristen, Haftungsvermeidung
07
Freigabe · zwei Modelle

Wer die Zahlen freigibt — entscheiden Sie.

Beide Modelle liefern dasselbe Rechenwerk in derselben Qualität. Der Unterschied liegt in der Verantwortung für die Freigabe — und damit im Preis und im Umfang der Prüfung.

Modell A · Selbstfreigabe
Die Geschäftsführung prüft und gibt frei
Wir stellen das Rechenwerk vollständig auf und legen jede Bewertungs­annahme offen. Sie prüfen und geben frei; wir übernehmen anschließend die technische Übermittlung.
  • Rechtlicher Rahmen: Auftrag zur Daten­übermittlung nach § 87d AO — keine Vollmacht nach § 80 AO.
  • Keine Prüfung nach §§ 316 ff. HGB und keine Steuer­beratung nach § 3 StBerG; die Verantwortung bleibt bei der Geschäfts­führung.
  • Passt bei überschaubarer Gläubiger­zahl und eindeutiger Deckung.
Günstigste Variante · schnellste Durchlaufzeit
Modell B · StB-Freigabe
Ein Steuerberater prüft und gibt frei
Die Erstellung erfolgt unter fachlicher Verantwortung eines namentlich benannten Steuer­beraters, der prüft und freigibt. Jedes Dokument nennt ihn in der Fußzeile.
  • Rechtlicher Rahmen: Auftrag nach § 87d AO plus fachliche Freigabe durch den Berufs­träger — zwei Unterschriften.
  • Dokumentation: die Bewertungs­entscheidungen sind belegt — das zählt, wenn später jemand fragt, was Sie wann wussten.
  • Empfohlen bei knapper Deckung, Gesellschafter­darlehen und drohendem Gläubiger­streit.
Empfohlen bei Insolvenznähe · mit Berufshaftung
Unsere Berufsträger

Drei Köpfe, eine belastbare Entscheidung.

Kein Callcenter und kein wechselnder Bearbeiter: Sie haben eine feste Ansprech­person — und im Hintergrund zwei weitere Berufsträger für Bewertung und Insolvenzrecht.

Fabian Klement, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
WPStBM.A.
Fabian Klement
Wirtschaftsprüfer · Steuerberater

Verantwortet den Überschuldungs­status und die Fortbestehens­prognose — Bewertung zu Liquidationswerten, Qualitäts­sicherung, fachliche Freigabe.

fabian.klement@onlinebilanz.de
Jakob Röß, Steuerberater
StBDipl.-Kfm.
Jakob Röß
Steuerberater

Betreut rückständige Abschlüsse und Steuer­erklärungen — inklusive Haftungs­fragen nach § 69 AO und der Abgrenzung des Abwicklungs­zeitraums.

jakob.roess@onlinebilanz.de
Dr. Jeannine Dinnebier, Rechtsanwältin
RADr. iur.
Dr. Jeannine Dinnebier
Rechtsanwältin · Steuerrecht

Verantwortet die insolvenz­rechtliche Einordnung, Antragspflicht und Geschäfts­führerhaftung — sowie Sperrjahr und Register­verfahren.

jeannine.dinnebier@onlinebilanz.de
Häufige Fragen

Was Geschäftsführer zur Auflösung mit Schulden fragen.

Kann ich eine GmbH mit Schulden einfach auflösen?
Nur, wenn die Gesellschaft weder zahlungsunfähig noch überschuldet ist. Sind alle Gläubiger aus dem vorhandenen Vermögen zu befriedigen, ist die reguläre Liquidation nach §§ 60 ff. GmbHG der richtige Weg. Liegt dagegen ein Insolvenz­grund vor, verdrängt die Antragspflicht nach § 15a InsO die Liquidation — der Auflösungs­beschluss hebt sie nicht auf.
Was passiert, wenn kein Geld für das Insolvenzverfahren da ist?
Dann wird der Antrag mangels Masse abgewiesen (§ 26 InsO). Die Gesellschaft ist damit aufgelöst und wird anschließend von Amts wegen im Handelsregister gelöscht (§ 394 FamFG). Wichtig: Der Antrag muss trotzdem gestellt werden — gerade Masse­losigkeit entbindet nicht von der Antragspflicht.
Haftet der Geschäftsführer für die Schulden der GmbH?
Grundsätzlich nicht — die Haftung ist auf das Gesellschafts­vermögen beschränkt. Sie greift aber durch bei Insolvenz­verschleppung (§ 15a Abs. 4 InsO), bei Zahlungen nach Insolvenzreife (§ 15b InsO), bei nicht abgeführten Arbeitnehmer­anteilen zur Sozialversicherung (§ 266a StGB) und bei nicht abgeführter Lohn- und Umsatzsteuer (§ 69 AO).
Helfen Gesellschafterdarlehen gegen die Überschuldung?
Nur mit einem qualifizierten Rangrücktritt. Erklärt der Gesellschafter den Rücktritt hinter die Forderungen aller übrigen Gläubiger nach § 39 Abs. 2 InsO, bleibt das Darlehen im Überschuldungs­status außer Ansatz (§ 19 Abs. 2 S. 2 InsO). Ohne diese Erklärung zählt es voll mit — die Formulierung entscheidet.
Wie lange habe ich Zeit für den Insolvenzantrag?
Ohne schuldhaftes Zögern, höchstens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungs­unfähigkeit und sechs Wochen nach Eintritt der Überschuldung (§ 15a Abs. 1 InsO). Das sind Höchstfristen, keine Wartezeiten: Wer den Grund früher erkennt und keine ernsthaften Sanierungs­bemühungen betreibt, muss früher handeln.
Muss ich alte Jahresabschlüsse nachholen, bevor ich auflöse?
Ja. Ohne die rückständigen Abschlüsse gibt es keine belastbare Ausgangs­basis für den Status — und das Registergericht sowie das Finanzamt verlangen sie ohnehin. Wir stellen offene Jahrgänge ab 2020 nach, auch mehrere parallel, und übernehmen die Kommunikation mit dem Bundesamt für Justiz, wenn Ordnungsgeld angedroht ist.
Was kostet die Auflösung einer GmbH mit Schulden?
Der Festpreis richtet sich nach Rechtsform, Bilanz­summe, Gläubiger­zahl und den beauftragten Leistungen — nie nach Stundensatz. Rechnen Sie ihn oben im Kostenrechner unverbindlich aus; verbindlich erhalten Sie ihn schriftlich, bevor Sie beauftragen. Hinzu kommen Gerichts- und Bekanntmachungs­kosten sowie, im Insolvenzfall, die Verfahrens­kosten.
Berät OnlineBilanz auch insolvenzrechtlich?
Die Rechnungslegung — Status, Bilanzen, Erklärungen — erbringen wir. Die insolvenz­rechtliche Beurteilung und der Antrag sind Rechts­beratung und werden ausschließlich durch die kooperierende Rechtsanwältin erbracht; steuerberatende Leistungen ausschließlich durch die dazu befugten Berufsträger. Das Mandats­verhältnis besteht unmittelbar zwischen Ihnen und dem jeweiligen Berufsträger.
Rechtsgrundlagen & Stand

Jede Aussage auf dieser Seite hat eine Fundstelle.

Die maßgeblichen Vorschriften im amtlichen Volltext — nachlesbar beim Bundes­ministerium der Justiz.

Stand: August 2026Fachlich geprüft am: 15.08.2026Nächste Prüfung: Februar 2027
Fabian Klement, M.A., Wirtschaftsprüfer · Steuerberater
Fachlich geprüft & freigegeben
Fabian Klement, M.A.
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Berufsbezeichnung
Wirtschaftsprüfer · Steuerberater
verliehen in der Bundesrepublik Deutschland
Zuständige Kammer
Wirtschaftsprüferkammer, Berlin — Körperschaft des öffentlichen Rechts
Berufsregister
Im Berufsregister der WPK geführt
Berufsrecht
WPO · StBerG · DVStB · BOStB · StBVV
Status ab 449,95 € netto5 Werktage · fester Berufsträger
Kosten berechnen
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