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Datum

Lesedauer

11–17 Minuten


OnlineBilanzBlogBericht Jahresabschluss

Bericht zum Jahresabschluss 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Bericht zum Jahresabschluss ergänzt Bilanz und GuV um wichtige Erläuterungen zur wirtschaftlichen Lage. Dieser Leitfaden zeigt, welche Unternehmen einen Bericht erstellen müssen, welche Inhalte erforderlich sind und wie Sie den Bericht rechtssicher aufbauen – mit konkreten Beispielen für Lagebericht und Anhang nach HGB. Beachten Sie dabei auch die korrekte Abgrenzung im Jahresabschluss, um periodengerechte Erträge und Aufwendungen sauber zuzuordnen. Einen umfassenden Überblick über die Jahresabschluss Bilanzierung und alle damit verbundenen Pflichten finden Sie in unserem detaillierten Leitfaden. Eine kompakte BWL Jahresabschluss Zusammenfassung bietet Ihnen dabei einen Überblick über alle wesentlichen Bestandteile.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Der Bericht zum Jahresabschluss erläutert die Zahlen aus Bilanz und GuV. Je nach Unternehmensgröße ist ein Anhang (§ 284 HGB) oder ein Lagebericht (§ 289 HGB) erforderlich. Kleine Kapitalgesellschaften können Erleichterungen nach § 288 HGB nutzen, während mittelgroße und große Unternehmen umfassende Angaben machen müssen.

Grundlagen und Zweck des Berichts zum Jahresabschluss

Der Bericht zum Jahresabschluss ist ein erläuterndes Dokument, das die nackten Zahlen aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in einen verständlichen Kontext setzt. Er vermittelt ein realistisches Bild der wirtschaftlichen Lage und macht die Zahlen für Gesellschafter, Banken und andere Stakeholder nachvollziehbar.

Im deutschen Handelsrecht gibt es zwei zentrale Berichtsformen: den Anhang nach § 264 Abs. 1 HGB als Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses und den Lagebericht nach § 289 HGB als ergänzendes Dokument. Beide erfüllen unterschiedliche Funktionen und richten sich an verschiedene Adressaten.

Der Anhang erläutert die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie einzelne Posten der Bilanz und GuV. Der Lagebericht geht darüber hinaus und analysiert die Geschäftsentwicklung, Risiken und die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens.

Hinweis

Der Begriff Bericht zum Jahresabschluss ist keine offizielle Bezeichnung im HGB. In der Praxis ist damit meist der Anhang (bei buchführungspflichtigen Kapitalgesellschaften) oder der Lagebericht (bei größeren Unternehmen) gemeint.

§ 264

HGB: Pflicht zum Anhang

§ 289

HGB: Pflicht zum Lagebericht

§ 267

HGB: Größenklassen

Rechtliche Anforderungen nach Unternehmensgröße

Die Berichtspflichten richten sich nach der Größenklasse Ihres Unternehmens. § 267 HGB definiert drei Größenklassen auf Basis von Bilanzsumme, Umsatzerlösen und Mitarbeiterzahl. Mindestens zwei der drei Kriterien müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen erfüllt sein.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Klein ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250
Groß > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250

Kleine Kapitalgesellschaften müssen nach § 264 Abs. 1 HGB einen Anhang erstellen, können aber nach § 288 HGB umfangreiche Erleichterungen in Anspruch nehmen. Ein Lagebericht ist für kleine Kapitalgesellschaften nicht erforderlich (§ 264 Abs. 1 Satz 4 HGB).

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen sowohl einen Anhang als auch einen Lagebericht erstellen. Der Lagebericht muss nach § 289 HGB die Geschäftsentwicklung, Risiken, Chancen und die voraussichtliche Entwicklung darstellen.

Achtung

Auch wenn Ihr Unternehmen formal klein ist, kann die freiwillige Erstellung eines ausführlichen Berichts sinnvoll sein – etwa zur Vorlage bei Banken oder zur Gesellschafterinformation. Dies erhöht die Transparenz und kann die Kreditwürdigkeit positiv beeinflussen.

Der Anhang nach § 284 HGB: Pflichtangaben

Der Anhang ist nach § 264 Abs. 1 HGB Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses von Kapitalgesellschaften. Er ergänzt Bilanz und GuV um Informationen, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage notwendig sind.

§ 284 HGB listet die Mindestangaben für den Anhang auf. Diese umfassen unter anderem die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten sowie Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Pflichtangaben nach § 284 HGB

  • Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)
  • Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Begründung (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB)
  • Erläuterungen zu Posten der Bilanz und GuV (§ 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB)
  • Angaben zu Anteilen an verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 3 HGB)
  • Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)
  • Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (§ 285 Nr. 7 HGB)
  • Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 HGB)

Kleine Kapitalgesellschaften können nach § 288 HGB auf viele dieser Angaben verzichten. Insbesondere entfallen Angaben zu Geschäftsführerbezügen, zur Mitarbeiterzahl und zu detaillierten Erläuterungen einzelner Bilanzposten, sofern diese nicht für die Beurteilung der Lage wesentlich sind.

„Der Anhang ist kein Freitext-Dokument, sondern folgt klaren gesetzlichen Vorgaben. Entscheidend ist, dass alle Pflichtangaben vollständig und nachprüfbar sind. Kleine Kapitalgesellschaften sollten die Erleichterungen nach § 288 HGB konsequent nutzen, um den Aufwand zu minimieren.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Der Lagebericht nach § 289 HGB

Der Lagebericht ist für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften verpflichtend (§ 264 Abs. 1 Satz 1 HGB). Er geht über den Anhang hinaus und analysiert die Geschäftsentwicklung, die Lage des Unternehmens sowie Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung.

§ 289 HGB definiert den Mindestinhalt des Lageberichts. Dieser muss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Lage des Unternehmens vermitteln und auf die Geschäftsentwicklung, die voraussichtliche Entwicklung sowie auf wesentliche Risiken und Chancen eingehen.

Mindestinhalte des Lageberichts

Geschäftsverlauf und Lage

  • Geschäftsmodell und Strategie
  • Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • Verlauf der Geschäftstätigkeit
  • Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Risiken und Chancen

  • Risiken der künftigen Entwicklung
  • Chancen und Wachstumspotenziale
  • Prognose der Geschäftsentwicklung
  • Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Lagebericht muss nach § 289 Abs. 3 HGB auch auf nichtfinanzielle Leistungsindikatoren eingehen, sofern diese für das Verständnis der Geschäftsentwicklung relevant sind. Dazu können Umwelt- und Arbeitnehmerbelange gehören.

Für große Kapitalgesellschaften gelten zusätzliche Anforderungen: Nach § 289b HGB ist eine nichtfinanzielle Erklärung erforderlich, die über Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption berichtet.

Größenabhängige Berichtspflichten im Überblick

Die Berichtspflichten variieren erheblich je nach Unternehmensgröße. Kleine Kapitalgesellschaften profitieren von weitreichenden Erleichterungen, während große Unternehmen umfassende Berichtspflichten erfüllen müssen.

Kleine Kapitalgesellschaft

  • Anhang mit reduzierten Angaben
  • Kein Lagebericht
  • Keine Angaben zu Geschäftsführerbezügen
  • Verkürzte Bilanz nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB

Mittelgroße Kapitalgesellschaft

  • Vollständiger Anhang
  • Lagebericht nach § 289 HGB
  • Angaben zu Geschäftsführerbezügen
  • Vollständige Bilanz nach § 266 HGB

Große Kapitalgesellschaft

  • Vollständiger Anhang
  • Lagebericht nach § 289 HGB
  • Ggf. nichtfinanzielle Erklärung
  • Zusätzliche Offenlegungspflichten

Entscheidend ist, dass Sie die Größenklasse Ihres Unternehmens korrekt bestimmen. Die Schwellenwerte nach § 267 HGB müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- oder unterschritten werden, damit ein Wechsel der Größenklasse eintritt.

Hinweis

Für den Jahresabschluss zum 31.12.2025 (Offenlegung 2026) gilt: Prüfen Sie die Schwellenwerte für 2024 und 2025. Nur wenn an beiden Stichtagen mindestens zwei der drei Kriterien erfüllt sind, ändert sich die Größenklasse.

Aufbau und Struktur eines professionellen Berichts

Ein professioneller Bericht zum Jahresabschluss folgt einer klaren, nachvollziehbaren Struktur. Unabhängig davon, ob Sie einen Anhang oder einen Lagebericht erstellen, sollte der Aufbau logisch gegliedert und für den Leser verständlich sein.

Typischer Aufbau eines Anhangs

  1. Allgemeine Angaben: Rechtsform, Sitz, Registereintrag, Geschäftsjahr
  2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Angewandte Grundsätze nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB
  3. Erläuterungen zur Bilanz: Aufgliederung wesentlicher Posten, Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel)
  4. Erläuterungen zur GuV: Aufgliederung der Umsatzerlöse, außerordentliche Erträge/Aufwendungen
  5. Sonstige Angaben: Haftungsverhältnisse, Organbezüge, Mitarbeiterzahl, Nachtragsbericht

Typischer Aufbau eines Lageberichts

  1. Grundlagen des Unternehmens: Geschäftsmodell, Strategie, Organisationsstruktur
  2. Wirtschaftsbericht: Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf, Lage (Vermögens-, Finanz-, Ertragslage)
  3. Nachtragsbericht: Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
  4. Risiko- und Chancenbericht: Darstellung wesentlicher Risiken und Chancen
  5. Prognosebericht: Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken

Achten Sie auf eine klare, verständliche Sprache. Vermeiden Sie Fachbegriffe, wo sie nicht notwendig sind, und erläutern Sie komplexe Sachverhalte in einfachen Worten. Der Bericht soll auch für fachfremde Leser nachvollziehbar sein.

„Ein guter Bericht zum Jahresabschluss ist kein Roman, sondern ein strukturiertes Dokument mit klaren Aussagen. Jede Angabe sollte einen Mehrwert bieten und für die Beurteilung der Unternehmenslage relevant sein. Standardfloskeln ohne Informationsgehalt haben im Bericht nichts verloren.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praktische Umsetzung: Schritt für Schritt

Die Erstellung eines Berichts zum Jahresabschluss lässt sich in überschaubare Schritte unterteilen. Mit einer systematischen Vorgehensweise vermeiden Sie Lücken und stellen sicher, dass alle rechtlichen Anforderungen erfüllt sind.

Schritt 1: Größenklasse bestimmen

Prüfen Sie anhand der Kriterien nach § 267 HGB, welcher Größenklasse Ihr Unternehmen angehört. Dies bestimmt den Umfang Ihrer Berichtspflichten. Dokumentieren Sie die Berechnung, da sie bei einer Prüfung nachgewiesen werden muss.

Schritt 2: Pflichtangaben zusammenstellen

Erstellen Sie eine Checkliste der erforderlichen Angaben gemäß § 284, § 285 bzw. § 289 HGB. Sammeln Sie alle notwendigen Informationen aus Ihrer Buchhaltung, Verträgen, Gesellschafterbeschlüssen und sonstigen Unterlagen.

Schritt 3: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dokumentieren

Beschreiben Sie die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Wenn Sie von Methoden des Vorjahres abweichen, ist dies nach § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB zu begründen und der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darzustellen.

Schritt 4: Erläuterungen zu Bilanz und GuV verfassen

Erläutern Sie wesentliche Posten der Bilanz und GuV. Bei Abweichungen zum Vorjahr geben Sie die Gründe an. Erstellen Sie einen Anlagespiegel nach § 284 Abs. 3 HGB, der die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt.

Schritt 5: Sonstige Pflichtangaben ergänzen

Fügen Sie alle weiteren Pflichtangaben hinzu: Haftungsverhältnisse (§ 285 Nr. 3a HGB), Mitarbeiterzahl (§ 285 Nr. 7 HGB), Geschäftsführerbezüge (§ 285 Nr. 9 HGB, sofern nicht nach § 288 HGB befreit) und sonstige nach § 285 HGB erforderliche Angaben.

Schritt 6: Lagebericht erstellen (falls erforderlich)

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften erstellen zusätzlich einen Lagebericht nach § 289 HGB. Gliedern Sie diesen nach den oben genannten Abschnitten: Grundlagen, Wirtschaftsbericht, Risiko- und Chancenbericht, Prognosebericht.

Schritt 7: Formale Prüfung und Feststellung

Lassen Sie den Bericht von Ihrem Steuerberater prüfen. Der Jahresabschluss samt Anhang (und ggf. Lagebericht) muss durch die Gesellschafterversammlung festgestellt werden – bei GmbHs innerhalb der Fristen nach § 42a GmbHG (11 Monate für kleine, 8 Monate für mittelgroße und große Gesellschaften).

Achtung

Die Feststellung des Jahresabschlusses ist Voraussetzung für die Offenlegung beim Unternehmensregister. Eine verspätete oder fehlende Feststellung kann zu Ordnungsgeldern nach § 335 HGB (500 bis 25.000 Euro) führen.

Häufige Fehler und wie Sie diese vermeiden

Bei der Erstellung von Berichten zum Jahresabschluss treten immer wieder typische Fehler auf. Diese führen nicht nur zu formalen Mängeln, sondern können im schlimmsten Fall auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Fehler 1: Unvollständige Pflichtangaben

Viele Unternehmen vergessen einzelne Pflichtangaben nach § 284 oder § 285 HGB. Prüfen Sie Ihre Angaben anhand einer Checkliste und gleichen Sie diese mit den gesetzlichen Anforderungen ab. OnlineBilanz.de führt Sie automatisch durch alle erforderlichen Angaben.

Fehler 2: Falsche Inanspruchnahme von Erleichterungen

Kleine Kapitalgesellschaften nehmen manchmal Erleichterungen in Anspruch, obwohl die Größenklasse nicht mehr zutrifft. Prüfen Sie die Schwellenwerte nach § 267 HGB für zwei aufeinanderfolgende Jahre, bevor Sie Erleichterungen nach § 288 HGB nutzen.

Fehler 3: Unklare oder widersprüchliche Angaben

Widersprüche zwischen Anhang, Bilanz und GuV fallen bei Prüfungen sofort auf. Achten Sie auf Konsistenz: Alle Zahlen müssen übereinstimmen, alle Erläuterungen müssen zu den ausgewiesenen Posten passen.

Fehler 4: Fehlende Begründung von Abweichungen

Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden oder außergewöhnliche Geschäftsvorfälle müssen nach § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB begründet werden. Eine bloße Feststellung reicht nicht – erläutern Sie die Gründe und die Auswirkungen.

Fehler 5: Verspätete Feststellung und Offenlegung

Der Jahresabschluss muss fristgerecht festgestellt (§ 42a GmbHG) und offengelegt (§ 325 HGB) werden. Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister. Verspätungen führen zu Ordnungsgeldern nach § 335 HGB.

Frist Kleine GmbH Mittelgroße/Große GmbH
Feststellung 11 Monate (§ 42a Abs. 1 GmbHG) 8 Monate (§ 42a Abs. 2 GmbHG)
Offenlegung 12 Monate (§ 325 HGB) 12 Monate (§ 325 HGB)
Ordnungsgeld 500 – 25.000 € (§ 335 HGB) 500 – 25.000 € (§ 335 HGB)

Mit OnlineBilanz.de vermeiden Sie diese Fehler systematisch. Die Software prüft automatisch alle Pflichtangaben, führt Sie durch den gesamten Prozess und erstellt einen rechtssicheren Jahresabschluss samt Anhang – fertig zur Feststellung und Offenlegung beim Unternehmensregister.

Häufig gestellte Fragen

Benötigt jede GmbH einen Bericht zum Jahresabschluss?

Jede GmbH muss nach § 264 Abs. 1 HGB einen Anhang erstellen, der Bilanz und GuV erläutert. Kleine GmbHs können dabei Erleichterungen nach § 288 HGB nutzen. Ein Lagebericht ist nur für mittelgroße und große GmbHs verpflichtend (§ 264 Abs. 1 Satz 1 HGB). Die Größenklasse richtet sich nach § 267 HGB.

Welche Angaben gehören zwingend in den Anhang?

Der Anhang muss nach § 284 HGB mindestens folgende Angaben enthalten: angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu Bilanz- und GuV-Posten, Abweichungen von Methoden mit Begründung, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen. Weitere Pflichtangaben regelt § 285 HGB, etwa zu Geschäftsführerbezügen und Mitarbeiterzahl. Kleine Kapitalgesellschaften können viele dieser Angaben nach § 288 HGB weglassen.

Was ist der Unterschied zwischen Anhang und Lagebericht?

Der Anhang nach § 264 HGB ist Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses und erläutert die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie einzelne Posten von Bilanz und GuV. Der Lagebericht nach § 289 HGB ist ein eigenständiges Dokument, das die Geschäftsentwicklung, Risiken, Chancen und die voraussichtliche Entwicklung analysiert. Der Lagebericht ist nur für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften verpflichtend.

Welche Fristen gelten für Feststellung und Offenlegung 2026?

Für den Jahresabschluss zum 31.12.2025 gilt: Kleine GmbHs müssen den Jahresabschluss innerhalb von 11 Monaten feststellen (§ 42a Abs. 1 GmbHG), mittelgroße und große GmbHs innerhalb von 8 Monaten (§ 42a Abs. 2 GmbHG). Die Offenlegung beim Unternehmensregister muss spätestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag erfolgen (§ 325 HGB). Bei Versäumnis drohen Ordnungsgelder nach § 335 HGB (500 bis 25.000 Euro).

Kann ich den Bericht zum Jahresabschluss selbst erstellen?

Ja, mit der richtigen Vorbereitung und einem strukturierten Vorgehen können Sie den Anhang selbst erstellen. Nutzen Sie eine Checkliste für die Pflichtangaben nach § 284/285 HGB und orientieren Sie sich an den gesetzlichen Vorgaben. OnlineBilanz.de führt Sie automatisch durch alle erforderlichen Angaben und erstellt einen rechtssicheren Anhang. Eine abschließende Prüfung durch Ihren Steuerberater ist dennoch empfehlenswert.

Wo wird der Jahresabschluss mit Anhang offengelegt?

Seit dem Inkrafttreten des DiRUG am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich beim Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de). Der Bundesanzeiger ist nicht mehr Offenlegungsstelle. Die Frist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag (§ 325 HGB). Bei Versäumnis verhängt das Bundesamt für Justiz Ordnungsgelder nach § 335 HGB.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 264 HGB (Pflicht zur Aufstellung), § 284 HGB (Erläuterung der Bilanz), § 285 HGB (Sonstige Pflichtangaben), § 289 HGB (Lagebericht), § 267 HGB (Größenklassen), § 325 HGB (Offenlegung). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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