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Datum

Lesedauer

10–16 Minuten


OnlineBilanzBlogJahresabschluss Offenlegung

Jahresabschluss 2026: Offenlegungspflicht, Fristen & Strafen

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Offenlegung des Jahresabschlusses ist für Kapitalgesellschaften gesetzlich vorgeschrieben und erfolgt ausschließlich beim Unternehmensregister. Unter bestimmten Voraussetzungen kann jedoch eine Befreiung von der Veröffentlichungspflicht beantragt werden. Dieser Artikel erklärt die Fristen für den Jahresabschluss 2026, welche Unternehmensformen betroffen sind und welche Konsequenzen bei Versäumnissen drohen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Kapitalgesellschaften müssen ihren Jahresabschluss 2026 (Bilanzstichtag 31.12.2025) binnen 12 Monaten nach Stichtag beim Unternehmensregister offenlegen. Die Offenlegungsfrist endet am 31.12.2026. Bei Versäumnis drohen Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB sowie weitere Sanktionen.

Offenlegungspflicht: Rechtliche Grundlagen und Zweck

Die Offenlegungspflicht für Jahresabschlüsse ist in § 325 HGB geregelt. Kapitalgesellschaften müssen ihren Jahresabschluss binnen 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag beim Unternehmensregister einreichen. Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses im Unternehmensregister unterliegt dabei klar definierten Pflichten und Fristen, die für GmbHs und andere Kapitalgesellschaften von zentraler Bedeutung sind. Ausführliche Informationen zur Offenlegung im Handelsregister helfen bei der korrekten Umsetzung. Diese Pflicht besteht unabhängig von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Seit dem Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister. Der früher genutzte Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Stelle für die Einreichung von Jahresabschlüssen.

Hinweis

Zweck der Offenlegung: Die Publizitätspflicht dient der Transparenz im Rechtsverkehr. Geschäftspartner, Gläubiger, Kreditinstitute und weitere Interessierte können sich über die wirtschaftliche Lage einer Gesellschaft informieren. Dies schafft Vertrauen und ermöglicht fundierte Geschäftsentscheidungen.

Die Offenlegungspflicht gilt für alle Geschäftsjahre. Für Abschlüsse mit dem Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Offenlegungsfrist am 31.12.2026. Die konkreten Anforderungen hängen von der Unternehmensgröße nach § 267 HGB ab.

Welche Unternehmen sind zur Offenlegung verpflichtet?

Die Offenlegungspflicht betrifft primär Kapitalgesellschaften gemäß § 325 HGB. Der Grund liegt im Haftungsschutz: Da bei diesen Rechtsformen keine natürliche Person mit dem Privatvermögen haftet, wird durch Publizität ein Ausgleich geschaffen.

GmbH

Gesellschaften mit beschränkter Haftung sind vollumfänglich offenlegungspflichtig, unabhängig von Größe oder Mitarbeiterzahl.

UG (haftungsbeschränkt)

Unternehmergesellschaften unterliegen denselben Offenlegungspflichten wie die GmbH nach § 325 HGB.

AG

Aktiengesellschaften müssen ihren Jahresabschluss stets vollständig offenlegen, unabhängig von der Größenklasse.

Auch Personenhandelsgesellschaften ohne persönlich haftenden Gesellschafter sind betroffen. Dazu zählen die GmbH & Co. KG sowie die Limited & Co. KG. Entscheidend ist, dass keine natürliche Person unbeschränkt haftet.

  • GmbH und UG (haftungsbeschränkt)
  • Aktiengesellschaft (AG)
  • GmbH & Co. KG (bei fehlender Komplementär-Haftung)
  • Unternehmergesellschaft & Co. KG
  • SE (Europäische Gesellschaft) mit Sitz in Deutschland

Achtung

Achtung: Einzelunternehmen und klassische Personengesellschaften (OHG, KG mit natürlicher Person als Komplementär) sind grundsätzlich nicht offenlegungspflichtig – es sei denn, sie überschreiten die Schwellenwerte des Publizitätsgesetzes nach § 1 PublG.

Größenklassen und Offenlegungsumfang nach § 267 HGB

Der Umfang der Offenlegungspflicht richtet sich nach der Unternehmensgröße gemäß § 267 HGB. Die Einordnung erfolgt anhand von drei Kriterien: Bilanzsumme, Umsatzerlöse und durchschnittliche Mitarbeiterzahl. Zwei von drei Schwellenwerten müssen an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen über- oder unterschritten werden.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Kleinstgesellschaft ≤ 450.000 € ≤ 900.000 € ≤ 10
Kleine Kapitalgesellschaft ≤ 6.000.000 € ≤ 12.000.000 € ≤ 50
Mittelgroße Gesellschaft ≤ 20.000.000 € ≤ 40.000.000 € ≤ 250
Große Gesellschaft > 20.000.000 € > 40.000.000 € > 250

Die Größenklasse bestimmt nicht nur den Umfang der Offenlegung, sondern auch die Fristen für die Feststellung des Jahresabschlusses nach § 42a GmbHG. Kleine Kapitalgesellschaften haben 11 Monate Zeit, mittelgroße und große 8 Monate.

Offenlegungsumfang je Größenklasse

Kleinstkapitalgesellschaften können nach § 326 HGB von Erleichterungen Gebrauch machen. Sie müssen lediglich die Bilanz offenlegen, wobei diese in stark verkürzter Form eingereicht werden kann. Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang können unter bestimmten Voraussetzungen entfallen.

Kleine Kapitalgesellschaften legen Bilanz und Anhang offen. Die Gewinn- und Verlustrechnung kann entfallen, wenn bestimmte Angaben in den Anhang aufgenommen werden. Ein Lagebericht ist nicht erforderlich.

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen den vollständigen Jahresabschluss einreichen: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang sowie Lagebericht. Bei großen Gesellschaften kommen weitere Anforderungen wie die Prüfung durch einen Abschlussprüfer hinzu.

„Die korrekte Einordnung in die Größenklasse ist entscheidend. Viele Unternehmen wenden die Zweijahresregel nicht richtig an und legen zu viel oder zu wenig offen. Eine fehlerhafte Einordnung kann zu Bußgeldern führen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Fristen für den Jahresabschluss 2026

Für Gesellschaften mit dem Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten konkrete gesetzliche Fristen. Die Einhaltung dieser Fristen ist zwingend erforderlich und wird vom Bundesamt für Justiz überwacht.

11 Monate

Feststellungsfrist kleine GmbH

8 Monate

Feststellungsfrist mittel/groß

12 Monate

Offenlegungsfrist § 325 HGB

Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG

Der Jahresabschluss muss zunächst von den Gesellschaftern festgestellt werden. Kleine Kapitalgesellschaften haben dafür 11 Monate nach dem Abschlussstichtag Zeit, also bis zum 30.11.2026. Mittelgroße und große Gesellschaften müssen den Abschluss binnen 8 Monaten feststellen, spätestens am 31.08.2026.

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Nach der Feststellung muss der Jahresabschluss unverzüglich beim Unternehmensregister eingereicht werden. Die absolute Höchstfrist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag. Für den Jahresabschluss zum 31.12.2025 endet die Offenlegungsfrist demnach am 31.12.2026.

Hinweis

Praxistipp: Warten Sie nicht bis zur letzten Frist. Die elektronische Einreichung beim Unternehmensregister kann technische Schwierigkeiten bereiten. Planen Sie einen Puffer von mindestens zwei Wochen ein, um Fristverletzungen durch technische Probleme zu vermeiden.

Stichtag Feststellung klein Feststellung mittel/groß Offenlegung spätestens
31.12.2025 30.11.2026 31.08.2026 31.12.2026
31.03.2025 28.02.2026 30.11.2025 31.03.2026
30.06.2025 31.05.2026 28.02.2026 30.06.2026

Inhalte und Bestandteile des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft besteht aus mehreren Komponenten. Die konkreten Bestandteile und deren Detaillierungsgrad richten sich nach § 264 HGB sowie nach der Größenklasse des Unternehmens.

Bilanz nach § 266 HGB

Die Bilanz stellt die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum Abschlussstichtag dar. Sie gliedert sich in Aktiva (Vermögen) und Passiva (Kapital). Das Gliederungsschema nach § 266 HGB ist für Kapitalgesellschaften verbindlich, wobei Kleinst- und kleine Gesellschaften Erleichterungen nutzen können.

Aktivseite

  • A. Anlagevermögen (immaterielle, Sachanlagen, Finanzanlagen)
  • B. Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, Kassenbestand)
  • C. Rechnungsabgrenzungsposten
  • D. Aktive latente Steuern
  • E. Aktiver Unterschiedsbetrag

Passivseite

  • A. Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Gewinnvortrag)
  • B. Rückstellungen (Pensionen, Steuern, sonstige)
  • C. Verbindlichkeiten (nach Fristen und Art gegliedert)
  • D. Rechnungsabgrenzungsposten
  • E. Passive latente Steuern

Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB

Die GuV zeigt die Ertragslage des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr. Sie kann nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt werden. Beide Verfahren führen zum gleichen Jahresergebnis, unterscheiden sich aber in der Darstellung.

Kleine Kapitalgesellschaften können auf die Offenlegung der GuV verzichten, wenn bestimmte Angaben in den Anhang aufgenommen werden. Mittelgroße und große Gesellschaften müssen die GuV stets vollständig offenlegen.

Anhang nach § 284 HGB

Der Anhang erläutert und ergänzt die Bilanz sowie die GuV. Er enthält Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu einzelnen Posten sowie weitere Pflichtangaben. Der Umfang des Anhangs variiert je nach Größenklasse erheblich.

Lagebericht nach § 289 HGB

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen einen Lagebericht erstellen. Dieser beschreibt den Geschäftsverlauf, die Lage der Gesellschaft sowie voraussichtliche Entwicklungen. Bei kapitalmarktorientierten Unternehmen gelten erweiterte Anforderungen nach § 289b HGB.

Ablauf der Offenlegung beim Unternehmensregister

Die Offenlegung erfolgt ausschließlich in elektronischer Form über das Unternehmensregister. Der Prozess erfordert eine qualifizierte elektronische Signatur oder die Nutzung eines Signaturdienstes.

  • Jahresabschluss vollständig aufstellen und feststellen lassen
  • Dokumente im erforderlichen Format vorbereiten (XBRL oder PDF)
  • Zugang zum Unternehmensregister einrichten oder beauftragen
  • Elektronische Signatur für die Einreichung bereitstellen
  • Daten hochladen und Plausibilitätsprüfung durchlaufen
  • Veröffentlichung bestätigen und Archivierung sicherstellen

Technische Anforderungen

Die Einreichung erfolgt über das Portal www.unternehmensregister.de. Abhängig von der Größenklasse sind unterschiedliche Datenformate erforderlich. Große Gesellschaften müssen strukturierte Daten im XBRL-Format einreichen, kleinere Gesellschaften können PDF-Dokumente nutzen.

Für die Authentifizierung ist eine qualifizierte elektronische Signatur notwendig. Alternativ können Steuerberater oder spezialisierte Dienstleister die Einreichung mit ihrer Signatur vornehmen. Die Gebühren für die Veröffentlichung richten sich nach der Größe der Gesellschaft und beginnen bei etwa 50 Euro.

Hinweis

Elektronische Einreichung: Seit DiRUG ist die Einreichung in Papierform nicht mehr möglich. Alle Jahresabschlüsse müssen elektronisch beim Unternehmensregister eingereicht werden. Dies erfolgt über spezielle Software, Steuerberater oder Dienstleister wie OnlineBilanz.de.

„Die häufigsten Probleme entstehen bei der elektronischen Signatur und bei der Formatierung der Daten. Viele Unternehmen unterschätzen den technischen Aufwand und riskieren dadurch Fristverstöße. Eine frühzeitige Vorbereitung ist unerlässlich.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Konsequenzen bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung

Die Nichteinhaltung der Offenlegungspflicht hat erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Folgen. Das Bundesamt für Justiz überwacht die Einhaltung der Fristen systematisch und leitet bei Verstößen automatisch Ordnungsgeldverfahren ein.

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung wird ein Ordnungsgeld festgesetzt. Die Höhe beträgt mindestens 500 Euro und kann bis zu 25.000 Euro betragen. Die konkrete Höhe richtet sich nach der Schwere und Dauer des Verstoßes sowie nach der Größe der Gesellschaft.

Achtung

Wiederholungstäter: Bei wiederholter Fristversäumnis erhöht sich das Ordnungsgeld deutlich. Nach mehrmaligem Verstoß können Beträge im fünfstelligen Bereich festgesetzt werden. Das Ordnungsgeld trifft sowohl die Gesellschaft als auch die persönlich verantwortlichen Geschäftsführer.

Weitere Sanktionen und Folgen

  • Eintragung ins Schuldnerverzeichnis bei Nichtzahlung des Ordnungsgeldes
  • Negative Auswirkungen auf die Bonität und Kreditwürdigkeit
  • Erschwerter Zugang zu Finanzierungen und Geschäftskrediten
  • Mögliche Haftung der Geschäftsführer gegenüber der Gesellschaft
  • Bei vorsätzlicher Nichtoffenlegung: Strafbarkeit nach § 331 HGB

Banken und Geschäftspartner nutzen das Unternehmensregister zur Bonitätsprüfung. Eine fehlende oder verspätete Offenlegung wird als negatives Signal gewertet und kann zu verschlechterten Konditionen oder abgelehnten Kreditanträgen führen.

500 €

Mindestordnungsgeld

25.000 €

Maximalordnungsgeld

12 Monate

Offenlegungsfrist

Nachträgliche Offenlegung

Auch eine verspätete Offenlegung befreit nicht von der Zahlung des Ordnungsgeldes. Das Ordnungsgeldverfahren wird unabhängig von der nachträglichen Einreichung fortgeführt. In Ausnahmefällen kann bei geringfügiger Fristüberschreitung und erstmaligem Verstoß von einem Ordnungsgeld abgesehen werden – dies liegt jedoch im Ermessen der Behörde.

Häufige Fehler bei der Jahresabschluss-Offenlegung

In der Praxis treten bei der Offenlegung wiederkehrende Fehler auf, die zu Verzögerungen, Mehrkosten oder Ordnungsgeldern führen. Die meisten dieser Fehler lassen sich durch sorgfältige Planung und rechtzeitige Vorbereitung vermeiden.

Fehler 1: Falsche Größeneinordnung

Viele Unternehmen wenden die Schwellenwerte nach § 267 HGB nicht korrekt an. Häufig wird die Zweijahresregel ignoriert oder die Mitarbeiterzahl falsch berechnet. Dies führt dazu, dass entweder zu wenig offengelegt wird (Ordnungsgeld) oder unnötig viele Daten publiziert werden (Wettbewerbsnachteile).

Fehler 2: Unvollständige Unterlagen

Häufig werden nicht alle erforderlichen Bestandteile eingereicht. Mittelgroße Gesellschaften vergessen den Lagebericht, kleine Gesellschaften reichen den Anhang nicht ein. Auch fehlende Unterschriften oder Bestätigungsvermerke führen zur Zurückweisung der Einreichung.

Fehler 3: Technische Formatierungsprobleme

PDF-Dokumente entsprechen nicht den Anforderungen (nicht durchsuchbar, fehlende Textebene), XBRL-Dateien enthalten Validierungsfehler oder die elektronische Signatur wird nicht korrekt durchgeführt. Diese technischen Probleme führen oft erst kurz vor Fristablauf zu Verzögerungen.

  • Größenklasse korrekt ermitteln und Zweijahresregel beachten
  • Vollständigkeit aller Bestandteile prüfen (Bilanz, GuV, Anhang, ggf. Lagebericht)
  • Fristen für Feststellung und Offenlegung rechtzeitig planen
  • Technische Anforderungen frühzeitig klären (Format, Signatur)
  • Gesellschafterbeschluss zur Feststellung rechtzeitig fassen
  • Puffer für technische Probleme einplanen (mindestens 2 Wochen)

Fehler 4: Zu späte Feststellung

Viele Gesellschafter unterschätzen die Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG. Wenn der Jahresabschluss erst im 12. Monat festgestellt wird, bleibt keine Zeit mehr für die Offenlegung. Die Feststellung muss rechtzeitig erfolgen, damit ausreichend Zeit für die technische Einreichung verbleibt.

„Der häufigste Fehler ist mangelnde Planung. Viele Unternehmen beginnen erst im November mit der Vorbereitung, obwohl der Stichtag der 31.12. war. Dann wird es stressig und teuer. Wer frühzeitig plant, vermeidet Ordnungsgelder und Hektik.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Hinweis

Best Practice: Beginnen Sie mit der Erstellung des Jahresabschlusses spätestens 3 Monate nach dem Bilanzstichtag. Planen Sie die Feststellung für den 6. bis 8. Monat und die Offenlegung für den 9. bis 10. Monat. So haben Sie ausreichend Puffer für Korrekturen und technische Probleme.

Häufig gestellte Fragen

Bis wann muss der Jahresabschluss 2026 (Stichtag 31.12.2025) offengelegt werden?

Die Offenlegungsfrist nach § 325 HGB beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag. Für Jahresabschlüsse mit dem Stichtag 31.12.2025 endet die Frist am 31.12.2026. Zuvor muss der Jahresabschluss von den Gesellschaftern festgestellt werden: kleine Gesellschaften haben dafür 11 Monate (bis 30.11.2026), mittelgroße und große 8 Monate (bis 31.08.2026) nach § 42a GmbHG.

Wo muss der Jahresabschluss veröffentlicht werden?

Seit dem DiRUG vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de). Die Einreichung muss elektronisch mit qualifizierter Signatur erfolgen. Der früher genutzte Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Stelle für die Einreichung von Jahresabschlüssen.

Welche Strafen drohen bei verspäteter Offenlegung?

Bei Fristversäumnis setzt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB fest. Die Höhe beträgt mindestens 500 Euro und kann bis zu 25.000 Euro betragen. Das Ordnungsgeld trifft die Gesellschaft und die verantwortlichen Geschäftsführer persönlich. Bei wiederholter Versäumnis erhöht sich der Betrag deutlich. Zusätzlich drohen negative Bonitätseinträge und erschwerte Kreditvergabe.

Müssen auch kleine GmbHs den vollständigen Jahresabschluss offenlegen?

Nein, der Offenlegungsumfang richtet sich nach der Größenklasse gemäß § 267 HGB. Kleinstkapitalgesellschaften können nach § 326 HGB nur die verkürzte Bilanz offenlegen. Kleine Kapitalgesellschaften legen Bilanz und Anhang offen, die GuV kann entfallen. Mittelgroße und große Gesellschaften müssen den vollständigen Jahresabschluss inklusive Lagebericht publizieren.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 267 HGB – Größenklassen, § 42a GmbHG – Feststellungsfristen, Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
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  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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