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Datum

Lesedauer

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OnlineBilanz›Blog›Bundesanzeiger Login GmbH

Bundesanzeiger Login GmbH 2026: Unternehmensregister

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Seit dem DiRUG am 1. August 2022 ist der Bundesanzeiger-Login für die Offenlegung des GmbH-Jahresabschlusses nicht mehr zuständig. Die Einreichung erfolgt ausschließlich über das Unternehmensregister. Viele Geschäftsführer suchen dennoch nach Informationen zum Bundesanzeiger Login, da sich die Zuständigkeiten und Plattformen durch die Gesetzesänderung verschoben haben. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie sich registrieren, welche Unterlagen Sie offenlegen müssen und welche Fristen, Kosten und Haftungsrisiken Sie als Geschäftsführer kennen sollten. Ähnliche Regelungen gelten für Kommanditgesellschaften – Details zu den Bundesanzeiger Kosten für GmbH & Co. KG finden Sie in unserem separaten Beitrag.

Wie die Einreichung beim Unternehmensregister abläuft und was bei versäumter Frist droht, zeigt der Überblick zur Offenlegung des Jahresabschlusses.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für Kundinnen und Kunden. Er führt das Erstgespräch, betreut die Abläufe auf der Plattform und stimmt sich bei beauftragter Prüfung mit dem jeweils beauftragten, kooperierenden Steuerberater ab.

OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung.

Kurzantwort

Seit August 2022 erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses einer GmbH nicht mehr beim Bundesanzeiger, sondern ausschließlich beim Unternehmensregister. GmbHs müssen Bilanz und Anhang sowie – je nach Größenklasse – Gewinn- und Verlustrechnung, Lagebericht und Bestätigungsvermerk einreichen. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag gemäß § 325 HGB. Bei Versäumnis drohen Ordnungsgelder von 2.500 bis 25.000 Euro sowie persönliche Haftung des Geschäftsführers.

Warum der Bundesanzeiger-Login für die GmbH nicht mehr die richtige Adresse ist

Viele Geschäftsführer suchen nach einem „Bundesanzeiger-Login“ für ihre GmbH, um den Jahresabschluss offenzulegen – ähnliches gilt übrigens für den Login bei einer GmbH & Co. KG. Seit dem 1. August 2022 ist der Bundesanzeiger jedoch nicht mehr die zuständige Stelle für die Offenlegung. Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) wurde die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB vollständig auf das Unternehmensregister übertragen.

Das bedeutet konkret: Wer im Jahr 2026 den Jahresabschluss zum Bilanzstichtag 31.12.2025 offenlegen muss, reicht die Unterlagen ausschließlich beim Unternehmensregister ein. Der Bundesanzeiger Verlag fungiert zwar als technischer Betreiber der Plattform, die rechtlich maßgebliche Stelle ist aber das Unternehmensregister nach § 8b HGB.

Wichtig für 2026

Seit DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung nach § 325 HGB ausschließlich beim Unternehmensregister — nicht beim Bundesanzeiger. Alte Zugänge und Prozesse sind obsolet.

Die Umstellung hat weitreichende Folgen für den Login-Prozess, die technische Einreichung und die Fristen. Geschäftsführer sollten daher prüfen, ob ihre bisherigen Zugangsdaten noch gültig sind oder ob eine Neuregistrierung beim Unternehmensregister erforderlich ist.

Offenlegungspflicht der GmbH: Welche Unterlagen müssen eingereicht werden?

Die Offenlegungspflicht richtet sich nach der Größenklasse der GmbH gemäß § 267 HGB. Je nach Klassifizierung unterscheiden sich Umfang und Detailtiefe der offenzulegenden Unterlagen erheblich. Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten die aktuellen Schwellenwerte des § 267 HGB.

Kleine GmbH (§ 267 Abs. 1 HGB)

  • Bilanz (ggf. verkürzt nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB)
  • Anhang (mit Erleichterungen nach § 288 HGB)
  • Kein Lagebericht (§ 264 Abs. 1 Satz 4 HGB) und keine GuV (§ 326 Abs. 1 HGB)

Mittelgroße GmbH (§ 267 Abs. 2 HGB)

  • Bilanz (Erleichterungen nach § 327 HGB möglich)
  • Gewinn- und Verlustrechnung (verkürzt nach § 276 HGB möglich)
  • Anhang nach § 284 ff. HGB
  • Lagebericht nach § 289 HGB und Bestätigungsvermerk

Große GmbH (§ 267 Abs. 3 HGB)

  • Vollständige Bilanz und GuV
  • Ausführlicher Anhang nach § 285 HGB
  • Lagebericht nach § 289 HGB
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers nach § 322 HGB

Häufiger Fehler

Viele Geschäftsführer legen ungeprüft die vollständige GuV offen, obwohl für kleine und mittelgroße GmbH Offenlegungserleichterungen bestehen. Das kann Wettbewerbsnachteile bedeuten — eine fachliche Prüfung durch den Steuerberater ist empfehlenswert.

Zusätzlich ist das Datum der Feststellung anzugeben (§ 328 Abs. 1a HGB). Wer die Offenlegung durch einen Steuerberater durchführen lässt, kann sich auf dessen Fachkenntnis stützen.

So erhalten Sie Zugang zum Unternehmensregister: Registrierung und Login

Um den Jahresabschluss Ihrer GmbH einzureichen, benötigen Sie einen Zugang zum Unternehmensregister. Die Registrierung erfolgt über die Plattform www.unternehmensregister.de. Dort können Sie ein Benutzerkonto anlegen, das Ihnen Zugriff auf die Einreichungsfunktionen gibt.

Schritt-für-Schritt: Registrierung beim Unternehmensregister

  1. Rufen Sie www.unternehmensregister.de auf und wählen Sie „Registrieren“ bzw. „Neues Benutzerkonto“.
  2. Geben Sie die erforderlichen Unternehmensdaten ein (Firma, Registergericht, HRB-Nummer).
  3. Legen Sie einen Benutzernamen und ein sicheres Passwort fest.
  4. Bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse über den Aktivierungslink und führen Sie die seit dem DiRUG vorgeschriebene elektronische Identifizierung durch.
  5. Nach erfolgreicher Aktivierung können Sie sich einloggen und die Offenlegung vorbereiten.

Wichtig: Die Registrierung ist kostenfrei. Für die Einstellung der Unterlagen fallen Gebühren nach dem JVKostG an (KV Nr. 1420–1423), z. B. 18,50 Euro für Kleinst- und 25,00 Euro für kleine Kapitalgesellschaften.

Tipp für Geschäftsführer

Legen Sie den Zugang frühzeitig an — nicht erst kurz vor Ablauf der Offenlegungsfrist. So vermeiden Sie Zeitdruck und technische Probleme bei der Einreichung.

Sollten Sie bereits einen Zugang zur Publikations-Plattform besitzen, prüfen Sie, ob dieser weiter genutzt werden kann; für Einreichungen beim Unternehmensregister ist in jedem Fall die elektronische Identifizierung erforderlich.

Fristen für die Offenlegung des Jahresabschlusses 2026

Die Offenlegungspflicht ist streng fristgebunden. Wer die Fristen nach § 325 HGB nicht einhält, riskiert ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB in Höhe von 2.500 bis 25.000 Euro. Für Geschäftsführer einer GmbH ist es daher essenziell, die Fristenregelung genau zu kennen.

Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG

Zunächst muss der Jahresabschluss durch die Gesellschafter festgestellt werden. Nach § 42a GmbHG gilt:

  • Kleine GmbH: Feststellung innerhalb von 11 Monaten nach dem Bilanzstichtag (für 31.12.2025 also bis 30.11.2026)
  • Mittelgroße und große GmbH: Feststellung innerhalb von 8 Monaten nach dem Bilanzstichtag (bis 31.08.2026)

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Nach Feststellung muss die Offenlegung beim Unternehmensregister erfolgen. Die Frist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag. Für den Jahresabschluss zum 31.12.2025 läuft die Frist am 31.12.2026 ab.

12 Monate

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

2.500–25.000 €

Ordnungsgeld bei Verstoß (§ 335 HGB)

11/8 Monate

Feststellungsfrist (klein/mittel-groß)

Ordnungsgeldverfahren

Über Säumnisse unterrichtet das Unternehmensregister das Bundesamt für Justiz (§ 329 Abs. 4 HGB). Vor der Festsetzung wird ein Ordnungsgeld angedroht und eine Nachfrist von sechs Wochen gesetzt; das Verfahren kann sich gegen die Geschäftsführer persönlich richten.

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen und offenlegen lässt, kann sich darauf verlassen, dass alle Fristen im Blick behalten werden. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Übermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.

Haftung des Geschäftsführers bei versäumter Offenlegung

Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB trifft die Mitglieder des vertretungsberechtigten Organs – bei der GmbH also den Geschäftsführer. Versäumnisse können für diesen persönliche Konsequenzen haben, insbesondere im Ordnungsgeldverfahren und zivilrechtlich.

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

Das häufigste Sanktionsmittel ist das Ordnungsgeld, das gegen die GmbH und deren Geschäftsführer festgesetzt werden kann. Die Höhe beträgt zwischen 2.500 und 25.000 Euro. Bei Versäumnis wird ein Ordnungsgeldverfahren eingeleitet; vor der Festsetzung wird das Ordnungsgeld angedroht und eine sechswöchige Nachfrist gesetzt (§ 335 Abs. 3 HGB).

Schadensersatzpflicht gegenüber der GmbH (§ 43 GmbHG)

Entsteht der GmbH durch die versäumte Offenlegung ein Schaden (z. B. durch Ordnungsgelder, entgangene Geschäfte oder Reputationsverlust), kann die Gesellschaft nach § 43 Abs. 2 GmbHG Schadensersatz vom Geschäftsführer verlangen. Dies setzt ein schuldhaftes Verhalten voraus — Unwissenheit über die Pflicht schützt dabei in der Regel nicht.

Keine Strafbarkeit der bloßen Nichtoffenlegung

Die bloße Nichtoffenlegung ist keine Straftat; sie wird mit Ordnungsgeld geahndet. Strafbar nach § 331 HGB ist dagegen u. a. die unrichtige Wiedergabe oder Verschleierung der Verhältnisse der Gesellschaft im Jahresabschluss (Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe).

Die Delegation der Offenlegung an einen Steuerberater ist aus Haftungssicht sinnvoll: Der Steuerberater haftet für eigene Fehler und ist hierfür versichert; die gesetzliche Offenlegungspflicht bleibt aber bei den Geschäftsführern.

Technische Einreichung beim Unternehmensregister: Formate

Die Einreichung beim Unternehmensregister erfolgt elektronisch. Dabei sind bestimmte Dateiformate und technische Standards einzuhalten. Seit dem DiRUG müssen sich Einreichende zudem vorab elektronisch identifizieren; maßgeblich für das Format ist § 11 Abs. 2 URV.

Dateiformat nach § 11 Abs. 2 URV

Eine allgemeine XBRL-Pflicht für Bilanz und GuV gibt es nicht; § 325 Abs. 2a HGB betrifft IFRS-Einzelabschlüsse.

  • Die Unterlagen sind grundsätzlich im strukturierten XML-Format zu übermitteln (§ 11 Abs. 2 URV).
  • Für Emittenten gilt das einheitliche elektronische Berichtsformat (ESEF).
  • Die Erstellung der Datei erfolgt in der Praxis mit geeigneter Software oder über Dienstleister.

Formate in der Praxis

Die Aufbereitung im strukturierten Format ist technisch anspruchsvoll. Steuerberater und Dienstleister nutzen hierfür in der Regel spezielle Software.

Zulässige Dateiformate

Dokument Format Hinweis
Bilanz XML (strukturiert) § 11 Abs. 2 URV
GuV XML (strukturiert) § 11 Abs. 2 URV
Anhang XML (strukturiert) § 11 Abs. 2 URV
Lagebericht XML (strukturiert) § 11 Abs. 2 URV
Bestätigungsvermerk XML (strukturiert) Bei prüfungspflichtigen (mittelgroßen und großen) GmbH

Die Einreichung erfolgt über das Upload-Portal des Unternehmensregisters. Nach dem Upload werden die Daten automatisch validiert. Bei Fehlern (z. B. ungültige Datei) wird die Einreichung beanstandet und muss korrigiert werden.

Geschäftsführer ohne geeignete Software können einen Steuerberater oder Dienstleister beauftragen. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Übermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.

Kosten der Offenlegung: Gebühren beim Unternehmensregister

Die Offenlegung beim Unternehmensregister ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem Justizverwaltungskostengesetz (JVKostG) und hängt von der Größenklasse ab.

Gebührenübersicht nach JVKostG (KV Nr. 1420–1423)

Größenklasse Gebühr Ersteinreichung Gebühr Berichtigung
Kleinstgesellschaft 18,50 Euro nach JVKostG
Kleine GmbH 25,00 Euro nach JVKostG
Mittelgroße GmbH 55,00 Euro nach JVKostG
Große GmbH 110,00 bzw. 330,00 Euro (je nach Format) nach JVKostG

Die Gebühren werden vom Unternehmensregister erhoben.

Zusätzliche Kosten bei Steuerberater-Beauftragung

Beauftragen Sie einen Steuerberater mit der Offenlegung, kommen zusätzlich dessen Honorarkosten hinzu. Diese richten sich nach der Steuerberatergebührenverordnung (StBVV) und liegen je nach Aufwand und Vereinbarung.

Die Kosten für die Offenlegung sind überschaubar — die Kosten bei versäumter Offenlegung jedoch erheblich. Ein Ordnungsgeld beginnt bei 2.500 Euro und kann auf 25.000 Euro ansteigen. Die rechtzeitige Beauftragung eines Steuerberaters spart nicht nur Nerven, sondern auch Geld.

Auf OnlineBilanz.de erhalten Geschäftsführer Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf; der Service beginnt ab 499,95 € netto (zzgl. USt.).

Häufige Fehler bei der Offenlegung und wie Sie diese vermeiden

Die Offenlegung des Jahresabschlusses ist formalisiert und fehleranfällig. Viele Geschäftsführer stolpern über technische, formale oder inhaltliche Fehler, die eine erneute Einreichung oder sogar ein Ordnungsgeld zur Folge haben können.

Fehler 1: Falsche Offenlegungsstelle

Immer noch suchen Geschäftsführer nach einem „Bundesanzeiger-Login“, obwohl seit 01.08.2022 ausschließlich das Unternehmensregister zuständig ist. Wer beim falschen Portal einreicht, hat die Offenlegungspflicht nicht erfüllt.

Fehler 2: Unvollständige Unterlagen

Häufig fehlt die Angabe des Feststellungsdatums (§ 328 Abs. 1a HGB) oder der Anhang wird vergessen. Unvollständige Offenlegungen können ein Ordnungsgeldverfahren auslösen.

Fehler 3: Falsches Dateiformat

Die Unterlagen sind grundsätzlich im strukturierten XML-Format zu übermitteln (§ 11 Abs. 2 URV). Die Erstellung erfordert geeignete Software oder einen Dienstleister.

Fehler 4: Fristversäumnis durch späte Feststellung

Die Offenlegungsfrist beginnt mit dem Bilanzstichtag — nicht mit der Feststellung. Wer die Feststellung verzögert, läuft Gefahr, die Offenlegungsfrist zu verpassen.

  • Offenlegung beim Unternehmensregister (nicht Bundesanzeiger)
  • Vollständige Unterlagen: Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht (je nach Größenklasse)
  • Unterlagen im strukturierten XML-Format (§ 11 Abs. 2 URV)
  • Datum der Feststellung angeben (§ 328 Abs. 1a HGB)
  • Offenlegungsfrist beachten: 12 Monate nach Bilanzstichtag
  • Gebühren nach JVKostG einplanen (z. B. 25 Euro für kleine GmbH)

Wer diese Punkte beachtet, vermeidet die gängigsten Fehler. Alternativ können Sie einen Steuerberater mit der Offenlegung beauftragen. Auf OnlineBilanz.de stimmt sich Servet Gündogan bei beauftragter Prüfung mit dem kooperierenden Steuerberater ab.

Offenlegung durch Steuerberater: Vorteile und Ablauf

Viele Geschäftsführer fragen sich: Lohnt es sich, die Offenlegung selbst durchzuführen, oder sollte ich einen Steuerberater beauftragen? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab: zeitliche Ressourcen, technisches Know-how und Haftungsrisiko.

Warum die Offenlegung durch den Steuerberater sinnvoll ist

  • Fristensicherheit: Der Steuerberater überwacht alle Fristen nach § 325 HGB und § 42a GmbHG und sorgt für rechtzeitige Einreichung.
  • Formale Korrektheit: Erstellung der Einreichungsdatei, Vollständigkeitsprüfung und Validierung erfolgen mit geeigneter Software.
  • Haftung: Für eigene Fehler haftet der Steuerberater (Pflichtversicherung nach § 67 StBerG); die gesetzliche Offenlegungspflicht bleibt jedoch bei den Geschäftsführern.
  • Offenlegungserleichterungen: Der Steuerberater prüft, ob verkürzte Darstellungen nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB oder § 276 HGB zulässig sind.
  • Zeitersparnis: Sie als Geschäftsführer können sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Ablauf bei OnlineBilanz

  1. Sie übermitteln Ihre Buchhaltungsdaten digital über die OnlineBilanz-Plattform.
  2. Servet Gündogan, Büroleiter in Stuttgart, ist erster Ansprechpartner.
  3. Die Software erstellt einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf.
  4. Sie prüfen den Entwurf; optional übernimmt gegen Aufpreis ein kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.
  5. Die Gesellschafter stellen den Jahresabschluss fest.
  6. Die E-Bilanz wird technisch nach § 87d AO übermittelt; die Offenlegung beim Unternehmensregister ist fristgerecht zu veranlassen.

Der OnlineBilanz-Service beginnt ab 499,95 € netto (zzgl. USt.); die optionale Steuerberater-Prüfung kostet einen Aufpreis.

Wer den Jahresabschluss und die Offenlegung durch einen Steuerberater durchführen lässt, spart Zeit. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Übermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich den Jahresabschluss noch beim Bundesanzeiger einreichen?

Nein. Seit dem 1. August 2022 ist der Bundesanzeiger nicht mehr für die Offenlegung von Jahresabschlüssen zuständig. Die Einreichung erfolgt ausschließlich über das Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de). Der Bundesanzeiger veröffentlicht nur noch bestimmte Bekanntmachungen, aber keine Jahresabschlüsse mehr.

Was passiert, wenn ich die Offenlegung komplett vergesse?

Das Bundesamt für Justiz leitet ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Es drohen Ordnungsgelder zwischen 2.500 und 25.000 Euro. Zudem kann der Geschäftsführer persönlich für Schäden haften, die der GmbH durch die Pflichtverletzung entstehen. In hartnäckigen Fällen sind auch wiederholte Ordnungsgelder möglich.

Muss ich als Einzelunternehmer auch beim Unternehmensregister offenlegen?

Nein. Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB betrifft nur Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) und bestimmte Personenhandelsgesellschaften ohne natürliche Person als Vollhafter (z. B. GmbH & Co. KG). Einzelunternehmen und klassische OHGs/KGs mit natürlichen Personen als Gesellschafter sind nicht offenlegungspflichtig.

Kann ich die Offenlegung rückgängig machen oder korrigieren?

Eine Offenlegung kann nicht gelöscht werden, da sie der dauerhaften Publizität dient. Bei fehlerhaften Angaben können Sie jedoch eine berichtigte Fassung nachreichen. Achten Sie daher auf sorgfältige Prüfung vor Einreichung.

Welche Größenklasse hat meine GmbH und welche Erleichterungen gelten?

Die Größenklasse richtet sich nach § 267 HGB und den Kriterien Bilanzsumme, Umsatzerlöse und Arbeitnehmerzahl. Kleine GmbHs dürfen verkürzte Bilanzen offenlegen und bei Inanspruchnahme von Erleichterungen nach § 326 Abs. 1 HGB auf die Offenlegung der GuV verzichten. Kleinstkapitalgesellschaften (§ 267a HGB) haben weitere Erleichterungen, müssen aber dennoch mindestens die Bilanz einreichen.

Brauche ich für die Offenlegung zwingend einen Steuerberater?

Rechtlich ist kein Steuerberater vorgeschrieben. Sie können die Offenlegung auch selbst vornehmen. Allerdings müssen die Unterlagen den HGB-Vorschriften entsprechen und im vorgeschriebenen elektronischen Format übermittelt werden. Ein Steuerberater stellt sicher, dass der Jahresabschluss rechtlich korrekt erstellt, geprüft und fristgerecht offengelegt wird – und übernimmt damit auch Haftungsverantwortung.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses, § 267 HGB – Größenklassen. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Kennenlerntermin15 Min · Raphael Diener