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Stammkapital25.000 €
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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten

OnlineBilanzBlogBeteiligungen buchen

Beteiligungen in Bilanz buchen 2026 – HGB-Leitfaden

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Beteiligungen sind langfristige Finanzanlagen, die im Anlagevermögen der Bilanz nach § 266 Abs. 2 A. III. 3. HGB ausgewiesen werden. Zu dieser Kategorie zählen neben Unternehmensbeteiligungen auch Anteile an Genossenschaften, die besonderen buchhalterischen Regelungen unterliegen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Beteiligungen korrekt buchen, bewerten und offenlegen – vom Erwerb über Folgebewertung und Dividenden bis zur Veräußerung. Sie erhalten praxisnahe Buchungssätze, steuerliche Hinweise und Tipps zu Anhangangaben nach HGB (Stand 2026).

SG
Servet Gündogan

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Kurzantwort

Beteiligungen werden beim Erwerb im Anlagevermögen zu Anschaffungskosten aktiviert (Soll: Beteiligungen / Haben: Bank). Als Teil der Finanzanlagen im Anlagevermögen unterliegen sie in der Folgebewertung dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB. Beteiligungserträge wie Dividenden werden als sonstige betriebliche Erträge gebucht. Bei einer Veräußerung wird der Buchwert ausgebucht und der resultierende Gewinn oder Verlust in der GuV erfasst.

Was sind Beteiligungen? Definition und Abgrenzung

Beteiligungen sind nach § 271 Abs. 1 HGB Anteile an anderen Unternehmen, die bestimmt sind, dem eigenen Geschäftsbetrieb durch Herstellung einer dauernden Verbindung zu jenen Unternehmen zu dienen. Die bloße Absicht einer längerfristigen Anlage genügt nicht – entscheidend ist die strategische Verbindung zum eigenen Betrieb.

Eine Beteiligung liegt in der Regel vor, wenn mindestens 20 % der Anteile an einer Kapitalgesellschaft gehalten werden (§ 271 Abs. 1 Satz 3 HGB – Vermutungswirkung). Aber auch bei geringeren Anteilen kann eine Beteiligung vorliegen, wenn durch Gesellschaftsvertrag, Beherrschungsvertrag oder faktische Einflussnahme eine dauerhafte Verbindung besteht.

Abgrenzung zu anderen Finanzanlagen

Anlageart Zweck Bilanzausweis Wesentliches Merkmal
Beteiligung (§ 271 HGB) Strategische, dauerhafte Verbindung Finanzanlagen Mindestens 20 % oder faktischer Einfluss
Anteile an verbundenen Unternehmen Beherrschung (Mutter-Tochter) Finanzanlagen (eigene Position) Mehrheit der Stimmrechte (§ 271 Abs. 2 HGB)
Wertpapiere des Anlagevermögens Langfristige Geldanlage ohne strategischen Zweck Finanzanlagen Keine geschäftliche Verbindung
Wertpapiere des Umlaufvermögens Kurzfristige Anlage, Handel Umlaufvermögen Veräußerungsabsicht innerhalb eines Jahres

Hinweis

Praxis-Tipp: Die 20-%-Grenze ist nur eine Vermutung. Dokumentieren Sie daher stets, ob die Beteiligung tatsächlich dem Geschäftsbetrieb dient – etwa durch Lieferbeziehungen, Technologieaustausch oder gemeinsame Projekte. Diese Dokumentation ist für Prüfer und Finanzamt essenziell.

Erstmaliger Erwerb einer Beteiligung: So buchen Sie korrekt

Beim Erwerb einer Beteiligung aktivieren Sie die Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB. Dazu gehören der Kaufpreis sowie alle Anschaffungsnebenkosten (Notar, Handelsregister, Beratungskosten bei Due Diligence, Transaktionsgebühren).

Buchungssatz beim Erwerb

Der typische Buchungssatz lautet:

  • Soll: Beteiligungen (SKR 03: 0610, SKR 04: 2810)
  • Haben: Bank oder Verbindlichkeiten (je nach Zahlungsmodalität)

Beispiel: Eine GmbH erwirbt 30 % der Anteile an der Muster GmbH für 150.000 Euro. Zusätzlich fallen 3.500 Euro Notarkosten und 2.000 Euro Beratungskosten an. Die Anschaffungskosten betragen somit 155.500 Euro.

Soll Haben Betrag (€) Erläuterung
Beteiligungen Bank 155.500 Aktivierung der Anschaffungskosten inkl. Nebenkosten

Achtung

Achtung bei verdeckter Einlage: Wird eine Beteiligung vom Gesellschafter eingebracht, ohne dass eine angemessene Gegenleistung erfolgt, kann eine verdeckte Einlage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB vorliegen. Diese muss in die Kapitalrücklage eingestellt werden, nicht in Beteiligungen zu Anschaffungskosten.

Bewertung von Beteiligungen: Anschaffungskosten und Folgebewertung

Beteiligungen gehören zum Anlagevermögen und werden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Anschaffungskosten angesetzt. Nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB besteht bei Finanzanlagen ein Abschreibungswahlrecht bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung – bei voraussichtlich dauernder Wertminderung besteht hingegen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB eine Abschreibungspflicht.

Kriterien für dauerhafte Wertminderung

Eine dauerhafte Wertminderung liegt vor, wenn der beizulegende Zeitwert nachhaltig unter die Anschaffungskosten gesunken ist. Indizien hierfür sind:

  • Wiederkehrende Verluste der Beteiligungsgesellschaft über mehrere Jahre
  • Überschuldung oder Insolvenzgefahr
  • Wegfall der strategischen Bedeutung
  • Erhebliche Verschlechterung der Marktposition
  • Vertraglich vereinbarte Kaufpreisminderung oder Earn-Out-Klauseln, die nicht erreicht werden

„In der Praxis beobachten wir häufig, dass Beteiligungen über Jahre zu Anschaffungskosten fortgeführt werden, obwohl längst eine dauerhafte Wertminderung eingetreten ist. Eine jährliche Dokumentation der Werthaltigkeit – etwa durch Analyse des Eigenkapitals der Beteiligungsgesellschaft – ist steuerlich und handelsrechtlich geboten.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Außerplanmäßige Abschreibung buchen

Wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, lautet der Buchungssatz:

  • Soll: Abschreibungen auf Finanzanlagen (SKR 03: 4860, SKR 04: 6860)
  • Haben: Beteiligungen

Beispiel: Die oben erwähnte Beteiligung von 155.500 Euro wird auf den beizulegenden Zeitwert von 100.000 Euro abgeschrieben.

Soll Haben Betrag (€)
Abschreibungen auf Finanzanlagen Beteiligungen 55.500

Hinweis

Wertaufholung beachten: Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung, besteht nach § 253 Abs. 5 HGB ein Wertaufholungsgebot – die Beteiligung muss dann bis maximal zu den ursprünglichen Anschaffungskosten zugeschrieben werden.

Ausweis von Beteiligungen in der Bilanz: Gliederung nach HGB

Nach § 266 Abs. 2 A.III.3. HGB sind Beteiligungen im Anlagevermögen unter den Finanzanlagen auszuweisen. Dabei ist zu differenzieren:

  • A.III.3. Beteiligungen: Anteile von mindestens 20 % oder strategische Verbindung ohne Beherrschung
  • A.III.1. Anteile an verbundenen Unternehmen: Beherrschende Beteiligung (Mutter-Tochter-Verhältnis gemäß § 271 Abs. 2 HGB)

Unterscheidung verbundene Unternehmen und Beteiligungen

Verbundene Unternehmen liegen vor, wenn ein Unternehmen die Mehrheit der Stimmrechte an einem anderen Unternehmen hält oder einen beherrschenden Einfluss ausüben kann (§ 271 Abs. 2 HGB). Beteiligungen hingegen sind Anteile unterhalb der Beherrschungsschwelle, die dennoch eine dauerhafte Verbindung begründen.

Position Bilanzgliederung (§ 266 HGB) Merkmal
Anteile an verbundenen Unternehmen A.III.1. Beherrschung, Mehrheit Stimmrechte
Beteiligungen A.III.3. Dauerhafte Verbindung, meist ≥ 20 %
Ausleihungen an verbundene Unternehmen A.III.2. Darlehen an Tochtergesellschaften
Ausleihungen an Beteiligungen A.III.4. Darlehen an Beteiligungsgesellschaften

Die korrekte Zuordnung ist für die Offenlegung im Unternehmensregister relevant: Bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften müssen zusätzliche Angaben im Anhang gemacht werden, insbesondere Name, Sitz, Höhe des Anteils und Eigenkapital/Ergebnis der Beteiligungsgesellschaft (§ 285 Nr. 11 HGB).

Beteiligungserträge und Dividenden buchen

Erträge aus Beteiligungen – vor allem Gewinnausschüttungen (Dividenden) – sind im Geschäftsjahr der Vereinnahmung zu erfassen. Sie werden nach § 275 Abs. 2 Nr. 9 HGB (bei Gesamtkostenverfahren) gesondert ausgewiesen.

Buchung bei Dividendenzahlung

Wenn die Beteiligungsgesellschaft einen Gewinn ausschüttet, erfolgt die Buchung wie folgt:

  • Soll: Bank oder Forderungen
  • Haben: Erträge aus Beteiligungen (SKR 03: 2300, SKR 04: 4610)

Beispiel: Die Beteiligungsgesellschaft beschließt eine Ausschüttung von 50.000 Euro. Ihre GmbH hält 30 % und erhält somit 15.000 Euro. Abzüglich 26,375 % Kapitalertragsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) werden 11.043,75 Euro ausgezahlt.

Soll Haben Betrag (€) Erläuterung
Bank Erträge aus Beteiligungen 11.043,75 Nettobetrag nach Kapitalertragsteuer
Forderungen Kapitalertragsteuer Erträge aus Beteiligungen 3.956,25 Anrechenbare Kapitalertragsteuer

Die einbehaltene Kapitalertragsteuer kann nach § 36 Abs. 2 Nr. 2 EStG auf die Körperschaftsteuer angerechnet werden. Alternativ kann bei Vorliegen der Voraussetzungen das Schachtelprivileg nach § 8b Abs. 1 KStG greifen – dann sind 95 % der Dividende steuerfrei (5 % gelten als nichtabziehbare Betriebsausgaben).

„Das Schachtelprivileg ist einer der wichtigsten Steuervorteile bei Beteiligungen. Voraussetzung ist eine Beteiligung von mindestens 10 % zum Ausschüttungszeitpunkt. Bei korrekter Anwendung entfällt die steuerliche Belastung nahezu vollständig. Die Buchung muss jedoch sorgfältig dokumentiert werden, insbesondere bei Beteiligungsketten.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Achtung

Achtung bei Verlustanteilen: Verluste aus Beteiligungen dürfen nach § 8b Abs. 3 KStG steuerlich nicht abgezogen werden. Handelsrechtlich können sie jedoch als Abschreibung oder Verlust aus dem Abgang zu erfassen sein.

Veräußerung einer Beteiligung: Buchung und steuerliche Behandlung

Bei der Veräußerung einer Beteiligung wird die Differenz zwischen Veräußerungserlös (abzüglich Veräußerungskosten) und dem Buchwert der Beteiligung als Gewinn oder Verlust erfasst.

Buchung bei Veräußerung

Der Buchungssatz lautet:

  • Abgang der Beteiligung (Soll): Bank (Veräußerungserlös) und ggf. Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagen
  • Haben: Beteiligungen (Buchwert) und ggf. Gewinn aus dem Abgang von Finanzanlagen

Beispiel: Die oben erwähnte Beteiligung mit einem Buchwert von 100.000 Euro wird für 120.000 Euro veräußert. Es fallen 1.500 Euro Transaktionskosten an. Der Veräußerungsgewinn beträgt 18.500 Euro.

Soll Haben Betrag (€) Erläuterung
Bank Beteiligungen 118.500 Nettoerlös nach Transaktionskosten
Bank Gewinn aus Abgang Finanzanlagen 18.500 Veräußerungsgewinn
Beteiligungen 100.000 Abgang Buchwert

Alternativ kann die Buchung in zwei Schritten erfolgen: Erst Abgang der Beteiligung gegen Veräußerungskonto, dann Ermittlung des Gewinns.

Steuerliche Behandlung nach § 8b KStG

Für Kapitalgesellschaften gilt nach § 8b Abs. 2 KStG: Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen (ab 10 % Mindestbeteiligung) sind zu 95 % steuerfrei. 5 % gelten pauschal als nichtabziehbare Betriebsausgaben. Verluste aus der Veräußerung dürfen nach § 8b Abs. 3 KStG steuerlich nicht abgezogen werden.

Hinweis

Praxis-Hinweis: Die 10-%-Grenze für das Schachtelprivileg gilt nicht nur zum Zeitpunkt der Veräußerung, sondern muss innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Veräußerung durchgehend erfüllt gewesen sein. Achten Sie auf lückenlose Dokumentation der Beteiligungsquote.

Anhangangaben und Offenlegung bei Beteiligungen

Beteiligungen unterliegen nach § 285 Nr. 11 und § 286 Abs. 3 HGB umfangreichen Anhangangaben. Für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften sind insbesondere folgende Angaben erforderlich:

  • Name und Sitz der Beteiligungsgesellschaft
  • Höhe des Anteils am Kapital (in Prozent)
  • Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft
  • Ergebnis des letzten Geschäftsjahres der Beteiligungsgesellschaft

Kleine Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB sind nach § 288 HGB von diesen Anhangangaben befreit, sofern die Angaben für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht erforderlich sind.

Beteiligungsliste und Beteiligungsspiegel

Eine strukturierte Beteiligungsliste im Anhang verschafft Dritten (Banken, Investoren, Finanzamt) einen transparenten Überblick. Sie sollte folgende Spalten enthalten:

Gesellschaft Sitz Anteil (%) Eigenkapital (EUR) Ergebnis (EUR) Buchwert (EUR)
Muster GmbH Stuttgart 30,0 500.000 80.000 100.000
Beispiel AG München 15,0 1.200.000 −50.000 180.000

Der Beteiligungsspiegel (Anlagenspiegel für Beteiligungen) zeigt die Entwicklung der Beteiligungen im Geschäftsjahr: Anfangsbestand, Zugänge, Abgänge, Abschreibungen, Zuschreibungen, Endbestand.

Offenlegung im Unternehmensregister

Seit dem DiRUG (in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung von Jahresabschlüssen ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de), nicht mehr über den Bundesanzeiger. Die Offenlegungsfrist beträgt nach § 325 HGB 12 Monate nach dem Bilanzstichtag.

Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 muss die Offenlegung somit spätestens bis zum 31.12.2026 erfolgen. Verstöße können mit einem Ordnungsgeld nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro geahndet werden.

„Die korrekte und fristgerechte Offenlegung ist gerade bei Beteiligungen essenziell – nicht nur, um Ordnungsgelder zu vermeiden, sondern auch, weil Banken und Investoren die Beteiligungsliste im Anhang genau prüfen. Wir empfehlen daher, die Anhangangaben frühzeitig durch einen Steuerberater erstellen zu lassen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufige Fehlerquellen und Praxis-Tipps

In der Praxis treten bei der Bilanzierung von Beteiligungen immer wieder ähnliche Fehlerquellen auf. Eine sorgfältige Buchführung und Dokumentation kann viele dieser Fehler vermeiden.

Typische Fehler bei der Beteiligungsbuchung

  • Falsche Zuordnung zwischen Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen
  • Fehlende Aktivierung von Anschaffungsnebenkosten (Notar, Beratung, Transaktionskosten)
  • Unterlassene Abschreibung bei dauerhafter Wertminderung
  • Fehlende Wertaufholung, wenn die Gründe für die Abschreibung entfallen
  • Nichtanwendung des Schachtelprivilegs, obwohl 10-%-Grenze erfüllt ist
  • Fehlende oder unvollständige Anhangangaben nach § 285 Nr. 11 HGB
  • Falsche Verbuchung von Gewinnausschüttungen (z. B. als Kapitalrückzahlung)
  • Fehlende Dokumentation der Werthaltigkeit im Jahresabschluss

Praxis-Tipps für GmbH-Geschäftsführer und Buchhalter

Jährliche Werthaltigkeitsprüfung

Führen Sie jährlich eine dokumentierte Überprüfung der Beteiligungen durch. Nutzen Sie dafür das Eigenkapital, die Ertragslage und strategische Entwicklungen der Beteiligungsgesellschaft. So vermeiden Sie eine verspätete Abschreibung.

Anlagenspiegel und Beteiligungsliste führen

Ein gepflegter Anlagenspiegel für Beteiligungen und eine Beteiligungsliste erleichtern die Anhangangaben und schaffen Transparenz für Prüfer, Banken und Finanzamt. Diese Unterlagen sollten jährlich aktualisiert werden.

Achtung

Ordnungsgeld bei fehlerhafter Offenlegung: Werden die Anhangangaben zu Beteiligungen unvollständig oder fehlerhaft offengelegt, droht nicht nur ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB, sondern auch Nachfragen des Bundesamts für Justiz und ggf. steuerliche Nachteile beim Betriebsprüfung.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist eine Beteiligung als Anlagevermögen zu qualifizieren?

Eine Beteiligung gehört zum Anlagevermögen nach § 247 Abs. 2 HGB, wenn sie dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen bestimmt ist. Entscheidend ist die Absicht des Unternehmens bei Erwerb: Soll die Beteiligung langfristig gehalten werden (strategische Partnerschaft, Einflussnahme), muss sie im Anlagevermögen ausgewiesen werden. Kurzfristig gehaltene Anteile zum Zweck des Handels zählen dagegen zum Umlaufvermögen.

Müssen Beteiligungen unter 20 % immer als Finanzanlagen ausgewiesen werden?

Nein. Die 20-%-Grenze nach § 271 Abs. 1 HGB ist eine widerlegbare Vermutung. Auch bei geringeren Anteilen kann eine Beteiligung vorliegen, wenn Sie nachweislich dauerhaften Einfluss ausüben können (z. B. durch Stimmrechtsbindungen, Sitze im Aufsichtsrat oder vertragliche Vereinbarungen). Umgekehrt können Anteile über 20 % ausnahmsweise als bloße Wertpapiere des Anlagevermögens behandelt werden, wenn kein Einfluss besteht.

Wie werden verdeckte Einlagen bei Beteiligungen behandelt?

Leistet ein Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft eine verdeckte Einlage (z. B. zinsloses Darlehen, Verzicht auf Forderungen), erhöht sich handelsrechtlich der Buchwert der Beteiligung nicht automatisch. Steuerlich kann eine Aufstockung der Anschaffungskosten nach § 6 Abs. 6 EStG erfolgen. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob die verdeckte Einlage aktivierungspflichtig ist oder als Aufwand zu behandeln bleibt. Eine enge Abstimmung mit dem Steuerberater ist hier unerlässlich.

Kann eine außerplanmäßige Abschreibung auf Beteiligungen später wieder aufgeholt werden?

Ja, gemäß § 253 Abs. 5 HGB besteht ein Wertaufholungsgebot, wenn der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist. Liegt der beizulegende Wert (z. B. Ertragswert, Substanzwert) wieder über dem aktuellen Buchwert, muss eine Zuschreibung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten erfolgen. Die Zuschreibung wird als sonstiger betrieblicher Ertrag in der GuV erfasst und im Anhang erläutert.

Welche Rolle spielt das Beteiligungsverzeichnis nach § 285 Nr. 11 HGB?

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen im Anhang ein Beteiligungsverzeichnis offenlegen, das Name, Sitz, Beteiligungsquote und Eigenkapital sowie Jahresergebnis der Beteiligungsgesellschaft enthält (§ 285 Nr. 11 HGB). Kleine Kapitalgesellschaften sind von dieser Pflicht befreit (§ 288 Abs. 1 HGB). Das Verzeichnis dient der Transparenz und ermöglicht Abschlussadressaten, Konzernstrukturen und wirtschaftliche Abhängigkeiten nachzuvollziehen.

Wie sind Anteile an Personengesellschaften in der Bilanz zu behandeln?

Anteile an Personengesellschaften (z. B. KG, OHG) werden wie Beteiligungen an Kapitalgesellschaften im Anlagevermögen unter Beteiligungen ausgewiesen, sofern die Voraussetzungen des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung erfolgt ebenfalls zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen. Besonderheiten ergeben sich bei der Gewinnverrechnung: Thesaurierte Gewinnanteile führen nicht automatisch zu einer Buchwerterhöhung, sondern werden erst bei Entnahme oder Ausschüttung erfasst. Steuerlich gelten abweichende Regelungen nach § 15 EStG.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 271 HGB – Beteiligungen, § 266 HGB – Gliederung der Bilanz, § 253 HGB – Bewertung, § 285 HGB – Anhangangaben. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
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  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

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Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
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Ben
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