Steuerberater Ahrensburg 2026: Jahresabschluss GmbH & UG
Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Sie suchen einen Steuerberater in Ahrensburg für den Jahresabschluss Ihrer GmbH oder UG? Hier erfahren Sie alles zu Fristen, Offenlegungspflichten, Größenklassen nach § 267 HGB und Kosten – inklusive digitaler Alternativen. Unsere zugelassenen Steuerberater erstellen Ihren Jahresabschluss 2026 mit OnlineBilanz rechtskonform und transparent.
Kurzantwort
Steuerberater in Ahrensburg erstellen für GmbH und UG den Jahresabschluss, prüfen Bilanzen und übernehmen die Offenlegung beim Unternehmensregister. Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten im Jahr 2026 klare Fristen: 11 Monate für kleine, 8 Monate für mittelgroße und große Gesellschaften nach § 42a GmbHG. Wer diese Fristen versäumt, riskiert Ordnungsgelder bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.
Inhaltsverzeichnis
- Steuerberater in Ahrensburg: Jahresabschluss für GmbH und UG
- Fristen für Jahresabschluss und Offenlegung im Jahr 2026
- Größenklassen nach § 267 HGB: Welche Pflichten gelten?
- Digital oder vor Ort: Welcher Steuerberater passt zu Ihrer GmbH?
- Was kostet der Jahresabschluss durch einen Steuerberater?
- Offenlegung beim Unternehmensregister: So erfüllen Sie die Pflicht
- DATEV, lexoffice, sevDesk: Nahtlose Integration
- Häufige Fehler beim Jahresabschluss vermeiden
Steuerberater in Ahrensburg: Jahresabschluss für GmbH und UG
Geschäftsführer einer GmbH oder UG in Ahrensburg stehen jährlich vor der Pflicht, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss gemäß § 264 HGB zu erstellen. Die Beauftragung eines Steuerberaters ist dabei zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, in der Praxis jedoch Standard: Die komplexen Anforderungen an Bilanzierung, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang erfordern fundiertes Fachwissen in Handels- und Steuerrecht.
In Ahrensburg und Umgebung finden Unternehmen eine Vielzahl an Steuerberatungskanzleien – von klassischen Einzelpraxen bis zu mittelständischen Sozietäten. Zunehmend entscheiden sich Geschäftsführer jedoch für digitale Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz.de, die den Jahresabschluss durch zugelassene Steuerberater zu transparenten Festpreisen erstellen lassen – ohne lokale Bindung, ohne Wartezeiten.
Welche Leistungen erbringt ein Steuerberater beim Jahresabschluss?
- Erstellung der Handelsbilanz nach § 266 HGB unter Berücksichtigung der Größenklasse (§ 267 HGB)
- Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) nach § 275 HGB, wahlweise Gesamt- oder Umsatzkostenverfahren
- Anhang gemäß § 284 HGB mit Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
- Lagebericht bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften (§ 264 Abs. 1 HGB)
- Steuerbilanz und Ableitung der steuerlichen Mehr-/Minderrechnung
- Körperschaftsteuererklärung, Gewerbesteuererklärung sowie ggf. Umsatzsteuererklärung
Festpreis-Transparenz
OnlineBilanz erstellt den GmbH-Jahresabschluss zum Festpreis von 499,95 € – digital koordiniert durch Servet Gündogan und fachlich geprüft sowie rechtsverbindlich unterzeichnet durch unser zugelassenes Steuerberater-Team. Keine versteckten Honorarzuschläge, keine Überraschungen.
Fristen für Jahresabschluss und Offenlegung im Jahr 2026
Für Kapitalgesellschaften mit Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten im Jahr 2026 klare gesetzliche Fristen, deren Überschreitung empfindliche Sanktionen nach sich zieht. Geschäftsführer müssen zwei zentrale Stichtage im Blick behalten: die Feststellung des Jahresabschlusses gemäß § 42a GmbHG und die Offenlegung gemäß § 325 HGB.
Frist zur Feststellung des Jahresabschlusses
Nach § 42a Abs. 2 GmbHG muss der Jahresabschluss innerhalb der ersten Monate des folgenden Geschäftsjahres von den Gesellschaftern festgestellt werden. Die Frist beträgt:
- 11 Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres für kleine Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 1 HGB) – bei Bilanzstichtag 31.12.2025 also bis spätestens 30.11.2026
- 8 Monate für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften – Stichtag 31.08.2026
Offenlegungsfrist beim Unternehmensregister
Gemäß § 325 Abs. 1 HGB sind die offenlegungspflichtigen Unterlagen (Jahresabschluss, ggf. Lagebericht, Bestätigungsvermerk) spätestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch einzureichen – für das Geschäftsjahr 2025 bedeutet dies: bis 31.12.2026.
Ordnungsgeldverfahren
Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung leitet das Bundesamt für Justiz von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt zwischen 500 und 25.000 Euro und trifft Geschäftsführer und Gesellschaft gleichermaßen.
| Größenklasse | Feststellung (§ 42a GmbHG) | Offenlegung (§ 325 HGB) |
|---|---|---|
| Klein | 11 Monate (30.11.2026) | 12 Monate (31.12.2026) |
| Mittelgroß | 8 Monate (31.08.2026) | 12 Monate (31.12.2026) |
| Groß | 8 Monate (31.08.2026) | 12 Monate (31.12.2026) |
Größenklassen nach § 267 HGB: Welche Pflichten gelten für Ihre GmbH?
Die handelsrechtlichen Offenlegungs- und Prüfungspflichten hängen maßgeblich von der Größenklasse ab, in die Ihre Kapitalgesellschaft nach § 267 HGB einzuordnen ist. Entscheidend sind drei Schwellenwerte: Bilanzsumme, Umsatzerlöse und durchschnittliche Mitarbeiterzahl. Eine Größenklasse wird erreicht, wenn mindestens zwei dieser drei Merkmale an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen überschritten werden (§ 267 Abs. 4 HGB).
| Größenklasse | Bilanzsumme (€) | Umsatzerlöse (€) | Mitarbeiter |
|---|---|---|---|
| Klein (§ 267 Abs. 1) | ≤ 6.000.000 | ≤ 12.000.000 | ≤ 50 |
| Mittelgroß (§ 267 Abs. 2) | ≤ 20.000.000 | ≤ 40.000.000 | ≤ 250 |
| Groß (§ 267 Abs. 3) | > 20.000.000 | > 40.000.000 | > 250 |
Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften
- Verkürzte Bilanz gemäß § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB (Zusammenfassung von Posten)
- Verkürzter Anhang nach § 288 HGB
- Keine Pflicht zur Erstellung eines Lageberichts (§ 264 Abs. 1 Satz 4 HGB)
- Keine gesetzliche Prüfungspflicht gemäß § 316 Abs. 1 HGB (außer bei freiwilliger Prüfung oder Satzungsvorgabe)
- Offenlegung der Bilanz nur in verkürzter Form (§ 326 Abs. 1 HGB), GuV kann entfallen
„Rund 85 % unserer Mandanten fallen in die Kategorie ‚kleine Kapitalgesellschaft‘. Hier lohnt sich die konsequente Nutzung der Erleichterungen – sowohl bei Erstellung als auch bei Offenlegung. Das spart Zeit und schützt sensible Geschäftszahlen vor der Öffentlichkeit.“
— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team
Digital oder vor Ort: Welcher Steuerberater passt zu Ihrer GmbH in Ahrensburg?
Geschäftsführer in Ahrensburg haben die Wahl zwischen klassischen Kanzleien vor Ort und digitalen Steuerberater-Plattformen. Beide Modelle haben ihre Berechtigung – die Entscheidung hängt von individuellen Präferenzen, Unternehmensgröße und Prozessanforderungen ab.
Klassische Steuerberatung in Ahrensburg
Vorteile
- Persönlicher Kontakt und Vertrauensaufbau vor Ort
- Kenntnis regionaler Besonderheiten (z. B. Gewerbesteuerhebesätze in Ahrensburg: 400 %)
- Langjährige Mandatsbeziehung mit individueller Betreuung
- Spontane Termine bei dringenden Fragen möglich
Nachteile
- Honorar häufig intransparent und nach Zeitaufwand abgerechnet
- Wartezeiten in der Bilanzsaison (Januar bis März)
- Abhängigkeit von Kanzleiauslastung und Urlaubszeiten
- Papierbasierte Prozesse, manuelle Belegübermittlung
Digitale Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz
Vorteile
- Transparente Festpreise (z. B. 499,95 € für GmbH-Jahresabschluss)
- Direkte Anbindung an DATEV, lexoffice, sevDesk – automatisierter Datenaustausch
- Keine Wartezeiten: Koordination durch Servet Gündogan, Bearbeitung durch spezialisiertes StB-Team
- Ortsunabhängig, volle Digitalität, Dokumentation in Echtzeit
Nachteile
- Kein persönliches Treffen in Ahrensburg (rein digital)
- Standardisierte Prozesse – weniger Spielraum für Individuallösungen
- Vertrauen muss zunächst digital aufgebaut werden
Für GmbHs und UGs mit standardisierten Geschäftsmodellen, sauberer Buchhaltung und digitaler Affinität bieten Plattformen wie OnlineBilanz eine wirtschaftlich attraktive Alternative. Wer hochkomplexe Sonderfragen (z. B. internationale Verrechnungspreise, Umwandlungen) hat, profitiert möglicherweise weiterhin von einer spezialisierten Kanzlei vor Ort.
Was kostet der Jahresabschluss durch einen Steuerberater in Ahrensburg?
Die Kosten für die Erstellung eines GmbH-Jahresabschlusses orientieren sich in klassischen Kanzleien meist an der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Diese sieht Gebührenrahmen vor, die vom Gegenstandswert (häufig: Bilanzsumme oder Umsatz) und vom Schwierigkeitsgrad abhängen. Konkret bedeutet das: keine Festpreise, sondern Abrechnungen nach Zeitaufwand oder Rahmengebühren.
Typische Honorarspannen in Ahrensburg (Richtwerte 2026)
| Leistung | Kleine GmbH | Mittelgroße GmbH |
|---|---|---|
| Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang) | 800 – 2.500 € | 2.500 – 6.000 € |
| Körperschaftsteuererklärung | 300 – 800 € | 800 – 1.500 € |
| Gewerbesteuererklärung | 200 – 500 € | 500 – 1.000 € |
| Umsatzsteuer-Jahreserklärung | 150 – 400 € | 400 – 800 € |
| Gesamt (grob) | 1.450 – 4.200 € | 4.200 – 9.300 € |
Die tatsächlichen Kosten hängen stark vom individuellen Mandat ab: Komplexität der Geschäftsvorfälle, Qualität der Vorbuchhaltung, Anzahl der Buchungskonten, Abstimmungsaufwand. In der Praxis liegen die Gesamtkosten (Jahresabschluss plus Steuererklärungen) für eine kleine GmbH häufig zwischen 1.500 und 3.000 Euro.
Festpreis bei OnlineBilanz
OnlineBilanz bietet den kompletten GmbH-Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang) zum Festpreis von 499,95 € – erstellt und unterzeichnet durch zugelassene Steuerberater. Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer- und Umsatzsteuererklärung sind optional zubuchbar, ebenfalls zu transparenten Festpreisen. Keine versteckten Zuschläge, keine Überraschungen.
„Viele Geschäftsführer sind überrascht, wenn sie nach Monaten eine Steuerberater-Rechnung erhalten, die deutlich über der ursprünglichen Schätzung liegt. Festpreise schaffen Planungssicherheit – gerade für kleinere GmbHs und UGs, bei denen jedes Budget zählt.“
— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart
Offenlegung beim Unternehmensregister: So erfüllen Sie die Pflicht rechtskonform
Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung von Jahresabschlüssen ausschließlich beim Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de). Der früher gebräuchliche Weg über den Bundesanzeiger entfällt – das Unternehmensregister ist seitdem die einzige gesetzlich vorgesehene Plattform für die Einreichung gemäß § 325 HGB.
Welche Unterlagen sind offenzulegen?
Die Offenlegungspflicht umfasst gemäß § 325 Abs. 1 HGB grundsätzlich:
- Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) – ggf. in verkürzter Form bei kleinen Kapitalgesellschaften (§ 326 HGB)
- Lagebericht (bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften)
- Bestätigungsvermerk oder Vermerk über dessen Versagung (bei prüfungspflichtigen Gesellschaften gemäß § 316 HGB)
- Bericht des Aufsichtsrats (sofern vorhanden)
Technische Einreichung: XBRL und elektronische Signatur
Die Übermittlung erfolgt in strukturierter elektronischer Form gemäß § 325 Abs. 2a HGB im XBRL-Format (eXtensible Business Reporting Language). Zusätzlich müssen die Unterlagen mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen werden. In der Praxis übernimmt diese technisch anspruchsvolle Aufgabe üblicherweise der Steuerberater oder spezialisierte Offenlegungsdienstleister.
-
Jahresabschluss von Gesellschaftern förmlich festgestellt (Protokoll)
-
Unterlagen in XBRL konvertiert (meist durch Steuerberater oder DATEV)
-
Qualifizierte elektronische Signatur vorhanden (z. B. vom Geschäftsführer oder Steuerberater)
-
Einreichung über Unternehmensregister-Portal oder DATEV-Schnittstelle
-
Bestätigung der Einreichung und Veröffentlichung dokumentieren
Fristversäumnis
Das Bundesamt für Justiz überwacht die Einhaltung der Offenlegungsfrist automatisiert. Bei Versäumnis wird von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren eingeleitet – auch wenn die Frist nur um wenige Tage überschritten wird. Geschäftsführer haften persönlich.
OnlineBilanz übernimmt für Mandanten die vollständige Offenlegung beim Unternehmensregister – inklusive XBRL-Konvertierung, elektronischer Signatur und fristgerechter Einreichung. Geschäftsführer in Ahrensburg erhalten eine Dokumentation der erfolgreichen Veröffentlichung und sind rechtlich auf der sicheren Seite.
DATEV, lexoffice, sevDesk: Nahtlose Integration für Ihren Jahresabschluss
Moderne Finanzbuchhaltung läuft digital – in der Cloud oder als DATEV-Installation beim Steuerberater. Für Geschäftsführer in Ahrensburg, die ihre Buchhaltung selbst führen oder durch einen externen Buchhalter pflegen lassen, ist die nahtlose Datenübergabe an den Steuerberater entscheidend für einen effizienten Jahresabschluss.
DATEV Unternehmen online
DATEV ist der Marktführer unter Steuerberatern in Deutschland. Wer bereits mit DATEV arbeitet, kann die Buchhaltungsdaten direkt an den Steuerberater übermitteln – ohne Medienbrüche, ohne manuelle Exporte. OnlineBilanz bindet sich nahtlos in DATEV Unternehmen online ein: Mandant und Steuerberater arbeiten auf derselben Datenbasis, Belege werden digital archiviert, der Jahresabschluss entsteht im vertrauten DATEV-Workflow.
lexoffice und sevDesk
Viele kleinere GmbHs und UGs nutzen Cloud-Buchhaltungstools wie lexoffice oder sevDesk. Beide bieten Schnittstellen für den Export von Buchungsdaten (z. B. als DATEV-CSV) und Belegen. OnlineBilanz importiert diese Daten, prüft sie auf Plausibilität und Vollständigkeit und erstellt darauf aufbauend den Jahresabschluss – ohne dass der Mandant seine gewohnte Software wechseln muss.
DATEV
Direkte Integration, gemeinsame Datenbasis, höchste Standardisierung im StB-Umfeld.
lexoffice
Cloud-Buchhaltung für Kleinunternehmen, Export als DATEV-Format, einfache Bedienung.
sevDesk
Moderne Oberfläche, Belegmanagement, DATEV-Export, ideal für GmbH/UG mit digitaler Affinität.
Digitaler Workflow
OnlineBilanz unterstützt alle gängigen Buchhaltungssysteme. Nach der Beauftragung übermitteln Sie Ihre Zugangsdaten oder exportieren die Daten einmalig – unser Steuerberater-Team übernimmt den Rest: Prüfung, Abschlussbuchungen, Erstellung von Bilanz und GuV, Offenlegung.
Häufige Fehler beim Jahresabschluss – und wie Sie sie vermeiden
Auch bei sorgfältiger Buchhaltung schleichen sich immer wieder typische Fehler ein, die den Jahresabschluss verzögern, verteuern oder im schlimmsten Fall zu einer fehlerhaften Bilanz führen. Erfahrene Steuerberater erkennen diese Stolpersteine frühzeitig – und korrigieren sie im Rahmen der Abschlusserstellung.
1. Unvollständige oder verspätete Buchführung
Fehlende Belege, nicht verbuchte Bankbewegungen oder offene Abstimmungen (z. B. Kreditoren, Debitoren) führen zu erheblichem Mehraufwand. Geschäftsführer sollten die Buchhaltung monatlich pflegen und spätestens im Januar des Folgejahres vollständig abschließen.
2. Falsche Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen
Gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB (Realisationsprinzip) sind Aufwendungen und Erträge dem Geschäftsjahr zuzuordnen, dem sie wirtschaftlich zuzurechnen sind – unabhängig vom Zahlungszeitpunkt. Typische Fehlerquellen:
- Nicht abgegrenzte Versicherungsbeiträge oder Mieten (§ 250 HGB: aktive/passive Rechnungsabgrenzung)
- Fehlende Rückstellungen für ausstehende Rechnungen oder Urlaubsansprüche (§ 249 HGB)
- Umsatzerlöse, die wirtschaftlich erst im Folgejahr realisiert werden
3. Fehlerhafte Bewertung von Anlagevermögen und Vorräten
Das Anlagevermögen ist nach § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen, vermindert um planmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 HGB). Häufige Fehler: falsche Nutzungsdauer, fehlende AfA-Tabellen, nicht erfasste Zugänge oder Abgänge. Vorräte müssen zum Bilanzstichtag inventiert und bewertet werden – auch hier drohen Fehler bei der Ermittlung der Anschaffungskosten oder bei der Berücksichtigung von Wertminderungen.
4. Nichtbeachtung von Offenlegungs- und Prüfungspflichten
Geschäftsführer übersehen oft, dass bei Überschreiten der Schwellenwerte nach § 267 HGB (z. B. von klein auf mittelgroß) plötzlich eine Prüfungspflicht nach § 316 HGB entsteht – oder dass der Lagebericht gemäß § 264 Abs. 1 HGB verpflichtend wird. Auch die Offenlegungsfrist von 12 Monaten wird häufig unterschätzt.
„Die meisten Fehler entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus Unkenntnis oder Zeitdruck. Ein strukturierter, frühzeitig gestarteter Jahresabschlussprozess – idealerweise mit einem erfahrenen Steuerberater – vermeidet 90 % aller typischen Stolpersteine.“
— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team
-
Buchhaltung monatlich pflegen, spätestens im Januar vollständig
-
Rechnungsabgrenzungen und Rückstellungen prüfen
-
Anlagevermögen und Vorräte inventieren
-
Größenklasse nach § 267 HGB jährlich überprüfen
-
Fristen für Feststellung (§ 42a GmbHG) und Offenlegung (§ 325 HGB) im Blick behalten
Häufig gestellte Fragen
Kann ich als GmbH-Geschäftsführer den Jahresabschluss selbst erstellen?
Ja, rechtlich ist das möglich. Der Geschäftsführer ist nach § 41 GmbHG verpflichtet, den Jahresabschluss aufzustellen. Allerdings fehlt vielen Geschäftsführern die steuerliche und bilanzielle Fachkenntnis. Ein Steuerberater stellt sicher, dass alle handels- und steuerrechtlichen Vorschriften eingehalten werden, Steuerpotenziale genutzt und Haftungsrisiken minimiert werden.
Was passiert, wenn ich die Offenlegungsfrist verpasse?
Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung verhängt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro. Die Höhe richtet sich nach Unternehmensgröße und Verschulden. Zusätzlich kann das Ordnungsgeld wiederholt festgesetzt werden, bis die Offenlegung erfolgt. Die Pflicht entfällt nicht durch Zeitablauf.
Muss ich als Einzelunternehmer oder GbR auch einen Jahresabschluss offenlegen?
Nein. Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB gilt ausschließlich für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) und bestimmte Personenhandelsgesellschaften ohne natürliche Person als Vollhafter (z. B. GmbH & Co. KG). Einzelunternehmer und klassische GbR sind nicht zur Offenlegung verpflichtet, müssen aber intern ordnungsgemäße Bücher führen.
Kann der Steuerberater auch die Gesellschafterversammlung zur Feststellung vorbereiten?
Ja, viele Steuerberater übernehmen neben der Erstellung des Jahresabschlusses auch die Vorbereitung der Gesellschafterversammlung: Einladungen, Tagesordnung, Beschlussvorlagen zur Feststellung und Ergebnisverwendung. Manche bieten auch Teilnahme oder Moderation an. Das spart Zeit und stellt sicher, dass alle gesellschaftsrechtlichen Anforderungen nach §§ 42a, 46 GmbHG eingehalten werden.
Wie lange muss ich Jahresabschlüsse aufbewahren?
Nach § 257 HGB und § 147 AO müssen Jahresabschlüsse, Bilanzen, Inventare und Eröffnungsbilanzen zehn Jahre aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem der Abschluss aufgestellt wurde. Geschäftsbriefe und sonstige Unterlagen sind sechs Jahre aufzubewahren. Verstöße können steuerstrafrechtliche Folgen haben.
Was ist der Unterschied zwischen Feststellung und Offenlegung?
Die Feststellung ist ein gesellschaftsrechtlicher Akt: Die Gesellschafterversammlung beschließt den Jahresabschluss nach § 42a GmbHG und stellt ihn damit verbindlich fest. Die Offenlegung ist eine publizitätsrechtliche Pflicht: Der festgestellte Abschluss muss nach § 325 HGB beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht werden. Beide Schritte sind eigenständig und zwingend erforderlich.
Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 267 HGB – Größenklassen, § 325 HGB – Offenlegung, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.


