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Datum

Lesedauer

10–16 Minuten


OnlineBilanzBlogGbR Jahresabschluss Pflicht

GbR Jahresabschluss Pflicht 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Müssen GbR-Gesellschafter einen Jahresabschluss erstellen? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab: Größe, Art der Tätigkeit und handelsrechtlichem Status. Welche konkreten Anforderungen beim Jahresabschluss einer GbR gelten, ob EÜR oder Bilanzierung erforderlich ist und welche Fristen zu beachten sind, ist dabei entscheidend. Neben der Erstellungspflicht stellt sich häufig auch die Frage, ob ein Erstellungsbericht zum Jahresabschluss anzufertigen ist und ob eine mögliche Befreiung von der Offenlegung des Jahresabschlusses besteht, sofern dieser aufgestellt werden muss. Dieser Artikel erklärt, wann welche Buchführungspflichten für eine GbR gelten und was Sie beachten müssen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Eine GbR ist nur dann zur Erstellung eines Jahresabschlusses verpflichtet, wenn sie entweder handelsrechtlich buchführungspflichtig wird (Umwandlung in OHG) oder steuerrechtlich die Schwellenwerte überschreitet (Umsatz über 800.000 Euro oder Gewinn über 80.000 Euro). Kleinere GbRs können mit einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung arbeiten.

Was ist eine GbR?

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist die einfachste Form einer Personengesellschaft in Deutschland. Sie entsteht bereits dann, wenn sich mindestens zwei Personen zusammenschließen, um einen gemeinsamen Zweck zu verfolgen – beispielsweise ein Unternehmen zu betreiben oder ein gemeinsames Projekt umzusetzen.

Die GbR hat keine eigene Rechtspersönlichkeit wie eine GmbH oder AG. Dennoch kann sie seit der Reform des Personengesellschaftsrechts 2024 im eigenen Namen Verträge abschließen, Vermögen halten sowie klagen und verklagt werden. Die Gesellschafter haften persönlich und gesamtschuldnerisch – das bedeutet: Jeder Gesellschafter haftet mit seinem gesamten Privatvermögen für die Verbindlichkeiten der GbR.

Hinweis

Die GbR ist besonders beliebt, weil sie ohne notarielle Beurkundung und ohne Mindestkapital gegründet werden kann. Viele Freiberufler, Kleinunternehmer und Handwerker nutzen diese Rechtsform für ihre Zusammenarbeit.

Typische Anwendungsfälle für eine GbR sind: Gemeinschaftspraxen von Ärzten oder Anwälten, kleine Handwerksbetriebe mit mehreren Inhabern, Vermietergemeinschaften oder Projektgesellschaften für zeitlich begrenzte Vorhaben.

Rechtliche Grundlagen der Jahresabschlusspflicht

Die Frage, ob eine GbR einen Jahresabschluss erstellen muss, hängt davon ab, ob sie buchführungspflichtig ist. Die rechtliche Grundlage bildet das Handelsgesetzbuch (HGB) sowie die Abgabenordnung (AO).

Das HGB unterscheidet zwischen Ist-Kaufleuten, Kann-Kaufleuten und Personen, die kein Handelsgewerbe betreiben. Eine GbR, die ein Handelsgewerbe betreibt und nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, wird automatisch zur Offenen Handelsgesellschaft (OHG) gemäß § 105 HGB.

Achtung

Sobald eine GbR die Schwelle zur OHG überschreitet, greift die vollständige Buchführungspflicht nach § 238 HGB. Dies geschieht oft unbemerkt und kann zu rechtlichen Problemen führen, wenn keine ordnungsgemäße Buchführung eingerichtet wurde.

Eine GbR, die kein Handelsgewerbe betreibt – beispielsweise eine Gemeinschaft von Freiberuflern oder eine kleine Vermietergemeinschaft – ist nach Handelsrecht nicht buchführungspflichtig. Hier greifen ausschließlich die steuerrechtlichen Pflichten nach § 140 ff. AO.

„Viele GbR-Gesellschafter unterschätzen den Übergang zur OHG. Wer gewerblich tätig ist und eine gewisse Größe erreicht, rutscht automatisch in die Buchführungspflicht – auch ohne Handelsregistereintragung.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wann ist eine GbR buchführungspflichtig?

Es gibt zwei Wege, auf denen eine GbR in die Buchführungspflicht geraten kann: durch das Handelsrecht und durch das Steuerrecht. Beide Rechtsgebiete haben unterschiedliche Voraussetzungen und Konsequenzen.

Buchführungspflicht nach Handelsrecht

Eine GbR ist nach Handelsrecht dann buchführungspflichtig, wenn sie ein Handelsgewerbe betreibt, das nach Art oder Umfang einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (§ 1 Abs. 2 HGB). In diesem Fall wandelt sich die GbR automatisch in eine OHG um – auch ohne Eintragung ins Handelsregister.

Die Rechtsprechung legt dabei folgende Kriterien zugrunde: Anzahl der Geschäftsstellen, Anzahl der Mitarbeiter, Höhe des Umsatzes, Umfang des Warenlagers, Kreditvolumen und Komplexität der Geschäftsvorfälle. Es gibt keine festen Schwellenwerte – die Beurteilung erfolgt im Einzelfall.

Buchführungspflicht nach Steuerrecht

Unabhängig vom Handelsrecht kann eine GbR auch nach § 141 AO buchführungspflichtig werden. Dies geschieht, wenn bestimmte Schwellenwerte überschritten werden. Diese Regelung gilt für alle gewerblichen Unternehmen – unabhängig von der Rechtsform.

Handelsrechtliche Buchführungspflicht

  • Automatische Umwandlung in OHG
  • Pflicht zur doppelten Buchführung
  • Jahresabschluss mit Bilanz und GuV
  • Keine festen Schwellenwerte

Steuerrechtliche Buchführungspflicht

  • Umsatz über 800.000 Euro
  • Gewinn über 80.000 Euro
  • Pflicht zur Bilanzierung
  • Bleibt rechtlich GbR

Steuerrechtliche Schwellenwerte 2026

Nach § 141 Abs. 1 AO ist eine GbR zur Buchführung und Bilanzierung verpflichtet, wenn sie in zwei aufeinanderfolgenden Wirtschaftsjahren bestimmte Grenzwerte überschreitet. Diese Werte wurden zuletzt zum 01.01.2024 angehoben.

800.000 €

Umsatzgrenze pro Jahr

80.000 €

Gewinngrenze pro Jahr

Die Buchführungspflicht beginnt mit dem Wirtschaftsjahr, das auf die zweimalige Überschreitung folgt. Es reicht aus, wenn eine der beiden Grenzen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren überschritten wird – nicht beide gleichzeitig.

Hinweis

Beispiel: Eine GbR erzielt 2024 einen Umsatz von 850.000 Euro und 2025 von 820.000 Euro. Ab dem Wirtschaftsjahr 2026 besteht die Buchführungspflicht, auch wenn der Gewinn unter 80.000 Euro lag.

Die Befreiung von der Buchführungspflicht tritt ein, wenn die GbR in zwei aufeinanderfolgenden Jahren beide Grenzen unterschreitet. Dies muss dem zuständigen Finanzamt mitgeteilt werden.

Wirtschaftsjahr Umsatz Gewinn Buchführungspflicht ab
2024 750.000 € 70.000 € Keine Pflicht
2025 850.000 € 85.000 € Keine Pflicht (erste Überschreitung)
2026 820.000 € 90.000 € Ab 2027 buchführungspflichtig

Inhalt des Jahresabschlusses bei buchführungspflichtigen GbRs

Sobald eine GbR buchführungspflichtig ist – sei es nach Handelsrecht (als OHG) oder nach Steuerrecht – muss sie einen Jahresabschluss gemäß § 242 HGB erstellen. Dieser besteht aus zwei Hauptbestandteilen.

Bestandteile des Jahresabschlusses

Nach § 242 Abs. 3 HGB umfasst der Jahresabschluss von Personengesellschaften die Bilanz nach § 266 HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB. Ein Anhang zum Jahresabschluss ist für GbRs bzw. OHGs grundsätzlich nicht erforderlich, es sei denn, sie gelten als mittelgroß oder groß im Sinne des § 267 HGB.

  • Bilanz mit Aktiva und Passiva zum Bilanzstichtag
  • Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
  • Kontenabstimmung und Inventur durchführen
  • Jahresabschluss innerhalb der Feststellungsfrist erstellen
  • Aufbewahrung für 10 Jahre gemäß § 257 HGB

Gliederung nach HGB

Die Bilanz ist nach § 266 HGB zu gliedern. Die Aktivseite zeigt das Vermögen (Anlagevermögen und Umlaufvermögen), die Passivseite das Kapital (Eigenkapital und Fremdkapital). Die GuV kann nach § 275 HGB im Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren erstellt werden.

Für kleine OHGs gelten Erleichterungen: Sie können eine verkürzte Bilanz aufstellen und müssen die GuV nicht offenlegen. Die Größenklassen richten sich nach § 267 HGB.

EÜR vs. Bilanz: Welche Gewinnermittlung gilt?

Solange eine GbR nicht buchführungspflichtig ist, kann sie ihren Gewinn nach dem Zufluss-Abfluss-Prinzip mittels Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG ermitteln. Dies ist deutlich einfacher als die Bilanzierung und für viele kleine GbRs ausreichend.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung

  • Zufluss-Abfluss-Prinzip
  • Keine Bilanzierung nötig
  • Anlage EÜR zur Steuererklärung
  • Einfachere Handhabung

Bilanzierung

  • Doppelte Buchführung erforderlich
  • Bilanz und GuV nach HGB
  • Inventur zum Bilanzstichtag
  • Höherer Aufwand

Freiwillige Bilanzierung

  • Auch ohne Pflicht möglich
  • Verbindlich für 3 Jahre
  • Bessere Kreditwürdigkeit
  • Professionelleres Reporting

Die EÜR erfasst nur die tatsächlichen Zahlungsströme: Einnahmen werden erfasst, wenn sie zufließen, Ausgaben, wenn sie abfließen. Forderungen und Verbindlichkeiten spielen keine Rolle. Dies führt zu einer einfacheren, aber auch weniger aussagekräftigen Darstellung der wirtschaftlichen Lage.

Bei der Bilanzierung hingegen werden Geschäftsvorfälle nach dem Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) erfasst – unabhängig vom Zahlungszeitpunkt. Forderungen und Verbindlichkeiten müssen ausgewiesen werden, Rechnungsabgrenzungsposten sind zu bilden.

„Viele GbRs wechseln erst dann zur Bilanzierung, wenn sie dazu verpflichtet werden. Dabei kann eine freiwillige Bilanzierung die Bonität bei Banken verbessern und ein professionelleres Bild nach außen vermitteln.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Aufbewahrungspflichten für GbR-Unterlagen

Auch wenn eine GbR nicht buchführungspflichtig ist, bestehen steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten nach § 147 AO. Diese gelten für alle unternehmerisch tätigen Personen und Gesellschaften.

Dokument Aufbewahrungsfrist Rechtsgrundlage
Jahresabschlüsse, Bilanzen 10 Jahre § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO
Buchungsbelege, Rechnungen 10 Jahre § 147 Abs. 1 Nr. 4 AO
Geschäftsbriefe 6 Jahre § 147 Abs. 3 AO
Sonstige Unterlagen 6 Jahre § 147 Abs. 3 AO

Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung vorgenommen wurde oder die Unterlage entstanden ist. Für den Jahresabschluss 2025 beginnt die 10-jährige Aufbewahrungsfrist also am 31.12.2025 und endet am 31.12.2035. Unabhängig von der Aufbewahrungspflicht gelten für bestimmte Rechtsformen separate Regelungen zur Frist Hinterlegung Jahresabschluss im Bundesanzeiger.

Achtung

Bei Verstößen gegen die Aufbewahrungspflichten drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro nach § 283b StGB. Zudem kann das Finanzamt Zuschätzungen vornehmen, wenn Unterlagen fehlen.

Die Aufbewahrung kann elektronisch erfolgen, sofern die Unterlagen während der gesamten Frist verfügbar und lesbar bleiben. Bei elektronischer Archivierung sind die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD) zu beachten.

Offenlegungspflicht für GbRs

Eine zentrale Frage für viele GbR-Gesellschafter lautet: Muss der Jahresabschluss öffentlich offengelegt werden? Die klare Antwort: Nein, für GbRs besteht grundsätzlich keine Offenlegungspflicht.

Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB gilt ausschließlich für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) sowie für Personenhandelsgesellschaften, bei denen keine natürliche Person persönlich haftet (GmbH & Co. KG). Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung beim Unternehmensregister.

Hinweis

Auch wenn eine GbR aufgrund überschrittener Schwellenwerte buchführungspflichtig wird, bleibt sie von der Offenlegungspflicht befreit. Der Jahresabschluss ist nur für interne Zwecke und für das Finanzamt bestimmt.

Anders sieht es aus, wenn die GbR in eine OHG umgewandelt wurde oder sich freiwillig ins Handelsregister eintragen lässt. In diesem Fall können je nach Größe erweiterte Publizitätspflichten entstehen – in der Praxis bleiben aber auch eingetragene OHGs meist von der Offenlegungspflicht befreit.

Keine Offenlegungspflicht

  • GbR ohne Handelsregistereintrag
  • Auch bei steuerlicher Buchführungspflicht
  • Freiberufler-GbRs
  • Kleine gewerbliche GbRs

Offenlegungspflicht möglich

  • GmbH & Co. KG (keine natürliche Person haftet)
  • Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG)
  • Große Personengesellschaften nach § 264a HGB
  • Freiwillige Offenlegung möglich

Praxis-Tipps für GbR-Gesellschafter

Die Anforderungen an Buchführung und Jahresabschluss können für GbR-Gesellschafter komplex sein. Mit den richtigen Vorkehrungen lassen sich jedoch viele Probleme vermeiden und die Pflichten effizient erfüllen.

Regelmäßige Prüfung der Schwellenwerte

Überwachen Sie kontinuierlich Ihre Umsatz- und Gewinnentwicklung. Wenn Sie sich den Grenzen von 800.000 Euro Umsatz oder 80.000 Euro Gewinn nähern, sollten Sie rechtzeitig auf eine ordnungsgemäße Buchführung umstellen. Der Wechsel von der EÜR zur Bilanzierung erfordert Vorbereitung.

Gesellschaftsvertrag klar regeln

Auch wenn für die Gründung einer GbR kein schriftlicher Vertrag erforderlich ist, empfiehlt sich eine klare schriftliche Regelung zur Gewinnverteilung, zu Entnahmeregelungen und zur Zuständigkeit für die Buchführung. Dies verhindert spätere Konflikte.

  • Schwellenwerte jährlich überprüfen
  • Bei Annäherung frühzeitig Buchführungssystem einrichten
  • Gesellschaftsvertrag schriftlich fixieren
  • Steuerberater bei Grenzfällen konsultieren
  • Aufbewahrungsfristen einhalten
  • Inventur zum Bilanzstichtag durchführen
  • Feststellungsfristen beachten

Professionelle Unterstützung nutzen

Gerade beim Übergang von der EÜR zur Bilanzierung ist fachliche Unterstützung durch einen Steuerberater oder eine spezialisierte Software wie OnlineBilanz sinnvoll. Die Eröffnungsbilanz muss korrekt erstellt werden, alle Vermögensgegenstände und Schulden müssen erfasst und bewertet werden.

„Der häufigste Fehler ist, die Buchführungspflicht zu spät zu erkennen. Wer erst im Nachhinein feststellt, dass eine Bilanz hätte erstellt werden müssen, hat erheblichen Mehraufwand – und riskiert Probleme mit dem Finanzamt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Digitale Tools und Software

Moderne Buchhaltungssoftware kann auch für GbRs sinnvoll sein – selbst wenn noch keine Bilanzierungspflicht besteht. Sie erleichtert die Belegverwaltung, die Einhaltung der GoBD und die Vorbereitung der Steuererklärung. Bei Überschreiten der Schwellenwerte ist der Übergang zur Bilanzierung dann deutlich einfacher.

Hinweis

Tools wie OnlineBilanz unterstützen Sie nicht nur bei der Erstellung des Jahresabschlusses, sondern auch bei der Prüfung, ob und wann eine Buchführungspflicht eintritt. So behalten Sie die Kontrolle und vermeiden böse Überraschungen.

Häufig gestellte Fragen

Muss jede GbR einen Jahresabschluss erstellen?

Nein. Eine GbR muss nur dann einen Jahresabschluss erstellen, wenn sie buchführungspflichtig ist – entweder nach Handelsrecht (bei Umwandlung in OHG) oder nach Steuerrecht (bei Überschreitung der Schwellenwerte von 800.000 Euro Umsatz oder 80.000 Euro Gewinn). Kleinere GbRs können mit einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung arbeiten.

Welche Schwellenwerte gelten 2026 für die steuerliche Buchführungspflicht?

Nach § 141 AO wird eine GbR buchführungspflichtig, wenn sie in zwei aufeinanderfolgenden Jahren entweder mehr als 800.000 Euro Umsatz oder mehr als 80.000 Euro Gewinn erzielt. Die Buchführungspflicht beginnt dann mit dem folgenden Wirtschaftsjahr. Es reicht aus, wenn eine der beiden Grenzen überschritten wird.

Muss eine GbR ihren Jahresabschluss offenlegen?

Nein. Für GbRs besteht grundsätzlich keine Offenlegungspflicht, auch wenn sie buchführungspflichtig sind. Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB gilt nur für Kapitalgesellschaften und bestimmte Personenhandelsgesellschaften ohne natürliche Person als Vollhafter. Der Jahresabschluss der GbR ist nur für interne Zwecke und das Finanzamt bestimmt.

Was ist der Unterschied zwischen EÜR und Bilanzierung?

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) erfasst Einnahmen und Ausgaben nach dem Zufluss-Abfluss-Prinzip – es zählt nur, wann Geld tatsächlich fließt. Die Bilanzierung hingegen erfasst Geschäftsvorfälle nach dem Realisationsprinzip und berücksichtigt auch Forderungen und Verbindlichkeiten. Die EÜR ist einfacher, die Bilanz gibt aber ein genaueres Bild der wirtschaftlichen Lage.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Abgabenordnung (AO), Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – Gesellschaftsrecht. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
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  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

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Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

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Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

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