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A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
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Jahresüberschuss184.320 €
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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten


OnlineBilanzBlogSteuerberater Kosten

Steuerberater Kosten Steuererklärung 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Wie hoch sind die Kosten beim Steuerberater für die Steuererklärung – und warum unterscheiden sich die Rechnungen so stark? Die Berechnung folgt klaren gesetzlichen Regeln nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Die Höhe der Vergütung hängt unter anderem vom Gegenstandswert und der Komplexität ab – dabei spielt auch eine Rolle, was Steuerberater verdienen und wie Kanzleien ihre Gebühren kalkulieren. Hier erfahren Sie, was jede Erklärung kostet und wie Sie gezielt sparen können. Speziell für GmbHs gelten besondere Regelungen – Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber zu Steuerberater Kosten für die GmbH-Steuererklärung. Einen umfassenden Überblick über alle Steuerberatungskosten für Unternehmer finden Sie in unserem detaillierten Ratgeber.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Die Kosten beim Steuerberater für die Steuererklärung werden nach der StBVV berechnet und richten sich nach dem Gegenstandswert (Umsatz, Gewinn oder Einkünfte). Eine detaillierte Übersicht zu den Steuerberater Kosten für verschiedene Erklärungsarten zeigt: Eine Körperschaftsteuererklärung kostet typischerweise 600–2.500 EUR, eine Gewerbesteuererklärung 200–800 EUR, eine Umsatzsteuererklärung 200–600 EUR. Für die Kosten für die Einkommensteuererklärung können Sie je nach Komplexität mit 300–1.200 EUR pro Jahr rechnen. Neben diesen jährlichen Einzelleistungen sollten Unternehmer auch die Steuerberater monatliche Kosten für die laufende Betreuung und Buchhaltung berücksichtigen.

Überblick: Steuerberater-Kosten

Viele GmbH-GeschäftsführerInnen und Selbstständige beauftragen jedes Jahr mehrere Steuererklärungen – oft ohne genauen Überblick über die einzelnen Kostenpositionen. Dabei ist die Honorarberechnung klar geregelt und für jeden nachvollziehbar.

Die Kosten für den Steuerberater bei der Steuererklärung folgen in Deutschland einem gesetzlichen System. Grundlage ist die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), die vorschreibt, wie Steuerberater ihre Leistungen abrechnen dürfen.

Jede Steuererklärung wird als separate Leistung abgerechnet. Wer als GmbH Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer-, Umsatzsteuer- und Einkommensteuererklärung beauftragt, erhält vier eigenständige Honorarpositionen – jede mit eigenem Gegenstandswert und Gebührensatz.

4–6

Erklärungen pro GmbH/Jahr

1/10–10/10

Gebührensatz-Rahmen StBVV

600–2.500 €

Typische Kosten KSt-Erklärung

Hinweis

Die StBVV gilt bundesweit einheitlich und schafft Vergleichbarkeit. Sie schützt Mandanten vor Willkür und sichert Steuerberatern eine angemessene Vergütung. Das System basiert auf objektiven Kriterien wie Umsatz, Gewinn oder Einkünften.

Wie wird das Honorar berechnet?

Die Honorarberechnung nach StBVV folgt einem dreistufigen System, das für alle Steuerberater verbindlich ist. Dieses System sorgt für Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit bei der Rechnungsstellung.

Schritt 1: Gegenstandswert ermitteln

Der Gegenstandswert ist die wirtschaftliche Größe, auf die sich die jeweilige Steuererklärung bezieht. Er bildet die Grundlage für alle weiteren Berechnungen und wird für jede Erklärung separat ermittelt.

  • Körperschaftsteuererklärung: Jahresumsatz oder steuerlicher Gewinn der GmbH
  • Gewerbesteuererklärung: Gewerbeertrag nach § 7 GewStG
  • Umsatzsteuererklärung: Jahresumsatz (Summe aller Umsätze)
  • Einkommensteuererklärung: Gesamteinkünfte der Person (Summe aller Einkunftsarten)

Schritt 2: Tabellenwert ablesen

Anhand des ermittelten Gegenstandswerts wird aus der gesetzlichen Gebührentabelle (Anlage 3 zur StBVV) ein Tabellenwert abgelesen. Diese Tabelle ist bundesweit einheitlich und wird bei Bedarf vom Gesetzgeber angepasst.

Die Tabelle ist progressiv aufgebaut: Bei höheren Gegenstandswerten steigt der Tabellenwert überproportional. Dies spiegelt den höheren Aufwand und die größere Verantwortung bei komplexeren Mandaten wider.

Schritt 3: Gebührensatz anwenden

Auf den abgelesenen Tabellenwert wendet der Steuerberater einen Gebührensatz an. Dieser kann zwischen 1/10 und 10/10 des Tabellenwerts liegen – also von 10% bis 100% des Tabellenwerts.

In der Praxis liegen die meisten angewendeten Sätze zwischen 5/10 und 8/10. Die konkrete Höhe hängt vom Aufwand, der Komplexität und der Verantwortung ab. Die Formel lautet: Honorar = Tabellenwert × Gebührensatz.

„Die dreiteilige Berechnung nach StBVV ist transparent und nachvollziehbar. Mandanten sollten auf ihrer Rechnung immer den Gegenstandswert, den Tabellenwert und den angewendeten Gebührensatz erkennen können. Nur so lässt sich das Honorar prüfen und vergleichen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Kosten pro Steuererklärung

Die folgende Übersicht zeigt typische Kosten beim Steuerberater für die häufigsten Steuererklärungen in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Werte sind Richtwerte – die tatsächlichen Honorare hängen von Umsatz, Gebührensatz und individueller Kanzleisituation ab.

Steuererklärung Gilt für Gegenstandswert Typische Kosten
Körperschaftsteuererklärung GmbH, UG, AG Gewinn oder Umsatz 600–2.500 EUR/Jahr
Gewerbesteuererklärung Alle Gewerbetreibenden Gewerbeertrag 200–800 EUR/Jahr
Umsatzsteuererklärung (jährlich) Umsatzsteuerpflichtige Jahresumsatz 200–600 EUR/Jahr
Einkommensteuererklärung (GF) GmbH-GeschäftsführerInnen Gesamteinkünfte 300–1.200 EUR/Jahr
Einkommensteuererklärung (Selbst.) Einzelunternehmen, Freiberufler Gesamteinkünfte 400–1.500 EUR/Jahr
Feststellungserklärung Personengesellschaften (GbR, OHG) Gewinn der Gesellschaft 500–1.800 EUR/Jahr

Die Spannen erklären sich durch unterschiedliche Gegenstandswerte und Gebührensätze. Eine GmbH mit 100.000 EUR Gewinn zahlt deutlich weniger als eine GmbH mit 500.000 EUR Gewinn.

Rechenbeispiel: GmbH mit 150.000 EUR Gewinn

Nehmen wir eine typische kleine GmbH mit einem steuerlichen Gewinn von 150.000 EUR. Der Tabellenwert für diesen Gegenstandswert beträgt nach Anlage 3 zur StBVV etwa 1.488 EUR (vereinfacht).

  • Bei Gebührensatz 5/10: 1.488 EUR × 0,5 = 744 EUR
  • Bei Gebührensatz 7/10: 1.488 EUR × 0,7 = 1.042 EUR
  • Bei Gebührensatz 10/10: 1.488 EUR × 1,0 = 1.488 EUR

Dazu kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 19% auf das Nettohonorar. Die tatsächliche Rechnung weist also Nettohonorar, Umsatzsteuer und Gesamtbetrag aus.

Achtung

Vorsicht bei monatlichen Voranmeldungen: Wer monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen durch den Steuerberater erstellen lässt, zahlt zusätzlich zur Jahreserklärung. Die monatlichen Voranmeldungen werden separat nach StBVV abgerechnet – das können 30–80 EUR pro Monat sein.

Gebührensatz und Spielräume

Der Gebührensatz ist der zentrale Hebel, an dem Steuerberater drehen können. Er entscheidet darüber, ob eine Rechnung am unteren oder oberen Ende der möglichen Spanne liegt.

Die StBVV gibt einen Rahmen von 1/10 bis 10/10 vor. In der Praxis werden extreme Werte nur selten angewendet. Typische Sätze liegen zwischen 5/10 und 8/10 – je nach Aufwand, Haftungsrisiko und Mandantenbeziehung.

Wann wird ein höherer Gebührensatz gerechtfertigt?

  • Hohe Komplexität: Internationaler Sachverhalt, Verrechnungspreise, komplexe Holdingstrukturen
  • Zeitdruck: Erklärung muss kurzfristig erstellt werden, Frist droht abzulaufen
  • Unvollständige Unterlagen: Mandant liefert unstrukturierte oder lückenhafte Belege
  • Hohes Haftungsrisiko: Steuerlich brisante Sachverhalte, hohe potenzielle Nachzahlungen
  • Besondere Fachkenntnisse erforderlich: Spezialwissen in bestimmten Rechtsbereichen nötig

Wann wird ein niedrigerer Gebührensatz angesetzt?

  • Einfacher Sachverhalt: Standardfall ohne Besonderheiten, klare Rechtslage
  • Gut vorbereitete Unterlagen: Mandant liefert vollständige, strukturierte Buchhaltung
  • Langjährige Mandantenbeziehung: Vertrauensverhältnis, bekannte Strukturen
  • Geringer Aufwand: Wenige Geschäftsvorfälle, überschaubare Belege
  • Digitale Zusammenarbeit: DATEV-Schnittstellen, digitaler Belegaustausch

Hinweis

Der Gebührensatz ist verhandelbar – aber nur im Rahmen der StBVV. Eine Vereinbarung unter 1/10 oder über 10/10 ist unzulässig. Mandanten können bei Beauftragung einen bestimmten Gebührensatz schriftlich vereinbaren. Ohne Vereinbarung gilt in der Regel die Mittelgebühr (5,5/10).

Niedriger Gebührensatz

  • 3/10 bis 5/10
  • Digitale Zusammenarbeit
  • Klare Rechtslage

Hoher Gebührensatz

  • 7/10 bis 10/10
  • Spezialkenntnisse nötig
  • Hohes Haftungsrisiko

Was beeinflusst die Kosten?

Die Höhe der Steuerberater-Kosten für die Steuererklärung wird von mehreren Faktoren bestimmt. Einige davon können Sie als Mandant direkt beeinflussen, andere sind strukturell vorgegeben.

1. Gegenstandswert (strukturell)

Der Gegenstandswert ergibt sich aus Ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit – Umsatz, Gewinn oder Einkünfte. Dieser Wert ist objektiv und nicht verhandelbar. Er steigt mit dem wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens.

Ein höherer Gewinn führt automatisch zu höheren Steuerberater-Kosten. Das ist systembedingt und spiegelt die größere Verantwortung bei höheren Steuersummen wider.

2. Gebührensatz (verhandelbar)

Der Gebührensatz ist der wichtigste Stellhebel für Sie als Mandant. Er kann zwischen Ihnen und dem Steuerberater vereinbart werden – am besten schriftlich vor Beginn der Arbeiten.

Eine klare schriftliche Vereinbarung schafft Transparenz und vermeidet spätere Diskussionen über die Rechnungshöhe. Fragen Sie gezielt nach dem geplanten Gebührensatz.

3. Qualität der Unterlagen (beeinflussbar)

Je besser Sie Ihre Belege und Buchhaltung vorbereiten, desto geringer ist der Aufwand für den Steuerberater. Das kann sich direkt auf den Gebührensatz auswirken.

  • Vollständige, chronologisch sortierte Belege
  • Digitale Übermittlung via DATEV Unternehmen online oder vergleichbarer Software
  • Vorabklärung unklarer Sachverhalte
  • Strukturierte Aufstellung aller Geschäftsvorfälle
  • Rechtzeitige Übergabe der Unterlagen (nicht erst kurz vor Fristablauf)

4. Komplexität des Sachverhalts (kaum beeinflussbar)

Internationale Geschäftsbeziehungen, komplexe Beteiligungsstrukturen, Umwandlungen oder steuerliche Sonderfälle erhöhen den Aufwand. Diese Faktoren sind meist geschäftsbedingt und nicht kurzfristig veränderbar.

„Mandanten, die ihre Buchhaltung digital und strukturiert führen, sparen oft 20–30% der Steuerberater-Kosten. Gut vorbereitete Unterlagen reduzieren den Aufwand erheblich – und das spiegelt sich im Gebührensatz wider.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Mehrere Erklärungen gleichzeitig

GmbH-GeschäftsführerInnen müssen oft mehrere Steuererklärungen gleichzeitig abgeben. Für die GmbH werden Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer- und Umsatzsteuererklärung fällig. Für die Gesellschafter-GeschäftsführerInnen zusätzlich die private Einkommensteuererklärung.

Jede dieser Erklärungen wird separat nach StBVV abgerechnet. Die Kosten summieren sich – es gibt keine automatischen Pauschalrabatte für Mehrfachbeauftragungen.

Typisches Kostenbeispiel: GmbH mit Gesellschafter-GF

Steuererklärung Gegenstandswert Gebührensatz Kosten netto
Körperschaftsteuer GmbH 180.000 EUR (Gewinn) 6/10 950 EUR
Gewerbesteuer GmbH 180.000 EUR (Ertrag) 5/10 620 EUR
Umsatzsteuer GmbH 450.000 EUR (Umsatz) 5/10 410 EUR
Einkommensteuer GF 95.000 EUR (Einkünfte) 6/10 680 EUR
Summe netto 2.660 EUR
zzgl. 19% USt 505 EUR
Summe brutto 3.165 EUR

Dieses Beispiel zeigt: Die Gesamtkosten für alle Steuererklärungen einer GmbH mit Gesellschafter-Geschäftsführung liegen oft bei 2.500–4.500 EUR pro Jahr – abhängig von Umsatz, Gewinn und Gebührensatz.

Achtung

Zusätzliche Kosten entstehen für Jahresabschluss, Buchführung, monatliche UStVA oder Lohnbuchhaltung. Diese Leistungen werden ebenfalls nach StBVV separat abgerechnet. Fordern Sie eine transparente Aufstellung aller Leistungen und Gebührensätze an.

Gibt es Mengenrabatte?

Die StBVV sieht keine offiziellen Mengenrabatte vor. Jede Steuererklärung ist eine eigenständige Leistung mit eigenem Gegenstandswert und Gebührensatz.

In der Praxis können Sie aber bei langjähriger Mandantenbeziehung oder größerem Auftragsspektrum einen günstigeren Gebührensatz verhandeln. Das ist wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich zulässig – solange der Satz im Rahmen von 1/10 bis 10/10 bleibt.

Sparpotenziale erkennen

Es gibt mehrere Ansatzpunkte, um die Kosten beim Steuerberater für die Steuererklärung gezielt zu senken – ohne die Qualität der Beratung zu gefährden.

1. Gebührensatz vorab schriftlich vereinbaren

Vereinbaren Sie den Gebührensatz schriftlich, bevor der Steuerberater mit der Arbeit beginnt. So vermeiden Sie Überraschungen und haben eine klare Kalkulationsgrundlage.

Ohne schriftliche Vereinbarung darf der Steuerberater die Mittelgebühr (5,5/10) ansetzen – oder im Einzelfall auch höher, wenn er den Mehraufwand begründen kann.

2. Digitale Buchhaltung und strukturierte Unterlagen

Nutzen Sie digitale Buchhaltungssoftware wie DATEV Unternehmen online, lexoffice oder sevDesk. Digitale Belege und vorbereitete Kontierungen reduzieren den Aufwand beim Steuerberater erheblich.

Viele Kanzleien honorieren diese Vorarbeit mit einem niedrigeren Gebührensatz – fragen Sie gezielt danach.

3. Jahresabschluss selbst vorbereiten

Kleine Kapitalgesellschaften können ihren Jahresabschluss mit spezialisierten Tools wie OnlineBilanz selbst erstellen. Der Steuerberater prüft und testiert nur noch – das spart Honorar.

Die Steuererklärungen werden dann auf Basis des fertigen Jahresabschlusses erstellt. Das reduziert den Gesamtaufwand und damit die Kosten.

4. Fristen einhalten – Zeitdruck vermeiden

Wer Unterlagen rechtzeitig einreicht, vermeidet Zeitdruck. Steuerberater können bei kurzfristigen Aufträgen einen höheren Gebührensatz ansetzen – das ist nach StBVV zulässig.

Planen Sie die Übergabe der Belege und Unterlagen so, dass der Steuerberater ausreichend Zeit hat. Das schützt auch vor Ordnungsgeldern nach § 152 AO bei verspäteter Abgabe.

  • Gebührensatz schriftlich vor Auftragsbeginn vereinbaren
  • Digitale Buchhaltung nutzen und Belege strukturiert übergeben
  • Jahresabschluss mit OnlineBilanz selbst erstellen (nur Testierung durch Steuerberater)
  • Unterlagen frühzeitig einreichen – Zeitdruck vermeiden
  • Regelmäßig Honorarabrechnungen prüfen und vergleichen
  • Bei langjähriger Zusammenarbeit Anpassung des Gebührensatzes ansprechen

„Die größten Sparpotenziale liegen in der guten Vorbereitung und der digitalen Zusammenarbeit. Mandanten, die ihren Jahresabschluss selbst erstellen und strukturierte Unterlagen liefern, zahlen oft nur 50–60% dessen, was bei klassischer Steuerberater-Vollbetreuung anfällt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Transparenz und Vergleichbarkeit

Transparenz ist der Schlüssel zu fairen Steuerberater-Kosten. Sie haben ein Recht darauf, die Honorarberechnung nachzuvollziehen und zu prüfen.

Jede Rechnung eines Steuerberaters muss nach § 10 StBVV bestimmte Pflichtangaben enthalten. Nur so können Sie die Berechnung nachvollziehen und gegebenenfalls Einspruch einlegen.

Pflichtangaben auf der Steuerberater-Rechnung

  • Bezeichnung der Leistung: Z.B. ‚Erstellung Körperschaftsteuererklärung 2025‘
  • Gegenstandswert: Z.B. ‚Gegenstandswert: 180.000 EUR (Gewinn)‘
  • Gebührensatz: Z.B. ‚6/10 nach § 24 StBVV‘
  • Berechneter Betrag: Nettohonorar aus Tabellenwert × Gebührensatz
  • Umsatzsteuer: 19% auf das Nettohonorar
  • Gesamtbetrag: Endsumme brutto

Fehlen diese Angaben, ist die Rechnung nicht ordnungsgemäß. Sie können dann Auskunft und Korrektur verlangen.

Wie Sie Honorare vergleichen

Um Steuerberater-Honorare zu vergleichen, reicht es nicht, nur die Endsumme zu betrachten. Entscheidend ist der angewendete Gebührensatz bei vergleichbarem Gegenstandswert.

Kanzlei A

  • Honorar: 1.190 EUR netto
  • Eher teuer

Kanzlei B

  • Honorar: 744 EUR netto
  • Faire Mittelklasse

Kanzlei C

  • Honorar: 446 EUR netto
  • Sehr günstig

Ein niedriger Gebührensatz bedeutet nicht automatisch schlechte Qualität. Viele Steuerberater kalkulieren bei Standardfällen mit 4/10 bis 6/10 – das ist marktüblich und angemessen.

Hinweis

Fordern Sie bei Beauftragung ein schriftliches Angebot mit Angabe des geplanten Gebührensatzes an. So wissen Sie vorab, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Bei Abweichungen können Sie nachfragen und gegebenenfalls verhandeln.

Wann lohnt sich ein Wechsel?

Ein Steuerberater-Wechsel lohnt sich, wenn der Gebührensatz dauerhaft über 7/10 liegt, obwohl es sich um Standardfälle handelt. Auch bei mangelnder Transparenz oder fehlender Kommunikation kann ein Wechsel sinnvoll sein.

Prüfen Sie regelmäßig, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Holen Sie bei Bedarf Vergleichsangebote ein – achten Sie dabei auf den Gebührensatz, nicht nur auf die Gesamtsumme.

Achtung

Vorsicht vor Dumping-Angeboten: Gebührensätze unter 2/10 können auf unvollständige Leistungen, mangelnde Haftung oder geringe Qualifikation hinweisen. Zu günstig ist oft nicht gut. Ein Satz zwischen 4/10 und 6/10 ist bei Standardfällen realistisch und fair.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet eine Körperschaftsteuererklärung beim Steuerberater?

Die Kosten für eine Körperschaftsteuererklärung liegen typischerweise zwischen 600 und 2.500 EUR pro Jahr. Sie richten sich nach dem Gegenstandswert (Gewinn oder Umsatz der GmbH) und dem angewendeten Gebührensatz nach StBVV. Bei einem Gewinn von 150.000 EUR und einem Gebührensatz von 6/10 fallen etwa 1.000–1.200 EUR netto an.

Kann ich den Gebührensatz mit dem Steuerberater verhandeln?

Ja, der Gebührensatz ist verhandelbar. Er muss zwischen 1/10 und 10/10 des Tabellenwerts liegen. Sie können vor Beginn der Arbeiten schriftlich einen bestimmten Gebührensatz vereinbaren. Ohne Vereinbarung darf der Steuerberater die Mittelgebühr (5,5/10) ansetzen. Bei gut vorbereiteten Unterlagen oder langjähriger Mandantenbeziehung sind niedrigere Sätze (4/10 bis 5/10) oft möglich.

Warum sind die Rechnungen verschiedener Steuerberater so unterschiedlich?

Die Unterschiede liegen meist im angewendeten Gebührensatz. Während der Gegenstandswert objektiv ist (Umsatz, Gewinn), kann der Gebührensatz zwischen 1/10 und 10/10 variieren. Ein Steuerberater, der 8/10 ansetzt, berechnet bei gleichem Gegenstandswert fast das Doppelte wie ein Steuerberater mit 4/10. Unterschiede können auch durch zusätzliche Leistungen entstehen, die separat abgerechnet werden.

Wie kann ich bei Steuerberater-Kosten sparen?

Die wichtigsten Sparhebel sind: (1) Gebührensatz schriftlich vereinbaren und auf 4/10 bis 5/10 bei Standardfällen achten, (2) digitale Buchhaltung und strukturierte Unterlagen nutzen, (3) Jahresabschluss mit Tools wie OnlineBilanz selbst erstellen und nur testieren lassen, (4) Unterlagen frühzeitig einreichen, um Zeitdruck-Zuschläge zu vermeiden. Gut vorbereitete Mandanten sparen oft 20–30% der Kosten.

Welche Pflichtangaben muss eine Steuerberater-Rechnung enthalten?

Eine ordnungsgemäße Steuerberater-Rechnung nach § 10 StBVV muss enthalten: Bezeichnung der Leistung, Gegenstandswert, angewendeten Gebührensatz, berechnetes Nettohonorar, Umsatzsteuer (19%) und Gesamtbetrag. Nur so können Sie die Berechnung nachvollziehen und prüfen. Fehlen diese Angaben, können Sie Auskunft und Korrektur verlangen.

Was kostet eine GmbH insgesamt für alle Steuererklärungen pro Jahr?

Eine typische kleine GmbH mit Gesellschafter-Geschäftsführung zahlt für Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer-, Umsatzsteuer- und Einkommensteuererklärung zusammen etwa 2.500–4.500 EUR brutto pro Jahr. Die genauen Kosten hängen von Umsatz, Gewinn, Gebührensatz und Komplexität ab. Zusätzliche Kosten entstehen für Jahresabschluss, Buchführung und eventuelle monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren, § 325 HGB – Offenlegung, Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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