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Lesedauer

16–23 Minuten

OnlineBilanzBlogGewerbesteuer Stuttgart

Gewerbesteuer Stuttgart 2026: Hebesatz & Pflichten

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Gewerbesteuer ist für Unternehmen in Stuttgart eine zentrale Ertragsteuer. Mit einem Hebesatz von 420 % (Stand 2026) liegt die Landeshauptstadt über dem Bundesdurchschnitt. Gewerbesteuerpflichtig sind dabei nicht nur klassische Unternehmen – auch Selbstständige in neueren Berufsfeldern, etwa gewerblich tätige Influencer, unterliegen dieser Steuer. Dieser Ratgeber erklärt die rechtlichen Grundlagen nach § 7 GewStG, zeigt die Besonderheiten für GmbHs, Personengesellschaften und Organschaften und erläutert, wie Sie Hinzurechnungen, Kürzungen und Verlustabzug korrekt anwenden.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Die Gewerbesteuer in Stuttgart wird mit einem Hebesatz von 420 % (Stand 2026) auf den Gewerbeertrag erhoben. Jede GmbH und jedes gewerbliche Unternehmen ist steuerpflichtig, wobei Freibeträge für Personengesellschaften gelten. Die Gewerbesteuererklärung muss zusammen mit der Körperschaftsteuererklärung beim Finanzamt eingereicht werden, bei Fristablauf drohen Verspätungszuschläge.

Gewerbesteuer in Stuttgart: Grundlagen und rechtlicher Rahmen

Die Gewerbesteuer ist eine der wichtigsten Ertragsteuern für Kapitalgesellschaften wie die GmbH. Sie wird gemäß § 1 GewStG von allen stehenden Gewerbebetrieben im Inland erhoben. Als kommunale Steuer fließt sie direkt den Städten und Gemeinden zu – in Stuttgart bedeutet dies, dass die Gewerbesteuer eine zentrale Einnahmequelle der Landeshauptstadt Baden-Württembergs darstellt. Die Höhe der Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbeertrag, der bundeseinheitlichen Steuermesszahl (derzeit 3,5 %) und dem kommunalen Hebesatz.

Rechtsgrundlage bilden das Gewerbesteuergesetz (GewStG) sowie die Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV). Für GmbH-Geschäftsführer ist relevant, dass die Gewerbesteuer unabhängig von der Rechtsform anfällt, sobald ein stehendes Gewerbe betrieben wird. Personengesellschaften profitieren seit 2008 von einem Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG, Kapitalgesellschaften wie die GmbH hingegen nicht – der Gewerbeertrag wird ab dem ersten Euro besteuert.

Besteuerungsgrundlage und Ermittlung des Gewerbeertrags

Der Gewerbeertrag wird ausgehend vom handelsrechtlichen Gewinn des Wirtschaftsjahres ermittelt und durch diverse Hinzurechnungen (§ 8 GewStG) und Kürzungen (§ 9 GewStG) modifiziert. Zu den wichtigsten Hinzurechnungen zählen ein Viertel der Entgelte für Schulden (soweit sie im Wirtschaftsjahr 200.000 Euro übersteigen), ein Viertel der Miet- und Pachtzinsen für bewegliche Wirtschaftsgüter (über 100.000 Euro) sowie ein Viertel der Miet- und Pachtzinsen für unbewegliche Wirtschaftsgüter (über 100.000 Euro). Diese Hinzurechnungen sollen die Finanzierungsneutralität teilweise wiederherstellen.

Praxis-Hinweis

Die Gewerbesteuererklärung ist grundsätzlich bis zum 31. Juli des Folgejahres abzugeben. Bei Bearbeitung durch einen Steuerberater verschiebt sich die Frist auf den 28. Februar des übernächsten Jahres (für das Wirtschaftsjahr 2025 also auf den 28.02.2027). Eine fristgerechte Abgabe vermeidet Verspätungszuschläge und sichert die Liquiditätsplanung.

Hebesatz der Gewerbesteuer in Stuttgart 2026

Der Hebesatz ist der entscheidende Faktor, der die Höhe der Gewerbesteuer vor Ort bestimmt. Jede Gemeinde legt ihren Hebesatz durch Satzungsbeschluss selbst fest. In Stuttgart beträgt der Gewerbesteuer-Hebesatz im Jahr 2026 unverändert 420 %. Damit bewegt sich die Landeshauptstadt Baden-Württembergs im gehobenen Mittelfeld deutscher Großstädte. Zum Vergleich: München liegt bei 490 %, Frankfurt am Main bei 500 %, während kleinere Kommunen teilweise deutlich niedrigere Hebesätze ansetzen.

420 %

Gewerbesteuer-Hebesatz Stuttgart 2026

3,5 %

Bundeseinheitliche Steuermesszahl

14,7 %

Effektive Gewerbesteuerbelastung

Berechnung der Gewerbesteuer in Stuttgart

Die Gewerbesteuer errechnet sich nach folgender Formel: Gewerbeertrag × Steuermesszahl (3,5 %) × Hebesatz (420 %). Daraus ergibt sich für Stuttgart eine effektive Belastung von 14,7 % des Gewerbeertrags. Bei einem Gewerbeertrag von beispielsweise 100.000 Euro beträgt die Gewerbesteuer somit 14.700 Euro (100.000 × 0,035 × 4,2). Diese Steuer ist als Betriebsausgabe bei der Körperschaftsteuer und Einkommensteuer abzugsfähig, was die Gesamtbelastung indirekt mindert.

Gewerbeertrag Steuermessbetrag (3,5 %) Gewerbesteuer Stuttgart (420 %)
50.000 € 1.750 € 7.350 €
100.000 € 3.500 € 14.700 €
250.000 € 8.750 € 36.750 €
500.000 € 17.500 € 73.500 €
1.000.000 € 35.000 € 147.000 €

„Bei der Standortwahl oder der Verlegung des Unternehmenssitzes spielt der Hebesatz eine nicht zu unterschätzende Rolle. In Stuttgart zahlen GmbHs mit einem Gewerbeertrag von 500.000 Euro rund 73.500 Euro Gewerbesteuer pro Jahr. Das ist spürbar, aber angesichts der Infrastruktur und Wirtschaftskraft der Region oft gerechtfertigt.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Gewerbesteuerpflicht für GmbHs in Stuttgart

Kapitalgesellschaften wie die GmbH sind kraft Rechtsform gewerbesteuerpflichtig gemäß § 2 Abs. 2 GewStG. Es ist unerheblich, ob die Tätigkeit nach zivilrechtlichen Maßstäben als gewerblich einzustufen wäre – bereits die Existenz der GmbH begründet die Gewerbesteuerpflicht. Dies gilt auch für gemeinnützige GmbHs, soweit diese einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten, der nicht von der Steuerbefreiung nach § 3 GewStG erfasst ist.

Zeitpunkt der Steuerpflicht und örtliche Zuständigkeit

Die Gewerbesteuerpflicht entsteht mit Aufnahme der gewerblichen Tätigkeit. Für eine GmbH ist dies regelmäßig der Zeitpunkt der Eintragung ins Handelsregister. Zuständig für die Festsetzung der Gewerbesteuer ist die Gemeinde, in der eine Betriebsstätte unterhalten wird (§ 4 GewStG). In Stuttgart bedeutet dies: Hat die GmbH ihren Sitz oder eine Betriebsstätte in Stuttgart, ist das Finanzamt Stuttgart I (Körperschaften) für die Festsetzung des Steuermessbetrags zuständig, während die Stadt Stuttgart den Gewerbesteuerbescheid erlässt.

  • Anmeldepflicht: Jede GmbH muss nach § 14 GewO innerhalb einer Woche nach Betriebseröffnung eine Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt Stuttgart vornehmen.
  • Erklärungspflicht: Die Gewerbesteuererklärung ist jährlich elektronisch über ELSTER beim zuständigen Finanzamt einzureichen.
  • Vorauszahlungen: Das Finanzamt setzt vierteljährliche Gewerbesteuer-Vorauszahlungen fest (§ 19 GewStG), die jeweils zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November fällig sind.
  • Zerlegung: Unterhält die GmbH Betriebsstätten in mehreren Gemeinden, wird der einheitliche Gewerbesteuermessbetrag nach § 28 ff. GewStG auf die beteiligten Gemeinden aufgeteilt (Zerlegung).

Wichtig für Geschäftsführer

Die GmbH ist als juristische Person Schuldner der Gewerbesteuer. Der Geschäftsführer haftet jedoch persönlich gemäß § 69 AO, wenn er seine Pflicht zur ordnungsgemäßen Abführung von Steuern schuldhaft verletzt. Dies gilt insbesondere bei Insolvenzreife oder Zahlungsunfähigkeit – Gewerbesteuer-Vorauszahlungen dürfen nicht nachrangig behandelt werden.

Gewerbesteuererklärung: Fristen, Pflichten und Abgabe

Die Gewerbesteuererklärung ist für jedes Kalenderjahr bzw. abweichende Wirtschaftsjahr gesondert abzugeben. Gesetzliche Grundlage ist § 14a GewStG. Die Erklärung muss auf amtlich vorgeschriebenem Vordruck – in der Praxis ausschließlich elektronisch via ELSTER – beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Für Stuttgart ist dies das Finanzamt Stuttgart I (Körperschaften) für Kapitalgesellschaften oder das Finanzamt Stuttgart II bzw. III für Personengesellschaften, je nach Bezirk.

Abgabefristen im Jahr 2026

Wirtschaftsjahr Grundfrist (ohne StB) Frist mit Steuerberater
2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) 31.07.2026 28.02.2027
2024 (Bilanzstichtag 31.12.2024) 31.07.2025 (abgelaufen) 28.02.2026 (abgelaufen)
2026 (Bilanzstichtag 31.12.2026) 31.07.2027 28.02.2028

Wird die Gewerbesteuererklärung nicht fristgerecht abgegeben, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag gemäß § 152 AO festsetzen. Dieser beträgt 0,25 % der festgesetzten Steuer pro Monat, mindestens jedoch 25 Euro pro Monat. Bei erheblichen Verzögerungen drohen zudem Zwangsgelder und die Schätzung der Besteuerungsgrundlagen nach § 162 AO.

Inhalt und Anlagen der Gewerbesteuererklärung

Die Gewerbesteuererklärung (Formular GewSt 1 A für Kapitalgesellschaften) enthält Angaben zum Gewerbeertrag, zu Hinzurechnungen, Kürzungen und zum Gewerbeverlust. Folgende Unterlagen sind beizufügen:

  • Handelsbilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (E-Bilanz nach § 5b EStG)
  • Anlage GewSt 1 A (für Kapitalgesellschaften)
  • Nachweis über Hinzurechnungen und Kürzungen (z. B. Zinsaufwendungen, Grundbesitz)
  • Ggf. Anlage Zerlegung (bei Betriebsstätten in mehreren Gemeinden)
  • Ggf. Anlage Organschaft (bei gewerbesteuerlicher Organschaft nach § 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG)

„Viele unserer Mandanten aus Stuttgart profitieren davon, dass die Gewerbesteuererklärung gemeinsam mit der Körperschaftsteuererklärung und dem Jahresabschluss bei uns als Gesamtpaket bearbeitet wird. Dadurch sind alle Fristen abgestimmt, und die Daten werden nur einmal erfasst – das spart Zeit und vermeidet Fehler.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Hinzurechnungen und Kürzungen bei der Gewerbesteuer

Der Gewerbeertrag ist nicht identisch mit dem handelsrechtlichen Gewinn. Er wird durch zahlreiche Hinzurechnungen (§ 8 GewStG) und Kürzungen (§ 9 GewStG) modifiziert. Diese Anpassungen verfolgen das Ziel, die objektive Ertragskraft des Gewerbebetriebs zu erfassen und unterschiedliche Finanzierungsformen sowie Rechtsformen steuerlich anzugleichen.

Wichtigste Hinzurechnungen nach § 8 GewStG

Hinzurechnungen erhöhen den Gewerbeertrag. Besonders relevant sind:

  • Finanzierungsanteile (§ 8 Nr. 1 GewStG): Ein Viertel der Entgelte für Schulden – hierunter fallen Zinsen, aber auch Leasingraten und Mieten – soweit diese im Wirtschaftsjahr einen Freibetrag von 200.000 Euro übersteigen. Diese Regelung betrifft insbesondere fremdfinanzierte Unternehmen.
  • Miet- und Pachtzinsen für unbewegliche Wirtschaftsgüter (§ 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG): Ein Viertel der Mieten für Immobilien, die betrieblich genutzt werden, soweit sie 100.000 Euro übersteigen.
  • Miet- und Pachtzinsen für bewegliche Wirtschaftsgüter (§ 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG): Ein Viertel der Leasingraten für Maschinen, Fahrzeuge etc., soweit sie 100.000 Euro übersteigen.
  • Lizenzgebühren (§ 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG): Ein Viertel der Aufwendungen für Konzessionen und Lizenzen, soweit sie 100.000 Euro übersteigen und an nahestehende Personen gezahlt werden.

Wichtigste Kürzungen nach § 9 GewStG

Kürzungen mindern den Gewerbeertrag. Für GmbHs in Stuttgart relevant sind:

  • Grundbesitzkürzung (§ 9 Nr. 1 GewStG): Gewinne aus der Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes (z. B. vermietete Immobilien) können unter engen Voraussetzungen den Gewerbeertrag mindern – 1,2 % des Einheitswerts des Grundbesitzes.
  • Dividendenkürzung (§ 9 Nr. 2a bzw. 7 GewStG): Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften, an denen die GmbH mindestens 15 % beteiligt ist, sind teilweise bzw. vollständig steuerfrei, sofern die Beteiligung zu Beginn des Erhebungszeitraums mindestens ein Jahr bestand.
  • Ausländische Betriebsstättenverluste (§ 9 Nr. 3 GewStG): Gewinne aus ausländischen Betriebsstätten werden unter bestimmten Voraussetzungen nicht in den Gewerbeertrag einbezogen.

Gestaltungshinweis

Eine sorgfältige Analyse der Hinzurechnungen kann erhebliche Steuervorteile eröffnen. So ist etwa zu prüfen, ob Finanzierungsstrukturen (z. B. Sale-and-Lease-back, Umschuldungen, Gesellschafterdarlehen) optimiert werden können, um die Hinzurechnungsbeträge zu senken. Eine Beratung durch einen Steuerberater lohnt sich hier regelmäßig.

Gewerbeverlust und Verlustabzug bei der Gewerbesteuer

Erwirtschaftet eine GmbH einen negativen Gewerbeertrag, entsteht ein sogenannter Gewerbeverlust. Dieser kann nach § 10a GewStG in künftigen Jahren vom Gewerbeertrag abgezogen werden. Anders als bei der Körperschaftsteuer, bei der ein Verlustvortrag zeitlich unbegrenzt möglich ist (mit Mindestbesteuerung ab 1 Mio. Euro), unterliegt der gewerbesteuerliche Verlustvortrag besonderen Regelungen.

Regelungen zum Verlustvortrag nach § 10a GewStG

Ein Gewerbeverlust wird gesondert festgestellt und kann in den folgenden Erhebungszeiträumen bis zu einer Höhe von 1 Mio. Euro unbeschränkt abgezogen werden. Übersteigt der verrechenbare Gewerbeertrag 1 Mio. Euro, können darüber hinaus 60 % des verbleibenden Gewerbeertrags mit Verlustvorträgen verrechnet werden. Diese Regelung entspricht der Mindestbesteuerung bei der Körperschaftsteuer.

Gewerbeertrag Verlustabzug bis 1 Mio. € Verlustabzug über 1 Mio. € (60 %) Verbleibender Gewerbeertrag
500.000 € 500.000 € 0 €
1.000.000 € 1.000.000 € 0 €
2.000.000 € 1.000.000 € 600.000 € 400.000 €
5.000.000 € 1.000.000 € 2.400.000 € 1.600.000 €

Untergang des Verlustvortrags bei Anteilseignerwechsel

Eine Besonderheit besteht bei Anteilseignerwechseln. Gemäß § 10a Satz 10 GewStG i. V. m. § 8c KStG geht der gewerbesteuerliche Verlustvortrag unter, wenn innerhalb von fünf Jahren mehr als 50 % der Anteile an der GmbH auf neue Gesellschafter übergehen (schädlicher Beteiligungserwerb). Bei einem Anteilseignerwechsel von mehr als 25 % bis 50 % entfällt der Verlustvortrag anteilig. Diese Regelung soll den Handel mit sogenannten Mantelgesellschaften unterbinden.

Achtung bei Unternehmenskäufen

Wer eine GmbH mit Verlustvorträgen erwirbt, sollte die Folgen des § 8c KStG unbedingt im Kaufvertrag berücksichtigen. Der Verlust verfällt bei Überschreiten der Schwellenwerte. Eine steuerliche Due Diligence und Strukturierung des Erwerbs (z. B. Asset Deal statt Share Deal) kann hier entscheidend sein.

„Der gewerbesteuerliche Verlustvortrag ist ein wertvolles Wirtschaftsgut. Wir empfehlen, die gesonderte Feststellung des Gewerbeverlusts zeitnah und korrekt zu beantragen. Wird der Verlust nicht festgestellt, verfällt er. Außerdem ist eine laufende Dokumentation bei Gesellschafterwechseln unerlässlich.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Gewerbesteuer-Anrechnung auf die Körperschaftsteuer

Bis zum Veranlagungszeitraum 2007 konnten Einzelunternehmer und Personengesellschaften die Gewerbesteuer teilweise auf die Einkommensteuer anrechnen (§ 35 EStG). Für Kapitalgesellschaften wie die GmbH besteht diese Möglichkeit nicht – die Gewerbesteuer ist endgültige Belastung und wird nicht auf die Körperschaftsteuer angerechnet. Die GmbH zahlt somit sowohl Körperschaftsteuer (15 % zzgl. Solidaritätszuschlag 5,5 % hierauf) als auch Gewerbesteuer.

Gesamtsteuerbelastung einer GmbH in Stuttgart

Die Gesamtsteuerbelastung auf den Gewinn einer GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

  • Körperschaftsteuer: 15 % des zu versteuernden Einkommens
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 % von 15 % = 0,825 %
  • Gewerbesteuer: 14,7 % (bei Hebesatz 420 % in Stuttgart)
  • Gesamt nominell: ca. 30,525 %

Zu beachten ist, dass die Gewerbesteuer bei der Körperschaftsteuer als Betriebsausgabe abzugsfähig ist (§ 4 Abs. 5b EStG gilt nicht für die KSt). Dies senkt die effektive Gesamtbelastung geringfügig, da die Gewerbesteuer die Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer mindert. Die tatsächliche Gesamtbelastung liegt daher bei rund 29,8 %.

15,825 %

KSt + SolZ

14,7 %

Gewerbesteuer Stuttgart

≈ 29,8 %

Effektive Gesamtbelastung

Anrechnung bei Gesellschaftern (Ebene der Ausschüttung)

Werden Gewinne an die Gesellschafter ausgeschüttet, unterliegt die Dividende bei natürlichen Personen der Abgeltungsteuer (25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer), alternativ auf Antrag dem Teileinkünfteverfahren mit 60 % steuerpflichtig (§ 3 Nr. 40 Buchst. d EStG i. V. m. § 32d Abs. 2 Nr. 3 EStG). Eine Anrechnung der auf Gesellschaftsebene gezahlten Gewerbesteuer erfolgt auch hier nicht. Die Gesamtbelastung (Unternehmens- und Gesellschafterebene) kann somit je nach persönlichem Steuersatz des Gesellschafters bei 45 % bis 50 % liegen.

Gestaltungshinweis

Für Personengesellschaften (z. B. GmbH & Co. KG) kann die Gewerbesteuer gemäß § 35 EStG auf die Einkommensteuer angerechnet werden – das 3,8-Fache des Gewerbesteuermessbetrags. Diese Rechtsform kann in Stuttgart bei niedrigeren Gewinnen steuerlich vorteilhafter sein als eine reine GmbH. Eine Beratung durch einen Steuerberater zur optimalen Rechtsformwahl ist empfehlenswert.

Gewerbesteuerliche Organschaft: Vorteile und Voraussetzungen

Die gewerbesteuerliche Organschaft nach § 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG ermöglicht es, die Gewerbesteuerpflicht mehrerer rechtlich selbstständiger Unternehmen auf ein Unternehmen (Organträger) zu konzentrieren. Die Organgesellschaft wird dabei nicht als eigenständiges Steuersubjekt behandelt – ihr Gewerbeertrag wird dem Organträger zugerechnet. Dies kann erhebliche Steuervorteile bieten, insbesondere bei Verlustverrechnungen und der Vermeidung von Doppelbelastungen.

Voraussetzungen der gewerbesteuerlichen Organschaft

Die gewerbesteuerliche Organschaft setzt voraus:

  • Finanzielle Eingliederung: Der Organträger muss an der Organgesellschaft von Beginn ihres Wirtschaftsjahres an ununterbrochen in einem solchen Maße beteiligt sein, dass ihm die Mehrheit der Stimmrechte zusteht (regelmäßig > 50 %).
  • Gewinnabführungsvertrag: Es muss ein wirksamer Gewinnabführungsvertrag nach § 291 AktG bestehen, der für mindestens fünf Jahre abgeschlossen ist und tatsächlich durchgeführt wird.
  • Körperschaftsteuerliche Organschaft: Die Voraussetzungen der körperschaftsteuerlichen Organschaft gemäß §§ 14 ff. KStG müssen vorliegen – die gewerbesteuerliche Organschaft ist akzessorisch.

Der Gewinnabführungsvertrag muss ins Handelsregister eingetragen werden und darf keine Gewinnabführungsverpflichtung einschränken. Für eine GmbH als Organgesellschaft ist ein Beschluss der Gesellschafterversammlung mit mindestens 75 % der Stimmen erforderlich (§ 293 AktG analog).

Vorteile der Organschaft in Stuttgart

Verlustverrechnung

Gewinne und Verluste der Organgesellschaft und des Organträgers werden zusammengefasst. Verluste einer Gesellschaft können sofort mit Gewinnen der anderen verrechnet werden – eine jahrelange Warteschlange durch Verlustvorträge entfällt.

Einheitliche Hebesatzanwendung

Der Gewerbeertrag wird beim Organträger zusammengefasst und dort dem örtlichen Hebesatz unterworfen. Dies kann bei unterschiedlichen Betriebsstätten in verschiedenen Gemeinden zu Planungssicherheit führen.

Risiko: Rückwirkender Wegfall der Organschaft

Wird der Gewinnabführungsvertrag vor Ablauf von fünf Jahren beendet oder die finanzielle Eingliederung unterbrochen, entfällt die Organschaft rückwirkend. Alle Steuerbescheide der letzten Jahre müssen geändert werden – dies kann zu erheblichen Nachzahlungen, Zinsen und Liquiditätsengpässen führen.

„Die Organschaft ist ein mächtiges Gestaltungsinstrument, das jedoch sorgfältig geplant und laufend überwacht werden muss. Wir begleiten Mandanten aus Stuttgart bei der Prüfung der Voraussetzungen, der Erstellung des Gewinnabführungsvertrags und der laufenden steuerlichen Dokumentation.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Betriebsstätten in mehreren Gemeinden: Zerlegung der Gewerbesteuer

Unterhält eine GmbH Betriebsstätten in mehreren Gemeinden – beispielsweise die Hauptniederlassung in Stuttgart und eine Filiale in Ludwigsburg oder Esslingen –, wird der einheitliche Gewerbesteuermessbetrag nach § 28 ff. GewStG auf die beteiligten Gemeinden aufgeteilt (sogenannte Zerlegung). Jede Gemeinde erhebt dann die Gewerbesteuer mit ihrem eigenen Hebesatz auf den ihr zugewiesenen Anteil.

Kriterien für die Zerlegung

Die Zerlegung erfolgt grundsätzlich nach dem Verhältnis der Arbeitslöhne, die in den einzelnen Betriebsstätten gezahlt werden (§ 29 Abs. 1 GewStG). Maßgeblich sind die Bruttoarbeitslöhne einschließlich Sozialversicherungsbeiträge. Ausnahmsweise kann bei Unternehmen ohne oder mit nur geringen Arbeitslöhnen eine Zerlegung nach anderen Maßstäben (z. B. Anlagevermögen, Umsatz) erfolgen (§ 29 Abs. 2 GewStG).

Das Finanzamt stellt den einheitlichen Gewerbesteuermessbetrag fest und leitet das Zerlegungsverfahren ein. Die beteiligten Gemeinden erhalten einen Zerlegungsbescheid, gegen den gesondert Einspruch eingelegt werden kann.

Beispiel: Zerlegung zwischen Stuttgart und Ludwigsburg

Standort Arbeitslöhne Zerlegungsanteil Hebesatz Gewerbesteuer
Stuttgart (Hauptsitz) 300.000 € 60 % 420 % 8.820 € (60 % von 14.700 €)
Ludwigsburg (Filiale) 200.000 € 40 % 390 % 5.460 € (40 % von 14.700 € × 390/420)
Gesamt 500.000 € 100 % 14.280 €

Annahme: Gewerbeertrag 100.000 €, Steuermessbetrag 3.500 €. Stuttgart erhält 60 % × 3.500 € = 2.100 € × 4,2 = 8.820 €. Ludwigsburg erhält 40 % × 3.500 € = 1.400 € × 3,9 = 5.460 €. Durch den niedrigeren Hebesatz in Ludwigsburg sinkt die Gesamtbelastung leicht.

Gestaltungshinweis

Bei der Standortplanung neuer Betriebsstätten lohnt sich ein Blick auf die kommunalen Hebesätze. In der Region Stuttgart variieren die Hebesätze erheblich: Während Stuttgart 420 % erhebt, liegen kleinere Gemeinden teilweise bei 300–350 %. Eine strategische Ansiedlung kann die Gewerbesteuer spürbar senken.

Steuerberater für Gewerbesteuer und Jahresabschluss in Stuttgart

Die Gewerbesteuer ist eng mit dem Jahresabschluss und der Körperschaftsteuererklärung verzahnt. Eine fehlerhafte Gewinnermittlung, fehlende Hinzurechnungen oder versäumte Kürzungen führen zu überhöhten Steuerzahlungen oder Nachforderungen. Für GmbH-Geschäftsführer ist es daher sinnvoll, die Erstellung der Gewerbesteuererklärung einem fachkundigen Steuerberater zu übertragen.

Leistungen eines Steuerberaters im Bereich Gewerbesteuer

  • Erstellung der Gewerbesteuererklärung: Einschließlich aller Anlagen, Hinzurechnungen, Kürzungen und Verlustvorträge.
  • Optimierung der Steuerlast: Prüfung von Gestaltungsmöglichkeiten (Finanzierungsstrukturen, Organschaft, Betriebsstättenplanung).
  • Jahresabschluss nach HGB: Erstellung der Handelsbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, ggf. Lagebericht – Grundlage für die Gewerbesteuererklärung.
  • E-Bilanz: Übermittlung der elektronischen Bilanz gemäß § 5b EStG an das Finanzamt.
  • Vertretung gegenüber Finanzamt und Stadt: Einsprüche, Erörterungen, Betriebsprüfungen.
  • Planung und Vorauszahlungen: Berechnung der vierteljährlichen Gewerbesteuer-Vorauszahlungen und Integration in die Liquiditätsplanung.

OnlineBilanz: Digitaler Steuerberater mit Festpreis und Standort Stuttgart

Wer als GmbH-Geschäftsführer in Stuttgart einen Steuerberater für den Jahresabschluss und die Gewerbesteuererklärung sucht, steht oft vor langen Wartezeiten, unklaren Honoraren und aufwändiger Kommunikation. OnlineBilanz bietet hier eine moderne Alternative: Jahresabschluss, Körperschaftsteuererklärung und Gewerbesteuererklärung aus einer Hand – digital koordiniert, rechtlich durch zugelassene Steuerberater erstellt und unterzeichnet, zu transparenten Festpreisen.

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Die Kosten für Jahresabschluss und Steuererklärungen sind von Anfang an klar. Keine versteckten Gebühren, keine stundenweise Abrechnung nach StBVV.

Digitale Zusammenarbeit

Belege hochladen, Rückfragen klären, Entwurf prüfen – alles online. Keine Papierordner, keine Bürotermine, keine Wartezeiten.

Servet Gündogan ist als Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart Ihr erster Ansprechpartner vor Ort. Er koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Ihnen als Mandant und unserem Steuerberater-Team, das den Jahresabschluss erstellt, prüft und rechtsverbindlich unterzeichnet. So verbinden wir die Nähe eines lokalen Ansprechpartners mit der Effizienz einer digitalen Plattform.

„Viele Stuttgarter GmbHs schätzen, dass sie bei uns nicht wochenlang auf einen Termin warten müssen. Die Unterlagen werden digital eingereicht, unser Steuerberater-Team bearbeitet den Fall und ich stehe für alle organisatorischen Fragen zur Verfügung. Der Jahresabschluss ist meist innerhalb weniger Wochen fertig.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praxis-Tipp

OnlineBilanz erstellt neben dem Jahresabschluss auch die Gewerbesteuererklärung, die Körperschaftsteuererklärung und übernimmt auf Wunsch die Offenlegung beim Unternehmensregister. So haben Sie alle Pflichten aus einer Hand – fristgerecht und rechtssicher.

Häufig gestellte Fragen

Wer muss in Stuttgart Gewerbesteuer zahlen?

Jedes gewerbliche Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Stuttgart unterliegt der Gewerbesteuerpflicht nach § 2 GewStG. Dazu zählen Kapitalgesellschaften wie GmbHs und UGs sowie Personengesellschaften (OHG, KG), soweit sie einen Gewerbeertrag über dem Freibetrag erzielen. Freiberufler nach § 18 EStG (Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater) sind nicht gewerbesteuerpflichtig.

Wie hoch ist der Gewerbesteuerfreibetrag für Einzelunternehmer und Personengesellschaften?

Einzelunternehmer und Personengesellschaften (z. B. GbR, OHG, KG) haben einen Freibetrag von 24.500 Euro gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG. Nur der den Freibetrag übersteigende Gewerbeertrag wird mit der Steuermesszahl und dem Hebesatz belastet. Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) haben keinen Freibetrag und zahlen ab dem ersten Euro Gewerbeertrag.

Kann die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer angerechnet werden?

Ja, natürliche Personen (Einzelunternehmer, Mitunternehmer einer Personengesellschaft) können die Gewerbesteuer nach § 35 EStG auf die Einkommensteuer anrechnen lassen. Die Anrechnung ist auf das 4-fache der Gewerbesteuermesszahl begrenzt und erfolgt automatisch im Einkommensteuerbescheid. Bei einem Hebesatz von 420 % wird die Gewerbesteuer faktisch vollständig oder teilweise ausgeglichen.

Was passiert, wenn die Gewerbesteuererklärung zu spät abgegeben wird?

Bei verspäteter Abgabe kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag nach § 152 AO festsetzen. Dieser beträgt mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat, bei steuerberatend Vertretenen 0,25 % der festgesetzten Steuer (mindestens 25 Euro, höchstens 25.000 Euro). Zusätzlich ist ein Zuschlag zur Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer nach § 152 Abs. 13 AO möglich. Eine rechtzeitige Fristverlängerung sollte beantragt werden.

Wie wird die Gewerbesteuer bei mehreren Betriebsstätten in verschiedenen Gemeinden aufgeteilt?

Unterhält ein Unternehmen Betriebsstätten in mehreren Gemeinden, wird der einheitliche Gewerbesteuermessbetrag nach § 29 GewStG im Zerlegungsverfahren aufgeteilt. Maßstab ist die Lohnsumme der jeweiligen Betriebsstätte. Jede Gemeinde erhebt dann auf ihren Anteil den eigenen Hebesatz. Das Finanzamt erlässt einen Zerlegungsbescheid, der die Aufteilung verbindlich festlegt.

Muss eine neu gegründete GmbH in Stuttgart sofort Gewerbesteuer zahlen?

Eine neu gegründete GmbH ist ab Gründung gewerbesteuerpflichtig, muss jedoch erst dann Gewerbesteuer zahlen, wenn ein positiver Gewerbeertrag erzielt wird. In Gründungsjahren entstehen oft Verluste, die als Fehlbetrag nach § 10a GewStG vortragsfähig sind. Vierteljährliche Vorauszahlungen werden erst festgesetzt, sobald ein Gewerbeertrag zu erwarten ist. Die erste Gewerbesteuererklärung ist für das Wirtschaftsjahr der Gründung zusammen mit der Körperschaftsteuererklärung abzugeben.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV), Abgabenordnung (AO), Einkommensteuergesetz (EStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Jahresabschlüsse, die seit Jahren beim Finanzamt fehlen. Honorare, die kommen – ohne dass man weiß, wofür. Rückfragen, die im Nichts verschwinden. Fristen, die niemand im Blick hat. Irgendwann reicht es.

Die Antwort auf all das ist denkbar einfach: Unternehmer und Steuerberater arbeiten in einem gemeinsamen Portal zusammen – transparent, in Echtzeit und zu einem festen Preis. Belege hochladen, kommunizieren, Jahresabschlüsse erstellen, Steuererklärungen einreichen.

Alles an einem Ort, ohne Umwege, ohne Wartezeit. Künstliche Intelligenz übernimmt die Routine – damit der Steuerberater das tun kann, wofür er wirklich da ist: beraten, prüfen, verantworten.

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Lernen Sie uns unverbindlich kennen. Im kurzen Kennenlerngespräch klären wir Ihre Situation und Sie erfahren, was Ihr Jahresabschluss bei uns kostet – zum Festpreis, ohne Kleingedrucktes.

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    Ihre SituationRechtsform, Geschäftsjahr, Stand der Buchhaltung – wir hören zu.
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Verpasste Fristen, unbeantwortete Fragen, unklare Rechnungen – das kennen viele. Bei OnlineBilanz ist das anders. Ihr Steuerberater behält den Überblick, hält Fristen ein und meldet sich, bevor Probleme entstehen.

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Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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