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Stammkapital25.000 €
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Datum

Lesedauer

10–15 Minuten


OnlineBilanzBlogGastronomie Buchhaltung

Gastronomie Buchhaltung 2026: Pflichten, Kassensystem & Tipps

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Gastronomie Buchhaltung stellt besondere Anforderungen: Tägliche Bargeschäfte, zwei Umsatzsteuersätze und strenge Kassenpflichten erfordern sorgfältige Organisation. Die Besonderheiten der Buchhaltung in der Gastronomie betreffen vor allem Restaurants, Cafés und Imbisse, die ihre buchhalterischen Pflichten kennen müssen. Viele Gastronomen stehen vor der Frage, ob sie die Buchhaltung selber machen können oder einen Steuerberater beauftragen sollten. Dieser Artikel erklärt, wie Sie Fehler bei Kassenführung und Jahresabschluss vermeiden – von der laufenden Buchung bis zur Aufbewahrung des Jahresabschlusses.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

In der Gastronomie gelten besondere Buchhaltungspflichten: Kapitalgesellschaften müssen immer doppelte Buchführung führen, Einzelunternehmen über den Grenzwerten ebenfalls. Die Kassenführung muss täglich lückenlos dokumentiert werden, seit 2020 ist eine zertifizierte Registrierkasse mit TSE Pflicht. Zwei Umsatzsteuersätze (7 % und 19 %) müssen korrekt getrennt werden.

Was macht die Gastronomie Buchhaltung besonders?

Die Buchhaltung in der Gastronomie unterscheidet sich deutlich von anderen Branchen. Täglich fallen hunderte kleine Bargeschäfte an, die lückenlos dokumentiert werden müssen. Eine strukturierte Abrechnung in der Gastronomie mit klaren täglichen, monatlichen und jährlichen Routinen ist dabei unverzichtbar. Das Finanzamt betrachtet die Gastronomie als besonders prüfungsrelevante Branche.

Der Grund liegt auf der Hand: Hoher Bargeldanteil, schwankende Wareneinsätze und häufig wechselndes Personal erhöhen das Risiko für Unregelmäßigkeiten. Deshalb prüft das Finanzamt Gastronomiebetriebe deutlich häufiger als Unternehmen anderer Branchen.

70-80%

Bargeschäfte im Durchschnitt

2

Umsatzsteuersätze

Täglich

Kassenpflicht

Wer die buchhalterischen Anforderungen nicht erfüllt, riskiert empfindliche Konsequenzen. Das Finanzamt kann Umsätze hinzuschätzen, wenn die Kassenführung Lücken aufweist. Zusätzlich drohen Bußgelder nach § 379 AO bei Ordnungswidrigkeiten.

Hinweis

Die häufigsten Besonderheiten in der Gastronomie: Hoher Bargeldanteil, getrennte Erfassung von Speisen (7 % USt) und Getränken (19 % USt), tägliche Kassenabrechnung, hoher Wareneinsatz mit verderblichen Waren, Trinkgeldregelungen und häufig wechselndes Personal.

Buchführungspflicht nach Rechtsform – Was gilt für Ihren Betrieb?

Die Buchführungspflicht in der Gastronomie richtet sich nach der Rechtsform und der Betriebsgröße. Nicht jeder Gastronomiebetrieb muss automatisch doppelte Buchführung führen.

Nach § 238 HGB sind alle Kaufleute zur ordnungsgemäßen Buchführung verpflichtet. Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG gelten immer als Kaufmann im Sinne des HGB und müssen daher ausnahmslos doppelte Buchführung führen.

Unternehmensform Buchführungspflicht Jahresabschluss
GmbH, UG, AG Immer doppelte Buchführung Bilanz + GuV, Offenlegung
Einzelunternehmen über Grenzwerten* Doppelte Buchführung Bilanz + GuV
Einzelunternehmen unter Grenzwerten EÜR möglich EÜR
GbR, OHG, KG Je nach Größe Abhängig von Größe

*Grenzwerte nach § 241a HGB: Umsatz über 800.000 Euro oder Gewinn über 80.000 Euro im Jahr. Werden beide Werte an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen überschritten, entsteht die Buchführungspflicht.

Achtung

Auch wenn keine gesetzliche Buchführungspflicht besteht, kann das Finanzamt bei Gastronomiebetrieben die Führung eines Wareneingangsbuches oder einer Kassenbuchführung verlangen. Die bloße EÜR reicht in der Praxis oft nicht aus.

Die rechtlichen Grundlagen finden Sie in §§ 238 ff. HGB sowie in §§ 140 ff. AO. Bei Unsicherheiten zur eigenen Buchführungspflicht sollten Sie einen Steuerberater oder die zuständige IHK konsultieren.

Kassenführung & Registrierkasse – Das Herzstück der Gastronomie

Die Kassenführung ist der sensibelste Bereich der Gastronomie Buchhaltung. Das Finanzamt prüft sie bei Betriebsprüfungen besonders intensiv. Fehler oder Lücken führen regelmäßig zu Hinzuschätzungen.

Nach § 146 AO müssen alle Geschäftsvorfälle einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet aufgezeichnet werden. In der Gastronomie bedeutet das: Jede Einnahme muss am Tag des Zuflusses erfasst werden.

Pflicht zur zertifizierten Registrierkasse seit 2020

Seit dem 1. Januar 2020 gilt die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV). Elektronische Kassensysteme müssen seitdem mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Diese verhindert nachträgliche Manipulationen.

  • TSE (technische Sicherheitseinrichtung) in der Kasse integriert
  • Tägliche Kassenberichte (Z-Bons) erstellen und archivieren
  • Kassensturz mindestens einmal wöchentlich durchführen
  • Alle Bareinnahmen und -ausgaben lückenlos dokumentieren
  • Privatentnahmen gesondert erfassen
  • Kassenbuch oder digitale Kassenführung ohne Lücken
  • Aufbewahrungsfrist: 10 Jahre gemäß § 147 AO

Offene Ladenkassen sind grundsätzlich noch erlaubt, wenn täglich ein Kassenbericht mit Einzelaufzeichnung erstellt wird. In der Praxis ist das bei hohem Geschäftsaufkommen jedoch kaum umsetzbar. Das Finanzamt erkennt solche Systeme oft nicht an.

„Bei Betriebsprüfungen in der Gastronomie achten Prüfer besonders auf die Kassennachschau nach § 146b AO. Diese kann ohne Vorankündigung erfolgen. Wer seine Kasse nicht ordnungsgemäß führt, riskiert Hinzuschätzungen und Bußgelder bis zu 25.000 Euro.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Trinkgelder richtig verbuchen

Trinkgelder gehören nicht zum steuerpflichtigen Umsatz des Betriebs, wenn sie direkt an das Personal gehen. Sie müssen jedoch dokumentiert werden, um bei Betriebsprüfungen nachweisen zu können, dass diese Beträge nicht zum Betriebsumsatz gehören.

Umsatzsteuer in der Gastronomie – 7 % oder 19 %?

Die korrekte Trennung der Umsatzsteuer ist eine der häufigsten Fehlerquellen in der Gastronomie. Es gelten zwei verschiedene Steuersätze je nach Art der Leistung.

Nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG gilt für Speisen der ermäßigte Steuersatz von 7 %. Für Getränke gilt grundsätzlich der Regelsteuersatz von 19 %. Ausnahmen gibt es nur bei bestimmten Grundnahrungsmitteln wie Milch oder Wasser.

7 % Umsatzsteuer

  • Alle zubereiteten Speisen
  • Take-away-Gerichte
  • Außer-Haus-Verkauf von Speisen
  • Essen zum Mitnehmen
  • Lieferdienst (nur Speisen)

19 % Umsatzsteuer

  • Alle Getränke (außer Milch)
  • Alkoholische Getränke
  • Kaffee, Tee, Säfte, Softdrinks
  • Wasser (außer in Flaschen als Lebensmittel)
  • Komplette Catering-Dienstleistungen mit Service

Besonders wichtig: Der Steuersatz richtet sich nach der Art der Leistung, nicht nach dem Ort des Verzehrs. Auch Speisen zum Mitnehmen unterliegen dem ermäßigten Steuersatz von 7 %.

Hinweis

Bei Menüs oder Angeboten mit Speisen und Getränken muss die Umsatzsteuer getrennt ausgewiesen werden. Moderne Kassensysteme können diese Trennung automatisch vornehmen. Achten Sie bei der Kassenprogrammierung darauf, dass jeder Artikel dem richtigen Steuersatz zugeordnet ist.

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung muss je nach Umsatzhöhe monatlich oder quartalsweise elektronisch ans Finanzamt übermittelt werden. Die Frist beträgt grundsätzlich bis zum 10. des Folgemonats (§ 18 UStG).

Wareneinsatz & Inventur – Kontrolle der Wirtschaftlichkeit

Der Wareneinsatz ist in der Gastronomie einer der größten Kostenfaktoren. Er liegt typischerweise zwischen 25 % und 35 % des Umsatzes. Eine regelmäßige Kontrolle ist daher unerlässlich.

Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel: Wareneinsatz = Anfangsbestand + Wareneinkauf – Endbestand. Der Endbestand wird durch die Inventur ermittelt.

Inventurpflicht am Jahresende

Nach § 240 HGB müssen buchführungspflichtige Unternehmen zu Beginn und am Schluss eines Geschäftsjahres eine Inventur durchführen. Dabei werden alle Vermögensgegenstände und Schulden genau erfasst und bewertet.

In der Gastronomie betrifft das vor allem Lebensmittel, Getränke, Verbrauchsmaterialien und Waren im Lager. Die Inventur muss körperlich erfolgen – das bedeutet: Zählen, Wiegen, Messen der tatsächlich vorhandenen Waren.

Achtung

Verderbliche Waren müssen besonders sorgfältig bewertet werden. Nach § 253 HGB gilt das strenge Niederstwertprinzip: Waren dürfen höchstens mit den Anschaffungskosten angesetzt werden. Ist der Marktwert niedriger, muss dieser angesetzt werden.

Wareneinsatzquote als Kennzahl

Die Wareneinsatzquote zeigt, wie wirtschaftlich Ihr Betrieb arbeitet. Sie wird berechnet als: (Wareneinsatz / Umsatz) × 100. Eine Quote über 40 % deutet auf Probleme hin – etwa durch Schwund, Diebstahl oder zu hohe Einkaufspreise.

25-35%

Ideale Wareneinsatzquote

1x

Inventur pro Jahr (Minimum)

10 Jahre

Aufbewahrungspflicht

Jahresabschluss & Offenlegung für Gastronomiebetriebe

Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) und größere Personengesellschaften müssen jährlich einen Jahresabschluss erstellen. Dieser besteht aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) nach §§ 242, 264 HGB.

Für GmbHs gelten zusätzlich Feststellungs- und Offenlegungsfristen. Der Jahresabschluss muss innerhalb bestimmter Fristen erstellt und beim Unternehmensregister eingereicht werden.

Fristen für den Jahresabschluss 2026

Bei einem Bilanzstichtag zum 31.12.2025 gelten für das Jahr 2026 folgende Fristen nach § 42a GmbHG und § 325 HGB:

Größenklasse Feststellungsfrist Offenlegungsfrist
Kleinstgesellschaft Bis 30.11.2026 Bis 31.12.2026
Kleine GmbH Bis 30.11.2026 Bis 31.12.2026
Mittelgroße GmbH Bis 31.08.2026 Bis 31.12.2026
Große GmbH Bis 31.08.2026 Bis 31.12.2026

Die Größenklassen richten sich nach § 267 HGB. Maßgeblich sind Bilanzsumme, Umsatzerlöse und Mitarbeiterzahl. Die meisten Gastronomiebetriebe fallen unter die Kategorien Kleinst- oder kleine Kapitalgesellschaft.

Offenlegung beim Unternehmensregister

Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister. Eine Veröffentlichung beim Bundesanzeiger ist nicht mehr vorgesehen.

Wer die Offenlegungsfrist versäumt, riskiert ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB in Höhe von mindestens 500 Euro bis maximal 25.000 Euro. Das Bundesamt für Justiz verhängt diese Bußgelder konsequent.

„Viele Gastronomiebetriebe unterschätzen die Offenlegungspflicht. Dabei drohen nicht nur Ordnungsgelder, sondern auch Reputationsschäden. Eine fristgerechte Offenlegung gehört zur ordnungsgemäßen Unternehmensführung und schafft Vertrauen bei Banken und Geschäftspartnern.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Typische Fehler in der Gastronomie Buchhaltung vermeiden

Bei Betriebsprüfungen in der Gastronomie fallen immer wieder dieselben Fehler auf. Wer diese kennt, kann sie gezielt vermeiden und das Risiko von Hinzuschätzungen minimieren.

Die häufigsten Buchführungsfehler

  • Lücken im Kassenbuch: Fehlende Tageseinnahmen oder nicht plausible Kassenbestände führen zu Schätzungen durch das Finanzamt.
  • Falsche Umsatzsteuersätze: Getränke werden mit 7 % statt 19 % verbucht – ein klassischer Fehler bei manueller Erfassung.
  • Privatentnahmen nicht dokumentiert: Wenn der Inhaber Waren privat entnimmt, muss dies als Entnahme gebucht werden.
  • Keine TSE-Zertifizierung: Elektronische Kassen ohne technische Sicherheitseinrichtung sind seit 2020 nicht mehr zulässig.
  • Fehlende Z-Bons: Tägliche Kassenberichte müssen vollständig archiviert werden – digital und unveränderbar.
  • Inventur nicht durchgeführt: Ohne körperliche Bestandsaufnahme ist der Wareneinsatz nicht nachvollziehbar.

Hinzuschätzungen vermeiden

Wenn die Kassenführung Mängel aufweist, darf das Finanzamt Umsätze hinzuschätzen (§ 162 AO). Dabei kommen häufig Richtsatzmethoden oder Kalkulationsverfahren zum Einsatz, die zu deutlich höheren Steuerlasten führen.

Achtung

Besonders kritisch: Die Kassennachschau nach § 146b AO kann ohne Vorankündigung während der Geschäftszeiten erfolgen. Prüfer dürfen Kassendaten direkt auslesen und Belege einsehen. Wer hier nicht vorbereitet ist, gerät schnell in Erklärungsnot.

Dokumentieren Sie deshalb alle Geschäftsvorfälle lückenlos, führen Sie regelmäßige Kassenstürze durch und bewahren Sie alle Belege vollständig auf. Die Aufbewahrungsfrist beträgt 10 Jahre gemäß § 147 Abs. 3 AO.

Software & Digitalisierung – Effiziente Buchhaltung in der Gastronomie

Moderne Kassensysteme und Buchhaltungssoftware können die tägliche Arbeit erheblich erleichtern. Sie sorgen für automatische Trennung der Umsatzsteuersätze, digitale Kassenberichte und rechtssichere Archivierung.

Wichtig ist, dass die Software den Anforderungen der GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) entspricht. Diese regeln die digitale Buchführung verbindlich.

Anforderungen an Kassensysteme

  • Zertifizierte TSE (technische Sicherheitseinrichtung) integriert
  • Manipulationssichere Speicherung aller Kassenvorgänge
  • Automatische Trennung nach Umsatzsteuersätzen (7 % / 19 %)
  • Export-Schnittstelle für Betriebsprüfungen (DFKA-Taxonomie)
  • Tägliche Z-Bon-Erstellung mit automatischer Archivierung
  • GoBD-konform: Nachvollziehbarkeit, Unveränderbarkeit, Vollständigkeit

Beliebte Kassensysteme in der Gastronomie sind etwa Gastrofix, Orderbird, Lightspeed oder Ready2Order. Alle bieten TSE-Integration und DATEV-Schnittstellen für den Export an den Steuerberater.

Schnittstellen zur Buchhaltung

Idealerweise ist Ihre Kasse direkt mit der Buchhaltungssoftware verbunden. Tageseinnahmen, Wareneinkäufe und Ausgaben werden dann automatisch verbucht. Das spart Zeit und reduziert Fehlerquellen erheblich.

Für die Erstellung des Jahresabschlusses bei Kapitalgesellschaften eignen sich spezialisierte Tools wie OnlineBilanz. Diese führen Sie Schritt für Schritt durch Bilanz und GuV und erstellen die Offenlegungsunterlagen automatisch für das Unternehmensregister.

Hinweis

Die Digitalisierung der Gastronomie Buchhaltung ist kein Luxus mehr, sondern Notwendigkeit. Wer auf manuelle Kassenführung setzt, riskiert nicht nur Zeitverlust, sondern auch rechtliche Probleme bei Betriebsprüfungen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Buchführungspflicht gilt für mein Restaurant?

Die Buchführungspflicht hängt von Ihrer Rechtsform ab. Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) müssen immer doppelte Buchführung führen. Einzelunternehmen sind buchführungspflichtig, wenn Umsatz über 800.000 Euro oder Gewinn über 80.000 Euro liegt (§ 241a HGB). Kleinere Einzelunternehmen können eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) erstellen, müssen aber dennoch eine ordnungsgemäße Kassenführung gewährleisten.

Brauche ich als Gastronom eine Registrierkasse mit TSE?

Ja, wenn Sie ein elektronisches Kassensystem verwenden. Seit dem 1. Januar 2020 müssen alle elektronischen Kassensysteme in der Gastronomie mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Diese verhindert nachträgliche Manipulationen und ist bei Betriebsprüfungen verpflichtend. Offene Ladenkassen sind nur noch bei lückenloser täglicher Einzelaufzeichnung zulässig, was in der Praxis kaum umsetzbar ist.

Wie trenne ich Umsatzsteuer bei Speisen und Getränken?

Speisen unterliegen dem ermäßigten Steuersatz von 7 % nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG, Getränke dagegen dem Regelsteuersatz von 19 %. Diese Trennung muss bereits im Kassensystem hinterlegt sein. Jeder Artikel muss dem korrekten Steuersatz zugeordnet werden. Bei Menüs oder Kombiangeboten muss die Kasse automatisch die Bestandteile trennen und separat versteuern.

Welche Fristen gelten für den Jahresabschluss meiner Gastronomie-GmbH 2026?

Bei einem Bilanzstichtag zum 31.12.2025 muss der Jahresabschluss bei kleinen GmbHs bis zum 30.11.2026 festgestellt werden (§ 42a GmbHG). Die Offenlegung beim Unternehmensregister muss bis zum 31.12.2026 erfolgen (§ 325 HGB). Bei Versäumnis droht ein Ordnungsgeld von 500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB. Die Offenlegung erfolgt seit August 2022 ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Abgabenordnung (AO), Umsatzsteuergesetz (UStG), Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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