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Fabian Klement
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Datum

Lesedauer

12–17 Minuten

OnlineBilanzBlogFriseur Gewerbesteuer

Friseur Gewerbesteuer 2026: Pflicht & Berechnung

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Gewerbesteuer ist für viele Friseurbetriebe eine relevante Steuerart – insbesondere bei der Rechtsform GmbH oder bei hohen Gewinnen. Doch welche Freibeträge gelten, wie wird die Steuerlast berechnet und welche Gestaltungsmöglichkeiten bieten sich? Dieser Beitrag erläutert die gewerbesteuerlichen Pflichten für Friseure im Jahr 2026 und zeigt, wie Jahresabschluss und Gewerbesteuererklärung zusammenhängen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Friseurbetriebe sind grundsätzlich gewerbesteuerpflichtig, profitieren aber als Einzelunternehmen oder Personengesellschaft vom Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro. Kapitalgesellschaften wie die Friseur-GmbH zahlen Gewerbesteuer ab dem ersten Euro Gewinn. Die Höhe richtet sich nach dem Gewerbeertrag, der Steuermesszahl (3,5 %) und dem kommunalen Hebesatz.

Muss ein Friseur Gewerbesteuer zahlen?

Friseure unterliegen grundsätzlich der Gewerbesteuer nach § 2 Abs. 1 GewStG, sofern sie einen stehenden Gewerbebetrieb unterhalten. Ausschlaggebend ist die Rechtsform und die Art der Tätigkeit. Während ein Einzelunternehmen oder eine Personengesellschaft von einem Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro profitiert, zahlt eine Friseur-GmbH bereits ab dem ersten Euro Gewinn Gewerbesteuer.

Rechtsform und Gewerbesteuerpflicht

  • Einzelunternehmen und Personengesellschaften (GbR, KG): Freibetrag von 24.500 Euro nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG — erst bei einem Gewerbeertrag darüber hinaus wird Gewerbesteuer fällig.
  • GmbH und UG (haftungsbeschränkt): Kein Freibetrag; volle Gewerbesteuerpflicht bereits ab dem ersten Euro Gewinn.
  • Hebesatz: Die tatsächliche Steuerlast hängt vom kommunalen Hebesatz ab, der je nach Gemeinde zwischen circa 200 % und 900 % variiert.

Praxishinweis: Freibetrag für Personengesellschaften

Für Einzelunternehmer und Personengesellschaften im Friseurhandwerk ist der Freibetrag von 24.500 Euro oft so gewählt, dass kleinere Salons mit geringen Gewinnen keine Gewerbesteuer zahlen. GmbH-Gesellschafter sollten bei der Gründungsberatung die steuerliche Mehrbelastung einkalkulieren.

Wie wird die Gewerbesteuer für Friseurbetriebe berechnet?

Die Berechnung der Gewerbesteuer erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird der steuerliche Gewinn (Einkommen aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG bzw. zu versteuerndes Einkommen der Kapitalgesellschaft) als Ausgangsbasis herangezogen. Hinzurechnungen und Kürzungen nach §§ 8 und 9 GewStG führen zum Gewerbeertrag, auf den dann die Steuermesszahl und der kommunale Hebesatz angewendet werden.

Berechnungsschema im Überblick

  1. Gewinn nach Handelsrecht oder Steuerbilanz: Ausgangspunkt ist der Gewinn nach EStG (bei Einzelunternehmen/Personengesellschaften) oder der zu versteuernde Gewinn nach KStG (bei GmbH).
  2. Hinzurechnungen (§ 8 GewStG): Zum Beispiel anteilige Finanzierungsaufwendungen (Zinsen ab 200.000 Euro), Miet- und Pachtzinsen für bewegliche Wirtschaftsgüter (zu 25 %), Lizenzgebühren.
  3. Kürzungen (§ 9 GewStG): Etwa der Freibetrag bei Personengesellschaften (24.500 Euro), Hinzurechnung von Gewinnausschüttungen bei Beteiligungen, etc.
  4. Gewerbeertrag: Nach Hinzurechnungen und Kürzungen ergibt sich der maßgebliche Gewerbeertrag.
  5. Steuermesszahl: 3,5 % nach § 11 Abs. 2 GewStG.
  6. Steuermessbetrag: Gewerbeertrag × 3,5 %.
  7. Gewerbesteuer: Steuermessbetrag × Hebesatz der Gemeinde (z. B. 400 % = Faktor 4).

„Gerade bei Friseur-GmbHs mit Mietobjekten sind die Hinzurechnungen für Mietzahlungen nach § 8 Nr. 1 GewStG häufig überraschend hoch. Wir empfehlen, bei der Jahresabschluss-Planung die gewerbesteuerlichen Effekte von Miete und Fremdkapitalzinsen genau durchzurechnen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Rechenschritt Beispiel Einzelunternehmen Beispiel GmbH
Gewinn vor Steuern 30.000 € 50.000 €
Hinzurechnungen (z. B. Miete 25 %) + 2.000 € + 3.000 €
Kürzungen / Freibetrag − 24.500 € − 0 €
Gewerbeertrag 7.500 € 53.000 €
Steuermesszahl 3,5 % 262,50 € 1.855,00 €
Hebesatz (z. B. 400 %) × 4 × 4
Gewerbesteuer 1.050 € 7.420 €

Welchen Einfluss hat der Hebesatz auf die Steuerlast?

Der Hebesatz ist die zentrale Stellschraube der Gemeinden zur Festlegung der Gewerbesteuer. Er wird von jeder Kommune individuell festgesetzt und kann erheblich variieren. Für Friseurbetriebe, insbesondere GmbHs mit mehreren Standorten, kann die Wahl des Geschäftssitzes steuerlich hochrelevant sein.

Hebesatz-Unterschiede in der Praxis

Niedrige Hebesätze (200–300 %)

  • Beispiel: Hebesatz 250 % → effektiver Steuersatz ca. 8,75 %
  • Vorteil für kleinere Friseurbetriebe mit knappen Margen

Hohe Hebesätze (400–900 %)

  • Beispiel: Hebesatz 490 % → effektiver Steuersatz ca. 17,15 %
  • Standortnachteil in Ballungsräumen

Achtung: Betriebsstättenprinzip bei mehreren Salons

Betreibt eine Friseur-GmbH mehrere Salons in verschiedenen Gemeinden, ist der Gewerbeertrag nach § 28 GewStG auf die jeweiligen Betriebsstätten zu zerlegen. Jede Gemeinde erhebt dann anteilig ihre eigene Gewerbesteuer mit ihrem jeweiligen Hebesatz. Das Zerlegungsverfahren muss im Jahresabschluss und in der Gewerbesteuererklärung sauber dokumentiert werden.

Welche gewerbesteuerlichen Besonderheiten gelten für Friseur-GmbHs?

Die Friseur-GmbH unterliegt als Kapitalgesellschaft einer uneingeschränkten Gewerbesteuerpflicht ohne Freibetrag. Hinzu kommen Besonderheiten bei der Geschäftsführervergütung, bei Gewinnausschüttungen und bei der Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer der Gesellschafter.

Geschäftsführergehalt und verdeckte Gewinnausschüttung

  • Angemessene Geschäftsführervergütung: Die Vergütung des Gesellschafter-Geschäftsführers muss dem Fremdvergleich standhalten. Eine zu hohe Vergütung kann als verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) umqualifiziert werden, was zu Nachzahlungen bei Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Kapitalertragsteuer führt.
  • Mindestgeschäftsführergehalt: Umgekehrt sollte die Vergütung nicht zu niedrig sein, um eine Sozialversicherungspflicht (Scheinselbstständigkeit) zu vermeiden.
  • Gewerbesteuerliche Auswirkungen: Das Geschäftsführergehalt ist Betriebsausgabe und mindert den Gewerbeertrag. Eine vGA hingegen wird dem Gewinn wieder hinzugerechnet.

Anrechnung der Gewerbesteuer (§ 35 EStG)

Bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen wird die Gewerbesteuer pauschal auf die Einkommensteuer angerechnet (§ 35 EStG). Das Anrechnungsverfahren gilt für GmbH-Gesellschafter nicht direkt, da die GmbH als juristische Person selbst steuerpflichtig ist. Gesellschafter einer Friseur-GmbH können die Gewerbesteuer nur indirekt steuerlich geltend machen, etwa über die Kapitalertragsteuer auf Ausschüttungen (Abgeltungsteuer 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag).

15,825 %

Körperschaftsteuer (15 % + 5,5 % SolZ)

~14–17 %

Gewerbesteuer (Hebesatz 400–490 %)

~30–33 %

Gesamtsteuerbelastung GmbH-Gewinn

Praxistipp: Optimale Vergütungsstruktur

Für Friseur-GmbHs empfiehlt sich eine ausgewogene Mischung aus angemessenem Geschäftsführergehalt (lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig) und moderater Gewinnausschüttung. So lässt sich die Gesamtsteuerbelastung optimieren, ohne steuerliche Risiken (vGA) einzugehen. Ein Steuerberater berechnet die optimale Struktur individuell.

Wie hängen Jahresabschluss und Gewerbesteuererklärung zusammen?

Die Gewerbesteuererklärung nach § 14a GewStG baut auf dem handelsrechtlichen und steuerlichen Jahresabschluss auf. Für GmbHs ist der nach § 242 HGB erstellte Jahresabschluss Grundlage der Körperschaftsteuererklärung und — nach Anpassungen — auch der Gewerbesteuererklärung. Ohne einen korrekten, fristgerecht erstellten Jahresabschluss kann die Gewerbesteuererklärung nicht abgegeben werden.

Ablauf und Fristen

  • Jahresabschluss aufstellen (Bilanz, GuV, Anhang) — Frist bei GmbH: 11 Monate (kleine GmbH) bzw. 8 Monate (mittelgroße/große GmbH) nach § 42a GmbHG
  • Feststellung des Jahresabschlusses durch Gesellschafterversammlung
  • Steuerliche Überleitungsrechnung: Handelsbilanzgewinn → zu versteuerndes Einkommen (KSt-Erklärung)
  • Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen (§§ 8, 9 GewStG) → Gewerbeertrag
  • Gewerbesteuererklärung erstellen (Formular GewSt 1 A, bei mehreren Betriebsstätten: Zerlegungserklärung)
  • Abgabefrist Steuererklärungen: 31.07. des Folgejahres (ohne StB-Vertretung) bzw. Ende Februar des übernächsten Jahres (mit StB-Mandat nach § 149 Abs. 3 AO)

Für Friseur-GmbHs mit Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet das: Jahresabschluss bis spätestens November 2026 (kleine GmbH) oder August 2026 (mittelgroße GmbH) feststellen; Gewerbesteuererklärung bei Steuerberater-Mandat bis Ende Februar 2027 einreichen.

„Viele Mandanten unterschätzen, wie eng Jahresabschluss und Steuererklärungen verzahnt sind. Wer seinen Jahresabschluss rechtzeitig und sauber erstellt, spart später Zeit und Nerven bei der Gewerbesteuer. OnlineBilanz koordiniert beides — Jahresabschluss durch zugelassene Steuerberater plus alle Steuererklärungen — digital und zum Festpreis.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche Gestaltungsmöglichkeiten zur Senkung der Gewerbesteuer gibt es?

Auch wenn die Gewerbesteuer als Objektsteuer zwingend ist, existieren legale Gestaltungsspielräume, um die Steuerlast zu optimieren. Besonders für Friseur-GmbHs lohnt sich eine vorausschauende Planung in Abstimmung mit dem Steuerberater.

Rechtsformwahl und Freibetrag nutzen

  • Einzelunternehmen oder GbR: Bei geringen Gewinnen kann der Freibetrag von 24.500 Euro die Gewerbesteuer komplett vermeiden. Für kleinere Salons mit einem oder zwei Mitarbeitern oft vorteilhaft.
  • Umwandlung GmbH in GmbH & Co. KG: Die Kommanditgesellschaft profitiert vom Freibetrag, während die Haftung durch die Komplementär-GmbH beschränkt bleibt. Achtung: Umwandlung ist komplex und erfordert Notarvertrag sowie steuerliche Beratung.

Miet- und Pachtverhältnisse optimieren

Nach § 8 Nr. 1 GewStG werden 25 % der Miet- und Pachtzinsen für bewegliche Wirtschaftsgüter (z. B. Friseurstuhl-Leasing, IT-Equipment) sowie 50 % der Mieten für Immobilien als Hinzurechnung dem Gewerbeertrag hinzugefügt, soweit die Summe insgesamt 200.000 Euro pro Jahr übersteigt. Strategien zur Minderung:

  • Kauf statt Miete: Bei hohen Mietzahlungen kann der Erwerb von Immobilien oder Einrichtung steuerlich günstiger sein (AfA statt Miete mit Hinzurechnung).
  • Leasingverträge prüfen: Operative Leasing-Verträge lösen Hinzurechnungen aus; Finanzierungsleasing kann anders behandelt werden.
  • Gesellschafter-Darlehen statt Fremdkapital: Zinsen auf Gesellschafter-Darlehen unterliegen den Hinzurechnungsregeln des § 8 Nr. 1 GewStG (25 % der Zinsen über 200.000 Euro Freibetrag). Eigenkapitalzuführung kann hier vorteilhafter sein.

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen

Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG mindert zunächst den steuerlichen Gewinn, reduziert also auch den Gewerbeertrag. Bei geplanten Investitionen (z. B. neue Saloneinrichtung, Umbau) sollte der IAB in der Steuerplanung berücksichtigt werden.

Mehrere Standorte und Zerlegung geschickt nutzen

Bei mehreren Salons in verschiedenen Gemeinden wird der Gewerbeertrag nach § 28 GewStG auf die Betriebsstätten aufgeteilt. Durch gezielte Standortwahl in Gemeinden mit niedrigem Hebesatz lässt sich die Gesamtsteuerbelastung senken. Beispiel: Hauptsitz in einer Gemeinde mit Hebesatz 250 %, Zweitsalon in einer Stadt mit Hebesatz 450 % — durch Verlagerung von Funktionen (z. B. Verwaltung, Lager) zum günstigeren Standort kann der Zerlegungsanteil verschoben werden.

Gestaltungsgrenzen beachten

Alle Optimierungsmaßnahmen müssen wirtschaftlich begründet sein und dürfen nicht gegen die Regeln zur Gestaltungsmissbrauch (§ 42 AO) verstoßen. Reine „Briefkastenfirmen“ ohne echte Betriebsstätte werden vom Finanzamt nicht anerkannt. Lassen Sie Gestaltungen vorab durch einen Steuerberater prüfen.

Rechtsformwahl

Einzelunternehmen oder GbR: Freibetrag 24.500 €. GmbH: Kein Freibetrag, aber Haftungsbeschränkung.

Miete vs. Kauf

Hohe Mietzahlungen lösen Hinzurechnungen aus (§ 8 GewStG). Kauf oder Finanzierung kann steuerlich günstiger sein.

Standortwahl

Bei mehreren Salons: Hebesätze vergleichen und Zerlegung optimieren (§ 28 GewStG).

Umsatzsteuer und Vorsteuer: Was müssen Friseure bei der Gewerbesteuer beachten?

Auch wenn Umsatzsteuer und Gewerbesteuer zwei getrennte Steuerarten sind, beeinflussen sie die Liquidität und Rentabilität von Friseurbetrieben gleichermaßen. Friseurleistungen unterliegen nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG dem ermäßigten Steuersatz von 7 % (Stand 2026). Für die Gewerbesteuer ist die Umsatzsteuer als durchlaufender Posten nicht relevant, wohl aber die korrekte Gewinnermittlung.

Zusammenspiel Umsatzsteuer und Gewerbeertrag

  • Umsatzsteuer ist durchlaufender Posten: Sie erhöht weder den Gewinn (Handelsbilanz) noch den Gewerbeertrag. Allerdings kann eine fehlerhafte Umsatzsteuer-Voranmeldung zu Nachzahlungen und Säumniszuschlägen führen, die den Gewinn mindern.
  • Vorsteuerabzug: Friseurbetriebe können Vorsteuer aus Wareneinkäufen (Shampoo, Farbe, Pflegeprodukte), Investitionen (Einrichtung, Geräte) und Dienstleistungen (z. B. Steuerberater, Werbung) abziehen. Ein optimierter Vorsteuerabzug verbessert die Liquidität, hat aber keinen direkten Einfluss auf die Gewerbesteuer.
  • Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG): Friseurbetriebe mit einem Vorjahresumsatz unter 25.000 Euro (ab 2025: neue Grenze 25.000 Euro nach nationalem Recht, EU-weit tlw. höher) können von der Umsatzsteuer befreit werden. Vorteil: einfachere Buchhaltung. Nachteil: kein Vorsteuerabzug. Für die Gewerbesteuer spielt die Kleinunternehmerregelung keine Rolle, der Gewinn bleibt gleich.

Praxis-Tipp: Ermäßigter Steuersatz

Friseurleistungen (Haare schneiden, färben, legen) gelten nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG als „dem Friseurgewerbe zuzurechnende Umsätze“ und profitieren vom ermäßigten Steuersatz von 7 %. Kosmetik- und Wellnessleistungen, die nicht klassisch zum Friseurhandwerk gehören (z. B. Gesichtsbehandlungen), können jedoch dem Regelsteuersatz von 19 % unterliegen. Die korrekte Abgrenzung ist wichtig, um Umsatzsteuer-Nachforderungen zu vermeiden.

Für die Gewerbesteuererklärung selbst ist die Umsatzsteuer nicht anzusetzen, da sie ergebnisneutral durchläuft. Wer jedoch eine saubere Gewinnermittlung und Buchhaltung führt, vermeidet Fehler, die sich indirekt auf Gewinn und damit Gewerbeertrag auswirken könnten.

Wie unterstützt digitale Steuerberatung Friseure bei Jahresabschluss und Gewerbesteuer?

Traditionell bedeutete Steuerberatung für Friseur-GmbHs: lange Wartezeiten auf Termine, unklare Honorare und Papierberge. Moderne digitale Plattformen wie OnlineBilanz verbinden die Qualität und Rechtsverbindlichkeit eines zugelassenen Steuerberaters mit transparenten Festpreisen und effizienten Online-Prozessen.

Was leistet OnlineBilanz für Friseur-GmbHs?

  • Jahresabschluss durch zugelassene Steuerberater: Ihr Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang) wird von unserem Steuerberater-Team erstellt, geprüft und rechtsverbindlich unterzeichnet — digital koordiniert, ohne Qualitätsverlust.
  • Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererklärung: Alle steuerlichen Überleitungen, Hinzurechnungen nach § 8 GewStG, Kürzungen und Zerlegungen (bei mehreren Standorten) werden fachkundig berechnet und erklärt.
  • Festpreis statt Stundensatz: Sie wissen von Anfang an, was der Jahresabschluss kostet — keine Überraschungen, keine versteckten Gebühren.
  • Digitale Koordination durch Servet Gündogan (Büroleiter Stuttgart): Ihr Ansprechpartner koordiniert die Kommunikation zwischen Ihnen und unserem Steuerberater-Team, beantwortet organisatorische Fragen und sorgt dafür, dass alle Unterlagen rechtzeitig eingereicht werden.
  • Fristen im Blick: Feststellung des Jahresabschlusses, Offenlegung beim Unternehmensregister (§ 325 HGB) und Abgabe der Steuererklärungen — wir koordinieren alle Deadlines und erinnern Sie proaktiv.

„Gerade Friseur-GmbHs mit mehreren Salons oder angestellten Geschäftsführern profitieren von unserem Service: Sie konzentrieren sich auf Ihr Geschäft, unser Steuerberater-Team übernimmt Jahresabschluss, Steuererklärungen und gewerbesteuerliche Optimierung. Digital, transparent, rechtssicher.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Vorteile für Friseur-GmbHs im Überblick

Zeitersparnis

  • Digitale Dokumentenablage
  • Statusverfolgung online
  • Schnelle Rückfragen per E-Mail oder Telefon

Transparenz & Festpreis

  • Klare Preise für jede Größenklasse
  • Keine Stundensatz-Abrechnung
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Wer seinen Jahresabschluss und die Gewerbesteuererklärung durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, ohne lange Wartezeiten oder unklare Kosten, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen und persönlicher Betreuung durch Servet Gündogan und unser Steuerberater-Team.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Friseur als Freiberufler von der Gewerbesteuer befreit sein?

Nein. Das Friseurhandwerk gilt nach § 15 EStG als gewerbliche Tätigkeit, nicht als freiberufliche. Daher besteht grundsätzlich Gewerbesteuerpflicht, sobald der Freibetrag von 24.500 Euro (bei Einzelunternehmen/Personengesellschaften) überschritten wird. Eine Einstufung als Freiberufler nach § 18 EStG ist für Friseure ausgeschlossen.

Müssen mobile Friseure oder Heimfriseure ebenfalls Gewerbesteuer zahlen?

Ja, auch mobile Friseure oder Heimfriseure betreiben ein stehendes Gewerbe im Sinne des Gewerbesteuergesetzes. Entscheidend ist die gewerbliche Tätigkeit, nicht der feste Standort. Auch hier greift der Freibetrag von 24.500 Euro, sodass bei niedrigem Gewinn faktisch keine Gewerbesteuer anfällt.

Wird die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer angerechnet?

Ja, bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften erfolgt gemäß § 35 EStG eine Anrechnung des 3,8-fachen des Gewerbesteuermessbetrags auf die Einkommensteuer. Dadurch wird die Doppelbelastung durch Gewerbe- und Einkommensteuer teilweise ausgeglichen. Bei Kapitalgesellschaften wie der GmbH erfolgt keine Anrechnung, da die Gesellschaft Körperschaftsteuer zahlt.

Wann muss die Gewerbesteuererklärung für 2025 spätestens abgegeben werden?

Die Gewerbesteuererklärung für das Jahr 2025 ist grundsätzlich bis zum 31. Juli 2026 abzugeben. Bei steuerlicher Beratung durch einen Steuerberater verlängert sich die Frist automatisch bis zum 28. Februar 2027 (§ 149 Abs. 3 AO). Eine fristgerechte Abgabe vermeidet Verspätungszuschläge nach § 152 AO.

Können Friseure mit mehreren Standorten in verschiedenen Gemeinden unterschiedliche Hebesätze nutzen?

Ja, bei mehreren Betriebsstätten in verschiedenen Gemeinden wird der Gewerbeertrag nach § 28 GewStG entsprechend aufgeteilt. Jede Gemeinde erhebt dann ihren eigenen Hebesatz auf den anteiligen Gewerbeertrag. Dies kann die Gesamtsteuerlast senken, wenn Standorte in Gemeinden mit niedrigeren Hebesätzen gewählt werden.

Was passiert, wenn ein Friseurbetrieb die Gewerbesteuer nicht zahlt?

Bei Nichtzahlung der festgesetzten Gewerbesteuer entstehen Säumniszuschläge nach § 240 AO (1 % pro angefangenem Monat). Zudem kann die Gemeinde Vollstreckungsmaßnahmen einleiten. Bei vorsätzlicher Steuerhinterziehung drohen strafrechtliche Konsequenzen nach § 370 AO mit Geld- oder Freiheitsstrafen.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Einkommensteuergesetz (EStG), Handelsgesetzbuch (HGB), GmbH-Gesetz (GmbHG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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