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Datum

Lesedauer

13–19 Minuten

OnlineBilanzBlogFinanzbuchhaltung Immobilienverwaltung

Finanzbuchhaltung Immobilienverwaltung 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Finanzbuchhaltung in der Immobilienverwaltung erfordert präzise Kontierung, korrekte Umsatzsteuerbehandlung und ordnungsgemäße Bilanzierung von Liegenschaften. Immobilienverwaltungs-GmbHs unterliegen umfassenden handelsrechtlichen Pflichten – von der Betriebskostenabrechnung bis zur Offenlegung beim Unternehmensregister. Dieser Leitfaden erklärt alle wesentlichen Anforderungen für 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Die Finanzbuchhaltung in der Immobilienverwaltung umfasst die systematische Erfassung aller Geschäftsvorfälle rund um die Verwaltung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Verwaltungs-GmbHs müssen dabei handelsrechtliche Anforderungen (§ 238 ff. HGB), steuerliche Vorgaben (AO, UStG) und branchenspezifische Besonderheiten beachten. Dazu zählen die korrekte Kontierung nach speziellem Kontenrahmen, Bilanzierung von Immobilienvermögen, Umsatzsteuerbehandlung von Miet- und Verwaltungsleistungen sowie die ordnungsgemäße Betriebskostenabrechnung. Jahresabschluss und Offenlegung erfolgen nach § 325 HGB ausschließlich beim Unternehmensregister.

Was ist Finanzbuchhaltung in der Immobilienverwaltung?

Die Finanzbuchhaltung in der Immobilienverwaltung erfasst sämtliche Geschäftsvorfälle, die im Zusammenhang mit der Verwaltung von Immobilien entstehen – sowohl für eigene Objekte als auch im Rahmen der Verwaltung fremder Immobilien. Sie bildet die Grundlage für den handelsrechtlichen Jahresabschluss nach §§ 242 ff. HGB und muss den Anforderungen der GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) entsprechen.

Besonderheiten ergeben sich aus der parallelen Führung mehrerer Buchungskreise: Die Hausverwaltung muss sowohl die eigene kaufmännische Buchführung (Verwaltungsgesellschaft) als auch die Abrechnungen für jede einzelne Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) oder jeden Mietpool korrekt führen. Dabei sind unterschiedliche Rechtsgrundlagen zu beachten – für die Verwaltungs-GmbH das HGB, für WEG-Abrechnungen das Wohnungseigentumsgesetz (WEG).

Praxis-Tipp

Viele Immobilienverwaltungen nutzen spezialisierte Branchensoftware, die WEG-Abrechnungen und Mietverwaltung abbildet. Achten Sie darauf, dass die Schnittstelle zur Finanzbuchhaltung revisionssicher und GoBD-konform ist – sonst drohen Probleme bei Betriebsprüfungen.

Typische Geschäftsvorfälle in der Immobilienverwaltung

  • Mieteinnahmen und Hausgelder: Erfassung und Überwachung von Zahlungseingängen, automatische Mahnläufe
  • Betriebskostenabrechnungen: Umlagefähige und nicht umlagefähige Kosten, Nachzahlungen und Guthaben
  • Instandhaltungs- und Reparaturkosten: Abgrenzung zwischen sofort abzugsfähigen Erhaltungsaufwendungen und aktivierungspflichtigen Herstellungskosten
  • Verwaltungsgebühren: Umsatzerlöse der Verwaltungs-GmbH, Provisionserträge
  • Treuhandkonten: Gesonderte Verwaltung von Kautionen, Instandhaltungsrücklagen und Vorschusszahlungen

Rechtliche Anforderungen an die Buchhaltung von Immobilienverwaltungen

Immobilienverwaltungen, die als GmbH organisiert sind, unterliegen der Buchführungs- und Bilanzierungspflicht nach § 238 HGB. Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und die Lage des Unternehmens vermitteln kann (§ 238 Abs. 1 Satz 2 HGB). Für kleine und mittelgroße GmbHs gelten seit 2026 die angepassten Größenklassen nach § 267 HGB.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Klein ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250
Groß > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250

Die Größenklasse entscheidet über den Umfang der Offenlegungspflichten beim Unternehmensregister (seit DiRUG vom 01.08.2022 ausschließlich dort, nicht mehr beim Bundesanzeiger). Kleine Kapitalgesellschaften können unter bestimmten Voraussetzungen Erleichterungen in Anspruch nehmen (§ 326 HGB), müssen jedoch die Frist von 12 Monaten nach Bilanzstichtag (§ 325 HGB) einhalten.

Ordnungsgeld-Risiko

Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB. Die Höhe liegt zwischen 500 und 25.000 Euro und wird vom Bundesamt für Justiz eingeleitet – unabhängig von einer vorherigen Mahnung.

GoBD und digitale Belegführung

Seit 2015 gelten die GoBD verbindlich für alle buchführungspflichtigen Unternehmen. Für Immobilienverwaltungen bedeutet dies: E-Mails mit steuerlich relevantem Inhalt (z. B. Rechnungen, Zahlungsbestätigungen) müssen revisionssicher archiviert werden. Papierbelege dürfen digitalisiert und die Originale vernichtet werden, wenn die Digitalisierung den GoBD-Anforderungen entspricht (verfahrensdokumentierte Scanprozesse, unveränderbare Speicherung).

Kontierung und Kontenrahmen für Immobilienverwaltungen

Die meisten Immobilienverwaltungen nutzen den SKR 03 oder SKR 04 (Standardkontenrahmen für das Rechnungswesen), ergänzt um spezifische Unterkonten für die Immobilienbranche. Alternativ kommt in größeren Verwaltungen der Kontenrahmen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (GdW) zum Einsatz, der branchenspezifische Buchungslogiken abbildet.

Typische Kontierungsbeispiele

Geschäftsvorfall Soll-Konto Haben-Konto
Mieteingang Bank Mieterlöse (SKR 03: 8400)
Hausgeldzahlung WEG Bank Hausgeld-Erlöse (individuell)
Betriebskosten (nicht umlagefähig) Betriebskosten Grundstück (SKR 03: 6310) Kreditor/Bank
Instandhaltungsrücklage WEG Bank (Treuhand) Verbindlichkeit ggü. WEG
Verwaltungsgebühr (Umsatzerlös) Forderung/Bank Verwaltungsumsätze (SKR 03: 8400)
Abschreibung Gebäude Abschreibung Gebäude (SKR 03: 4830) Gebäude (SKR 03: 0200)

Wichtig ist die klare Trennung zwischen Verwaltungsvermögen und Treuhandvermögen. Treuhandgelder (Kautionen, WEG-Rücklagen) dürfen nicht in der Bilanz der Verwaltungs-GmbH als Eigenkapital oder Verbindlichkeit erscheinen, sondern müssen in der Buchhaltung auf separaten Konten geführt werden. In der Praxis erfolgt die Verwaltung oft über gesonderte Bankkonten mit entsprechender Kontierung als durchlaufende Posten.

„In der Immobilienverwaltung ist die saubere Trennung von Eigengeschäft und Treuhandgeschäft essenziell. Fehlerhafte Kontierung führt nicht nur zu falschen Bilanzen, sondern kann auch steuerliche Konsequenzen haben – etwa wenn Treuhandgelder versehentlich als steuerpflichtige Umsätze erfasst werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Bilanzierung von Immobilien und Abschreibungen

Immobilien, die im Eigentum der Verwaltungs-GmbH stehen (z. B. eigene Mietobjekte), sind nach § 253 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren und planmäßig abzuschreiben. Die Nutzungsdauer richtet sich nach den AfA-Tabellen der Finanzverwaltung: Wohngebäude werden üblicherweise über 50 Jahre (2 % p. a.), gewerblich genutzte Gebäude über 33 Jahre (3 % p. a.) abgeschrieben.

Herstellungskosten vs. Erhaltungsaufwand

Die Abgrenzung zwischen aktivierungspflichtigen Herstellungskosten und sofort abzugsfähigem Erhaltungsaufwand ist in der Immobilienwirtschaft von zentraler Bedeutung. Nach § 255 Abs. 2 HGB gehören zu den Herstellungskosten alle Aufwendungen, die zur wesentlichen Verbesserung oder Erweiterung eines Gebäudes führen. Erhaltungsaufwand liegt vor, wenn lediglich der bestehende Zustand erhalten wird.

Herstellungskosten (aktivierungspflichtig)

  • Anbau zusätzlicher Wohnfläche
  • Ausbau des Dachgeschosses mit neuer Nutzungsmöglichkeit
  • Erstmalige Installation einer Zentralheizung
  • Wesentliche Verbesserung der Bausubstanz (z. B. energetische Sanierung mit Standard-Hebung)

Erhaltungsaufwand (sofort abzugsfähig)

  • Austausch defekter Fenster in gleicher Qualität
  • Reparatur von Dach, Fassade, Heizung
  • Malerarbeiten, Bodenbelagsreparatur
  • Instandsetzung nach Schäden

Steuerliche Sonderregelung § 6 Abs. 1a EStG

Bis zu 15 % der Anschaffungskosten eines Gebäudes dürfen in den ersten drei Jahren nach Anschaffung als sofort abzugsfähiger Erhaltungsaufwand behandelt werden, auch wenn es sich um Herstellungskosten handelt. Wird diese Grenze überschritten, sind die gesamten Aufwendungen zu aktivieren.

Bewertung von Immobilien im Anlagevermögen

Nach dem Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 HGB) sind Immobilien mit ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen anzusetzen. Eine Zuschreibung über die ursprünglichen Anschaffungskosten hinaus ist auch bei Wertsteigerung nicht erlaubt (§ 253 Abs. 5 HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen sind vorzunehmen, wenn der beizulegende Wert dauerhaft unter den Buchwert sinkt (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB).

Betriebskostenabrechnung und Umsatzsteuer in der Finanzbuchhaltung

Die Betriebskostenabrechnung ist ein zentrales Element der Immobilienverwaltung und muss buchhalterisch korrekt abgebildet werden. Dabei sind zwei Perspektiven zu unterscheiden: die Abrechnung gegenüber Mietern (zivilrechtlich nach § 556 BGB bzw. Betriebskostenverordnung) und die buchhalterische Erfassung in der Finanzbuchhaltung der Verwaltungs-GmbH.

Umlagefähige und nicht umlagefähige Betriebskosten

Nach § 2 Betriebskostenverordnung (BetrKV) sind 17 Kostenarten umlagefähig, z. B. Grundsteuer, Wasserversorgung, Heizkosten, Müllabfuhr, Hausmeister, Gartenpflege. Nicht umlagefähig sind Verwaltungskosten, Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten sowie Abschreibungen. Diese Kosten trägt der Vermieter selbst und muss sie als Aufwand in der GuV der Verwaltungs-GmbH erfassen.

  • Vorauszahlungen monatlich als Ertrag buchen (Soll Bank / Haben Betriebskostenvorauszahlungen)
  • Tatsächliche Betriebskosten auf Kostenkonten erfassen (Soll Betriebskosten / Haben Kreditor)
  • Am Jahresende Abrechnung erstellen und Nachzahlung oder Guthaben ermitteln
  • Nachzahlung: Soll Forderung / Haben Betriebskostenerlös; Guthaben: Soll Betriebskostenaufwand / Haben Verbindlichkeit
  • Bei WEG: Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung gemäß § 28 WEG erstellen und mit der Finanzbuchhaltung abstimmen

Umsatzsteuer in der Immobilienverwaltung

Die Vermietung und Verpachtung von Grundstücken zu Wohnzwecken ist nach § 4 Nr. 12a UStG umsatzsteuerfrei. Das bedeutet: Wohnraumvermieter dürfen keine Umsatzsteuer auf die Miete ausweisen und können im Gegenzug keine Vorsteuer aus Betriebskosten geltend machen. Anders bei gewerblicher Vermietung: Hier kann nach § 9 UStG zur Umsatzsteuerpflicht optiert werden, um den Vorsteuerabzug zu ermöglichen (sog. Option zur Steuerpflicht).

Die Verwaltungsleistung selbst (Hausverwaltung, WEG-Verwaltung) ist eine umsatzsteuerpflichtige Dienstleistung mit 19 % Umsatzsteuer. Die Verwaltungs-GmbH muss auf ihre Verwaltungsgebühren also Umsatzsteuer ausweisen und abführen.

„Die umsatzsteuerliche Behandlung von Immobilienverwaltungen ist komplex: Wer sowohl eigene Wohnimmobilien vermietet (steuerfrei) als auch Verwaltungsdienstleistungen erbringt (steuerpflichtig), muss die Vorsteuerbeträge sauber aufteilen. Hier lohnt sich eine präzise Kontierung von Anfang an.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Jahresabschluss und Offenlegungspflichten für Verwaltungs-GmbHs

Immobilienverwaltungen, die als GmbH organisiert sind, müssen jährlich einen Jahresabschluss erstellen, der aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung besteht (§ 242 HGB). Mittelgroße und große GmbHs müssen zusätzlich einen Anhang erstellen (§ 264 Abs. 1 HGB). Der Jahresabschluss muss innerhalb der Feststellungsfristen aufgestellt werden (§ 42a GmbHG): 11 Monate bei kleinen GmbHs, 8 Monate bei mittelgroßen und großen.

Aufstellung und Feststellung

Der Jahresabschluss wird vom Geschäftsführer aufgestellt (§ 264 Abs. 1 HGB) und anschließend durch die Gesellschafterversammlung festgestellt (§ 42a Abs. 2 GmbHG). Erst nach Feststellung entfaltet der Jahresabschluss rechtliche Bindungswirkung. Bei mittelgroßen und großen GmbHs ist zudem eine Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer vorgeschrieben (§ 316 Abs. 1 HGB).

11

Monate Feststellungsfrist kleine GmbH

8

Monate Feststellungsfrist mittelgroß/groß

12

Monate Offenlegungsfrist nach Bilanzstichtag

Offenlegung beim Unternehmensregister

Seit dem DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de). Der Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Stelle. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag (§ 325 HGB). Für Bilanzstichtag 31.12.2025 läuft die Frist also bis zum 31.12.2026.

Ordnungsgeldverfahren

Das Bundesamt für Justiz prüft automatisch, ob GmbHs ihrer Offenlegungspflicht nachgekommen sind. Bei Versäumnis wird ein Ordnungsgeldverfahren eingeleitet. Die Höhe des Ordnungsgelds liegt zwischen 500 und 25.000 Euro (§ 335 HGB) und trifft sowohl die Gesellschaft als auch persönlich den Geschäftsführer.

Wer den Jahresabschluss nicht selbst erstellen möchte oder kann, kann auf digitale Steuerberater-Leistungen zurückgreifen. Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten Jahresabschlüsse durch zugelassene Steuerberater zu transparenten Festpreisen – ohne Wartezeiten und mit rechtssicherer Offenlegung beim Unternehmensregister.

Digitalisierung und Software-Lösungen für die Finanzbuchhaltung

Moderne Immobilienverwaltungen setzen auf integrierte Softwarelösungen, die Mietverwaltung, WEG-Abrechnung und Finanzbuchhaltung miteinander verbinden. Marktführende Systeme wie HAUSGOLD, Domus, SAP Real Estate oder Wodis Sigma bieten Schnittstellen zu DATEV und anderen Buchhaltungsprogrammen, sodass Buchungssätze automatisch übertragen werden können.

Vorteile digitaler Buchhaltungssysteme

  • Automatisierung wiederkehrender Buchungen: Mieteingänge, Hausgeldbuchungen und Betriebskostenabrechnungen werden automatisch verarbeitet
  • Schnittstellenintegration: Datenübergabe an Steuerberater oder DATEV ohne manuelle Übertragung
  • GoBD-konforme Archivierung: E-Mails, Rechnungen und Belege werden revisionssicher gespeichert
  • Echtzeit-Controlling: Liquiditätsübersicht, offene Posten und Kostenauswertungen jederzeit verfügbar
  • Mandantenfähigkeit: Getrennte Buchungskreise für jede WEG und jedes Mietobjekt

GoBD-Anforderungen an digitale Systeme

Alle eingesetzten Systeme müssen die GoBD-Anforderungen erfüllen: Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit, Richtigkeit, Zeitgerechtheit, Ordnung und Unveränderbarkeit. Das bedeutet konkret: Jede Buchung muss protokolliert werden, Änderungen müssen nachvollziehbar sein (Änderungshistorie), und Belege müssen im Original oder als GoBD-konformer Scan aufbewahrt werden. Viele Softwareanbieter stellen entsprechende Zertifikate oder Verfahrensdokumentationen bereit.

„Immobilienverwaltungen, die auf digitale Prozesse setzen, sparen nicht nur Zeit, sondern reduzieren auch Fehlerquellen. Wichtig ist jedoch die nahtlose Integration zwischen Verwaltungssoftware und Finanzbuchhaltung – und die regelmäßige Abstimmung mit dem Steuerberater, der den Jahresabschluss erstellt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praxis-Tipp

Prüfen Sie bei der Auswahl einer Immobilienverwaltungssoftware, ob eine DATEV-Schnittstelle oder ein Export im DATEV-Format verfügbar ist. So können Sie oder Ihr Steuerberater die Daten ohne manuelle Nacharbeit in die Finanzbuchhaltung übernehmen.

Häufige Fehler und Risiken in der Finanzbuchhaltung von Immobilienverwaltungen

In der Praxis zeigen sich immer wieder typische Fehlerquellen, die zu falschen Jahresabschlüssen, steuerlichen Nachforderungen oder Ordnungsgeldverfahren führen können. Eine saubere Finanzbuchhaltung ist daher nicht nur formale Pflicht, sondern schützt vor finanziellen und rechtlichen Risiken.

Typische Fehlerquellen

Vermischung von Treuhand- und Eigenvermögen

Kautionen oder WEG-Rücklagen werden fälschlicherweise als Umsatzerlöse oder Eigenkapital verbucht. Folge: Falsche Bilanzsumme und überhöhte Steuerlast.

Fehlende Abgrenzung Erhaltungsaufwand / Herstellungskosten

Große Sanierungen werden sofort als Aufwand gebucht, obwohl Aktivierungspflicht besteht. Folge: Zu niedriger Gewinn, spätere Steuernachzahlungen.

Unvollständige oder verspätete Belegerfassung

Rechnungen werden nicht zeitnah erfasst, E-Mails nicht archiviert. Folge: GoBD-Verstoß, Probleme bei Betriebsprüfungen, nachträgliche Gewinnkorrekturen.

Risiken bei Betriebsprüfungen

Das Finanzamt prüft bei Immobilienverwaltungen besonders kritisch die Abgrenzung umlagefähiger Kosten, die Behandlung von Instandhaltungsaufwendungen und die Vorsteueraufteilung bei gemischter Nutzung (Wohnung steuerfrei, Gewerbe steuerpflichtig). Fehlerhafte Kontierungen können zu Gewinnhinzuschätzungen und Nachzahlungen inkl. Zinsen führen.

Achtung bei WEG-Verwaltung

Wer WEG-Konten auf dem eigenen Geschäftskonto führt oder keine saubere Trennung zwischen Verwaltungsgesellschaft und WEG vornimmt, riskiert nicht nur steuerliche Probleme, sondern auch zivilrechtliche Haftungsansprüche der Eigentümer.

Maßnahmen zur Fehlervermeidung

  • Separate Bankkonten für Treuhandgelder (Kautionen, WEG-Rücklagen) einrichten
  • Monatliche Abstimmung der Bankkonten und offenen Posten
  • Klare Verfahrensdokumentation für Belegerfassung und Archivierung (GoBD)
  • Regelmäßige Schulung der Mitarbeiter zu Kontierungsregeln und steuerlichen Besonderheiten
  • Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen und prüfen lassen

Wer Unsicherheiten bei der laufenden Buchhaltung oder der Jahresabschlusserstellung hat, sollte frühzeitig einen Steuerberater hinzuziehen. Digitale Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten hier eine unkomplizierte Lösung: Sie erhalten einen rechtssicheren Jahresabschluss durch zugelassene Steuerberater zu transparenten Festpreisen – ohne lange Wartezeiten und mit persönlichem Ansprechpartner.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Immobilienverwaltung auch als Freiberufler ohne Buchführungspflicht tätig sein?

Nein. Die gewerbliche Immobilienverwaltung gilt steuerlich als Gewerbebetrieb nach § 15 EStG und löst Gewerbesteuerpflicht aus. Freiberufliche Tätigkeit nach § 18 EStG liegt nicht vor. Bei Überschreiten der Grenzen des § 141 AO (Umsatz > 600.000 Euro oder Gewinn > 60.000 Euro) besteht auch für Einzelunternehmen Buchführungspflicht. GmbH-Verwaltungen sind grundsätzlich nach § 238 HGB buchführungspflichtig.

Wie lange müssen Buchungsbelege in der Immobilienverwaltung aufbewahrt werden?

Nach § 257 HGB und § 147 AO beträgt die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege, Jahresabschlüsse und Inventare zehn Jahre. Für Geschäftsbriefe und sonstige Unterlagen gilt eine Frist von sechs Jahren. Die Frist beginnt mit Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgte bzw. der Beleg entstanden ist. Elektronische Aufbewahrung ist zulässig, wenn Unveränderbarkeit und jederzeitige Lesbarkeit gewährleistet sind.

Wer haftet bei Fehlern in der Betriebskostenabrechnung – Verwalter oder Eigentümer?

Der Verwalter haftet gegenüber dem Auftraggeber (Eigentümer) für Pflichtverletzungen aus dem Verwaltungsvertrag, auch bei fehlerhafter Betriebskostenabrechnung. Gegenüber Mietern ist grundsätzlich der Eigentümer/Vermieter Vertragspartei und Abrechnungsschuldner. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz kann der Verwalter jedoch in Regress genommen werden. Eine Berufshaftpflichtversicherung ist für WEG-Verwalter nach § 26a WEG verpflichtend, für Mietverwalter dringend empfohlen.

Muss eine kleine Verwaltungs-GmbH auch eine E-Bilanz einreichen?

Ja. Seit 2013 sind alle bilanzierungspflichtigen Unternehmen verpflichtet, ihre Steuerbilanz elektronisch nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz (§ 5b EStG) an das Finanzamt zu übermitteln. Dies gilt unabhängig von der Größenklasse nach § 267 HGB. Auch Kleinstkapitalgesellschaften müssen die E-Bilanz erstellen. Befreit sind lediglich Gewinnermittler nach § 4 Abs. 3 EStG (Einnahmen-Überschuss-Rechnung), was für GmbHs jedoch nicht in Betracht kommt.

Kann die Finanzbuchhaltung einer Immobilienverwaltung ausgelagert werden?

Ja, die Finanzbuchhaltung kann an externe Dienstleister (Steuerberater, Buchhaltungsbüros) ausgelagert werden. Der Geschäftsführer der Verwaltungs-GmbH bleibt jedoch verantwortlich für die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung nach § 43 GmbHG. Die Auslagerung muss vertraglich geregelt sein, Zugriffs- und Kontrollrechte müssen gewahrt bleiben. Steuerberater dürfen Finanzbuchhaltung nach § 33 StBerG durchführen, andere Dienstleister benötigen ggf. eine Erlaubnis nach § 6 StBerG.

Welche Rolle spielt die WEG-Buchhaltung in der Finanzbuchhaltung der Verwaltungs-GmbH?

Die WEG-Buchhaltung (Gemeinschaftsbuchhaltung für Wohnungseigentümergemeinschaften nach WEG) ist strikt von der Finanzbuchhaltung der Verwaltungs-GmbH zu trennen. Die WEG-Buchhaltung erfasst Einnahmen und Ausgaben der Eigentümergemeinschaft und mündet in die Jahresabrechnung nach § 28 WEG – sie gehört nicht zum Vermögen der Verwaltungs-GmbH. In der Finanzbuchhaltung der GmbH werden lediglich die Verwaltungshonorare (Erlöse) und eigene Betriebskosten erfasst. Vermischungen führen zu schweren Buchführungsmängeln.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), GmbH-Gesetz (GmbHG), Umsatzsteuergesetz (UStG), Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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