Jahresabschluss Berlin: digital
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Jahresabschluss für Berliner GmbHs, digital erledigt: Mit OnlineBilanz erstellen Sie Ihren Jahresabschluss selbst – auf Basis eines KI-gestützten Entwurfs, den Sie prüfen, unterzeichnen und durch Ihre Gesellschafter feststellen lassen. Die technische Übermittlung erfolgt über die Plattform (§ 87d AO). Auf Wunsch prüft und unterzeichnet gegen Aufpreis ein kooperierender Steuerberater. Preis: ab 499,95 € netto (zzgl. USt.).
Kurzantwort
Berliner GmbHs dürfen ihren Jahresabschluss selbst erstellen und einreichen – eine Steuerberaterpflicht besteht dafür nicht. Bei OnlineBilanz laden Sie Ihre Daten hoch, erhalten einen KI-gestützten Entwurf und prüfen ihn selbst; die Geschäftsführung unterzeichnet (§ 245 HGB), die Gesellschafter stellen fest (§ 42a GmbHG), und die Plattform übernimmt die technische Übermittlung nach § 87d AO. Eine Prüfung und Unterzeichnung durch einen Steuerberater ist optional gegen Aufpreis buchbar. Ab 499,95 € netto (zzgl. USt.). Dasselbe Modell gilt bundesweit, etwa für die digitale Steuerberatung in Essen.
Inhaltsverzeichnis
Was ist digitale Steuerberatung und wie unterscheidet sie sich von klassischer Beratung?
Unter digitaler Steuerberatung versteht man heute zweierlei: steuerberatende Leistungen, die über digitale Kanäle erbracht werden, und Software, mit der Unternehmen ihre Abschluss- und Erklärungspflichten selbst digital erledigen. Dieses Modell setzt sich bundesweit durch, etwa auch bei der digitalen Steuerberatung in Freiburg. Eine GmbH darf ihren Jahresabschluss selbst erstellen und feststellen. Rechtsverbindlich wird er durch die Unterzeichnung der Geschäftsführung (§ 245 HGB) und die Feststellung durch die Gesellschafter – nicht durch die Unterschrift eines Steuerberaters.
Bei OnlineBilanz ist der Selbst-Weg das Basismodell: Software für einen KI-gestützten Entwurf plus technische Übermittlung nach § 87d AO. Prüfung, Entscheidung und Feststellung liegen bei Ihnen. Wer zusätzliche Sicherheit möchte, beauftragt gegen Aufpreis einen kooperierenden Steuerberater mit Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung. Für Berliner Geschäftsführer bedeutet das: keine Fahrtwege, keine Terminabstimmung und ein klarer Preis.
Kernmerkmale im Überblick
- Standortunabhängigkeit: Die Abwicklung erfolgt vollständig digital – unabhängig davon, wo Ihre GmbH in Berlin sitzt.
- Digitale Datenübernahme: Buchhaltungsexporte (z. B. aus DATEV), Upload-Portale oder Schnittstellen ersetzen den Aktenordner.
- Klarer Preis: Basismodell ab 499,95 € netto (zzgl. USt.); Steuerberater-Prüfung optional gegen Aufpreis.
- Berufshaftung bei Beauftragung: Beauftragen Sie eine Steuerberater-Prüfung, haftet der Steuerberater berufsrechtlich und muss eine Berufshaftpflichtversicherung unterhalten (§ 67 StBerG).
- Gesetzeskonforme Prozesse: Offenlegung beim Unternehmensregister nach § 325 HGB, E-Bilanz nach § 5b EStG, GoBD-konforme Archivierung.
Praxis-Tipp
Eine GmbH darf ihren eigenen Jahresabschluss selbst erstellen und einreichen – eine Zulassung ist dafür nicht erforderlich. Nur wer geschäftsmäßig Hilfe in Steuersachen für Dritte leistet, braucht eine Befugnis nach § 3 StBerG; befugt sind insbesondere Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer. Möchten Sie zusätzlich die Prüfung und Unterschrift eines Steuerberaters, achten Sie darauf, dass dieser bestellt ist und eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen kann.
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten?
Die Anforderungen sind bundesweit einheitlich – unabhängig davon, ob eine Leistung digital oder vor Ort erbracht wird. Maßgeblich sind HGB, GmbHG und AO sowie, sobald ein Steuerberater beauftragt wird, das Steuerberatungsgesetz (StBerG) und die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV).
Bestellung und Berufspflichten von Steuerberatern
Steuerberater sind Mitglied der für ihre berufliche Niederlassung zuständigen Steuerberaterkammer (§ 73 StBerG). Eine Berliner GmbH kann sich auch von Steuerberatern betreuen lassen, die einer anderen Kammer angehören. Die Berufspflichten nach § 57 StBerG – unter anderem Unabhängigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Gewissenhaftigkeit und Verschwiegenheit – gelten auch im digitalen Mandat.
Datenschutz und GoBD-Konformität
Bei der Verarbeitung steuerrelevanter Daten gilt die DSGVO. Ein beauftragter Steuerberater ist dabei kein Auftragsverarbeiter, sondern selbst Verantwortlicher im Sinne der DSGVO (§ 11 Abs. 2 StBerG) – ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist für seine Tätigkeit daher nicht der richtige Rahmen. Zudem sind die GoBD einzuhalten: Unveränderbarkeit, Nachvollziehbarkeit und maschinelle Auswertbarkeit.
| Rechtsgrundlage | Inhalt | Relevanz |
|---|---|---|
| § 2, § 3 StBerG | Befugnis zur Hilfeleistung in Steuersachen | Hilfe für Dritte nur durch befugte Steuerberater (u. a. StB, RA, WP); die eigene GmbH darf selbst handeln |
| § 245 HGB, § 42a GmbHG | Unterzeichnung und Feststellung | Geschäftsführung unterzeichnet, Gesellschafter stellen fest |
| § 57 StBerG | Berufspflichten | Gelten für beauftragte Steuerberater unabhängig vom Kommunikationskanal |
| § 67 StBerG | Berufshaftpflichtversicherung | Pflicht für Steuerberater |
| § 11 Abs. 2 StBerG | Datenverarbeitung durch Steuerberater | Steuerberater ist Verantwortlicher, nicht Auftragsverarbeiter |
| GoBD | Ordnungsmäßigkeit digitaler Buchführung | Archivierung, Unveränderbarkeit, Nachvollziehbarkeit |
Gut zu wissen
Software ersetzt keine individuelle steuerliche Beratung – steuerliche Beratung im Einzelfall erteilen ausschließlich Steuerberater und andere befugte Steuerberater. Das schließt die eigenständige Erstellung des eigenen Jahresabschlusses mit Software nicht aus. Wenn Sie zusätzlich eine Steuerberater-Prüfung buchen, achten Sie auf die namentliche Nennung des Steuerberaters.
Welche Vorteile bietet der digitale Weg für Berliner GmbHs?
Gerade für junge und wachsende Berliner Unternehmen ist es oft mühsam, kurzfristig Kapazitäten für den Jahresabschluss zu finden. Der digitale Selbst-Weg macht Sie unabhängig von Kanzleiterminen: Sie bestimmen das Tempo und behalten die Kosten im Blick.
Zeitersparnis und Flexibilität
Anfahrten und Terminfindung entfallen. Daten werden digital hochgeladen, offene Punkte im Portal geklärt. Der Jahresabschluss (§ 242 HGB) lässt sich ortsunabhängig erstellen – praktisch insbesondere für Remote-Teams oder Gesellschafter im Ausland.
Klare Kosten
Beauftragen Sie eine Kanzlei mit der vollständigen Erstellung, wird der Jahresabschluss in der Regel nach § 35 StBVV als Wertgebühr abgerechnet; der Gegenstandswert ist der Mittelwert aus Bilanzsumme und Jahresleistung. Bei OnlineBilanz kostet das Basismodell ab 499,95 € netto (zzgl. USt.); eine Steuerberater-Prüfung buchen Sie nur, wenn Sie sie möchten.
Klassische Kanzlei
- Abrechnung meist nach StBVV (Wertgebühr, § 35 StBVV)
- Termine nach Kanzleikapazität
- Kanzlei erstellt den Abschluss für Sie
- Belegaustausch teils per Post oder persönlich
Digital mit OnlineBilanz
- Basismodell ab 499,95 € netto (zzgl. USt.)
- KI-Entwurf, eigene Prüfung und Feststellung
- Technische Übermittlung nach § 87d AO
- Steuerberater-Prüfung optional gegen Aufpreis
Offenlegung ohne Zusatzaufwand
Nach § 325 HGB ist der Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten beim Unternehmensregister offenzulegen. Über die Plattform werden die Offenlegungsunterlagen technisch übermittelt (§ 87d AO) – das reduziert das Risiko eines Ordnungsgeldverfahrens nach § 335 HGB.
Viele Berliner Geschäftsführer schätzen vor allem die Planbarkeit: Sie wissen von Anfang an, was der Jahresabschluss kostet – unabhängig davon, ob sie ihn selbst feststellen oder zusätzlich eine Steuerberater-Prüfung beauftragen.
Wie läuft die Erstellung des Jahresabschlusses für eine GmbH digital ab?
Der Jahresabschluss einer GmbH umfasst gemäß § 264 Abs. 1 HGB Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang. Kleinstkapitalgesellschaften können auf den Anhang verzichten, wenn sie bestimmte Angaben unter der Bilanz machen; mittelgroße und große GmbHs erstellen zusätzlich einen Lagebericht.
Phase 1: Datenübernahme und Vollständigkeit
Sie laden Buchhaltungsdaten, Kontoauszüge, Verträge und Inventurlisten über ein gesichertes Portal hoch, etwa als DATEV-Export. Die Software prüft die Vollständigkeit, z. B. Anlagenverzeichnis, Rückstellungsunterlagen und Verträge mit nahestehenden Personen, und zeigt fehlende Angaben an.
Phase 2: KI-gestützter Entwurf
Die Software erstellt einen Entwurf von Bilanz und GuV (§§ 266, 275 HGB) einschließlich typischer Abschlussbuchungen: Rechnungsabgrenzungsposten (§ 250 HGB), Bewertung der Vorräte, Rückstellungen nach § 249 HGB (z. B. Urlaubsansprüche, Abschlusskosten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften).
Phase 3: Anhang, eigene Prüfung und E-Bilanz
Der Anhang erläutert Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und enthält die Pflichtangaben nach §§ 284 ff. HGB. Sie prüfen den Gesamtentwurf und entscheiden über Ansatz und Bewertung – optional mit Steuerberater-Prüfung gegen Aufpreis. Die E-Bilanz nach § 5b EStG wird im XBRL-Format über die Plattform technisch übermittelt.
Phase 4: Unterzeichnung und Feststellung
Die Geschäftsführung unterzeichnet den Jahresabschluss (§ 245 HGB) und legt ihn den Gesellschaftern vor (§ 42a Abs. 1 GmbHG). Diese stellen ihn fest – innerhalb von 8 Monaten nach dem Bilanzstichtag, bei kleinen GmbHs innerhalb von 11 Monaten (§ 42a Abs. 2 GmbHG).
Phase 5: Offenlegung beim Unternehmensregister
Nach § 325 HGB ist der Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten beim Unternehmensregister elektronisch offenzulegen. Seit dem DiRUG läuft die Offenlegung über das Unternehmensregister statt über den Bundesanzeiger. Die Plattform übernimmt die technische Übermittlung.
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Alle Daten und Belege digital hochgeladen und GoBD-konform archiviert
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Inventur durchgeführt und dokumentiert (§ 240 HGB)
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KI-Entwurf selbst geprüft – optional zusätzlich durch Steuerberater gegen Aufpreis
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Anhang mit allen Pflichtangaben nach §§ 284 ff. HGB
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Jahresabschluss durch die Geschäftsführung unterzeichnet (§ 245 HGB)
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Gesellschafterbeschluss zur Feststellung protokolliert (§ 42a GmbHG)
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E-Bilanz übermittelt (§ 5b EStG) und Offenlegung beim Unternehmensregister fristgerecht erfolgt
Welche Offenlegungspflichten gelten nach Größenklasse?
Die Offenlegungspflichten richten sich nach der Größenklasse gemäß §§ 267, 267a HGB. Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen einen Lagebericht aufstellen und ihren Jahresabschluss prüfen lassen (§ 316 Abs. 1 HGB). Ermittelt wird die Größenklasse anhand von Bilanzsumme, Umsatzerlösen und Arbeitnehmerzahl.
| Größenklasse | Bilanzsumme | Umsatzerlöse | Arbeitnehmer | Offenlegungsumfang |
|---|---|---|---|---|
| Kleinst (§ 267a) | ≤ 450.000 € | ≤ 900.000 € | ≤ 10 | Bilanz; Hinterlegung statt Veröffentlichung möglich (§ 326 Abs. 2 HGB) |
| Klein (§ 267 Abs. 1) | ≤ 7,5 Mio. € | ≤ 15 Mio. € | ≤ 50 | Bilanz und Anhang, keine GuV (§ 326 Abs. 1 HGB) |
| Mittelgroß (§ 267 Abs. 2) | ≤ 25 Mio. € | ≤ 50 Mio. € | ≤ 250 | Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht, Bestätigungsvermerk (Erleichterungen nach § 327 HGB) |
| Groß (§ 267 Abs. 3) | > 25 Mio. € | > 50 Mio. € | > 250 | Vollständiger Jahresabschluss, Lagebericht, Bestätigungsvermerk (§ 325 HGB) |
Zwei der drei Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden, damit ein Größenklassenwechsel eintritt (§ 267 Abs. 4 HGB). Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 ist also auch der Vorjahreswert zum 31.12.2024 maßgeblich.
Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften
Kleinstkapitalgesellschaften im Sinne des § 267a HGB können eine verkürzte Bilanz aufstellen (§ 266 Abs. 1 Satz 4 HGB), unter den Voraussetzungen des § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB auf den Anhang verzichten und ihre Bilanz hinterlegen statt veröffentlichen. Voraussetzung ist, dass keine Kapitalmarktorientierung nach § 264d HGB vorliegt.
Praxis-Hinweis
Kleine GmbHs müssen ihre GuV nicht offenlegen – offengelegt werden nur Bilanz und Anhang. Kleine und mittelgroße GmbHs dürfen die GuV zudem mit dem Rohergebnis beginnen lassen (§ 276 HGB). Gerade in wettbewerbsintensiven Branchen lohnt es sich, diese Erleichterungen bewusst zu nutzen.
Welche Fristen und Sanktionen gelten?
Die Einhaltung der gesetzlichen Fristen ist für GmbH-Geschäftsführer keine Formalie: Versäumnisse können zu Ordnungsgeldern und persönlicher Haftung führen. Die relevanten Fristen sind in § 264 HGB (Aufstellung), § 42a GmbHG (Feststellung) und § 325 HGB (Offenlegung) geregelt.
Aufstellung (§ 264 Abs. 1 HGB)
Der Jahresabschluss ist innerhalb von 3 Monaten nach dem Bilanzstichtag aufzustellen; kleine GmbHs haben bis zu 6 Monate Zeit, wenn dies einem ordnungsgemäßen Geschäftsgang entspricht.
Feststellung (§ 42a Abs. 2 GmbHG)
Die Gesellschafter stellen den Jahresabschluss innerhalb von 8 Monaten fest, bei kleinen GmbHs (einschließlich Kleinstkapitalgesellschaften) innerhalb von 11 Monaten. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025: bis 31.08.2026 bzw. 30.11.2026.
Offenlegung (§ 325 HGB)
Die Offenlegung beim Unternehmensregister muss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erfolgen – unabhängig von der Größenklasse. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 also bis 31.12.2026.
Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB
Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht leitet das Bundesamt für Justiz von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren ein. Zunächst wird ein Ordnungsgeld angedroht und eine Nachfrist von sechs Wochen gesetzt. Wird die Offenlegung nicht innerhalb dieser Frist nachgeholt, wird das Ordnungsgeld festgesetzt – in der Regel zwischen 2.500 und 25.000 Euro. Es kann sich gegen die Gesellschaft und gegen die Geschäftsführer richten; die Offenlegungspflicht bleibt bestehen, und das Verfahren kann wiederholt werden.
Haftungsrisiko
Geschäftsführer haften der GmbH für Schäden aus schuldhaften Pflichtverletzungen (§ 43 Abs. 2 GmbHG). Dazu können auch Ordnungsgelder zählen, die durch eine versäumte Offenlegung entstehen.
| Frist | Datum (Bilanzstichtag 31.12.2025) | Folge bei Versäumnis |
|---|---|---|
| Aufstellung | 31.03.2026 (kleine GmbH: 30.06.2026) | Pflichtverletzung der Geschäftsführung |
| Feststellung | 31.08.2026 (kleine GmbH: 30.11.2026) | Verstoß gegen § 42a GmbHG, Offenlegungsfrist gefährdet |
| Offenlegung (alle) | 31.12.2026 | Ordnungsgeld 2.500–25.000 € nach 6-wöchiger Nachfrist (§ 335 HGB) |
| Nach Festsetzung | Fortlaufend | Erneute Androhung und weitere Ordnungsgelder möglich |
Worauf sollten Berliner GmbHs bei der Auswahl achten?
Gerade im digitalen Umfeld ist Transparenz entscheidend: Wer erstellt den Entwurf? Wer trifft die Entscheidungen? Ist eine Steuerberater-Prüfung enthalten oder optional? Die folgenden Kriterien helfen bei der Auswahl.
1. Klares Leistungsmodell
Achten Sie darauf, ob der Anbieter Software bereitstellt, mit der Sie selbst feststellen, oder ob ein Steuerberater den Abschluss erstellt. Bei OnlineBilanz ist der Selbst-Weg das Basismodell; Prüfung und Unterschrift durch einen namentlich benannten Steuerberater sind optional gegen Aufpreis.
2. Bei Steuerberater-Beauftragung: Bestellung und Berufshaftpflicht
Möchten Sie eine Steuerberater-Prüfung, prüfen Sie Namen und Kammerzugehörigkeit des Steuerberaters und lassen Sie sich die Berufshaftpflichtversicherung bestätigen (§ 67 StBerG).
3. Transparente Preise
Seriöse Anbieter nennen klare Preise für definierte Leistungen. Prüfen Sie, ob technische Übermittlung von E-Bilanz und Offenlegung enthalten sind und was eine optionale Steuerberater-Prüfung kostet.
4. GoBD-konforme Software und Datenschutz
Die Software sollte GoBD-konform arbeiten, Hosting in Deutschland oder der EU nutzen und Daten verschlüsselt übertragen und speichern. Gängige Exportformate wie DATEV sollten unterstützt werden.
5. Prozess- und Kommunikationsklarheit
Ein professioneller Anbieter erläutert, wer Ansprechpartner ist und wie offene Punkte geklärt werden. Bei OnlineBilanz ist Servet Gündogan als Büroleiter erster Ansprechpartner und stimmt sich bei beauftragter Prüfung mit dem kooperierenden Steuerberater ab.
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Leistungsmodell klar beschrieben (Selbst-Weg oder Steuerberater-Erstellung)
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Bei Steuerberater-Prüfung: Steuerberater namentlich benannt, Berufshaftpflicht bestätigt
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Preise transparent auf der Website genannt
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Technische Übermittlung von E-Bilanz und Offenlegung geklärt
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GoBD-konforme Software, Hosting in Deutschland oder der EU
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Klarer Ansprechpartner und Prozessbeschreibung vorhanden
Was kostet der digitale Jahresabschluss für eine GmbH in Berlin?
Bei OnlineBilanz gibt es zwei Modelle in einem Portal: Im Basismodell erstellen Sie Ihren Jahresabschluss selbst – mit KI-gestütztem Entwurf, eigener Prüfung, Feststellung durch die Gesellschafter und technischer Übermittlung nach § 87d AO – ab 499,95 € netto (zzgl. USt.). Auf Wunsch prüft und unterzeichnet ein kooperierender Steuerberater den Abschluss gegen Aufpreis.
Zum Vergleich: Abrechnung nach § 35 StBVV
Beauftragen Sie eine Kanzlei mit der vollständigen Erstellung, wird der Jahresabschluss nach § 35 StBVV als Wertgebühr abgerechnet. Gegenstandswert ist der Mittelwert aus berichtigter Bilanzsumme und Jahresleistung (§ 35 Abs. 2 StBVV); die Höhe ergibt sich aus der Gebührentabelle und dem vereinbarten Gebührensatz innerhalb des Rahmens. Abweichende Vergütungsvereinbarungen sind in Textform möglich (§ 4 StBVV).
E-Bilanz und Offenlegung
Die technische Übermittlung der E-Bilanz (§ 5b EStG) und der Offenlegungsunterlagen erfolgt im Basismodell über die Plattform. Für die Offenlegung können zusätzlich Gebühren des Unternehmensregisters anfallen.
| Leistung | Basismodell (selbst feststellen) | Mit Steuerberater-Prüfung |
|---|---|---|
| KI-gestützter Jahresabschlussentwurf | Enthalten | Enthalten |
| Prüfung und Entscheidung | Durch Sie | Durch namentlich benannten Steuerberater, in eigener beruflicher Verantwortung |
| Unterzeichnung (§ 245 HGB) und Feststellung (§ 42a GmbHG) | Geschäftsführung und Gesellschafter | Geschäftsführung und Gesellschafter; zusätzlich Freigabe durch den Steuerberater |
| Technische Übermittlung (§ 87d AO) | Enthalten | Enthalten |
| Preis | Ab 499,95 € netto (zzgl. USt.) | Gegen Aufpreis |
Transparenz-Tipp
Lassen Sie sich vor Auftragserteilung den Leistungsumfang schriftlich bestätigen. So vermeiden Sie Überraschungen und können Anbieter seriös vergleichen.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich als Berliner GmbH einen Steuerberater für den Jahresabschluss?
Nein. Eine GmbH darf ihren eigenen Jahresabschluss selbst erstellen, durch die Geschäftsführung unterzeichnen (§ 245 HGB), durch die Gesellschafter feststellen lassen (§ 42a GmbHG) und einreichen. Eine Prüfung und Unterzeichnung durch einen Steuerberater ist bei OnlineBilanz optional gegen Aufpreis buchbar.
Muss ich für den digitalen Jahresabschluss spezielle Software kaufen?
Nein. OnlineBilanz stellt die Software für den KI-gestützten Entwurf und die technische Übermittlung bereit. Sie benötigen einen Internetzugang und Ihre Buchhaltungsdaten, idealerweise als Export (z. B. aus DATEV) oder als digitale Belege.
Wie sicher sind meine Daten?
Achten Sie auf verschlüsselte Übertragung (TLS), Hosting in Deutschland oder der EU und DSGVO-konforme Verarbeitung. Beauftragen Sie eine Steuerberater-Prüfung, unterliegt der Steuerberater zusätzlich der Verschwiegenheitspflicht (§ 57 Abs. 1 StBerG) und ist datenschutzrechtlich selbst Verantwortlicher, kein Auftragsverarbeiter (§ 11 Abs. 2 StBerG).
Wer haftet, wenn der Jahresabschluss Fehler enthält?
Stellen Sie den Abschluss selbst fest, verantwortet die GmbH ihn selbst. Beauftragen Sie gegen Aufpreis eine Steuerberater-Prüfung, erbringt der Steuerberater seine Leistung in eigener beruflicher Verantwortung und muss eine Berufshaftpflichtversicherung unterhalten (§ 67 StBerG).
Kann ich meinen bisherigen Steuerberater in Berlin wechseln?
In der Regel ja. Ein Steuerberatungsvertrag kann als Dienstvertrag höherer Art grundsätzlich jederzeit gekündigt werden (§ 627 BGB), sofern nichts anderes vereinbart ist. Informieren Sie Ihren bisherigen Berater schriftlich und bitten Sie um Herausgabe Ihrer Unterlagen.
Übernimmt OnlineBilanz die Vertretung vor dem Finanzamt?
Nein. OnlineBilanz stellt Software und technische Datenübermittlung bereit. Die Vertretung gegenüber Finanzämtern, etwa bei Einsprüchen oder Betriebsprüfungen, ist Steuerberatern und anderen nach § 3 StBerG befugten Steuerberatern vorbehalten; Bevollmächtigte können nach § 80 AO bestellt werden.
Hinweis: Dieser Artikel dient allgemeinen Informationszwecken. Steuerliche Beratung im Einzelfall erteilen nur die nach dem Steuerberatungsgesetz dazu befugten Personen und Gesellschaften, insbesondere Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer. Stellen Sie den Abschluss selbst fest, stellen wir Software sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Beauftragen Sie Prüfung und Freigabe, erbringt ein namentlich benannter Steuerberater sämtliche Vorbehaltsaufgaben in eigener beruflicher Verantwortung. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), GmbH-Gesetz (GmbHG), Steuerberatungsgesetz (StBerG), Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: April 2027.









Fabian Klement
Jakob Röß
Dr. Jeannine Dinnebier
