Jahresabschluss Freiburg: digital
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Den Jahresabschluss nach § 242 HGB digital erstellen – selbst oder mit Steuerberater: GmbH-Geschäftsführer in Freiburg können ihren Jahresabschluss bei OnlineBilanz mit einem KI-gestützten Entwurf selbst erstellen, feststellen und über die Plattform übermitteln lassen; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterschrift. Zu beachten ist dabei auch die Fortführungsprognose nach § 252 HGB, denn der Grundsatz der Unternehmensfortführung ist eine zentrale Bewertungsgrundlage.
Kurzantwort
GmbHs in Freiburg können ihren Jahresabschluss digital erstellen: im Basismodell selbst – mit KI-gestütztem Entwurf, eigener Prüfung, Unterzeichnung durch die Geschäftsführung (§ 245 HGB), Feststellung durch die Gesellschafter (§ 42a GmbHG) und technischer Übermittlung über die Plattform (§ 87d AO) – oder auf Wunsch gegen Aufpreis mit Prüfung, Freigabe und Unterschrift durch einen kooperierenden Steuerberater. Eine Steuerberaterpflicht besteht nicht. Die Offenlegung erfolgt seit dem DiRUG (01.08.2022) beim Unternehmensregister.
Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet digitale Steuerberatung in der Praxis?
- Welche Vorteile bietet der digitale Jahresabschluss?
- Wie läuft die digitale Jahresabschlusserstellung ab?
- Welche Offenlegungspflichten gelten für Freiburger GmbHs?
- Was kostet der Jahresabschluss für eine GmbH in Freiburg?
- Wie sicher sind die Daten?
- Worauf sollten GmbH-Geschäftsführer bei der Auswahl achten?
- Welche Fristen gelten für das Geschäftsjahr 2025?
Was bedeutet digitale Steuerberatung in der Praxis?
Digitale Steuerberatung bezeichnet die Abwicklung steuerlicher und bilanzieller Leistungen über digitale Kommunikationswege und Cloud-Plattformen – ohne Präsenztermine. Steuerberatende Leistungen für Dritte dürfen nur die nach § 3 StBerG befugten Personen erbringen, insbesondere Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer. Daneben gibt es Software, mit der eine GmbH ihren eigenen Jahresabschluss selbst erstellt; das ist zulässig.
Eine gesetzliche Pflicht, den Jahresabschluss von einem Steuerberater erstellen oder unterschreiben zu lassen, besteht nicht. Rechtsverbindlich wird er durch die Unterzeichnung der Geschäftsführung (§ 245 HGB) und die Feststellung durch die Gesellschafter (§ 42a GmbHG). Bei OnlineBilanz ist die Selbstfeststellung das Basismodell; auf Wunsch prüft und unterzeichnet gegen Aufpreis ein kooperierender Steuerberater in eigener beruflicher Verantwortung (§ 57 StBerG).
Kernelemente
- Digitale Buchhaltungsdaten: Export aus GoBD-konformen Systemen, zum Beispiel DATEV
- Digitale Belegübermittlung: Upload von Verträgen, Kontoauszügen und Nachweisen
- Remote-Kommunikation: Videocall und E-Mail statt Präsenztermin
- Unterzeichnung: Die Geschäftsführung unterzeichnet (§ 245 HGB), auf Wunsch zusätzlich der beauftragte Steuerberater
- Preis: ab 499,95 € netto (zzgl. USt.)
Rechtlicher Rahmen
Rechtsverbindlich wird ein Jahresabschluss durch Unterzeichnung der Geschäftsführung (§ 245 HGB) und Feststellung der Gesellschafter (§ 42a GmbHG) – unabhängig davon, ob er digital oder klassisch erstellt wurde und ob ein Steuerberater mitwirkt.
Welche Vorteile bietet der digitale Jahresabschluss?
Im Zentrum steht die Zeitersparnis: keine Anfahrt, keine Wartezeiten auf Termine, keine physische Belegübergabe. Die Erstellung kann parallel zum operativen Geschäft erfolgen, Rückfragen werden asynchron geklärt.
Zeitersparnis & Flexibilität
- Keine Präsenztermine
- Asynchrone Kommunikation
- Zugriff auf Unterlagen jederzeit
Transparenz & Planbarkeit
- Ab 499,95 € netto (zzgl. USt.)
- Asynchrone Abstimmung
- Steuerberater-Prüfung optional
Viele Geschäftsführer schätzen einen transparenten, planbaren Ablauf ohne klassische Wartezeiten – und die Möglichkeit, bei Bedarf gezielt einen Steuerberater einzubinden.
Fristen im Blick
Für GmbHs gelten feste Fristen: Aufstellung binnen 3 Monaten (kleine GmbH: 6 Monate, § 264 Abs. 1 HGB), Feststellung binnen 8 Monaten (kleine GmbH einschließlich Kleinst: 11 Monate, § 42a Abs. 2 GmbHG), Offenlegung binnen 12 Monaten (§ 325 HGB). Bei verspäteter Offenlegung droht das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeld an und setzt eine sechswöchige Nachfrist; danach wird es in der Regel in Höhe von 2.500 bis 25.000 Euro festgesetzt (§ 335 HGB).
Wie läuft die digitale Jahresabschlusserstellung ab?
Schritt 1: Buchhaltungsdaten bereitstellen
Die GmbH übermittelt ihre laufende Buchhaltung, zum Beispiel als DATEV-Export oder CSV-Datei, sowie Kontoauszüge, Verträge und Inventurunterlagen. Die laufende Buchführung nach § 238 HGB liegt bei der GmbH bzw. ihrem Buchhalter.
Schritt 2: KI-gestützter Entwurf
Auf Basis der Daten erstellt die Software einen Entwurf der Bilanz (§ 266 HGB), der Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 HGB) und des Anhangs (§ 284 HGB). Bewertung nach §§ 252 ff. HGB; Posten wie Rückstellungen (§ 249 HGB), latente Steuern (§ 274 HGB) oder Abschreibungen (§ 253 HGB) sind zu prüfen.
Schritt 3: Prüfung, Unterzeichnung, Feststellung
Im Basismodell prüfen und entscheiden Sie selbst; im Zusatzmodell prüft, korrigiert und unterzeichnet der beauftragte Steuerberater. Die Geschäftsführung unterzeichnet (§ 245 HGB), die Gesellschafter stellen fest (§ 42a GmbHG).
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Laufende Buchhaltung abschließen (§ 238 HGB)
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Inventur durchführen und dokumentieren (§ 240 HGB)
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Bilanz, GuV und Anhang erstellen (§§ 264, 266, 275, 284 HGB)
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Mittelgroße/große GmbH: Lagebericht (§ 289 HGB) und Abschlussprüfung (§ 316 Abs. 1 HGB)
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Prüfung – selbst oder durch den beauftragten Steuerberater
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Unterzeichnung (§ 245 HGB) und Feststellung (§ 42a GmbHG)
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E-Bilanz technisch übermitteln (§ 87d AO), Offenlegung beim Unternehmensregister (§ 325 HGB)
Kleinstkapitalgesellschaften können unter Voraussetzungen auf den Anhang verzichten (§ 264 Abs. 1 Satz 5 HGB); kleine GmbHs stellen einen Anhang mit Erleichterungen auf.
Welche Offenlegungspflichten gelten für Freiburger GmbHs?
Jede GmbH unterliegt der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB: binnen 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister. Der Umfang richtet sich nach der Größenklasse (§ 267 HGB). Maßgeblich ist, ob zwei der drei Merkmale an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden.
| Größenklasse | Bilanzsumme | Umsatzerlöse | Mitarbeiter | Offenlegungsumfang |
|---|---|---|---|---|
| Kleinst | ≤ 450.000 € | ≤ 900.000 € | ≤ 10 | Bilanz; Hinterlegung möglich (§ 326 Abs. 2 HGB) |
| Klein | ≤ 7,5 Mio. € | ≤ 15 Mio. € | ≤ 50 | Bilanz und Anhang, keine GuV (§ 326 Abs. 1 HGB) |
| Mittelgroß | ≤ 25 Mio. € | ≤ 50 Mio. € | ≤ 250 | Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht, Bestätigungsvermerk (Erleichterungen § 327 HGB) |
| Groß | > 25 Mio. € | > 50 Mio. € | > 250 | Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht, Bestätigungsvermerk |
Ordnungsgeldverfahren
Versäumt die GmbH die 12-Monats-Frist, droht das Bundesamt für Justiz nach § 335 HGB ein Ordnungsgeld an und setzt eine sechswöchige Nachfrist. Wird innerhalb dieser Frist offengelegt, wird kein Ordnungsgeld festgesetzt; andernfalls in der Regel 2.500 bis 25.000 Euro. Das Verfahren kann sich gegen die GmbH und gegen die Geschäftsführer richten.
Technische Einreichung
Die Offenlegung erfolgt elektronisch über die Publikations-Plattform des Unternehmensregisters; dafür ist eine Registrierung erforderlich. Nach erfolgreicher Einreichung erhält die GmbH eine Eingangsbestätigung. Offenzulegen ist der festgestellte Jahresabschluss (§ 325 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB); planen Sie die Feststellung daher rechtzeitig vor Fristablauf.
Was kostet der Jahresabschluss für eine GmbH in Freiburg?
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses durch einen Steuerberater gilt § 35 StBVV: ein Gebührenrahmen von 10/10 bis 40/10 einer vollen Gebühr nach Tabelle B. Gegenstandswert ist das Mittel aus berichtigter Bilanzsumme und Jahresleistung. Soweit nach Zeit abgerechnet wird, beträgt die Zeitgebühr nach § 13 StBVV 16,50 bis 41 Euro je angefangene Viertelstunde; abweichende Vergütungen, etwa Festbeträge, können nach § 4 StBVV in Textform vereinbart werden.
Bei OnlineBilanz beginnt der Jahresabschluss im Selbstfeststellungs-Modell ab 499,95 € netto (zzgl. USt.); Prüfung, Freigabe und Unterschrift durch einen kooperierenden Steuerberater sind gegen Aufpreis zubuchbar. Laufende Buchführung, Steuererklärungen und die gesetzliche Abschlussprüfung sind nicht enthalten.
Abrechnung nach StBVV
- Rahmengebühr nach Gegenstandswert
- Oder Zeitgebühr bzw. Pauschale
- Endbetrag oft erst nach Abschluss bekannt
Preis bei OnlineBilanz
- Ab 499,95 € netto (zzgl. USt.)
- Steuerberater-Prüfung optional
- Ausgangspreis vorab ausgewiesen
ab 499,95 €
OnlineBilanz Selbstfeststellung (netto, zzgl. USt.)
12 Monate
Offenlegungsfrist § 325 HGB
6 Wochen
Nachfrist nach Androhung des Ordnungsgelds (§ 335 HGB)
Wie sicher sind die Daten?
Steuerberater unterliegen der Verschwiegenheitspflicht nach § 57 Abs. 1 StBerG, strafrechtlich flankiert durch § 203 StGB. Nach Art. 32 DSGVO sind geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen.
Worauf Sie achten sollten
- Verschlüsselung: Übertragung per TLS, verschlüsselte Speicherung
- Hosting: Rechenzentren in Deutschland oder der EU, zum Beispiel ISO-27001-zertifiziert
- Zugriffskontrollen: Mehrstufige Authentifizierung, rollenbasierte Berechtigungen, Protokollierung
- Backups: Regelmäßige, redundante Sicherungen
Rechtliche Einordnung
Steuerberater verarbeiten Mandantendaten weisungsfrei (§ 11 Abs. 2 StBerG) und sind daher Verantwortliche im Sinne der DSGVO, nicht Auftragsverarbeiter. Für Software- und Hosting-Leistungen einer Plattform wird ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO geschlossen. Bücher und Jahresabschlüsse sind zehn Jahre, Buchungsbelege acht Jahre aufzubewahren (§ 147 AO, § 257 HGB).
Worauf sollten GmbH-Geschäftsführer bei der Auswahl achten?
Entscheidend ist ein klares Modell: Software zur Selbstfeststellung oder Prüfung durch einen namentlich benannten Steuerberater. GmbHs in Freiburg haben die freie Wahl; ein beauftragter Steuerberater muss nicht vor Ort sitzen.
Bestellung prüfen
Steuerberater werden von der zuständigen Steuerberaterkammer bestellt (§ 40 StBerG); für Freiburg ist das die Steuerberaterkammer Südbaden. Ob jemand bestellt ist, lässt sich im bundesweiten Steuerberaterverzeichnis prüfen. Achten Sie darauf, dass der verantwortliche Steuerberater namentlich benannt wird.
-
Klares Modell: Selbstfeststellung oder Steuerberater-Prüfung
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Bei Steuerberater-Prüfung: namentlich benannt, bestellt, berufshaftpflichtversichert (§ 67 StBerG)
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Transparente Preisangaben
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Datenübernahme per DATEV-Export oder CSV
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Fester Ansprechpartner
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Datenschutzerklärung und Auftragsverarbeitungsvertrag
Kanzlei in Freiburg
- Termine vor Ort
- Laufende Betreuung
- Abrechnung nach StBVV
Selbstfeststellung
- Ab 499,95 € netto (zzgl. USt.)
- Digitaler Ablauf
- Eigene Prüfung
Mit Steuerberater-Prüfung
- Gegen Aufpreis
- Prüfung und Unterschrift
- Digitale Abstimmung
Welche Fristen gelten für das Geschäftsjahr 2025?
Für GmbHs mit Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten 2026 folgende Fristen:
| Frist | Rechtsgrundlage | Inhalt |
|---|---|---|
| 31.03.2026 (kleine GmbH: 30.06.2026) | § 264 Abs. 1 HGB | Aufstellung des Jahresabschlusses |
| 31.07.2026 | § 149 Abs. 2 AO | Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung 2025 bei eigener Abgabe |
| 31.08.2026 | § 42a Abs. 2 GmbHG | Feststellung bei mittelgroßer/großer GmbH (8 Monate) |
| 30.11.2026 | § 42a Abs. 2 GmbHG | Feststellung bei kleiner GmbH einschließlich Kleinst (11 Monate) |
| 31.12.2026 | § 325 HGB | Offenlegung beim Unternehmensregister (12 Monate) |
| 01.03.2027 | § 149 Abs. 3 AO | Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung 2025 bei Beratung durch einen Steuerberater |
Konsequenzen bei Versäumnis
Bei verspäteter Offenlegung folgt ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB (Androhung, sechswöchige Nachfrist, dann in der Regel 2.500 bis 25.000 Euro). Bei verspäteter Abgabe der Steuererklärungen kann ein Verspätungszuschlag nach § 152 AO festgesetzt werden. Planen Sie die Feststellung mit Puffer vor der Offenlegungsfrist.
Die Körperschaftsteuererklärung ist nicht Teil des Jahresabschluss-Angebots von OnlineBilanz; die GmbH kann sie selbst abgeben oder einen Steuerberater beauftragen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich meinen lokalen Steuerberater in Freiburg behalten?
Ja. Viele GmbHs erstellen nur den Jahresabschluss digital – selbst oder gegen Aufpreis mit Prüfung durch einen kooperierenden Steuerberater – und lassen laufende Beratung, Buchhaltung oder Steuererklärungen weiter von ihrer Kanzlei betreuen. Wichtig ist eine klare Aufgabenteilung, um Doppelarbeit zu vermeiden.
Gilt die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) auch bei digitalen Anbietern?
Die StBVV gilt für Leistungen von Steuerberatern; abweichende Vergütungen können in Textform vereinbart werden (§ 4 StBVV). Die Softwaregebühr für die Selbstfeststellung bei OnlineBilanz (ab 499,95 € netto zzgl. USt.) ist keine Steuerberatervergütung. Buchen Sie die Prüfung durch einen kooperierenden Steuerberater hinzu, richtet sich dessen Vergütung nach den für Steuerberater geltenden Regeln.
Was passiert, wenn die Offenlegungsfrist versäumt wird?
Das Bundesamt für Justiz leitet ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Es droht zunächst ein Ordnungsgeld an und setzt eine Nachfrist von sechs Wochen. Wird innerhalb dieser Frist offengelegt, wird kein Ordnungsgeld festgesetzt; es fallen aber Verfahrenskosten an. Andernfalls wird es festgesetzt, in der Regel in Höhe von 2.500 bis 25.000 Euro. Verantwortlich bleibt die Geschäftsführung; hat sie einen Steuerberater ausdrücklich mit der Offenlegung beauftragt und versäumt dieser die Frist schuldhaft, haftet er für den Schaden.
Kann eine Freiburger GmbH ihre Buchhaltung selbst führen und nur den Jahresabschluss digital erstellen?
Ja. Die GmbH führt die laufende Buchhaltung selbst, zum Beispiel in DATEV, und lädt den Export bei OnlineBilanz hoch. Die Software erstellt einen KI-gestützten Entwurf; im Basismodell prüfen und stellen Sie selbst fest, gegen Aufpreis prüft und unterzeichnet ein kooperierender Steuerberater.
Welche Rechtsgrundlagen regeln die Offenlegung beim Unternehmensregister?
Maßgeblich sind § 325 HGB (Offenlegungspflicht), §§ 326, 327 HGB (Erleichterungen), § 329 HGB (Prüfung durch die das Unternehmensregister führende Stelle) und § 335 HGB (Ordnungsgeldverfahren). Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung beim Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger.
Gibt es regionale Unterschiede für Freiburger GmbHs?
Nein. Fristen, Größenklassen (§ 267 HGB) und Ordnungsgeldrisiken sind bundesweit einheitlich. Regional unterschiedlich sind vor allem die zuständige IHK, das Registergericht und der Gewerbesteuer-Hebesatz der Stadt.
Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Steuerliche Beratung im Einzelfall erteilen nur die nach dem Steuerberatungsgesetz dazu befugten Personen und Gesellschaften, insbesondere Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer. Stellen Sie den Abschluss selbst fest, stellen wir Software sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Beauftragen Sie Prüfung und Freigabe, erbringt ein namentlich benannter Steuerberater sämtliche Vorbehaltsaufgaben in eigener beruflicher Verantwortung. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 267 HGB – Größenklassen, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren. Nächste redaktionelle Prüfung: April 2027.










Fabian Klement
Jakob Röß
Dr. Jeannine Dinnebier
