Differenzbesteuerung buchen: Buchungssätze für SKR03, SKR04 & DATEV
Wer gebrauchte Waren ankauft und weiterverkauft, muss Differenzbesteuerung nach § 25a UStG korrekt in der Finanzbuchhaltung abbilden – mit eigenen Erlöskonten, speziellen DATEV-Steuerschlüsseln und einer buchhalterischen Logik, die sich grundlegend vom Regelbesteuerungsverfahren unterscheidet. Dieser Artikel zeigt Ihnen exakt, wie das funktioniert: von den richtigen SKR03- und SKR04-Konten über den vollständigen Buchungssatz bis zur Umsatzsteuer-Voranmeldung.
Kurzantwort
Differenzbesteuerung buchen bedeutet: Der Einkauf wird ohne Vorsteuerabzug auf ein separates Wareneinkaufskonto gebucht (SKR03: 3420 / SKR04: 5420). Der Verkauf wird auf ein gesondertes Erlöskonto (SKR03: 8420 / SKR04: 4420) mit dem DATEV-Steuerschlüssel 76 (19 %) bzw. 75 (7 %) erfasst. Die Umsatzsteuer berechnet sich ausschließlich auf die Handelsspanne (Verkaufspreis minus Einkaufspreis), nicht auf den vollen Verkaufspreis. Ein Vorsteuerabzug aus dem Einkauf ist gesetzlich ausgeschlossen (§ 25a Abs. 7 UStG).
Inhaltsverzeichnis
Grundprinzip & gesetzliche Basis der Differenzbesteuerung
Die Differenzbesteuerung ist in § 25a UStG geregelt und gilt für Wiederverkäufer, die bewegliche körperliche Gegenstände von Nichtunternehmern, Kleinunternehmern oder anderen Differenzbesteuerern einkaufen. Typische Anwendungsfälle: Kfz-Händler mit Gebrauchtwagen, Antiquitätenhändler, Second-Hand-Shops, Kunstgalerien oder gewerbliche Ankäufer von gebrauchten Elektronikgeräten.
Das Grundprinzip ist einfach: Da beim Einkauf keine Vorsteuer angefallen ist (der Verkäufer war kein Unternehmer oder hat selbst differenzbesteuert), darf die Umsatzsteuer beim Weiterverkauf nur auf die Marge – also die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis – berechnet werden. Dies verhindert eine systemwidrige Doppelbesteuerung.
Gesetzliche Voraussetzungen § 25a UStG
Der Wiederverkäufer muss (1) ein Unternehmer im Sinne des UStG sein, (2) die Gegenstände im Inland oder EU-Ausland erworben haben, (3) beim Erwerb keine abzugsfähige Vorsteuer gezogen haben und (4) die Gegenstände zum Wiederverkauf bestimmt haben. Die Option zur Regelbesteuerung ist möglich, aber an strenge Bedingungen geknüpft.
Buchhalterisch bedeutet das: Es entstehen zwei voneinander getrennte Buchungskreise – einer für den vorsteuerfreien Einkauf, einer für den margenbesteuerten Verkauf. Wer diese Trennung nicht sauber umsetzt, riskiert eine fehlerhafte Umsatzsteuer-Voranmeldung und im schlimmsten Fall eine Steuernachzahlung inklusive Zinsen nach § 233a AO.
Welche Konten im SKR03 und SKR04 – Übersicht
DATEV hat für die Differenzbesteuerung spezifische Standardkonten im Kontenrahmen vorgesehen. Diese müssen im Mandantenstamm korrekt eingerichtet sein. Nachfolgend die wichtigsten Konten im Überblick:
| Buchungsvorgang | SKR03-Konto | SKR04-Konto | Bezeichnung |
|---|---|---|---|
| Wareneinkauf (differenzbesteuert) | 3420 | 5420 | Waren-/Materialeinkauf Differenzbesteuerung |
| Warenverkauf 19 % Marge | 8420 | 4420 | Erlöse Differenzbesteuerung 19 % |
| Warenverkauf 7 % Marge | 8421 | 4421 | Erlöse Differenzbesteuerung 7 % |
| Umsatzsteuer auf Marge 19 % | 1776 | 3806 | USt-Schuld aus Differenzbesteuerung 19 % |
| Umsatzsteuer auf Marge 7 % | 1775 | 3805 | USt-Schuld aus Differenzbesteuerung 7 % |
Wichtig: Die genauen Kontonummern können je nach DATEV-Version und individueller Kontenanpassung im Mandanten leicht abweichen. Prüfen Sie die Kontenbezeichnung im DATEV-Kontenrahmen Ihres Mandanten und stimmen Sie die Einrichtung mit Ihrem Steuerberater ab. Abweichende Nummern sind bei angepassten Kontenrahmen möglich.
Einkaufskonto: Kein Vorsteuerabzug, keine Steuerautomatik
Das Wareneinkaufskonto für die Differenzbesteuerung (SKR03: 3420 / SKR04: 5420) ist so konfiguriert, dass kein Vorsteuerabzug möglich ist. Der Bruttoeinkaufspreis wird vollständig als Aufwand gebucht – ohne Auftrennung in Netto und Vorsteuer. Dies entspricht exakt der gesetzlichen Vorgabe aus § 25a Abs. 7 Nr. 1 UStG.
Erlöskonto: Brutto rein, Marge wird intern berechnet
Das Erlöskonto für differenzbesteuerte Verkäufe nimmt den vollen Verkaufspreis brutto auf. Die Umsatzsteuer wird intern nur auf die Marge berechnet und an das Finanzamt abgeführt – buchhalterisch ergibt sich ein spezieller Ablauf, den wir im nächsten Abschnitt erläutern.
DATEV-Steuerschlüssel für die Differenzbesteuerung
Der korrekte DATEV-Steuerschlüssel ist das Herzstück der buchhalterischen Umsetzung. Er steuert, wie DATEV die Umsatzsteuer für die Voranmeldung ermittelt und in welche Kennzahl der UVA der Umsatz fließt.
| Steuerschlüssel | Steuersatz | Anwendungsfall | UVA-Kennzahl |
|---|---|---|---|
| 76 | 19 % | Differenzbesteuerung Standard | Kz. 76 |
| 75 | 7 % | Differenzbesteuerung ermäßigt | Kz. 75 |
In der Umsatzsteuer-Voranmeldung (UVA) werden differenzbesteuerte Umsätze in den Kennzahlen 75 bzw. 76 ausgewiesen – getrennt von den regulären Umsätzen in Kz. 81 (19 %) bzw. Kz. 86 (7 %). Dieser separate Ausweis ist zwingend, da die Bemessungsgrundlage bei der Differenzbesteuerung eben nicht der volle Verkaufspreis, sondern die Marge ist.
DATEV-Praxis-Hinweis
Beim Buchen in DATEV Kanzlei-Rechnungswesen oder DATEV Unternehmen online: Wählen Sie das Erlöskonto (z. B. 8420/4420) und tragen Sie den Steuerschlüssel 76 ein. DATEV berechnet dann automatisch die USt auf Basis der Marge – vorausgesetzt, Einkaufs- und Verkaufsbuchung sind korrekt zugeordnet. Bei der Gesamtdifferenzmethode (s. u.) erfolgt die Margenermittlung periodenweise manuell.
Buchungssatz Wareneinkauf – differenzbesteuert buchen
Beim Ankauf eines Gegenstands von einer Privatperson oder einem anderen Differenzbesteuerer wird der gesamte Kaufpreis als Bruttobetrag gebucht. Es gibt keine Vorsteuer, keinen Nettobetrag, keine Steueraufteilung.
Beispiel: Einkauf eines Gebrauchtwagens für 8.000 EUR (bar oder Banküberweisung)
an 1000 Kasse / 1200 Bank 8.000 EUR
SKR04: 5420 Wareneinkauf Differenzbesteuerung 8.000 EUR
an 1600 Kasse / 1800 Bank 8.000 EUR
Steuerschlüssel beim Einkauf: Kein Steuerschlüssel (steuerfreier Einkauf ohne Vorsteuer). Der Betrag fließt nicht in die UVA-Kennzahlen für Vorsteuer.
Buchungssatz Warenverkauf – Marge korrekt erfassen
Beim Verkauf des differenzbesteuerten Gegenstands wird der volle Verkaufspreis (brutto) als Erlös gebucht. Die Umsatzsteuer berechnet DATEV intern auf die Marge (Verkaufspreis abzüglich Einkaufspreis). Buchhalterisch buchen Sie den Gesamtbetrag auf das Differenzbesteuerungskonto mit dem Steuerschlüssel 76.
Beispiel: Verkauf des Gebrauchtwagens für 10.000 EUR
an 8420 Erlöse Differenzbesteuerung 19 % 10.000 EUR (Steuerschlüssel 76)
SKR04: 1800 Bank / 1600 Kasse 10.000 EUR
an 4420 Erlöse Differenzbesteuerung 19 % 10.000 EUR (Steuerschlüssel 76)
Die tatsächlich abzuführende Umsatzsteuer berechnet sich wie folgt:
- Marge: 10.000 EUR – 8.000 EUR = 2.000 EUR
- USt (19/119 aus der Marge): 2.000 × 19/119 = 319,33 EUR
- Nettomarge: 2.000 – 319,33 = 1.680,67 EUR
Achtung Ausweis auf der Rechnung: Bei der Differenzbesteuerung darf kein gesonderter Steuerausweis auf der Rechnung erfolgen (§ 25a Abs. 3 UStG). Auf der Ausgangsrechnung muss lediglich der Hinweis „Differenzbesteuerung gemäß § 25a UStG“ erscheinen. Ein gesonderter USt-Ausweis würde zu einer unrichtigen Steuer nach § 14c UStG führen.
Praxisbeispiel GmbH: Kompletter Buchungsfall
Eine Gebrauchtwagen-GmbH kauft im Januar drei Fahrzeuge von Privatpersonen und verkauft diese im selben Monat. Die GmbH verwendet SKR04 und bucht in DATEV Unternehmen online.
| Fahrzeug | Einkauf (EUR) | Verkauf (EUR) | Marge (EUR) | USt auf Marge (EUR) |
|---|---|---|---|---|
| BMW 3er | 8.000 | 10.000 | 2.000 | 319,33 |
| VW Golf | 5.500 | 7.200 | 1.700 | 271,43 |
| Ford Focus | 3.000 | 3.800 | 800 | 127,73 |
| Gesamt | 16.500 | 21.000 | 4.500 | 718,49 |
Buchungssätze Einkauf (SKR04):
an 1800 Bank 16.500 EUR
(3 Einzelbuchungen à 8.000 / 5.500 / 3.000 EUR, kein Steuerschlüssel)
Buchungssätze Verkauf (SKR04):
an 4420 Erlöse Differenzbesteuerung 19 % 21.000 EUR
(Steuerschlüssel 76; DATEV ermittelt USt auf die jeweilige Marge je Fahrzeug)
Ergebnis in der UVA: In Kennzahl 76 erscheinen die Nettomargen (4.500 – 718,49 = 3.781,51 EUR als Bemessungsgrundlage), die USt-Schuld beträgt 718,49 EUR. Die vollen Verkaufserlöse (21.000 EUR) erscheinen nicht als Bemessungsgrundlage – ein häufiger Fehler bei manueller Buchung.
Für den korrekten Jahresabschluss dieser GmbH müssen die differenzbesteuerten Umsätze im Anhang kenntlich gemacht werden. Mehr zu den handelsrechtlichen Anforderungen lesen Sie in unserem Artikel zum Jahresabschluss für GmbH und UG.
Gesamtdifferenz vs. Einzeldifferenz: Buchungsunterschiede
§ 25a UStG erlaubt zwei Methoden der Margenermittlung, die buchhalterisch unterschiedlich umzusetzen sind:
Jeder Gegenstand wird einzeln erfasst: Einkauf und Verkauf werden einem konkreten Objekt zugeordnet. Die Marge wird pro Artikel berechnet. Negative Margen (Verlustverkäufe) bleiben unberücksichtigt – sie führen zu keiner Minderung der USt. Empfohlen für überschaubare Warensortimente.
Alle Einkäufe und Verkäufe einer Periode werden saldiert. Eine negative Gesamtdifferenz ergibt keine Umsatzsteuer (Mindest-Null). Buchhalterisch: Periodische Sammelerfassung auf den Differenzbesteuerungskonten, manuelle Margenberechnung zum Periodenende. Geeignet für Händler mit großem, schnell drehendem Sortiment (z. B. Antiquitäten).
DATEV-Hinweis Gesamtdifferenz
Bei der Gesamtdifferenzmethode buchen Sie alle Verkäufe ohne automatischen Steuerschlüssel auf das Erlöskonto und ermitteln die USt manuell am Periodenende. Die Umsatzsteuer wird dann als separate Buchung auf das USt-Konto (SKR04: 3806) gegen das Erlöskonto gebucht. Stimmen Sie diesen Prozess mit Ihrem Steuerberater ab, da die Methode nach Beginn des Jahres nicht mehr gewechselt werden kann.
Checkliste & häufige Fehler beim Differenzbesteuerung buchen
- Einkaufskonten (SKR03: 3420 / SKR04: 5420) ohne Steuerschlüssel und ohne Vorsteuer buchen
- Erlöskonten (SKR03: 8420/8421 / SKR04: 4420/4421) mit korrektem DATEV-Steuerschlüssel 76 oder 75 belegen
- Auf der Ausgangsrechnung keinen gesonderten USt-Betrag ausweisen (§ 25a Abs. 3 UStG)
- Den Pflichthinweis „Differenzbesteuerung gemäß § 25a UStG“ auf jeder Rechnung ergänzen
- Negative Einzelmargen nicht mit positiven Margen verrechnen (bei Einzeldifferenz)
- Belege über den Einkauf aufbewahren (Ankaufsbelege, Quittungen von Privatpersonen) – Aufbewahrungspflicht nach § 147 AO
- Kein Vorsteuerabzug aus dem Einkauf geltend machen
- Differenzbesteuerte und regelbesteuerte Umsätze strikt auf getrennten Konten führen
- Bei Gesamtdifferenzmethode: Bindung für das gesamte Kalenderjahr beachten
- UVA-Kennzahlen 75/76 korrekt befüllt (nicht in Kz. 81/86)
Häufige Fehler in der Praxis:
1. Vorsteuer trotzdem gebucht: Einige Buchhaltungssoftware-Konfigurationen buchen automatisch Vorsteuer, wenn ein allgemeines Wareneinkaufskonto verwendet wird. Prüfen Sie, ob das korrekte Differenzbesteuerungskonto hinterlegt ist.
2. Voller Verkaufspreis als Bemessungsgrundlage: In der UVA erscheint fälschlicherweise der volle Verkaufspreis statt der Nettomarge. Dies passiert, wenn der falsche Steuerschlüssel (z. B. 9 statt 76) verwendet wird.
3. Mischbuchungen: Regelbesteuerte und differenzbesteuerte Umsätze landen auf demselben Erlöskonto. Konsequenz: fehlerhafte UVA, mögliche Betriebsprüfungsrisiken.
4. Fehlender Rechnungshinweis: Auch wenn keine USt ausgewiesen wird, muss der § 25a-Hinweis auf der Rechnung stehen. Fehlt er, kann der Leistungsempfänger keine Differenzbesteuerung nachweisen.
Wenn Sie prüfen möchten, wie effizient Ihre aktuelle Buchführungslösung diese Anforderungen abdeckt, können Sie unseren Kostenrechner für GmbH-Buchhaltung nutzen oder direkt eine Demo-Session vereinbaren.
Fazit: Differenzbesteuerung buchen – sauber, rechtssicher, DATEV-konform
Differenzbesteuerung buchen ist keine Hexerei, aber ein Bereich, in dem kleine Fehler große steuerliche Konsequenzen haben können. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
Erstens: Einkauf immer ohne Vorsteuer auf dem richtigen Differenzbesteuerungskonto (SKR03: 3420 / SKR04: 5420) erfassen. Zweitens: Verkauf auf dem separaten Erlöskonto (SKR03: 8420 / SKR04: 4420) mit dem DATEV-Steuerschlüssel 76 (19 %) oder 75 (7 %) buchen. Drittens: Die Umsatzsteuer bemisst sich nur auf die Handelsspanne, nie auf den Gesamtverkaufspreis. Viertens: Separate Konten für differenzbesteuerte und regelbesteuerte Umsätze sind Pflicht – sowohl für die korrekte UVA als auch für eine belastbare Jahresbuchhaltung.
Gerade für GmbH und UG mit Gebrauchtwarenhandel oder ähnlichen Geschäftsmodellen ist eine mandantenspezifisch konfigurierte DATEV-Umgebung mit korrekten Steuerschlüsseln das A und O. Wer diese Grundlage sauber legt, vermeidet Rückfragen des Finanzamts und ist auch für die nächste Betriebsprüfung gut aufgestellt.
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USt-Faktor auf die Bruttomarge (19 %)
§ 25a UStG
Gesetzliche Grundlage Differenzbesteuerung
Steuerschlüssel 76
DATEV-Schlüssel für 19 % Differenzbesteuerung
Häufig gestellte Fragen
Was ist der DATEV-Steuerschlüssel für die Differenzbesteuerung?
Für die Differenzbesteuerung mit 19 % verwendet DATEV den Steuerschlüssel 76, für den ermäßigten Steuersatz (7 %) den Schlüssel 75. Diese Schlüssel sorgen dafür, dass die Umsätze korrekt in die UVA-Kennzahlen 76 bzw. 75 einfließen und die Umsatzsteuer nur auf die Marge berechnet wird.
Welches SKR03-Konto nutze ich für differenzbesteuerte Einkäufe?
Im SKR03 verwenden Sie das Konto 3420 (Wareneinkauf Differenzbesteuerung) für Ankäufe ohne Vorsteuer. Im SKR04 ist das entsprechende Konto 5420. Beide Konten sind so konfiguriert, dass kein Vorsteuerabzug möglich ist.
Darf ich Vorsteuer aus differenzbesteuerten Einkäufen geltend machen?
Nein. § 25a Abs. 7 Nr. 1 UStG schließt den Vorsteuerabzug aus dem Einkauf bei der Differenzbesteuerung ausdrücklich aus. Der vollständige Bruttoeinkaufspreis ist als Aufwand zu buchen.
Muss ich auf der Rechnung die Umsatzsteuer ausweisen?
Nein. Bei der Differenzbesteuerung darf kein gesonderter Steuerausweis erfolgen (§ 25a Abs. 3 UStG). Stattdessen muss der Hinweis „Differenzbesteuerung gemäß § 25a UStG" auf der Rechnung stehen. Ein versehentlicher USt-Ausweis führt zu einer unrichtigen Steuer nach § 14c UStG.
Was ist der Unterschied zwischen Einzel- und Gesamtdifferenzmethode bei der Buchung?
Bei der Einzeldifferenzmethode wird die Marge pro verkauftem Gegenstand ermittelt; negative Margen bleiben unberücksichtigt. Bei der Gesamtdifferenzmethode (§ 25a Abs. 4 UStG) werden alle Einkäufe und Verkäufe einer Periode saldiert. Die Wahl der Methode bindet für das gesamte Kalenderjahr und hat direkte Auswirkungen auf den Buchungsablauf in DATEV.
Wie buche ich einen Verlustverkauf bei der Differenzbesteuerung?
Bei der Einzeldifferenzmethode entsteht bei einer negativen Marge keine Umsatzsteuer – die Marge wird mit null angesetzt. Es ist keine besondere Buchung erforderlich; der Verkauf wird wie üblich auf dem Differenzbesteuerungskonto erfasst, aber ohne USt-Schuld. Lediglich bei der Gesamtdifferenzmethode kann ein Verlustverkauf die Periodenmarge reduzieren.
Über Autor und fachliche Prüfung
Autor
Servet Gündogan
Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart
Erster Ansprechpartner für Mandanten, koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und Steuerberater.
Fachliche Prüfung
Fabian Klement
Wirtschaftsprüfer & Steuerberater · Dipl.-Kfm.
✓ Steuerberaterkammer Stuttgart · Wirtschaftsprüferkammer
Schwerpunkt Jahresabschlussprüfung, Konzernreporting und E-Bilanz. Qualitätssicherung aller Abschlüsse. Verantwortet die fachliche Prüfung dieses Beitrags.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Alle steuerlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer. OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet. Stand der Rechtslage: June 2026.





