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Bank & Kasse96.650 €
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Passiva Mittelherkunft · "Wem gehört es?"
A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
Jahresüberschuss184.320 €
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offengelegt
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HandelsregisterHinterlegung · sofern erforderlich
hinterlegt
Festpreis eingehalten · Bestätigung per E-Mail

Datum

Lesedauer

11–16 Minuten


OnlineBilanzBlogJahresabschluss veröffentlichen 2026

Jahresabschluss im Unternehmensregister veröffentlichen 2026 – Ihr Leitfaden

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Offenlegung des Jahresabschlusses erfolgt seit August 2022 ausschließlich über das Unternehmensregister. Kapitalgesellschaften sind verpflichtet, ihre Bilanz im Bundesanzeiger sowie die weiteren Unterlagen innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag elektronisch einzureichen. Wer den Jahresabschluss nicht rechtzeitig veröffentlicht, dem drohen Ordnungsgelder bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Seit dem DiRUG (01.08.2022) müssen Kapitalgesellschaften ihren Jahresabschluss ausschließlich beim Unternehmensregister offenlegen. Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses muss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag gemäß § 325 HGB erfolgen. Bei Nichtbeachtung drohen Ordnungsgelder von 500 bis 25.000 Euro. Nach der Veröffentlichung kann jeder den Jahresabschluss im Unternehmensregister suchen und einsehen.

Grundlagen der Offenlegungspflicht

Die Offenlegungspflicht für Kapitalgesellschaften ist in § 325 HGB geregelt. Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) am 01.08.2022 erfolgt die Veröffentlichung ausschließlich über das Unternehmensregister.

Der frühere Weg über den Bundesanzeiger ist damit entfallen. Alle Kapitalgesellschaften – unabhängig von ihrer Größenklasse – müssen ihre Jahresabschlussunterlagen elektronisch beim Unternehmensregister einreichen.

Hinweis

Das Unternehmensregister ist die zentrale Plattform für Unternehmensdaten in Deutschland. Es wird vom Bundesamt für Justiz betrieben und ermöglicht den kostenlosen Abruf veröffentlichter Jahresabschlüsse.

Wer ist offenlegungspflichtig?

Folgende Rechtsformen unterliegen der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB:

  • Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Unternehmergesellschaften (haftungsbeschränkt)
  • Aktiengesellschaften (AG)
  • Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA)
  • Europäische Gesellschaften (SE)
  • Genossenschaften (nach § 339 HGB)

Personengesellschaften wie GbR, OHG oder KG sind grundsätzlich nicht offenlegungspflichtig, es sei denn, es handelt sich um Kapitalgesellschaften & Co. (z.B. GmbH & Co. KG mit einer Kapitalgesellschaft als Komplementärin).

Fristen und Termine 2026

Für Jahresabschlüsse mit Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten folgende Fristen im Jahr 2026:

Meilenstein Kleine GmbH Mittelgroße/große GmbH Rechtsgrundlage
Aufstellung Jahresabschluss bis 30.11.2026 bis 31.08.2026 § 42a Abs. 1 GmbHG
Feststellung durch Gesellschafter bis 30.11.2026 bis 31.08.2026 § 42a Abs. 2 GmbHG
Offenlegung bis 31.12.2026 bis 31.12.2026 § 325 Abs. 1 HGB
Ordnungsgeldverfahren ab 01.01.2027 ab 01.01.2027 § 335 HGB

Achtung

Die 12-Monats-Frist nach § 325 HGB gilt unabhängig von der Größenklasse. Auch wenn die Feststellungsfrist für kleine Kapitalgesellschaften länger ist (11 Monate), endet die Offenlegungspflicht spätestens am 31.12.2026.

Größenklassen nach § 267 HGB

Die Zuordnung zu einer Größenklasse bestimmt den Umfang der Offenlegung. Maßgeblich sind die Schwellenwerte nach § 267 HGB (Stand 2026):

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer
Klein ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50 § 267 Abs. 1 HGB
Mittelgroß ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250 § 267 Abs. 2 HGB
Groß > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250 § 267 Abs. 3 HGB

Eine Gesellschaft gilt als klein, wenn sie zwei der drei Merkmale an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen nicht überschreitet.

Zugang zum Unternehmensregister

Für die Offenlegung benötigen Sie einen elektronischen Zugang zum Unternehmensregister. Die Registrierung erfolgt über die Website www.unternehmensregister.de.

Voraussetzungen für die Einreichung

  • Gültiges Benutzerkonto im Unternehmensregister
  • ELSTER-Zertifikat (kostenlos) oder qualifizierte elektronische Signatur
  • Jahresabschlussunterlagen im XHTML-Format oder als strukturierter Datensatz (ESEF/XBRL)
  • Bei Erstregistrierung: Handelsregisterauszug zur Legitimation

Hinweis

Das ELSTER-Zertifikat ist die kostengünstigste Authentifizierungsmethode. Sie können es direkt über das ELSTER-Portal der Finanzverwaltung beantragen. Die Bereitstellung dauert ca. 1-2 Wochen.

Registrierung Schritt für Schritt

  1. Rufen Sie www.unternehmensregister.de auf
  2. Klicken Sie auf „Publikation“ und dann „Registrierung“
  3. Füllen Sie das Registrierungsformular mit Firmendaten aus
  4. Laden Sie einen aktuellen Handelsregisterauszug hoch (nicht älter als 3 Monate)
  5. Nach Prüfung erhalten Sie die Zugangsdaten per E-Mail (Bearbeitungsdauer: 2-5 Werktage)
  6. Richten Sie anschließend Ihr ELSTER-Zertifikat oder eine qualifizierte Signatur ein

Achtung

Planen Sie ausreichend Vorlaufzeit ein. Die Registrierung und Zertifikatsbestellung können zusammen 3-4 Wochen in Anspruch nehmen. Beginnen Sie spätestens 6 Wochen vor Fristablauf mit den Vorbereitungen.

Schritt-für-Schritt Upload-Anleitung

Nach erfolgreicher Registrierung können Sie Ihren Jahresabschluss einreichen. Die technische Übermittlung erfolgt in mehreren Schritten:

1. Vorbereitung der Unterlagen

Konvertieren Sie Ihre Jahresabschlussunterlagen in das XHTML-Format. Dieses Format ist seit 2022 verpflichtend und gewährleistet die maschinenlesbare Struktur der Daten.

  • Bilanz im XHTML-Format
  • Gewinn- und Verlustrechnung im XHTML-Format
  • Anhang im XHTML-Format (falls erforderlich)
  • Lagebericht im XHTML-Format (falls erforderlich)
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers als PDF (falls prüfungspflichtig)
  • Ergebnisverwendungsbeschluss (optional)

Hinweis

OnlineBilanz erstellt Ihren Jahresabschluss automatisch im korrekten XHTML-Format. Die Dateien können Sie direkt exportieren und ohne weitere Bearbeitung im Unternehmensregister hochladen.

2. Einreichung im Unternehmensregister

Loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten und Ihrem ELSTER-Zertifikat im Unternehmensregister ein. Folgen Sie dann dieser Anleitung:

  1. Wählen Sie im Menü „Rechnungslegung/Finanzberichte“
  2. Klicken Sie auf „Neue Einreichung“
  3. Wählen Sie die Art der Einreichung: „Jahresabschluss“
  4. Geben Sie den Bilanzstichtag ein (z.B. 31.12.2025)
  5. Laden Sie die XHTML-Dateien hoch (Bilanz, GuV, ggf. Anhang und Lagebericht)
  6. Fügen Sie ggf. den Bestätigungsvermerk als PDF hinzu
  7. Prüfen Sie die Vorschau auf Vollständigkeit und Darstellung
  8. Signieren Sie die Einreichung mit Ihrem ELSTER-Zertifikat
  9. Senden Sie die Einreichung ab

Achtung

Nach dem Absenden erhalten Sie eine Eingangsbestätigung per E-Mail. Speichern Sie diese als Nachweis der fristgerechten Offenlegung. Die Veröffentlichung erfolgt nach technischer Prüfung, meist innerhalb von 1-2 Werktagen.

3. Bestätigung und Veröffentlichung

Das Unternehmensregister prüft Ihre Einreichung auf technische Vollständigkeit. Bei erfolgreicher Prüfung erhalten Sie eine Veröffentlichungsbestätigung.

Die Unterlagen sind anschließend öffentlich einsehbar. Jeder kann kostenfrei im Unternehmensregister nach Ihrer Firma suchen und die offengelegten Dokumente abrufen.

„Die häufigsten technischen Fehler entstehen bei der XHTML-Konvertierung. Nutzen Sie zertifizierte Softwarelösungen wie OnlineBilanz, um Format- und Validierungsfehler von vornherein auszuschließen. Das spart Zeit und verhindert Rückweisungen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Umfang der Offenlegung

Der Umfang der offenzulegenden Unterlagen richtet sich nach der Größenklasse der Gesellschaft gemäß § 267 HGB. Kleine Kapitalgesellschaften profitieren von Erleichterungen.

Kleine Kapitalgesellschaften (§ 326 HGB)

  • Verkürzte Bilanz (ohne Gliederung nach § 266 HGB)
  • Keine Gewinn- und Verlustrechnung erforderlich
  • Verkürzter Anhang nach § 288 HGB
  • Kein Lagebericht erforderlich
  • Kein Bestätigungsvermerk (falls keine freiwillige Prüfung)

Hinweis

Kleine Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 1 HGB können von den Offenlegungserleichterungen profitieren. Die Gewinn- und Verlustrechnung muss nicht veröffentlicht werden – ein erheblicher Vorteil für den Schutz sensibler Geschäftsdaten.

Mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 327 HGB)

  • Vollständige Bilanz nach § 266 HGB
  • Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB
  • Vollständiger Anhang nach § 284 HGB
  • Lagebericht gemäß § 289 HGB
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers (Prüfungspflicht nach § 316 HGB)

Große Kapitalgesellschaften (§ 327 HGB)

Große Kapitalgesellschaften unterliegen denselben Offenlegungspflichten wie mittelgroße, jedoch mit erweiterten Anforderungen an Lagebericht und Anhang:

  • Vollständige Bilanz nach § 266 HGB
  • Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB
  • Erweiterter Anhang mit zusätzlichen Angaben nach § 285 HGB
  • Erweiterter Lagebericht nach § 289 HGB
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • Ggf. Konzernabschluss und Konzernlagebericht (bei Mutterunternehmen)
Dokument Klein Mittel Groß
Bilanz verkürzt vollständig vollständig
GuV nein ja ja
Anhang verkürzt vollständig erweitert
Lagebericht nein ja erweitert
Bestätigungsvermerk nein* ja ja

*Kleine Kapitalgesellschaften sind nicht prüfungspflichtig, es sei denn, sie überschreiten die Schwellenwerte des § 316 HGB oder unterliegen einer freiwilligen Prüfung.

Kosten und Gebühren

Die Offenlegung im Unternehmensregister ist grundsätzlich gebührenpflichtig. Die Höhe richtet sich nach Art und Umfang der eingereichten Unterlagen.

Gebührenübersicht 2026

Leistung Gebühr Rechtsgrundlage
Offenlegung Jahresabschluss (Standard) 59,50 € Gebührenordnung Unternehmensregister
Zusätzliche Dokumente (z.B. Lagebericht) je 5,00 € Gebührenordnung Unternehmensregister
Befreiung bei Kleinstkapitalgesellschaften 0,00 € § 326 Abs. 2 HGB
ELSTER-Zertifikat kostenlos ELSTER-Portal

Hinweis

Kleinstkapitalgesellschaften im Sinne des § 267a HGB sind von der Offenlegungspflicht befreit, wenn sie von den Erleichterungen nach § 326 Abs. 2 HGB Gebrauch machen. Sie müssen dann keine Unterlagen veröffentlichen und zahlen auch keine Gebühren.

Zusatzkosten bei Verzögerung

Neben den regulären Gebühren können bei verspäteter Offenlegung erhebliche Zusatzkosten entstehen:

  • Ordnungsgeld nach § 335 HGB: 500 bis 25.000 Euro
  • Verwaltungsgebühren für Mahnverfahren: ca. 50-100 Euro
  • Rechtsanwalts- und Beratungskosten bei Widerspruchsverfahren
  • Opportunitätskosten durch Zeit- und Personalaufwand

Achtung

Das Bundesamt für Justiz verhängt Ordnungsgelder grundsätzlich ohne vorherige Mahnung. Die Frist nach § 325 HGB ist eine gesetzliche Ausschlussfrist. Auch nachträgliche Offenlegung schützt nicht vor Sanktionen.

Sanktionen bei Verzögerung

Die Nichteinhaltung der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB ist eine Ordnungswidrigkeit. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) überwacht die Einhaltung und leitet bei Verstoß Ordnungsgeldverfahren ein.

Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB

Gemäß § 335 HGB können gegen die Mitglieder des vertretungsberechtigten Organs (Geschäftsführer) und gegen die Gesellschaft selbst Ordnungsgelder verhängt werden:

500 €

Mindestordnungsgeld

25.000 €

Höchstordnungsgeld

12 Monate

Offenlegungsfrist

Die Höhe des Ordnungsgelds bemisst sich nach folgenden Kriterien:

  • Dauer der Fristüberschreitung (in Monaten)
  • Größe der Gesellschaft (Bilanzsumme, Umsatz)
  • Wiederholungsfall oder Erstverstoß
  • Verschulden (grob fahrlässig oder vorsätzlich)
  • Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Geschäftsführers

Achtung

Das Ordnungsgeld richtet sich persönlich gegen den oder die Geschäftsführer. Es ist nicht durch die Gesellschaft erstattungsfähig und muss privat getragen werden. Eine D&O-Versicherung übernimmt solche Bußgelder in der Regel nicht.

Ablauf des Ordnungsgeldverfahrens

  1. Das Bundesamt für Justiz stellt nach Ablauf der 12-Monats-Frist die Säumnis fest
  2. Sie erhalten einen Anhörungsbogen per Post (ca. 2-4 Monate nach Fristablauf)
  3. Sie haben 2 Wochen Zeit für eine Stellungnahme
  4. Das BfJ erlässt einen Ordnungsgeldbescheid
  5. Gegen den Bescheid können Sie innerhalb von 2 Wochen Einspruch einlegen
  6. Bei Einspruch prüft das zuständige Landgericht den Fall

Hinweis

Auch wenn Sie den Jahresabschluss nach Erhalt des Anhörungsbogens noch einreichen, bleibt das Ordnungsgeld grundsätzlich bestehen. Die nachträgliche Offenlegung kann jedoch strafmildernd berücksichtigt werden.

Weitere Rechtsfolgen

Neben dem Ordnungsgeld können weitere negative Konsequenzen entstehen:

  • Eintrag im Unternehmensregister über das Ordnungsgeldverfahren (öffentlich einsehbar)
  • Negative Auswirkungen auf Bonität und Kreditwürdigkeit
  • Verschlechterung des Ratings bei Auskunfteien (Creditreform, Bürgel etc.)
  • Mögliche Haftung des Geschäftsführers gegenüber der Gesellschaft
  • Probleme bei öffentlichen Ausschreibungen und Lieferantenzertifizierungen

„In der Praxis liegen die Ordnungsgelder bei Erstverstoß meist zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Bei Wiederholungstätern oder sehr großen Gesellschaften kann das BfJ aber auch deutlich höhere Beträge festsetzen. Planen Sie die Offenlegung daher rechtzeitig in Ihren Jahresabschluss-Workflow ein.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufige Fehler vermeiden

Bei der Offenlegung im Unternehmensregister passieren immer wieder dieselben Fehler. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung können Sie diese vermeiden:

Technische Fehler

  • Falsches Dateiformat: XHTML ist seit 2022 Pflicht. PDF-Dateien werden vom System zurückgewiesen.
  • Ungültige XHTML-Struktur: Fehlerhafte Tags oder fehlende Taxonomie-Referenzen führen zur Ablehnung.
  • Zu große Dateien: Die maximale Dateigröße pro Upload beträgt 10 MB.
  • Fehlende Signatur: Ohne gültiges ELSTER-Zertifikat kann die Einreichung nicht abgeschlossen werden.
  • Unvollständige Metadaten: Bilanzstichtag, Firma und Registernummer müssen exakt mit dem Handelsregister übereinstimmen.

Inhaltliche Fehler

  • Falsche Größenklasse: Prüfen Sie die Schwellenwerte nach § 267 HGB genau. Fehlerhafte Einstufung führt zu unvollständiger Offenlegung.
  • Fehlende Dokumente: Mittelgroße und große Gesellschaften müssen zwingend GuV, Anhang und Lagebericht einreichen.
  • Nicht festgestellter Jahresabschluss: Nur der durch die Gesellschafterversammlung festgestellte Abschluss darf offengelegt werden.
  • Veraltete Daten: Stellen Sie sicher, dass Sie den aktuellen Jahresabschluss einreichen, nicht den Vorjahresabschluss.

Achtung

Die häufigste Fehlerquelle ist die manuelle Erstellung von XHTML-Dateien. Nutzen Sie professionelle Software wie OnlineBilanz, die die korrekte Formatierung und Taxonomie-Konformität automatisch gewährleistet.

Organisatorische Fehler

  • Zu späte Planung: Beginnen Sie mindestens 8 Wochen vor Fristablauf mit der Vorbereitung.
  • Fehlende Zugangsdaten: Registrierung und Zertifikatsbestellung benötigen bis zu 4 Wochen.
  • Keine Dokumentation: Speichern Sie alle Bestätigungsmails und Screenshots als Nachweis.
  • Fehlende Vertretungsregelung: Klären Sie im Vorfeld, wer im Krankheitsfall die Offenlegung durchführt.
  • Jahresabschluss wurde von der Gesellschafterversammlung festgestellt
  • Größenklasse nach § 267 HGB korrekt bestimmt
  • Alle erforderlichen Unterlagen liegen im XHTML-Format vor
  • Zugang zum Unternehmensregister ist eingerichtet
  • ELSTER-Zertifikat ist aktiviert und gültig
  • Gebühren (ca. 60 Euro) stehen zur Verfügung
  • Eingangsbestätigung wurde gespeichert

Checkliste: Offenlegung erfolgreich abgeschlossen

Nach erfolgreicher Einreichung sollten Sie folgende Punkte dokumentieren:

  1. Eingangsbestätigung des Unternehmensregisters (E-Mail und PDF speichern)
  2. Veröffentlichungsbestätigung mit Veröffentlichungsdatum
  3. Screenshot der veröffentlichten Unterlagen im Unternehmensregister
  4. Zahlungsbeleg über die Offenlegungsgebühr
  5. Vermerk in der Geschäftsführer-Dokumentation über fristgerechte Erfüllung

Hinweis

Bewahren Sie die Nachweise mindestens 10 Jahre auf. Sie dienen als Beleg für die ordnungsgemäße Erfüllung Ihrer Offenlegungspflicht und können im Falle eines späteren Ordnungsgeldverfahrens entscheidend sein.

Häufig gestellte Fragen

Wo muss ich den Jahresabschluss 2026 veröffentlichen?

Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister unter www.unternehmensregister.de. Der frühere Weg über den Bundesanzeiger ist entfallen. Sie benötigen einen elektronischen Zugang mit ELSTER-Zertifikat oder qualifizierter Signatur.

Wie lange habe ich Zeit für die Offenlegung?

Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag gemäß § 325 Abs. 1 HGB. Für den Jahresabschluss 2025 (Stichtag 31.12.2025) endet die Frist am 31.12.2026. Diese Frist gilt unabhängig von der Größenklasse der Gesellschaft.

Was passiert, wenn ich die Frist versäume?

Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB. Das Bundesamt für Justiz kann gegen Geschäftsführer und Gesellschaft Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro verhängen. Das Ordnungsgeld muss der Geschäftsführer persönlich tragen und kann nicht von der Gesellschaft erstattet werden.

Welche Unterlagen muss eine kleine GmbH offenlegen?

Kleine Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 1 HGB müssen nur eine verkürzte Bilanz und einen verkürzten Anhang offenlegen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nicht erforderlich. Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB können unter bestimmten Voraussetzungen vollständig von der Offenlegung befreit sein.

Wie viel kostet die Offenlegung im Unternehmensregister?

Die Standardgebühr für die Offenlegung beträgt 59,50 Euro. Zusätzliche Dokumente wie Lageberichte kosten jeweils 5,00 Euro extra. Das ELSTER-Zertifikat zur Authentifizierung ist kostenlos. Kleinstkapitalgesellschaften zahlen keine Gebühren, wenn sie von der Offenlegungspflicht befreit sind.

Welches Dateiformat wird für die Offenlegung benötigt?

Seit 2022 ist ausschließlich das XHTML-Format vorgeschrieben. PDF-Dateien werden nicht mehr akzeptiert. Das XHTML-Format gewährleistet die maschinenlesbare Struktur und ermöglicht die automatisierte Auswertung der Daten. OnlineBilanz erstellt Jahresabschlüsse automatisch im korrekten XHTML-Format.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren, § 267 HGB – Größenklassen, Unternehmensregister – Offizielle Publikationsplattform. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Haben Sie Fragen? Jetzt erreichbar
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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
Ben
KI-Steuerberater