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Datum

Lesedauer

10–14 Minuten


OnlineBilanzBlogOffenlegungspflicht 2026

Jahresabschluss Offenlegungspflicht 2026: Fristen & Ablauf

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Kapitalgesellschaften sind verpflichtet, ihren Jahresabschluss offenzulegen. Die gesetzlichen Fristen und Vorgaben sind dabei entscheidend, um Ordnungsgelder bis 25.000 Euro zu vermeiden. Dieser Leitfaden erklärt, wer betroffen ist, welche Unterlagen erforderlich sind und wie die Offenlegung beim Unternehmensregister funktioniert.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Die Offenlegungspflicht betrifft alle Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) nach § 325 HGB. Der Jahresabschluss muss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister eingereicht werden. Umfassende Informationen zur Offenlegungspflicht, Fristen und Strafen sowie zur Veröffentlichung im Bundesanzeiger helfen bei der fristgerechten Erfüllung dieser Pflicht. Bei Versäumnis drohen Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB.

Gesetzliche Grundlagen der Offenlegungspflicht

Die Offenlegungspflicht für Jahresabschlüsse ist im Handelsgesetzbuch (HGB) verankert. Sie dient der Transparenz im Wirtschaftsverkehr und ermöglicht Gläubigern, Geschäftspartnern und anderen Interessierten Einblick in die wirtschaftliche Lage von Kapitalgesellschaften.

Die zentrale Rechtsgrundlage bildet § 325 HGB. Dieser Paragraph verpflichtet Kapitalgesellschaften zur elektronischen Einreichung des Jahresabschlusses beim Unternehmensregister. Seit Inkrafttreten des DiRUG am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister.

Hinweis

Das Unternehmensregister ist die zentrale Plattform für alle Publizitätspflichten. Der frühere Bundesanzeiger ist für die Offenlegung von Jahresabschlüssen nicht mehr zuständig. Die elektronische Einreichung erfolgt über www.unternehmensregister.de.

Weitere relevante Vorschriften regeln Details wie Umfang, Fristen und Sanktionen. Dazu gehören § 325a HGB (Größenabhängige Erleichterungen), § 326 HGB (Größenklassen), § 328 HGB (Konzernabschlüsse) und § 335 HGB (Ordnungsgeldverfahren).

§ 325 HGB

Offenlegungspflicht

§ 267 HGB

Größenklassen

§ 335 HGB

Ordnungsgeld

Welche Unternehmen sind betroffen?

Die Offenlegungspflicht betrifft grundsätzlich alle Kapitalgesellschaften unabhängig von ihrer Größe. Entscheidend ist die Rechtsform, nicht die wirtschaftliche Bedeutung oder der Umsatz des Unternehmens.

Verpflichtete Rechtsformen

  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) – UG
  • Aktiengesellschaft (AG)
  • Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
  • Societas Europaea (SE)
  • GmbH & Co. KG (für den GmbH-Teil als Komplementär)

Nicht verpflichtete Rechtsformen

  • Einzelunternehmen
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
  • Offene Handelsgesellschaft (OHG)
  • Kommanditgesellschaft (KG) ohne Kapitalgesellschaft als Gesellschafter
  • Freiberufler und Partnerschaftsgesellschaften

Achtung

Auch eine sogenannte Vorratsgesellschaft oder eine ruhende GmbH ohne operative Tätigkeit ist zur Offenlegung verpflichtet. Die Pflicht besteht unabhängig von Umsatz, Gewinn oder Mitarbeiterzahl – allein die Rechtsform entscheidet.

Bei Mischformen wie der GmbH & Co. KG besteht die Offenlegungspflicht für die Komplementär-GmbH. Die KG selbst ist nur dann offenlegungspflichtig, wenn sie bestimmte Größenmerkmale nach § 264a HGB erfüllt.

Fristen und Termine für 2026

Die Einhaltung der gesetzlichen Fristen ist entscheidend, um Ordnungsgelder zu vermeiden. Für den Jahresabschluss 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten folgende Fristen im Jahr 2026.

Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG

Der Jahresabschluss muss zunächst von der Geschäftsführung aufgestellt und von den Gesellschaftern festgestellt werden. Die gesetzlichen Fristen hängen von der Unternehmensgröße ab.

Unternehmensgröße Feststellungsfrist Deadline für 31.12.2025
Kleine Kapitalgesellschaft 11 Monate 30.11.2026
Mittelgroße Kapitalgesellschaft 8 Monate 31.08.2026
Große Kapitalgesellschaft 8 Monate 31.08.2026

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Nach der Feststellung muss der Jahresabschluss beim Unternehmensregister eingereicht werden. Die Offenlegungsfrist beträgt einheitlich 12 Monate nach dem Bilanzstichtag, unabhängig von der Unternehmensgröße.

Hinweis

Für Jahresabschlüsse mit Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Offenlegungsfrist am 31.12.2026. Eine frühere Einreichung ist möglich und empfehlenswert, um zeitlichen Puffer zu haben.

Die Frist beginnt mit Ablauf des Bilanzstichtags. Bei abweichendem Wirtschaftsjahr (z. B. 30.06.2025) gilt entsprechend eine Frist bis 30.06.2026.

„Viele Unternehmen warten bis kurz vor Fristablauf mit der Offenlegung. Das erhöht das Risiko von Fehlern und technischen Problemen. Ich empfehle, die Einreichung spätestens zwei Monate vor Fristende vorzunehmen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Umfang der offenzulegenden Unterlagen

Der Umfang der offenzulegenden Unterlagen richtet sich nach der Größenklasse des Unternehmens gemäß § 267 HGB. Je größer das Unternehmen, desto umfangreicher sind die Publizitätspflichten.

Größenklassen nach § 267 HGB (Stand 2026)

Merkmal Klein Mittelgroß Groß
Bilanzsumme ≤ 6 Mio. € 6-20 Mio. € > 20 Mio. €
Umsatzerlöse ≤ 12 Mio. € 12-40 Mio. € > 40 Mio. €
Arbeitnehmer ≤ 50 51-250 > 250

Ein Unternehmen gehört einer Größenklasse an, wenn mindestens zwei der drei Merkmale an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen erreicht oder über- bzw. unterschritten werden.

Offenlegungsumfang nach Größenklasse

Kleine Kapitalgesellschaft

  • Keine GuV erforderlich
  • Verkürzte Bilanz möglich
  • Reduzierte Anhangangaben

Mittelgroße Kapitalgesellschaft

  • GuV in verkürzter Form
  • Umfangreicherer Anhang
  • Keine Lagebericht-Pflicht

Große Kapitalgesellschaft

  • Vollständige Unterlagen
  • Lagebericht verpflichtend
  • Bestätigungsvermerk erforderlich

Zusätzlich zu den größenabhängigen Unterlagen sind in allen Fällen der vollständige Gesellschaftsvertrag bzw. die Satzung sowie die Liste der Gesellschafter (bei GmbH) beim Handelsregister zu hinterlegen – dies erfolgt jedoch nicht im Rahmen der Jahresabschluss-Offenlegung.

Hinweis

Kleinstkapitalgesellschaften im Sinne des § 267a HGB können weitere Erleichterungen in Anspruch nehmen. Dazu gehört die Möglichkeit, auf die Erstellung eines Anhangs zu verzichten, wenn bestimmte Angaben unter der Bilanz gemacht werden.

Ablauf der Offenlegung beim Unternehmensregister

Die Offenlegung erfolgt ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Der Prozess umfasst mehrere aufeinander aufbauende Schritte, die sorgfältig vorbereitet werden sollten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Aufstellung des Jahresabschlusses: Die Geschäftsführung erstellt Bilanz, GuV und ggf. Anhang gemäß den handelsrechtlichen Vorgaben.
  2. Prüfung (falls erforderlich): Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften benötigen eine Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer.
  3. Feststellung durch Gesellschafterversammlung: Der Jahresabschluss muss formal von den Gesellschaftern beschlossen werden. Das Protokoll ist aufzubewahren.
  4. Datenaufbereitung: Die Unterlagen werden im erforderlichen elektronischen Format (meist XBRL oder PDF) aufbereitet.
  5. Registrierung im Unternehmensregister: Falls noch nicht vorhanden, ist eine einmalige Registrierung mit Elster-Zertifikat oder anderem qualifizierten Signaturverfahren erforderlich.
  6. Upload der Unterlagen: Die Dokumente werden über das Portal hochgeladen und mit den Unternehmensdaten verknüpft.
  7. Prüfung und Freigabe: Das System prüft die formale Vollständigkeit. Nach erfolgreicher Validierung wird die Einreichung bestätigt.
  8. Veröffentlichung: Nach Bearbeitung durch das Unternehmensregister werden die Unterlagen öffentlich zugänglich gemacht.

Technische Anforderungen

Die Einreichung erfordert eine qualifizierte elektronische Signatur oder ein Elster-Zertifikat. Die Unterlagen müssen in strukturierter Form (XBRL-Format nach dem vorgegebenen Taxonomie-Standard) oder als durchsuchbares PDF eingereicht werden.

Achtung

Die XBRL-Taxonomie wird jährlich aktualisiert. Für Jahresabschlüsse 2025 muss die Taxonomie-Version 2025 verwendet werden. Veraltete Versionen werden vom System abgelehnt.

Für die erstmalige Einrichtung sollten Sie etwa 2-3 Stunden einplanen. Die eigentliche Einreichung dauert bei vorbereiteten Unterlagen etwa 30-60 Minuten.

„Die technische Hürde der XBRL-Aufbereitung ist für viele Unternehmen der größte Aufwand. Spezialisierte Software oder ein erfahrener Dienstleister können hier erheblich Zeit sparen und Fehler vermeiden.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Kosten und Sanktionen

Die Offenlegung ist mit direkten Kosten verbunden. Noch deutlich teurer können jedoch Versäumnisse werden, die zu Ordnungsgeldern führen.

Kosten der ordnungsgemäßen Offenlegung

Einreichungsgebühr Unternehmensregister

  • Kleine Kapitalgesellschaft: ca. 50-70 €
  • Mittelgroße/große Gesellschaft: ca. 70-100 €
  • Zusätzliche Dokumente: je ca. 10-20 €

Weitere mögliche Kosten

  • Steuerberater für Erstellung: 800-3.000 €
  • Software für XBRL-Konvertierung: 200-600 €
  • Wirtschaftsprüfung (falls erforderlich): ab 5.000 €

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht wird das Bundesamt für Justiz tätig und setzt ein Ordnungsgeld fest. Die Höhe liegt zwischen 500 Euro und 25.000 Euro.

Das Ordnungsgeld wird in der Regel in mehreren Stufen festgesetzt. Nach erstmaliger Androhung und weiterer Versäumnis können mehrere Ordnungsgelder hintereinander verhängt werden, bis die Pflicht erfüllt ist.

Hinweis

Das Ordnungsgeld ist keine Strafe im strafrechtlichen Sinne, sondern ein Zwangsmittel. Auch nach Zahlung besteht die Offenlegungspflicht fort. Die Zahlung befreit nicht von der Verpflichtung zur Einreichung.

Zusätzlich zum Ordnungsgeld können negative Bonitätsbewertungen entstehen, da die Nichteinhaltung öffentlich sichtbar ist. Banken und Geschäftspartner ziehen die fehlende Offenlegung bei Kreditentscheidungen heran.

500 €

Mindest-Ordnungsgeld

25.000 €

Maximales Ordnungsgeld

12 Monate

Offenlegungsfrist

Häufige Fehler bei der Offenlegung

Aus der Praxis lassen sich typische Fehlerquellen identifizieren, die zu Verzögerungen, Ablehnungen oder Ordnungsgeldern führen. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich diese vermeiden.

Die zehn häufigsten Fehler

  • Versäumnis der 12-Monats-Frist wegen fehlender Fristenüberwachung
  • Verwendung der falschen XBRL-Taxonomie-Version
  • Fehlende oder ungültige elektronische Signatur
  • Unvollständige Unterlagen (z. B. Anhang vergessen)
  • Falsche Größenklassifizierung und damit fehlende Unterlagen
  • Keine ordnungsgemäße Feststellung durch Gesellschafterversammlung
  • Fehlerhafte Bilanzierung nach veraltetem Rechtsstand
  • Upload nicht durchsuchbarer PDF-Dateien
  • Fehlende Überprüfung der Plausibilität vor Einreichung
  • Keine Archivierung der Einreichungsbestätigung

Fehler bei der Größeneinschätzung

Ein besonders kritischer Punkt ist die Bestimmung der zutreffenden Größenklasse. Die Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen überschritten werden, damit ein Wechsel eintritt.

Achtung

Viele Unternehmen übersehen, dass für die Größenklassifizierung die Werte des vorangegangenen und des aktuellen Geschäftsjahres maßgeblich sind. Ein einmaliges Überschreiten führt noch nicht zu einem Wechsel der Größenklasse.

Formale Mängel

Häufig werden Unterlagen abgelehnt, weil formale Anforderungen nicht erfüllt sind. Dazu gehören fehlende Unterschriften (auch wenn elektronisch eingereicht wird, müssen die Originaldokumente unterschrieben sein und archiviert werden), falsche Datumsangaben oder Widersprüche zwischen verschiedenen Dokumententeilen.

Das Unternehmensregister führt eine automatische Plausibilitätsprüfung durch. Inkonsistenzen zwischen Bilanz und GuV oder mathematische Fehler führen zur sofortigen Ablehnung.

Praxistipps für eine reibungslose Offenlegung

Mit systematischer Vorbereitung und klaren Prozessen lässt sich die Offenlegung effizient und fehlerfrei durchführen. Die folgenden Empfehlungen haben sich in der Praxis bewährt.

Zeitplanung und Fristenkontrolle

  • Erstellen Sie einen Jahreskalender mit allen relevanten Fristen (Aufstellung, Feststellung, Offenlegung)
  • Planen Sie Pufferzeiten für Rückfragen, Korrekturen und technische Probleme ein
  • Setzen Sie interne Fristen mindestens zwei Monate vor den gesetzlichen Deadlines
  • Nutzen Sie digitale Erinnerungssysteme oder Fristenmanagementsoftware

Technische Vorbereitung

Kümmern Sie sich frühzeitig um die technischen Voraussetzungen. Das Elster-Zertifikat sollte bereits beim ersten Jahresabschluss beantragt werden und muss regelmäßig (alle 3-5 Jahre) erneuert werden.

Hinweis

Testen Sie den vollständigen Upload-Prozess mit Vorjahresdaten oder Testdaten, bevor Sie die tatsächlichen Unterlagen einreichen. So identifizieren Sie technische Probleme rechtzeitig.

Zusammenarbeit mit dem Steuerberater

Klären Sie frühzeitig mit Ihrem Steuerberater, welche Leistungen dieser übernimmt. Viele Steuerberater erstellen den Jahresabschluss, übernehmen aber nicht automatisch die Offenlegung beim Unternehmensregister.

„Eine klare Leistungsvereinbarung mit dem Steuerberater vermeidet Missverständnisse. Idealerweise ist die Offenlegung als Paketleistung mit der Jahresabschlusserstellung vereinbart – inklusive XBRL-Aufbereitung und elektronischer Einreichung.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Dokumentation und Archivierung

  • Archivieren Sie alle eingereichten Unterlagen in der finalen Fassung
  • Bewahren Sie die Einreichungsbestätigung des Unternehmensregisters auf
  • Dokumentieren Sie das Gesellschafterbeschluss-Protokoll
  • Speichern Sie alle Korrespondenzen mit Behörden und Dienstleistern

Nutzung professioneller Software

Spezialisierte Software für Jahresabschlusserstellung und -offenlegung automatisiert viele Schritte. Sie prüft die Plausibilität, erstellt XBRL-Dateien automatisch und übermittelt direkt an das Unternehmensregister.

Vorteile professioneller Lösungen

  • Automatische XBRL-Konvertierung
  • Integrierte Plausibilitätsprüfung
  • Direkte Schnittstelle zum Unternehmensregister
  • Automatische Fristenüberwachung
  • Rechtssichere Vorlagen

Worauf Sie achten sollten

  • Aktualität der Taxonomie-Version
  • Support-Qualität des Anbieters
  • Transparente Kostenstruktur
  • DSGVO-konforme Datenverarbeitung
  • Referenzen und Erfahrungsberichte

Für Unternehmen, die jährlich offenlegen müssen, amortisiert sich eine professionelle Lösung bereits nach wenigen Nutzungen durch Zeitersparnis und Vermeidung von Fehlern.

Häufig gestellte Fragen

Muss jede GmbH ihren Jahresabschluss offenlegen?

Ja, ausnahmslos alle GmbHs und UGs sind unabhängig von Größe, Umsatz oder Tätigkeit zur Offenlegung verpflichtet. Dies gilt gemäß § 325 HGB auch für ruhende oder Vorratsgesellschaften. Die Offenlegungspflicht endet erst mit der Löschung der Gesellschaft aus dem Handelsregister.

Wo muss der Jahresabschluss 2026 eingereicht werden?

Die Offenlegung erfolgt ausschließlich beim Unternehmensregister unter www.unternehmensregister.de. Seit Inkrafttreten des DiRUG am 01.08.2022 ist der Bundesanzeiger für die Einreichung von Jahresabschlüssen nicht mehr zuständig. Die elektronische Einreichung erfordert eine qualifizierte Signatur oder ein Elster-Zertifikat.

Was passiert, wenn ich die Offenlegungsfrist versäume?

Bei Fristversäumnis wird vom Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB eingeleitet. Das Ordnungsgeld beträgt zwischen 500 und 25.000 Euro. Zunächst erfolgt eine Androhung mit Nachfrist, bei weiterer Versäumnis wird das Ordnungsgeld festgesetzt. Die Pflicht zur Offenlegung bleibt auch nach Zahlung bestehen.

Welche Unterlagen muss eine kleine GmbH mindestens offenlegen?

Eine kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 HGB muss mindestens die Bilanz (verkürzte Form möglich) und den Anhang offenlegen. Zusätzlich ist der Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschluss einzureichen. Eine Gewinn- und Verlustrechnung ist für kleine Kapitalgesellschaften nicht offenlegungspflichtig, es sei denn, sie wird freiwillig eingereicht.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 267 HGB – Größenklassen, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren, Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

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