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Lesedauer

17–25 Minuten

OnlineBilanzBlogBewirtungskosten buchen

Bewirtungskosten buchen 2026: Anleitung & SKR

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Bewirtungskosten gehören zu den häufigsten Betriebsausgaben – und zu den fehleranfälligsten. Nur mit vollständigem Beleg und korrekter Buchung nach SKR 03 oder SKR 04 sind sie steuerlich abzugsfähig. Dieser Leitfaden erklärt Buchungssätze, Pflichtangaben, die 70-%-Regelung nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG sowie den Vorsteuerabzug – Stand 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Bewirtungskosten werden auf separate Konten gebucht (SKR 03: 4650/4654, SKR 04: 6640/6644) und sind nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG nur zu 70 % steuerlich abzugsfähig. Der Beleg muss Anlass, Teilnehmer, Datum, Ort und Bewirtete namentlich ausweisen. Der Vorsteuerabzug ist bei ordnungsgemäßer Rechnung zu 100 % möglich.

Was sind Bewirtungskosten und wann sind sie betrieblich veranlasst?

Bewirtungskosten im Sinne des § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG sind Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass. Dabei handelt es sich um Speisen, Getränke und sonstige Genussmittel, die ein Steuerpflichtiger an Geschäftspartner, Mitarbeiter oder sonstige betrieblich verbundene Personen abgibt. Die betriebliche Veranlassung ist Voraussetzung für den Betriebsausgabenabzug und muss durch entsprechende Nachweise belegt werden.

Abgrenzung: Geschäftlich vs. privat

Nicht jede Bewirtung ist automatisch betrieblich veranlasst. Die Finanzverwaltung prüft genau, ob ein hinreichender geschäftlicher Anlass vorliegt oder ob die Bewirtung primär privaten Charakter hat. Folgende Bewirtungsanlässe gelten als geschäftlich:

  • Bewirtung von Geschäftspartnern, Kunden oder Lieferanten im Rahmen von Vertragsverhandlungen
  • Bewirtung anlässlich von Betriebsbesichtigungen oder Geschäftsreisen
  • Bewirtung bei Jubiläen oder anderen betrieblich begründeten Anlässen
  • Arbeitnehmerbewirtung bei Meetings, Schulungen oder Betriebsveranstaltungen (mit Besonderheiten nach § 19 Abs. 1 Nr. 1a EStG)

Achtung

Vorsicht bei gemischten Anlässen: Bewirtungen im Familienkreis oder bei privaten Feiern sind auch dann nicht abzugsfähig, wenn vereinzelt Geschäftspartner anwesend sind. Das Finanzamt prüft bei Außenprüfungen insbesondere teure Bewirtungen kritisch. Eine lückenlose Dokumentation ist deshalb zwingend erforderlich.

Wie bucht man Bewirtungskosten korrekt nach SKR 03 und SKR 04?

Bewirtungskosten werden in der Finanzbuchhaltung auf speziellen Konten erfasst, die eine Trennung nach Art der Bewirtung und nach steuerlicher Abzugsfähigkeit ermöglichen. Die gängigen Kontenrahmen SKR 03 (Sachkontenrahmen der Industrie) und SKR 04 (Abschlusskontenbezogener Kontenrahmen) sehen dafür jeweils unterschiedliche Konten vor.

Übersicht der Konten für Bewirtungsaufwendungen

Art der Bewirtung SKR 03 SKR 04 Abzugsfähigkeit
Bewirtung Geschäftspartner (70 %) 4650 6640 70 % als BA, 30 % n.a.
Bewirtung Geschäftspartner (0 %) 4654 6644 0 % (nicht abzugsfähig)
Bewirtung Arbeitnehmer (100 %) 4660 6650 100 % als BA
Bewirtung aus besonderem Anlass 4630 6620 Je nach Anlass

Buchungssatz für Bewirtung von Geschäftspartnern

Die Buchung erfolgt in der Regel mit Vorsteuerabzug, sofern eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt. Der typische Buchungssatz bei Bewirtung eines Geschäftspartners (70 % abzugsfähig) lautet im SKR 03:

Hinweis

Buchungssatz SKR 03: Soll 4650 (Bewirtungskosten, 70 % abzugsfähig) 107,10 € Soll 1576 (Abziehbare Vorsteuer 19 %) 20,35 € Haben 1200 (Bank) 127,45 € Im SKR 04 wird das Konto 6640 anstelle von 4650 verwendet. Die Vorsteuer ist in beiden Fällen voll abzugsfähig, auch wenn nur 70 % der Bewirtungskosten als Betriebsausgabe anerkannt werden.

Bei der Bewirtung von Arbeitnehmern im Rahmen von Meetings oder Schulungen ist der volle Betriebsausgabenabzug möglich. Hier wird im SKR 03 das Konto 4660 verwendet. Wichtig ist die Unterscheidung zu Betriebsveranstaltungen nach § 19 Abs. 1 Nr. 1a EStG, bei denen ein Freibetrag von 110 € pro Arbeitnehmer und Veranstaltung gilt.

Welche Pflichtangaben muss ein Bewirtungsbeleg enthalten?

Damit Bewirtungskosten steuerlich anerkannt werden, reicht eine gewöhnliche Rechnung nicht aus. § 4 Abs. 5 Nr. 2 Satz 2 EStG verlangt einen sogenannten Bewirtungsbeleg mit detaillierten Angaben zum Anlass, zu den bewirteten Personen und zur betrieblichen Veranlassung. Ohne ordnungsgemäßen Bewirtungsbeleg versagt das Finanzamt den Betriebsausgabenabzug vollständig.

Die 6 Pflichtangaben des Bewirtungsbelegs

  • Ort und Tag der Bewirtung: Exaktes Datum und Location (Restaurant, Hotel, etc.)
  • Bewirtete Personen: Vollständige Namen aller bewirteten Geschäftspartner (bei Großveranstaltungen: Teilnehmerliste)
  • Anlass der Bewirtung: Konkrete geschäftliche Veranlassung (z. B. ‚Vertragsverhandlung Projekt X‘, ‚Jahresgespräch Lieferant Y‘)
  • Höhe der Aufwendungen: Gesamtbetrag inkl. Umsatzsteuer
  • Unterschrift des Gastgebers: Eigenhändige Unterzeichnung durch den Bewirtenden (GmbH-Geschäftsführer oder bevollmächtigter Mitarbeiter)
  • Originalbeleg des Restaurants: Rechnung mit allen umsatzsteuerlichen Pflichtangaben nach § 14 UStG

In der Praxis wird häufig ein vorgedrucktes Formular verwendet, auf dem die Pflichtangaben handschriftlich ergänzt werden. Die Originalrechnung des Restaurants wird beigefügt. Viele Buchhaltungssoftware-Lösungen bieten digitale Vorlagen für Bewirtungsbelege an, die automatisch mit der Rechnungsdatei verknüpft werden.

„Bei Betriebsprüfungen gehören Bewirtungsbelege zu den am häufigsten beanstandeten Unterlagen. Fehlende Namen oder vage Anlass-Angaben wie ‚Kundengespräch‘ reichen nicht aus. Wir empfehlen unseren Mandanten, den Anlass immer so konkret wie möglich zu formulieren und die Belege unmittelbar nach der Bewirtung vollständig auszufüllen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Warum sind Bewirtungskosten nur zu 70 % abzugsfähig?

Die Abzugsbeschränkung für Bewirtungsaufwendungen auf 70 % des Nettowerts ist in § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG geregelt. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass Bewirtungen stets auch eine private Komponente enthalten – selbst wenn sie geschäftlich veranlasst sind. Die pauschale Kürzung um 30 % soll diese Mischnutzung steuerlich berücksichtigen.

Berechnung des abzugsfähigen Betrags

Die 70 %-Regelung bezieht sich auf den Nettobetrag der Bewirtungskosten. Die Umsatzsteuer (Vorsteuer) ist hingegen in voller Höhe abzugsfähig, sofern eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt. Folgende Beispielrechnung verdeutlicht das Prinzip:

100,00 €

Nettobetrag Bewirtung

70,00 €

Abzugsfähige BA (70 %)

30,00 €

Nicht abzugsfähig

19,00 €

Vorsteuer (100 % abzugsfähig)

Bei der Buchung werden die 30 % nicht abzugsfähigen Bewirtungskosten entweder auf einem separaten Konto erfasst (z. B. SKR 03: 4654 für 0 % abzugsfähige Bewirtung) oder die Kürzung erfolgt im Rahmen der steuerlichen Gewinnermittlung bzw. Jahresabschlusserstellung durch den Steuerberater. In der GmbH-Bilanzierung wird die außerbilanzielle Hinzurechnung im Rahmen der Überleitungsrechnung (§ 60 Abs. 2 EStDV) dokumentiert.

Ausnahmen: 100 % abzugsfähige Bewirtungen

Nicht alle Bewirtungsaufwendungen unterliegen der 70 %-Kürzung. Folgende Bewirtungen sind in voller Höhe als Betriebsausgaben abzugsfähig:

  • Arbeitnehmerbewirtung: Speisen und Getränke für Mitarbeiter bei Meetings, Schulungen oder Arbeitssitzungen (Konto 4660 / 6650)
  • Bewirtung zu besonderen Anlässen: Jubiläen, Einweihungen, Betriebsveranstaltungen im Rahmen des Freibetrags nach § 19 Abs. 1 Nr. 1a EStG (110 € pro Arbeitnehmer)
  • Werbebewirtungen: Bewirtung von unbestimmten Personen zu Werbezwecken (z. B. Stehempfang auf Messe) – Abgrenzung zu Geschäftspartnerbewirtung erforderlich

Hinweis

Praxis-Tipp: Die Abgrenzung zwischen 70 % und 100 % abzugsfähigen Bewirtungen ist in der Praxis fehleranfällig. Eine saubere Trennung bereits in der Buchhaltung erleichtert die Jahresabschlusserstellung erheblich. Wer seinen Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt – etwa über digitale Plattformen wie OnlineBilanz.de – profitiert von der automatisierten Überleitung und Plausibilitätsprüfung.

Wie funktioniert der Vorsteuerabzug bei Bewirtungskosten?

Anders als bei der ertragsteuerlichen Behandlung (70 % Abzug) ist die Umsatzsteuer (Vorsteuer) aus Bewirtungsaufwendungen grundsätzlich in voller Höhe abzugsfähig, sofern die allgemeinen Voraussetzungen des § 15 UStG erfüllt sind. Das bedeutet: Auch wenn nur 70 % der Bewirtungskosten als Betriebsausgabe anerkannt werden, können Sie die gesamte auf der Rechnung ausgewiesene Vorsteuer geltend machen.

Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug

  • Ordnungsgemäße Rechnung nach § 14 UStG: Name und Anschrift des leistenden Unternehmers, Steuernummer oder USt-IdNr., Leistungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Entgelt und Steuersatz, gesonderter Umsatzsteuerausweis
  • Betriebliche Veranlassung: Die Bewirtung muss für das Unternehmen erbracht worden sein (gilt auch für Geschäftspartnerbewirtung)
  • Leistungsempfänger ist das Unternehmen: Die Rechnung muss auf die GmbH ausgestellt sein, nicht auf den Geschäftsführer privat
  • Keine Kleinbetragsrechnung über 250 € (brutto): Bei Beträgen bis 250 € gelten erleichterte Anforderungen nach § 33 UStDV

In der Praxis werden Bewirtungsrechnungen häufig im Restaurant bar bezahlt und auf den Namen des Geschäftsführers ausgestellt. Solange die Rechnung alle Pflichtangaben enthält und der geschäftliche Anlass nachgewiesen ist, ist der Vorsteuerabzug zulässig. Die Bewirtung gilt als im Auftrag und für Rechnung der GmbH erbracht.

Besonderheiten bei Kleinbetragsrechnungen

Bei Bewirtungsrechnungen bis 250 € brutto (inkl. Umsatzsteuer) gelten nach § 33 UStDV vereinfachte Anforderungen. Es muss nicht zwingend der vollständige Name und die Anschrift des Leistungsempfängers angegeben werden. Folgende Angaben reichen aus:

  1. Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
  2. Ausstellungsdatum
  3. Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang und Art der sonstigen Leistung
  4. Entgelt und Steuerbetrag in einer Summe sowie Steuersatz

Achtung

Achtung bei ausländischen Bewirtungen: Bei Bewirtungen im EU-Ausland oder Drittland gelten teilweise abweichende Regelungen. In vielen EU-Staaten ist der Vorsteuerabzug für Bewirtungsleistungen eingeschränkt oder ausgeschlossen. Ein Vorsteuer-Vergütungsverfahren nach § 18 Abs. 9 UStG kann erforderlich sein. Für grenzüberschreitende Sachverhalte sollte zwingend steuerlicher Rat eingeholt werden.

Wie grenzt man Bewirtungskosten von Reisekosten ab?

In der Praxis überschneiden sich Bewirtungskosten und Reisekosten häufig, etwa wenn auf einer Geschäftsreise ein Geschäftsessen stattfindet. Die steuerliche Behandlung unterscheidet sich jedoch erheblich, weshalb eine saubere Abgrenzung bereits bei der Buchung erforderlich ist.

Bewirtungskosten vs. Verpflegungsmehraufwand

Bewirtungskosten (§ 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG)

Anwendung: Bewirtung von Geschäftspartnern, Kunden oder Mitarbeitern aus geschäftlichem Anlass Abzug: 70 % abzugsfähig (Geschäftspartner), 100 % (Mitarbeiter bei Meetings) Nachweis: Bewirtungsbeleg mit Pflichtangaben (Anlass, Namen, Unterschrift) Vorsteuer: Voll abzugsfähig bei ordnungsgemäßer Rechnung

Verpflegungsmehraufwand (§ 9 Abs. 4a EStG / § 4 Abs. 5 Nr. 5 EStG)

Anwendung: Eigene Verpflegung des Arbeitnehmers / Unternehmers auf Geschäftsreise (Abwesenheit vom Betrieb) Abzug: Pauschbeträge (2026: 14 € / 28 € je nach Abwesenheitsdauer) Nachweis: Reisekostenabrechnung mit Zeitangaben Vorsteuer: Nicht relevant (Pauschalbeträge ohne Rechnung)

Die Abgrenzung ist entscheidend: Wenn Sie auf einer Geschäftsreise allein essen, handelt es sich um Verpflegungsmehraufwand (Reisekosten). Bewirten Sie jedoch einen Geschäftspartner, liegt eine Bewirtung vor – auch wenn Sie selbst auf Reisen sind. In diesem Fall können Sie die Bewirtungskosten (70 %) sowie ggf. zusätzlich Verpflegungspauschalen für Ihre eigene Abwesenheit geltend machen.

Übernachtung mit Frühstück: Besondere Regelung

Wenn Sie auf Geschäftsreise in einem Hotel übernachten und das Frühstück im Zimmerpreis enthalten ist, muss der Frühstücksanteil von der Verpflegungspauschale abgezogen werden. Der Gesetzgeber geht von folgenden pauschalen Kürzungsbeträgen aus (Stand 2026):

  • Frühstück: 20 % der Verpflegungspauschale für 24 Stunden (= 5,60 € bei 28 € Pauschale)
  • Mittag- oder Abendessen: jeweils 40 % der Verpflegungspauschale (= je 11,20 €)

Hinweis

Praxis-Hinweis: Wenn das Hotel Übernachtung und Frühstück getrennt ausweist, empfiehlt es sich, den Frühstücksanteil separat zu dokumentieren. Andernfalls wendet das Finanzamt die pauschale Kürzung von 20 % an, auch wenn das tatsächliche Frühstück günstiger war.

„Viele Mandanten verwechseln Bewirtungskosten mit Reisekosten oder buchen beides auf dasselbe Konto. Das führt spätestens bei der Jahresabschlusserstellung zu Mehraufwand. Wir empfehlen, Bewirtungsbelege und Reisekostenabrechnungen bereits in der laufenden Buchhaltung konsequent zu trennen – das spart Zeit und vermeidet Rückfragen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche Besonderheiten gelten bei Betriebsveranstaltungen?

Betriebsveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern, Sommerfeste oder Jubiläumsfeiern unterliegen besonderen steuerlichen Regelungen. Die Bewirtungskosten bei solchen Anlässen werden nicht nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG behandelt, sondern fallen unter die Vorschrift des § 19 Abs. 1 Nr. 1a EStG (Lohnsteuer) bzw. § 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG (Betriebsausgaben).

Der 110-Euro-Freibetrag

Für Betriebsveranstaltungen gilt ein Freibetrag von 110 € pro Arbeitnehmer und Veranstaltung (§ 19 Abs. 1 Nr. 1a EStG). Bis zu diesem Betrag bleiben die Zuwendungen für Arbeitnehmer steuerfrei. Überschreitet der Wert die 110-€-Grenze, ist der übersteigende Betrag als Arbeitslohn zu versteuern – entweder individuell oder pauschal mit 25 % nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG.

110 €

Freibetrag pro Teilnehmer

Max. Anzahl begünstigter Veranstaltungen pro Jahr

25 %

Pauschalsteuersatz bei Überschreitung

Berechnung der Kosten pro Teilnehmer

Die Kosten der Betriebsveranstaltung werden durch die Anzahl der Teilnehmer (einschließlich Begleitpersonen) geteilt. Zu den Kosten zählen nicht nur Speisen und Getränke, sondern auch Location-Miete, Musik, Dekoration und Fahrtkosten. Folgende Beispielrechnung verdeutlicht die Systematik:

Position Betrag
Catering (Speisen, Getränke) 3.000 €
Location-Miete 800 €
Musik / DJ 600 €
Dekoration 200 €
Gesamtkosten 4.600 €
Anzahl Teilnehmer (Arbeitnehmer + Begleitung) 50 Personen
Kosten pro Teilnehmer 92 €

In diesem Beispiel liegen die Kosten pro Teilnehmer unter dem Freibetrag von 110 €, sodass keine Versteuerung als Arbeitslohn erforderlich ist. Die Gesamtkosten sind in voller Höhe als Betriebsausgaben abzugsfähig (Konto 4630 / 6620 im SKR 03 / 04). Die 70 %-Kürzung für Bewirtungskosten nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG greift nicht.

Überschreitung des Freibetrags: Pauschalversteuerung

Wird der Freibetrag von 110 € überschritten, hat der Arbeitgeber zwei Möglichkeiten:

  1. Individuelle Versteuerung: Der übersteigende Betrag wird dem einzelnen Arbeitnehmer als Arbeitslohn zugerechnet und über die Lohnabrechnung versteuert (individueller Steuersatz).
  2. Pauschalversteuerung: Der Arbeitgeber übernimmt die Steuer pauschal mit 25 % (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG. Diese Variante ist in der Praxis üblich, da sie verwaltungstechnisch einfacher ist.

Achtung

Wichtig: Der Freibetrag von 110 € gilt pro Betriebsveranstaltung, nicht pro Jahr. Ein Unternehmen kann bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr durchführen, die jeweils den Freibetrag in Anspruch nehmen. Bei einer dritten Veranstaltung entfällt der Freibetrag vollständig, und alle Kosten dieser Veranstaltung sind als Arbeitslohn zu versteuern.

Welche Fehler sollten Sie bei der Buchung von Bewirtungskosten vermeiden?

Bewirtungskosten gehören zu den fehleranfälligsten Bereichen in der Buchhaltung. Das Finanzamt prüft bei Betriebsprüfungen besonders aufmerksam, ob die formellen und materiellen Voraussetzungen erfüllt sind. Folgende Fehler kommen in der Praxis besonders häufig vor und sollten unbedingt vermieden werden:

Formelle Fehler bei Bewirtungsbelegen

  • Fehlende oder unvollständige Angaben: Namen der bewirteten Personen fehlen oder sind unleserlich; Anlass ist zu allgemein formuliert (‚Kundengespräch‘ statt ‚Vertragsverhandlung Projekt Y mit Fa. Mustermann‘)
  • Keine Unterschrift des Gastgebers: Der Bewirtungsbeleg muss eigenhändig unterschrieben sein – Stempel oder digitale Signaturen reichen nicht aus
  • Nachträgliches Ausfüllen ohne Dokumentation: Belege, die erst Wochen oder Monate nach der Bewirtung vervollständigt werden, wirken bei Prüfungen wenig glaubhaft
  • Originalbeleg fehlt: Kopien oder Kontoauszüge reichen nicht – es muss die Originalrechnung des Restaurants vorliegen

Materielle Fehler: Abgrenzung und Zuordnung

  • Private Bewirtungen werden als geschäftlich gebucht: Familienfeiern oder Treffen mit Freunden sind auch dann nicht abzugsfähig, wenn sie in einem Geschäftskontext erwähnt werden
  • Vermischung von Bewirtungs- und Reisekosten: Eigene Verpflegung auf Geschäftsreise wird fälschlicherweise als Bewirtungskosten gebucht
  • Falsche Kontenwahl: 70 % abzugsfähige Geschäftspartnerbewirtung wird auf dem 100 %-Konto (Arbeitnehmerbewirtung) gebucht oder umgekehrt
  • Betriebsveranstaltungen falsch behandelt: Weihnachtsfeier wird wie normale Geschäftspartnerbewirtung gebucht, obwohl die 110-€-Grenze und Pauschalversteuerung zu beachten sind

Vorsteuer-Fehler

Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass der Vorsteuerabzug analog zur 70-%-Regel gekürzt wird. Das ist falsch: Die Vorsteuer ist in voller Höhe abzugsfähig, auch wenn nur 70 % der Nettobewirtungskosten als Betriebsausgabe anerkannt werden. Umgekehrt darf die Vorsteuer nicht abgezogen werden, wenn die Rechnung nicht die Pflichtangaben nach § 14 UStG enthält – unabhängig davon, ob ein ordnungsgemäßer Bewirtungsbeleg vorliegt.

„Die meisten Beanstandungen bei Betriebsprüfungen resultieren aus unvollständigen oder zu allgemein formulierten Bewirtungsbelegen. Unsere Steuerberater empfehlen, den Beleg unmittelbar nach der Bewirtung auszufüllen – mit vollständigen Namen, konkretem Projekt- oder Vertragsbezug und eigenhändiger Unterschrift. Eine digitale Vorlage oder App hilft, nichts zu vergessen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Folgen bei Verstößen

Werden Bewirtungskosten vom Finanzamt nicht anerkannt, drohen folgende Konsequenzen:

  • Nachversteuerung: Der Betriebsausgabenabzug wird versagt, die Steuerlast erhöht sich entsprechend
  • Zinsen: Nachzahlungszinsen nach § 233a AO von derzeit 0,15 % pro Monat (Stand 2026) auf den Nachzahlungsbetrag
  • Verspätungszuschläge: Bei grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlicher Falschbuchung drohen Verspätungszuschläge nach § 152 AO
  • Schätzung bei systematischen Mängeln: Sind die Belege durchgängig mangelhaft, kann das Finanzamt die Buchführung insgesamt verwerfen und Gewinne schätzen (§ 162 AO)

Hinweis

Unser Tipp: Investieren Sie in eine saubere, lückenlose Dokumentation Ihrer Bewirtungskosten. Das zahlt sich spätestens bei der Betriebsprüfung aus. Wer unsicher ist, sollte die Belege zeitnah mit dem Steuerberater besprechen – etwa im Rahmen der laufenden Buchhaltungsbetreuung oder bei der Vorbereitung des Jahresabschlusses. OnlineBilanz.de bietet hierfür digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen, sodass Sie frühzeitig Klarheit über die korrekte Behandlung erhalten.

Wie digitalisiert man Bewirtungsbelege rechtskonform?

Die Digitalisierung der Buchhaltung macht auch vor Bewirtungsbelegen nicht halt. Viele Unternehmen scannen oder fotografieren Belege mit dem Smartphone und archivieren sie digital. Dabei sind jedoch die Anforderungen der GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) zu beachten.

Voraussetzungen für die digitale Archivierung

Nach den GoBD (Fassung vom 28.11.2019, gültig ab 01.01.2020) ist die Digitalisierung von Papierbelegen grundsätzlich zulässig, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Vollständigkeit: Alle Seiten und Angaben der Originalrechnung müssen erfasst werden (inkl. Rückseite, wenn dort Informationen stehen)
  • Bildqualität: Der digitale Beleg muss lesbar und dauerhaft unveränderbar archiviert sein (z. B. als PDF/A)
  • Revisionssichere Archivierung: Das verwendete System muss eine nachträgliche Änderung ausschließen und Zugriffs- sowie Änderungshistorien protokollieren
  • Verfahrensdokumentation: Der Prozess der Digitalisierung muss schriftlich dokumentiert sein (wer, wann, wie, mit welchem System)
  • Aufbewahrung des Originals: Bei empfangenen Papierbelegen (z. B. Restaurant-Rechnung) muss das Original grundsätzlich aufbewahrt werden – es sei denn, es liegt eine bildliche Übereinstimmung vor und die Verfahrensdokumentation ist lückenlos

Darf man Originale vernichten?

Die GoBD erlauben unter bestimmten Voraussetzungen die Vernichtung von Papierbelegen nach dem Scannen. Folgende Kriterien müssen kumulativ erfüllt sein:

  1. Die digitale Wiedergabe entspricht bildlich und inhaltlich vollständig dem Original
  2. Das Scanverfahren ist in einer Verfahrensdokumentation beschrieben
  3. Die digitale Archivierung erfolgt revisionssicher und GoBD-konform
  4. Das Unternehmen kann bei einer Prüfung jederzeit nachweisen, dass keine Informationen verloren gegangen sind

In der Praxis empfehlen Steuerberater dennoch, Bewirtungsbelege im Original aufzubewahren, da das Finanzamt bei Betriebsprüfungen häufig die Vorlage der Originale verlangt. Gerade bei handschriftlichen Ergänzungen (Namen, Anlass) ist die Beweiskraft des Papieroriginals höher als die eines Scans.

Software-Lösungen und Apps

Moderne Buchhaltungssoftware und spezialisierte Apps (z. B. DATEV Belege online, Lexoffice, sevDesk) bieten komfortable Funktionen zur Erfassung von Bewirtungsbelegen:

  • Foto-Upload: Beleg mit dem Smartphone fotografieren und direkt in die Software hochladen
  • OCR-Erkennung: Automatische Auslesung von Datum, Betrag, Steuersatz und Lieferant
  • Bewirtungsbeleg-Formular: Digitale Maske zur Erfassung von Anlass, bewirteten Personen und Unterschrift (ggf. als digitale Signatur oder nachgelagertes händisches Ausfüllen)
  • Revisionssichere Archivierung: GoBD-konforme Speicherung mit Versionierung und Zugriffsprotokoll
  • Schnittstelle zur Buchhaltung: Automatische Übergabe an den Steuerberater oder DATEV-Schnittstelle

Hinweis

Praxis-Empfehlung: Nutzen Sie eine zertifizierte Buchhaltungssoftware mit GoBD-Testat. Das erleichtert nicht nur die laufende Buchhaltung, sondern schafft auch Rechtssicherheit bei Betriebsprüfungen. Wer seinen Jahresabschluss über OnlineBilanz.de erstellen lässt, kann die Belege digital über das Mandantenportal hochladen – unsere Steuerberater prüfen die Vollständigkeit und Ordnungsmäßigkeit im Rahmen der Abschlusserstellung.

Aufbewahrungsfristen

Bewirtungsbelege unterliegen als Buchungsbelege der zehnjährigen Aufbewahrungspflicht nach § 147 Abs. 1 Nr. 4 AO i.V.m. § 147 Abs. 3 AO. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem der Beleg erstellt wurde (nicht das Jahr der Bewirtung, falls abweichend). Für eine Bewirtung im Dezember 2025 mit Beleg vom Januar 2026 endet die Aufbewahrungsfrist erst am 31.12.2036.

„Wir erleben häufig, dass Mandanten ihre Bewirtungsbelege zwar digital erfassen, aber die Verfahrensdokumentation fehlt. Ohne diese ist die digitale Archivierung rechtlich angreifbar. Unsere Empfehlung: Erstellen Sie einmalig eine kurze schriftliche Prozessbeschreibung – das schützt bei Prüfungen und schafft Klarheit im Team.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wie werden Bewirtungskosten im Jahresabschluss behandelt?

Im Jahresabschluss einer GmbH fließen Bewirtungskosten in die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ein und beeinflussen – nach Maßgabe der steuerlichen Abzugsbeschränkung – das steuerliche Ergebnis. Die bilanzielle Darstellung und die steuerliche Überleitungsrechnung sind dabei genau zu unterscheiden.

Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung

Bewirtungskosten gehören zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (§ 275 Abs. 2 Nr. 8 HGB bei Gesamtkostenverfahren bzw. § 275 Abs. 3 Nr. 8 HGB bei Umsatzkostenverfahren). Sie werden in der handelsrechtlichen GuV in voller Höhe (brutto) als Aufwand gebucht. Die steuerliche 70-%-Kürzung erfolgt nicht in der Handelsbilanz, sondern außerbilanziell im Rahmen der steuerlichen Gewinnermittlung.

Beispiel: Eine GmbH hat im Geschäftsjahr 2025 Bewirtungskosten in Höhe von 10.000 € (netto) für Geschäftspartner aufgewendet. In der handelsrechtlichen GuV erscheinen die vollen 10.000 € (zzgl. Vorsteuer) als Aufwand. Die Kürzung um 30 % (= 3.000 €) erfolgt in der steuerlichen Überleitungsrechnung.

Steuerliche Überleitungsrechnung nach § 60 EStDV

Die steuerliche Gewinnermittlung weicht aufgrund der Abzugsbeschränkung von der handelsrechtlichen GuV ab. In der Überleitungsrechnung (§ 60 Abs. 2 EStDV) wird der handelsrechtliche Jahresüberschuss/-fehlbetrag zum steuerlichen Ergebnis übergeleitet:

Position Betrag
Handelsrechtlicher Jahresüberschuss 50.000 €
+ Hinzurechnung: 30 % nicht abzugsfähige Bewirtungskosten + 3.000 €
+ ggf. weitere außerbilanzielle Korrekturen + …
= Zu versteuerndes Einkommen (vor Verlustabzug) 53.000 €

Diese Überleitung wird vom Steuerberater im Rahmen der Körperschaftsteuererklärung (Anlage GK bei Kapitalgesellschaften) bzw. der Einkommensteuererklärung (bei Personengesellschaften) dokumentiert. Für die Erstellung der Überleitungsrechnung ist eine saubere Kontierung der Bewirtungskosten in der laufenden Buchhaltung entscheidend.

Prüfung durch den Steuerberater

Der Steuerberater prüft bei der Jahresabschlusserstellung systematisch, ob:

  • alle Bewirtungskosten ordnungsgemäß belegt sind (Bewirtungsbeleg mit Pflichtangaben)
  • die Kontierung korrekt erfolgt ist (Geschäftspartner vs. Arbeitnehmer, 70 % vs. 100 %)
  • die steuerliche Überleitungsrechnung vollständig ist (30 %-Hinzurechnung bei Geschäftspartnerbewirtung)
  • die Vorsteuer zutreffend geltend gemacht wurde (100 % abzugsfähig bei ordnungsgemäßer Rechnung)
  • eventuelle Betriebsveranstaltungen korrekt behandelt wurden (110-€-Freibetrag, Pauschalversteuerung)

Fehler in der laufenden Buchhaltung führen zu Korrekturaufwand bei der Abschlusserstellung und verzögern die Fertigstellung. Deshalb empfehlen Steuerberater, Bewirtungsbelege bereits während des Jahres sorgfältig zu prüfen und korrekt zu buchen.

Hinweis

OnlineBilanz-Service: Bei OnlineBilanz.de erfolgt die Jahresabschlusserstellung durch zugelassene Steuerberater zu transparenten Festpreisen. Unsere Steuerberater prüfen systematisch alle Bewirtungskosten, erstellen die steuerliche Überleitungsrechnung und koordinieren eventuelle Rückfragen digital über das Mandantenportal – ohne Wartezeiten und mit verbindlichen Terminen.

Dokumentation für Betriebsprüfungen

Bewirtungskosten gehören bei Betriebsprüfungen zu den besonders prüfungsintensiven Bereichen. Der Prüfer wird typischerweise verlangen:

  • Vollständige Bewirtungsbelege mit Originalrechnungen für alle gebuchten Bewirtungskosten
  • Übersichtliche Aufstellung aller Bewirtungen (Datum, Anlass, Personen, Betrag)
  • Nachweis der Kontierung (warum wurde 70 % / 100 % gewählt?)
  • Bei Betriebsveranstaltungen: Teilnehmerliste, Kostenaufstellung, Nachweis der Pauschalversteuerung
  • Verfahrensdokumentation bei digitaler Archivierung

Eine strukturierte, digitale Ablage – etwa in einem DMS (Dokumentenmanagementsystem) oder einer cloudbasierten Buchhaltungssoftware – erleichtert die Vorlage erheblich. Moderne Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten mandantenseitige Portale, über die Belege jederzeit abrufbar sind und im Prüfungsfall schnell vorgelegt werden können.

„Der Jahresabschluss ist der Moment, in dem alle Bewirtungskosten des Jahres noch einmal systematisch geprüft werden. Mandanten, die bereits in der laufenden Buchhaltung sauber arbeiten, sparen hier viel Zeit und Geld. Wir empfehlen daher, Bewirtungsbelege zeitnah – idealerweise monatlich – zu prüfen und nicht erst zum Jahresende.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Kann ich private Bewirtungskosten steuerlich geltend machen?

Nein. Private Bewirtungsaufwendungen sind nach § 12 Nr. 1 EStG nicht abzugsfähig. Nur betrieblich oder beruflich veranlasste Bewirtungen können als Betriebsausgaben oder Werbungskosten geltend gemacht werden. Maßgeblich ist die geschäftliche Veranlassung, die auf dem Beleg dokumentiert werden muss.

Gibt es eine Höchstgrenze für einzelne Bewirtungsaufwendungen?

Nein, das Steuerrecht kennt keine Höchstgrenze. Allerdings prüft das Finanzamt bei außergewöhnlich hohen Beträgen besonders kritisch, ob die Aufwendungen noch angemessen und tatsächlich betrieblich veranlasst sind. Die Angemessenheit richtet sich nach Branche, Anlass und Teilnehmerkreis.

Muss ich Trinkgeld auf dem Bewirtungsbeleg ausweisen?

Ja. Trinkgeld gehört zu den Bewirtungskosten und muss auf dem Eigenbeleg vermerkt werden, da Restaurants es üblicherweise nicht auf der Rechnung ausweisen. Es ist Teil der Bemessungsgrundlage für die 70-%-Regelung, aber nicht für den Vorsteuerabzug, da es keine Umsatzsteuer enthält.

Was passiert bei fehlenden Angaben auf dem Bewirtungsbeleg?

Bei unvollständigen Angaben erkennt das Finanzamt die Bewirtungskosten in der Regel nicht an. Die Aufwendungen gelten dann als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben. Eine nachträgliche Ergänzung ist nur eingeschränkt möglich. Im Zweifel sollte der Beleg sofort vor Ort vollständig ausgefüllt werden.

Können Bewirtungskosten auch bei Kleinunternehmern anfallen?

Ja. Auch Kleinunternehmer nach § 19 UStG können Bewirtungskosten als Betriebsausgaben geltend machen. Allerdings steht ihnen kein Vorsteuerabzug zu. Die 70-%-Regelung gilt jedoch unverändert: Nur 70 % der Aufwendungen mindern den steuerlichen Gewinn.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 4 EStG (Betriebsausgaben), § 15 UStG (Vorsteuerabzug), § 146 AO (Ordnungsgemäße Buchführung), GoBD (Digitalisierung und Belegarchivierung). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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