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OnlineBilanzBlogSteuerberater-Kosten für die GmbH: Was Jahresabschluss und Buchhaltung nach StBVV kosten

Steuerberater-Kosten für die GmbH: Was Jahresabschluss und Buchhaltung nach StBVV kosten

Veröffentlicht: 13.07.2026Aktualisiert: 13.07.2026Fachlich geprüft: 13.07.2026Lesezeit: ca. 8 Minuten

Wer als Geschäftsführer zum ersten Mal eine Steuerberaterrechnung für seine GmbH aufschlägt, wundert sich oft über das Abrechnungssystem: Gegenstandswert, Zehntelsätze, Tabelle A oder B – und am Ende eine vierstellige Zahl, deren Herkunft kaum nachvollziehbar scheint. Dabei folgt die Abrechnung klaren Regeln der Steuerberervergütungsverordnung (StBVV). Dies gilt gleichermaßen für GmbHs in Großstädten wie in kleineren Standorten – auch bei der Buchhaltung in Singen gelten diese bundeseinheitlichen Vorgaben. Dieser Artikel erklärt das System transparent, zeigt konkrete Rechenbeispiele für eine typische kleine GmbH und gibt realistische Kostenbandbreiten für Jahresabschluss, Körperschaftsteuer-Erklärung und laufende Buchhaltung.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Erster Ansprechpartner für Mandanten, koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und Steuerberater.

FK
✓ Fachlich geprüft vonFabian Klement

Wirtschaftsprüfer & Steuerberater · Dipl.-Kfm.
Steuerberaterkammer Stuttgart

Schwerpunkt Jahresabschlussprüfung, Konzernreporting und E-Bilanz. Qualitätssicherung aller Abschlüsse. Fabian Klement hat die fachlichen Aussagen dieses Beitrags geprüft.

Kurzantwort

Die Steuerberater-Kosten für eine GmbH richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Für eine kleine GmbH mit rund 500.000 € Umsatz und 300.000 € Bilanzsumme sind realistisch zu erwarten: Jahresabschluss nach § 35 StBVV ca. 1.500–2.500 €, Körperschaft- und Gewerbesteuer-Erklärung ca. 600–1.200 € und laufende Finanzbuchhaltung nach § 33 StBVV ca. 150–400 € pro Monat – jeweils zzgl. MwSt. Die konkreten Kosten hängen von Bilanzsumme, Umsatz, Belegvolumen und der Qualität der angelieferten Unterlagen ab. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses ist auch daran zu denken, dass bestimmte Pflichtrückstellungen im Jahresabschluss zu berücksichtigen sind. Alle Kosten sind als Betriebsausgabe nach § 4 Abs. 4 EStG i. V. m. § 8 Abs. 1 KStG vollständig abziehbar.

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Das StBVV-Abrechnungssystem: Gegenstandswert, Zehntelsätze, Tabellen

Die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) ist die gesetzliche Grundlage für die Vergütung selbstständiger Steuerberater in Deutschland. Sie legt Mindest- und Höchstgebühren fest, innerhalb derer der Steuerberater nach billigem Ermessen abrechnet – vergleichbar dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) in der Anwaltschaft. Eine Unterschreitung der Mindestgebühr ist nur per schriftlicher Gebührenvereinbarung möglich (§ 4 StBVV).

Das Kernprinzip: Fast jede Tätigkeit wird über drei Stellschrauben berechnet:

Gegenstandswert: Ein Betrag (z. B. Bilanzsumme, Umsatz, Jahressteuer), der die wirtschaftliche Bedeutung des Mandats widerspiegelt.
Gebührentabelle (A oder B): Aus dem Gegenstandswert liest man einen Tabellenbetrag ab. Tabelle A gilt für die meisten Steuerdeklarationen, Tabelle B für Buchführung und bestimmte andere Tätigkeiten.
Zehntelsatz: Der Tabellenbetrag wird mit einem Faktor multipliziert. Gesetz und StBVV nennen einen Gebührenrahmen (z. B. 2/10 bis 12/10). Die Mittelgebühr (häufig 5,5/10 oder 6/10) gilt als Ausgangspunkt bei einer durchschnittlichen Angelegenheit.

Die Tabellenwerte der StBVV wurden zuletzt durch die Zweite Verordnung zur Änderung der StBVV angepasst. Für 2025/2026 gelten die Tabellenwerte der aktuellen Fassung; Steuerberater dürfen diese nicht unterschreiten, ohne eine entsprechende schriftliche Vereinbarung zu treffen.

Hinweis: Mittelgebühr als Orientierungspunkt

Die Mittelgebühr entspricht dem mittleren Zehntelsatz des gesetzlichen Rahmens und gilt bei einer Angelegenheit von durchschnittlichem Umfang und Schwierigkeitsgrad als angemessen. Bei sehr gut vorbereiteten Unterlagen, digitaler Beleglieferung und geringem Rückfragebedarf darf der Steuerberater an die untere Grenze gehen; bei komplexen Sachverhalten, schlecht sortierten Belegen oder erheblichem Korrespondenzaufwand an die obere.

Kosten Jahresabschluss GmbH nach § 35 StBVV

Die Erstellung des Jahresabschlusses (Bilanz + Gewinn- und Verlustrechnung + Anhang) ist für jede GmbH nach § 242 HGB Pflicht und wird nach § 35 StBVV abgerechnet. Gegenstandswert ist die Bilanzsumme, maßgeblich ist Tabelle B.

Der Gebührenrahmen nach § 35 Abs. 1 StBVV beträgt 10/10 bis 40/10 des Tabellenwerts aus Tabelle B. Die Mittelgebühr liegt bei 25/10. In der Praxis rechnen Steuerberater für eine unkomplizierte kleine GmbH häufig mit 16/10 bis 22/10, bei höherer Komplexität auch 30/10 aufwärts.

Bilanzsumme Tabelle-B-Wert (ca.) Gebühr bei 16/10 Gebühr bei 25/10 Gebühr bei 35/10
150.000 € ~425 € ~680 € ~1.063 € ~1.488 €
300.000 € ~600 € ~960 € ~1.500 € ~2.100 €
500.000 € ~775 € ~1.240 € ~1.938 € ~2.713 €
1.000.000 € ~1.040 € ~1.664 € ~2.600 € ~3.640 €

Alle Beträge netto zzgl. 19 % USt. Tabellenwerte sind gerundete Näherungswerte auf Basis der aktuellen StBVV-Tabelle B; maßgeblich ist stets der aktuelle Verordnungstext.

Hinzu kommt regelmäßig ein Anhang und ggf. ein Lagebericht. Für mittelgroße GmbHen i. S. d. § 267 HGB (Bilanzsumme über 6 Mio. €, Umsatz über 12 Mio. € oder mehr als 50 Mitarbeiter, sofern zwei der drei Kriterien erfüllt) werden häufig Zusatzhonorare nach § 35 Abs. 2 StBVV für die Aufstellung des Lageberichts vereinbart.

Kosten KSt- und GewSt-Erklärung nach StBVV

Für die Körperschaftsteuererklärung (§ 41 StBVV) ist der Gegenstandswert die festzusetzende Körperschaftsteuer, mindestens jedoch 8.000 €. Der Gebührenrahmen beträgt 1/10 bis 6/10 nach Tabelle A, Mittelgebühr 4/10. Für die Gewerbesteuererklärung (§ 40 StBVV) gilt ähnliche Systematik; Gegenstandswert ist der Gewerbeertrag.

In der Praxis werden KSt- und GewSt-Erklärung häufig gemeinsam bearbeitet und dann als Gesamtpaket abgerechnet. Realistische Spannen für eine kleine GmbH:

Körperschaftsteuererklärung
Gebührenrahmen: 1/10–6/10 (Tab. A)
Typisch: 300–700 € netto
Bei höherem KSt-Betrag: bis 1.200 €
Gewerbesteuererklärung
Gebührenrahmen: 1/10–6/10 (Tab. A)
Typisch: 200–500 € netto
Häufig Paket mit KSt: 500–1.200 €

Zusätzlich fällt regelmäßig die Umsatzsteuererklärung (§ 24 StBVV) an; bei einer GmbH mit monatlicher Voranmeldung und Jahreserklärung sind 200–500 € netto realistisch, sofern die Voranmeldungen bereits im Buchhaltungsmandat enthalten sind.

Kosten laufende Finanzbuchhaltung nach § 33 StBVV

Die monatliche Finanzbuchhaltung wird nach § 33 StBVV abgerechnet. Gegenstandswert ist der monatliche Umsatz der GmbH (i. d. R. Netto-Umsatz). Maßgeblich ist Tabelle B, der Gebührenrahmen beträgt 2/10 bis 12/10 je Monat. Die Mittelgebühr liegt bei 7/10.

Monatsumsatz Tabelle-B-Wert (ca.) Gebühr bei 4/10 Gebühr bei 7/10 Gebühr bei 10/10
20.000 € ~130 € ~52 € ~91 € ~130 €
40.000 € ~195 € ~78 € ~137 € ~195 €
80.000 € ~275 € ~110 € ~193 € ~275 €
150.000 € ~380 € ~152 € ~266 € ~380 €

Netto zzgl. 19 % USt. pro Monat. Gerundete Näherungswerte.

Wichtig: § 33 StBVV enthält keine Mindestgebühr bezogen auf die Beleganzahl. In der Praxis vereinbaren viele Kanzleien jedoch Zuschläge für überdurchschnittliche Belegvolumina oder nutzen gleich eine Pauschalvergütungsvereinbarung (dazu unten).

Praxis-Rechenbeispiel: Kleine GmbH mit 500.000 € Umsatz

Annahmen: GmbH, Handelsgewerbe, Jahresumsatz 500.000 € (Monatsumsatz ~41.700 €), Bilanzsumme 300.000 €, Körperschaftsteuer 15.000 €, Gewerbeertrag 80.000 €, 150 Belege/Monat, ordentliche Belegqualität, digitale Übermittlung.

Leistung Grundlage Gegenstandswert Zehntelsatz Nettobetrag
Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang) § 35 StBVV, Tab. B 300.000 € (BS) 20/10 ~1.200 €
Körperschaftsteuererklärung § 41 StBVV, Tab. A 15.000 € (KSt) 4/10 ~320 €
Gewerbesteuererklärung § 40 StBVV, Tab. A 80.000 € (GE) 3/10 ~240 €
Umsatzsteuerjahreserklärung § 24 StBVV, Tab. A 500.000 € (USt-Basis) 1/10 ~160 €
Finanzbuchhaltung (12 Monate) § 33 StBVV, Tab. B 41.700 €/Monat 6/10 × 12 ~1.428 €
Summe netto pro Jahr ~3.348 €
+ 19 % USt. ~3.984 € brutto

Praxishinweis

Dieses Rechenbeispiel zeigt den unteren bis mittleren Bereich. In der Praxis kommen häufig weitere Positionen hinzu: monatliche USt-Voranmeldungen (§ 24 StBVV), Lohnbuchhaltung (§ 34 StBVV), betriebliche Steuerbescheinigungen, Fristverlängerungsanträge oder Beratungsleistungen (§ 21 ff. StBVV), die nach Zeitgebühr (§ 13 StBVV) abgerechnet werden. Realistisch liegen die Gesamtkosten Steuerberater GmbH für dieses Profil bei 4.000–7.000 € netto pro Jahr.

Wovon die Steuerberater-Kosten für die GmbH wirklich abhängen

Die StBVV legt Rahmen fest – innerhalb dieser Rahmen hat der Steuerberater Ermessen. Folgende Faktoren beeinflussen die tatsächliche Einordnung:

Bilanzsumme und Umsatz: Die primären Gegenstandswerte. Wachstum erhöht die Gebühren überproportional, weil Tabellenwerte nicht linear skalieren.
Belegvolumen und -qualität: 500 Belege/Monat kosten mehr als 80. Schlecht sortierte, unvollständige oder gemischte private/betriebliche Belege erhöhen den Zeitaufwand – und damit den angesetzten Zehntelsatz.
Digitalisierungsgrad: Wer Belege strukturiert digital einreicht (z. B. via DATEV Unternehmen online oder vergleichbaren Systemen), reduziert den Aufwand merklich. Papierbelege im Schuhkarton rechtfertigen den Höchstsatz.
Komplexität der Geschäftsvorfälle: Auslandsumsätze, innergemeinschaftliche Lieferungen, Gesellschafterdarlehen, atypische Bilanzposten, Organschaft – jedes dieser Themen erhöht den Aufwand und den angemessenen Zehntelsatz.
Anzahl der Gesellschafter und Geschäftsführer: Mehrere GGF-Gehälter, Tantieme-Regelungen oder Pensionszusagen erzeugen Zusatzaufwand, der häufig separat nach § 21 StBVV (Beratungsgebühr) oder als Zeitgebühr berechnet wird.
Mandatshistorie und Kanzleigröße: Langjährige Mandate werden teils günstiger abgerechnet als Neuzugänge mit hohem Einarbeitungsaufwand. Große Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften rechnen tendenziell näher an den Höchstsätzen ab.

Pauschale vs. StBVV: Vergütungsvereinbarungen nach § 4 StBVV

Die StBVV ist kein Zwangskorsett für beide Seiten. Nach § 4 Abs. 1 StBVV können Steuerberater und Mandant durch schriftliche Vereinbarung von den gesetzlichen Gebühren abweichen – sowohl nach unten als auch nach oben, sofern der Mandant nicht in sittenwidriger Weise benachteiligt wird.

In der Praxis haben sich drei Modelle etabliert:

Monatspauschale (All-inclusive)
Fixer Monatsbetrag für definiertes Leistungspaket (Buha + Voranmeldungen + Jahresabschluss + Erklärungen). Vorteil: Planbarkeit. Nachteil: Steuerberater kalkuliert Puffer ein; bei geringem Aufwand zahlt der Mandant zu viel.
StBVV-Abrechnung je Leistung
Transparente Einzelabrechnung nach Verordnung. Vorteil: Jede Position nachvollziehbar. Nachteil: Jahresschwankungen, Überraschungen bei komplexen Jahren.

Ergänzend gibt es Zeitgebühr-Vereinbarungen nach § 13 StBVV (65–200 €/Std. je nach Kanzlei), die vor allem für Beratungsleistungen, Einspruchsverfahren oder Sonderthemen wie die Gründungsberatung nach § 2 GmbHG oder die Erstellung eines Gesellschaftsvertrags vereinbart werden.

Achtung bei Pauschalvereinbarungen

Eine Pauschalvergütung unterhalb der gesetzlichen Mindestgebühren ist nur per ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung nach § 4 Abs. 3 StBVV zulässig. Fehlt diese Vereinbarung, kann der Steuerberater nachträglich auf die Mindestgebühr bestehen – auch wenn mündlich ein niedrigerer Preis besprochen wurde.

Steuerberaterkosten als Betriebsausgabe: Vollständig abziehbar

Ein häufig unterschätzter Aspekt: Alle Steuerberaterkosten der GmbH – Jahresabschluss, Buchhaltung, Steuererklärungen, laufende Beratung – sind vollständig als Betriebsausgabe abziehbar. Rechtsgrundlage ist § 4 Abs. 4 EStG i. V. m. § 8 Abs. 1 KStG: Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind, mindern das zu versteuernde Einkommen.

Bei einer GmbH mit einem kombinierten Körperschaft- und Gewerbesteuersatz von rund 30 % bedeutet das: Von 4.000 € Steuerberaterkosten trägt der Fiskus effektiv ~1.200 €. Die Nettolast für die GmbH beträgt damit nur rund 2.800 €. Dieser Effekt gilt auch für die Umsatzsteuer auf die Steuerberaterrechnung, sofern die GmbH vorsteuerabzugsberechtigt ist – was bei einer regelbesteuerten GmbH regelmäßig der Fall ist (§ 15 UStG).

Buchungssatz Steuerberaterrechnung

Steuerberatungskosten (4930/6825 SKR03/SKR04) an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Bank | + Vorsteuer 1576/1406

Private Anteile – etwa wenn der Steuerberater auch die Einkommensteuererklärung des Gesellschafter-Geschäftsführers erstellt – müssen herausgerechnet werden und sind nicht als Betriebsausgabe der GmbH abziehbar. Der Steuerberater sollte private und betriebliche Leistungen daher auf getrennten Rechnungen ausweisen.

Fazit: Steuerberater-Kosten für die GmbH transparent kalkulieren

Die Steuerberater-Kosten für eine GmbH sind kein Zufallsprodukt, sondern folgen dem klaren Regelwerk der StBVV. Wer die Mechanik versteht – Gegenstandswert, Tabelle A oder B, Zehntelsatz – kann Rechnungen nachvollziehen und im Gespräch mit dem Steuerberater fundiert diskutieren. Für eine typische kleine GmbH mit 500.000 € Umsatz und 300.000 € Bilanzsumme sind 4.000–7.000 € netto pro Jahr ein realistischer Gesamtrahmen; bei wachsenden Unternehmen, komplexen Strukturen oder hohem Belegvolumen sind auch deutlich höhere Beträge marktüblich und begründbar.

Wer Planbarkeit und Kostentransparenz bevorzugt, sollte eine schriftliche Pauschalvereinbarung nach § 4 StBVV prüfen oder prüfen, ob Teile der Buchhaltung – z. B. die vorbereitende Finanzbuchhaltung – mit Unterstützung digitaler Plattformen intern geleistet werden können, um den Steuerberater auf höherwertige Tätigkeiten wie Jahresabschluss und Steuerplanung zu konzentrieren.

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4.000–7.000 €

Typische Jahreskosten Steuerberater kleine GmbH (netto)

~30 %

Effektive Steuerersparnis durch Betriebsausgabenabzug

Häufig gestellte Fragen

Wie werden Steuerberater-Kosten für eine GmbH berechnet?

Die Abrechnung erfolgt nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Grundlage ist ein Gegenstandswert (z. B. Bilanzsumme oder Umsatz), aus dem per Tabelle A oder B ein Basiswert abgelesen wird. Dieser wird mit einem Zehntelsatz multipliziert, dessen Höhe vom Aufwand und der Komplexität abhängt.

Was kostet ein Jahresabschluss für eine GmbH beim Steuerberater?

Für eine kleine GmbH mit 300.000 € Bilanzsumme liegen die Kosten nach § 35 StBVV realistisch zwischen 900 und 2.100 € netto, je nach angesetztem Zehntelsatz. Hinzu kommen Steuererklärungen und ggf. Anhang.

Was kostet die laufende Buchhaltung einer GmbH beim Steuerberater pro Monat?

Nach § 33 StBVV richtet sich die monatliche Buchführungsgebühr nach dem monatlichen Umsatz. Bei 40.000 € Monatsumsatz sind 80–200 € netto pro Monat typisch; bei höherem Belegvolumen oder Komplexität auch mehr.

Sind Steuerberater-Kosten für die GmbH steuerlich absetzbar?

Ja, vollständig. Alle betrieblich veranlassten Steuerberatungskosten sind nach § 4 Abs. 4 EStG i. V. m. § 8 Abs. 1 KStG als Betriebsausgabe abziehbar und mindern das zu versteuernde Einkommen der GmbH. Bei vorsteuerabzugsberechtigten GmbHen ist auch die Umsatzsteuer auf die Steuerberaterrechnung als Vorsteuer abziehbar.

Kann man mit dem Steuerberater einen Festpreis vereinbaren?

Ja. Nach § 4 Abs. 1 StBVV ist eine schriftliche Vergütungsvereinbarung möglich, die von den gesetzlichen Gebühren abweicht. Viele Kanzleien bieten Monatspauschalen an. Eine Unterschreitung der gesetzlichen Mindestgebühren bedarf einer ausdrücklichen schriftlichen Vereinbarung nach § 4 Abs. 3 StBVV.

Was ist die Mittelgebühr nach StBVV?

Die Mittelgebühr ist der mittlere Zehntelsatz des gesetzlichen Gebührenrahmens. Sie gilt als angemessen bei einer Angelegenheit von durchschnittlichem Umfang und Schwierigkeitsgrad und dient als Ausgangspunkt für die Ermessensausübung des Steuerberaters.

Über Autor und fachliche Prüfung

Autor

Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Erster Ansprechpartner für Mandanten, koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und Steuerberater.

Fachliche Prüfung

Fabian Klement

Wirtschaftsprüfer & Steuerberater · Dipl.-Kfm.

✓ Steuerberaterkammer Stuttgart · Wirtschaftsprüferkammer

Schwerpunkt Jahresabschlussprüfung, Konzernreporting und E-Bilanz. Qualitätssicherung aller Abschlüsse. Verantwortet die fachliche Prüfung dieses Beitrags.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Alle steuerlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer. OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet. Stand der Rechtslage: July 2026.

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