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OnlineBilanzBlogHebesatz München

Gewerbesteuer Hebesatz München 2026: Berechnung & Freibetrag

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Stadt München erhebt mit 490 % einen der höchsten Gewerbesteuer-Hebesätze in Deutschland. Für Unternehmen bedeutet dies eine spürbare Steuerbelastung – umso wichtiger ist ein präzises Verständnis der Berechnungsgrundlagen, Freibeträge und Anrechnungsmöglichkeiten. Dieser Artikel erklärt alle relevanten Regelungen zur Gewerbesteuer in München für das Jahr 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

In München gilt 2026 ein Gewerbesteuer-Hebesatz von 490 %. Die Gewerbesteuer berechnet sich aus dem Gewerbeertrag, von dem bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften ein Freibetrag von 24.500 Euro abgezogen wird. Kapitalgesellschaften wie GmbHs haben keinen Freibetrag. Für Einzelunternehmer und Personengesellschafter erfolgt eine pauschale Anrechnung auf die Einkommensteuer gemäß § 35 EStG.

Welcher Gewerbesteuer-Hebesatz gilt 2026 in München?

Die Landeshauptstadt München erhebt seit dem 1. Januar 2023 einen Gewerbesteuer-Hebesatz von 490 Prozent. Dieser Satz gilt unverändert auch im Jahr 2026 und zählt zu den höchsten in Deutschland. Für GmbH-Geschäftsführer und Buchhalter bedeutet dies: Jeder Euro Gewerbeertrag führt nach Anwendung der Steuermesszahl (§ 11 Abs. 2 GewStG: 3,5 %) zu einer effektiven Gewerbesteuerbelastung von 17,15 Prozent (3,5 % × 490 % = 17,15 %).

Wichtig

Der Hebesatz wird von der Gemeinde festgelegt (§ 16 GewStG). München hat den Satz 2023 von 490 % auf 490 % belassen – eine Erhöhung erfolgte damals nicht, aber München gehört weiterhin zu den Städten mit den höchsten Hebesätzen bundesweit.

Vergleich mit anderen Großstädten

Stadt Hebesatz 2026 Effektive Gewerbesteuer
München 490 % 17,15 %
Berlin 410 % 14,35 %
Hamburg 470 % 16,45 %
Frankfurt am Main 460 % 16,10 %
Köln 475 % 16,63 %

München liegt damit im Spitzenfeld der deutschen Großstädte. Nur wenige Kommunen erheben einen vergleichbar hohen Hebesatz. GmbHs mit Sitz in München sollten diese Belastung bei der Liquiditätsplanung und Standortwahl berücksichtigen.

Wie wird die Gewerbesteuer in München konkret berechnet?

Die Berechnung der Gewerbesteuer erfolgt in drei Schritten nach den Vorgaben des Gewerbesteuergesetzes (GewStG). Der Münchner Hebesatz kommt erst im letzten Schritt zur Anwendung.

Schritt 1: Ermittlung des Gewerbeertrags

Ausgangspunkt ist der Gewinn aus Gewerbebetrieb nach § 7 GewStG. Dieser entspricht in der Regel dem steuerlichen Gewinn nach Einkommensteuergesetz bzw. Körperschaftsteuergesetz. Hinzugerechnet werden nach § 8 GewStG unter anderem Finanzierungsanteile (z. B. 25 % der Schuldzinsen, die 200.000 Euro übersteigen), Miet- und Pachtzinsen für bewegliche Wirtschaftsgüter (anteilig) sowie Lizenzgebühren an nahestehende Personen. Abgezogen werden nach § 9 GewStG beispielsweise 1,2 % des Einheitswerts von Grundbesitz sowie Gewinnanteile aus Personengesellschaften.

Schritt 2: Anwendung der Steuermesszahl

Auf den ermittelten Gewerbeertrag wird die Steuermesszahl von 3,5 Prozent (§ 11 Abs. 2 GewStG) angewendet. Das Ergebnis ist der Gewerbesteuermessbetrag. Dieser ist bundeseinheitlich und wird vom zuständigen Finanzamt in einem Gewerbesteuermessbescheid festgestellt.

Schritt 3: Multiplikation mit dem Hebesatz München

Der Gewerbesteuermessbetrag wird mit dem Hebesatz der Stadt München (490 %) multipliziert. Das Ergebnis ist die zu zahlende Gewerbesteuer, die an die Stadt München abzuführen ist.

Rechenbeispiel

Eine GmbH erzielt einen Gewerbeertrag von 100.000 Euro. Steuermessbetrag: 100.000 € × 3,5 % = 3.500 €. Gewerbesteuer München: 3.500 € × 490 % = 17.150 Euro.

Welche Unternehmen müssen Gewerbesteuer in München zahlen?

Gewerbesteuerpflichtig sind alle Gewerbebetriebe im Sinne des § 2 GewStG. Dazu zählen insbesondere Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) sowie Personengesellschaften (OHG, KG, GbR mit gewerblicher Tätigkeit) und Einzelunternehmen. Freiberufler im Sinne des § 18 EStG (z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten) sind von der Gewerbesteuer befreit, sofern sie ausschließlich freiberuflich tätig sind.

Betriebsstätte in München entscheidend

Die Gewerbesteuer wird von der Gemeinde erhoben, in der sich die Betriebsstätte befindet (§ 4 GewStG). Hat eine GmbH ihren Sitz oder eine Betriebsstätte in München, ist die Stadt München die erhebungsberechtigte Gemeinde. Bei mehreren Betriebsstätten erfolgt eine Zerlegung des Steuermessbetrags nach § 28 ff. GewStG anteilig auf die beteiligten Gemeinden.

  • GmbH, UG, AG: immer gewerbesteuerpflichtig
  • Personengesellschaften (OHG, KG): bei gewerblicher Tätigkeit
  • Einzelunternehmen: bei Gewerbebetrieb
  • Freiberufler: nur bei zusätzlicher gewerblicher Tätigkeit
  • Betriebsstätte in München: Hebesatz 490 % gilt

Achtung bei gemischter Tätigkeit

Übt eine Personengesellschaft sowohl freiberufliche als auch gewerbliche Tätigkeiten aus, führt die gewerbliche Tätigkeit zur Gewerbesteuerpflicht der gesamten Gesellschaft (Abfärberegelung nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG). Eine saubere Trennung ist daher unerlässlich.

Gibt es einen Freibetrag bei der Gewerbesteuer?

Ja, das Gewerbesteuergesetz sieht in § 11 Abs. 1 GewStG einen Freibetrag von 24.500 Euro vor. Dieser gilt jedoch ausschließlich für Einzelunternehmen und Personengesellschaften. Kapitalgesellschaften wie die GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) haben keinen Anspruch auf den Freibetrag.

Anwendung des Freibetrags

Der Freibetrag wird vom Gewerbeertrag abgezogen, bevor die Steuermesszahl angewendet wird. Bei einem Gewerbeertrag von beispielsweise 30.000 Euro zahlt ein Einzelunternehmen in München nur auf 5.500 Euro Gewerbesteuer (30.000 € – 24.500 € = 5.500 €). Liegt der Gewerbeertrag unter 24.500 Euro, fällt keine Gewerbesteuer an.

Einzelunternehmen / Personengesellschaften

Freibetrag 24.500 Euro nach § 11 Abs. 1 GewStG. Gewerbesteuer erst ab Gewerbeertrag über 24.500 Euro.

Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG)

Kein Freibetrag. Gewerbesteuer ab dem ersten Euro Gewerbeertrag, effektiv 17,15 % in München.

„Viele GmbH-Gründer übersehen, dass der Gewerbesteuerfreibetrag für Kapitalgesellschaften nicht gilt. Gerade in München mit dem hohen Hebesatz von 490 % sollte die Gewerbesteuer von Anfang an in der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wird die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer angerechnet?

Für natürliche Personen (Einzelunternehmer, Gesellschafter von Personengesellschaften) besteht nach § 35 EStG die Möglichkeit, die gezahlte Gewerbesteuer teilweise auf die Einkommensteuer anzurechnen. Diese Anrechnung erfolgt pauschal mit dem 3,8-fachen des Gewerbesteuermessbetrags. Da die Steuermesszahl 3,5 % beträgt, entspricht dies einem fiktiven Hebesatz von circa 400 Prozent (3,8 × 3,5 % = 13,3 %).

Auswirkung des Münchner Hebesatzes auf die Anrechnung

In München beträgt die effektive Gewerbesteuerbelastung 17,15 % (490 % Hebesatz). Angerechnet werden jedoch maximal 13,3 % (3,8 × 3,5 %). Die Differenz von 3,85 Prozentpunkten verbleibt als zusätzliche steuerliche Belastung beim Unternehmer. Je höher der kommunale Hebesatz, desto geringer die Entlastungswirkung der Anrechnung.

Beispiel Anrechnung

Ein Einzelunternehmer erzielt in München einen Gewerbeertrag von 50.000 Euro (nach Freibetrag: 25.500 €). Gewerbesteuermessbetrag: 892,50 €. Gewerbesteuer: 4.373,75 €. Anrechnung auf Einkommensteuer: 3,8 × 892,50 € = 3.391,50 €. Verbleibende Belastung: 982,25 €.

Keine Anrechnung bei Kapitalgesellschaften

Für GmbHs und andere Kapitalgesellschaften besteht kein Anrechnungsrecht nach § 35 EStG. Die Gewerbesteuer ist endgültige Betriebsausgabe und mindert den körperschaftsteuerpflichtigen Gewinn. Die Gesamtsteuerbelastung (Körperschaftsteuer 15 % + Solidaritätszuschlag 0,825 % + Gewerbesteuer 17,15 %) liegt in München bei rund 33 Prozent.

Wie funktionieren Gewerbesteuer-Vorauszahlungen in München?

Die Gewerbesteuer wird grundsätzlich vierteljährlich im Wege der Vorauszahlung entrichtet (§ 19 GewStG). Die Fälligkeitstermine sind der 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November eines Jahres. Die Höhe der Vorauszahlungen richtet sich nach dem letzten Gewerbesteuermessbescheid des Finanzamts, multipliziert mit dem aktuellen Hebesatz der Stadt München (490 %).

Festsetzung und Anpassung der Vorauszahlungen

Die Stadt München erlässt auf Grundlage des Gewerbesteuermessbescheids einen Gewerbesteuervorauszahlungsbescheid. Ändert sich der Gewerbeertrag im laufenden Jahr erheblich (z. B. bei Umsatzrückgang, Verlust, Investitionen), kann auf Antrag eine Herabsetzung der Vorauszahlungen nach § 19 Abs. 3 GewStG beantragt werden. Dies sollte rechtzeitig erfolgen, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

  • Vorauszahlungstermine: 15.2., 15.5., 15.8., 15.11.
  • Basis: letzter Gewerbesteuermessbescheid × 490 %
  • Vierteljährliche Zahlung (je 1/4 des Jahresbetrags)
  • Herabsetzungsantrag bei wesentlicher Gewinnminderung möglich
  • Endgültige Abrechnung nach Erlass des Gewerbesteuerbescheids

Nach Ablauf des Wirtschaftsjahres und Feststellung des Gewerbesteuermessbetrags durch das Finanzamt erlässt die Stadt München den endgültigen Gewerbesteuerbescheid. Gezahlte Vorauszahlungen werden angerechnet; eine Nachzahlung oder Erstattung erfolgt entsprechend.

„Gerade bei schwankenden Umsätzen oder größeren Investitionen empfehlen wir, die Gewerbesteuer-Vorauszahlungen unterjährig zu prüfen und gegebenenfalls anpassen zu lassen. Ein rechtzeitiger Herabsetzungsantrag sichert die Liquidität.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Lohnt sich eine Standortverlagerung wegen des Hebesatzes?

Die Höhe des Gewerbesteuer-Hebesatzes ist ein relevanter Faktor bei der Standortwahl, sollte aber nie isoliert betrachtet werden. München bietet neben dem hohen Hebesatz auch erhebliche Standortvorteile: eine starke Wirtschaftsstruktur, exzellente Infrastruktur, hochqualifizierte Arbeitskräfte, Nähe zu internationalen Märkten und ein attraktives Unternehmensumfeld.

Hebesätze im Münchner Umland

Gemeinde Hebesatz 2026 Effektive Gewerbesteuer Distanz zu München
Unterschleißheim 340 % 11,90 % ca. 15 km
Garching 280 % 9,80 % ca. 15 km
Ismaning 290 % 10,15 % ca. 18 km
Oberschleißheim 350 % 12,25 % ca. 12 km
München 490 % 17,15 %

Umliegende Gemeinden erheben deutlich niedrigere Hebesätze. Eine GmbH mit einem Gewerbeertrag von 200.000 Euro spart in Garching (280 %) gegenüber München (490 %) jährlich rund 14.700 Euro Gewerbesteuer. Allerdings entstehen gegebenenfalls höhere Miet-, Personal- oder Logistikkosten sowie Nachteile bei der Erreichbarkeit und beim Unternehmensimage.

Entscheidungskriterien bei der Standortwahl

  • Steuerlast: Gewerbesteuer-Hebesatz und effektive Gesamtbelastung
  • Infrastruktur: Verkehrsanbindung, ÖPNV, Flughafen, Logistik
  • Arbeitskräfte: Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter, Lohnniveau
  • Immobilienkosten: Miete, Grundstückspreise, Nebenkosten
  • Unternehmensimage: Standortreputation, Kundennähe, Netzwerkeffekte
  • Fördermöglichkeiten: Kommunale oder regionale Wirtschaftsförderung

Praxistipp

Eine Standortverlagerung ist mit erheblichem Aufwand verbunden (Ummeldung Handelsregister, Gewerbeanmeldung, Vertragsänderungen, Umzugskosten). Eine fundierte Kosten-Nutzen-Analyse unter Einbeziehung aller Faktoren ist unverzichtbar. Wer den Jahresabschluss und die steuerliche Beratung durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen.

Welche Fristen gelten für die Gewerbesteuererklärung in München?

Die Gewerbesteuererklärung ist beim zuständigen Finanzamt (nicht bei der Stadt München) einzureichen. Für das Wirtschaftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gilt bei steuerlicher Beratung durch einen Steuerberater eine Abgabefrist bis zum 30. April 2027 (§ 149 Abs. 3 AO). Ohne steuerliche Beratung endet die Frist bereits am 31. Juli 2026.

Ablauf der Gewerbesteuerveranlagung

  1. Gewerbesteuererklärung beim Finanzamt einreichen (Formular GewSt 1 A für Kapitalgesellschaften)
  2. Gewerbesteuermessbescheid durch das Finanzamt: Feststellung des Gewerbesteuermessbetrags
  3. Gewerbesteuerbescheid durch die Stadt München: Festsetzung der Gewerbesteuer auf Basis des Messbetrags × 490 %
  4. Zahlung oder Erstattung: Anrechnung der Vorauszahlungen, Fälligkeit der Nachzahlung einen Monat nach Bekanntgabe

Verspätungszuschlag vermeiden

Bei verspäteter Abgabe der Gewerbesteuererklärung kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag nach § 152 AO festsetzen (mindestens 25 Euro pro angefangenen Monat der Verspätung, bei größeren Nachzahlungen auch mehr). Zudem drohen Zwangsgelder und Schätzungen durch das Finanzamt.

GmbHs und andere Kapitalgesellschaften sollten die Gewerbesteuererklärung rechtzeitig und vollständig einreichen. Die Beauftragung eines Steuerberaters sichert nicht nur die Einhaltung der Fristen, sondern auch die korrekte Ermittlung des Gewerbeertrags unter Berücksichtigung aller Hinzurechnungen und Kürzungen nach §§ 8, 9 GewStG.

Häufig gestellte Fragen

Kann der Hebesatz in München während des Jahres geändert werden?

Ja, Gemeinden können den Hebesatz grundsätzlich jederzeit durch Beschluss des Stadtrats ändern. Änderungen erfolgen meist zu Beginn eines Kalenderjahres und gelten dann für das gesamte Erhebungsjahr. München hat den Hebesatz von 490 % seit 2017 unverändert beibehalten, kurzfristige Änderungen sind bei einem bereits beschlossenen Haushalt unüblich.

Muss ich als Freiberufler in München Gewerbesteuer zahlen?

Nein. Freiberufler im Sinne des § 18 EStG (z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Journalisten, Künstler) unterliegen nicht der Gewerbesteuerpflicht, unabhängig vom Standort. Die Gewerbesteuer betrifft ausschließlich gewerbliche Unternehmen nach § 2 GewStG. Freiberufler zahlen lediglich Einkommensteuer auf ihren Gewinn.

Was passiert, wenn ich die Gewerbesteuererklärung zu spät abgebe?

Bei verspäteter Abgabe kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag nach § 152 AO festsetzen – mindestens 25 Euro pro Monat, bei höheren Steuerbeträgen kann der Zuschlag 0,25 % der festgesetzten Steuer betragen, maximal 25.000 Euro. Zusätzlich drohen Zwangsgelder und im Extremfall eine Schätzung der Besteuerungsgrundlagen durch das Finanzamt nach § 162 AO.

Gilt der Münchner Hebesatz auch für Betriebsstätten außerhalb Münchens?

Nein. Hat ein Unternehmen mehrere Betriebsstätten in verschiedenen Gemeinden, wird der Gewerbeertrag nach § 28 GewStG anteilig aufgeteilt (Zerlegung). Jede Gemeinde erhebt dann ihren eigenen Hebesatz auf den ihr zugewiesenen Anteil. Für eine Betriebsstätte in einer Gemeinde mit niedrigerem Hebesatz fällt entsprechend weniger Gewerbesteuer an.

Kann ich als GmbH-Geschäftsführer die Gewerbesteuer als Betriebsausgabe absetzen?

Nein. Die Gewerbesteuer ist nach § 4 Abs. 5b EStG ausdrücklich nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig. Sie mindert also weder den steuerlichen Gewinn der GmbH noch die Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage. Einzige Entlastung für Einzelunternehmer und Personengesellschafter ist die pauschale Anrechnung nach § 35 EStG auf die persönliche Einkommensteuer.

Wie erfährt das Finanzamt von meinem Gewerbebetrieb in München?

Bei Gewerbeanmeldung meldet die Stadt München (Kreisverwaltungsreferat) die Daten automatisch an das zuständige Finanzamt München. Dieses fordert Sie dann zur Abgabe einer Gewerbesteuererklärung auf. Auch ohne Aufforderung sind Sie gemäß § 149 AO zur Abgabe verpflichtet, sobald Gewerbeertrag erzielt wird. Eine nachträgliche Meldung durch Dritte (z. B. bei Betriebsprüfungen) ist ebenfalls möglich.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV), Einkommensteuergesetz (EStG) – § 35 EStG Anrechnung, Abgabenordnung (AO). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

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Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

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Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

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Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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KI-Assistenz