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Datum

Lesedauer

16–24 Minuten

OnlineBilanzBlogFitnessstudio Finanzbuchhaltung

Fitnessstudio Finanzbuchhaltung 2026: Praxisleitfaden

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Finanzbuchhaltung im Fitnessstudio erfordert fundiertes Fachwissen: periodengerechte Abgrenzung von Mitgliedsbeiträgen nach § 250 HGB, umsatzsteuerliche Differenzierung zwischen steuerfreien und steuerpflichtigen Leistungen sowie GoBD-konforme Kassenführung. Eine vollständige Fitnessstudio Buchführung umfasst neben der laufenden Fibu auch die korrekte Erfassung aller Geschäftsvorfälle bis zum Jahresabschluss 2026. Dieser Praxisleitfaden erklärt alle buchhalterischen, steuerlichen und rechtlichen Besonderheiten für Fitnessstudio-Betreiber.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Fitnessstudios unterliegen besonderen buchhalterischen Anforderungen: Mitgliedsbeiträge müssen periodengerecht nach § 250 HGB abgegrenzt werden, die Umsatzsteuer variiert je nach Leistungsart (steuerfreier Sport vs. steuerpflichtige Zusatzleistungen), und Kassensysteme müssen GoBD-konform sein. GmbH-Betreiber haben zusätzlich Jahresabschluss- und Offenlegungspflichten nach §§ 264, 325 HGB zu erfüllen.

Warum Finanzbuchhaltung im Fitnessstudio besondere Anforderungen stellt

Die Finanzbuchhaltung in Fitnessstudios unterscheidet sich erheblich von klassischen Dienstleistungsunternehmen. Drei zentrale Besonderheiten prägen die buchhalterische Praxis: wiederkehrende Mitgliedschaftsbeiträge mit unterschiedlichen Laufzeiten, der hohe Anteil an Barzahlungen und Lastschriftverfahren sowie die periodengerechte Abgrenzung von Vorauszahlungen. Ähnliche branchenspezifische Anforderungen finden sich auch bei anderen Dienstleistern – etwa in der Buchhaltung fahrschulspezifischer Umsätze, wo ebenfalls Vorauszahlungen und laufzeitgebundene Leistungen korrekt abzugrenzen sind. Nach § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB gilt das Realisationsprinzip – Umsätze dürfen nur in der Periode erfasst werden, in der die Leistung erbracht wurde, nicht bereits bei Zahlungseingang.

Hinzu kommen branchenspezifische Herausforderungen: Probetrainings ohne Entgelt, Gutscheine mit mehrjähriger Gültigkeit, Vertragskündigungen mit anteiliger Rückerstattung sowie unterschiedliche Umsatzsteuersätze bei Zusatzleistungen (z. B. Personal Training 19 %, Getränkeverkauf 19 %, unter bestimmten Bedingungen ermäßigte Sätze für präventive Gesundheitskurse). Eine ordnungsgemäße Finanzbuchhaltung muss all diese Vorgänge GoBD-konform (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) dokumentieren.

Hinweis

Praxis-Tipp: Viele Fitnessstudios nutzen Mitgliederverwaltungssoftware (z. B. EGYM Wellpass, Magicline, FitogramPro). Eine automatisierte Schnittstelle zur Buchhaltung vermeidet Erfassungsfehler und spart erheblich Zeit bei der monatlichen Auswertung. Die GoBD verlangen dabei eine revisionssichere Archivierung aller Buchungsbelege.

Typische Geschäftsvorfälle im Fitnessstudio

  • Monatliche Mitgliedsbeiträge per SEPA-Lastschrift (verschiedene Tarife: Basic, Premium, Flatrate)
  • Jahresmitgliedschaften mit Vorauszahlung (periodengerechte Abgrenzung erforderlich)
  • Einmalige Aufnahmegebühren (sofort umsatzwirksam, außer bei Erstattungspflicht)
  • Verkauf von Getränken, Supplements und Merchandise (Warenwirtschaft erforderlich)
  • Personal Training, Ernährungsberatung, Physiotherapie (teilweise unterschiedliche USt-Sätze)
  • Kursgebühren für Yoga, Spinning, Pilates (oft als Zusatzoption buchbar)
  • Gutscheine und Rabattaktionen (Bewertung nach § 249 HGB als Rückstellung bei Einlöseverpflichtung)

Periodengerechte Abgrenzung von Mitgliedsbeiträgen nach § 250 HGB

Die größte buchhalterische Herausforderung in Fitnessstudios ist die korrekte Abgrenzung von Mitgliedsbeiträgen. Viele Mitglieder zahlen ihre Beiträge im Voraus – sei es für 3, 6 oder 12 Monate. Nach § 250 Abs. 1 HGB sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag als aktive Rechnungsabgrenzungsposten (ARAP) zu aktivieren, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Umgekehrt gilt § 250 Abs. 2 HGB für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag: Diese sind als passive Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) zu passivieren, soweit sie Ertrag für eine Zeit nach dem Stichtag betreffen.

Beispiel: Ein Mitglied zahlt am 15. November 2025 einen Jahresbeitrag von 600 Euro für die Zeit vom 01. Dezember 2025 bis 30. November 2026. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 dürfen nur 100 Euro als Umsatzerlös (für Dezember) erfasst werden. Die restlichen 500 Euro sind als passiver Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz auszuweisen und werden erst 2026 sukzessive ertragswirksam aufgelöst.

„Viele Fitnessstudios buchen sämtliche Zahlungseingänge sofort als Umsatz – das führt bei Vorauszahlungen zu einer erheblichen Überbewertung des Jahresergebnisses und zu steuerlichen Nachteilen. Die periodengerechte Abgrenzung ist kein Kann, sondern eine zwingende Pflicht nach § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB. Wer hier Fehler macht, riskiert eine Korrektur durch das Finanzamt und im Extremfall eine Nichtanerkennung des Jahresabschlusses.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Buchungstechnische Umsetzung

Geschäftsvorfall Soll Haben
Mitglied zahlt 600 € Jahresbeitrag (01.12.2025–30.11.2026) Bank 600 € PRAP 600 €
Ertragswirksame Auflösung Dezember 2025 (100 €) PRAP 100 € Umsatzerlöse 100 €
Monatliche Auflösung Januar–November 2026 (je 50 €) PRAP 50 € Umsatzerlöse 50 €

Achtung

Achtung bei Vertragskündigungen: Tritt ein Mitglied vorzeitig aus und besteht ein gesetzlicher oder vertraglicher Rückerstattungsanspruch, muss der PRAP entsprechend aufgelöst und die Rückzahlung als Umsatzminderung (Erlöskorrektur) verbucht werden. Bei Stornogebühren ist zusätzlich die umsatzsteuerliche Behandlung zu prüfen.

Umsatzsteuerliche Behandlung der Leistungen im Fitnessstudio

Die Umsatzsteuerpflicht von Fitnessstudio-Leistungen richtet sich nach § 4 UStG. Grundsätzlich unterliegen Mitgliedsbeiträge und Trainingsleistungen dem Regelsteuersatz von 19 %. Eine Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 14 UStG (Heilbehandlungen) oder § 4 Nr. 21 UStG (eng mit Sport verbundene Dienstleistungen gemeinnütziger Einrichtungen) kommt für gewerbliche Fitnessstudios in der Regel nicht in Betracht.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Zusatzleistungen: Während reine Trainingsmitgliedschaften eindeutig mit 19 % zu versteuern sind, können präventive Gesundheitskurse (z. B. zertifizierte Rückenschule nach § 20 SGB V) unter bestimmten Voraussetzungen als Heilbehandlungen steuerfrei sein – allerdings nur, wenn sie von entsprechend qualifizierten Therapeuten erbracht werden. Der Verkauf von Getränken, Supplements und Merchandise unterliegt dem jeweiligen Steuersatz des Produkts (meist 19 %, Lebensmittel teilweise 7 %).

Übersicht: Umsatzsteuer-Sätze typischer Leistungen

Leistung Steuersatz Rechtsgrundlage
Mitgliedsbeitrag Fitnesstraining 19 % § 12 Abs. 1 UStG
Personal Training 19 % § 12 Abs. 1 UStG
Präventionskurs (zertifiziert, durch Therapeuten) 0 % (steuerfrei) § 4 Nr. 14 UStG (Einzelfallprüfung)
Getränkeverkauf (Softdrinks, Shakes) 19 % § 12 Abs. 1 UStG
Supplements (Nahrungsergänzung) 19 % (teilw. 7 %) § 12 Abs. 2 UStG
Merchandise (T-Shirts, Handtücher) 19 % § 12 Abs. 1 UStG
Solarium 19 % § 12 Abs. 1 UStG

Hinweis

Hinweis zur Vorsteuer: Fitnessstudios können die Vorsteuer aus Investitionen (Trainingsgeräte, Umbau, Energie) grundsätzlich abziehen, da sie umsatzsteuerpflichtige Leistungen erbringen. Die korrekte Zuordnung von gemischten Aufwendungen (z. B. Getränke für Mitarbeiter vs. Weiterverkauf) ist jedoch zwingend erforderlich.

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist je nach Umsatzhöhe monatlich, quartalsweise oder jährlich abzugeben. Neugegründete Fitnessstudios unterliegen in den ersten beiden Kalenderjahren der monatlichen Abgabepflicht (§ 18 Abs. 2 UStG). Die korrekte und fristgerechte Abgabe ist essenziell, um Verspätungszuschläge und Säumniszuschläge zu vermeiden.

Kassenführung und GoBD-Anforderungen im Fitnessstudio

Fitnessstudios mit Bargeschäften (z. B. Verkauf von Getränken, Snacks, Merchandise, Tagestickets) unterliegen strengen Anforderungen an die Kassenführung. Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) verlangen seit 2015 eine vollständige, richtige, zeitgerechte und unveränderbare Erfassung aller Geschäftsvorfälle.

Seit dem 01. Januar 2020 gilt zusätzlich die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV): Elektronische Kassensysteme und Registrierkassen müssen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Jeder Geschäftsvorfall muss protokolliert, mit einer eindeutigen Transaktionsnummer versehen und unveränderbar gespeichert werden. Bei Betriebsprüfungen kann das Finanzamt eine Kassen-Nachschau nach § 146b AO durchführen – ohne Vorankündigung und während der üblichen Geschäftszeiten.

Achtung

Wichtig: Offene Ladenkassen (ohne elektronisches Kassensystem) sind zwar weiterhin zulässig, müssen aber täglich ein Kassenbuch mit Zählprotokoll führen. Jede Einnahme und Ausgabe ist einzeln zu dokumentieren. Bei Verstößen drohen Zuschätzungen durch das Finanzamt und im Extremfall ein Verwerfen der gesamten Buchführung (§ 158 AO).

Checkliste: GoBD-konforme Kassenführung

  • Einsatz einer TSE-zertifizierten Kasse (seit 01.01.2020 verpflichtend bei elektronischen Systemen)
  • Tägliche Erfassung aller Bareinnahmen und -ausgaben (Kassenbericht oder Z-Bon)
  • Einzelaufzeichnungspflicht: Jeder Geschäftsvorfall muss einzeln erfasst werden (keine Summenbildung ohne Nachweis)
  • Kassensturzfähigkeit: Jederzeit muss der IST-Bestand mit dem SOLL-Bestand abgeglichen werden können
  • Aufbewahrung aller Kassenberichte, Z-Bons, TSE-Protokolle für 10 Jahre (§ 147 Abs. 3 AO)
  • Verfahrensdokumentation: Schriftliche Beschreibung der Kassenführung (von der Erfassung bis zur Verbuchung)
  • Keine nachträglichen Änderungen ohne Korrekturprotokoll (Unveränderbarkeit nach GoBD)

„In der Praxis sehen wir regelmäßig, dass kleinere Fitnessstudios die Kassenführung unterschätzen. Ein fehlendes Kassenbuch oder eine nicht-TSE-konforme Kasse führt bei Betriebsprüfungen oft zu erheblichen Hinzuschätzungen. Die Finanzverwaltung geht dann davon aus, dass mehr Umsatz erzielt wurde, als gebucht – mit entsprechenden Nachzahlungen bei Umsatzsteuer und Gewerbesteuer.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Die Integration der Kasse in die Finanzbuchhaltung sollte automatisiert erfolgen: Moderne Kassensysteme liefern tägliche Export-Dateien (DATEV-Format, CSV), die direkt in die Buchhaltungssoftware importiert werden. Das spart Zeit und minimiert Erfassungsfehler. Für GmbH-Geschäftsführer gilt: Die Verantwortung für eine ordnungsgemäße Kassenführung liegt beim Geschäftsführer – Delegation entbindet nicht von der Überwachungspflicht.

Anlagevermögen, Abschreibung und Leasing von Trainingsgeräten

Fitnessstudios investieren erhebliche Summen in Trainingsgeräte, Cardio-Equipment, Umbaumaßnahmen und technische Ausstattung. Diese Wirtschaftsgüter gehören zum Anlagevermögen nach § 247 Abs. 2 HGB und müssen gemäß § 253 Abs. 3 HGB über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben werden. Die amtlichen AfA-Tabellen (Absetzung für Abnutzung) geben für Fitnessgeräte eine Nutzungsdauer von 7 Jahren vor, für EDV-Hardware 3 Jahre, für Umbaumaßnahmen in gemieteten Räumen oft 10 Jahre (bei entsprechender Mietdauer).

Viele Studios entscheiden sich für Leasing statt Kauf, um Liquidität zu schonen. Aus buchhalterischer Sicht ist zu unterscheiden zwischen Operating-Leasing (Nutzungsüberlassung, Leasingraten = Aufwand) und Finance-Leasing (wirtschaftliches Eigentum geht auf Leasingnehmer über, Bilanzierung als Anlagevermögen nach § 246 Abs. 1 HGB). Bei Finance-Leasing sind die Leasingraten in Tilgungs- und Zinsanteil aufzuspalten; das Wirtschaftsgut wird beim Leasingnehmer aktiviert und abgeschrieben.

Typische Nutzungsdauern und Abschreibungssätze

Wirtschaftsgut Nutzungsdauer Lineare AfA pro Jahr
Krafttrainingsgeräte (Hanteln, Maschinen) 7 Jahre 14,29 %
Cardio-Geräte (Laufbänder, Ergometer, Crosstrainer) 7 Jahre 14,29 %
EDV-Hardware (PC, Server, Tablets) 3 Jahre 33,33 %
Kassensystem inkl. TSE 3 Jahre 33,33 %
Umbauten in gemieteten Räumen 10 Jahre (max. Mietlaufzeit) 10,00 %
Klimaanlage, Lüftungstechnik 10 Jahre 10,00 %
Einrichtung (Empfangstresen, Schließfächer) 13 Jahre 7,69 %

Hinweis

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Anschaffungskosten bis 800 € (netto) können nach § 6 Abs. 2 EStG sofort als Betriebsausgabe abgezogen werden. Alternativ kann für Wirtschaftsgüter zwischen 250 € und 1.000 € ein Sammelposten gebildet werden, der über 5 Jahre abgeschrieben wird (§ 6 Abs. 2a EStG). Diese Wahlrechte sollten steueroptimiert genutzt werden.

Bei hohen Investitionen (z. B. komplette Neuausstattung eines Studios für 150.000 €) kann die Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbeträgen nach § 7g EStG sinnvoll sein: Bis zu 50 % der geplanten Anschaffungskosten können bereits vor der Investition gewinnmindernd abgezogen werden, wenn die Investition innerhalb von drei Jahren erfolgt. Die steuerliche Beratung durch einen Steuerberater ist hier essenziell, um alle Gestaltungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, profitiert von dieser Expertise – digitale Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz bieten hier transparente Festpreise ohne Wartezeiten.

Personalkostenabrechnung und Sozialversicherung bei Trainern

Die Personalkosten bilden in Fitnessstudios meist den größten Kostenblock. Die buchhalterische und steuerliche Behandlung hängt entscheidend vom Beschäftigungsverhältnis ab: Festangestellte Trainer unterliegen der Lohnsteuer und Sozialversicherungspflicht, während selbstständige Trainer (Honorarkräfte) Rechnungen mit Umsatzsteuer stellen. Die Abgrenzung zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbstständigkeit ist in der Fitnessbranche besonders konfliktträchtig.

Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) liegt eine abhängige Beschäftigung vor, wenn der Trainer in die Betriebsorganisation eingegliedert ist, weisungsgebunden arbeitet (Ort, Zeit, Art der Tätigkeit) und kein unternehmerisches Risiko trägt. Typische Indizien: feste Arbeitszeiten im Kursplan, Nutzung der Studio-Räumlichkeiten ohne eigene Infrastruktur, ausschließliche Tätigkeit für ein Studio. Liegt abhängige Beschäftigung vor, muss das Studio Sozialversicherungsbeiträge abführen (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) – andernfalls drohen Nachforderungen der Deutschen Rentenversicherung.

Achtung

Scheinselbstständigkeit: Die Deutsche Rentenversicherung prüft im Rahmen von Betriebsprüfungen gezielt Honorarverträge. Wird eine Scheinselbstständigkeit festgestellt, muss das Studio rückwirkend Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) für bis zu vier Jahre nachzahlen – inklusive Säumniszuschlägen. Die Gesamtsumme kann existenzbedrohend sein.

Buchhalterische Behandlung von Personalkosten

Festangestellte Trainer

Bruttolohn wird auf Konto Löhne und Gehälter gebucht. Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (ca. 20 % des Bruttolohns) werden auf Soziale Abgaben gebucht. Lohnsteuer, Kirchensteuer und Arbeitnehmeranteile werden an das Finanzamt bzw. die Krankenkasse abgeführt. Monatliche Lohnbuchhaltung erforderlich (DATEV, Lexware, etc.).

Honorarkräfte (Selbstständige)

Rechnung wird auf Konto Fremdleistungen oder Honorare gebucht. Vorsteuerabzug aus der Rechnung möglich (sofern Honorarkraft umsatzsteuerpflichtig ist). Keine Sozialversicherungsbeiträge, keine Lohnsteuer. Aber: Statusprüfung durch Deutsche Rentenversicherung unbedingt vorab empfohlen (Anfrageverfahren nach § 7a SGB IV).

Zusätzlich zu Gehältern fallen Lohnnebenkosten an: Berufsgenossenschaftsbeiträge (VBG – Verwaltungs-Berufsgenossenschaft für Fitnessstudios), Umlagen U1 (Entgeltfortzahlung bei Krankheit für Kleinbetriebe), U2 (Mutterschaftsaufwendungen) und U3 (Insolvenzgeldumlage). Diese sind als sonstige Personalkosten zu erfassen und erhöhen die tatsächlichen Personalkosten um weitere 3–5 %.

„Die Abgrenzung zwischen Festanstellung und Honorartätigkeit sollte nie allein aus Kostengründen getroffen werden. Wer Trainer scheinselbstständig beschäftigt, spart kurzfristig Sozialabgaben, riskiert aber langfristig erhebliche Nachforderungen. Unsere Empfehlung: Im Zweifelsfall eine Statusfeststellung bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen, bevor Verträge geschlossen werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Jahresabschluss und Offenlegungspflichten für Fitnessstudio-GmbHs

Jede GmbH – unabhängig von Größe und Branche – ist nach § 242 HGB verpflichtet, zum Ende jedes Geschäftsjahres einen Jahresabschluss zu erstellen, bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Für Kapitalgesellschaften gelten zusätzlich die erweiterten Vorschriften der §§ 264 ff. HGB: Der Jahresabschluss muss innerhalb von 11 Monaten (kleine GmbH) bzw. 8 Monaten (mittelgroße und große GmbH) nach Bilanzstichtag von der Gesellschafterversammlung festgestellt werden (§ 42a GmbHG). Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Feststellungsfrist für kleine GmbHs also am 30.11.2026.

Nach § 325 HGB muss der festgestellte Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister elektronisch offengelegt werden. Seit dem Inkrafttreten des DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie) am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister – der Bundesanzeiger ist nur noch das Veröffentlichungsmedium, nicht mehr die Einreichungsstelle.

Größenklassen und Offenlegungsumfang nach § 267 HGB (Stand 2026)

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer Offenlegungsumfang
Klein ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50 Bilanz, Anhang (verkürzt möglich, § 326 HGB)
Mittel ≤ 25 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250 Bilanz, GuV, Anhang (ggf. Lagebericht)
Groß > 25 Mio. € > 50 Mio. € > 250 Vollständiger Jahresabschluss inkl. Lagebericht, ggf. Prüfung

Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht kann das Bundesamt für Justiz (BfJ) ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB festsetzen – zwischen 500 und 25.000 Euro. Die Höhe richtet sich nach Unternehmensgröße und Verschuldensgrad. Auch bei nachträglicher Einreichung bleibt das Ordnungsgeld bestehen; lediglich die Höhe kann reduziert werden.

Achtung

Haftungsrisiko für Geschäftsführer: Die rechtzeitige Erstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses ist Geschäftsführerpflicht nach § 41 GmbHG. Bei schuldhafter Verletzung kann der Geschäftsführer persönlich haftbar gemacht werden – insbesondere bei Insolvenz oder wenn der Gesellschaft durch verspätete Steuererklärungen Schäden entstehen (z. B. Verspätungszuschläge, Schätzungen).

Hinweis

Praxis-Tipp: Viele GmbH-Geschäftsführer unterschätzen den Zeitaufwand für Jahresabschluss und Offenlegung. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, vermeidet Fehler und Fristversäumnisse. Digitale Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz bieten die komplette Abwicklung – von der Buchführung über den Jahresabschluss bis zur elektronischen Offenlegung – zu transparenten Festpreisen und mit festen Ansprechpartnern.

Die Offenlegung erfolgt seit DiRUG ausschließlich elektronisch im strukturierten XBRL-Format (eXtensible Business Reporting Language) oder als PDF mit strukturierten Daten. Das Unternehmensregister prüft formal die Vollständigkeit; inhaltliche Prüfungen erfolgen durch das Finanzamt im Rahmen der steuerlichen Veranlagung und ggf. durch Betriebsprüfungen.

Steuerliche Besonderheiten und Optimierungsmöglichkeiten

Fitnessstudios in der Rechtsform einer GmbH unterliegen der Körperschaftsteuer (15 % nach § 23 KStG), dem Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die KSt, effektiv 0,825 %) und der Gewerbesteuer (je nach Hebesatz der Gemeinde durchschnittlich 14–17 %). Die Gesamtsteuerbelastung liegt damit bei ca. 30 %. Hinzu kommt die Umsatzsteuer (19 % auf die meisten Leistungen), die jedoch durchlaufender Posten ist (Umsatzsteuer abzgl. Vorsteuer).

Eine zentrale Optimierungsmöglichkeit liegt in der Nutzung steuerlicher Gestaltungsspielräume bei Abschreibungen und Rückstellungen. Neben der regulären AfA können Sonderabschreibungen nach § 7g Abs. 5 EStG (20 % im Jahr der Anschaffung und im Folgejahr, zusätzlich zur regulären AfA) für neue oder gebrauchte bewegliche Wirtschaftsgüter in Anspruch genommen werden – allerdings nur, wenn der Betrieb bestimmte Größengrenzen nicht überschreitet (Betriebsvermögen max. 235.000 €). Für die meisten etablierten Fitnessstudios kommt dies nicht in Betracht, wohl aber für Neugründungen.

Typische Rückstellungen in Fitnessstudios

  • Rückstellung für Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten (§ 249 Abs. 1 HGB): Die Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses 2025 entstehen wirtschaftlich 2025, werden aber oft erst 2026 in Rechnung gestellt. Daher ist eine Rückstellung zu bilden.
  • Rückstellung für ausstehende Urlaubsansprüche: Nicht genommener Urlaub von Trainern stellt eine Verbindlichkeit dar, die zum Bilanzstichtag zu bewerten ist (Bruttolohn inkl. Arbeitgeberanteile).
  • Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (§ 249 Abs. 1 HGB): Z. B. wenn langfristige Mietverträge für Filialen bestehen, die dauerhaft Verluste erwirtschaften.
  • Rückstellung für Prozesskosten: Bei laufenden Rechtsstreitigkeiten (z. B. Kündigungsschutzklage eines Trainers).
  • Rückstellung für Instandhaltung: Nur zulässig, wenn die Instandhaltung innerhalb von drei Monaten nach Bilanzstichtag nachgeholt wird (§ 249 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB).

„Viele Fitnessstudios verschenken steuerliche Vorteile, weil Rückstellungen nicht oder nicht in ausreichender Höhe gebildet werden. Eine sorgfältige Jahresendplanung – idealerweise zusammen mit einem Steuerberater – kann den steuerlichen Gewinn legal mindern und Liquidität schonen. Rückstellungen sind kein Gestaltungsmissbrauch, sondern zwingende handelsrechtliche Pflicht, wenn die Voraussetzungen vorliegen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Weitere Optimierungsansätze betreffen die Gewinnverwendung: Wird der Gewinn als Ausschüttung an die Gesellschafter entnommen, unterliegt er der Abgeltungsteuer (25 % zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer). Alternativ können Gewinne thesauriert (im Unternehmen belassen) werden, um künftige Investitionen zu finanzieren – dann entfällt die Abgeltungsteuer, die Liquidität bleibt im Unternehmen. Die optimale Strategie hängt von der persönlichen Einkommensteuersituation der Gesellschafter ab.

15 %

Körperschaftsteuer (§ 23 KStG)

0,825 %

Solidaritätszuschlag (5,5 % auf KSt)

14–17 %

Gewerbesteuer (je nach Hebesatz)

≈ 30 %

Gesamtsteuerbelastung auf Gewinn

Digitale Tools und Schnittstellen für effiziente Buchhaltung

Die Digitalisierung der Finanzbuchhaltung ist gerade für Fitnessstudios mit hohem Transaktionsvolumen (viele Mitglieder, viele Lastschriften, viele Kassenvorgänge) ein entscheidender Erfolgsfaktor. Moderne Buchhaltungssoftware (DATEV, Lexware, sevDesk, etc.) bietet Schnittstellen zu Mitgliederverwaltungssystemen (z. B. Magicline, FitogramPro, Gymmanager, EGYM Wellpass), Kassensystemen und Banken – so können Geschäftsvorfälle automatisiert erfasst und verbucht werden.

Eine vollständige Integration sieht folgendermaßen aus: Das Mitgliederverwaltungssystem generiert täglich einen Export aller Zahlungseingänge (SEPA-Lastschriften, Überweisungen, Barzahlungen), kategorisiert nach Umsatzart (Mitgliedsbeitrag, Personal Training, Getränke, etc.). Dieser Export wird automatisch in die Buchhaltungssoftware importiert und mit den tatsächlichen Bankbewegungen abgeglichen (Kontenabstimmung). Das Kassensystem liefert tägliche Z-Bons im TSE-Format, die ebenfalls automatisch verbucht werden. Das Ergebnis: taggleiche Buchhaltung ohne manuellen Erfassungsaufwand.

Empfohlene Systemarchitektur für mittelgroße Fitnessstudios

Mitgliederverwaltung

  • Magicline, FitogramPro, Gymmanager oder EGYM
  • SEPA-Lastschrift-Management
  • Vertragsmanagement (Laufzeiten, Kündigungen)
  • Export-Schnittstelle zu DATEV/Lexware

Kassensystem

  • TSE-zertifizierte Kasse (z. B. Lightspeed, ready2order)
  • Täglicher Z-Bon-Export
  • GoBD-konforme Archivierung
  • Integration mit Buchhaltung

Buchhaltungssoftware

  • DATEV, Lexware, sevDesk oder vergleichbar
  • Automatischer Bankabgleich (EBICS, FinTS)
  • XBRL-Export für Offenlegung
  • Schnittstelle zum Steuerberater

Die GoBD-konforme Archivierung aller Belege ist zwingend erforderlich: E-Mails mit Rechnungen, eingescannte Papierbelege, elektronische Kontoauszüge, Kassenbons – alles muss revisionssicher und unveränderbar für 10 Jahre aufbewahrt werden (§ 147 Abs. 3 AO). Cloud-basierte Dokumentenmanagement-Systeme (DMS) wie DATEV DMS oder Lexware archiv bieten hier rechtssichere Lösungen mit Volltextsuche und Zugriffskontrolle.

Hinweis

Zeit sparen durch Automatisierung: Fitnessstudios, die ihre Buchhaltung vollständig digitalisiert haben, reduzieren den monatlichen Aufwand um bis zu 70 %. Statt manuell hunderte Lastschriften zu verbuchen, läuft der Prozess automatisiert – die Buchhaltung beschränkt sich auf Kontrolle und Plausibilitätsprüfung. Wer externe Unterstützung sucht, findet bei digitalen Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz Komplettlösungen mit Software-Integration, transparenten Festpreisen und persönlicher Betreuung durch Servet Gündogan und sein Team.

Ein weiterer Vorteil der Digitalisierung: Echtzeit-Reporting und betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA). Geschäftsführer können jederzeit aktuelle Kennzahlen abrufen – Umsatzentwicklung nach Standorten, Mitgliederentwicklung, Deckungsbeiträge einzelner Leistungen, Liquidität. Das ermöglicht schnelle, datenbasierte Entscheidungen und erhöht die Steuerungsfähigkeit erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich als Fitnessstudio-Betreiber die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzen?

Grundsätzlich ja, sofern der Umsatz im Vorjahr 25.000 Euro (bis 2024: 22.000 Euro) nicht überschritten hat und im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 Euro nicht übersteigt. Allerdings entfällt dann der Vorsteuerabzug für Investitionen (z. B. Trainingsgeräte, Umbaukosten), was bei kapitalintensiven Fitnessstudios wirtschaftlich nachteilig sein kann. Eine individuelle Prüfung durch den Steuerberater ist empfehlenswert.

Was passiert, wenn ich Mitgliedsbeiträge nicht periodengerecht abgrenze?

Eine fehlende oder fehlerhafte Abgrenzung nach § 250 HGB führt zu einem unzutreffenden Jahresergebnis, da Erlöse und Aufwendungen nicht den richtigen Perioden zugeordnet werden. Dies kann die Steuerlast verfälschen und bei prüfungsrelevanten GmbHs zu Beanstandungen durch den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer führen. Zudem können bei falscher Gewinnermittlung Steuernachzahlungen und Zinsen nach § 233a AO entstehen.

Muss ich als Einzelunternehmer-Fitnessstudio einen Jahresabschluss offenlegen?

Nein. Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB gilt ausschließlich für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG). Einzelunternehmer und Personengesellschaften (GbR, OHG) müssen keinen Jahresabschluss beim Unternehmensregister einreichen. Sie erstellen lediglich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder – bei Buchführungspflicht – eine Bilanz für das Finanzamt.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Kassenbelege und Buchhaltungsunterlagen im Fitnessstudio?

Nach § 147 AO und § 257 HGB beträgt die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege, Jahresabschlüsse, Inventare und Kassenbücher zehn Jahre. Für sonstige Geschäftsunterlagen (z. B. Verträge, Korrespondenz) gilt eine Frist von sechs Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgt ist. Digitale Aufbewahrung ist zulässig, muss aber GoBD-konform und unveränderbar sein.

Sind Getränkeverkäufe an der Rezeption umsatzsteuerpflichtig?

Ja. Der Verkauf von Getränken, Riegeln, Nahrungsergänzungsmitteln oder Merchandising-Artikeln unterliegt der regulären Umsatzsteuer (19 % bzw. 7 % ermäßigt für bestimmte Lebensmittel). Diese Umsätze fallen nicht unter die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 22 UStG, da sie keine unmittelbare Sportdienstleistung darstellen. Eine getrennte Erfassung in der Kasse ist zwingend erforderlich.

Kann ich als Fitnessstudio von der IST-Versteuerung zur SOLL-Versteuerung wechseln?

Der Wechsel von der Ist-Versteuerung (Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten, § 20 UStG) zur Soll-Versteuerung (Besteuerung nach vereinbarten Entgelten, § 16 UStG) ist grundsätzlich möglich, bedarf aber der Zustimmung des Finanzamts. Umgekehrt können Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz unter 800.000 Euro die Ist-Versteuerung beantragen. Für Fitnessstudios mit Abo-Modellen und Vorauszahlungen kann die Soll-Versteuerung Liquiditätsnachteile bringen, da die Umsatzsteuer vor Zahlungseingang abgeführt werden muss.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Umsatzsteuergesetz (UStG), Abgabenordnung (AO), GmbH-Gesetz (GmbHG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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