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Datum

Lesedauer

11–17 Minuten

OnlineBilanzBlogFinanzbuchhaltung Makler

Finanzbuchhaltung Makler: Pflichten & Praxis 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Makler-GmbHs unterliegen besonderen Anforderungen in der Finanzbuchhaltung: Provisionserlöse müssen periodengerecht abgegrenzt, Treuhandkonten gesondert verwaltet und gesetzliche Offenlegungspflichten fristgerecht erfüllt werden. Wer die Besonderheiten kennt, vermeidet kostspielige Fehler und arbeitet rechtssicher. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Buchführungspflichten, Kontierungsregeln und Digitalisierungsmöglichkeiten für Makler im Jahr 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Makler in der Rechtsform GmbH sind nach § 238 HGB zur doppelten Buchführung verpflichtet. Die Finanzbuchhaltung muss Provisionen periodengerecht abgrenzen, Treuhandkonten gesondert führen und Jahresabschlüsse fristgerecht beim Unternehmensregister offenlegen. Ein passender Kontenrahmen (SKR 03 oder SKR 04) und moderne Buchhaltungssoftware erleichtern die Erfüllung dieser Pflichten erheblich.

Welche Besonderheiten gelten in der Finanzbuchhaltung für Makler?

Makler – ob Versicherungs-, Immobilien- oder Finanzdienstleistungsmakler – unterliegen in der Finanzbuchhaltung spezifischen Anforderungen, die sich aus ihrer Geschäftstätigkeit und den handels- sowie steuerrechtlichen Vorgaben ergeben. Die Provisionserlöse stellen meist die Haupteinnahmequelle dar und müssen periodengerecht nach § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB erfasst werden. Da Provisionen häufig erst Monate nach Vertragsabschluss fließen, sind Forderungen aus Provisionen und aktive Rechnungsabgrenzungsposten korrekt zu bilanzieren.

Besondere Bedeutung kommt der Trennung zwischen eigenen Mitteln und Treuhändergeldern zu. Makler verwalten häufig Kundengelder (z. B. Kautionen, Prämien), die auf separaten Treuhandkonten zu führen sind und in der Finanzbuchhaltung strikt getrennt erfasst werden müssen. Verstöße können zu Ordnungswidrigkeiten nach § 34d GewO (Versicherungsmakler) oder § 34c GewO (Immobilienmakler) führen.

Praxis-Hinweis: Provisionsbuchung

Provisionen sind zum Zeitpunkt der Erbringung der Maklerleistung als Ertrag zu erfassen – unabhängig vom Zahlungseingang. Bei mehrjährigen Versicherungsverträgen ist zu prüfen, ob Folgeprovisionen als sonstige Vermögensgegenstände zu aktivieren sind (vgl. § 246 Abs. 1 HGB).

Typische Buchungsvorgänge in der Maklerbuchhaltung

  • Provisionserträge (nach § 252 HGB periodengerecht abgrenzen)
  • Forderungen aus Provisionszusagen (oft bei Versicherungsmaklern über Monate laufend)
  • Treuhandkonten (buchhalterisch getrennt führen, keine Saldierung mit eigenen Mitteln)
  • Werbungsaufwendungen (Kundenakquise, Online-Marketing, Messeteilnahmen)
  • Haftpflichtversicherungen (Berufshaftpflicht nach § 34d Abs. 2 GewO für Versicherungsmakler verpflichtend)
  • Abschreibungen auf Softwarelizenzen (CRM- und Maklerverwaltungssoftware nach § 253 HGB)

Besteht für Makler in der Rechtsform GmbH eine Buchführungspflicht?

Ja. Jede GmbH ist unabhängig von Umsatz und Gewinn nach § 238 Abs. 1 HGB buchführungspflichtig. Die Makler-GmbH muss eine ordnungsgemäße, doppelte Buchführung führen, die den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) entspricht. Zusätzlich besteht gemäß § 242 HGB die Verpflichtung zur Aufstellung eines Jahresabschlusses (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung).

Die Größenklasse der GmbH richtet sich nach § 267 HGB. Kleine Kapitalgesellschaften (Bilanzsumme ≤ 6 Mio. €, Umsatzerlöse ≤ 12 Mio. €, ≤ 50 Arbeitnehmer) profitieren von Erleichterungen bei der Offenlegung. Mittlere und große Makler-GmbHs müssen zusätzlich einen Anhang erstellen, große GmbHs zudem einen Lagebericht nach § 264 Abs. 1 HGB.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer Offenlegungsumfang
Klein (§ 267 Abs. 1 HGB) ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50 Verkürzte Bilanz
Mittel (§ 267 Abs. 2 HGB) ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250 Bilanz, GuV, Anhang
Groß (§ 267 Abs. 3 HGB) > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250 Vollständiger JA + Lagebericht

Achtung: Feststellungs- und Offenlegungsfristen

Die Feststellung des Jahresabschlusses muss bei kleinen GmbHs innerhalb von 11 Monaten nach Bilanzstichtag erfolgen (§ 42a GmbHG), bei mittelgroßen und großen GmbHs innerhalb von 8 Monaten. Die Offenlegung im Unternehmensregister muss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag erfolgen (§ 325 HGB). Bei Versäumnis droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB (500 bis 25.000 Euro).

Welcher Kontenrahmen eignet sich für Makler-GmbHs?

Für Makler-GmbHs hat sich in der Praxis der DATEV-Standardkontenrahmen SKR 03 (Prozessgliederungsprinzip) oder SKR 04 (Abschlussgliederungsprinzip) etabliert. Beide Kontenrahmen ermöglichen eine strukturierte Erfassung von Provisionserlösen, Aufwendungen und Treuhandvorgängen. Der SKR 04 folgt der Gliederung der HGB-Bilanz und ist besonders für GmbHs empfehlenswert, die einen transparenten Übergang vom Konto zum Jahresabschluss wünschen.

Wichtige Konten in der Maklerbuchhaltung

Ertragskonten

  • Provisionserträge aus Versicherungsvermittlung
  • Provisionserträge aus Immobilienvermittlung
  • Bestandsprovisionen (Folgeprovisionen)
  • Sonstige betriebliche Erträge

Aufwandskonten

  • Marketingaufwendungen (Google Ads, Social Media)
  • Berufshaftpflichtversicherung
  • Softwarekosten (CRM, Maklerverwaltung)
  • Reisekosten, Bewirtung (mit 70%-Grenze § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG)

Besondere Sorgfalt ist bei Treuhandkonten geboten. Diese sind in der Buchhaltung separat zu führen und dürfen nicht mit den Konten der operativen Geschäftstätigkeit vermischt werden. Buchhalterisch empfiehlt sich ein eigener Kontenbereich oder die Nutzung von Nebenbüchern, um die Trennung transparent zu dokumentieren.

„In der Praxis sehen wir häufig, dass Makler-GmbHs Schwierigkeiten bei der korrekten periodengerechten Abgrenzung von Provisionen haben. Eine saubere Kontierung von Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist aber entscheidend für einen ordnungsgemäßen Jahresabschluss.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie werden Provisionen periodengerecht abgegrenzt?

Das Realisationsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB verlangt, dass Erträge erst dann ausgewiesen werden, wenn sie realisiert sind. Bei Maklerprovisionen ist der Zeitpunkt der Realisierung entscheidend: In der Regel liegt dieser vor, wenn die Maklerleistung vollständig erbracht wurde – etwa bei Abschluss des Versicherungsvertrags oder bei Beurkundung des Immobilienkaufvertrags.

Fließt die Provision jedoch erst im Folgejahr, ist am Bilanzstichtag eine Forderung aus Provisionen zu aktivieren. Umgekehrt sind bereits erhaltene Provisionen, die wirtschaftlich einer späteren Periode zuzuordnen sind, als passive Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs. 2 HGB zu bilden.

Beispiel: Versicherungsmakler mit Folgeprovisionen

Ein Versicherungsmakler vermittelt am 15.11.2025 einen Lebensversicherungsvertrag. Die Abschlussprovision von 5.000 € wird am 10.01.2026 gezahlt. Zusätzlich erhält der Makler für fünf Jahre jeweils 500 € jährliche Bestandsprovision.

  • Abschlussprovision 5.000 €: Per 31.12.2025 als Forderung aktivieren (Ertrag 2025, da Leistung erbracht)
  • Bestandsprovision 500 € p.a.: Erst im jeweiligen Folgejahr erfassen, wenn die Betreuungsleistung erbracht ist
  • Zahlung am 10.01.2026: Forderung ausbuchen, Bank belasten

Praxis-Tipp: Provisionsforderungen dokumentieren

Halten Sie alle Provisionsvereinbarungen und Verträge schriftlich fest. Bei Betriebsprüfungen oder im Rahmen der Jahresabschlusserstellung ist eine Einzelaufstellung aller offenen Provisionsforderungen zum Bilanzstichtag erforderlich. Dies erleichtert die Plausibilisierung und beschleunigt die Feststellung des Jahresabschlusses.

Welche rechtlichen Pflichten bestehen bei Treuhandkonten?

Makler, die Kundengelder verwalten – etwa Kautionen (Immobilienmakler), Prämien (Versicherungsmakler) oder Anzahlungen – sind nach § 34c bzw. § 34d GewO verpflichtet, diese Gelder auf separaten Treuhand- oder Anderkonten zu verwahren. Diese Konten sind rechtlich und buchhalterisch strikt von den eigenen Betriebsmitteln zu trennen.

In der Finanzbuchhaltung bedeutet dies: Treuhandgelder dürfen nicht als Umsatzerlöse verbucht werden. Sie sind als durchlaufende Posten zu behandeln und in der Regel auf gesonderten Konten außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Bilanziell erscheinen sie – wenn überholt – als Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.

Buchhalterische Behandlung von Treuhandgeldern

  1. Eingang Treuhandgeld: Soll Treuhandkonto (Bank), Haben Verbindlichkeiten Treuhand
  2. Verwendung/Weiterleitung: Soll Verbindlichkeiten Treuhand, Haben Treuhandkonto (Bank)
  3. Jahresabschluss: Offene Treuhandverbindlichkeiten als sonstige Verbindlichkeiten ausweisen (§ 266 Abs. 3 C HGB)

Achtung: Keine Vermischung mit Betriebsmitteln

Die Vermischung von Treuhandgeldern mit eigenen Betriebsmitteln stellt eine Ordnungswidrigkeit nach § 144 GewO dar und kann mit Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Zudem haftet der Makler persönlich für Verluste, die aus unsachgemäßer Verwaltung entstehen.

„Viele Makler unterschätzen die rechtliche Tragweite der Treuhandverwaltung. Wir empfehlen dringend, separate Bankkonten und getrennte Buchführungskreise einzurichten – das schützt vor Haftungsrisiken und erleichtert die Betriebsprüfung.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche Fristen und Pflichten gelten bei Jahresabschluss und Offenlegung?

Für eine Makler-GmbH gelten dieselben handelsrechtlichen Fristen wie für alle Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss ist nach § 264 Abs. 1 HGB innerhalb der gesetzlichen Feststellungsfrist aufzustellen und vom Geschäftsführer zu unterzeichnen. Die Gesellschafterversammlung muss den Jahresabschluss gemäß § 42a GmbHG feststellen.

11 Monate

Feststellung bei kleinen GmbHs (§ 42a Abs. 2 GmbHG)

8 Monate

Feststellung bei mittelgroßen/großen GmbHs

12 Monate

Offenlegungsfrist im Unternehmensregister (§ 325 HGB)

Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de). Der Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Stelle. Wird die Offenlegung versäumt, leitet das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld kann zwischen 500 und 25.000 Euro betragen.

Ablauf der Jahresabschlusserstellung und Offenlegung

  • Geschäftsführer erstellt Entwurf des Jahresabschlusses (oder beauftragt Steuerberater)
  • Prüfung durch Steuerberater: Plausibilität, GoB-Konformität, Vollständigkeit
  • Feststellung durch Gesellschafterversammlung (Protokoll erforderlich)
  • Einreichung im Unternehmensregister binnen 12 Monaten nach Bilanzstichtag
  • Bestätigung der Offenlegung archivieren (Nachweis bei Betriebsprüfung)

Wer den Jahresabschluss nicht selbst erstellen möchte oder die Fristen im Blick behalten will, kann auf spezialisierte Dienstleister zurückgreifen. Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen und übernehmen die gesamte Koordination – von der Buchhaltungsprüfung über die Erstellung bis zur fristgerechten Offenlegung.

Welche Fehler treten in der Finanzbuchhaltung bei Maklern häufig auf?

In der Praxis zeigen sich bei Makler-GmbHs immer wieder typische Schwachstellen, die zu Problemen bei der Betriebsprüfung, beim Jahresabschluss oder bei der Offenlegung führen können. Nachfolgend die häufigsten Fehlerquellen und wie sie vermieden werden.

1. Fehlende periodengerechte Abgrenzung

Provisionen werden oft erst dann erfasst, wenn das Geld auf dem Konto eingeht – das verstößt gegen § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB (Realisationsprinzip). Die Folge: Umsatzerlöse werden in die falsche Periode verbucht, der Jahresabschluss ist fehlerhaft.

2. Vermischung von Treuhand- und Betriebsmitteln

Werden Treuhandgelder nicht sauber getrennt, drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch falsche Umsatzausweise. Das kann steuerlich zu erheblichen Nachzahlungen führen, da fälschlicherweise versteuerte Beträge nur schwer rückabgewickelt werden können.

3. Unvollständige Belege und fehlende Dokumentation

Provisionsvereinbarungen, Stornobelege oder Courtage-Abrechnungen werden oft nicht vollständig archiviert. Bei Betriebsprüfungen kann dies zu Schätzungen und Hinzuschätzungen führen – nach § 162 AO darf das Finanzamt bei fehlenden Unterlagen Besteuerungsgrundlagen schätzen.

4. Versäumte Fristen bei Feststellung und Offenlegung

Wird der Jahresabschluss nicht fristgerecht festgestellt oder offengelegt, droht ein Ordnungsgeldverfahren. Besonders kleine GmbHs unterschätzen die 11-Monats-Frist für die Feststellung nach § 42a Abs. 2 GmbHG.

Fehler Rechtsfolge Vermeidung
Provisionen nicht periodengerecht Fehlerhafter Jahresabschluss Forderungen aktivieren, RAP bilden
Treuhandgelder vermischt Ordnungswidrigkeit, Bußgeld Separate Konten, eigene Buchungskreise
Belege unvollständig Schätzung durch Finanzamt (§ 162 AO) Lückenlose Archivierung, digitale Belegverwaltung
Offenlegung versäumt Ordnungsgeld 500–25.000 € (§ 335 HGB) Fristenkalender, Steuerberater beauftragen

„Die Finanzbuchhaltung bei Maklern ist anspruchsvoll, weil sie Elemente aus Handel, Dienstleistung und Treuhandverwaltung vereint. Eine durchdachte Kontenstruktur und klare Prozesse sind unverzichtbar – gerade in der digitalen Zusammenarbeit mit Steuerberatern.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie können Makler die Finanzbuchhaltung digitalisieren?

Die Digitalisierung der Finanzbuchhaltung bietet Maklern erhebliche Effizienzgewinne: kürzere Durchlaufzeiten, automatisierte Belegerfassung, Echtzeit-Überblick über die finanzielle Lage und eine reibungslose Zusammenarbeit mit dem Steuerberater. Moderne Buchhaltungssoftware kann direkt mit CRM-Systemen, Bankkonten und Maklerverwaltungsprogrammen verknüpft werden.

Welche Systeme eignen sich für Makler?

  • DATEV Unternehmen Online: Standardlösung für die Zusammenarbeit mit Steuerberatern, DATEV-Kontenrahmen SKR 03/04, direkte Schnittstellen
  • lexoffice, sevDesk, BuchhaltungsButler: Cloud-Lösungen mit automatischer Belegerfassung (OCR), Bankanbindung und Umsatzsteuer-Voranmeldung
  • Schnittstellen zu Maklersoftware: z. B. ASCORE, Softfair, blau direkt – automatischer Import von Provisionsdaten
  • Digitale Belegarchivierung: GoBD-konforme Archivierung nach § 257 HGB und § 147 AO

Praxis-Tipp: Schnittstellen nutzen

Nutzen Sie Schnittstellen zwischen Maklerverwaltungssoftware und Buchhaltung, um Provisionen automatisch zu importieren. Das spart Zeit, reduziert Fehler und sorgt für eine durchgängige Datenkette – besonders wichtig bei Betriebsprüfungen.

Die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater lässt sich durch digitale Plattformen wie OnlineBilanz.de ebenfalls optimieren. Mandanten laden Belege digital hoch, der Steuerberater prüft und kontiert, der Jahresabschluss wird online erstellt und rechtssicher festgestellt – ohne Papier, ohne Wartezeiten, mit transparenten Festpreisen.

Vorteile digitale Fibu

  • Automatische Belegerfassung (OCR)
  • Echtzeit-Reporting
  • GoBD-konforme Archivierung
  • Ortsunabhängiger Zugriff

Herausforderungen

  • Einarbeitung in neue Software
  • Schnittstellen-Konfiguration
  • Datensicherheit (DSGVO)
  • Initiale Kostenbelastung

Erfolgsfaktoren

  • Klare Prozesse definieren
  • Schulung der Mitarbeiter
  • Steuerberater frühzeitig einbinden
  • Regelmäßige Datenpflege

Häufig gestellte Fragen

Können Einzelunternehmer-Makler eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung nutzen?

Ja, sofern keine Eintragung ins Handelsregister besteht und die Umsatz- und Gewinngrenzen nach § 141 AO nicht überschritten werden. Makler als Einzelunternehmer oder GbR ohne Handelsregistereintrag dürfen grundsätzlich eine EÜR nach § 4 Abs. 3 EStG erstellen, müssen jedoch ab bestimmten Schwellenwerten (z. B. 800.000 Euro Umsatz oder 80.000 Euro Gewinn pro Jahr) zur doppelten Buchführung übergehen.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Maklerbuchungen?

Für Buchungsbelege, Jahresabschlüsse und Inventare gilt nach § 147 AO eine Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren. Geschäftsbriefe und sonstige Unterlagen müssen sechs Jahre aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgt ist. Bei digitaler Archivierung müssen die GoBD-Anforderungen erfüllt werden.

Müssen Makler Umsatzsteuer auf Provisionen ausweisen?

Grundsätzlich ja, da Maklerprovisionen nach § 1 UStG umsatzsteuerpflichtig sind. Der Regelsteuersatz beträgt 19 Prozent. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei Versicherungsvermittlung nach § 4 Nr. 11 UStG oder Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG, kann eine Umsatzsteuerbefreiung greifen. Die korrekte Behandlung sollte mit einem Steuerberater abgestimmt werden.

Wie werden Marketingkosten in der Maklerbuchhaltung korrekt erfasst?

Marketingkosten (z. B. Anzeigen, Exposé-Erstellung, Online-Portale) werden als Betriebsausgaben auf entsprechende Aufwandskonten gebucht, typischerweise SKR 03 Konto 4630 (Werbekosten) oder SKR 04 Konto 6630. Sie mindern den steuerlichen Gewinn sofort, sofern sie nicht aktivierungspflichtig sind. Vorsteuern aus Rechnungen dürfen abgezogen werden, wenn der Makler umsatzsteuerpflichtig ist.

Was passiert, wenn ein Makler die Offenlegungsfrist verpasst?

Das Bundesamt für Justiz leitet nach § 335 HGB ein Ordnungsgeldverfahren ein. Das Ordnungsgeld beträgt zwischen 500 und 25.000 Euro und kann bei wiederholter Nichtoffenlegung mehrfach festgesetzt werden. Zusätzlich drohen Reputationsschäden, da die Nichtoffenlegung öffentlich einsehbar ist. Eine nachträgliche Offenlegung beendet das Verfahren in der Regel, Kosten entstehen dennoch.

Ist eine separate Software für Treuhandkonten erforderlich?

Eine separate Software ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber dringend empfohlen. Treuhandkonten müssen nach § 384 FamFG bzw. MaBV gesondert geführt und jederzeit nachvollziehbar sein. Moderne Maklersoftware bietet oft integrierte Treuhandverwaltung mit automatischer Kontoabstimmung und Nachweisführung. Alternativ kann ein separates Bankkonto mit eigener Buchhaltung geführt werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), GmbH-Gesetz (GmbHG), Abgabenordnung (AO), Umsatzsteuergesetz (UStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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