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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten

OnlineBilanzBlogBuchführung Fotograf

Buchführung Fotograf: GmbH-Pflichten 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Fotografen, die als GmbH organisiert sind, unterliegen umfassenden handelsrechtlichen Buchführungs- und Bilanzierungspflichten. Dieser Leitfaden erklärt, welche Anforderungen nach § 238 HGB und § 242 HGB gelten, welche branchenspezifischen Besonderheiten die Fotografie mit sich bringt und wie Sie die Buchführung praxisnah organisieren.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Jede Fotograf-GmbH ist nach § 238 HGB zur doppelten Buchführung verpflichtet. Sie muss laufend alle Geschäftsvorfälle systematisch erfassen, einen Jahresabschluss aus Bilanz und GuV erstellen und diesen nach § 325 HGB beim Unternehmensregister offenlegen. Da die Branche spezifische Herausforderungen wie Urheberrechte, Nutzungsrechte und projektbezogene Umsatzerfassung mit sich bringt, empfiehlt sich frühzeitig eine steuerliche Beratung für Fotografen, um branchentypische Fallstricke in der GmbH-Buchführung zu vermeiden.

Unterliegt eine Fotograf-GmbH der Buchführungspflicht?

Jede GmbH ist unabhängig von ihrer Branche oder Größe nach § 238 HGB zur Buchführung verpflichtet. Dies gilt auch für Fotografie-Unternehmen in der Rechtsform einer GmbH. Die Buchführungspflicht besteht kraft Rechtsform, nicht erst ab Überschreiten bestimmter Umsatz- oder Gewinnschwellen.

Anders als bei Einzelunternehmen oder freiberuflichen Fotografen, die häufig nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG erstellen müssen, erfordert die GmbH-Rechtsform eine vollständige doppelte Buchführung mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Diese Pflicht entsteht mit der Eintragung der GmbH ins Handelsregister.

Umfang der Buchführungspflicht

  • Laufende Erfassung aller Geschäftsvorfälle nach § 239 HGB (Belegprinzip, zeitnahe Buchung)
  • Ordnungsmäßige Ablage und Aufbewahrung aller Belege über 10 Jahre (§ 257 HGB)
  • Erstellung eines Jahresabschlusses (Bilanz und GuV) nach § 242 HGB
  • Bei mittelgroßen und großen GmbHs: zusätzlich Anhang und Lagebericht nach § 264 Abs. 1 HGB
  • Offenlegung des Jahresabschlusses beim Unternehmensregister nach § 325 HGB

Praxis-Hinweis

Auch wenn das operative Geschäft – etwa Hochzeitsfotografie oder Produktfotografie – überschaubar erscheint, gelten für die Fotograf-GmbH dieselben formalen Anforderungen wie für jede andere Kapitalgesellschaft. Neben der Buchführungspflicht sollten Fotografen dabei auch die Gewerbesteuerpflichten und Freibeträge im Blick behalten, denn die Rechtsform bestimmt den steuerlichen Rahmen – nicht die Branche.

Welche buchhalterischen Besonderheiten gibt es in der Fotografie-Branche?

Die Fotografie-Branche weist spezifische Geschäftsvorfälle auf, die in der Buchführung korrekt abgebildet werden müssen. Insbesondere die Abgrenzung zwischen Dienstleistung und Werklieferung, die Behandlung von Nutzungsrechten sowie die Erfassung von Equipment und Software erfordern buchhalterische Sorgfalt.

Umsatzrealisierung und Abgrenzung

Nach § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB (Realisationsprinzip) dürfen Umsätze erst erfasst werden, wenn die Leistung erbracht ist. Bei Fotografen ist zu unterscheiden: Reine Shooting-Dienstleistungen werden mit Durchführung realisiert, die Übertragung von Bildrechten oder die Lieferung bearbeiteter Dateien hingegen erst bei Übergabe bzw. Rechteeinräumung.

  • Anzahlungen: Vorauszahlungen für Shootings sind als Verbindlichkeit zu passivieren (§ 266 Abs. 3 C HGB), bis die Leistung erbracht ist
  • Jahresübergreifende Projekte: Bei längerfristigen Aufträgen (z.B. Eventfotografie mit Nachbearbeitung) ist eine periodengerechte Abgrenzung mittels Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 HGB vorzunehmen
  • Nutzungsrechte: Einmalige Lizenzerlöse sind sofort als Ertrag zu erfassen, zeitlich begrenzte oder nutzungsabhängige Lizenzen können eine Abgrenzung erfordern

Anlagevermögen und Abschreibungen

Fotografen investieren typischerweise in Kameras, Objektive, Beleuchtung, Stative, Computer und Softwarelizenzen. Diese sind nach § 247 Abs. 2 HGB als Anlagevermögen zu aktivieren und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzuschreiben (§ 253 Abs. 3 HGB).

Anlagegut Typische Nutzungsdauer (AfA) Steuerliche Grundlage
Kameras und Objektive 5–7 Jahre AfA-Tabelle, Branche Fotografie
Beleuchtungstechnik 5 Jahre AfA-Tabelle
Computer und Hardware 3 Jahre § 7 Abs. 1 EStG, BMF-Schreiben
Software (Lizenzen) 3 Jahre AfA-Tabelle
Studioeinrichtung 8–10 Jahre AfA-Tabelle, Branche Einzelhandel/Gewerbe

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Anschaffungen bis 800 Euro netto können nach § 6 Abs. 2 EStG sofort als Betriebsausgabe gebucht werden. Zwischen 250 und 800 Euro besteht ein Wahlrecht (Sofortabzug oder Sammelposten). Bei höheren Beträgen ist eine Aktivierung und planmäßige Abschreibung zwingend.

„Viele Fotografie-GmbHs unterschätzen die Bedeutung einer sauberen Anlagenbuchhaltung. Gerade bei hochwertigen Objektiven oder umfangreicher Studiotechnik summieren sich die Abschreibungsbeträge – und diese wirken sich direkt auf das Jahresergebnis aus. Eine professionelle Buchführung stellt sicher, dass alle Abschreibungspotenziale genutzt werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie organisiert man die Buchführung in einer Fotograf-GmbH praktisch?

Die Organisation der Buchführung erfordert klare Prozesse und eine strukturierte Belegverwaltung. Gerade in kleineren Fotografie-GmbHs, in denen der Geschäftsführer zugleich kreativ tätig ist, muss die Buchhaltung effizient und rechtssicher gestaltet werden.

Belegwesen und Dokumentation

Nach § 239 Abs. 2 HGB müssen Buchungen nachvollziehbar sein. Jeder Geschäftsvorfall ist durch einen Beleg zu dokumentieren. Dies umfasst Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen, Kassenbons, Bankauszüge, Reisekostenabrechnungen und Verträge über Nutzungsrechte.

  • Eingangsrechnungen werden zeitnah geprüft, kontiert und digital archiviert
  • Ausgangsrechnungen enthalten alle Pflichtangaben nach § 14 UStG (GmbH-Firmierung, Steuernummer, fortlaufende Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung, Umsatzsteuerausweis)
  • Kassenbuch wird täglich geführt, wenn Bargeschäfte vorkommen (z.B. kleine Shootings, Verkauf von Prints)
  • Reisekosten und Bewirtungen werden mit Eigenbeleg und Anlass dokumentiert (§ 4 Abs. 5 Nr. 2 und 4 EStG)
  • Verträge über Bildrechte und Lizenzen werden aufbewahrt (Nachweis der Umsatzrealisierung)

Digitale Buchführung und Software

Moderne Buchhaltungssoftware erleichtert die laufende Erfassung, automatisiert Routinebuchungen und unterstützt die GoBD-konforme Archivierung. Für Fotografie-GmbHs bieten sich cloudbasierte Lösungen an, die auch mobil genutzt werden können und Schnittstellen zu Banking und Steuerberater bieten.

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Wer sich auf das fotografische Geschäft konzentrieren möchte, kann die Buchführung und den Jahresabschluss durch einen Steuerberater koordinieren lassen. OnlineBilanz verbindet Steuerberater-Qualität mit moderner Software und transparenten Festpreisen – ohne Wartezeiten.

Welche Anforderungen gelten für den Jahresabschluss einer Fotograf-GmbH?

Jede GmbH ist nach § 242 Abs. 1 HGB verpflichtet, zum Ende des Geschäftsjahres einen Jahresabschluss aufzustellen. Für die Fotograf-GmbH gelten dabei dieselben gesetzlichen Fristen und Inhalte wie für jede andere Kapitalgesellschaft – unabhängig davon, welche steuerliche Rechtsform Fotografen gewählt haben. Der Umfang des Jahresabschlusses richtet sich nach der jeweiligen Größenklasse gemäß § 267 HGB.

Bestandteile des Jahresabschlusses

Größenklasse Bilanz GuV Anhang Lagebericht
Klein (§ 267 Abs. 1) Ja Ja Ja (verkürzt möglich) Nein
Mittelgroß (§ 267 Abs. 2) Ja Ja Ja Ja
Groß (§ 267 Abs. 3) Ja Ja Ja Ja

Die meisten Fotografie-GmbHs fallen unter die Größenklasse klein nach § 267 Abs. 1 HGB (Bilanzsumme bis 6 Mio. Euro, Umsatzerlöse bis 12 Mio. Euro, bis 50 Mitarbeiter). Damit entfällt die Pflicht zur Erstellung eines Lageberichts, und der Anhang kann nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB in verkürzter Form aufgestellt werden.

Fristen für Aufstellung, Feststellung und Offenlegung (Stand 2026)

Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten folgende Fristen:

  • Aufstellung: Der Jahresabschluss ist vom Geschäftsführer unverzüglich, spätestens innerhalb von 3 Monaten nach Bilanzstichtag (bis 31.03.2026) aufzustellen (§ 264 Abs. 1 Satz 1 HGB)
  • Feststellung durch Gesellschafterversammlung: Kleine GmbH hat 11 Monate Zeit (bis 30.11.2026), mittelgroße und große GmbH 8 Monate (bis 31.08.2026) nach § 42a GmbHG
  • Offenlegung: Spätestens 12 Monate nach Bilanzstichtag (bis 31.12.2026) muss der festgestellte Jahresabschluss beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht werden (§ 325 HGB)

Ordnungsgeld bei verspäteter Offenlegung

Bei Versäumnis der Offenlegungsfrist droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB in Höhe von 500 bis 25.000 Euro. Das Bundesamt für Justiz leitet das Verfahren von Amts wegen ein – auch ohne vorherige Mahnung.

„Viele Fotografie-GmbHs konzentrieren sich auf das kreative Geschäft und vergessen die formalen Pflichten. Die Offenlegungsfrist ist keine Empfehlung, sondern eine gesetzliche Verpflichtung. Wer rechtzeitig plant und den Steuerberater frühzeitig einbindet, vermeidet Stress und Ordnungsgelder.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche umsatzsteuerlichen Besonderheiten gelten für Fotografen?

Die Fotografie-Branche unterliegt grundsätzlich der Umsatzsteuerpflicht nach § 1 Abs. 1 UStG. Allerdings gibt es branchenspezifische Abgrenzungen, die für die korrekte Buchführung und Rechnungsstellung relevant sind.

Regelsteuersatz oder ermäßigter Steuersatz?

Grundsätzlich gilt für fotografische Dienstleistungen der Regelsteuersatz von 19 %. Eine Ausnahme besteht für die Überlassung von Lichtbildern zu Pressezwecken, die nach § 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG mit dem ermäßigten Steuersatz von 7 % besteuert werden kann – sofern die Bilder redaktionell genutzt werden (z.B. in Zeitungen, Zeitschriften, Online-Medien).

Leistung Umsatzsteuersatz Rechtsgrundlage
Hochzeitsfotografie 19 % § 12 Abs. 1 UStG
Produktfotografie (Werbung) 19 % § 12 Abs. 1 UStG
Portraitfotografie 19 % § 12 Abs. 1 UStG
Pressefotos (redaktionelle Nutzung) 7 % § 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG
Lizenzierung von Bildern (Presse) 7 % § 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG
Lizenzierung von Bildern (Werbung) 19 % § 12 Abs. 1 UStG

Kleinunternehmerregelung

Fotograf-GmbHs können die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nicht anwenden. Diese ist nur natürlichen Personen und Personengesellschaften vorbehalten, deren Umsatz im Vorjahr 22.000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 Euro nicht übersteigen wird. Für GmbHs besteht in der Praxis keine Möglichkeit, von dieser Regelung Gebrauch zu machen.

Vorsteuerabzug und Reverse-Charge bei internationalen Kunden

Fotografen können die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer auf Betriebsausgaben (Equipment, Software, Reisekosten) nach § 15 UStG als Vorsteuer abziehen. Bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen an Unternehmer im EU-Ausland greift das Reverse-Charge-Verfahren (§ 3a Abs. 2 UStG): Die Leistung wird netto abgerechnet, der ausländische Auftraggeber schuldet die Umsatzsteuer in seinem Land.

  • Bei B2B-Leistungen an EU-Unternehmer: USt-IdNr. des Auftraggebers prüfen und dokumentieren (§ 14a UStG)
  • Reverse-Charge-Vermerk auf Rechnung: „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ (§ 14a Abs. 5 UStG)
  • Meldung im Rahmen der Umsatzsteuer-Voranmeldung (Kennziffer 21) und Zusammenfassenden Meldung (ZM)

Was kostet die Buchführung und der Jahresabschluss für eine Fotograf-GmbH?

Die Kosten für die steuerliche Beratung richten sich bei klassischen Steuerberatern nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Die Höhe der Gebühren hängt dabei vom Gegenstandswert (Umsatz, Bilanzsumme, Gewinn) und vom gewählten Gebührensatz ab.

Gebührenrahmen nach StBVV (Tabelle A)

Die StBVV sieht für die laufende Buchführung eine Gebühr nach § 33 StBVV vor, die sich nach dem Gegenstandswert (i.d.R. Jahresumsatz) richtet. Der Steuerberater kann innerhalb eines Rahmens von 2/10 bis 12/10 einer vollen Gebühr abrechnen.

Jahresumsatz (EUR) Volle Gebühr (EUR) 2/10 bis 12/10 (EUR)
50.000 105 21 – 126
100.000 181 36 – 217
250.000 389 78 – 467
500.000 693 139 – 832

Hinzu kommen Gebühren für den Jahresabschluss (§ 35 StBVV), Umsatzsteuer-Voranmeldungen (§ 34 StBVV) und ggf. die Erstellung der Einkommensteuererklärung für den Gesellschafter-Geschäftsführer. In der Praxis summieren sich die Kosten für eine kleine Fotograf-GmbH auf etwa 2.500 bis 5.000 Euro pro Jahr.

Transparente Festpreise als Alternative

Immer mehr Steuerberater bieten Festpreise anstelle der klassischen StBVV-Abrechnung an. Dies ermöglicht Planungssicherheit und vermeidet Überraschungen bei der Abrechnung. OnlineBilanz kombiniert digitale Prozesse mit Steuerberater-Qualität und bietet transparente Festpreise für Jahresabschluss und Buchhaltung – ohne Wartezeiten und ohne versteckte Kosten.

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„Viele Fotografie-GmbHs scheuen den Kontakt zum Steuerberater, weil sie unklare Kosten befürchten. Dabei ist Transparenz der Schlüssel: Festpreise, klare Leistungsbeschreibung und eine digitale Plattform, die alle Dokumente zentral verwaltet, schaffen Vertrauen und Effizienz.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche typischen Buchführungsfehler sollten Fotograf-GmbHs vermeiden?

In der Praxis zeigen sich bei Fotografie-GmbHs immer wieder dieselben Fehler, die zu steuerlichen Nachteilen oder sogar zu rechtlichen Problemen führen können. Eine saubere Buchführung und professionelle Beratung helfen, diese zu vermeiden.

Vermischung von Privat und Geschäft

Gerade in kleinen GmbHs, in denen der Geschäftsführer alleiniger Gesellschafter ist, besteht die Versuchung, private und geschäftliche Ausgaben zu vermischen. Dies ist steuerlich problematisch und gefährdet die Anerkennung von Betriebsausgaben.

  • Kein privates Equipment als Betriebsvermögen: Kameras oder Objektive, die auch privat genutzt werden, müssen dem Betriebsvermögen eindeutig zugeordnet werden. Sonst droht eine Versagung des Vorsteuerabzugs und der Abschreibung.
  • Trennung von Konten: Geschäftliche Zahlungen über das Geschäftskonto, private Ausgaben über das Privatkonto. Vermischung erschwert die Buchführung und kann bei Betriebsprüfungen zu Schätzungen führen.
  • Privatentnahmen korrekt buchen: Entnahmen (z.B. Überweisungen auf das Privatkonto) sind als solche zu buchen, nicht als Betriebsausgabe.

Fehlende oder fehlerhafte Rechnungen

Rechnungen müssen nach § 14 UStG alle Pflichtangaben enthalten. Fehlen diese, kann der Vorsteuerabzug beim Empfänger gefährdet sein – und bei Betriebsprüfungen drohen Nachforderungen.

  • Vollständiger Name und Anschrift (GmbH-Firmierung mit Rechtsformzusatz)
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • Fortlaufende Rechnungsnummer (eindeutig, lückenlos)
  • Rechnungsdatum und Leistungsdatum
  • Bezeichnung und Menge der Leistung (z.B. „Hochzeitsfotografie am 12.06.2026, inkl. 200 bearbeitete Bilder“)
  • Nettobetrag, Steuersatz, Steuerbetrag, Bruttobetrag

Vernachlässigung der Offenlegungspflicht

Viele kleine GmbHs sind sich nicht bewusst, dass seit dem DiRUG (01.08.2022) die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister erfolgt – nicht mehr beim Bundesanzeiger. Wird die Frist (12 Monate nach Bilanzstichtag) versäumt, droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB.

Automatisches Ordnungsgeldverfahren

Das Bundesamt für Justiz prüft automatisch, ob Jahresabschlüsse fristgerecht offengelegt wurden. Bei Versäumnis wird ein Ordnungsgeldverfahren eingeleitet – ohne vorherige Mahnung. Die Höhe beträgt zwischen 500 und 25.000 Euro.

Keine zeitnahe Belegerfassung

Belege, die erst Monate nach dem Geschäftsvorfall erfasst werden, erschweren die Liquiditätsplanung und führen zu Fehlern. Nach § 239 Abs. 2 HGB müssen Buchungen zeitnah und sachlich geordnet erfolgen. Wer Belege erst am Jahresende sammelt, riskiert Fehler und verliert den Überblick über die Ertragslage.

Best Practice

Einmal monatlich alle Belege erfassen, Konten abgleichen und offene Posten prüfen. So behalten Sie den Überblick, erkennen Liquiditätsengpässe frühzeitig und sind für den Jahresabschluss optimal vorbereitet.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Fotograf die Kleinunternehmerregelung nutzen, wenn er als GmbH tätig ist?

Ja, auch eine Fotograf-GmbH kann grundsätzlich die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzen, sofern der Umsatz im Vorjahr 25.000 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 Euro nicht übersteigt (Stand 2026). Die Buchführungspflicht nach § 238 HGB bleibt jedoch unabhängig von der Umsatzgröße bestehen.

Muss eine Fotograf-GmbH ein Kassenbuch führen?

Wenn die Fotograf-GmbH Bargeschäfte tätigt – etwa durch Direktverkauf von Prints oder Anzahlungen in bar – ist ein ordnungsgemäßes Kassenbuch nach den Grundsätzen der GoBD erforderlich. Bei reiner Überweisung oder Kartenzahlung entfällt die Kassenbuchpflicht. Moderne Kassensysteme mit TSE-Zertifizierung sind bei regelmäßigen Bareinnahmen ab 2020 Pflicht.

Wie werden selbst erstellte Fotos in der Bilanz bewertet?

Selbst geschossene Fotos sind grundsätzlich selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Nach § 248 Abs. 2 HGB besteht ein Aktivierungsverbot für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens – sie dürfen also nicht in der Bilanz angesetzt werden. Nur direkt zurechenbare Auftragskosten (Material, Fremdleistungen) werden erfasst, nicht jedoch der eigene künstlerische Aufwand.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Belege in der Fotografie?

Nach § 257 HGB müssen Buchungsbelege, Rechnungen und Jahresabschlüsse zehn Jahre aufbewahrt werden. Geschäftsbriefe und sonstige Unterlagen sechs Jahre. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgte. Für Nutzungsrechtsverträge und Urheberrechtslizenzen empfiehlt sich eine längere Aufbewahrung, da spätere Rechtsfragen entstehen können.

Kann die Fotograf-GmbH von der Offenlegungspflicht befreit werden?

Nein, jede GmbH – unabhängig von Größe oder Branche – muss nach § 325 HGB den Jahresabschluss beim Unternehmensregister offenlegen. Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB dürfen jedoch eine verkürzte Bilanz einreichen und auf die Offenlegung der Gewinn- und Verlustrechnung verzichten, sofern keine Hinterlegungspflicht nach § 326 HGB besteht.

Wie werden Bildrechte und Lizenzen steuerlich behandelt?

Entgelte für die Einräumung von Nutzungsrechten an Fotos sind als Betriebseinnahmen zu erfassen. Werden Nutzungsrechte dauerhaft oder exklusiv veräußert, kann dies als Veräußerung eines Wirtschaftsguts gelten. Einnahmen unterliegen der Umsatzsteuer mit dem Regelsteuersatz von 19 Prozent. Die ertragsteuerliche Behandlung hängt davon ab, ob die Rechte dem Anlage- oder Umlaufvermögen zuzuordnen sind.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 238 HGB – Buchführungspflicht, § 242 HGB – Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses, § 267 HGB – Größenklassen, § 19 UStG – Kleinunternehmer. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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