Bilanz GmbH veröffentlichen 2026: Pflicht & Fristen
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Jede GmbH muss ihren Jahresabschluss offenlegen – unabhängig von der Größenklasse. Seit dem DiRUG erfolgt die Veröffentlichung ausschließlich im Unternehmensregister, wobei viele Unternehmen ihre Bilanz heute bereits elektronisch übermitteln müssen (siehe Fristen und Taxonomie der E-Bilanz). Wer die Fristen versäumt, riskiert Ordnungsgelder bis 25.000 Euro. Dieser Artikel erklärt, welche Unterlagen bis wann offenzulegen sind und wie Sie die Pflicht fristgerecht erfüllen.
Einen kompakten Überblick über die zwölfmonatige Frist, die Nachfrist und das Ordnungsgeldverfahren bietet die Seite zur Offenlegung nach § 325 HGB.
Kurzantwort
Jede GmbH muss ihren Jahresabschluss im Unternehmensregister veröffentlichen. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag (§ 325 HGB). Der Umfang richtet sich nach der Größenklasse gemäß § 267 HGB. Bei Versäumnis drohen Ordnungsgelder von 2.500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.
Inhaltsverzeichnis
- Pflicht zur Veröffentlichung der Bilanz
- Fristen für Feststellung und Offenlegung
- Wo wird die Bilanz veröffentlicht?
- Umfang der Offenlegung nach Größenklasse
- Sanktionen bei verspäteter Offenlegung
- Ablauf der Offenlegung in der Praxis
- Kosten der Offenlegung
- Jahresabschluss vorbereiten mit OnlineBilanz
Pflicht zur Veröffentlichung der Bilanz: Welche GmbH muss offenlegen?
Jede GmbH und UG (haftungsbeschränkt) ist nach § 325 HGB zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses verpflichtet. Diese gesetzliche Pflicht gilt unabhängig von der Größenklasse des Unternehmens und besteht seit Eintragung ins Handelsregister. Neben der Offenlegung müssen GmbHs ihren Jahresabschluss zudem elektronisch an das Finanzamt übermitteln – was die E-Bilanz-Pflicht für GmbHs mit sich bringt. Die Veröffentlichung dient dem Gläubigerschutz und der Transparenz: Da Gesellschafter nicht persönlich haften, sollen Geschäftspartner und Gläubiger die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft beurteilen können.
Die Offenlegungspflicht umfasst grundsätzlich den festgestellten Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang. Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Lagebericht einreichen. Seit dem Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger.
Achtung
Die Offenlegungspflicht gilt ausnahmslos für alle GmbH und UG – auch bei Verlusten, geringer Geschäftstätigkeit oder Ruhendstellung. Wer nicht fristgerecht offenlegt, riskiert ein Ordnungsgeld zwischen 2.500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB.
Größenabhängige Erleichterungen bei der Offenlegung
Der Umfang der offenzulegenden Unterlagen richtet sich nach der Größenklasse gemäß § 267 HGB. Kleine Kapitalgesellschaften profitieren von erheblichen Erleichterungen: Sie müssen lediglich die Bilanz (verkürzt möglich) und den Anhang einreichen; die Gewinn- und Verlustrechnung muss nicht offengelegt werden (§ 326 Abs. 1 HGB). Mittelgroße und große Gesellschaften sind zur vollständigen Offenlegung verpflichtet. Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB können unter bestimmten Voraussetzungen weitere Vereinfachungen in Anspruch nehmen.
Fristen für Feststellung und Offenlegung: Was muss bis wann erfolgen?
Die Offenlegung der Bilanz einer GmbH unterliegt zwei zentralen Fristen, die aufeinander aufbauen: die Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG und die Offenlegungsfrist nach § 325 HGB. Neben der Offenlegung ist für GmbHs zudem die elektronische Übermittlung der Bilanz an das Finanzamt zu beachten, die eigenen Pflichten und Fristen mit sich bringt. Beide Fristen für die Offenlegung sind zwingend einzuhalten, da Verstöße sanktioniert werden und die Geschäftsführung in die persönliche Haftung führen können.
Feststellung des Jahresabschlusses nach § 42a GmbHG
Der Jahresabschluss muss von den Gesellschaftern durch Beschluss festgestellt werden. Die gesetzliche Frist beträgt bei kleinen Kapitalgesellschaften 11 Monate nach dem Bilanzstichtag, bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften 8 Monate. Für eine GmbH mit Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet dies: Feststellung bis spätestens 30.11.2026 (klein) bzw. 31.08.2026 (mittel/groß). Die Feststellung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss und ist Voraussetzung für die Offenlegung.
Offenlegung beim Unternehmensregister nach § 325 HGB
Nach Feststellung durch die Gesellschafter muss der Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht werden (§ 325 HGB). Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 gilt somit die Offenlegungsfrist bis 31.12.2026. Die Einreichung erfolgt ausschließlich in elektronischer Form über das Portal www.unternehmensregister.de oder über einen zugelassenen Steuerberater, der die Einreichung im Rahmen des Mandats übernimmt.
11 Mon.
Feststellungsfrist kleine GmbH
12 Mon.
Offenlegungsfrist § 325 HGB
25.000 €
Max. Ordnungsgeld bei Versäumnis
Hinweis
In der Praxis empfiehlt es sich, die Feststellung und Offenlegung zeitnah zu koordinieren. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, kann die Einreichung beim Unternehmensregister direkt mit beauftragen. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.
Wo wird die Bilanz veröffentlicht? Unternehmensregister statt Bundesanzeiger
Seit dem 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich beim Unternehmensregister (§ 325 HGB i. d. F. des DiRUG). Der Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Stelle für die Hinterlegung von Jahresabschlüssen. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 gilt daher: Die Offenlegung muss zwingend über das Unternehmensregister erfolgen.
Das Unternehmensregister ist die zentrale elektronische Plattform für Unternehmenspublizität in Deutschland. Es wird im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz vom Bundesanzeiger Verlag betrieben und bündelt alle relevanten Veröffentlichungen, Handelsregistereinträge und offengelegte Jahresabschlüsse. Die Einreichung erfolgt elektronisch über www.unternehmensregister.de oder über bevollmächtigte Steuerberater, die im Rahmen des Jahresabschluss-Mandats die Übermittlung übernehmen.
Elektronische Einreichung: Formate und Authentifizierung
Die Offenlegung beim Unternehmensregister erfordert die Einreichung im strukturierten elektronischen Format. Welche Formate zulässig sind, ergibt sich aus den Vorgaben des Unternehmensregisters; kapitalmarktorientierte Unternehmen unterliegen zusätzlich den ESEF-Vorgaben (European Single Electronic Format, § 328 HGB). Einreicher müssen sich auf der Publikations-Plattform registrieren und identifizieren.
Viele Geschäftsführer sind überrascht, dass der Bundesanzeiger nicht mehr zuständig ist. Die Umstellung auf das Unternehmensregister ist seit 2022 verbindlich, wird aber in der Praxis noch oft übersehen. Wer die Einreichung selbst vornehmen möchte, sollte sich rechtzeitig mit den technischen Anforderungen vertraut machen – oder die Offenlegung direkt an den Steuerberater delegieren.
Umfang der Offenlegung: Was muss je nach Größenklasse veröffentlicht werden?
Der Umfang der offenzulegenden Unterlagen richtet sich nach der Größenklasse der GmbH gemäß § 267 HGB. Das Gesetz unterscheidet zwischen kleinen, mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften sowie – seit 2012 – Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB. Je kleiner die Gesellschaft, desto geringer sind die Offenlegungspflichten. Diese Abstufung trägt dem Verhältnismäßigkeitsprinzip Rechnung und entlastet kleinere Unternehmen.
Größenklassen nach § 267 HGB (Stand 2026)
| Größenklasse | Bilanzsumme | Umsatzerlöse | Arbeitnehmer | Offenlegungsumfang |
|---|---|---|---|---|
| Klein | ≤ 7,5 Mio. € | ≤ 15 Mio. € | ≤ 50 | Bilanz verkürzt, GuV kann entfallen |
| Mittel | ≤ 25 Mio. € | ≤ 50 Mio. € | ≤ 250 | Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht |
| Groß | > 25 Mio. € | > 50 Mio. € | > 250 | Vollständige Offenlegung inkl. Lagebericht |
Es gilt das Schwellenwertprinzip: Zwei der drei Kriterien (Bilanzsumme, Umsatzerlöse, Arbeitnehmerzahl) müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden, damit ein Größenwechsel eintritt (§ 267 Abs. 4 HGB). Neugegründete Gesellschaften werden im ersten Jahr der jeweiligen Größenklasse zugeordnet.
Erleichterungen für kleine und Kleinstkapitalgesellschaften
Kleine Kapitalgesellschaften profitieren von erheblichen Offenlegungserleichterungen: Die Bilanz darf in verkürzter Form eingereicht werden (§ 266 Abs. 1 Satz 3 HGB), die Gewinn- und Verlustrechnung muss nicht offengelegt werden (§ 326 Abs. 1 HGB). Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB (Bilanzsumme ≤ 450.000 €, Umsatz ≤ 900.000 €, ≤ 10 Arbeitnehmer) können unter den Voraussetzungen des § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB auf den Anhang verzichten und ihre Bilanz hinterlegen statt veröffentlichen (§ 326 Abs. 2 HGB).
Hinweis
Die Wahl der Offenlegungsstrategie sollte mit dem Steuerberater abgestimmt werden. Insbesondere kleine GmbH können durch Nutzung der gesetzlichen Erleichterungen den Umfang der veröffentlichten Daten minimieren, ohne gegen gesetzliche Pflichten zu verstoßen. Die Erstellung eines größenklassengerechten Jahresabschlusses gehört zum Standard jeder qualifizierten Steuerberater-Leistung.
Sanktionen bei verspäteter oder fehlender Offenlegung: Ordnungsgeld und Haftung
Die Nichtbeachtung der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB zieht ernsthafte Konsequenzen nach sich. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) überwacht die fristgerechte Offenlegung und leitet bei Versäumnis automatisch ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Dieses Verfahren kann sich gegen die Gesellschaft selbst oder persönlich gegen die Geschäftsführer richten, die für die Einhaltung der Offenlegungspflicht verantwortlich sind.
Ordnungsgeld nach § 335 HGB
Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 2.500 Euro und kann bis zu 25.000 Euro betragen. Die Höhe richtet sich nach der Größe der Gesellschaft, der Dauer der Versäumnis und wiederholten Verstößen. Wird die Offenlegung erst nach Ablauf der sechswöchigen Nachfrist nachgeholt, kann das Ordnungsgeld für Kleinst- und kleine Gesellschaften auf 500 bzw. 1.000 Euro herabgesetzt werden (§ 335 Abs. 4 HGB). Das Ordnungsgeld ist kein Bußgeld, sondern ein Zwangsmittel – es kann mehrfach festgesetzt werden, bis die Offenlegung erfolgt.
Achtung
Das Ordnungsgeld kann gegen die GmbH oder persönlich gegen den oder die Geschäftsführer festgesetzt werden (§ 335 Abs. 1 HGB). Eine Festsetzung gegen den Geschäftsführer trifft diesen unabhängig von der Haftungsbeschränkung der GmbH.
Reputationsschaden
Fehlende Jahresabschlüsse im Unternehmensregister sind für Geschäftspartner, Banken und potenzielle Investoren erkennbar und können als mangelnde Compliance gewertet werden. In der Praxis kann dies Kreditverhandlungen erschweren und Vertrauen kosten.
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Feststellungsfrist § 42a GmbHG einhalten (11 bzw. 8 Monate)
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Offenlegungsfrist § 325 HGB einhalten (12 Monate nach Bilanzstichtag)
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Einreichung ausschließlich beim Unternehmensregister, nicht beim Bundesanzeiger
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Bei Versäumnis: Ordnungsgeld zwischen 2.500 und 25.000 Euro möglich
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Ordnungsgeld auch gegen die Geschäftsführer persönlich möglich
Ablauf der Offenlegung in der Praxis: Von der Erstellung bis zur Einreichung
Die Offenlegung der Bilanz ist das letzte Glied in einer Kette aufeinander aufbauender Schritte, die mit der laufenden Buchhaltung beginnen und mit der elektronischen Einreichung beim Unternehmensregister endet. Ein strukturierter Ablauf stellt sicher, dass alle Fristen eingehalten werden und die Offenlegung fristgerecht erfolgt.
Schritt 1: Erstellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss wird vom Geschäftsführer oder – häufig – vom beauftragten Steuerberater erstellt. Er umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang. Die Erstellung muss den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und den handelsrechtlichen Vorschriften entsprechen. Bei Unternehmen, die unter die Prüfungspflicht nach § 316 HGB fallen, erfolgt anschließend die Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer.
Schritt 2: Feststellung durch die Gesellschafter
Der erstellte Jahresabschluss muss den Gesellschaftern zur Feststellung vorgelegt werden (§ 42a GmbHG). Dies erfolgt in der Regel durch Gesellschafterbeschluss in einer ordentlichen Gesellschafterversammlung. Der Beschluss sollte dokumentiert werden. Erst nach Feststellung ist der Jahresabschluss rechtsverbindlich und kann offengelegt werden. Die Feststellungsfrist beträgt 11 Monate (klein) bzw. 8 Monate (mittel/groß) nach dem Bilanzstichtag.
Schritt 3: Elektronische Einreichung beim Unternehmensregister
Nach Feststellung muss der Jahresabschluss elektronisch beim Unternehmensregister eingereicht werden. Dies erfolgt über das Portal www.unternehmensregister.de oder über einen bevollmächtigten Steuerberater. Die Einreichung erfordert eine Registrierung auf der Publikations-Plattform und ein zugelassenes Dateiformat. Nach erfolgreicher Einreichung erhält die GmbH eine Bestätigung mit Veröffentlichungsdatum.
Eigenständige Offenlegung
- Volle Kontrolle über Prozess
- Keine zusätzlichen Steuerberater-Kosten
- Erfordert technisches Know-how
- Fehleranfälligkeit bei komplexen Sachverhalten
Offenlegung durch Steuerberater
- Formatgerechte Einreichung
- Fristüberwachung durch den Steuerberater
- Keine Beschäftigung mit technischen Details
- Kosten nach Vereinbarung
Viele GmbH beauftragen ihren Steuerberater mit der Offenlegung. Wer den Jahresabschluss ohnehin durch einen Steuerberater erstellen lässt, kann die Einreichung direkt mit beauftragen. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung. Die Offenlegung beim Unternehmensregister obliegt der Gesellschaft.
Kosten der Offenlegung: Gebühren und Steuerberater-Honorar
Die Offenlegung der Bilanz verursacht Kosten auf zwei Ebenen: zum einen die amtlichen Gebühren des Unternehmensregisters, zum anderen – bei Beauftragung eines Steuerberaters – das Honorar für die Einreichung. Beide Kostenblöcke sind überschaubar und sollten im Verhältnis zu den Sanktionsrisiken bei Nichtbeachtung betrachtet werden.
Amtliche Gebühren des Unternehmensregisters
Das Unternehmensregister erhebt für die Veröffentlichung des Jahresabschlusses eine gesetzlich festgelegte Gebühr. Maßgeblich ist das Justizverwaltungskostengesetz (KV Nr. 1420 ff. JVKostG). Die Gebühr fällt unabhängig davon an, ob die Einreichung selbst oder durch einen Steuerberater erfolgt.
Steuerberater-Honorar für Jahresabschluss und Offenlegung
Das Honorar des Steuerberaters für die Erstellung des Jahresabschlusses richtet sich in der Regel nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und hängt vom Gegenstandswert (Mittelwert aus berichtigter Bilanzsumme und Jahresleistung, § 35 Abs. 2 StBVV) sowie der Komplexität des Mandats ab. Die Offenlegung selbst ist häufig als ergänzende Leistung im Jahresabschluss-Mandat enthalten oder wird gesondert berechnet.
JVKostG
Gebühren Unternehmensregister (KV Nr. 1420 ff.)
Vereinbarung
Honorar für die Einreichung durch Dienstleister
2.500 €
Mindest-Ordnungsgeld (§ 335 Abs. 1 HGB)
Die Kosten der Offenlegung sind im Vergleich zu den Risiken und Sanktionen bei Versäumnis moderat. Wer die Offenlegung einem Dienstleister überlässt, spart Zeit; die Verantwortung für die fristgerechte Offenlegung bleibt jedoch bei der Geschäftsführung.
Jahresabschluss vorbereiten mit OnlineBilanz
Die Offenlegung der Bilanz ist für viele Geschäftsführer ein ungeliebter Pflichttermin: komplexe Vorschriften, enge Fristen, technische Hürden beim Unternehmensregister. OnlineBilanz unterstützt mit Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf.
Wie OnlineBilanz den Prozess vereinfacht
OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung. Servet Gündogan, Büroleiter in Stuttgart, ist erster Ansprechpartner und stimmt sich bei beauftragter Prüfung mit dem kooperierenden Steuerberater ab.
Kosten vorab
- Ab 499,95 € netto zzgl. USt.
- Kostenrechner vorab nutzen
- Steuerberater-Prüfung optional gegen Aufpreis
Digitale Koordination
- Keine Pendelordner oder Postversand
- Digitale Datenübernahme
- Ansprechpartner in Stuttgart
Optionale Steuerberater-Prüfung
- Durch kooperierenden Steuerberater
- Prüfung und Freigabe
- Unterzeichnung in eigener Verantwortung
Die Offenlegung beim Unternehmensregister und die Einhaltung der Fristen obliegen der Gesellschaft; OnlineBilanz übernimmt die technische Übermittlung der E-Bilanz an das Finanzamt (§ 87d AO).
Prüfung, Entscheidung und Feststellung des Jahresabschlusses obliegen Ihnen, sofern Sie nicht die optionale Prüfung durch einen kooperierenden Steuerberater beauftragen.
Häufig gestellte Fragen
Muss eine Ein-Personen-GmbH ebenfalls die Bilanz veröffentlichen?
Ja, auch eine Ein-Personen-GmbH unterliegt der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB. Die Rechtsform GmbH verpflichtet grundsätzlich zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses im Unternehmensregister – unabhängig von der Anzahl der Gesellschafter. Lediglich der Umfang der Offenlegung richtet sich nach der Größenklasse gemäß § 267 HGB.
Was passiert, wenn die GmbH inaktiv ist oder keine Geschäfte tätigt?
Auch eine inaktive oder ruhende GmbH muss ihren Jahresabschluss aufstellen und offenlegen, solange sie im Handelsregister eingetragen ist. Die Offenlegungspflicht endet erst mit der Löschung der Gesellschaft aus dem Handelsregister. Eine fehlende Geschäftstätigkeit befreit nicht von der Pflicht nach § 325 HGB.
Kann die Offenlegungsfrist verlängert werden?
Nein, die 12-Monats-Frist nach § 325 HGB ist gesetzlich festgelegt und kann nicht verlängert werden. Das Bundesamt für Justiz gewährt keine Fristverlängerungen. Bei absehbarer Fristüberschreitung sollte der Jahresabschluss vorrangig erstellt und offengelegt werden, um Ordnungsgeldverfahren zu vermeiden.
Werden die veröffentlichten Bilanzdaten öffentlich einsehbar?
Ja, alle im Unternehmensregister offengelegten Jahresabschlüsse sind öffentlich einsehbar. Jeder kann die Dokumente kostenlos abrufen. Dies dient der Transparenz und dem Gläubigerschutz. Lediglich Kleinstkapitalgesellschaften können ihre Bilanz hinterlegen statt veröffentlichen (§ 326 Abs. 2 HGB); Dritte erhalten sie dann nur auf Antrag.
Gilt die Offenlegungspflicht auch im Gründungsjahr der GmbH?
Ja, bereits im ersten Geschäftsjahr der GmbH entsteht die Pflicht zur Aufstellung und Offenlegung eines Jahresabschlusses – unabhängig davon, ob das Geschäftsjahr ein sogenanntes Rumpfgeschäftsjahr ist. Die 12-Monats-Frist nach § 325 HGB beginnt mit dem ersten Bilanzstichtag.
Was ist der Unterschied zwischen Feststellung und Offenlegung?
Die Feststellung des Jahresabschlusses ist ein interner Beschluss der Gesellschafterversammlung nach § 42a GmbHG, durch den der Jahresabschluss verbindlich wird. Die Offenlegung ist die anschließende Veröffentlichung der festgestellten Unterlagen im Unternehmensregister gemäß § 325 HGB. Beide Schritte sind gesetzlich verpflichtend, jedoch zeitlich und rechtlich voneinander getrennt.
Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 267 HGB – Größenklassen, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.









Fabian Klement
Jakob Röß
Dr. Jeannine Dinnebier
