Steuern ohne Stress. Bilanz ohne Zweifel.

Steuerberatung,
wie sie sein sollte.

digital + persönlich + bezahlbar

Alles an einem Ort: Dokumente hochladen, Fragen an Ihren Steuerberater stellen und Jahresabschlüsse sowie Steuererklärungen genehmigen und einreichen – direkt aus Ihrem Portal.

In 60 Sekunden Kostenlos & unverbindlich Heute anfragen, morgen sprechen
1
Belege hochladen oder Buchhaltungs­programm verbinden DATEV, lexoffice, sevDesk — oder per Drag & Drop.
2
Ein fester Steuerberater, ein Mandantenportal und KI-Assistenz Eine Ansprechperson, ein Ort, alles transparent.
3
Ihr Spezialist für Jahres­abschlüsse — für UG, GmbH und Holding Bilanzierung nach HGB ist unser Kerngeschäft.
4
Steuerberatung & Finanzamts­vertretung Nicht nur zum Jahresende. Ganzjährig, auf Abruf.
5
Keine versteckten Kosten — ein Festpreis, der alles beinhaltet Was im Angebot steht, steht auf der Rechnung. Punkt.
login.onlinebilanz.de
Live
Muster GmbH Mandant · WJ 2025
Steuerberater Fabian Klement
Fabian Klement Online · Ihr fester StB
So arbeiten wir zusammen Schritt 01 / 06
01 Upload 02 KI 03 Beratung 04 StB 05 Bilanz 06 ELSTER
Rechnung_Lieferant_042.pdf 1.247 KB · gerade empfangen
Belege hier ablegen PDF, Foto, E-Mail-Weiterleitung
oder
Bestehende Software verbinden Einmal koppeln — Belege fließen automatisch
DATEVverbunden
lexofficeverbunden
sevDeskverbunden
+ 14 weitere
PDF
Rechnung_Lieferant_042.pdf
1.247 KB
PDF
Kontoauszug_KW42.pdf
328 KB
PDF
Bewirtungsbeleg_Mandant.pdf
89 KB
KI‑Vorarbeit · Belege & Transaktionen prüfen — trainiert von unseren Steuerberatern
Datum Beleg Konto Betrag KI
18.10.25
Lieferant GmbH · Rechnung 042
3400Wareneingang
1.247,00 €
98%
19.10.25
Bewirtung · Hotel Adlon (70%)
4650Bewirtung
142,80 €
94%
20.10.25
Telekom · Mobilfunk Q4
4920Telefon
89,00 €
99%
22.10.25
Kontoauszug · SEPA‑Lastschrift
1200Bank
−450,00 €
100%
Rückfrage an Sie: Die Rechnung Hotel Adlon — war das eine Geschäftsbewirtung mit Mandant, oder interne Reise? Für die korrekte 70/30‑oder 100%‑Buchung.
Mandant ✓
Fabian Klement
Fabian Klement Online · antwortet in ~2 Min
Fabian, wir überlegen 2026 einen Firmenwagen. Lohnt sich das steuerlich?
14:02 · Sie
Kurz geprüft: Ja — mit Investitions­abzugsbetrag (IAB) können wir bis zu 50 % vorziehen. Grober Hebel: ~11.400 € Steuervorteil.
14:04 · Fabian
Rechen­beispiel_Firmenwagen.pdf2 Seiten · vorbereitet für Sie
14:04 · Fabian
Passt 15 Min. morgen 10:00 für ein kurzes Video-Gespräch?
Ja, passt ✓ Anderer Termin
14:05 · Fabian
Video-Call · morgen 10:00 15 Min.
Fabian Klement Live
Agenda (vom StB vorbereitet):
  1. IAB Firmenwagen 2026 — Szenarien
  2. Auswirkung auf Bilanz & Ausschüttung
  3. Nächste Schritte & Freigabe
Fabian Klement
Fabian Klement Ihr fester StB · berät & optimiert
Optimierungstipp: IAB nutzenInvestitions­abzugsbetrag für geplanten Firmenwagen → ~11.400 € Steuer­vorteil
+11.400 €
Holding‑Struktur prüfenAusschüttung via Holding → 95% steuerfrei nach §8b KStG
Empfehlung
Bewirtung korrigiert · 70/30Signatur StB · Mandantenportal
Fabian: „Ich sehe einen legalen Hebel von rund 11.400 €. Lassen Sie uns kurz durchsprechen, ob der Firmenwagen 2026 passt. "
Bilanz zum 31.12.2025 Muster GmbH · HGB §266
Geprüft · StB
Aktiva Mittelverwendung · "Was besitzen wir?"
A. Anlagevermögen
Sachanlagen218.400 €
Fuhrpark62.150 €
B. Umlaufvermögen
Vorräte84.300 €
Forderungen142.820 €
Bank & Kasse96.650 €
Summe Aktiva604.320 €
Passiva Mittelherkunft · "Wem gehört es?"
A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
Jahresüberschuss184.320 €
B. Fremdkapital
Verbindlichkeiten Bank148.500 €
Lieferanten & Sonstige90.300 €
Summe Passiva604.320 €
=
Bilanzgleichung erfüllt Aktiva = Passiva · jede Buchung hat zwei Seiten
1
Zwei Seiten, eine Wahrheit Links steht, was das Unternehmen besitzt. Rechts, woher das Geld dafür kommt.
2
Summen müssen gleich sein Aktiva = Passiva. Stimmt das nicht auf den Cent, stimmt die Buchhaltung nicht.
3
Ihr StB prüft & signiert Freigabe per qualifizierter Signatur — bereit für Finanzamt & Bundesanzeiger.
Alles wird fristgerecht eingereicht. Sie müssen nichts mehr tun
E
ELSTER · FinanzamtKörperschaft-, Gewerbe- & Umsatzsteuer
übermittelt
BA
BundesanzeigerOffenlegung §325 HGB · fristgerecht 31.12.
offengelegt
HR
HandelsregisterHinterlegung · sofern erforderlich
hinterlegt
Festpreis eingehalten · Bestätigung per E-Mail

Datum

Lesedauer

11–16 Minuten

OnlineBilanzBlogPrivatinsolvenz nach GmbH-Insolvenz: Ablauf, Haftung und Restschuldbefreiung für Geschäftsführer

Privatinsolvenz nach GmbH-Insolvenz: Ablauf, Haftung und Restschuldbefreiung für Geschäftsführer

Veröffentlicht: 30.06.2026Aktualisiert: 30.06.2026Lesezeit: ca. 8 Minuten

Scheitert eine GmbH, erlischt die Gesellschaft – nicht aber die persönlichen Verbindlichkeiten ihres Geschäftsführers. Bürgschaften, steuerliche Haftungsbescheide und Schadensersatzansprüche des Insolvenzverwalters können den Geschäftsführer in eine eigene Überschuldung treiben. Dieser Artikel erklärt, wann nach der Unternehmensinsolvenz eine persönliche Insolvenz droht, wie das Verfahren abläuft und welche Instrumente das Privatvermögen schützen können.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Erster Ansprechpartner für Mandanten, koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und Steuerberater.

Kurzantwort

Die Privatinsolvenz nach GmbH-Insolvenz droht, wenn der Geschäftsführer persönlich für Schulden der GmbH einstehen muss – typischerweise durch Bürgschaften des Geschäftsführers für die GmbH, Haftung für nicht abgeführte Lohnsteuer oder Insolvenzverwalter-Schadensersatz nach § 64 GmbHG a.F. / § 15b InsO n.F. Das Verbraucherinsolvenzverfahren (für ehemals Selbstständige) oder das Regelinsolvenzverfahren führt nach einer Wohlverhaltensperiode von drei Jahren zur Restschuldbefreiung.

Warum der Geschäftsführer persönlich haftet

Das Prinzip der Haftungsbeschränkung ist der zentrale Vorteil der GmbH: Die Gesellschafter und in der Regel auch der Geschäftsführer haften grundsätzlich nicht mit ihrem Privatvermögen für Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Doch dieses Schutzschild hat in der Insolvenzpraxis erhebliche Lücken. Mehrere Haftungsgrundlagen können den Geschäftsführer direkt und persönlich treffen:

1. Selbstschuldnerische Bürgschaften

Hausbanken verlangen bei der Kreditvergabe an eine GmbH fast regelmäßig eine persönliche Bürgschaft des Geschäftsführers, häufig kombiniert mit einer Gesellschafter-Bürgschaft. Diese Bürgschaft ist akzessorisch: Sobald die GmbH den Kredit nicht mehr bedienen kann und der Insolvenzverwalter die Forderung zur Tabelle anmeldet, wendet sich die Bank unmittelbar an den Bürgen. Auch stille Beteiligungen oder Lieferantenkredite mit persönlicher Haftungszusage wirken identisch.

2. Steuerliche Haftung nach § 69 AO

Gemäß § 69 AO haftet der Geschäftsführer persönlich für Steuerschulden der GmbH, wenn er seine steuerlichen Pflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt hat. Besonders relevant: nicht oder verspätet abgeführte Lohnsteuer sowie nicht gezahlte Umsatzsteuer. Das Finanzamt erlässt einen Haftungsbescheid, der auch nach Eröffnung der GmbH-Insolvenz vollstreckbar ist. Der Bundesfinanzhof hat in ständiger Rechtsprechung bestätigt, dass der Geschäftsführer die sogenannte „Liquiditätsprüfungspflicht“ trägt – er muss im Vorfeld sicherstellen, dass Steuern anteilig aus verfügbaren Mitteln bedient werden.

3. Masseschmälerungshaftung nach § 15b InsO

Die mit dem SanInsFoG zum 1. Januar 2021 neu gefasste Vorschrift des § 15b InsO (vormals § 64 GmbHG) verpflichtet den Geschäftsführer, nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung keine masseschmälernden Zahlungen mehr zu leisten. Tut er es dennoch – etwa um einzelne Gläubiger zu bevorzugen oder laufende Kosten zu decken –, haftet er dem Insolvenzverwalter persönlich auf Erstattung dieser Beträge. Solche Erstattungsansprüche können im sechsstelligen Bereich liegen und werden regelmäßig vom Insolvenzverwalter geprüft und geltend gemacht.

4. Deliktische Haftung und Insolvenzverschleppung

Wer den nach § 15a InsO zwingend vorgeschriebenen Insolvenzantrag verschleppt, haftet Gläubigern, die nach dem Zeitpunkt der materiellen Insolvenz noch Forderungen begründet haben, aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 15a InsO auf Schadensersatz. Dies gilt auch strafrechtlich: § 15a Abs. 4 InsO bedroht die Insolvenzverschleppung mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

Wichtig

Haftungsbescheide des Finanzamts nach § 69 AO und Ansprüche des Insolvenzverwalters nach § 15b InsO werden von der Restschuldbefreiung grundsätzlich nicht ausgenommen – anders als Forderungen aus vorsätzlich unerlaubter Handlung (§ 302 Nr. 1 InsO). Die korrekte rechtliche Einordnung ist entscheidend für die Restschuldbefreiungsstrategie.

Insolvenzantragspflicht und persönliche Folgen

Der Geschäftsführer ist nach § 15a InsO verpflichtet, bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der GmbH ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber innerhalb von drei Wochen (bei Zahlungsunfähigkeit) bzw. sechs Wochen (bei Überschuldung) Insolvenzantrag zu stellen. Diese Fristen sind nicht verhandelbar. Das rechtzeitige Handeln ist auch für die spätere Privatinsolvenz relevant: Ein rechtzeitig gestellter Insolvenzantrag minimiert die Masseschmälerungshaftung, weil der Zeitraum unzulässiger Zahlungen kürzer ausfällt.

Zugleich empfiehlt es sich, die laufende Buchführung und die Jahresabschlüsse sorgfältig zu pflegen, denn der Insolvenzverwalter prüft rückblickend, ab wann die Insolvenzreife eingetreten ist. Ein sauber geführter Jahresabschluss schützt den Geschäftsführer vor dem Vorwurf, er habe den Insolvenzzeitpunkt verschleiert oder die Buchhaltung vernachlässigt.

Ablauf der Privatinsolvenz nach GmbH-Insolvenz

Ist der Geschäftsführer nach der GmbH-Insolvenz selbst zahlungsunfähig oder überschuldet, stehen ihm zwei Verfahrenswege offen:

Regelinsolvenzverfahren (§§ 11 ff. InsO)

Gilt für Personen, die noch selbstständig tätig sind oder zuletzt selbstständig tätig waren und deren Vermögensverhältnisse nicht überschaubar sind (mehr als 20 Gläubiger oder Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhältnissen). Für GmbH-Geschäftsführer, die als ehemals selbstständig gelten, ist dies der Regelweg.

Verbraucherinsolvenzverfahren (§§ 304 ff. InsO)

Gilt für natürliche Personen, die keine selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt haben oder deren Verhältnisse überschaubar sind. Für GmbH-Geschäftsführer ohne eigene Selbstständigkeit kommt es in Betracht, wenn die Voraussetzungen vorliegen.

Phase 1: Außergerichtlicher Einigungsversuch

Im Verbraucherinsolvenzverfahren ist zunächst ein außergerichtlicher Schuldenbereinigungsplan den Gläubigern anzubieten (§ 305 InsO). Scheitert dieser, stellt das Gericht das Scheitern fest, und der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens kann gestellt werden. Im Regelinsolvenzverfahren entfällt diese Pflicht.

Phase 2: Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Nach Eröffnung übernimmt der Insolvenzverwalter (oder Treuhänder) das pfändbare Vermögen des Schuldners. Das Verfahren dient der gleichmäßigen Befriedigung aller Gläubiger. Der Schuldner muss vollständige Auskunft über sein Vermögen erteilen und am Verfahren mitwirken.

Phase 3: Wohlverhaltensperiode

Nach Aufhebung des eigentlichen Insolvenzverfahrens beginnt die Wohlverhaltensperiode. Seit der InsO-Reform 2020 (in Kraft ab Oktober 2020) beträgt sie grundsätzlich drei Jahre – unabhängig davon, ob der Schuldner eine Mindestquote an die Gläubiger zahlt. Der pfändbare Teil des Einkommens wird an einen Treuhänder abgeführt. Der Schuldner ist verpflichtet, eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben oder sich ernsthaft um eine solche zu bemühen (§ 295 InsO).

Restschuldbefreiung: Voraussetzungen und Dauer

Die Restschuldbefreiung gemäß § 286 InsO ist das eigentliche Ziel des Verfahrens: Sie befreit den Schuldner von den verbliebenen Verbindlichkeiten, die während des Verfahrens nicht beglichen werden konnten.

Rechtsstand 2025

Die dreijährige Wohlverhaltensperiode gilt für alle Insolvenzverfahren, die ab dem 1. Oktober 2020 beantragt wurden. Für Altverfahren gelten Übergangsregelungen. Eine EU-Richtlinie (2019/1023) verlangt diese Mindestharmonisierung, die Deutschland fristgerecht umgesetzt hat.

Versagungsgründe

Die Restschuldbefreiung kann auf Antrag eines Gläubigers versagt werden, wenn der Schuldner:

  • wegen einer Insolvenzstraftat (§§ 283–283d StGB) rechtskräftig verurteilt wurde,
  • vorsätzlich falsche Angaben über sein Vermögen gemacht hat,
  • Vermögen beiseitegeschafft oder Gläubiger benachteiligt hat,
  • innerhalb der letzten fünf Jahre bereits eine Restschuldbefreiung erhalten hat.

Ausgenommene Forderungen

Nicht von der Restschuldbefreiung erfasst werden nach § 302 InsO insbesondere:

  • Verbindlichkeiten aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung, wenn der Gläubiger dies zur Tabelle angemeldet und der Schuldner nicht widersprochen hat,
  • Geldstrafen und ähnliche Sanktionen,
  • Verbindlichkeiten aus zinslosen Darlehen zur Deckung der Verfahrenskosten.

Das bedeutet: Wer wegen Insolvenzverschleppung zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, bleibt darauf sitzen. Schadensersatzforderungen aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 15a InsO können unter Umständen als Deliktsforderungen eingeordnet werden – hier kommt es auf den Vorsatz an.

Schutz des Privatvermögens – was bleibt pfändungsfrei?

Nicht alles geht im Insolvenzfall verloren. Das Gesetz schützt bestimmte Vermögensgegenstände:

Pfändungsschutz beim Einkommen

Der Pfändungsfreibetrag liegt ab Juli 2023 bei 1.402,28 EUR netto/Monat (Grundpfändungsfreigrenze nach § 850c ZPO) und wird regelmäßig angepasst. Unterhaltsberechtigte erhöhen diesen Betrag.

Pfändungsschutz beim Vermögen

Hausrat, Kleidung, Arbeitsmittel bis zu einem bestimmten Wert sowie Altersvorsorge in Form von Riester-Verträgen und bestimmten Lebensversicherungen (§ 851c ZPO) sind geschützt. Eigengenutzte Immobilien sind hingegen grundsätzlich pfändbar.

Für GmbH-Geschäftsführer besonders relevant: Wurde rechtzeitig – also nicht in der Krise – eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Direktversicherung (betriebliche Altersvorsorge) aufgebaut, kann deren Insolvenzfestigkeit nach § 851c ZPO und den einschlägigen Versicherungsbedingungen erheblich sein. Pfändungsschutzkonten (P-Konto) sichern den monatlichen Grundfreibetrag auf dem Girokonto.

Achtung: Anfechtung

Vermögensübertragungen (z.B. Haus auf den Ehepartner) innerhalb der Anfechtungsfristen nach §§ 129 ff. InsO können vom Insolvenzverwalter angefochten und rückgängig gemacht werden. Die Frist beträgt je nach Tatbestand bis zu zehn Jahre (unentgeltliche Leistungen: 4 Jahre, Gläubigerbenachteiligung: 10 Jahre bei Vorsatz).

Praxisbeispiel: GmbH-Insolvenz mit anschließender Privatinsolvenz

Sachverhalt: Thomas M. ist Alleingeschäftsführer und -gesellschafter einer UG (haftungsbeschränkt), die einen Online-Handel betreibt. Im Jahr 2024 stellt er Insolvenzantrag. Die Gesellschaft hatte folgende Verbindlichkeiten:

Gläubiger Forderungsbetrag Persönliche Haftung Thomas M.?
Hausbank (Kontokorrentkredit mit Bürgschaft) 85.000 EUR Ja, selbstschuldnerische Bürgschaft
Finanzamt (Lohnsteuer, § 69 AO) 18.000 EUR Ja, Haftungsbescheid erwartet
Insolvenzverwalter (§ 15b InsO) 22.000 EUR Ja, Zahlungen nach Insolvenzreife
Lieferanten (keine Bürgschaft) 65.000 EUR Nein (GmbH-Schulden)

Summe der persönlichen Haftung: 125.000 EUR. Thomas M. verfügt über ein Nettoeinkommen als Angestellter (neue Stelle) von 2.800 EUR/Monat und kein weiteres pfändbares Vermögen. Er beantragt das Regelinsolvenzverfahren über sein Privatvermögen.

Ablauf: Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird kein relevantes pfändbares Vermögen festgestellt. Das Verfahren wird mangels Masse nach kurzer Zeit aufgehoben, die Wohlverhaltensperiode beginnt. Monatlich pfändbar: ca. 700 EUR (oberhalb des Freibetrags von ca. 2.100 EUR nach Unterhalt für ein Kind). Über drei Jahre: ca. 25.200 EUR an die Gläubiger. Nach Ablauf der Wohlverhaltensperiode erteilt das Gericht die Restschuldbefreiung – die verbleibenden rd. 99.800 EUR werden erlassen.

Hinweis zum Rechenbeispiel

Der pfändbare Betrag hängt vom geltenden Pfändungstabellenwert nach § 850c ZPO, der Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen und etwaigen Sonderzahlungen ab. Die Werte werden jährlich angepasst.

Checkliste: Erste Schritte nach Eröffnung der GmbH-Insolvenz

  • Alle persönlichen Verbindlichkeiten (Bürgschaften, Haftungsbescheide) vollständig ermitteln und dokumentieren
  • Unterlagen zur GmbH-Buchhaltung sichern – der Insolvenzverwalter wird Einsicht verlangen; ein sauberer Jahresabschluss ist entlastend
  • P-Konto (Pfändungsschutzkonto) bei der Hausbank einrichten
  • Einkommens- und Vermögenssituation mit einer auf Insolvenzrecht spezialisierten Kanzlei analysieren
  • Prüfen, ob Anfechtungsrisiken durch frühere Vermögensübertragungen bestehen
  • Neue Erwerbstätigkeit aufnehmen oder dokumentieren, dass eine ernsthafte Suche stattfindet
  • Vollständige und wahrheitsgemäße Vermögensauskunft gegenüber Gericht und Treuhänder erstatten
  • Steuerliche Restpflichten der GmbH (Steuererklärungen für Liquidationszeitraum) koordinieren

Geschäftsführer, die den Überblick über Liquidität und Bilanz ihrer GmbH frühzeitig behalten möchten, können den Kostenrechner von onlinebilanz.de nutzen, um den Aufwand für eine laufende Buchführung und Jahresabschlusserstellung einzuschätzen. Eine konsequente Buchhaltung bis zum letzten Tag ist auch insolvenzrechtlich entlastend.

Fazit

Die Privatinsolvenz nach GmbH-Insolvenz ist für viele Geschäftsführer keine abstrakte Möglichkeit, sondern eine konkrete Gefahr – getrieben durch Bürgschaften, steuerliche Haftung nach § 69 AO und Masseschmälerungsansprüche nach § 15b InsO. Das gute Instrument dagegen: das geordnete Insolvenzverfahren mit anschließender Restschuldbefreiung nach drei Jahren. Wer die Obliegenheiten der Wohlverhaltensperiode erfüllt, kann mit einem wirtschaftlichen Neuanfang rechnen. Entscheidend ist, frühzeitig zu handeln: rechtzeitiger Insolvenzantrag für die GmbH, vollständige Mitwirkung, sorgfältige Dokumentation aller Unterlagen und – so früh wie möglich – die Analyse der persönlichen Haftungssituation durch eine auf Insolvenzrecht spezialisierte Beratung. Wer die Zahlen seiner GmbH bis zuletzt sauber dokumentiert hat, setzt sich deutlich geringeren Haftungsrisiken aus. Einen ersten Überblick über Ihre Bilanzierungspflichten erhalten Sie in der Demo-Umgebung von onlinebilanz.de.

3 Jahre

Wohlverhaltensperiode bis Restschuldbefreiung (seit 01.10.2020)

125.000 EUR

Typische persönliche Haftungssumme im Praxisbeispiel

Häufig gestellte Fragen

Wann droht einem GmbH-Geschäftsführer nach der Unternehmensinsolvenz eine Privatinsolvenz?

Wenn er persönlich für GmbH-Schulden einsteht – durch Bürgschaften, steuerliche Haftungsbescheide nach § 69 AO oder Schadensersatzansprüche des Insolvenzverwalters nach § 15b InsO. Übersteigen diese Verbindlichkeiten das Privatvermögen, liegt Privatinsolvenz nahe.

Wie lange dauert die Privatinsolvenz für einen ehemaligen GmbH-Geschäftsführer?

Seit Oktober 2020 beträgt die Wohlverhaltensperiode einheitlich drei Jahre. Danach erteilt das Insolvenzgericht die Restschuldbefreiung, sofern keine Versagungsgründe vorliegen.

Kann das Finanzamt den Geschäftsführer persönlich für Steuerschulden der GmbH in Haftung nehmen?

Ja. Nach § 69 AO haftet der Geschäftsführer persönlich für nicht abgeführte Lohn- oder Umsatzsteuer, wenn er seine Pflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt hat. Das Finanzamt erlässt einen Haftungsbescheid, der auch nach Eröffnung der GmbH-Insolvenz vollstreckbar ist.

Was ist von der Restschuldbefreiung ausgenommen?

Verbindlichkeiten aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung (§ 302 Nr. 1 InsO), Geldstrafen sowie Kosten des Insolvenzverfahrens. Lohnsteuer- und Umsatzsteuerhaftungsbescheide nach § 69 AO werden dagegen grundsätzlich von der Restschuldbefreiung erfasst, sofern kein Vorsatzvorwurf nach § 302 InsO greift.

Wie kann ein GmbH-Geschäftsführer sein Privatvermögen schützen?

Durch frühzeitige Insolvenzantragstellung (Vermeidung von § 15b InsO-Ansprüchen), korrekte Lohnsteuerabführung, keine kurzfristigen Vermögensübertragungen im Vorfeld der Insolvenz (Anfechtungsrisiko bis 10 Jahre) und rechtzeitigen Aufbau insolvenzfester Altersvorsorge nach § 851c ZPO.

Über Autor

Autor

Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Erster Ansprechpartner für Mandanten, koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und Steuerberater.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Alle steuerlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer. OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet. Stand der Rechtslage: June 2026.

Haben Sie Fragen? Jetzt erreichbar
SG
Servet Gündogan
Büroleitung & Support
0711 968 881 55
Mo–Fr · 10:00 – 18:00 Uhr · info@onlinebilanz.de
Branchen

Jedes Unternehmen. Jede Branche.

Alle Branchen ansehen

Schritt 1 · Wählen Sie Ihre Rechtsform — wir zeigen die Pflichten, die für Sie gelten



Fristenkalender

Jede Frist. Jede Abgabe.
Immer pünktlich.

Schlüsseltermine

Entstehungsgeschichte

Steuerberatung
der Zukunft.
Heute.

Jahresabschlüsse, die seit Jahren beim Finanzamt fehlen. Honorare, die kommen – ohne dass man weiß, wofür. Rückfragen, die im Nichts verschwinden. Fristen, die niemand im Blick hat. Irgendwann reicht es.

Die Antwort auf all das ist denkbar einfach: Unternehmer und Steuerberater arbeiten in einem gemeinsamen Portal zusammen – transparent, in Echtzeit und zu einem festen Preis. Belege hochladen, kommunizieren, Jahresabschlüsse erstellen, Steuererklärungen einreichen.

Alles an einem Ort, ohne Umwege, ohne Wartezeit. Künstliche Intelligenz übernimmt die Routine – damit der Steuerberater das tun kann, wofür er wirklich da ist: beraten, prüfen, verantworten.

Ihr Team

Steuerberatung,
die hält, was sie verspricht.

Verpasste Fristen, unbeantwortete Fragen, unklare Rechnungen – das kennen viele. Bei OnlineBilanz ist das anders. Ihr Steuerberater behält den Überblick, hält Fristen ein und meldet sich, bevor Probleme entstehen.

4
Köpfe
20+
Jahre Erfahrung
3
Kammern
Dr. Martin Pilz
Unternehmer Gründer
Dr. Martin Pilz
Geschäftsführer · CEO

Kein Steuerberater. Verantwortet Strategie, Produkt und Mandats­beziehung. Die steuerliche Beratung erfolgt ausschließlich durch die drei Berufsträger rechts.

Fabian Klement
WP StB Dipl.-Kfm.
Fabian Klement
Wirtschaftsprüfer & Steuerberater

Schwerpunkt Jahres­abschluss­prüfung, Konzern­reporting und E‑Bilanz. Qualitäts­sicherung aller Abschlüsse.

Jakob Röß
StB Dipl.-Kfm. Dipl.-Vw.
Jakob Röß
Steuerberater

Betreuung von mittel­ständischen GmbH, Frei­beruflern und Kapital­gesell­schaften.

Dr. Jeannine Dinnebier
RA Dr. iur. Dipl.-Vw.
Dr. Jeannine Dinnebier
Rechts­anwältin · Steuerrecht

Verantwortet Steuer­streit, Betriebs­prüfungen und rechts­sichere Gestaltung. Promoviert im Steuerrecht.

Geprüft & kammer­pflichtig Mitgliedschaften & Zulassungen
S
Steuerberater­kammerPflichtmitgliedschaft
W
Wirtschafts­prüfer­kammerZulassung nach WPO
R
Rechts­anwalts­kammerFachbereich Steuerrecht
D
DATEV‑KompatibelSchnittstellenkompatibel
Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
Ben
KI-Assistenz