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Datum

Lesedauer

13–19 Minuten


OnlineBilanzBlogUG Checkliste 2026

Jahresabschluss UG Checkliste 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Jahresabschluss der UG (haftungsbeschränkt) unterliegt als Kapitalgesellschaft strengen handelsrechtlichen Pflichten nach § 264 HGB. Diese Checkliste orientiert sich an der allgemeinen Checkliste zur Erstellung des Jahresabschlusses und zeigt Ihnen den kompletten Ablauf von der Buchführung über die Erstellung der erforderlichen Bestandteile – darunter Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie gegebenenfalls Anhang zum Jahresabschluss – bis zur fristgerechten Offenlegung beim Unternehmensregister. Mit allen Fristen und typischen Fehlerquellen für das Geschäftsjahr 2025.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Der Jahresabschluss einer UG besteht aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang nach § 264 Abs. 1 HGB. Die Feststellung muss innerhalb von 11 Monaten nach Bilanzstichtag (§ 42a GmbHG) erfolgen, die Offenlegung beim Unternehmensregister innerhalb von 12 Monaten nach § 325 HGB. Bei Nichtbeachtung droht ein Ordnungsgeld von 500 bis 25.000 Euro.

Grundlagen des UG-Jahresabschlusses

Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) ist eine Sonderform der GmbH nach § 5a GmbHG. Als Kapitalgesellschaft unterliegt sie denselben handelsrechtlichen Vorschriften wie eine reguläre GmbH.

Nach § 264 Abs. 1 HGB muss der Jahresabschluss einer UG die tatsächlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragsverhältnisse vermitteln. Diese Informationspflicht gilt unabhängig von der Unternehmensgröße.

Die gesetzlichen Vertreter (Geschäftsführer) tragen die persönliche Verantwortung für die ordnungsgemäße, vollständige und fristgerechte Erstellung des Jahresabschlusses. Bei Pflichtverletzungen drohen Ordnungsgelder und im Extremfall auch persönliche Haftungsrisiken.

Hinweis

Die UG unterscheidet sich von der GmbH hauptsächlich durch das niedrigere Stammkapital (ab 1 Euro) und die Pflicht zur gesetzlichen Rücklagenbildung nach § 5a Abs. 3 GmbHG. Diese Besonderheit muss im Jahresabschluss korrekt abgebildet werden.

Der Jahresabschluss dient mehreren Zwecken: Er bildet die Grundlage für die Besteuerung, informiert Gesellschafter über die wirtschaftliche Lage, ermöglicht die Berechnung möglicher Ausschüttungen und erfüllt die gesetzliche Publizitätspflicht gegenüber Dritten.

Pflichtbestandteile nach HGB

Der handelsrechtliche Jahresabschluss einer UG besteht gemäß § 264 Abs. 1 HGB grundsätzlich aus drei Bestandteilen. Der Umfang kann sich je nach Größenklasse reduzieren.

  • Bilanz nach § 266 HGB mit Aktiva (Vermögenswerte) und Passiva (Eigenkapital und Schulden)
  • Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB (Gesamtkostenverfahren oder Umsatzkostenverfahren)
  • Anhang nach § 284 HGB mit erläuternden Angaben zu Bilanz und GuV

Die Bilanz zeigt die Vermögenslage zum Bilanzstichtag (meist 31.12.2025). Sie gliedert sich in Anlagevermögen und Umlaufvermögen auf der Aktivseite sowie Eigenkapital, Rückstellungen und Verbindlichkeiten auf der Passivseite.

Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt die Ertragslage für das gesamte Geschäftsjahr dar. Sie zeigt, wie sich der Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag zusammensetzt – von den Umsatzerlösen über die Aufwendungen bis zum Ergebnis.

Der Anhang erläutert und ergänzt die Zahlen aus Bilanz und GuV. Er enthält Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu einzelnen Posten und weitere gesetzlich vorgeschriebene Informationen nach § 284 und § 285 HGB.

Achtung

Mittelgroße und große UGs müssen zusätzlich einen Lagebericht nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB erstellen. Dieser beurteilt Geschäftsverlauf, Lage und voraussichtliche Entwicklung. In der Praxis betrifft dies nur sehr wenige UGs.

Größenklassen und Erleichterungen

Die Größenklasse Ihrer UG bestimmt den Umfang der Erstellungs- und Offenlegungspflichten. Die Einstufung erfolgt nach § 267 HGB anhand von drei Schwellenwerten.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer
Klein ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250
Groß > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250

Eine UG gilt als klein, wenn sie an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen mindestens zwei der drei Schwellenwerte nicht überschreitet. Die meisten UGs fallen in diese Kategorie.

Kleine Kapitalgesellschaften profitieren von erheblichen Erleichterungen: Sie dürfen eine verkürzte Bilanz nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB aufstellen und können den Anhang nach § 288 HGB in verkürzter Form erstellen.

Hinweis

Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB (Bilanzsumme ≤ 350.000 €, Umsatz ≤ 700.000 €, Mitarbeiter ≤ 10) können von weiteren Vereinfachungen Gebrauch machen, müssen aber auf die damit verbundenen Erleichterungen im Anhang hinweisen.

Bei der Offenlegung dürfen kleine UGs nach § 326 HGB nur eine verkürzte Bilanz publizieren. Die Gewinn- und Verlustrechnung muss nicht offengelegt werden, was viele Unternehmen aus Wettbewerbsgründen bevorzugen.

Vorbereitung und Buchführung

Der Jahresabschluss baut auf der laufenden Buchführung auf. Eine ordnungsgemäße, vollständige und zeitnahe Buchführung nach § 238 HGB ist daher die unverzichtbare Grundlage.

  • Alle Geschäftsvorfälle des Jahres 2025 vollständig und chronologisch erfasst
  • Belege geordnet, nummeriert und revisionssicher archiviert
  • Kontenauszüge vollständig vorhanden und abgestimmt
  • Offene Posten (Debitoren, Kreditoren) gepflegt und abgeglichen
  • Kasse ordnungsgemäß geführt mit täglichen Kassensturzberichten
  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen korrekt und fristgerecht abgegeben

Vor der eigentlichen Jahresabschlusserstellung müssen alle Geschäftsvorfälle des Jahres 2025 verbucht sein. Überprüfen Sie systematisch, ob alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Bankbewegungen und Bargeschäfte erfasst sind.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern periodengerechte Abgrenzungen: Vorbereitend sollten Sie bereits Unterlagen zu Rechnungsabgrenzungsposten, Rückstellungen und zu aktivierenden Aufwendungen sammeln.

„Eine saubere laufende Buchführung erspart Ihnen Wochen an Nacharbeit beim Jahresabschluss. Viele Probleme entstehen, weil Belege fehlen oder Buchungen monate­lang liegen bleiben. Wer kontinuierlich bucht, erstellt den Jahresabschluss deutlich schneller und rechtssicherer.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Erstellung: Schritt für Schritt

Die eigentliche Jahresabschlusserstellung beginnt nach Ablauf des Geschäftsjahres. Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 startet der Prozess im Januar 2026.

Schritt 1: Inventur durchführen

Nach § 240 HGB muss zum Abschlussstichtag eine Bestandsaufnahme (Inventur) aller Vermögensgegenstände und Schulden erfolgen. Dies umfasst die körperliche Bestandsaufnahme von Waren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die Erfassung von Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten.

Schritt 2: Vorbereitende Abschlussbuchungen

Zahlreiche Buchungen sind erst zum Jahresende möglich oder sinnvoll. Diese vorbereitenden Abschlussbuchungen umfassen unter anderem:

  • Abschreibungen auf Anlagevermögen nach § 253 Abs. 3 HGB
  • Bewertung des Vorratsvermögens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. niedrigerem beizulegenden Wert
  • Bildung von Rückstellungen (z.B. für Urlaubsansprüche, ausstehende Rechnungen, Steuern) nach § 249 HGB
  • Aktive und passive Rechnungsabgrenzung nach § 250 HGB
  • Bewertung von Forderungen mit Einzelwertberichtigungen bei Ausfallrisiken
  • Umbuchung des Jahresergebnisses

Schritt 3: Erstellung der Bilanz

Aus den abgeschlossenen Konten wird die Bilanz nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB aufgestellt. Achten Sie auf die korrekte Gliederungstiefe entsprechend Ihrer Größenklasse.

Die Bilanz muss zwingend das Eigenkapital aufschlüsseln. Bei der UG sind das: gezeichnetes Kapital (Stammkapital), Kapitalrücklage, gesetzliche Rücklage nach § 5a GmbHG, Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn/-verlust.

Schritt 4: Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung

Die GuV kann nach dem Gesamtkostenverfahren oder Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 HGB aufgestellt werden. Die meisten UGs verwenden das Gesamtkostenverfahren, da es sich direkt aus der Finanzbuchhaltung ableiten lässt.

Das Jahresergebnis der GuV muss mit dem Ergebnis in der Bilanz übereinstimmen. Prüfen Sie diese Abstimmung sorgfältig.

Erstellung des Anhangs

Der Anhang ist integraler Bestandteil des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 1 HGB. Er erläutert und ergänzt die Zahlen aus Bilanz und GuV, sodass ein sachverständiger Dritter die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beurteilen kann.

Kleine Kapitalgesellschaften können den Anhang nach § 288 HGB in verkürzter Form erstellen. Dennoch sind bestimmte Pflichtangaben zwingend erforderlich.

Mindestangaben im Anhang kleiner UGs

  • Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)
  • Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Begründung und Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
  • Erläuterungen zu Bilanzposten, soweit die Gliederung nicht den Anforderungen entspricht
  • Angaben zur Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)
  • Gesamtbezüge der Geschäftsführer, Aufsichtsräte und ähnlicher Organe (§ 285 Nr. 9 HGB)
  • Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss aufstellt (falls zutreffend)

Bei der UG sollte im Anhang auch die Bildung der gesetzlichen Rücklage nach § 5a GmbHG erläutert werden, insbesondere wenn diese das Stammkapital noch nicht auf 25.000 Euro erhöht hat.

Achtung

Auch bei kleinen UGs dürfen keine verpflichtenden Anhangangaben weggelassen werden. Fehlende oder unvollständige Angaben können zur Nichtfeststellung des Jahresabschlusses und zu Ordnungsgeldern führen.

Gesetzliche Rücklage der UG

Die zentrale Besonderheit der UG gegenüber der normalen GmbH ist die Pflicht zur gesetzlichen Rücklagenbildung nach § 5a Abs. 3 GmbHG. Diese Vorschrift soll sicherstellen, dass die UG langfristig ein angemessenes Eigenkapital aufbaut.

Von jedem Jahresüberschuss müssen mindestens 25 Prozent in die gesetzliche Rücklage eingestellt werden. Diese Pflicht besteht so lange, bis das Stammkapital zusammen mit der gesetzlichen Rücklage 25.000 Euro erreicht.

Die Bildung der gesetzlichen Rücklage erfolgt im Rahmen der Ergebnisverwendung, also nach Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung.

Hinweis

Beispiel: Eine UG mit 5.000 Euro Stammkapital erzielt einen Jahresüberschuss von 20.000 Euro. Mindestens 5.000 Euro (25 %) müssen in die gesetzliche Rücklage eingestellt werden. Der verbleibende Betrag kann ausgeschüttet oder in andere Rücklagen eingestellt werden.

Die gesetzliche Rücklage ist in der Bilanz unter dem Eigenkapital als separater Posten auszuweisen. Sie unterliegt einer Ausschüttungssperre – eine Auszahlung an Gesellschafter ist grundsätzlich nicht möglich.

Sobald Stammkapital plus gesetzliche Rücklage die 25.000-Euro-Grenze erreichen, kann die UG auf Antrag in eine reguläre GmbH umfirmiert werden. Die Rücklagenpflicht entfällt dann.

Feststellung durch Gesellschafter

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss muss von den Gesellschaftern festgestellt werden. Diese Feststellung erfolgt durch Beschluss der Gesellschafterversammlung gemäß § 42a Abs. 2 GmbHG.

Die Feststellung hat innerhalb der gesetzlichen Fristen zu erfolgen: Bei kleinen UGs beträgt die Frist 11 Monate nach Ende des Geschäftsjahres, bei mittelgroßen und großen UGs 8 Monate.

Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet dies: Kleine UGs müssen den Jahresabschluss spätestens bis zum 30.11.2026 feststellen, mittelgroße und große UGs bereits bis zum 31.08.2026.

  • Einladung zur Gesellschafterversammlung mit Tagesordnungspunkt ‚Feststellung Jahresabschluss
  • Vorlage des Jahresabschlusses (Bilanz, GuV, Anhang) an alle Gesellschafter
  • Durchführung der Gesellschafterversammlung mit Beschlussfassung
  • Protokollierung des Feststellungsbeschlusses
  • Unterschrift aller Gesellschafter unter dem Protokoll oder notarielle Beurkundung bei größeren Änderungen

Gleichzeitig mit der Feststellung beschließen die Gesellschafter über die Ergebnisverwendung: Wie viel wird in Rücklagen eingestellt (mindestens die gesetzliche Rücklage nach § 5a GmbHG), wie viel wird ausgeschüttet?

Achtung

Wird die Feststellungsfrist versäumt, gilt der Jahresabschluss als nicht festgestellt. Dies kann zur Nichtoffenlegung führen und löst automatisch ein Ordnungsgeldverfahren aus. Die nachträgliche Feststellung ist zwar möglich, beseitigt aber nicht die Fristversäumnis.

Offenlegung beim Unternehmensregister

Nach § 325 HGB sind alle Kapitalgesellschaften – einschließlich UGs – verpflichtet, ihren festgestellten Jahresabschluss offenzulegen. Die Offenlegung erfolgt seit dem DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie) ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister.

Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag. Für den Jahresabschluss 2025 (Stichtag 31.12.2025) läuft die Frist bis zum 31.12.2026.

Umfang der Offenlegung bei kleinen UGs

Kleine Kapitalgesellschaften dürfen nach § 326 HGB eine verkürzte Bilanz offenlegen. Die Gewinn- und Verlustrechnung muss nicht publiziert werden. Der Anhang ist in jedem Fall offenzulegen, kann aber verkürzt sein.

  • Bilanz (verkürzt nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB)
  • Anhang (verkürzt nach § 288 HGB)
  • Optional: Lagebericht (nur bei mittelgroßen/großen UGs verpflichtend)

Technische Durchführung der Offenlegung

Die Einreichung erfolgt elektronisch über das Portal des Unternehmensregisters oder über zertifizierte Einreichungsplattformen. Die Dokumente müssen im strukturierten Format (XBRL) oder als PDF eingereicht werden.

Nach erfolgreicher Einreichung wird der Jahresabschluss im Unternehmensregister veröffentlicht und ist damit für jedermann einsehbar. Sie erhalten eine Bestätigung über die erfolgte Offenlegung.

Achtung

Bei Nichtoffenlegung oder verspäteter Offenlegung verhängt das Bundesamt für Justiz gemäß § 335 HGB ein Ordnungsgeld zwischen 500 und 25.000 Euro. Die Offenlegungspflicht besteht auch dann, wenn der Jahresabschluss einen Verlust ausweist.

Alle Fristen im Überblick

Die Einhaltung gesetzlicher Fristen ist beim Jahresabschluss der UG existenziell. Verstöße führen zu Ordnungsgeldern und rechtlichen Problemen. Hier finden Sie alle relevanten Fristen für den Jahresabschluss 2025 (Stichtag 31.12.2025).

Frist Rechtsgrundlage Termin (für Stichtag 31.12.2025) Konsequenz bei Versäumnis
Aufstellung Jahresabschluss (klein) § 264 Abs. 1 HGB Keine gesetzliche Frist, aber vor Feststellung Feststellung nicht möglich
Feststellung (klein) § 42a Abs. 2 GmbHG 30.11.2026 (11 Monate) Ordnungsgeld möglich
Feststellung (mittel/groß) § 42a Abs. 2 GmbHG 31.08.2026 (8 Monate) Ordnungsgeld möglich
Offenlegung § 325 HGB 31.12.2026 (12 Monate) Ordnungsgeld 500-25.000 € (§ 335 HGB)
Steuererklärung (mit Steuerberater) § 149 Abs. 3 AO 31.07.2027 Verspätungszuschlag, Zwangsgeld

Beachten Sie: Die Offenlegungsfrist ist unabhängig von der Feststellungsfrist. Auch wenn Sie die Feststellung erst im November 2026 vornehmen, läuft die Offenlegungsfrist bereits am 31.12.2026 ab.

Hinweis

Praxis-Tipp: Planen Sie einen zeitlichen Puffer ein. Viele Geschäftsführer lassen den Jahresabschluss bis März/April des Folgejahres erstellen, die Feststellung bis Mai/Juni durchführen und die Offenlegung bis Sommer erledigen. So vermeiden Sie Zeitdruck und Fehler.

Die steuerliche Abgabefrist für die Körperschaftsteuererklärung ist von den handelsrechtlichen Fristen zu unterscheiden. Mit Steuerberater-Mandat verlängert sich die Abgabefrist für die Steuererklärung 2025 bis zum 31.07.2027 (§ 149 Abs. 3 AO).

Typische Fehler vermeiden

In der Praxis treten bei UG-Jahresabschlüssen immer wieder dieselben Fehler auf. Diese führen zu Nacharbeit, Kosten und im schlimmsten Fall zu rechtlichen Konsequenzen.

Fehler 1: Gesetzliche Rücklage vergessen

Die Pflicht zur Bildung der gesetzlichen Rücklage nach § 5a GmbHG wird häufig übersehen oder falsch berechnet. Die 25-Prozent-Regel ist zwingend und gilt bis zur Erreichung der 25.000-Euro-Grenze.

Fehler 2: Falsche Größenklasse angenommen

Manche UGs wenden Erleichterungen für Kleinstunternehmen an, ohne die Schwellenwerte des § 267a HGB zu prüfen. Andere erstellen einen zu umfangreichen Jahresabschluss, obwohl Vereinfachungen zulässig wären.

Fehler 3: Anhang unvollständig oder fehlend

Auch kleine UGs benötigen einen Anhang. Die Mindestangaben nach § 288 HGB sind nicht optional. Ein komplett fehlender Anhang führt zur Nichtfeststellung und Ordnungsgeldern.

Fehler 4: Feststellungsfrist überschritten

Die 11-Monats-Frist für kleine UGs wird oft mit der 12-Monats-Offenlegungsfrist verwechselt. Wer den Jahresabschluss erst im Dezember feststellen will, hat die Feststellungsfrist bereits überschritten.

Fehler 5: Offenlegung beim falschen Register

Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister. Einreichungen beim Bundesanzeiger sind nicht mehr möglich und nicht mehr zulässig.

„Der häufigste Fehler ist mangelnde Planung. Wer im November erst mit der Buchführung beginnt, kann die Fristen nicht mehr einhalten. Jahresabschluss ist ein Prozess, der bereits während des laufenden Jahres durch ordentliche Buchführung vorbereitet wird.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Fehler 6: Bilanzidentität nicht gewahrt

Die Eröffnungsbilanz des Jahres 2025 muss mit der Schlussbilanz des Jahres 2024 übereinstimmen. Werden nachträglich Änderungen am Vorjahr vorgenommen, muss dies im Anhang erläutert werden.

Fehler 7: Privatentnahmen nicht dokumentiert

Bei der UG müssen alle Entnahmen und Einlagen korrekt gebucht und im Eigenkapital ausgewiesen werden. Fehlende Dokumentation führt zu steuerlichen Problemen und gefährdet die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Bestandteile muss der Jahresabschluss einer UG enthalten?

Der Jahresabschluss einer UG besteht nach § 264 Abs. 1 HGB aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang. Kleine UGs dürfen verkürzte Formen nach § 266 Abs. 1 Satz 3 und § 288 HGB nutzen. Mittelgroße und große UGs müssen zusätzlich einen Lagebericht erstellen, was in der Praxis aber selten vorkommt.

Bis wann muss der Jahresabschluss 2025 einer kleinen UG festgestellt werden?

Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 muss eine kleine UG den Jahresabschluss bis zum 30.11.2026 feststellen (11 Monate nach § 42a Abs. 2 GmbHG). Mittelgroße und große UGs haben nur 8 Monate Zeit, also bis 31.08.2026. Die Feststellung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss.

Wie wird die gesetzliche Rücklage bei der UG gebildet?

Nach § 5a Abs. 3 GmbHG müssen mindestens 25 Prozent des Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage eingestellt werden. Diese Pflicht besteht, bis Stammkapital plus gesetzliche Rücklage 25.000 Euro erreichen. Die Rücklage unterliegt einer Ausschüttungssperre und muss in der Bilanz separat ausgewiesen werden.

Wo muss der UG-Jahresabschluss offengelegt werden und bis wann?

Die Offenlegung erfolgt seit dem DiRUG ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister (nicht mehr beim Bundesanzeiger). Die Frist beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag gemäß § 325 HGB – für den Jahresabschluss 2025 also bis 31.12.2026. Bei Versäumnis droht ein Ordnungsgeld von 500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 325 HGB – Offenlegung, § 5a GmbHG – Unternehmergesellschaft, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wirtschafts­prüfer­kammerZulassung nach WPO
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Rechts­anwalts­kammerFachbereich Steuerrecht
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DATEV‑PartnerSchnittstellen­zertifiziert
Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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