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Datum

Lesedauer

10–15 Minuten


OnlineBilanzBlogFeststellung Jahresabschluss AG

Feststellung Jahresabschluss AG 2026: Fristen & Ablauf

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Feststellung des Jahresabschlusses ist für Aktiengesellschaften ein zwingender rechtlicher Schritt. Ohne formelle Feststellung durch die Hauptversammlung bleibt der Jahresabschluss unwirksam. Bei Vorhandensein eines Aufsichtsrats kommt diesem eine wichtige Rolle im Prüfungs- und Billigung­sprozess zu – Details zur Feststellung Jahresabschluss durch den Aufsichtsrat sind separat erläutert. Ähnliche Pflichten zur Feststellung gelten für andere Rechtsformen, etwa bei der Feststellung Jahresabschluss Verein, wobei dort die Mitgliederversammlung zuständig ist. Dieser Artikel erklärt den gesamten Ablauf für die AG, relevante Fristen nach § 175 AktG und häufige Fehlerquellen – rechtssicher und praxisnah.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Die Feststellung des Jahresabschlusses einer AG erfolgt durch Beschluss der Hauptversammlung nach § 173 AktG. Der Vorstand erstellt den Jahresabschluss, der Aufsichtsrat prüft ihn, und die Hauptversammlung stellt ihn fest. Die Feststellung muss innerhalb von acht Monaten nach Geschäftsjahresende erfolgen. Erst danach ist der Jahresabschluss rechtsverbindlich.

Was bedeutet die Feststellung des Jahresabschlusses bei einer AG?

Die Feststellung des Jahresabschlusses ist der formelle Beschluss, durch den der Jahresabschluss einer Aktiengesellschaft rechtsverbindlich wird. Viele Unternehmer gehen davon aus, dass mit der Erstellung des Jahresabschlusses alle Pflichten erfüllt sind – das ist jedoch ein Irrtum.

Nach § 173 AktG ist die Feststellung durch die Hauptversammlung zwingend erforderlich. Erst durch diesen Beschluss erhält der Jahresabschluss seine rechtliche Wirksamkeit. Ohne Feststellung können keine Gewinnausschüttungen erfolgen und die Offenlegungspflichten nach § 325 HGB nicht erfüllt werden.

Die Feststellung erfüllt mehrere zentrale Funktionen: Sie bestätigt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, schafft Transparenz gegenüber Aktionären und bildet die Grundlage für die Gewinnverwendung nach § 174 AktG.

Hinweis

Wichtig: Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss ist zunächst nur ein Entwurf. Rechtlich bindend wird er erst durch die Feststellung der Hauptversammlung oder – in Ausnahmefällen – durch die Feststellung von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam nach § 172 AktG.

Rechtliche Grundlagen der Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses bei Aktiengesellschaften ist im Aktiengesetz (AktG) detailliert geregelt. Die wichtigsten Vorschriften sind in den §§ 170 bis 176 AktG verankert.

Zentrale Vorschriften

  • § 170 AktG: Aufstellung des Jahresabschlusses durch den Vorstand
  • § 171 AktG: Prüfung durch den Aufsichtsrat
  • § 172 AktG: Feststellung durch Vorstand und Aufsichtsrat (nur bei Zustimmung)
  • § 173 AktG: Feststellung durch die Hauptversammlung (Regelfall)
  • § 175 AktG: Frist zur Vorlage (acht Monate nach Geschäftsjahresende)
  • § 325 HGB: Offenlegungspflicht beim Unternehmensregister

Nach § 264a HGB gelten für börsennotierte Aktiengesellschaften zusätzliche Anforderungen. Diese müssen einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufstellen, wenn sie kapitalmarktorientiert im Sinne von § 264d HGB sind.

„Die Feststellung ist kein formaler Automatismus, sondern ein wichtiger Governance-Mechanismus. Die Hauptversammlung übt hier ihre Kontrollfunktion aus und entscheidet über die Billigung der Unternehmensführung.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Ablauf der Feststellung: Von der Aufstellung bis zum Beschluss

Die Feststellung des Jahresabschlusses durchläuft mehrere klar definierte Phasen. Jeder Schritt hat eigene rechtliche Anforderungen und Fristen, die eingehalten werden müssen.

Die vier Phasen im Überblick

  1. Aufstellung durch den Vorstand: Der Vorstand erstellt den Jahresabschluss gemäß § 170 AktG. Dies umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und ggf. Lagebericht nach § 289 HGB.
  2. Prüfung durch den Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat prüft den Jahresabschluss nach § 171 AktG und erstellt einen schriftlichen Bericht über das Ergebnis seiner Prüfung.
  3. Entscheidung über die Feststellung: Vorstand und Aufsichtsrat können den Jahresabschluss gemeinsam feststellen (§ 172 AktG) oder ihn der Hauptversammlung vorlegen (§ 173 AktG).
  4. Beschlussfassung in der Hauptversammlung: Die Hauptversammlung beschließt über die Feststellung und die Verwendung des Bilanzgewinns nach § 174 AktG.

Achtung

Achtung: Stellt die Hauptversammlung den Jahresabschluss fest, müssen Vorstand und Aufsichtsrat zuvor einstimmig beschließen, die Feststellung der Hauptversammlung zu übertragen. Fehlt dieser Beschluss, ist die Feststellung unwirksam.

Nach der Feststellung beginnt die Offenlegungsfrist von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag gemäß § 325 HGB. Die Veröffentlichung erfolgt ausschließlich über das Unternehmensregister. Bei Fristversäumnis droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB mit Bußgeldern zwischen 500 und 25.000 Euro.

Fristen und Termine bei der Feststellung 2026

Für Aktiengesellschaften gelten strenge Fristen, die zwingend einzuhalten sind. Die wichtigste Frist ergibt sich aus § 175 AktG: Der Jahresabschluss muss spätestens acht Monate nach Schluss des Geschäftsjahres der Hauptversammlung vorgelegt werden.

Fristen für Bilanzstichtag 31.12.2025

Vorgang Frist Rechtsgrundlage
Aufstellung Jahresabschluss Innerhalb von 3 Monaten (31.03.2026) § 264 Abs. 1 HGB
Vorlage an Hauptversammlung Innerhalb von 8 Monaten (31.08.2026) § 175 Abs. 1 AktG
Feststellung Jahresabschluss Innerhalb von 8 Monaten (31.08.2026) § 175 AktG
Offenlegung Innerhalb von 12 Monaten (31.12.2026) § 325 Abs. 1 HGB

Die Satzung kann abweichende Fristen vorsehen, jedoch nicht über die gesetzliche Höchstfrist von acht Monaten hinaus. Bei börsennotierten Gesellschaften gelten zusätzliche kapitalmarktrechtliche Publizitätspflichten.

Hinweis

Praxis-Tipp: Planen Sie ausreichend Vorlaufzeit für die Vorbereitung der Hauptversammlung ein. Die Einladungsfrist beträgt nach § 123 Abs. 1 AktG mindestens 30 Tage vor der Versammlung.

8 Monate

Feststellungsfrist nach § 175 AktG

12 Monate

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

bis 25.000 €

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

Bestandteile des Jahresabschlusses einer AG

Der Jahresabschluss einer Aktiengesellschaft besteht aus mehreren Pflichtbestandteilen, die in § 264 Abs. 1 HGB und § 242 HGB definiert sind. Je nach Größenklasse nach § 267 HGB kommen weitere Elemente hinzu.

Pflichtbestandteile nach § 264 HGB

  • Bilanz: Darstellung der Vermögens- und Finanzlage nach § 266 HGB
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV): Darstellung der Ertragslage nach § 275 HGB
  • Anhang: Erläuterungen und Ergänzungen nach § 284 HGB

Zusätzliche Bestandteile

  • Lagebericht: Pflicht für mittelgroße und große AGs nach § 289 HGB
  • Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel: Pflicht für kapitalmarktorientierte Gesellschaften nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB
  • Segmentberichterstattung: Bei Anwendung von IFRS nach § 264a HGB

Alle Bestandteile müssen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) entsprechen und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln (§ 264 Abs. 2 HGB).

Kleine AG

  • Keine Lageberichtspflicht
  • Erleichterungen nach § 266 Abs. 1 HGB
  • Verkürzter Anhang nach § 288 HGB

Mittelgroße/Große AG

  • Lagebericht nach § 289 HGB
  • Vollständiger Anhang
  • Bei Börsennotierung: erweiterte Pflichten

Rolle der Organe bei der Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses ist ein Zusammenspiel der drei Organe einer AG: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Jedes Organ hat klar definierte Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Vorstand: Aufstellung und Vorlage

Der Vorstand ist nach § 170 Abs. 1 AktG verpflichtet, den Jahresabschluss aufzustellen. Er trägt die Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Darstellung. Die Aufstellung muss innerhalb der ersten drei Monate des Geschäftsjahres erfolgen (§ 264 Abs. 1 Satz 3 HGB).

Der Vorstand legt den Jahresabschluss dem Aufsichtsrat vor und reicht ihn zusammen mit dem Lagebericht beim Abschlussprüfer ein. Bei börsennotierten Gesellschaften muss der Vorstand zusätzlich eine Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG abgeben.

Aufsichtsrat: Prüfung und Billigung

Der Aufsichtsrat prüft nach § 171 Abs. 1 AktG den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Gewinnverwendungsvorschlag. Er hat das Recht, alle Unterlagen einzusehen und den Abschlussprüfer zu befragen.

Der Aufsichtsrat erstellt einen schriftlichen Bericht über das Ergebnis seiner Prüfung. Wenn Vorstand und Aufsichtsrat den Jahresabschluss gemeinsam feststellen (§ 172 AktG), bedarf dies der Zustimmung des Aufsichtsrats. Andernfalls wird der Jahresabschluss der Hauptversammlung zur Feststellung vorgelegt.

  • Vorstand stellt Jahresabschluss innerhalb von 3 Monaten auf
  • Aufsichtsrat prüft Jahresabschluss und erstellt Prüfungsbericht
  • Vorstand und Aufsichtsrat entscheiden über Feststellung oder Vorlage an HV
  • Bei Vorlage: Hauptversammlung beschließt über Feststellung
  • Nach Feststellung: Offenlegung beim Unternehmensregister

Feststellung durch die Hauptversammlung

Die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Hauptversammlung ist nach § 173 AktG der Regelfall. Dies geschieht typischerweise in der ordentlichen Hauptversammlung, die gemäß § 175 AktG innerhalb der ersten acht Monate des Geschäftsjahres stattfinden muss.

Ablauf in der Hauptversammlung

Der Vorstand legt der Hauptversammlung den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Bericht des Aufsichtsrats und den Gewinnverwendungsvorschlag vor. Die Aktionäre haben das Recht, Fragen zu stellen und Aufklärung zu verlangen (§ 131 AktG).

Die Hauptversammlung beschließt über die Feststellung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern die Satzung nichts anderes bestimmt (§ 133 AktG). Gleichzeitig wird über die Verwendung des Bilanzgewinns nach § 174 AktG entschieden.

Achtung

Wichtig: Die Hauptversammlung kann den Jahresabschluss nicht abändern, sondern nur feststellen oder die Feststellung verweigern. Änderungen können nur durch Vorstand und Aufsichtsrat vorgenommen werden.

Dokumentation und Protokollierung

Der Beschluss über die Feststellung muss notariell beurkundet werden (§ 130 AktG). Das Protokoll ist zum Handelsregister einzureichen und wird dort aufbewahrt. Die Feststellung ist damit rechtsverbindlich und kann nur noch in Ausnahmefällen angefochten werden.

Einberufung

  • Tagesordnung mit allen Beschlusspunkten
  • Unterlagen auf der Website
  • Bekanntmachung im Bundesanzeiger

Beschlussfassung

  • Feststellung des Jahresabschlusses
  • Gewinnverwendung nach § 174 AktG
  • Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat

Dokumentation

  • Protokoll zur Handelsregisterakte
  • Veröffentlichung auf Website
  • Grundlage für Offenlegung

Häufige Fehler bei der Feststellung vermeiden

In der Praxis kommt es immer wieder zu Fehlern, die die Feststellung des Jahresabschlusses verzögern oder unwirksam machen können. Die folgenden Fehlerquellen sollten Sie unbedingt vermeiden.

Typische Fehlerquellen

  • Fristversäumnis: Die Acht-Monats-Frist nach § 175 AktG wird überschritten, weil Vorbereitungen zu spät beginnen
  • Fehlende Zustimmung: Vorstand und Aufsichtsrat stellen fest, ohne dass beide Organe einstimmig zugestimmt haben (§ 172 AktG)
  • Unvollständige Unterlagen: Anhang oder Lagebericht fehlen oder sind unvollständig nach § 264 HGB bzw. § 289 HGB
  • Formfehler bei der Einberufung: Die Hauptversammlung wird nicht ordnungsgemäß nach § 123 AktG einberufen
  • Fehlende Prüfung: Der Jahresabschluss wird nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft (§ 316 HGB)

„Die häufigsten Probleme entstehen durch mangelhafte Planung. Unternehmen sollten bereits im Januar mit den Vorbereitungen beginnen und alle Beteiligten – Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsrat – frühzeitig einbinden.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Konsequenzen bei Fehlern

Wird die Feststellung nicht ordnungsgemäß durchgeführt, kann der Jahresabschluss unwirksam sein. Dies hat weitreichende Folgen: Gewinnausschüttungen können nicht rechtswirksam erfolgen, die Offenlegungsfrist nach § 325 HGB läuft nicht an, und es drohen Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB.

Bei börsennotierten Gesellschaften können zusätzlich kapitalmarktrechtliche Sanktionen und erhebliche Reputationsschäden entstehen. Im Extremfall kann die Feststellung gerichtlich angefochten werden (§ 256 AktG).

Praxistipps für eine effiziente Feststellung

Mit der richtigen Planung und Organisation lässt sich die Feststellung des Jahresabschlusses rechtzeitig und rechtssicher durchführen. Die folgenden Empfehlungen haben sich in der Praxis bewährt.

Zeitplanung und Organisation

Erstellen Sie einen detaillierten Zeitplan, der alle Schritte von der Aufstellung bis zur Offenlegung abbildet. Planen Sie Pufferzeiten für unvorhergesehene Verzögerungen ein. Die Abstimmung mit dem Abschlussprüfer sollte bereits im Januar beginnen.

  • Jahresabschluss bis spätestens Ende März 2026 aufstellen
  • Prüfung durch Abschlussprüfer bis Ende Mai 2026 abschließen
  • Aufsichtsratssitzung zur Prüfung bis Ende Juni 2026 durchführen
  • Hauptversammlung spätestens Ende August 2026 einberufen
  • Offenlegung beim Unternehmensregister bis Ende Dezember 2026

Digitale Tools nutzen

Moderne Software-Lösungen wie OnlineBilanz.de unterstützen Sie bei der Erstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses. Die digitale Abwicklung spart Zeit, reduziert Fehlerquellen und ermöglicht eine nahtlose Zusammenarbeit mit Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern.

Die Offenlegung beim Unternehmensregister erfolgt direkt aus dem System heraus. Sie erhalten automatische Erinnerungen an wichtige Fristen und können den Status jederzeit nachverfolgen.

Hinweis

Hinweis: Seit dem DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie, in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Eine parallele Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist nicht mehr erforderlich.

Kommunikation mit Stakeholdern

Informieren Sie Aufsichtsrat, Aktionäre und andere Stakeholder frühzeitig über den Zeitplan und wichtige Meilensteine. Transparente Kommunikation schafft Vertrauen und erleichtert die Abstimmungsprozesse.

3 Monate

Aufstellung durch Vorstand

8 Monate

Feststellung durch HV

12 Monate

Offenlegung abschließen

Häufig gestellte Fragen

Wer stellt den Jahresabschluss einer AG fest?

Der Jahresabschluss einer AG wird grundsätzlich von der Hauptversammlung festgestellt (§ 173 AktG). In Ausnahmefällen können Vorstand und Aufsichtsrat den Jahresabschluss gemeinsam feststellen, wenn beide Organe einstimmig zustimmen (§ 172 AktG). Die Feststellung durch die Hauptversammlung ist jedoch der gesetzliche Regelfall und kommt in der Praxis am häufigsten vor.

Welche Frist gilt für die Feststellung des Jahresabschlusses 2025?

Für den Jahresabschluss zum 31.12.2025 gilt nach § 175 AktG eine Feststellungsfrist von acht Monaten. Die Hauptversammlung muss spätestens bis zum 31.08.2026 stattfinden. Die Offenlegung beim Unternehmensregister muss dann innerhalb von zwölf Monaten, also bis zum 31.12.2026, erfolgen (§ 325 HGB).

Was passiert, wenn der Jahresabschluss nicht festgestellt wird?

Ohne Feststellung ist der Jahresabschluss rechtlich nicht wirksam. Gewinnausschüttungen können nicht vorgenommen werden, und die Offenlegungsfrist beginnt nicht zu laufen. Bei Versäumnis der Feststellungsfrist droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB mit Bußgeldern zwischen 500 und 25.000 Euro. Zudem können Aktionäre die Einberufung einer Hauptversammlung erzwingen oder gerichtliche Schritte einleiten.

Kann die Hauptversammlung den Jahresabschluss ändern?

Nein, die Hauptversammlung kann den Jahresabschluss nicht inhaltlich ändern. Sie kann ihn nur feststellen oder die Feststellung verweigern (§ 173 AktG). Änderungen am Jahresabschluss können ausschließlich durch Vorstand und Aufsichtsrat vorgenommen werden. Die Hauptversammlung übt damit eine Kontroll- und Billigungsfunktion aus, hat aber keine Gestaltungsbefugnis.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Aktiengesetz (AktG), Handelsgesetzbuch (HGB), Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

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Sind die Preise verbindlich?

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Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

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Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

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Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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