Steuern ohne Stress. Bilanz ohne Zweifel.

Steuerberatung,
wie sie sein sollte.

digital + persönlich + bezahlbar

Alles an einem Ort: Dokumente hochladen, Fragen an Ihren Steuerberater stellen und Jahresabschlüsse sowie Steuererklärungen genehmigen und einreichen – direkt aus Ihrem Portal.

In 60 Sekunden Kostenlos & unverbindlich Heute anfragen, morgen sprechen
1
Belege hochladen oder Buchhaltungs­programm verbinden DATEV, lexoffice, sevDesk — oder per Drag & Drop.
2
Ein fester Steuerberater, ein Mandantenportal und KI-Assistenz Eine Ansprechperson, ein Ort, alles transparent.
3
Ihr Spezialist für Jahres­abschlüsse — für UG, GmbH und Holding Bilanzierung nach HGB ist unser Kerngeschäft.
4
Steuerberatung & Finanzamts­vertretung Nicht nur zum Jahresende. Ganzjährig, auf Abruf.
5
Keine versteckten Kosten — ein Festpreis, der alles beinhaltet Was im Angebot steht, steht auf der Rechnung. Punkt.
login.onlinebilanz.de
Live
Muster GmbH Mandant · WJ 2025
Steuerberater Fabian Klement
Fabian Klement Online · Ihr fester StB
So arbeiten wir zusammen Schritt 01 / 06
01 Upload 02 KI 03 Beratung 04 StB 05 Bilanz 06 ELSTER
Rechnung_Lieferant_042.pdf 1.247 KB · gerade empfangen
Belege hier ablegen PDF, Foto, E-Mail-Weiterleitung
oder
Bestehende Software verbinden Einmal koppeln — Belege fließen automatisch
DATEVverbunden
lexofficeverbunden
sevDeskverbunden
+ 14 weitere
PDF
Rechnung_Lieferant_042.pdf
1.247 KB
PDF
Kontoauszug_KW42.pdf
328 KB
PDF
Bewirtungsbeleg_Mandant.pdf
89 KB
KI‑Vorarbeit · Belege & Transaktionen prüfen — trainiert von unseren Steuerberatern
Datum Beleg Konto Betrag KI
18.10.25
Lieferant GmbH · Rechnung 042
3400Wareneingang
1.247,00 €
98%
19.10.25
Bewirtung · Hotel Adlon (70%)
4650Bewirtung
142,80 €
94%
20.10.25
Telekom · Mobilfunk Q4
4920Telefon
89,00 €
99%
22.10.25
Kontoauszug · SEPA‑Lastschrift
1200Bank
−450,00 €
100%
Rückfrage an Sie: Die Rechnung Hotel Adlon — war das eine Geschäftsbewirtung mit Mandant, oder interne Reise? Für die korrekte 70/30‑oder 100%‑Buchung.
Mandant ✓
Fabian Klement
Fabian Klement Online · antwortet in ~2 Min
Fabian, wir überlegen 2026 einen Firmenwagen. Lohnt sich das steuerlich?
14:02 · Sie
Kurz geprüft: Ja — mit Investitions­abzugsbetrag (IAB) können wir bis zu 50 % vorziehen. Grober Hebel: ~11.400 € Steuervorteil.
14:04 · Fabian
Rechen­beispiel_Firmenwagen.pdf2 Seiten · vorbereitet für Sie
14:04 · Fabian
Passt 15 Min. morgen 10:00 für ein kurzes Video-Gespräch?
Ja, passt ✓ Anderer Termin
14:05 · Fabian
Video-Call · morgen 10:00 15 Min.
Fabian Klement Live
Agenda (vom StB vorbereitet):
  1. IAB Firmenwagen 2026 — Szenarien
  2. Auswirkung auf Bilanz & Ausschüttung
  3. Nächste Schritte & Freigabe
Fabian Klement
Fabian Klement Ihr fester StB · berät & optimiert
Optimierungstipp: IAB nutzenInvestitions­abzugsbetrag für geplanten Firmenwagen → ~11.400 € Steuer­vorteil
+11.400 €
Holding‑Struktur prüfenAusschüttung via Holding → 95% steuerfrei nach §8b KStG
Empfehlung
Bewirtung korrigiert · 70/30Signatur StB · Mandantenportal
Fabian: „Ich sehe einen legalen Hebel von rund 11.400 €. Lassen Sie uns kurz durchsprechen, ob der Firmenwagen 2026 passt. "
Bilanz zum 31.12.2025 Muster GmbH · HGB §266
Geprüft · StB
Aktiva Mittelverwendung · "Was besitzen wir?"
A. Anlagevermögen
Sachanlagen218.400 €
Fuhrpark62.150 €
B. Umlaufvermögen
Vorräte84.300 €
Forderungen142.820 €
Bank & Kasse96.650 €
Summe Aktiva604.320 €
Passiva Mittelherkunft · "Wem gehört es?"
A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
Jahresüberschuss184.320 €
B. Fremdkapital
Verbindlichkeiten Bank148.500 €
Lieferanten & Sonstige90.300 €
Summe Passiva604.320 €
=
Bilanzgleichung erfüllt Aktiva = Passiva · jede Buchung hat zwei Seiten
1
Zwei Seiten, eine Wahrheit Links steht, was das Unternehmen besitzt. Rechts, woher das Geld dafür kommt.
2
Summen müssen gleich sein Aktiva = Passiva. Stimmt das nicht auf den Cent, stimmt die Buchhaltung nicht.
3
Ihr StB prüft & signiert Freigabe per qualifizierter Signatur — bereit für Finanzamt & Bundesanzeiger.
Alles wird fristgerecht eingereicht. Sie müssen nichts mehr tun
E
ELSTER · FinanzamtKörperschaft-, Gewerbe- & Umsatzsteuer
übermittelt
BA
BundesanzeigerOffenlegung §325 HGB · fristgerecht 31.12.
offengelegt
HR
HandelsregisterHinterlegung · sofern erforderlich
hinterlegt
Festpreis eingehalten · Bestätigung per E-Mail

Datum

Lesedauer

11–16 Minuten

OnlineBilanzBlogE-Rechnung empfangen und archivieren: GoBD-konforme Pflichten für GmbH & UG

E-Rechnung empfangen und archivieren: GoBD-konforme Pflichten für GmbH & UG

Veröffentlicht: 30.06.2026Aktualisiert: 30.06.2026Fachlich geprüft: 30.06.2026Lesezeit: ca. 8 Minuten

Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmer strukturierte E-Rechnungen im B2B-Bereich empfangen können – unabhängig davon, ob sie selbst bereits E-Rechnungen ausstellen. Für GmbH und UG bedeutet das: technische Empfangsinfrastruktur aufbauen, eingehende XML-Datensätze GoBD-konform aufbewahren und die Unveränderlichkeit des Originaldokuments dauerhaft sicherstellen. Dieser Artikel erklärt die rechtlichen Grundlagen, die technischen Mindestanforderungen und zeigt an einem konkreten Praxisbeispiel, wie die revisionssichere Archivierung in der Praxis funktioniert.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Erster Ansprechpartner für Mandanten, koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und Steuerberater.

FK
✓ Fachlich geprüft vonFabian Klement

Wirtschaftsprüfer & Steuerberater · Dipl.-Kfm.
Steuerberaterkammer Stuttgart

Schwerpunkt Jahresabschlussprüfung, Konzernreporting und E-Bilanz. Qualitätssicherung aller Abschlüsse. Fabian Klement hat die fachlichen Aussagen dieses Beitrags geprüft.

Kurzantwort

E-Rechnung empfangen und archivieren ist ab 1. Januar 2025 Pflicht für alle inländischen B2B-Unternehmer (§ 27 Abs. 39 UStG i. V. m. § 14 UStG n. F.). Eingehende E-Rechnungen im Format XRechnung oder ZUGFeRD ab Version 2.0.1 (Profil EN-16931) müssen als unveränderliche Originaldateien zehn Jahre aufbewahrt werden (§ 147 AO). Die GoBD verlangen maschinelle Auswertbarkeit, Vollständigkeit, Ordnung, Unveränderlichkeit und Protokollierung jedes Zugriffs – ein einfaches E-Mail-Postfach genügt nicht.

Empfangspflicht ab 2025: gesetzliche Grundlagen

Das Wachstumschancengesetz vom 27. März 2024 hat § 14 UStG grundlegend neu gefasst und die Pflicht zur Ausstellung strukturierter elektronischer Rechnungen im inländischen B2B-Verkehr eingeführt. Die für die Praxis entscheidende Asymmetrie: Die Empfangspflicht gilt ohne Übergangsfrist ab 1. Januar 2025, während die Ausstellungspflicht gestaffelt bis 2028 eingeführt wird.

Rechtsgrundlage ist § 14 Abs. 1 UStG in der ab 2025 geltenden Fassung. Danach ist eine E-Rechnung eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen wird und eine elektronische Verarbeitung ermöglicht. Entscheidend: Das Format muss der europäischen Norm EN 16931 entsprechen oder mit ihr interoperabel sein.

Für die Empfangspflicht bedeutet das konkret: Jede GmbH und UG mit Sitz oder Betriebsstätte im Inland, die von einem anderen inländischen Unternehmer eine B2B-Leistung bezieht, muss ab dem 1. Januar 2025 in der Lage sein, eine normkonforme E-Rechnung zu empfangen und zu verarbeiten. Eine Zustimmung des Empfängers – wie noch nach altem Recht bei PDF-Rechnungen erforderlich – entfällt für strukturierte E-Rechnungen.

Wichtiger Hinweis

Das bloße Empfangen reicht rechtlich nicht aus. § 14b Abs. 1 UStG verpflichtet den Leistungsempfänger, die erhaltene Rechnung aufzubewahren. Die Aufbewahrungsfrist beträgt zehn Jahre (§ 147 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 AO). Wer die E-Rechnung lediglich ausdruckt und das Original löscht, verstößt gegen GoBD und riskiert den Vorsteuerabzug.

Zulässige E-Rechnungsformate im Überblick

Nicht jedes elektronische Rechnungsformat ist eine E-Rechnung im Sinne des neuen § 14 UStG. Das Bundesfinanzministerium hat in seinem Schreiben vom 15. Oktober 2024 (IV D 2 – S 7287-a/23/10001) klargestellt, welche Formate die Anforderungen der EN 16931 erfüllen:

Format Typ EN-16931-konform Besonderheit
XRechnung (UBL / CII) Rein strukturiert (XML) Ja Standard für öffentliche Auftraggeber; kein lesbares PDF
ZUGFeRD ab v2.0.1 (Profil EN 16931 oder XRechnung) Hybrid (PDF/A-3 + XML) Ja Visuell lesbar; maschinenlesbarer XML-Teil ist das Originaldokument
ZUGFeRD Profil MINIMUM / BASIC WL Hybrid Nein Nicht EN-16931-konform; gilt weiterhin als sonstige elektronische Rechnung
PDF ohne XML-Teil Bildformat Nein Sonstige Rechnung; Übergangsregelung bis 31.12.2026 beachten
EDI-Formate (soweit EN-16931-kompatibel) Strukturiert Ggf. ja Prüfung im Einzelfall erforderlich

Praxishinweis zum ZUGFeRD-Hybrid

Bei einer ZUGFeRD-Datei (PDF/A-3) ist der eingebettete XML-Datensatz das maßgebliche Originaldokument. Das PDF dient lediglich der visuellen Darstellung. Archiviert werden muss die vollständige PDF/A-3-Datei mit intaktem XML-Einbettung – ein separater Export des PDF ohne XML genügt nicht. Beim Empfang sollte die Archivlösung die XML-Konsistenz automatisch prüfen.

GoBD-Anforderungen an die Archivierung

Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) in der Fassung vom 28. November 2019 (BMF-Schreiben IV A 4 – S 0316/19/10003) bleiben die zentrale Verwaltungsanweisung für die elektronische Belegaufbewahrung. Für eingehende E-Rechnungen ergeben sich folgende Kernpflichten:

Vollständigkeit und Ordnung

Jede empfangene E-Rechnung muss vollständig erfasst und so gespeichert werden, dass sie innerhalb angemessener Zeit auffindbar ist. Die GoBD verlangen ein geordnetes Ablagesystem – entweder nach Datum, Belegnummer oder Kreditor. Fehlt eine eingehende Rechnung im Archiv, liegt eine Buchführungslücke vor, die im schlimmsten Fall zur Schätzungsbefugnis des Finanzamts nach § 162 AO führt.

Unveränderlichkeit

Das ist der entscheidende Unterschied zu einfachen Dateiablagen: Das Originaldokument darf nach der Archivierung nicht mehr verändert werden. Technisch wird dies durch Write-Once-Speicher, kryptographische Hash-Werte oder revisionssichere Dokumentenmanagementsysteme (DMS) sichergestellt. Ein einfacher Windows-Ordner oder ein E-Mail-Postfach erfüllt diese Anforderung nicht, weil Dateien dort überschrieben oder gelöscht werden können.

Maschinelle Auswertbarkeit

E-Rechnungen müssen so aufbewahrt werden, dass sie im Rahmen einer Außenprüfung nach § 147 Abs. 6 AO maschinell ausgewertet werden können. Das bedeutet: Der strukturierte XML-Datensatz muss im Original vorliegen, nicht lediglich als gedrucktes PDF. Das Finanzamt hat das Recht, direkt auf die XML-Daten zuzugreifen (Z1-Zugriff: Direktzugriff; Z2-Zugriff: mittelbarer Zugriff; Z3-Zugriff: Datenträgerüberlassung).

Protokollierung

Jeder Zugriff auf ein archiviertes Dokument sowie jede – ausnahmsweise zulässige – Änderung in einem Begleitdokument muss protokolliert werden. Das gilt insbesondere für Korrekturbuchungen oder Rechnungsstornierungen. Die Protokolle selbst sind ebenfalls aufbewahrungspflichtig.

Verfahrensdokumentation

Die GoBD verlangen eine Verfahrensdokumentation, die das gesamte Buchführungssystem – inklusive des Eingangsrechnungsprozesses – beschreibt. Diese muss den Weg einer E-Rechnung vom Empfang über die Prüfung und Freigabe bis zur Archivierung und Verbuchung nachvollziehbar abbilden. Fehlt die Verfahrensdokumentation oder ist sie veraltet, kann das im Rahmen einer Betriebsprüfung als formeller Mangel gewertet werden.

Technische Umsetzung: Mindestanforderungen

Die technischen Mindestanforderungen für den Empfang und die GoBD-konforme Archivierung von E-Rechnungen lassen sich auf drei Ebenen beschreiben:

Empfangskanal

Mindestanforderung: Eine E-Mail-Adresse, die XML-Anhänge entgegennehmen kann. Empfehlung: Dedizierte Eingangsrechnungs-Adresse (z. B. eingangsrechnung@firma.de) mit automatischem Routing in ein DMS. Für größere Unternehmen: Peppol-Netzwerkanschluss oder AS2/AS4-Verbindung.

Archivierungssystem

Revisionssicheres DMS oder Buchhaltungssoftware mit integrierter GoBD-konformer Archivierung. Merkmale: unveränderliche Speicherung, automatische Hash-Bildung, Audit-Trail, Zugriffsprotokoll, Exportfunktion für Betriebsprüfung (GDPdU/GoBD-Export).

Keine Konvertierungspflicht beim Empfang

Der Empfänger ist nicht verpflichtet, eine XRechnung in ein anderes Format zu konvertieren. Im Gegenteil: Eine Konvertierung in PDF vor der Archivierung wäre ein GoBD-Verstoß, weil das Original (XML) ersetzt würde. Die Buchhaltungssoftware muss die XML-Datei nativ verarbeiten können.

Praxisbeispiel: Maschinenbau-GmbH schaltet E-Rechnung frei

Die Muster-Maschinen GmbH (Stammkapital 100.000 EUR, Sitz München) bezieht regelmäßig Metallkomponenten von der Stahl AG (inländischer Lieferant, Umsatzsteuerpflichtig). Ab Januar 2025 stellt die Stahl AG ihre Rechnungen als ZUGFeRD 2.3 (Profil EN 16931) aus.

Ausgangssituation: Bisher empfing die Muster-Maschinen GmbH PDF-Rechnungen per E-Mail, druckte diese aus und heftete sie in einem Ordner ab. Die Buchhaltung nutzte DATEV Unternehmen online.

Handlungsbedarf ab 2025:

  1. Die ZUGFeRD-PDF/A-3-Datei muss als Originaldatei archiviert werden – das bloße Ausdrucken des PDFs reicht nicht mehr.
  2. Der eingebettete XML-Datensatz muss maschinell auslesbar bleiben.
  3. Das DMS oder die Buchhaltungssoftware muss die Unveränderlichkeit nach Eingang sicherstellen.
  4. Die Verfahrensdokumentation muss den neuen Prozess beschreiben.

Konkrete Umsetzung: Die GmbH richtet eine dedizierte Postfachadresse ein. Eingehende E-Rechnungen werden automatisch in DATEV Unternehmen online übertragen, dort unveränderlich gespeichert (Hash-Bildung beim Import), und der Steuerberater bucht auf Basis der XML-Daten. Der gesamte Prozess – Eingang, Prüfung, Freigabe durch Geschäftsführer, Buchung – wird im Workflow-Log dokumentiert.

Eingehende Rechnung (Beispiel):

Position Betrag netto USt 19 % Brutto
Stahlträger 100 Stk. 8.400,00 EUR 1.596,00 EUR 9.996,00 EUR
Versandkosten 120,00 EUR 22,80 EUR 142,80 EUR
Gesamt 8.520,00 EUR 1.618,80 EUR 10.138,80 EUR

Buchungssatz und steuerlicher Nachweis

Für den Vorsteuerabzug nach § 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG muss die GmbH eine ordnungsgemäße Rechnung im Sinne des § 14 UStG besitzen und diese aufbewahren. Bei E-Rechnungen ist das Originaldokument (XML oder ZUGFeRD-Datei) der Nachweis – nicht der Ausdruck.

Buchungssatz Eingangsrechnung Stahl AG:
Soll: 3200 Rohstoffe 8.520,00 EUR
Soll: 1576 Vorsteuer 19 % 1.618,80 EUR
Haben: 1600 Verbindlichkeiten aus L&L 10.138,80 EUR

Die Verbindlichkeit wird bei Zahlungsausgang gebucht:

Buchungssatz Zahlung:
Soll: 1600 Verbindlichkeiten aus L&L 10.138,80 EUR
Haben: 1200 Bank 10.138,80 EUR

Der Vorsteueranspruch in Höhe von 1.618,80 EUR setzt zwingend voraus, dass die Muster-Maschinen GmbH die originale E-Rechnung GoBD-konform archiviert hat. Fehlt der Nachweis – etwa weil nur der Ausdruck vorliegt und die XML-Datei gelöscht wurde – kann das Finanzamt die Vorsteuer verweigern.

Relevanz für den Jahresabschluss

Die GoBD-konforme Archivierung eingehender E-Rechnungen ist nicht nur eine umsatzsteuerliche Pflicht, sondern hat unmittelbare Bedeutung für die handelsrechtliche Buchführung nach § 238 HGB. Eine vollständige und geordnete Belegablage ist Voraussetzung für einen ordnungsgemäßen Jahresabschluss nach HGB. Bei einer Außenprüfung oder im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer wird die Belegqualität direkt beurteilt.

Insbesondere bei Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (passive Rechnungsabgrenzung zum Bilanzstichtag) muss der Nachweis der zugrundeliegenden Verpflichtung durch archivierte Belege erbracht werden können. Fehlen Originaldokumente, riskiert die GmbH nicht nur steuerliche Korrekturen, sondern auch einen eingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers.

Aufbewahrungsfristen im Überblick

Eingangsrechnungen unterliegen nach § 147 Abs. 1 Nr. 4 AO und § 257 Abs. 1 Nr. 4 HGB einer Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Rechnung empfangen wurde. Eine am 15. März 2025 empfangene E-Rechnung muss demnach bis zum 31. Dezember 2035 aufbewahrt werden – als unveränderliches Originaldokument.

Checkliste: GoBD-konforme Eingangsarchivierung

  • Empfangskanal eingerichtet (E-Mail-Adresse oder Peppol-Anschluss), der XML-Anhänge verarbeiten kann
  • Revisionssicheres DMS oder GoBD-konforme Buchhaltungssoftware im Einsatz
  • Original-E-Rechnung (XML oder ZUGFeRD-PDF/A-3) wird unveränderlich gespeichert – kein Ersetzen durch Ausdruck
  • Automatische Hash-Bildung oder gleichwertiger Integritätsschutz beim Archivimport
  • Zugriffsprotokoll (Audit-Trail) ist aktiviert und wird gespeichert
  • Maschinelle Auswertbarkeit sichergestellt (Z1/Z2/Z3-Zugriff für Betriebsprüfung möglich)
  • Aufbewahrungsfrist 10 Jahre technisch gesichert (kein automatisches Löschen)
  • Verfahrensdokumentation beschreibt den Eingangsrechnungsprozess vollständig und ist aktuell
  • Mitarbeiter in Buchhaltung und Sekretariat über neue Prozesse geschult
  • Schnittstelle zwischen E-Mail-Eingang und DMS/Buchhaltungssoftware getestet
  • Profil der eingehenden ZUGFeRD-Rechnungen geprüft (nur EN 16931 / XRechnung sind E-Rechnungen im Sinne des § 14 UStG)

Wenn Sie prüfen möchten, ob Ihre aktuelle Infrastruktur diese Anforderungen erfüllt, können Sie die Prozesse Ihrer GmbH in einem unverbindlichen Live-Demo-Gespräch mit unseren Steuerberatern durchleuchten oder direkt mit dem Kostenrechner einschätzen, welcher Aufwand für die Umstellung anfällt.

Fazit

E-Rechnung empfangen und archivieren ist seit dem 1. Januar 2025 keine Kür, sondern gesetzliche Pflicht. Für GmbH und UG bedeutet das: technische Empfangsbereitschaft herstellen, das XML-Originaldokument unveränderlich speichern und alle GoBD-Anforderungen – Vollständigkeit, Unveränderlichkeit, maschinelle Auswertbarkeit, Protokollierung und Verfahrensdokumentation – konsequent umsetzen. Ein simples E-Mail-Postfach oder ein Dateiordner auf dem Server reicht nicht aus. Wer die Archivierungspflichten vernachlässigt, riskiert den Vorsteuerabzug, eine Schätzung im Rahmen der Betriebsprüfung und Schwierigkeiten beim Jahresabschluss. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Software und einem strukturierten Prozess lässt sich GoBD-Konformität auch für kleine GmbH und UG ohne unverhältnismäßigen Aufwand erreichen.

10 Jahre

Aufbewahrungsfrist Eingangsrechnungen (§ 147 AO)

1. Jan. 2025

Start der E-Rechnung-Empfangspflicht B2B

Häufig gestellte Fragen

Ab wann müssen GmbH E-Rechnungen empfangen können?

Seit dem 1. Januar 2025 sind alle inländischen B2B-Unternehmer verpflichtet, E-Rechnungen im Sinne des § 14 UStG (EN-16931-konformes Format) empfangen zu können. Eine Übergangsfrist existiert für die Empfangspflicht nicht.

Reicht es, eine E-Rechnung auszudrucken und den Ausdruck aufzubewahren?

Nein. Die GoBD verlangen die Aufbewahrung des Originaldokuments in maschinell auswertbarer Form. Bei XRechnung ist das die XML-Datei, bei ZUGFeRD die vollständige PDF/A-3-Datei mit eingebettetem XML. Ein Papierausdruck ersetzt das Original nicht und gefährdet den Vorsteuerabzug.

Was passiert, wenn die E-Rechnung nicht GoBD-konform archiviert wird?

Das Finanzamt kann die Vorsteuer aus nicht ordnungsgemäß aufbewahrten Rechnungen verweigern. Zudem droht eine Schätzungsbefugnis nach § 162 AO bei schwerwiegenden Buchführungsmängeln. Im Rahmen einer Jahresabschlussprüfung kann eine lückenhafte Belegablage zu einem eingeschränkten Bestätigungsvermerk führen.

Welche Formate sind ab 2025 als E-Rechnung anerkannt?

Anerkannte E-Rechnungsformate sind XRechnung (UBL oder CII) und ZUGFeRD ab Version 2.0.1 im Profil EN 16931 oder XRechnung. ZUGFeRD-Profile MINIMUM oder BASIC WL erfüllen die Anforderungen nicht. Ein einfaches PDF gilt weiterhin als sonstige elektronische Rechnung und nicht als E-Rechnung im Sinne des § 14 UStG.

Was versteht man unter der Verfahrensdokumentation im Kontext der E-Rechnung?

Die Verfahrensdokumentation ist eine schriftliche Beschreibung des gesamten Buchführungssystems, die nach GoBD verpflichtend ist. Sie muss den Weg einer eingehenden E-Rechnung vom Empfang über Prüfung, Freigabe und Buchung bis zur Archivierung nachvollziehbar beschreiben. Sie muss aktuell gehalten und für eine Betriebsprüfung jederzeit vorlegbar sein.

Über Autor und fachliche Prüfung

Autor

Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Erster Ansprechpartner für Mandanten, koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und Steuerberater.

Fachliche Prüfung

Fabian Klement

Wirtschaftsprüfer & Steuerberater · Dipl.-Kfm.

✓ Steuerberaterkammer Stuttgart · Wirtschaftsprüferkammer

Schwerpunkt Jahresabschlussprüfung, Konzernreporting und E-Bilanz. Qualitätssicherung aller Abschlüsse. Verantwortet die fachliche Prüfung dieses Beitrags.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Alle steuerlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer. OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet. Stand der Rechtslage: June 2026.

Haben Sie Fragen? Jetzt erreichbar
SG
Servet Gündogan
Büroleitung & Support
0711 968 881 55
Mo–Fr · 10:00 – 18:00 Uhr · info@onlinebilanz.de
Branchen

Jedes Unternehmen. Jede Branche.

Alle Branchen ansehen

Schritt 1 · Wählen Sie Ihre Rechtsform — wir zeigen die Pflichten, die für Sie gelten



Fristenkalender

Jede Frist. Jede Abgabe.
Immer pünktlich.

Schlüsseltermine

Entstehungsgeschichte

Steuerberatung
der Zukunft.
Heute.

Jahresabschlüsse, die seit Jahren beim Finanzamt fehlen. Honorare, die kommen – ohne dass man weiß, wofür. Rückfragen, die im Nichts verschwinden. Fristen, die niemand im Blick hat. Irgendwann reicht es.

Die Antwort auf all das ist denkbar einfach: Unternehmer und Steuerberater arbeiten in einem gemeinsamen Portal zusammen – transparent, in Echtzeit und zu einem festen Preis. Belege hochladen, kommunizieren, Jahresabschlüsse erstellen, Steuererklärungen einreichen.

Alles an einem Ort, ohne Umwege, ohne Wartezeit. Künstliche Intelligenz übernimmt die Routine – damit der Steuerberater das tun kann, wofür er wirklich da ist: beraten, prüfen, verantworten.

Ihr Team

Steuerberatung,
die hält, was sie verspricht.

Verpasste Fristen, unbeantwortete Fragen, unklare Rechnungen – das kennen viele. Bei OnlineBilanz ist das anders. Ihr Steuerberater behält den Überblick, hält Fristen ein und meldet sich, bevor Probleme entstehen.

4
Köpfe
20+
Jahre Erfahrung
3
Kammern
Dr. Martin Pilz
Unternehmer Gründer
Dr. Martin Pilz
Geschäftsführer · CEO

Kein Steuerberater. Verantwortet Strategie, Produkt und Mandats­beziehung. Die steuerliche Beratung erfolgt ausschließlich durch die drei Berufsträger rechts.

Fabian Klement
WP StB Dipl.-Kfm.
Fabian Klement
Wirtschaftsprüfer & Steuerberater

Schwerpunkt Jahres­abschluss­prüfung, Konzern­reporting und E‑Bilanz. Qualitäts­sicherung aller Abschlüsse.

Jakob Röß
StB Dipl.-Kfm. Dipl.-Vw.
Jakob Röß
Steuerberater

Betreuung von mittel­ständischen GmbH, Frei­beruflern und Kapital­gesell­schaften.

Dr. Jeannine Dinnebier
RA Dr. iur. Dipl.-Vw.
Dr. Jeannine Dinnebier
Rechts­anwältin · Steuerrecht

Verantwortet Steuer­streit, Betriebs­prüfungen und rechts­sichere Gestaltung. Promoviert im Steuerrecht.

Geprüft & kammer­pflichtig Mitgliedschaften & Zulassungen
S
Steuerberater­kammerPflichtmitgliedschaft
W
Wirtschafts­prüfer­kammerZulassung nach WPO
R
Rechts­anwalts­kammerFachbereich Steuerrecht
D
DATEV‑KompatibelSchnittstellenkompatibel
Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
Ben
KI-Assistenz