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Summe Aktiva604.320 €
Passiva Mittelherkunft · "Wem gehört es?"
A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
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B. Fremdkapital
Verbindlichkeiten Bank148.500 €
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Datum

Lesedauer

11–17 Minuten

OnlineBilanzBlogDebitorenlaufzeit

Debitorenlaufzeit 2026: Berechnung & Optimierung

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Debitorenlaufzeit zeigt, wie viele Tage Ihr Unternehmen durchschnittlich auf den Zahlungseingang von Kunden wartet – eine zentrale Liquiditätskennzahl im Forderungsmanagement. Eine lange Debitorenlaufzeit bindet Kapital, erhöht das Ausfallrisiko und verschlechtert die Liquidität. Dieser Artikel erklärt die Berechnung der Debitorenlaufzeit, deren Interpretation, Optimierungsmaßnahmen und Controlling-Integration für 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Die Debitorenlaufzeit gibt an, wie viele Tage ein Unternehmen im Durchschnitt auf die Bezahlung offener Forderungen wartet. Sie wird berechnet als (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen × 365) ÷ Umsatzerlöse. Eine kurze Debitorenlaufzeit verbessert die Liquidität und senkt das Ausfallrisiko; typische Werte liegen branchenabhängig zwischen 30 und 60 Tagen.

Was ist die Debitorenlaufzeit und warum ist sie wichtig?

Die Debitorenlaufzeit – auch Days Sales Outstanding (DSO) genannt – gibt an, wie viele Tage durchschnittlich zwischen der Rechnungsstellung und dem Zahlungseingang vergehen. Sie ist eine zentrale Kennzahl der Liquiditätssteuerung und zeigt, wie effizient ein Unternehmen sein Forderungsmanagement betreibt.

Für GmbH-Geschäftsführer ist die Debitorenlaufzeit aus mehreren Gründen relevant: Sie beeinflusst direkt die Liquidität, bindet Kapital in offenen Forderungen und kann im Extremfall zu Zahlungsschwierigkeiten führen. Eine hohe Debitorenlaufzeit bedeutet, dass Umsätze zwar erbracht, aber noch nicht liquide sind – das Unternehmen muss in der Zwischenzeit Löhne, Lieferanten und Steuern aus anderen Quellen finanzieren.

Praxis-Tipp

Eine Debitorenlaufzeit von 30 Tagen gilt in vielen Branchen als gut, 45 Tage als durchschnittlich. Überschreitet sie regelmäßig 60 Tage, sollten Sie Ihr Forderungsmanagement systematisch überprüfen und gegebenenfalls professionelle Unterstützung hinzuziehen.

Im Jahresabschluss nach § 264 HGB fließt die Debitorenlaufzeit indirekt in die Beurteilung der Vermögenslage ein. Steuerberater analysieren die Forderungslaufzeit, um die Bonität des Unternehmens und mögliche Liquiditätsrisiken zu bewerten. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, erhält in der Regel auch eine Analyse der Working-Capital-Kennzahlen – einschließlich der Debitorenlaufzeit.

Wie berechnet man die Debitorenlaufzeit richtig?

Die Debitorenlaufzeit wird mit einer einfachen Formel ermittelt, die auf Bilanz- und GuV-Daten basiert. Die Standardformel lautet:

Formel Debitorenlaufzeit

Debitorenlaufzeit (in Tagen) = (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ÷ Umsatzerlöse) × 360 Tage Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entnehmen Sie der Aktivseite der Bilanz (§ 266 Abs. 2 B. II. Nr. 2 HGB), die Umsatzerlöse aus der Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 HGB).

Beispielrechnung für eine GmbH

Ein mittelständisches Handelsunternehmen weist zum 31.12.2025 folgende Werte aus:

  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: 180.000 Euro
  • Umsatzerlöse (Geschäftsjahr 2025): 1.800.000 Euro

Die Berechnung lautet: (180.000 € ÷ 1.800.000 €) × 360 = 36 Tage. Das Unternehmen wartet im Schnitt 36 Tage auf den Zahlungseingang – ein solider Wert, der auf ein funktionierendes Forderungsmanagement hinweist.

Achtung bei Umsatzsteuer

Verwenden Sie für die Berechnung stets Nettowerte. Forderungen und Umsatzerlöse sollten ohne Umsatzsteuer angesetzt werden, da in der Bilanz und GuV nach HGB die Netto-Beträge maßgeblich sind. Andernfalls verfälschen Sie die Kennzahl.

Wie interpretiert man die Debitorenlaufzeit im Branchenvergleich?

Die Debitorenlaufzeit ist keine absolute Größe – ihre Aussagekraft entfaltet sich erst im Vergleich: zu Vorjahren, zu Branchen-Benchmarks und zu den eigenen Zahlungszielen. Eine Laufzeit von 40 Tagen kann in einer Branche gut, in einer anderen kritisch sein.

Typische Debitorenlaufzeiten nach Branchen (2026)

Branche Durchschnittliche Debitorenlaufzeit Bewertung
Einzelhandel / E-Commerce 10–20 Tage Sehr gut, meist Vorkasse oder kurze Zahlungsziele
Großhandel 30–45 Tage Normal, übliche Zahlungsziele 30 Tage netto
Baugewerbe / Handwerk 45–60 Tage Branchenüblich, lange Zahlungsfristen verbreitet
Beratung / IT-Dienstleister 35–50 Tage Akzeptabel, abhängig von Kundenstruktur
Maschinenbau / Fertigung 50–70 Tage Kritisch ab 70 Tagen, Projektgeschäft oft langwierig

Überschreitet Ihre Debitorenlaufzeit den Branchendurchschnitt um mehr als 15 Tage, deutet das auf Schwächen im Forderungsmanagement hin: zu lange Zahlungsziele, unzureichendes Mahnwesen oder Bonitätsprobleme bei Kunden.

„Wir sehen in der Praxis häufig, dass Unternehmen ihre Debitorenlaufzeit nicht regelmäßig überwachen. Erst wenn die Liquidität knapp wird, fällt auf, dass 80.000 Euro seit Monaten offen stehen. Eine monatliche Auswertung der Forderungen – idealerweise mit Altersstaffelung – gehört zur soliden Unternehmensführung.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche Faktoren beeinflussen die Debitorenlaufzeit?

Die Debitorenlaufzeit wird von einer Vielzahl interner und externer Faktoren bestimmt. Geschäftsführer sollten diese Hebel kennen, um gezielt steuernd eingreifen zu können.

Interne Einflussfaktoren

  • Zahlungsziele: Je länger die gewährten Zahlungsziele (z. B. 60 Tage statt 14 Tage), desto höher die Debitorenlaufzeit. Prüfen Sie, ob großzügige Konditionen wirklich notwendig sind oder nur aus Gewohnheit gewährt werden.
  • Rechnungsstellung: Verzögerungen bei der Rechnungserstellung verlängern automatisch die Laufzeit. Versenden Sie Rechnungen sofort nach Leistungserbringung – idealerweise digital und mit Zahlungslink.
  • Mahnwesen: Fehlt ein strukturiertes Mahnwesen, bleiben Forderungen oft monatelang offen. Automatisierte Mahnläufe mit klaren Eskalationsstufen senken die Laufzeit spürbar.
  • Kundenstruktur: Großkunden oder öffentliche Auftraggeber zahlen häufig langsamer als Privatkunden. Eine bewusste Steuerung der Kundenstruktur kann die Debitorenlaufzeit beeinflussen.

Externe Einflussfaktoren

  • Branche und Wettbewerb: In manchen Branchen sind lange Zahlungsziele marktüblich. Weichen Sie zu stark ab, verlieren Sie möglicherweise Aufträge.
  • Konjunktur: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten zahlen Kunden tendenziell langsamer, da sie selbst unter Liquiditätsdruck stehen.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen: § 286 BGB regelt den Verzug, § 288 BGB die Verzugszinsen. Nutzen Sie diese Instrumente konsequent, um Zahlungsmoral zu fördern.

Praxis-Tipp

Vereinbaren Sie in Ihren AGB und auf Rechnungen klar ein Zahlungsziel (z. B. „zahlbar innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug“) und weisen Sie auf Verzugszinsen nach § 288 Abs. 2 BGB (9 Prozentpunkte über Basiszinssatz bei Geschäften unter Kaufleuten) hin. Das erhöht die Zahlungsdisziplin.

Wie lässt sich die Debitorenlaufzeit effektiv senken?

Eine hohe Debitorenlaufzeit bindet Kapital und gefährdet die Liquidität. Mit gezielten Maßnahmen lässt sie sich systematisch reduzieren – ohne Kundenbeziehungen zu gefährden.

Operative Maßnahmen zur Verkürzung der Debitorenlaufzeit

  • Rechnungen sofort nach Leistungserbringung versenden, nicht erst zum Monatsende sammeln
  • Digitale Rechnungsstellung mit Zahlungslink (PayPal, Kreditkarte, SEPA-Lastschrift) nutzen
  • Zahlungsziele auf 14 oder 21 Tage verkürzen, statt pauschal 30 Tage zu gewähren
  • Skonto anbieten (z. B. 2 % bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen) als Zahlungsanreiz
  • Automatisiertes Mahnwesen mit drei Stufen: Zahlungserinnerung, 1. Mahnung, 2. Mahnung mit Mahngebühren
  • Bonität neuer Kunden vor Geschäftsanbahnung prüfen (z. B. über Creditreform oder SCHUFA)
  • Vorauszahlung oder Anzahlung bei Großaufträgen oder unsicheren Kunden vereinbaren
  • Regelmäßige Telefon- oder E-Mail-Kontakte bei überfälligen Forderungen

„Aus steuerlicher Sicht ist die Debitorenlaufzeit auch für die Liquiditätsplanung und Steuerzahlungen relevant. Lange Forderungslaufzeiten können dazu führen, dass Umsatzsteuer- und Ertragsteuervorauszahlungen fällig werden, bevor das Geld tatsächlich eingegangen ist. Eine aktive Steuerung der Debitorenlaufzeit ist daher auch eine Frage der Steuerliquidität.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Strategische Instrumente

Factoring

Verkauf offener Forderungen an einen Factoring-Anbieter gegen sofortige Liquidität. Die Debitorenlaufzeit sinkt auf nahezu null, allerdings fallen Gebühren (ca. 1–3 % des Rechnungsbetrags) an. Sinnvoll bei strukturell langen Zahlungszielen.

Forderungsmanagement-Software

Moderne Buchhaltungssoftware (z. B. DATEV, lexoffice, sevDesk) bietet automatisierte Mahnläufe, Fälligkeitsübersichten und Dashboards zur Debitorenlaufzeit. Die Investition amortisiert sich meist innerhalb weniger Monate durch eingesparte Liquiditätskosten.

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, sollte zugleich eine Analyse der Working-Capital-Kennzahlen anfordern. Viele Steuerberater – etwa über Plattformen wie OnlineBilanz.de – bieten dies im Rahmen des Jahresabschlusses oder als separate betriebswirtschaftliche Beratung an.

Wie hängt die Debitorenlaufzeit mit anderen Kennzahlen zusammen?

Die Debitorenlaufzeit steht nicht isoliert, sondern ist Teil eines Kennzahlensystems. Besonders wichtig ist der Zusammenhang mit der Kreditorenlaufzeit und dem Cash-Conversion-Cycle.

Der Cash-Conversion-Cycle (CCC)

Der Cash-Conversion-Cycle (auch Geldumschlagsdauer) zeigt, wie lange Kapital im operativen Geschäft gebunden ist. Er errechnet sich als:

Formel Cash-Conversion-Cycle

CCC = Debitorenlaufzeit + Lagerdauer – Kreditorenlaufzeit Ein niedriger oder sogar negativer CCC bedeutet, dass Sie Ihre Lieferanten später bezahlen, als Sie selbst Geld von Kunden erhalten – eine ideale Situation für die Liquidität.

Zusammenhang mit der Kreditorenlaufzeit

Die Kreditorenlaufzeit gibt an, wie lange Sie selbst brauchen, um Lieferantenrechnungen zu bezahlen. Sie wird analog zur Debitorenlaufzeit berechnet: (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ÷ Materialaufwand) × 360. Eine hohe Kreditorenlaufzeit verschafft Ihnen Liquidität, kann aber Lieferantenbeziehungen belasten. Optimal ist ein ausgewogenes Verhältnis: Ihre Debitorenlaufzeit sollte kürzer sein als Ihre Kreditorenlaufzeit.

Kennzahl Formel Zielwert
Debitorenlaufzeit (Forderungen LuL ÷ Umsatzerlöse) × 360 < 45 Tage (branchenabhängig)
Kreditorenlaufzeit (Verbindlichkeiten LuL ÷ Materialaufwand) × 360 > Debitorenlaufzeit
Lagerdauer (Vorräte ÷ Materialaufwand) × 360 Branchenabhängig, möglichst gering
Cash-Conversion-Cycle Debitorenlaufzeit + Lagerdauer – Kreditorenlaufzeit < 30 Tage oder negativ

Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung nach § 264 HGB analysieren Steuerberater diese Kennzahlen, um die Liquiditätssituation und die Finanzierungsstruktur zu beurteilen. Eine zu hohe Debitorenlaufzeit bei gleichzeitig kurzer Kreditorenlaufzeit deutet auf Finanzierungsbedarf hin.

Welche Rolle spielt die Debitorenlaufzeit in der Bilanzanalyse?

Die Debitorenlaufzeit ist eine zentrale Kennzahl der Bilanzanalyse und fließt in die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein. Banken, Steuerberater und Rating-Agenturen nutzen sie, um die Qualität des Umlaufvermögens und die Liquiditätsrisiken zu bewerten.

Debitorenlaufzeit und Vermögenslage

Nach § 264 Abs. 2 HGB muss der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln. Hohe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bilanzposition gemäß § 266 Abs. 2 B. II. Nr. 2 HGB) sind nur dann werthaltig, wenn sie zeitnah eingehen. Eine steigende Debitorenlaufzeit kann auf Forderungsausfälle oder Wertberichtigungsbedarf hindeuten.

Vorsicht bei Forderungsbewertung

Forderungen, die älter als 90 Tage sind, müssen kritisch geprüft werden. Nach § 253 Abs. 4 HGB sind Forderungen bei voraussichtlichem Ausfall auf den niedrigeren beizulegenden Wert abzuschreiben (Einzelwertberichtigung). Eine hohe Debitorenlaufzeit kann somit direkt auf die Ertragslage durchschlagen.

Debitorenlaufzeit und Finanzlage

Die Finanzlage beurteilt die Fähigkeit des Unternehmens, jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen (Liquidität). Eine hohe Debitorenlaufzeit verschlechtert die Liquidität, da Umsätze zwar erzielt, aber nicht liquide sind. Im Extremfall droht Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO, obwohl das Unternehmen operativ profitabel ist.

36 Tage

Durchschnittliche Debitorenlaufzeit im deutschen Mittelstand (2026)

12 %

Anteil der Forderungen mit Zahlungsverzug > 60 Tage

2,5 %

Typische Forderungsausfallquote bei strukturiertem Mahnwesen

Steuerberater analysieren die Debitorenlaufzeit im Zusammenhang mit den Liquiditätskennzahlen (Liquidität 1., 2. und 3. Grades) sowie der Eigenkapitalquote. Wer seinen Jahresabschluss professionell erstellen lässt – etwa über eine digitale Steuerberater-Plattform mit transparenten Festpreisen – erhält in der Regel auch eine betriebswirtschaftliche Auswertung mit Handlungsempfehlungen.

Wie integriert man die Debitorenlaufzeit ins laufende Controlling?

Die Debitorenlaufzeit sollte nicht nur einmal jährlich im Jahresabschluss ermittelt werden, sondern kontinuierlich im Monats- oder Quartalsrhythmus überwacht werden. Nur so lassen sich Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und gegensteuern.

Monatliches Forderungscontrolling

Ein solides Forderungscontrolling umfasst folgende Elemente:

  • Monatliche Berechnung der Debitorenlaufzeit (Ist-Wert) und Vergleich mit Vormonaten und Vorjahr
  • Offene-Posten-Liste (OP-Liste) mit Fälligkeitsdatum, überfälligen Beträgen und Mahnstatus
  • Altersstaffelung der Forderungen (0–30 Tage, 31–60 Tage, 61–90 Tage, > 90 Tage)
  • Kundenranking nach offenen Beträgen und Zahlungsverhalten
  • Wöchentliche oder tägliche Zahlungseingangskontrolle und Abgleich mit offenen Forderungen

Dashboard und KPIs

Moderne Buchhaltungs- und ERP-Systeme bieten Dashboards, die die wichtigsten Liquiditätskennzahlen in Echtzeit anzeigen. Definieren Sie Zielwerte (z. B. Debitorenlaufzeit < 40 Tage) und Warnschwellen (z. B. > 50 Tage = rot). So erkennen Sie auf einen Blick, ob Handlungsbedarf besteht.

KPI 1: Debitorenlaufzeit

Monatliche Berechnung und Trendanalyse. Ziel: stabil oder sinkend.

KPI 2: Überfällige Forderungen

Anteil der Forderungen > 30 Tage überfällig. Ziel: < 10 % des Gesamtbestands.

KPI 3: Forderungsausfallquote

Anteil der abgeschriebenen Forderungen am Umsatz. Ziel: < 2 %.

„Ein funktionierendes Forderungscontrolling ist kein Nice-to-have, sondern Pflicht für jeden Geschäftsführer. Die Debitorenlaufzeit gehört neben Eigenkapitalquote und Umsatzrendite zu den drei wichtigsten Steuerungsgrößen im Mittelstand. Wer hier den Überblick verliert, riskiert die Zahlungsfähigkeit – und damit persönliche Haftungsrisiken nach § 64 GmbHG.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Viele Steuerberater bieten neben der Erstellung des Jahresabschlusses auch laufende betriebswirtschaftliche Beratung an, einschließlich Aufbau und Pflege eines Controlling-Systems. Digitale Plattformen wie OnlineBilanz ermöglichen es, Steuerberater-Leistungen mit modernen Softwarelösungen zu verbinden – so erhalten Sie regelmäßig Auswertungen Ihrer Kennzahlen, ohne vor Ort Termine koordinieren zu müssen.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich die Debitorenlaufzeit von der Days Sales Outstanding (DSO)?

Die Begriffe Debitorenlaufzeit und Days Sales Outstanding (DSO) bezeichnen dieselbe Kennzahl: die durchschnittliche Anzahl der Tage, bis Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beglichen werden. DSO ist die international gebräuchliche englische Bezeichnung, während im deutschen Rechnungswesen meist von Debitorenlaufzeit oder Forderungslaufzeit gesprochen wird.

Kann eine sehr kurze Debitorenlaufzeit auch nachteilig sein?

Eine sehr kurze Debitorenlaufzeit kann auf aggressive Zahlungsbedingungen hinweisen, die Kunden vergrämen und die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Zudem kann sie durch Vorauszahlungen, Skonto-Übernutzung oder atypische Geschäftsvorfälle verzerrt sein. Wichtig ist eine ausgewogene Balance zwischen Liquiditätssicherung und kundenfreundlichen Zahlungszielen.

Wie wirkt sich die Debitorenlaufzeit auf die Bonität und Kreditwürdigkeit aus?

Banken und Rating-Agenturen bewerten eine niedrige Debitorenlaufzeit positiv, da sie auf effizientes Forderungsmanagement und gute Liquidität hinweist. Eine steigende oder überdurchschnittlich hohe Debitorenlaufzeit kann Zweifel an der Kreditwürdigkeit wecken, da sie Zahlungsschwierigkeiten oder schwache Kundenstruktur signalisiert. Sie fließt in Bonitäts- und Kreditprüfungen regelmäßig ein.

Welche rechtlichen Vorgaben gibt es zur Offenlegung der Debitorenlaufzeit?

Eine gesetzliche Pflicht zur expliziten Offenlegung der Debitorenlaufzeit besteht nicht. Allerdings müssen Kapitalgesellschaften nach § 264 ff. HGB ihre Bilanz und GuV im Jahresabschluss offenlegen, woraus sich die Debitorenlaufzeit von Dritten berechnen lässt. Im Anhang oder Lagebericht können wesentliche Kennzahlen freiwillig erläutert werden, insbesondere bei börsennotierten Unternehmen.

Wie kann man die Debitorenlaufzeit bei saisonalem Geschäft korrekt ermitteln?

Bei saisonalen Schwankungen empfiehlt sich die Berechnung auf Basis eines gleitenden 12-Monats-Durchschnitts der Forderungen und Umsatzerlöse, um Verzerrungen zu vermeiden. Alternativ können monatliche Debitorenlaufzeiten berechnet und im Jahresverlauf verglichen werden. So erkennen Sie saisonale Muster und können gezielt gegensteuern, ohne durch Stichtagseffekte irregeführt zu werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 266 HGB – Gliederung der Bilanz, § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 267 HGB – Größenklassen, § 325 HGB – Offenlegung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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