Bilanz GmbH & Co. KG Offenlegung 2026: Fristen & Pflichten
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Die GmbH & Co. KG unterliegt als Kapitalgesellschaft & Co. den gleichen Offenlegungspflichten wie eine GmbH – mit einigen wichtigen Besonderheiten. Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister. Dieser Leitfaden erklärt, wer offenlegen muss, welche Unterlagen erforderlich sind und welche Fristen für Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten.
Mehr zu Offenlegungsfrist, Hinterlegung für Kleinstgesellschaften und Ordnungsgeld lesen Sie im Überblick zur Offenlegung des Jahresabschlusses.
Kurzantwort
Die GmbH & Co. KG muss gemäß §§ 264a, 325 HGB ihren Jahresabschluss offenlegen; Kleinstgesellschaften können stattdessen die Bilanz hinterlegen (§ 326 Abs. 2 HGB). Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag; für die Feststellung der KG gibt es keine gesetzliche Frist (für die Komplementär-GmbH 11 bzw. 8 Monate nach § 42a GmbHG). Bei Verstoß drohen Ordnungsgelder von 2.500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.
Inhaltsverzeichnis
- Wer muss die Bilanz der GmbH & Co. KG offenlegen?
- Welche Unterlagen müssen offengelegt werden?
- Welche Fristen gelten für die Offenlegung?
- Wie erfolgt die Offenlegung technisch beim Unternehmensregister?
- Welche Sanktionen drohen bei verspäteter Offenlegung?
- Besonderheiten der GmbH & Co. KG gegenüber der GmbH
- Häufige Fehler bei der Offenlegung vermeiden
- Offenlegung professionell mit Steuerberater organisieren
Wer muss die Bilanz der GmbH & Co. KG offenlegen?
Die Offenlegungspflicht der GmbH & Co. KG richtet sich nach der rechtlichen Einordnung dieser Gesellschaftsform. Obwohl es sich um eine Personengesellschaft (KG) handelt, unterliegt sie den Rechnungslegungs- und Publizitätspflichten einer Kapitalgesellschaft, da die Komplementär-GmbH keine natürliche Person ist. Entscheidend ist § 264a HGB: Personenhandelsgesellschaften ohne natürliche Person als persönlich haftenden Gesellschafter gelten als Kapitalgesellschaften im Sinne der Offenlegungspflicht.
Rechtsgrundlagen der Offenlegungspflicht
Die GmbH & Co. KG muss gemäß § 325 HGB ihren Jahresabschluss und ggf. Lagebericht beim Unternehmensregister offenlegen. Dies gilt unabhängig von der Größenklasse nach § 267 HGB, wobei der Umfang der offenzulegenden Unterlagen variiert. Seit dem 01.08.2022 (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie, DiRUG) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister – nicht mehr beim Bundesanzeiger.
Hinweis
Die GmbH & Co. KG ist offenlegungspflichtig, weil sie keine natürliche Person als Vollhafter hat. Die Komplementär-GmbH haftet zwar unbeschränkt, aber nur mit ihrem (oft geringen) Gesellschaftsvermögen. Daher greift die Schutzfunktion der Publizität für Gläubiger.
- § 264a HGB: Personenhandelsgesellschaften ohne natürliche Person als Vollhafter gelten als Kapitalgesellschaften
- § 325 HGB: Offenlegungspflicht beim Unternehmensregister
- § 267 HGB: Größenklassen bestimmen den Umfang der Offenlegung
- §§ 326, 327 HGB: Erleichterungen für Kleinst-, kleine und mittelgroße Gesellschaften
Welche Unterlagen muss die GmbH & Co. KG offenlegen?
Der Umfang der offenzulegenden Unterlagen hängt entscheidend von der Größenklasse der GmbH & Co. KG ab. Die Einordnung erfolgt nach § 267 HGB anhand der Schwellenwerte für Bilanzsumme, Umsatzerlöse und durchschnittliche Mitarbeiterzahl. Für das Geschäftsjahr 2025 (Abschluss 2026) gelten die aktuellen, inflationsbereinigten Grenzwerte.
| Größenklasse | Pflicht-Unterlagen | Erleichterungen |
|---|---|---|
| Kleine GmbH & Co. KG | Bilanz, Anhang | Verkürzte Bilanz (§ 266 Abs. 1 S. 3 HGB), verkürzter Anhang (§ 288 HGB), kein Lagebericht |
| Mittelgroße GmbH & Co. KG | Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht, Bestätigungsvermerk | Rohergebnis in der GuV (§ 276 HGB), Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 und § 327 HGB |
| Große GmbH & Co. KG | Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht, Bestätigungsvermerk, ggf. Konzernabschluss | Keine Erleichterungen, volle Transparenz |
Größenklassen nach § 267 HGB (Stand 2026)
Eine GmbH & Co. KG gilt als klein, wenn sie mindestens zwei der drei Merkmale nicht überschreitet: Bilanzsumme 7,5 Mio. €, Umsatzerlöse 15 Mio. €, durchschnittlich 50 Mitarbeiter. Als mittelgroß gilt sie, wenn mindestens zwei der Werte nicht überschritten werden: Bilanzsumme 25 Mio. €, Umsatzerlöse 50 Mio. €, 250 Mitarbeiter. Darüber hinaus ist die Gesellschaft groß.
Achtung
Die Größenklasse muss an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- oder unterschritten werden, damit ein Wechsel eintritt (§ 267 Abs. 4 HGB). Ein einmaliges Überschreiten ändert den Offenlegungsumfang im Folgejahr also noch nicht.
Kapitalmarktorientierte GmbH & Co. KG gelten stets als groß (§ 267 Abs. 3 Satz 2 HGB). In der Praxis sind solche Konstellationen jedoch selten.
Welche Fristen gelten für die Offenlegung?
Die Offenlegungsfristen für die GmbH & Co. KG sind streng geregelt und beginnen mit dem Bilanzstichtag. Entscheidend sind zwei Fristen: die Aufstellungsfrist (§ 264 Abs. 1 HGB: drei Monate, kleine Gesellschaften bis sechs Monate) und die Offenlegungsfrist (§ 325 HGB); für die Komplementär-GmbH kommt die Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG hinzu. Bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Ordnungsgelder.
11 Monate
Feststellung bei kleiner Komplementär-GmbH (§ 42a GmbHG)
8 Monate
Feststellung bei mittelgroßer/großer Komplementär-GmbH
12 Monate
Offenlegung beim Unternehmensregister
Fristenberechnung am Beispiel Bilanzstichtag 31.12.2025
Für eine GmbH & Co. KG mit Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Offenlegungsfrist am 31.12.2026 – bis dahin muss der festgestellte Jahresabschluss beim Unternehmensregister eingereicht sein; die Feststellung durch die Gesellschafter muss also rechtzeitig vorher erfolgen. Für die Komplementär-GmbH gilt § 42a GmbHG: Feststellung bis 30.11.2026 (klein) bzw. 31.08.2026 (mittelgroß/groß).
-
Jahresabschluss aufstellen (ggf. mit Unterstützung eines Steuerberaters)
-
Gesellschafterversammlung einberufen und Jahresabschluss förmlich feststellen
-
Feststellungsbeschluss protokollieren
-
Unterlagen beim Unternehmensregister elektronisch einreichen
-
Eingangsbestätigung des Unternehmensregisters archivieren
In der Praxis scheitert die fristgerechte Offenlegung oft nicht an der Erstellung des Abschlusses, sondern an fehlenden Gesellschafterbeschlüssen oder unvollständigen Unterlagen. Wer frühzeitig plant und digitale Prozesse nutzt, verringert das Risiko von Ordnungsgeldern.
Wie erfolgt die Offenlegung technisch beim Unternehmensregister?
Seit dem DiRUG (in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Der Bundesanzeiger ist keine zulässige Offenlegungsstelle mehr. Die Einreichung erfolgt elektronisch.
Technische Anforderungen und Formate
Strukturierte Formate
Welche elektronischen Formate akzeptiert werden, ergibt sich aus den Vorgaben des Unternehmensregisters.
Weitere Unterlagen
Anhang und ggf. Lagebericht werden ebenfalls elektronisch eingereicht.
Die Einreichung erfolgt über das Portal www.unternehmensregister.de. Für die Einreichung ist eine Registrierung erforderlich; alternativ kann ein Steuerberater oder ein anderer Dienstleister die Einreichung übernehmen. Für die Offenlegung fallen Gebühren nach dem Justizverwaltungskostengesetz an (KV Nr. 1420 ff. JVKostG).
Hinweis
Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, kann die Offenlegung meist gleich mit beauftragen.
- Registrierung im Unternehmensregister mit Gesellschaftsdaten
- Jahresabschluss in elektronisch einreichbarer Form vorbereiten
- Anhang und ggf. Lagebericht vorbereiten
- Einreichung selbst vornehmen oder einen Dienstleister beauftragen
- Upload im Portal und Gebühren bezahlen
- Eingangsbestätigung archivieren
Welche Sanktionen drohen bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung?
Die Nichteinhaltung der Offenlegungspflicht ist kein Kavaliersdelikt. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) überwacht die fristgerechte Einreichung und verhängt bei Versäumnissen Ordnungsgelder nach § 335 HGB. Diese richten sich gegen die Gesellschaft selbst und zusätzlich persönlich gegen die Geschäftsführer der Komplementär-GmbH.
Achtung
Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 2.500 Euro und kann bis zu 25.000 Euro pro Verstoß betragen. Bei wiederholter oder beharrlicher Pflichtverletzung werden mehrere Ordnungsgelder nacheinander festgesetzt – die Kosten addieren sich also.
Höhe und Bemessung des Ordnungsgeldes
Vor der Festsetzung droht das BfJ das Ordnungsgeld unter Setzung einer Sechswochenfrist an. Wird die Offenlegung danach nachgeholt, wird das Ordnungsgeld bei Kleinstgesellschaften auf 500 Euro und bei kleinen Gesellschaften auf 1.000 Euro herabgesetzt (§ 335 Abs. 4 HGB).
| Verstoß | Ordnungsgeld (§ 335 HGB) | Betroffene Personen |
|---|---|---|
| Offenlegung innerhalb der Sechswochenfrist nach Androhung | kein Ordnungsgeld | Gesellschaft + Geschäftsführer |
| Nachholung nach Fristablauf (Kleinstgesellschaft) | Herabsetzung auf 500 € | Gesellschaft + Geschäftsführer |
| Nachholung nach Fristablauf (kleine Gesellschaft) | Herabsetzung auf 1.000 € | Gesellschaft + Geschäftsführer |
| Keine Offenlegung | 2.500 – 25.000 €, wiederholte Festsetzung möglich | Gesellschaft + Geschäftsführer |
Wichtig: Wird die Offenlegung erst nach Ablauf der Sechswochenfrist nachgeholt, entfällt das Ordnungsgeld nicht, sondern wird nur herabgesetzt (§ 335 Abs. 4 HGB). Selbst nach Zahlung des Ordnungsgeldes muss die Offenlegung noch erfolgen – andernfalls folgt das nächste Ordnungsgeld.
Welche Besonderheiten gelten für die GmbH & Co. KG gegenüber der reinen GmbH?
Obwohl die GmbH & Co. KG offenlegungspflichtig ist wie eine GmbH, gibt es wichtige strukturelle Unterschiede, die sich auf die Rechnungslegung und Offenlegung auswirken. Als Personengesellschaft richtet sich die GmbH & Co. KG nach dem Gesellschaftsvertrag, nicht nach dem GmbH-Gesetz. Dennoch gelten über § 264a HGB die handelsrechtlichen Pflichten für Kapitalgesellschaften.
Feststellung des Jahresabschlusses
Bei der GmbH stellt die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss fest (§ 42a GmbHG). Bei der GmbH & Co. KG sind sowohl die Komplementär-GmbH als auch die Kommanditisten Gesellschafter der KG. Der Jahresabschluss der KG wird daher – vorbehaltlich abweichender Regelungen im Gesellschaftsvertrag – von den Gesellschaftern der KG festgestellt, nicht von der Gesellschafterversammlung der Komplementär-GmbH.
GmbH
Jahresabschluss wird von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Geschäftsführer erstellt, Gesellschafter beschließen. Frist: 11 Monate (klein) bzw. 8 Monate (mittel/groß).
GmbH & Co. KG
Jahresabschluss der KG wird von den Gesellschaftern der KG (Komplementär-GmbH und Kommanditisten) festgestellt. Eine gesetzliche Feststellungsfrist wie § 42a GmbHG besteht nicht.
Eigenkapitalausweis und Anhangangaben
Die Bilanz der GmbH & Co. KG weist das Eigenkapital anders aus als eine GmbH. Statt Stammkapital und Rücklagen enthält die Passivseite die Kapitalkonten der Kommanditisten (feste und variable Anteile) sowie ggf. das Kapitalkonto der Komplementär-GmbH. Im Anhang sind nach § 285 Nr. 15 HGB Name und Sitz der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie deren gezeichnetes Kapital anzugeben (kleine Gesellschaften sind davon befreit, § 288 Abs. 1 HGB); nach § 264c Abs. 2 HGB zudem der Betrag eingetragener, aber nicht geleisteter Hafteinlagen.
- Eigenkapital der KG: Kapitalanteile der Gesellschafter (§ 264c Abs. 2 HGB)
- Anhangangaben: u. a. persönlich haftende Gesellschafterin (§ 285 Nr. 15 HGB), nicht geleistete Hafteinlagen (§ 264c Abs. 2 HGB)
- Gewinnverwendung: Nach Gesellschaftsvertrag, nicht nach Gewinnverwendungsbeschluss wie bei GmbH
- Prüfungspflicht: Bei Überschreiten der Schwellenwerte nach § 267 HGB wie bei Kapitalgesellschaften
Hinweis
Die Komplementär-GmbH erstellt zusätzlich einen eigenen (meist sehr schlanken) Jahresabschluss, der ebenfalls offenzulegen ist (Kleinstgesellschaften können ihn hinterlegen, § 326 Abs. 2 HGB). In der Praxis wird die GmbH oft so klein gehalten, dass sie unter die Schwellenwerte für Kleinstkapitalgesellschaften fällt.
Welche häufigen Fehler sollten Sie bei der Offenlegung vermeiden?
In der Praxis stolpern viele Geschäftsführer von GmbH & Co. KG über dieselben Fehler bei der Offenlegung. Diese lassen sich mit etwas Vorbereitung und professioneller Unterstützung leicht vermeiden. Die häufigsten Stolpersteine betreffen Fristen, Vollständigkeit der Unterlagen und technische Einreichung.
Die fünf häufigsten Fehler in der Praxis
-
Feststellungsbeschluss fehlt oder ist formell mangelhaft: Ohne ordnungsgemäßen Gesellschafterbeschluss ist die Offenlegung unvollständig.
-
Falsche Einreichungsstelle: Maßgeblich ist seit dem 01.08.2022 allein die Übermittlung an das Unternehmensregister.
-
Formvorgaben nicht beachtet: Unterlagen entsprechen nicht den technischen Vorgaben des Unternehmensregisters.
-
Unvollständige Anhangangaben: Fehlende Angaben zu Gesellschaftern, Haftungsverhältnissen oder Bilanzierungsmethoden.
-
Fristen verwechselt: Feststellungsfrist und Offenlegungsfrist sind nicht identisch – beide müssen eingehalten werden.
Sonderfall: Kleinstkapitalgesellschaften und Mikrobilanzen
Viele kleine GmbH & Co. KG können die Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB nutzen. Diese dürfen eine verkürzte Bilanz aufstellen (§ 266 Abs. 1 Satz 4 HGB) – auch die Gewinn- und Verlustrechnung kann verkürzt werden –, auf einen Anhang verzichten, wenn bestimmte Angaben unter der Bilanz gemacht werden (§ 264 Abs. 1 Satz 5 HGB), und ihre Offenlegungspflicht durch Hinterlegung der Bilanz erfüllen (§ 326 Abs. 2 HGB). Voraussetzung: Die Gesellschaft überschreitet an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen nicht zwei der drei Merkmale (Bilanzsumme 450.000 €, Umsatz 900.000 €, 10 Mitarbeiter).
Achtung
Die Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften gelten nicht für kapitalmarktorientierte Gesellschaften (die stets als groß gelten) und nicht für bestimmte Investment- und Beteiligungsgesellschaften (§ 267a Abs. 3 HGB).
Die technische Einreichung ist für viele Unternehmen eine Hürde; sie kann selbst vorgenommen oder einem Dienstleister übertragen werden.
Wie organisieren Sie die Offenlegung professionell mit Steuerberater-Unterstützung?
Die Offenlegung des Jahresabschlusses ist ein formaler Akt mit klaren Fristen und technischen Anforderungen. Wer hier auf professionelle Unterstützung setzt, vermeidet Ordnungsgelder und behält den Überblick. Ein beauftragter Steuerberater kann neben der Erstellung des Jahresabschlusses auch die Einreichung beim Unternehmensregister übernehmen.
Der Prozess von der Buchführung bis zur Offenlegung
- Laufende Buchführung: Belege digital erfassen, Buchhaltung monatlich oder quartalsweise durch Steuerberater verarbeiten lassen.
- Jahresabschlusserstellung: Nach Bilanzstichtag erstellt der Steuerberater Bilanz, GuV und Anhang nach HGB.
- Abstimmung mit Geschäftsführung: Entwurf wird besprochen, Bilanzpolitik und Bewertungsfragen geklärt.
- Feststellung durch Gesellschafter: Die Gesellschafter der KG beschließen den Jahresabschluss förmlich (Protokoll empfehlenswert).
- Aufbereitung: Unterlagen in die vom Unternehmensregister geforderte elektronische Form bringen.
- Elektronische Einreichung: Upload beim Unternehmensregister.
- Bestätigung und Archivierung: Eingangsbestätigung des Unternehmensregisters als Nachweis archivieren.
OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung. Prüfung, Entscheidung, Feststellung und Offenlegung obliegen der Gesellschaft.
Transparenter Preis
Service ab 499,95 € netto (zzgl. USt.); optionale Steuerberater-Prüfung gegen Aufpreis.
Digitale Koordination
Abschlussdaten digital erfassen – ohne Papierkram.
Optionale Steuerberater-Prüfung
Auf Wunsch prüft, gibt frei und unterzeichnet gegen Aufpreis ein kooperierender Steuerberater.
Hinweis
OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung.
Häufig gestellte Fragen
Muss auch die Komplementär-GmbH separat offenlegen?
Ja, die Komplementär-GmbH ist eine eigenständige Kapitalgesellschaft und muss ihren eigenen Jahresabschluss gemäß § 325 HGB offenlegen – unabhängig von der GmbH & Co. KG. In der Praxis ist die Komplementär-GmbH oft vermögenslos und fällt unter Erleichterungen für Kleinst-Kapitalgesellschaften, dennoch besteht grundsätzlich Offenlegungspflicht.
Kann die GmbH & Co. KG die Offenlegung selbst vornehmen oder braucht sie einen Steuerberater?
Die technische Einreichung beim Unternehmensregister kann grundsätzlich auch vom Geschäftsführer der Komplementär-GmbH selbst vorgenommen werden. Allerdings ist die fachlich korrekte Aufbereitung des Jahresabschlusses, die Einhaltung von Formvorschriften und die Prüfung der Größenklasse anspruchsvoll. Ein Steuerberater kann dabei unterstützen, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.
Was passiert, wenn die GmbH & Co. KG die Größenklasse wechselt?
Ein Größenklassenwechsel tritt nach § 267 Abs. 4 HGB erst ein, wenn die neuen Schwellenwerte an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- oder unterschritten werden. Die geänderten Offenlegungs- und Prüfungspflichten gelten dann bereits für den Abschluss zu diesem zweiten Stichtag. Eine einmalige Überschreitung führt nicht sofort zur Neueinstufung.
Sind auch Personengesellschaften ohne Komplementär-GmbH offenlegungspflichtig?
Nein, eine GbR sowie eine OHG oder KG, bei der eine natürliche Person unbeschränkt haftet, ist grundsätzlich nicht nach § 325 HGB offenlegungspflichtig (Ausnahme: Publizitätsgesetz). Die Offenlegungspflicht entsteht nur bei Kapitalgesellschaften & Co. (z. B. GmbH & Co. KG, AG & Co. KG) gemäß § 264a HGB. Ausnahme: Freiwillige Offenlegung ist möglich.
Kann die Offenlegung rückgängig gemacht werden, wenn ein Fehler entdeckt wird?
Nach der Veröffentlichung im Unternehmensregister ist eine einfache Löschung nicht möglich. Bei materiellen Fehlern im Jahresabschluss muss dieser berichtigt, erneut festgestellt und als korrigierte Fassung offengelegt werden. Das Unternehmensregister nimmt keine inhaltliche Prüfung vor – die Verantwortung liegt beim Geschäftsführer und Steuerberater.
Gibt es Ausnahmen von der Offenlegungspflicht für Tochter-KGs?
Ja, gemäß § 264b HGB können Tochter-Personenhandelsgesellschaften unter bestimmten Voraussetzungen von der Offenlegung befreit werden, wenn sie in den Konzernabschluss eines EU-Mutterunternehmens einbezogen sind und weitere Bedingungen erfüllt sind. Diese Befreiung muss jedoch rechtzeitig geprüft und die Voraussetzungen dokumentiert werden.
Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 264a HGB – Kapitalgesellschaft & Co., § 267 HGB – Größenklassen, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.










Fabian Klement
Jakob Röß
Dr. Jeannine Dinnebier
