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Lesedauer

13–20 Minuten

OnlineBilanz›Blog›Bilanz GmbH & Co. KG

Bilanz GmbH & Co. KG erstellen 2026: Pflichten & Fristen

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die GmbH & Co. KG unterliegt als Personengesellschaft besonderen bilanzrechtlichen Pflichten. Seit der Rechtsform Kombination aus Kommanditgesellschaft und GmbH als Komplementärin gelten sowohl handels- als auch steuerrechtliche Besonderheiten. Dabei sind die Bilanzierungspflichten mit jenen einer GmbH verwandt – beide müssen elektronisch bilanzieren, wobei die Pflichten zur E-Bilanz einer GmbH grundsätzlich auch auf die Komplementär-GmbH zutreffen. Dieser Artikel erläutert, wann und wie Sie die Bilanz für eine GmbH & Co. KG erstellen müssen, welche Fristen gelten und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für Kundinnen und Kunden. Er führt das Erstgespräch, betreut die Abläufe auf der Plattform und stimmt sich bei beauftragter Prüfung mit dem jeweils beauftragten, kooperierenden Steuerberater ab.

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Kurzantwort

Eine GmbH & Co. KG gilt als Formkaufmann nach § 6 HGB und ist daher stets zur Bilanzierung verpflichtet – unabhängig von Umsatz oder Gewinn. Dies gilt bundesweit, also etwa auch wenn Unternehmen die Bilanzpflichten in Bremen erfüllen müssen. Die Bilanzierung richtet sich nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), wobei beim Eigenkapital die Kapitalkonten der Gesellschafter besondere Beachtung erfordern. Die Feststellung der Bilanz erfolgt durch Gesellschafterbeschluss; die Offenlegung beim Unternehmensregister ist gemäß § 325 HGB innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag vorzunehmen.

Wann muss eine GmbH & Co. KG eine Bilanz erstellen?

Die GmbH & Co. KG ist eine Personengesellschaft (KG), bei der die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) eine GmbH ist. Trotz der personengesellschaftsrechtlichen Struktur unterliegt die GmbH & Co. KG handelsrechtlich denselben Buchführungs- und Bilanzierungspflichten wie eine Kapitalgesellschaft, sofern sie nach § 264a HGB als Kapitalgesellschaft & Co. gilt.

Bilanzierungspflicht nach § 264a HGB

§ 264a HGB regelt die Anwendung der Kapitalgesellschaftsvorschriften auf Personenhandelsgesellschaften, bei denen keine natürliche Person persönlich haftet. Das bedeutet: Ist die einzige Komplementärin eine GmbH (oder eine andere Kapitalgesellschaft), greift § 264a HGB. Die KG muss dann zwingend einen Jahresabschluss nach §§ 242, 264 ff. HGB erstellen – mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang.

Hinweis

Praxis-Hinweis: Die Bilanzierungspflicht besteht unabhängig von der Größenklasse. Auch kleine GmbH & Co. KGs müssen einen vollständigen Jahresabschluss erstellen, sofern keine natürliche Person persönlich haftet. Wer den Jahresabschluss in Dortmund erstellen lassen möchte: Die gesetzlichen Fristen gelten bundesweit einheitlich.

Größenklassen und Abschlusserweiterung

Die Größenklasse bestimmt sich nach § 267 HGB und entscheidet über den Umfang des Jahresabschlusses:

  • Kleine GmbH & Co. KG: Bilanz, GuV, Anhang. Lagebericht entfällt nach § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB.
  • Mittelgroße und große GmbH & Co. KG: Zusätzlich Lagebericht (§ 264 Abs. 1 HGB). Mittelgroße und große Gesellschaften müssen den Jahresabschluss zudem prüfen lassen (§ 316 HGB).

Die Schwellenwerte nach § 267 HGB (Stand 2026) lauten: Bilanzsumme bis 7,5 Mio. Euro, Umsatzerlöse bis 15 Mio. Euro, bis 50 Arbeitnehmer für kleine Gesellschaften. Mittelgroß ist eine Gesellschaft, wenn zwei der drei Merkmale an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen überschritten werden, sie aber unter den Grenzen für große Gesellschaften bleibt (Bilanzsumme bis 25 Mio. Euro, Umsatzerlöse bis 50 Mio. Euro, bis 250 Arbeitnehmer; mindestens zwei von drei Merkmalen).

Wer erstellt die Bilanz einer GmbH & Co. KG?

Die Verantwortung für die Aufstellung des Jahresabschlusses trägt bei der GmbH & Co. KG grundsätzlich die Geschäftsführung der Komplementär-GmbH. Diese handelt als gesetzliches Organ der KG und ist verpflichtet, den Jahresabschluss gemäß § 264 Abs. 1 HGB aufzustellen.

Aufstellungspflicht der Geschäftsführung

§ 264 Abs. 1 HGB verpflichtet die gesetzlichen Vertreter – hier die Geschäftsführer der Komplementär-GmbH –, innerhalb der ersten drei Monate des Geschäftsjahres den Jahresabschluss für das vergangene Geschäftsjahr aufzustellen. Diese Aufstellungsfrist gilt auch für die GmbH & Co. KG nach § 264a HGB; kleine Gesellschaften dürfen bis zu sechs Monate brauchen, wenn dies einem ordnungsgemäßen Geschäftsgang entspricht (§ 264 Abs. 1 Satz 4 HGB).

Achtung

Achtung: Die Aufstellungspflicht ist eine gesetzliche Pflicht der Geschäftsführung. Eine Delegation der Verantwortung ist nicht möglich – auch wenn die Erstellung faktisch durch Steuerberater oder Buchhaltungsdienstleister erfolgt.

Praktische Erstellung durch Steuerberater

In der Praxis wird der Jahresabschluss häufig durch einen Steuerberater erstellt. Der Steuerberater übernimmt die fachliche Aufbereitung, Verbuchung der Geschäftsvorfälle, Erstellung der Bilanz, GuV und Anhang sowie die steuerliche Beratung. Die Geschäftsführung prüft den Entwurf und stellt den Jahresabschluss formell auf – oft durch Unterzeichnung.

OnlineBilanz.de stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung.

Welche Besonderheiten gelten bei der Bilanzierung einer GmbH & Co. KG?

Die GmbH & Co. KG vereint personengesellschaftsrechtliche und kapitalgesellschaftsrechtliche Elemente. Diese Hybridstruktur führt zu einigen bilanziellen Besonderheiten, die bei der Erstellung des Jahresabschlusses beachtet werden müssen.

Eigenkapitalausweis nach § 264c HGB

§ 264c Abs. 2 HGB regelt, wie das Eigenkapital der GmbH & Co. KG in der Bilanz auszuweisen ist. Es gliedert sich typischerweise in:

  • Kapitalanteile der Komplementärin (GmbH): Diese werden in der Regel als feste Kapitalkonten geführt.
  • Kapitalanteile der Kommanditisten: Getrennt nach festem Kapital, variablem Kapital (Rücklagen, Gewinne) und ggf. Verlustvortrag.
  • Rücklagen: nur aufgrund gesellschaftsrechtlicher Vereinbarung gebildete Beträge (§ 264c Abs. 2 HGB).
  • Jahresüberschuss/-fehlbetrag: Ergebnis des Geschäftsjahres vor Ergebnisverwendung.

Der Ausweis erfolgt nach dem Muster in § 266 HGB, angepasst an die Struktur der Personengesellschaft. Im Anhang ist nach § 264c Abs. 2 HGB u. a. der Betrag der im Handelsregister eingetragenen, aber nicht geleisteten Hafteinlagen anzugeben.

Gewinnverteilung und Entnahmerechte

Die Gewinnverteilung richtet sich nach dem Gesellschaftsvertrag der KG. Anders als bei der GmbH gibt es keine feste Ausschüttungssystematik. Üblich ist eine Verteilung nach Kapitalanteilen oder individuellen Vereinbarungen. Entnahmen der Gesellschafter mindern das variable Kapital und sind entsprechend im Eigenkapital zu erfassen.

Haftungsverhältnisse und Anhangangaben

Im Anhang sind nach § 285 Nr. 15 HGB Name und Sitz der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie deren gezeichnetes Kapital anzugeben (kleine Gesellschaften sind davon nach § 288 Abs. 1 HGB befreit); nicht geleistete Hafteinlagen sind nach § 264c Abs. 2 HGB anzugeben. Diese Angaben sind für externe Bilanzleser wichtig, um die Haftungsstruktur der Gesellschaft zu verstehen.

Hinweis

Tipp: Die Darstellung der Kapitalkonten im Anhang sollte nachvollziehbar sein. Viele Prüfer achten besonders auf die Entwicklung der Kapitalanteile und die Ergebnisverwendung – klare, transparente Anhangangaben vermeiden Rückfragen.

Welche Fristen gelten für Feststellung und Offenlegung?

Für die GmbH & Co. KG gelten nach § 264a HGB dieselben Fristen wie für Kapitalgesellschaften. Diese Fristen sind gesetzlich zwingend und bei Nichteinhaltung drohen Ordnungsgelder.

Aufstellung des Jahresabschlusses (§ 264 Abs. 1 HGB)

Die Geschäftsführung der Komplementär-GmbH muss den Jahresabschluss innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres aufstellen. Für einen Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet das: spätestens bis 31.03.2026 (kleine Gesellschaften: bis 30.06.2026, § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB).

Feststellung durch die Gesellschafter

§ 42a GmbHG gilt unmittelbar nur für die GmbH, also die Komplementär-GmbH; für die KG gibt es keine entsprechende gesetzliche Feststellungsfrist. Für die Komplementär-GmbH gelten folgende Fristen:

Größenklasse Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG Beispiel (Stichtag 31.12.2025)
Kleine Komplementär-GmbH 11 Monate nach Bilanzstichtag bis 30.11.2026
Mittelgroße und große Komplementär-GmbH 8 Monate nach Bilanzstichtag bis 31.08.2026

Die Feststellung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss. Erst nach Feststellung ist der Jahresabschluss rechtsverbindlich und kann offengelegt werden.

Offenlegung beim Unternehmensregister (§ 325 HGB)

Nach § 325 HGB muss der festgestellte Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag elektronisch beim Unternehmensregister offengelegt werden. Seit dem 01.08.2022 (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie, DiRUG) erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister – der Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Stelle.

Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 gilt die Offenlegungsfrist bis spätestens 31.12.2026.

Achtung

Ordnungsgeld bei Fristversäumnis: Wird die Offenlegungsfrist nicht eingehalten, droht das Bundesamt für Justiz nach § 335 HGB ein Ordnungsgeld zwischen 2.500 und 25.000 Euro an und setzt es fest, wenn die Offenlegung nicht innerhalb von sechs Wochen nachgeholt wird; bei späterer Nachholung wird es für Kleinst- und kleine Gesellschaften herabgesetzt (§ 335 Abs. 4 HGB). Die Offenlegungspflicht bleibt trotz Ordnungsgeld bestehen.

Viele Gesellschaften unterschätzen die Offenlegungsfrist. Selbst wenn der Jahresabschluss rechtzeitig erstellt ist, muss er fristgerecht beim Unternehmensregister eingereicht werden. Es empfiehlt sich, Aufstellung, Feststellung und Einreichung frühzeitig zu planen.

Was ist der Unterschied zwischen GmbH & Co. KG und GmbH bei der Bilanzierung?

Obwohl die GmbH & Co. KG nach § 264a HGB wie eine Kapitalgesellschaft bilanziert, bestehen wichtige Unterschiede zur reinen GmbH – vor allem bei Eigenkapitalstruktur, Gewinnverwendung und Haftung.

GmbH

Rechtsform: Kapitalgesellschaft (juristische Person) Eigenkapital: Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen, Bilanzgewinn/-verlust Gewinnverwendung: Beschluss durch Gesellschafterversammlung, Ausschüttung als Dividende Haftung: Beschränkt auf Gesellschaftsvermögen Organe: Geschäftsführung, Gesellschafterversammlung, ggf. Aufsichtsrat

GmbH & Co. KG

Rechtsform: Personengesellschaft (keine juristische Person) Eigenkapital: Kapitalkonten der Gesellschafter (Komplementär-GmbH, Kommanditisten), getrennt nach festem und variablem Kapital Gewinnverwendung: Nach Gesellschaftsvertrag, laufende Entnahmen möglich Haftung: Komplementär-GmbH haftet unbeschränkt mit ihrem Gesellschaftsvermögen, Kommanditisten haften bis zur Hafteinlage Organe: Geschäftsführung der Komplementär-GmbH, Gesellschafterversammlung der KG

Bilanzstruktur im Vergleich

Die Bilanz der GmbH folgt streng dem Schema des § 266 HGB mit klar definiertem Eigenkapitalausweis. Die GmbH & Co. KG muss zwar ebenfalls nach § 266 HGB bilanzieren, passt jedoch den Eigenkapitalausweis nach § 264c HGB an die Personengesellschaftsstruktur an. Das bedeutet: Statt eines einheitlichen Stammkapitals werden die Kapitalanteile der einzelnen Gesellschafter ausgewiesen – oft mit erheblicher Komplexität bei mehreren Kommanditisten.

Steuerliche Behandlung

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Besteuerung: Die GmbH unterliegt der Körperschaftsteuer (§ 1 KStG) und Gewerbesteuer auf Ebene der Gesellschaft. Die GmbH & Co. KG ist steuerlich transparent – der Gewinn wird direkt den Gesellschaftern zugerechnet und bei diesen mit Einkommensteuer (bei natürlichen Personen) oder Körperschaftsteuer (bei der Komplementär-GmbH) besteuert. Die KG selbst zahlt nur Gewerbesteuer, die aber bei natürlichen Gesellschaftern angerechnet werden kann.

Hinweis

Praxis-Hinweis: Die Wahl der Rechtsform hat erhebliche steuerliche Auswirkungen. Für Fragen zur optimalen Struktur ist eine steuerliche Beratung durch einen Steuerberater oder eine andere befugte Person empfehlenswert.

Welche häufigen Fehler sollten bei der Bilanzerstellung vermieden werden?

Die Bilanzierung einer GmbH & Co. KG ist komplex. In der Praxis zeigen sich typische Fehlerquellen, die zu Rückfragen bei Prüfungen, Ordnungsgeldern oder steuerlichen Nachteilen führen können.

Fehler 1: Unklare Kapitalkontenführung

Viele GmbH & Co. KGs führen die Kapitalkonten ihrer Gesellschafter nicht systematisch. Die Trennung zwischen festem Kapital (Hafteinlage), variablem Kapital (Rücklagen, Gewinne) und Entnahmen muss klar erkennbar sein. Fehlt diese Struktur, ist weder die Ergebnisverwendung noch die Haftungssituation nachvollziehbar. Eine nachvollziehbare Darstellung der Kapitalkonten ist ohne saubere Buchführung kaum möglich.

Fehler 2: Versäumte Fristen

Die Feststellungs- und Offenlegungsfristen werden häufig unterschätzt. Besonders die 8-Monats-Frist für mittelgroße und große Komplementär-GmbH (§ 42a GmbHG) ist eng bemessen, wenn die Buchhaltung nicht zeitnah erfolgt. Die Offenlegungsfrist von 12 Monaten nach § 325 HGB ist zwar großzügiger, aber das Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB wird von Amts wegen eingeleitet – bereits bei kurzen Fristüberschreitungen droht eine Androhung.

  • Jahresabschluss bis 31.03. des Folgejahres aufstellen, kleine Gesellschaften bis 30.06. (§ 264 Abs. 1 HGB)
  • Feststellung durch Gesellschafterbeschluss (bei der Komplementär-GmbH 8 oder 11 Monate nach § 42a GmbHG)
  • Offenlegung beim Unternehmensregister bis 12 Monate nach Bilanzstichtag (§ 325 HGB)
  • Vollständige Anhangangaben nach § 264c, § 285 HGB prüfen
  • Kapitalkonten der Gesellschafter korrekt fortführen und im Anhang darstellen

Fehler 3: Fehlende oder unvollständige Anhangangaben

Der Anhang der GmbH & Co. KG muss umfassende Angaben enthalten – von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 HGB) über Haftungsverhältnisse (§ 251, § 268 Abs. 7 HGB) bis zu den Angaben zur persönlich haftenden Gesellschafterin (§ 285 Nr. 15 HGB). In der Praxis wird der Anhang häufig stiefmütterlich behandelt. Das kann zu Beanstandungen bei Prüfungen führen.

Fehler 4: Falsche Offenlegungsstelle

Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de). Maßgeblich ist die fristgerechte Übermittlung an das Unternehmensregister.

OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung.

Welche Kosten entstehen bei der Erstellung des Jahresabschlusses?

Die Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses einer GmbH & Co. KG hängen von mehreren Faktoren ab: Größenklasse, Komplexität der Geschäftsvorfälle, Anzahl der Gesellschafter und ob eine Prüfungspflicht besteht.

Honorar des Steuerberaters

Steuerberater rechnen die Erstellung des Jahresabschlusses in der Regel nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) ab. Die Gebühren orientieren sich am Gegenstandswert (Mittelwert aus berichtigter Bilanzsumme und Jahresleistung, § 35 Abs. 2 StBVV) und liegen zwischen einer 10/10 und 40/10 Gebühr nach Tabelle B – je nach Aufwand und Komplexität.

Zusätzliche Kosten

  • Buchführung: Laufende Finanzbuchhaltung wird meist separat abgerechnet, je nach Belegzahl und Aufwand.
  • Jahresabschlussprüfung: Für mittelgroße und große GmbH & Co. KGs nach § 316 HGB verpflichtend; die Kosten hängen vom Prüfungsumfang ab.
  • Offenlegung: Die elektronische Einreichung beim Unternehmensregister ist gebührenpflichtig nach dem Justizverwaltungskostengesetz (KV Nr. 1420 ff. JVKostG).
  • Registergebühren: Für die Hinterlegung beim Unternehmensregister fallen geringe Verwaltungsgebühren an.

Kosten des OnlineBilanz-Service

Der Service von OnlineBilanz (KI-gestützter Jahresabschlussentwurf und technische Übermittlung nach § 87d AO) ist ab 499,95 € netto (zzgl. USt.) erhältlich; eine optionale Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung durch einen kooperierenden Steuerberater kostet einen Aufpreis.

§ 35 StBVV

Vergütungsgrundlage StB-Jahresabschluss

8–11 Monate

Feststellungsfristen der Komplementär-GmbH (§ 42a GmbHG)

2.500–25.000 €

Ordnungsgeld bei Fristversäumnis (§ 335 HGB)

Welche Vorteile bietet die digitale Erstellung des Jahresabschlusses?

Die digitale Erstellung und Koordination des Jahresabschlusses spart Zeit, reduziert Fehlerquellen und bietet Transparenz über den gesamten Prozess – von der laufenden Buchhaltung bis zur Offenlegung beim Unternehmensregister.

Effiziente Datenübermittlung und Belegverwaltung

Durch digitale Buchhaltungsplattformen können Belege direkt fotografiert oder gescannt hochgeladen werden. Die Verarbeitung erfolgt automatisiert, und die Daten werden direkt in die Finanzbuchhaltung übernommen. Das spart Papieraufwand und minimiert Übertragungsfehler. Für die GmbH & Co. KG mit mehreren Gesellschaftern ist die zentrale, digitale Dokumentenablage besonders praktisch – alle Beteiligten haben jederzeit Zugriff auf die relevanten Unterlagen.

Vorab bekannte Kosten

Steuerberater rechnen nach der StBVV ab; in Textform kann auch eine Pauschalvergütung vereinbart werden (§ 4 StBVV). Der Service von OnlineBilanz ist ab 499,95 € netto (zzgl. USt.) erhältlich.

Fristenkontrolle und automatische Erinnerungen

Digitale Werkzeuge können helfen, die gesetzlichen Fristen für Aufstellung (§ 264 Abs. 1 HGB), Feststellung (§ 42a GmbHG) und Offenlegung (§ 325 HGB). Das kann das Risiko von Ordnungsgeldern nach § 335 HGB verringern.

Zeit sparen

Automatisierte Belegerfassung, digitale Kommunikation und zentrale Dokumentenablage beschleunigen den gesamten Prozess – von der laufenden Buchhaltung bis zum fertigen Jahresabschluss.

Transparenz

Vorab bekannte Kosten und eine klare Leistungsbeschreibung geben Planungssicherheit.

Optionale Steuerberater-Prüfung

Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung.

OnlineBilanz.de stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine GmbH & Co. KG zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) wechseln?

Nein. Die GmbH & Co. KG ist als Formkaufmann nach § 6 HGB unabhängig von Umsatz oder Gewinn stets buchführungs- und bilanzierungspflichtig. Ein Wechsel zur EÜR nach § 4 Abs. 3 EStG ist ausgeschlossen, auch wenn die Umsatz- und Gewinngrenzen unterschritten werden.

Muss die Komplementär-GmbH einen eigenen Jahresabschluss erstellen?

Ja. Die Komplementär-GmbH ist eine eigenständige juristische Person und muss nach § 242 HGB sowie § 264 HGB einen eigenen Jahresabschluss erstellen, feststellen und beim Unternehmensregister offenlegen – unabhängig vom Jahresabschluss der GmbH & Co. KG.

Wie werden Entnahmen und Einlagen der Kommanditisten bilanziert?

Entnahmen und Einlagen der Kommanditisten werden direkt auf den jeweiligen Kapitalkonten (Kapitalkonto I für Pflichteinlagen, Kapitalkonto II für variable Anteile) gebucht. Sie mindern bzw. erhöhen das Eigenkapital, beeinflussen aber nicht die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft.

Welche Rechtsfolgen drohen bei verspäteter Offenlegung?

Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung leitet das Bundesamt für Justiz von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt zwischen 2.500 und 25.000 Euro. Zudem können die Geschäftsführer der Komplementär-GmbH persönlich in Anspruch genommen werden.

Ist eine Befreiung von der Offenlegungspflicht für Kleinstgesellschaften möglich?

Nein. Eine vollständige Befreiung gibt es nicht. Kleinst-GmbH & Co. KG (§ 267a HGB) können ihre Offenlegungspflicht jedoch nach § 326 Abs. 2 HGB durch Hinterlegung der Bilanz erfüllen; kleine GmbH & Co. KG profitieren von Erleichterungen bei Umfang und Prüfungspflicht.

Wer haftet bei fehlerhafter Bilanzierung der GmbH & Co. KG?

Die Geschäftsführung der Komplementär-GmbH haftet für die ordnungsgemäße Aufstellung des Jahresabschlusses. Bei schuldhafter Pflichtverletzung kann die Haftung gegenüber der Gesellschaft und unter Umständen auch gegenüber Gläubigern greifen. Deshalb kann die Einbindung eines Steuerberaters sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung. Gesetzliche Grundlagen: § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses, § 325 HGB – Offenlegung des Jahresabschlusses, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Kennenlerntermin15 Min · Raphael Diener