hallo@onlinebilanz.de 0711 · 968 881 55 Werktags von 10:00 bis 18:00 Uhr erreichbar Steuer-Chat Login
OnlineBilanz
Jahresabschluss
ÜbersichtKosten & FestpreisFristenSelbst feststellenOhne SteuerberaterNach Geschäftsjahr202520242023202220212020
Software
DATEVLexwareLexware OfficesevdeskBuchhaltungsButlerDebitoorAccountableTaxfixMIKAeBilanz-OnlineCollmexTaxpoolMonkeyOfficeSyskaSimbaAgendaAddisonSage 50PapierkramorgaMAXWISO BuchhaltungScopevisioweclappJTL-WawimyebilanzAlle Programme →
Bestandteile
BilanzGewinn- und VerlustrechnungE-BilanzSteuererklärungenOffenlegung UnternehmensregisterFinanzbuchhaltungLohnbuchhaltungBWA
Bilanzarten
EröffnungsbilanzBilanz zum 31.12.ZwischenbilanzLiquidationsbilanzSchlussbilanzHandelsbilanzSteuerbilanzKonzernbilanzUmwandlungsbilanzInsolvenzbilanz
Für wen
GmbHUG (haftungsbeschränkt)GmbH & Co. KGHoldingAGGbRKGOHGVerein & StiftungFreiberuflerGewerbebetriebAlle 69 Branchen
Rechner & Tools
RechtsformrechnerHolding-SteuerrechnerGmbH-AusschüttungUmsatzsteuer-RechnerKleinunternehmer-GrenzeSteuernummer-UmrechnerBehördenbrief-ÜbersetzerFirmenwertschätzungSäumniszuschlag-RechnerGmbH-AusschüttungGründungskostenRückstellungsrechnerFirmenwagenrechnerVerpflegungsmehraufwandFirmenwertschätzungVergleich DATEVVergleich LexwareVergleich LexofficeVergleich sevDesk
Steuerberater & Team
SteuerberatungOnline-SteuerberaterBetriebsprüfungEinspruch FinanzamtInsolvenzberatungFirmenlöschungDas TeamKontakt & SupportAktuellesMandantenportal
hallo@onlinebilanz.de 0711 · 968 881 55 Mo – Do 10:00 – 18:00 Uhraußerhalb: KI-Assistenz am Telefon

Frist läuft?
Ihr Festpreis in 60 Sekunden.

Mehr Leistung, weniger zahlen. Buchhaltung, Jahresabschluss und Steuererklärungen: Sie laden Ihre Unterlagen ins Portal, wir bereiten alles vor. Auf Wunsch prüft und übermittelt ein Steuerberater.

  • Fester Ansprechpartner: ein Buchhalter, der Ihr Unternehmen kennt
  • Wechsel oder Import: Ihre bisherige Software wird angebunden
  • Weniger Fehlerrisiko: ein Steuerberater prüft bei Einreichung
  • Festpreis: ab 499,95 € netto pro Jahr zzgl. USt.
Fabian KlementJakob RößDr. Jeannine DinnebierUnsere KooperationspartnerFabian Klement · Jakob Röß · Dr. Jeannine DinnebierSteuerberater · Wirtschaftsprüfer | Steuerberater | Rechtsanwältin
  • Fabian KlementSteuerberater · Wirtschaftsprüfer
  • Jakob RößSteuerberater
  • Dr. Jeannine DinnebierRechtsanwältin

Datum

Lesedauer

11–16 Minuten

OnlineBilanz›Blog›Bilanz Ravensburg

Bilanz erstellen Ravensburg 2026: Fristen & Kosten

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Wer in Ravensburg eine GmbH führt, muss jährlich eine Bilanz erstellen und rechtzeitig beim Unternehmensregister offenlegen. Die Fristen nach § 325 HGB und § 42a GmbHG sind strikt – eine verspätete Offenlegung kann Ordnungsgelder bis 25.000 Euro nach sich ziehen. Hier erfahren Sie, welche Bestandteile der Jahresabschluss enthalten muss, wann die Fristen 2026 ablaufen und welche Unterstützung möglich ist.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für Kundinnen und Kunden. Er führt das Erstgespräch, betreut die Abläufe auf der Plattform und stimmt sich bei beauftragter Prüfung mit dem jeweils beauftragten, kooperierenden Steuerberater ab.

OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung.

Kurzantwort

In Ravensburg müssen alle Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) gemäß § 242 HGB jährlich eine Bilanz erstellen. Der Jahresabschluss ist innerhalb von 8 bzw. 11 Monaten nach Bilanzstichtag festzustellen (§ 42a GmbHG) und innerhalb von 12 Monaten beim Unternehmensregister offenzulegen (§ 325 HGB). Eine verspätete Offenlegung kann mit Ordnungsgeldern von 2.500 bis 25.000 Euro geahndet werden (§ 335 HGB).

Wer muss in Ravensburg eine Bilanz erstellen?

Die Pflicht zur Bilanzerstellung richtet sich nach § 242 HGB und betrifft alle Kaufleute, die nach § 238 HGB buchführungspflichtig sind. In Ravensburg betrifft dies insbesondere GmbHs, UGs, OHGs, KGs sowie eingetragene Einzelkaufleute (e.K.), die die Schwellenwerte des § 241a HGB überschreiten. Freiberufler und Kleingewerbetreibende sind grundsätzlich von der Bilanzierungspflicht befreit und erstellen eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG.

Für GmbHs gilt die Bilanzierungspflicht unabhängig von der Größe ab Gründung. Der Jahresabschluss muss nach § 264 HGB innerhalb der gesetzlichen Fristen aufgestellt, geprüft (bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften) und offengelegt werden. Die Schwellenwerte für die Größenklassen sind in § 267 HGB definiert und entscheiden über Umfang und Prüfungspflicht.

Größenklassen nach § 267 HGB (Stand 2026)

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer
Klein ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 25 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250
Groß > 25 Mio. € > 50 Mio. € > 250

Hinweis

GmbHs können den Jahresabschluss selbst aufstellen oder Steuerberater, Rechtsanwälte bzw. Wirtschaftsprüfer beauftragen (§ 3 StBerG). OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.

Welche gesetzlichen Fristen gelten für die Bilanzerstellung?

Die Fristen für Aufstellung, Feststellung und Offenlegung des Jahresabschlusses sind streng geregelt und führen bei Versäumnis zu empfindlichen Sanktionen. Für eine GmbH mit Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten folgende Fristen im Jahr 2026:

Aufstellungsfrist nach § 264 Abs. 1 HGB

Der Jahresabschluss ist innerhalb von drei Monaten nach Ende des Geschäftsjahres aufzustellen – also bis spätestens 31. März 2026 für das Geschäftsjahr 2025. Diese Frist betrifft die Erstellung der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anhangs durch die Geschäftsführung. Kleine Kapitalgesellschaften dürfen den Jahresabschluss bei ordnungsgemäßem Geschäftsgang auch später aufstellen, jedoch innerhalb von sechs Monaten – also bis 30. Juni 2026 (§ 264 Abs. 1 Satz 4 HGB).

Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG

  • Kleine GmbH: 11 Monate nach Bilanzstichtag – Frist bis 30. November 2026
  • Mittelgroße und große GmbH: 8 Monate nach Bilanzstichtag – Frist bis 31. August 2026

Die Feststellung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss. Erst nach Feststellung darf der Jahresabschluss offengelegt werden.

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Der festgestellte Jahresabschluss muss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister eingereicht werden – für das Geschäftsjahr 2025 also bis spätestens 31. Dezember 2026. Seit dem Inkrafttreten des DiRUG am 1. August 2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister, nicht mehr über den Bundesanzeiger.

Achtung

Bei verspäteter Offenlegung droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB. Das Bundesamt für Justiz kann Ordnungsgelder zwischen 2.500 und 25.000 Euro festsetzen.

Welche Bestandteile muss ein GmbH-Jahresabschluss enthalten?

Der Umfang des Jahresabschlusses einer GmbH richtet sich nach § 264 HGB und variiert je nach Größenklasse. Während kleine Kapitalgesellschaften von Erleichterungen profitieren, müssen mittelgroße und große GmbHs deutlich umfangreichere Unterlagen erstellen und offenlegen.

Pflichtbestandteile für alle Kapitalgesellschaften

  • Bilanz: Vermögens- und Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag nach § 266 HGB
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV): Erfolgsrechnung nach § 275 HGB (Gesamtkostenverfahren oder Umsatzkostenverfahren)
  • Anhang: Erläuterungen und Ergänzungen zu Bilanz und GuV nach § 284 HGB

Zusätzliche Anforderungen je Größenklasse

Bestandteil Klein Mittelgroß Groß
Bilanz ✓ ✓ ✓
GuV ✓ ✓ ✓
Anhang ✓ (verkürzt) ✓ ✓ (erweitert)
Lagebericht — ✓ ✓
Prüfungspflicht — ✓ ✓
Bestätigungsvermerk — ✓ ✓

Kleine Kapitalgesellschaften dürfen nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB eine verkürzte Bilanz aufstellen und nach § 288 HGB den Anhang deutlich reduzieren. Mittelgroße und große GmbHs müssen zusätzlich einen Lagebericht nach § 289 HGB erstellen und den Jahresabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer prüfen lassen (§ 316 HGB).

Wann ist ein Steuerberater bei der Bilanzerstellung sinnvoll?

Die Erstellung eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses erfordert fundierte Kenntnisse in Bilanzierungsvorschriften, Steuerrecht und Gesellschaftsrecht. Fehler in der Bilanzierung können zu falschen Steuerbescheiden, Haftungsrisiken für die Geschäftsführung und Sanktionen durch das Bundesamt für Justiz führen.

Vorteile der Mandatierung eines Steuerberaters

  • Fachkenntnis: Einhaltung der Vorschriften nach HGB, GmbHG, EStG und KStG
  • Optimierung der Steuerlast: Nutzung von Bilanzierungswahlrechten und steuerlichen Gestaltungsspielräumen
  • Vermeidung von Ordnungsgeldern: Fristgerechte Erstellung und Offenlegung
  • Haftung: Steuerberater haften für eigene Fehler und sind berufshaftpflichtversichert (§ 67 StBerG)
  • Zeitersparnis: Geschäftsführung kann sich auf das operative Geschäft konzentrieren

Unternehmen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Kanzleien vor Ort oder digitale Lösungen. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.

Kanzlei vor Ort vs. digitale Lösung

Klassische Kanzlei vor Ort

  • Persönlicher Ansprechpartner
  • Individuelle Beratungsgespräche
  • Termine vor Ort möglich

Digitale Plattform

  • Kostenrechner: ab 499,95 € netto (zzgl. USt.)
  • KI-gestützter Entwurf, Übermittlung nach § 87d AO
  • Ortsunabhängige Bearbeitung
  • Optional: kooperierender Steuerberater gegen Aufpreis

Was kostet die Bilanzerstellung in Ravensburg?

Die Kosten für die Erstellung eines Jahresabschlusses richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und hängen von mehreren Faktoren ab: Gegenstandswert (Mittelwert aus berichtigter Bilanzsumme und Jahresleistung, § 35 Abs. 2 StBVV), Komplexität der Buchführung, Größenklasse der Gesellschaft sowie dem individuell vereinbarten Gebührensatz zwischen 10/10 und 40/10.

Gebührenrahmen nach StBVV

Nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 a) StBVV beträgt die Gebühr für die Aufstellung eines Jahresabschlusses 10/10 bis 40/10 einer vollen Gebühr nach Tabelle B (Anlage 2). Bei einem Gegenstandswert von 500.000 Euro beträgt die volle Gebühr (10/10) 832 Euro, die Mittelgebühr (25/10) 2.080 Euro; bei 1 Mio. Euro 1.126 bzw. 2.815 Euro. Hinzu kommen ggf. Auslagen, Umsatzsteuer und Gebühren für weitere Leistungen.

Gegenstandswert Mittelgebühr (25/10) Spanne (10/10 – 40/10)
250.000 € 1.532,50 € 613 – 2.452 €
500.000 € 2.080 € 832 – 3.328 €
1.000.000 € 2.815 € 1.126 – 4.504 €
2.000.000 € 3.855 € 1.542 – 6.168 €

Hinweis

Die Kosten des Service von OnlineBilanz lassen sich vorab im Kostenrechner ermitteln: ab 499,95 € netto (zzgl. USt.). Die optionale Prüfung durch einen kooperierenden Steuerberater ist gegen Aufpreis erhältlich.

Zusätzliche Kostenfaktoren

  • Nacherfassung von Belegen oder Korrekturbuchungen
  • Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen oder -erklärungen
  • Gebühren des Unternehmensregisters nach dem JVKostG (KV Nr. 1420 ff.)
  • Prüfungskosten bei mittelgroßen und großen GmbHs

Wie erfolgt die Offenlegung beim Unternehmensregister?

Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) am 1. August 2022 erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Der früher übliche Weg über den Bundesanzeiger entfällt. Die Einreichung erfolgt elektronisch in einem vom Unternehmensregister akzeptierten Format; das ESEF-Format gilt nur für kapitalmarktorientierte Unternehmen.

Ablauf der elektronischen Offenlegung

  1. Feststellung des Jahresabschlusses: Beschluss der Gesellschafterversammlung nach § 42a GmbHG
  2. Aufbereitung der Unterlagen: Offenzulegende Unterlagen in einem akzeptierten elektronischen Format
  3. Einreichung beim Unternehmensregister: Elektronische Übermittlung an die das Unternehmensregister führende Stelle
  4. Prüfung durch die das Unternehmensregister führende Stelle: Kontrolle auf fristgerechte und vollständige Einreichung (§ 329 HGB)
  5. Veröffentlichung: Freigabe im öffentlich zugänglichen Unternehmensregister

Achtung

Die Offenlegungsfrist von 12 Monaten nach Bilanzstichtag (§ 325 HGB) ist zwingend. Bei Überschreitung leitet das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren ein: Zunächst wird ein Ordnungsgeld angedroht und eine Nachfrist von sechs Wochen gesetzt. Ordnungsgelder betragen 2.500 bis 25.000 Euro; für Kleinst- und kleine Kapitalgesellschaften ist bei Nachholung nach Fristablauf eine Herabsetzung möglich (§ 335 Abs. 4 HGB).

Größenabhängige Offenlegungspflichten

  • Kleine GmbH: Bilanz und Anhang ohne GuV-bezogene Angaben (§ 326 Abs. 1 HGB); Kleinst-GmbH: Hinterlegung der Bilanz möglich (§ 326 Abs. 2 HGB)
  • Mittelgroße GmbH: Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht, Bestätigungsvermerk
  • Große GmbH: Vollständiger Jahresabschluss inkl. aller Erläuterungen

Viele Steuerberater übernehmen die Offenlegung als Service. Das kann Geschäftsführern technische Hürden ersparen und das Risiko von Formfehlern verringern.

Welche häufigen Fehler sollten bei der Bilanzerstellung vermieden werden?

Fehler in der Bilanzerstellung können schwerwiegende Folgen haben: Von falschen Steuerberechnungen über Haftungsrisiken für die Geschäftsführung bis hin zu Ordnungsgeldern und strafrechtlichen Konsequenzen bei vorsätzlicher Falschbilanzierung. Die folgenden Fehlerquellen treten in der Praxis besonders häufig auf:

Typische Fehlerquellen

  • Falsche Abgrenzung: Fehlende oder fehlerhafte Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 HGB (z. B. im Voraus gezahlte Versicherungsbeiträge oder im Voraus erhaltene Mieten)
  • Unzureichende Rückstellungen: Fehlende Rückstellungen für Steuern, drohende Verluste, unterlassene Instandhaltung oder Gewährleistungen (§ 249 HGB)
  • Fehlerhafte Bewertung: Verstoß gegen Anschaffungskostenprinzip, fehlende Abschreibungen oder unzulässige Zuschreibungen
  • Nichtbeachtung von Bilanzierungsverboten: Z. B. Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Verbot nach § 248 Abs. 2 HGB)
  • Fristversäumnisse: Verspätete Aufstellung, Feststellung oder Offenlegung
  • Unvollständiger Anhang: Fehlende Pflichtangaben nach § 284 und § 285 HGB

Konsequenzen bei Fehlern

§ 331 HGB

Strafbarkeit unrichtiger Darstellung im Jahresabschluss

2.500–25.000 €

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

§ 43 GmbHG

Haftung der Geschäftsführung

Hinweis

Durch eine strukturierte Vorbereitung mit digitalen Tools und fachkundige Unterstützung lassen sich viele Fehler vermeiden.

Welche Rolle spielt Digitalisierung bei der Bilanzerstellung?

Die Digitalisierung hat die Prozesse rund um Buchhaltung und Jahresabschluss grundlegend verändert. Moderne Buchhaltungssoftware, elektronische Belegerfassung und cloudbasierte Schnittstellen zwischen Mandant und Steuerberater ermöglichen eine deutlich effizientere, fehlerfreiere und transparentere Zusammenarbeit.

Vorteile digitaler Buchhaltung

  • Automatisierte Belegerfassung: OCR-Erkennung und automatische Kontierung reduzieren manuellen Aufwand
  • Echtzeit-Zugriff: Geschäftsführung und Steuerberater arbeiten mit denselben aktuellen Daten
  • Fehlerreduktion: Automatische Plausibilitätsprüfungen und Kontrollmechanismen
  • Revisionssichere Archivierung: GoBD-konforme Aufbewahrung aller Belege
  • Schnellere Jahresabschlusserstellung: Vorbereitete Daten beschleunigen die Bilanzerstellung erheblich

Integration von Plattformen

OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit. Grundlage sind die Buchhaltungsdaten des Unternehmens, etwa im Format des DATEV-Exports. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.

Unternehmen

Stellt die Buchhaltungsdaten bereit, z. B. im Format des DATEV-Exports

Software

Erstellt den KI-gestützten Entwurf und übermittelt technisch nach § 87d AO

Optional: kooperierender Steuerberater

Prüft, gibt frei und unterzeichnet gegen Aufpreis

Prüfung, Entscheidung und Feststellung des Jahresabschlusses obliegen dabei der Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich als GmbH-Geschäftsführer die Bilanz selbst erstellen?

Ja, die Aufstellung des Jahresabschlusses ist Aufgabe der Geschäftsführung (§ 41 GmbHG, § 264 Abs. 1 HGB). Fehler bei Ansatz, Bewertung oder Offenlegung können zu Haftungsrisiken, Ordnungsgeldern und steuerlichen Nachteilen führen. Wer Unterstützung möchte, kann Steuerberater, Rechtsanwälte oder Wirtschaftsprüfer beauftragen (§ 3 StBerG).

Was passiert, wenn ich die Offenlegungsfrist versäume?

Wird der Jahresabschluss nicht innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister eingereicht, leitet das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt zwischen 2.500 und 25.000 Euro. Das Ordnungsgeld kann wiederholt festgesetzt werden, bis die Offenlegung erfolgt. Wird sie erst nach Ablauf der sechswöchigen Nachfrist nachgeholt, kann es für Kleinstkapitalgesellschaften (bei Hinterlegung) auf 500 Euro und für kleine Kapitalgesellschaften auf 1.000 Euro herabgesetzt werden (§ 335 Abs. 4 HGB).

Welche Größenklasse hat meine GmbH und welche Erleichterungen gibt es?

Die Größenklasse bestimmt sich nach § 267 HGB anhand von Bilanzsumme, Umsatzerlösen und Mitarbeiterzahl. Kleine Kapitalgesellschaften dürfen eine verkürzte Bilanz offenlegen und auf Lagebericht sowie Prüfung verzichten. Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB haben weitere Erleichterungen. Mittelgroße und große GmbHs sind prüfungspflichtig (§ 316 HGB); mittelgroße dürfen bei der Offenlegung Erleichterungen nach § 327 HGB nutzen.

Muss ich zusätzlich zur Bilanz auch eine Steuerbilanz erstellen?

Nicht zwingend als eigenes Dokument: Handelsbilanz (nach HGB) und Steuerbilanz (nach EStG/KStG) dienen unterschiedlichen Zwecken, statt einer eigenen Steuerbilanz genügt eine Überleitungsrechnung (§ 60 Abs. 2 EStDV). Die Handelsbilanz wird beim Unternehmensregister offengelegt, die steuerlichen Werte bilden die Grundlage für die Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererklärung und werden mit der E-Bilanz übermittelt (§ 5b EStG).

Wie lange muss ich Bilanzen und Jahresabschlüsse aufbewahren?

Nach § 257 HGB und § 147 AO beträgt die Aufbewahrungsfrist für Jahresabschlüsse, Bilanzen und Eröffnungsbilanz 10 Jahre. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem der Jahresabschluss aufgestellt wurde (§ 257 Abs. 5 HGB). Buchungsbelege sind acht Jahre aufzubewahren. Auch digitale Dokumente müssen GoBD-konform archiviert werden. Verstöße gegen die Aufbewahrungspflicht können steuerliche Nachteile (Schätzungsbefugnis) nach sich ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung. Gesetzliche Grundlagen: § 242 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 325 HGB – Offenlegung, § 42a GmbHG – Feststellungsfrist, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Ben
Ben
KI-Assistenz
Kennenlerntermin15 Min · Raphael Diener