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Datum

Lesedauer

11–16 Minuten


OnlineBilanzBlogBescheinigung Jahresabschluss

Bescheinigung Jahresabschluss 2026: Leitfaden für GmbH & UG

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Bescheinigung des Jahresabschlusses ist eine formale Bestätigung über Erstellung, Methodik und Verantwortung. Sie dokumentiert den Entstehungsprozess des Abschlusses und schafft Transparenz gegenüber Banken, Behörden und Geschäftspartnern. Dabei sind neben der korrekten Darstellung auch die Bewertungsgrundsätze im Jahresabschluss sowie die Kennzahlen im Jahresabschluss von zentraler Bedeutung. Dieser Leitfaden erklärt die rechtlichen Anforderungen, Unterschiede zu Prüfungen und praktische Umsetzung für Kapitalgesellschaften.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Die Bescheinigung Jahresabschluss ist eine formale Erklärung über die Erstellung und Grundlagen des Jahresabschlusses. Sie dokumentiert Verantwortlichkeiten, angewendete Methoden und Umfang der Tätigkeiten – ohne prüferische Gewähr wie bei einem Testat nach § 322 HGB.

Was ist eine Bescheinigung zum Jahresabschluss?

Die Bescheinigung des Jahresabschlusses ist eine formale Erklärung, die bestätigt, dass ein Jahresabschluss erstellt wurde und auf welchen Grundlagen dieser basiert. Sie dokumentiert die Verantwortung, die angewendeten Methoden und den Umfang der durchgeführten Tätigkeiten.

Wichtig: Die Bescheinigung ist kein Testat im Sinne einer Prüfung nach § 322 HGB. Sie ist eine Erstellungs- oder Plausibilitätsbescheinigung, die Auskunft über den Entstehungsprozess gibt – nicht über die vollständige Richtigkeit in jedem Detail.

Hinweis

Die Bescheinigung dokumentiert den Erstellungsprozess, während ein Prüfungstestat nach § 322 HGB die Ordnungsmäßigkeit des gesamten Jahresabschlusses beurteilt. Nur prüfungspflichtige Gesellschaften benötigen ein Testat.

Funktionen der Bescheinigung

  • Transparenz gegenüber Banken, Behörden und Geschäftspartnern
  • Dokumentation der Erstellung nach allgemein anerkannten Grundsätzen (§ 243 HGB)
  • Nachweis der Verantwortlichkeiten im Erstellungsprozess
  • Vertrauensbildung bei Kreditvergaben und Bonitätsprüfungen

Für Kapitalgesellschaften nach § 264 HGB ist die nachvollziehbare Dokumentation des Jahresabschlusses essentiell – auch wenn keine gesetzliche Prüfungspflicht nach § 316 HGB besteht.

Warum ist die Bescheinigung für Unternehmen wichtig?

Die Bedeutung der Bescheinigung wird häufig unterschätzt. Sie erfüllt mehrere zentrale Funktionen für GmbH, UG und AG.

Rechtssicherheit und Transparenz

Banken, Förderstellen oder Geschäftspartner verlangen zunehmend nachvollziehbar dokumentierte Unterlagen. Die Bescheinigung belegt, dass der Erstellungsprozess strukturiert und regelkonform nach § 243 HGB und § 246 HGB ablief.

Bei der Offenlegung nach § 325 HGB beim Unternehmensregister kann die Bescheinigung zusätzliche Glaubwürdigkeit schaffen – insbesondere bei mittelgroßen Gesellschaften nach § 267 Abs. 2 HGB.

Vertrauensbildung bei Stakeholdern

Eine klare, vollständige Bescheinigung zeigt, dass die Zahlen nicht auf spontanen Annahmen beruhen, sondern nachvollziehbar erstellt und durch Fachleute geprüft wurden. Dies ist besonders wichtig bei Gesellschafterversammlungen nach § 42a GmbHG.

78%

der Banken verlangen Bescheinigungen bei Kreditanträgen

12 Monate

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

500-25.000 €

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

Unterstützung bei Kreditvergaben

Kreditinstitute prüfen die Bonität anhand des Jahresabschlusses. Eine professionelle Bescheinigung erhöht die Glaubwürdigkeit der Zahlen und kann Kreditentscheidungen positiv beeinflussen.

Besonders bei kleineren Gesellschaften ohne Prüfungspflicht nach § 316 HGB ist die Bescheinigung oft das einzige externe Qualitätsmerkmal des Abschlusses.

Arten von Bescheinigungen im Jahresabschluss

Es gibt verschiedene Formen von Bescheinigungen, die sich nach Umfang und Tiefe der erbrachten Leistungen unterscheiden.

Erstellungsbescheinigung

Die Erstellungsbescheinigung bestätigt, dass der Steuerberater oder die Kanzlei den Jahresabschluss auf Basis der vom Unternehmen bereitgestellten Unterlagen erstellt hat. Sie enthält keine prüferische Gewähr und keine Aussage zur Vollständigkeit oder Richtigkeit.

Die Verantwortung für die Richtigkeit der Zahlen liegt nach § 264 Abs. 1 HGB beim Geschäftsführer der GmbH oder UG.

Plausibilitätsbescheinigung

Die Plausibilitätsbescheinigung geht einen Schritt weiter: Der Steuerberater bestätigt, dass die Zahlen plausibel und in sich schlüssig erscheinen. Er führt dabei übliche Plausibilitätsprüfungen durch (Vergleich Vorjahr, Kennzahlenanalyse, Abstimmung mit Steuererklärungen).

Diese Form ist häufig bei mittelgroßen Kapitalgesellschaften üblich, die keine gesetzliche Prüfungspflicht haben.

Zusammenstellungsbescheinigung

Die Zusammenstellungsbescheinigung dokumentiert, dass der Berater die vom Unternehmen gelieferten Daten zusammengestellt und strukturiert hat – ohne eigene Prüfungshandlungen oder Plausibilitätskontrolle.

Bescheinigungsart Umfang Verantwortung Typische Nutzer
Erstellungsbescheinigung Erstellung auf Basis Unterlagen Geschäftsführer Kleine GmbH/UG
Plausibilitätsbescheinigung Plausibilitätsprüfung Geschäftsführer mit Beratung Mittelgroße GmbH
Zusammenstellungsbescheinigung Zusammenstellung ohne Prüfung Geschäftsführer Kleinstunternehmen
Prüfungstestat § 322 HGB Vollständige Prüfung Wirtschaftsprüfer Große AG/GmbH

Unterschied zwischen Bescheinigung und Prüfungstestat

Viele Geschäftsführer verwechseln die Bescheinigung mit einem Prüfungstestat. Die Unterschiede sind jedoch fundamental und haben weitreichende rechtliche Konsequenzen.

Prüfungstestat nach § 322 HGB

Ein Prüfungstestat wird nur von einem Wirtschaftsprüfer erteilt und ist bei prüfungspflichtigen Kapitalgesellschaften nach § 316 HGB vorgeschrieben. Es beinhaltet eine umfassende Prüfung nach § 317 HGB.

Das Testat bestätigt, dass der Jahresabschluss und Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften und ergänzenden Satzungsbestimmungen entsprechen. Es wird nach § 325 HGB mit offengelegt.

Bescheinigung ohne Prüfung

Die Bescheinigung dokumentiert lediglich den Erstellungsprozess. Sie wird typischerweise von Steuerberatern ausgestellt und enthält keine prüferische Durchsicht im Sinne von § 317 HGB.

Achtung

Eine Bescheinigung ersetzt nicht die gesetzliche Prüfungspflicht nach § 316 HGB. Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer prüfen lassen – unabhängig von jeder Bescheinigung.

Bescheinigung

  • Dokumentiert Erstellungsprozess
  • Keine prüferische Gewähr
  • Von Steuerberatern erstellt
  • Keine gesetzliche Pflicht
  • Verantwortung bleibt beim Geschäftsführer

Prüfungstestat § 322 HGB

  • Bestätigt Ordnungsmäßigkeit
  • Umfassende Prüfung nach § 317 HGB
  • Nur von Wirtschaftsprüfern
  • Pflicht nach § 316 HGB
  • Prüfer haftet für Testat

„Die Bescheinigung ist ein wichtiges Instrument zur Dokumentation – aber kein Ersatz für eine Prüfung. Geschäftsführer tragen nach § 264 Abs. 1 HGB die volle Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses, unabhängig von Bescheinigungen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Voraussetzungen und Inhalte einer Bescheinigung

Eine ordnungsgemäße Bescheinigung zum Jahresabschluss muss bestimmte formale und inhaltliche Anforderungen erfüllen, um rechtssicher und aussagekräftig zu sein.

Formale Voraussetzungen

  • Schriftform mit Datum und Unterschrift des Erstellers
  • Vollständige Bezeichnung der Gesellschaft (Firma nach § 17 HGB)
  • Angabe des Bilanzstichtags (z.B. 31.12.2025)
  • Name und Berufsbezeichnung des Erstellers (Steuerberater, WP)
  • Eindeutige Bezeichnung als Bescheinigung (nicht Testat)

Inhaltliche Anforderungen

Die Bescheinigung muss klar dokumentieren, welche Tätigkeiten durchgeführt wurden und auf welchen Grundlagen der Jahresabschluss basiert.

  • Angabe der verwendeten Unterlagen (Buchhaltung, Belege, Verträge)
  • Beschreibung der angewendeten Methoden (§ 252 HGB Bewertungsgrundsätze)
  • Umfang der durchgeführten Tätigkeiten (Erstellung, Plausibilitätsprüfung)
  • Hinweis auf Verantwortung des Geschäftsführers nach § 264 HGB
  • Klare Abgrenzung zu Prüfungsleistungen nach § 317 HGB

Rechtliche Grundlagen

Die Bescheinigung bezieht sich auf die Erstellung des Jahresabschlusses nach § 242 HGB und § 264 HGB. Sie dokumentiert die Anwendung der Bewertungsgrundsätze nach § 252 HGB und der Gliederungsvorschriften nach § 266 HGB.

Bei der Offenlegung nach § 325 HGB beim Unternehmensregister ist die Bescheinigung selbst nicht offenlegungspflichtig – nur das Testat prüfungspflichtiger Gesellschaften nach § 325 Abs. 1a HGB.

Erstellung der Bescheinigung in der Praxis

Die praktische Erstellung einer Bescheinigung folgt einem strukturierten Prozess, der die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Steuerberater erfordert.

Schritt 1: Vorbereitung der Unterlagen

Der Geschäftsführer stellt alle notwendigen Unterlagen bereit: Buchhaltungsdaten, Bankbelege, Verträge, Inventurlisten und sonstige relevante Dokumente. Die Vollständigkeit liegt in der Verantwortung des Geschäftsführers nach § 264 Abs. 1 HGB.

Für Kapitalgesellschaften müssen Bilanz nach § 266 HGB und Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB erstellt werden. Mittelgroße und große Gesellschaften nach § 267 HGB benötigen zusätzlich einen Anhang nach § 284 HGB.

Schritt 2: Erstellung des Jahresabschlusses

Der Steuerberater erstellt den Jahresabschluss auf Basis der bereitgestellten Unterlagen. Dabei werden die Bewertungsvorschriften nach § 252 bis § 256 HGB angewendet und die Gliederungsvorschriften nach § 266 HGB und § 275 HGB beachtet.

Bei OnlineBilanz.de erfolgt die Erstellung durch die Geschäftsführung mit KI-Assistenz, gefolgt von einer steuerlichen Prüfung und Optimierung durch erfahrene Steuerberater.

Schritt 3: Ausstellung der Bescheinigung

Nach Fertigstellung des Jahresabschlusses stellt der Steuerberater die Bescheinigung aus. Diese dokumentiert den Erstellungsprozess und die angewendeten Methoden.

Hinweis

Die Bescheinigung wird typischerweise zusammen mit dem Jahresabschluss an die Geschäftsführung übergeben. Sie dient als Nachweis für Banken und Gesellschafter, nicht aber als Offenlegungsdokument beim Unternehmensregister.

Schritt 4: Feststellung und Offenlegung

Der Jahresabschluss muss nach § 42a GmbHG von den Gesellschaftern festgestellt werden: binnen 11 Monaten bei kleinen Gesellschaften, binnen 8 Monaten bei mittelgroßen und großen Gesellschaften.

Die Offenlegung beim Unternehmensregister muss nach § 325 HGB binnen 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erfolgen. Bei Bilanzstichtag 31.12.2025 ist die Frist der 31.12.2026.

Kleine GmbH § 267 Abs. 1

  • Feststellung: 11 Monate
  • Offenlegung: 12 Monate
  • Vereinfachte Bilanz möglich
  • Kein Lagebericht erforderlich

Mittelgroße GmbH § 267 Abs. 2

  • Feststellung: 8 Monate
  • Offenlegung: 12 Monate
  • Vollständiger Anhang § 284
  • Lagebericht erforderlich § 289

Große GmbH § 267 Abs. 3

  • Feststellung: 8 Monate
  • Offenlegung: 12 Monate
  • Prüfungspflicht § 316
  • Erweiterter Anhang § 285

Rechtliche Anforderungen und Haftung

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Bescheinigungen ergeben sich aus Handelsrecht, Berufsrecht und Haftungsvorschriften.

Verantwortung des Geschäftsführers

Nach § 264 Abs. 1 HGB haben die gesetzlichen Vertreter (Geschäftsführer) den Jahresabschluss aufzustellen. Diese Verantwortung bleibt auch bei Bescheinigungen bestehen – die Bescheinigung entlastet den Geschäftsführer nicht.

Bei falscher oder unvollständiger Bilanz drohen nach § 283b StGB strafrechtliche Konsequenzen. Die Bescheinigung schützt nicht vor Haftung bei vorsätzlich falschen Angaben.

Achtung

Wichtig: Die Bescheinigung eines Steuerberaters befreit den Geschäftsführer nicht von seiner gesetzlichen Verantwortung nach § 264 HGB. Bei fehlerhaftem Jahresabschluss haftet primär die Geschäftsführung nach § 43 GmbHG.

Berufspflichten des Steuerberaters

Steuerberater unterliegen den Berufspflichten nach § 57 StBerG. Bei der Erstellung von Jahresabschlüssen müssen sie die allgemein anerkannten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach § 243 HGB beachten.

Die Bescheinigung muss klar und eindeutig sein. Irreführende Formulierungen, die eine Prüfung suggerieren, sind berufsrechtlich unzulässig.

Haftung bei fehlerhafter Bescheinigung

Der Steuerberater haftet für Fehler in der Bescheinigung nur im Rahmen seiner Sorgfaltspflichten. Bei reinen Erstellungsbescheinigungen haftet er nicht für die Richtigkeit der Zahlen, wenn diese vom Mandanten stammen.

Bei Plausibilitätsbescheinigungen erweitert sich die Haftung auf erkennbare Ungereimtheiten, die hätten auffallen müssen.

Sanktionen bei Verstößen

Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung nach § 325 HGB droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB in Höhe von 500 bis 25.000 Euro. Die Bescheinigung selbst ist nicht offenlegungspflichtig.

Bei vorsätzlich falscher Bilanzierung kann nach § 331 HGB ein Zwangsgeld und nach § 283b StGB eine strafrechtliche Verfolgung drohen.

Häufige Fehler bei Bescheinigungen vermeiden

In der Praxis treten immer wieder typische Fehler auf, die die Aussagekraft und Rechtssicherheit von Bescheinigungen beeinträchtigen.

Verwechslung mit Prüfungstestat

Der häufigste Fehler ist die Annahme, eine Bescheinigung ersetze die gesetzliche Prüfungspflicht nach § 316 HGB. Prüfungspflichtige Gesellschaften benötigen zwingend ein Testat nach § 322 HGB – keine Bescheinigung.

Banken und Geschäftspartner erkennen den Unterschied und bewerten Bescheinigungen entsprechend niedriger als Prüfungstestate.

Unklare Formulierungen

Viele Bescheinigungen enthalten unklare oder missverständliche Formulierungen. Die Bescheinigung muss eindeutig dokumentieren, welche Tätigkeiten durchgeführt wurden und welche nicht.

Achtung

Vermeiden Sie Formulierungen wie „geprüft und für richtig befunden“ in Bescheinigungen. Diese suggerieren eine Prüfung nach § 317 HGB, die nicht stattgefunden hat. Korrekt ist: „erstellt auf Basis der bereitgestellten Unterlagen“.

Fehlende Abgrenzung der Verantwortung

Die Bescheinigung muss klar dokumentieren, dass die Verantwortung für die Vollständigkeit und Richtigkeit beim Geschäftsführer nach § 264 Abs. 1 HGB liegt. Fehlt dieser Hinweis, kann Haftungsunklarheit entstehen.

Unvollständige Dokumentation

Viele Bescheinigungen dokumentieren nicht ausreichend, welche Unterlagen verwendet wurden und welche Methoden zur Anwendung kamen. Dies reduziert die Aussagekraft erheblich.

  • Vollständige Bezeichnung der verwendeten Unterlagen dokumentieren
  • Angewendete Bewertungsmethoden nach § 252 HGB benennen
  • Umfang der Tätigkeiten präzise beschreiben
  • Verantwortung des Geschäftsführers § 264 HGB explizit nennen
  • Abgrenzung zu Prüfungsleistungen § 317 HGB klar formulieren
  • Datum und Unterschrift nicht vergessen

Fristversäumnisse

Die Bescheinigung sollte zeitnah nach Erstellung des Jahresabschlusses ausgestellt werden. Verspätete Bescheinigungen können bei Kreditanträgen oder Gesellschafterversammlungen nach § 42a GmbHG Probleme verursachen.

Beachten Sie die Feststellungsfristen: 11 Monate für kleine Gesellschaften, 8 Monate für mittelgroße und große Gesellschaften. Die Offenlegungsfrist nach § 325 HGB beträgt 12 Monate.

„Eine professionell erstellte Bescheinigung ist kein Luxus, sondern ein wichtiges Instrument der Unternehmensführung. Sie dokumentiert Professionalität und schafft Vertrauen bei allen Stakeholdern – vorausgesetzt, sie wird korrekt formuliert und abgegrenzt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praktische Tipps für korrekte Bescheinigungen

  • Klären Sie mit Ihrem Steuerberater den genauen Umfang der Bescheinigung
  • Dokumentieren Sie alle bereitgestellten Unterlagen schriftlich
  • Fordern Sie eine eindeutige Formulierung ohne Prüfungssuggestionen
  • Bewahren Sie die Bescheinigung zusammen mit dem Jahresabschluss auf
  • Legen Sie die Bescheinigung bei Kreditanträgen und Bonitätsprüfungen vor
  • Beachten Sie, dass die Bescheinigung nicht beim Unternehmensregister offenzulegen ist

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Bescheinigung zum Jahresabschluss gesetzlich vorgeschrieben?

Nein, die Bescheinigung ist keine gesetzliche Pflicht. Vorgeschrieben ist nach § 264 HGB nur die Erstellung des Jahresabschlusses durch den Geschäftsführer und bei prüfungspflichtigen Gesellschaften nach § 316 HGB die Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer. Die Bescheinigung ist ein freiwilliges Instrument zur Dokumentation und Vertrauensbildung gegenüber Banken, Gesellschaftern und Geschäftspartnern.

Kann eine Bescheinigung das Prüfungstestat nach § 322 HGB ersetzen?

Nein, eine Bescheinigung ersetzt niemals die gesetzliche Prüfungspflicht nach § 316 HGB. Prüfungspflichtige Kapitalgesellschaften (typischerweise große und bestimmte mittelgroße Gesellschaften nach § 267 HGB) benötigen zwingend ein Testat eines Wirtschaftsprüfers. Die Bescheinigung dokumentiert nur den Erstellungsprozess, nicht die geprüfte Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses.

Welche Inhalte muss eine ordnungsgemäße Bescheinigung enthalten?

Eine ordnungsgemäße Bescheinigung enthält: vollständige Firmenbezeichnung und Bilanzstichtag, Name und Berufsbezeichnung des Erstellers, Angabe der verwendeten Unterlagen, Beschreibung der angewendeten Methoden nach § 252 HGB, Umfang der durchgeführten Tätigkeiten, eindeutige Abgrenzung zu Prüfungsleistungen, Hinweis auf Verantwortung des Geschäftsführers nach § 264 HGB sowie Datum und Unterschrift.

Muss die Bescheinigung beim Unternehmensregister offengelegt werden?

Nein, die Bescheinigung selbst ist nicht offenlegungspflichtig nach § 325 HGB. Beim Unternehmensregister sind nur der Jahresabschluss (Bilanz, GuV, ggf. Anhang) und bei prüfungspflichtigen Gesellschaften das Prüfungstestat nach § 325 Abs. 1a HGB offenzulegen. Die Bescheinigung dient der internen Dokumentation und als Nachweis gegenüber Banken, Gesellschaftern und Geschäftspartnern.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 264 HGB (Pflicht zur Aufstellung), § 316 HGB (Prüfungspflicht), § 322 HGB (Bestätigungsvermerk), § 325 HGB (Offenlegung). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
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Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

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Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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