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Lesedauer

15–22 Minuten

OnlineBilanzBlogAufbewahrungsfrist Lohnunterlagen

Aufbewahrungsfrist Lohnunterlagen 2026 – Pflichten & Fristen

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Aufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen beträgt in der Regel sechs Jahre nach § 147 AO – bei Sozialversicherungsunterlagen gelten teilweise längere Fristen. Arbeitgeber müssen sämtliche Lohnabrechnungen, Beitragsnachweise und Arbeitszeitdokumente revisionssicher archivieren. Wer seine Lohnbuchhaltung durch einen Steuerberater führen lässt, profitiert von professioneller Dokumentation und rechtskonformer Archivierung.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Lohnunterlagen müssen nach § 147 AO grundsätzlich sechs Jahre aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgt ist. Für bestimmte Sozialversicherungsunterlagen gelten nach § 28f SGB IV bis zu 30 Jahre Aufbewahrungspflicht. Verstöße können zu Bußgeldern bis 25.000 Euro und steuerlichen Schätzungen führen.

Welche gesetzliche Aufbewahrungsfrist gilt für Lohnunterlagen?

Für Lohnunterlagen gilt in Deutschland eine gesetzliche Aufbewahrungsfrist von 6 Jahren nach § 257 Abs. 1 Nr. 4 HGB in Verbindung mit § 147 Abs. 1 Nr. 4 AO. Diese Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung im jeweiligen Dokument vorgenommen wurde. Bei Lohnunterlagen für das Kalenderjahr 2025 endet die Aufbewahrungsfrist somit am 31.12.2031.

Zu den aufbewahrungspflichtigen Lohnunterlagen zählen alle Dokumente, die für die Lohnabrechnung relevant sind: Lohnabrechnungen, Stundenzettel, Arbeitszeitnachweise, Urlaubslisten, Krankheitsnachweise, Lohnsteueranmeldungen, Sozialversicherungsnachweise sowie sämtliche Belege über Lohnzahlungen und Lohnnebenkosten. Die Aufbewahrung muss so erfolgen, dass eine Nachprüfbarkeit durch Finanzbehörden und Sozialversicherungsträger jederzeit gewährleistet ist.

Fristberechnung konkret

Die 6-Jahres-Frist läuft nicht ab Entstehung des Dokuments, sondern ab Jahresende. Lohnabrechnungen vom Januar 2025 müssen daher bis 31.12.2031 aufbewahrt werden — genauso wie Abrechnungen vom Dezember 2025. Für alle Unterlagen eines Kalenderjahres gilt somit einheitlich dieselbe Vernichtungsfrist.

Unterscheidung: 6 Jahre versus 10 Jahre

Während für Lohnunterlagen die 6-jährige Aufbewahrungsfrist gilt, unterliegen andere Geschäftsunterlagen einer 10-jährigen Frist (§ 147 Abs. 1 Nr. 1 AO, § 257 Abs. 1 Nr. 1 HGB). Hierzu zählen Jahresabschlüsse, Eröffnungsbilanzen, Bücher und Aufzeichnungen sowie Inventare. GmbH-Geschäftsführer sollten daher eine klare Dokumentenklassifizierung vornehmen, um beide Fristen korrekt zu handhaben.

Welche Lohnunterlagen müssen konkret aufbewahrt werden?

Die Aufbewahrungspflicht nach § 257 HGB und § 147 AO erfasst sämtliche Unterlagen, die zur ordnungsgemäßen Lohnabrechnung und deren Nachprüfung erforderlich sind. Der Gesetzgeber verlangt eine vollständige, geordnete und nachvollziehbare Dokumentation aller lohnsteuer- und sozialversicherungsrelevanten Vorgänge.

Pflichtdokumente für jede Lohnabrechnung

  • Lohnabrechnungen und Gehaltsabrechnungen — die monatlichen bzw. periodischen Abrechnungen für jeden Arbeitnehmer
  • Lohnkonten nach § 41 Abs. 1 EStG — die laufende Erfassung aller steuerrelevanten Bezüge und Abzüge
  • Arbeitszeitnachweise — Stundenzettel, digitale Zeiterfassungen, Überstundennachweise
  • Urlaubslisten und Fehlzeitenübersichten — Urlaubs-, Krankheits- und Abwesenheitsdokumente
  • Sozialversicherungsnachweise — Meldungen an Krankenkassen, Rentenversicherung, Unfallversicherung
  • Lohnsteueranmeldungen — monatliche bzw. quartalsweise Anmeldungen beim Finanzamt
  • Bescheinigungen und Verträge — Arbeitsverträge, Änderungsvereinbarungen, Dienstwagenvereinbarungen, Gehaltserhöhungen

Weitere aufbewahrungspflichtige Unterlagen

  • Betriebliche Altersversorgung und vermögenswirksame Leistungen
  • Lohnpfändungen und Abtretungserklärungen
  • Reisekostenabrechnungen und Spesennachweise
  • Sachbezüge (Dienstwagen, Warengutscheine, etc.)
  • Abfindungen, Abgangsentschädigungen, Altersteilzeitvereinbarungen
  • Jahresbescheinigungen für Arbeitnehmer (elektronische Lohnsteuerbescheinigung)

„In der Praxis sehen wir häufig, dass Unternehmen zwar Lohnabrechnungen selbst aufbewahren, aber Arbeitszeitnachweise oder Urlaubslisten nach ein bis zwei Jahren entsorgen. Das kann bei einer Lohnsteuer-Außenprüfung oder SV-Betriebsprüfung zu Problemen führen, da die Finanzverwaltung die Vollständigkeit aller Unterlagen verlangt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Achtung: Auch digitale Unterlagen unterliegen der Aufbewahrungspflicht

Wer Lohnabrechnungen digital erstellt oder digital signierte Zeiterfassungen nutzt, muss diese gemäß den GoBD in unveränderter, jederzeit lesbarer Form archivieren. Eine bloße E-Mail-Ablage oder PDF-Sammlung ohne Revisionssicherheit genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht.

Wann beginnt und endet die Aufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen?

Die Aufbewahrungsfrist beginnt gemäß § 147 Abs. 4 AO mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung in das Dokument erfolgt ist oder das Dokument entstanden ist. Entscheidend ist dabei nicht das Datum der Zahlung oder der Abrechnungserstellung, sondern das Ende des jeweiligen Kalenderjahres.

Kalenderjahr der Lohnabrechnung Beginn der Aufbewahrungsfrist Ende der Aufbewahrungsfrist (6 Jahre) Früheste Vernichtung ab
2025 01.01.2026 31.12.2031 01.01.2032
2024 01.01.2025 31.12.2030 01.01.2031
2023 01.01.2024 31.12.2029 01.01.2030
2022 01.01.2023 31.12.2028 01.01.2029
2021 01.01.2022 31.12.2027 01.01.2028

Diese einheitliche Fristberechnung vereinfacht die Archivverwaltung erheblich: Sämtliche Lohnunterlagen eines Kalenderjahres können gemeinsam nach Ablauf der Frist vernichtet werden. Eine monatsgenaue Differenzierung ist nicht erforderlich.

Verlängerung der Frist bei laufenden Prüfungen

Wird vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist eine Außenprüfung durch das Finanzamt (§ 193 AO) oder eine Betriebsprüfung durch die Sozialversicherungsträger (§ 28p SGB IV) angekündigt oder eingeleitet, verlängert sich die Aufbewahrungspflicht automatisch bis zum rechtskräftigen Abschluss der Prüfung. Eine vorzeitige Vernichtung von Unterlagen während einer laufenden Prüfung kann als Ordnungswidrigkeit (§ 379 AO) oder im Extremfall als Steuerhinterziehung (§ 370 AO) qualifiziert werden.

Praxishinweis: Dokumentieren Sie die Vernichtung

Es empfiehlt sich, die Vernichtung aufbewahrungspflichtiger Unterlagen zu dokumentieren (Vernichtungsprotokoll mit Datum, Art und Umfang der vernichteten Dokumente). So können Sie bei Rückfragen der Finanzverwaltung nachweisen, dass die Unterlagen ordnungsgemäß und fristgerecht entsorgt wurden.

Welche Rechtsgrundlagen regeln die Aufbewahrungspflicht?

Die Aufbewahrungspflicht für Lohnunterlagen ergibt sich aus mehreren parallelen Rechtsquellen. Anders als bei anderen Geschäftsunterlagen greifen hier sowohl handelsrechtliche, steuerrechtliche als auch sozialversicherungsrechtliche Vorgaben ineinander.

Handelsrechtliche Grundlagen (HGB)

Nach § 257 Abs. 1 Nr. 4 HGB sind Handelsbriefe, zu denen auch Lohnunterlagen im weiteren Sinne zählen können, sechs Jahre aufzubewahren. Für Kapitalgesellschaften wie die GmbH ist diese Vorschrift gemäß § 238 HGB zwingend. Die handelsrechtliche Aufbewahrungspflicht dient der Nachvollziehbarkeit von Geschäftsvorfällen und der Sicherung der Beweismittel für Rechtsstreitigkeiten.

Steuerrechtliche Grundlagen (AO, EStG)

§ 147 Abs. 1 Nr. 4 AO verpflichtet zur Aufbewahrung sonstiger Unterlagen, soweit sie für die Besteuerung von Bedeutung sind. Hierunter fallen explizit Lohnunterlagen. Ergänzend schreibt § 41 Abs. 1 EStG die Führung von Lohnkonten vor, die ebenfalls der 6-jährigen Aufbewahrungsfrist unterliegen. Die steuerrechtliche Pflicht besteht unabhängig von der Rechtsform — sie gilt für GmbH, UG, AG, Einzelunternehmen und Personengesellschaften gleichermaßen.

Sozialversicherungsrechtliche Grundlagen (SGB IV)

§ 28f SGB IV verpflichtet Arbeitgeber zur Aufbewahrung von Unterlagen, die für die Prüfung der ordnungsgemäßen Erfüllung der sozialversicherungsrechtlichen Pflichten erforderlich sind. Auch hier gilt eine Frist von mindestens 6 Jahren. Gleiches regelt § 28h Abs. 1 Satz 2 SGB IV für die Meldepflichten zur Sozialversicherung.

Handelsrecht (§ 257 HGB)

6 Jahre Aufbewahrung für Handelsbriefe und empfangene Handelsgeschäfte; Sicherung der Nachvollziehbarkeit für Dritte

Steuerrecht (§ 147 AO, § 41 EStG)

6 Jahre für Lohnunterlagen und Lohnkonten; ermöglicht Außenprüfungen durch Finanzämter

„Die parallele Geltung mehrerer Rechtsgrundlagen bedeutet in der Praxis: Selbst wenn eine Norm nicht greift — etwa weil ein Kleingewerbe nicht buchführungspflichtig ist — bleibt die steuerrechtliche oder sozialversicherungsrechtliche Aufbewahrungspflicht bestehen. Lohnunterlagen müssen daher in jedem Fall 6 Jahre aufbewahrt werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Dürfen Lohnunterlagen digital aufbewahrt werden?

Die digitale Aufbewahrung von Lohnunterlagen ist nicht nur zulässig, sondern wird vom Gesetzgeber ausdrücklich anerkannt — vorausgesetzt, die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) werden eingehalten. Das BMF-Schreiben vom 28.11.2019 konkretisiert die technischen und organisatorischen Anforderungen.

Anforderungen an die digitale Archivierung

  • Unveränderbarkeit: Dokumente müssen in einem Format gespeichert werden, das nachträgliche Änderungen ausschließt oder dokumentiert (z. B. PDF/A, revisionssichere Archivsysteme)
  • Vollständigkeit: Alle aufbewahrungspflichtigen Unterlagen müssen lückenlos archiviert werden, inklusive Metadaten und Strukturinformationen
  • Nachvollziehbarkeit: Die Speicherung muss so erfolgen, dass die ursprüngliche Struktur und der Zusammenhang erkennbar bleiben
  • Verfügbarkeit: Die Unterlagen müssen während der gesamten Aufbewahrungsfrist jederzeit lesbar und maschinell auswertbar sein
  • Ordnungsmäßigkeit: Die Archivierung muss einem dokumentierten, nachvollziehbaren Verfahren folgen (Verfahrensdokumentation nach GoBD)

Vernichtung von Papieroriginalen

Wurden Lohnunterlagen ursprünglich in Papierform erstellt oder empfangen, dürfen die Originale nach ordnungsgemäßer Digitalisierung vernichtet werden, sofern die digitale Version den GoBD-Anforderungen genügt. Wichtig ist dabei, dass der Scanvorgang selbst dokumentiert wird (Wer? Wann? Mit welcher Qualität?) und eine Prüfung auf Vollständigkeit und Lesbarkeit erfolgt. Viele Lohnabrechnungsprogramme erstellen bereits nativ digitale Dokumente, sodass eine nachträgliche Digitalisierung entfällt.

Cloud-Archivierung ist zulässig

Die Aufbewahrung in Cloud-Systemen (z. B. DATEV, Microsoft 365, spezialisierte DMS-Lösungen) ist erlaubt, solange die GoBD-Anforderungen erfüllt sind. Der Standort des Servers ist dabei grundsätzlich unerheblich, jedoch sollten Datenschutz (DSGVO) und die jederzeitige Zugriffsmöglichkeit für Betriebsprüfungen sichergestellt sein.

Zugriff der Finanzverwaltung auf digitale Unterlagen

Gemäß § 147 Abs. 6 AO muss die Finanzverwaltung bei einer Außenprüfung Datenzugriff auf die digital gespeicherten Unterlagen erhalten. Dies kann in drei Formen erfolgen: unmittelbarer Datenzugriff (Z1), mittelbarer Datenzugriff durch den Steuerpflichtigen (Z2) oder Datenträgerüberlassung (Z3). GmbH-Geschäftsführer sollten sicherstellen, dass ihr Archivsystem eine dieser Zugriffsmöglichkeiten technisch unterstützt.

Welche Sanktionen drohen bei Verletzung der Aufbewahrungspflicht?

Die Verletzung der Aufbewahrungspflicht für Lohnunterlagen kann erhebliche rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Der Gesetzgeber sieht verschiedene Sanktionsmechanismen vor, die sich nach Art und Schwere des Verstoßes richten.

Ordnungswidrigkeiten nach § 379 AO

Wer vorsätzlich oder leichtfertig entgegen § 147 Abs. 1 AO Unterlagen nicht oder nicht ordnungsgemäß sechs Jahre aufbewahrt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann (§ 379 Abs. 1 Nr. 1 AO). Dies gilt auch für die Verletzung der handelsrechtlichen Aufbewahrungspflicht nach § 238 ff. HGB.

Schätzungsbefugnis der Finanzverwaltung

Fehlen bei einer Lohnsteuer-Außenprüfung wesentliche Unterlagen oder sind diese unvollständig, kann das Finanzamt gemäß § 162 AO die Besteuerungsgrundlagen schätzen. In der Regel führt dies zu einer nachteiligen Schätzung zulasten des Steuerpflichtigen. Können beispielsweise Arbeitszeitnachweise nicht vorgelegt werden, kann die Finanzverwaltung höhere sozialversicherungspflichtige Entgelte unterstellen und entsprechende Nachforderungen geltend machen.

Vorsicht: Strafbare Steuerhinterziehung möglich

Werden Lohnunterlagen gezielt vernichtet oder zurückgehalten, um steuerrelevante Sachverhalte zu verschleiern, kann der Tatbestand der Steuerhinterziehung nach § 370 AO erfüllt sein. Dies ist eine Straftat, die mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet wird — in besonders schweren Fällen bis zu zehn Jahren.

Haftung des Geschäftsführers

Der GmbH-Geschäftsführer haftet gemäß § 43 GmbHG persönlich für die ordnungsgemäße Erfüllung der steuerlichen Pflichten der Gesellschaft. Dazu zählt auch die Einhaltung der Aufbewahrungsfristen. Bei schuldhafter Pflichtverletzung kann der Geschäftsführer persönlich in Regress genommen werden — sowohl von der GmbH als auch von Finanzbehörden oder Sozialversicherungsträgern.

25.000 €

Maximale Geldbuße nach § 379 AO

§ 162 AO

Schätzungsbefugnis bei fehlenden Unterlagen

§ 370 AO

Steuerhinterziehung bei vorsätzlicher Vernichtung

„In der Beratungspraxis erleben wir immer wieder, dass fehlende Lohnunterlagen bei Betriebsprüfungen zu erheblichen Nachzahlungen führen. Die Finanzverwaltung schätzt im Zweifel zuungunsten des Unternehmens — und die Beweislast für das Gegenteil liegt beim Steuerpflichtigen. Daher empfehlen wir, Lohnunterlagen systematisch und revisionssicher zu archivieren.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Gibt es Sonderfälle oder verlängerte Aufbewahrungsfristen?

Während die gesetzliche Regelaufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen 6 Jahre beträgt, existieren verschiedene Sonderkonstellationen, in denen eine längere Aufbewahrung erforderlich oder zumindest ratsam ist.

Verlängerung bei laufenden Prüfungen

Wird vor Ablauf der 6-Jahres-Frist eine Lohnsteuer-Außenprüfung oder Sozialversicherungsbetriebsprüfung eingeleitet, verlängert sich die Aufbewahrungspflicht automatisch bis zum rechtskräftigen Abschluss des Prüfungsverfahrens. Das gilt auch für anhängige Rechtsbehelfsverfahren (Einspruch, Klage). Eine vorzeitige Vernichtung während laufender Verfahren ist unzulässig.

Arbeitsrechtliche Aufbewahrungspflichten

Aus arbeitsrechtlicher Sicht können längere Aufbewahrungsfristen bestehen, insbesondere im Zusammenhang mit der Verjährung von Ansprüchen aus dem Arbeitsverhältnis. Nach § 195 BGB beträgt die regelmäßige Verjährungsfrist 3 Jahre, bei vorsätzlichen Verstößen kann sie bis zu 30 Jahre betragen. Daher empfiehlt es sich, Arbeitsverträge, Kündigungen, Abmahnungen und vergleichbare Dokumente über die 6-Jahres-Frist hinaus aufzubewahren — insbesondere bei unklaren Rechtsverhältnissen oder drohenden Rechtsstreitigkeiten.

Betriebliche Altersversorgung und Pensionszusagen

Unterlagen zur betrieblichen Altersversorgung, insbesondere Pensionszusagen, Versorgungsordnungen und Rückstellungsberechnungen, sollten deutlich länger als 6 Jahre aufbewahrt werden — idealerweise für die gesamte Dauer der Versorgungsverpflichtung. Dies gilt auch für Unterlagen zu Direktversicherungen, Pensionskassen und Entgeltumwandlungen.

Dokumentenart Gesetzliche Frist Empfohlene Frist Rechtsgrundlage
Lohnabrechnungen 6 Jahre 6 Jahre § 147 AO, § 257 HGB
Arbeitsverträge 6 Jahre 10+ Jahre § 195 BGB (Verjährung)
Pensionszusagen 6 Jahre Lebenslang § 1 BetrAVG
Arbeitszeitnachweise 6 Jahre 6 Jahre § 147 AO
Sozialversicherungsmeldungen 6 Jahre 6 Jahre § 28f SGB IV
Kündigungen und Abmahnungen 6 Jahre 10+ Jahre § 195 BGB

Datenschutzrechtliche Löschpflichten versus Aufbewahrungspflichten

Die DSGVO sieht grundsätzlich eine Löschpflicht für personenbezogene Daten vor, sobald der Verarbeitungszweck entfällt (Art. 17 DSGVO). Diese Pflicht steht jedoch unter dem Vorbehalt gesetzlicher Aufbewahrungspflichten (Art. 17 Abs. 3 lit. b DSGVO). Die steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungsfristen gehen daher der datenschutzrechtlichen Löschpflicht vor. Nach Ablauf der 6-Jahres-Frist sollten Lohnunterlagen jedoch zeitnah gelöscht werden, sofern keine Sonderfälle (z. B. laufende Prüfungen) vorliegen.

Praxistipp: Differenzierte Archivierung

Richten Sie in Ihrem Archivierungssystem unterschiedliche Aufbewahrungsklassen ein: Standardlohnunterlagen (6 Jahre), arbeitsrechtliche Dokumente (10 Jahre), Versorgungszusagen (langfristig). So vermeiden Sie sowohl eine zu frühe Vernichtung als auch eine übermäßig lange Datenspeicherung.

Wie organisiert man die Aufbewahrung von Lohnunterlagen in der Praxis?

Eine ordnungsgemäße Archivierung von Lohnunterlagen erfordert klare organisatorische Strukturen und durchdachte Prozesse. Gerade für GmbHs mit mehreren Mitarbeitern oder mehreren Standorten ist ein systematisches Vorgehen unerlässlich, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und bei Prüfungen schnell reagieren zu können.

Analoge versus digitale Archivierung

Papierarchivierung

  • Ordner nach Kalenderjahren strukturieren
  • Feuerfeste Archivschränke verwenden
  • Zugriffskontrolle und Verschluss sicherstellen

Digitale Archivierung

  • Einsatz zertifizierter DMS-Systeme (z. B. DATEV, DocuWare)
  • Automatische Ablage aus Lohnabrechnungssoftware
  • Regelmäßige Backups und Migration bei Formatwechsel

Empfohlene Ablagestruktur

  • Jahresordner: Alle Lohnunterlagen eines Kalenderjahres in einem Ordner/Verzeichnis zusammenfassen
  • Mitarbeiterordner: Innerhalb des Jahres nach Mitarbeitern sortieren (alphabetisch oder nach Personalnummer)
  • Belegart: Innerhalb des Mitarbeiterordners nach Belegarten trennen (Abrechnungen, Arbeitszeitnachweise, Urlaubslisten, etc.)
  • Chronologie: Dokumente einer Belegart chronologisch ablegen (Januar bis Dezember)

Diese Struktur ermöglicht es, bei einer Betriebsprüfung schnell auf einzelne Abrechnungen oder Nachweise zuzugreifen. Moderne Lohnsoftware wie DATEV Lohn und Gehalt, Lexware oder Agenda erstellt diese Struktur oft automatisch.

Verfahrensdokumentation nach GoBD

Die GoBD verlangen eine Verfahrensdokumentation, in der festgehalten wird, wie die digitale Archivierung technisch und organisatorisch erfolgt. Diese Dokumentation muss folgende Punkte umfassen:

  • Beschreibung der eingesetzten Hard- und Software (Lohnsoftware, DMS, Backup-Systeme)
  • Ablauf der Erfassung und Archivierung (z. B. monatlicher Export aus Lohnsoftware)
  • Zugriffsberechtigungen und Rollenkonzept (wer darf archivieren, wer nur lesen?)
  • Maßnahmen zur Sicherung der Unveränderbarkeit (z. B. PDF/A-Konvertierung, Hash-Werte)
  • Backup- und Wiederherstellungsverfahren
  • Migrationsplan bei System- oder Formatwechsel

„Eine Verfahrensdokumentation muss nicht 50 Seiten umfassen. Wichtig ist, dass Sie nachvollziehbar darlegen können, wie Ihre Lohnunterlagen entstehen, gespeichert und geschützt werden. Bei digitalen Systemen reicht oft eine Kombination aus Systembeschreibung und Prozessablaufdiagramm.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Outsourcing an Steuerberater oder Lohnbüro

Viele GmbHs lagern die Lohnabrechnung an externe Dienstleister aus — Steuerberater, spezialisierte Lohnbüros oder digitale Plattformen. In diesem Fall bleibt die Aufbewahrungspflicht grundsätzlich beim Arbeitgeber (der GmbH). Der Dienstleister kann die Archivierung im Auftrag übernehmen, die rechtliche Verantwortung verbleibt jedoch beim Geschäftsführer. Es empfiehlt sich, im Mandatsvertrag klare Regelungen zur Archivierung, zum Datenzugriff und zur Datenherausgabe nach Vertragsende zu treffen.

Wer die Lohnabrechnung durch einen Steuerberater durchführen lässt, kann auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen nutzen. Unsere zugelassenen Steuerberater übernehmen nicht nur die monatliche Abrechnung, sondern auch die GoBD-konforme Archivierung — koordiniert durch unser Büroteam in Stuttgart.

Checkliste: So stellen Sie die Compliance bei Lohnunterlagen sicher

Die Einhaltung der Aufbewahrungspflichten für Lohnunterlagen ist nicht nur eine formale Anforderung, sondern zentral für die Rechtssicherheit der GmbH und die persönliche Haftungsvermeidung des Geschäftsführers. Die folgende Checkliste hilft Ihnen, alle relevanten Anforderungen systematisch umzusetzen.

Organisatorische Maßnahmen

  • Klare Zuständigkeit für die Lohnbuchhaltung und Archivierung definieren (intern oder extern)
  • Verfahrensdokumentation nach GoBD erstellen und aktuell halten
  • Regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter, die mit Lohnunterlagen arbeiten
  • Zugriffsberechtigungen festlegen und dokumentieren (wer darf was?)
  • Backup-Strategie für digitale Lohnunterlagen implementieren (täglich/wöchentlich)

Technische Maßnahmen

  • GoBD-konforme Lohnsoftware einsetzen (z. B. DATEV, Lexware, Agenda)
  • Revisionssicheres Dokumentenmanagementsystem (DMS) nutzen
  • Automatische Archivierung direkt aus der Lohnsoftware einrichten
  • Regelmäßige Prüfung der Lesbarkeit archivierter Dokumente (insbesondere bei Formatwechsel)
  • Verschlüsselung und Passwortschutz für sensible Lohndaten

Rechtliche Absicherung

  • Bei externem Dienstleister (Steuerberater, Lohnbüro): Klare vertragliche Regelungen zur Archivierung und Datenherausgabe
  • Datenschutzrechtliche Anforderungen nach DSGVO prüfen (Auftragsverarbeitung, Datenschutz-Folgenabschätzung)
  • Vernichtungsprotokoll für abgelaufene Aufbewahrungsfristen führen
  • Bei Systemwechsel: Altdaten migrieren oder auf Datenträger sichern (Z3-Zugriff sicherstellen)
  • Im Falle einer Betriebsprüfung: Sofortige Bereitstellung aller relevanten Unterlagen gewährleisten

Periodische Kontrollen

  • Jährliche Überprüfung: Sind alle Lohnunterlagen des abgelaufenen Jahres vollständig archiviert?
  • Jährliche Prüfung: Können abgelaufene Aufbewahrungsfristen vernichtet werden?
  • Vierteljährliche Stichproben: Sind archivierte Dokumente lesbar und auffindbar?
  • Bei Software-Updates: GoBD-Konformität des neuen Releases prüfen

Digitale Steuerberater-Unterstützung nutzen

Wer die Komplexität der GoBD-konformen Lohnarchivierung nicht selbst verwalten möchte, kann auf spezialisierte Dienstleister setzen. OnlineBilanz bietet digitale Steuerberater-Leistungen, bei denen die Archivierung revisionssicher und automatisiert erfolgt — koordiniert durch unser Büroteam in Stuttgart, fachlich verantwortet durch unsere zugelassenen Steuerberater.

„In der Praxis scheitert die ordnungsgemäße Archivierung oft nicht an fehlendem Wissen, sondern an fehlenden Prozessen. Wer einmal ein klares System etabliert hat — ob analog oder digital — hat die Compliance-Anforderungen dauerhaft im Griff und vermeidet böse Überraschungen bei Betriebsprüfungen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Lohnunterlagen nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist sofort vernichten?

Ja, nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist dürfen Lohnunterlagen grundsätzlich vernichtet werden. Allerdings sollten Sie prüfen, ob noch laufende Prüfungsverfahren, Rechtsstreitigkeiten oder Rentenansprüche bestehen – in diesen Fällen ist eine weitere Aufbewahrung bis zur endgültigen Klärung empfehlenswert. Bei personenbezogenen Daten ist zudem die DSGVO zu beachten, die eine Löschpflicht vorsieht, sobald der Aufbewahrungszweck entfällt.

Wer haftet bei Verletzung der Aufbewahrungspflicht – der Geschäftsführer oder das Unternehmen?

Grundsätzlich haftet das Unternehmen als steuerlicher Schuldner. Bei einer GmbH können jedoch der Geschäftsführer oder andere verantwortliche Personen persönlich in Anspruch genommen werden, wenn sie ihre Pflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt haben. Dies gilt insbesondere für Bußgelder nach § 379 AO und für Schadensersatzansprüche nach § 43 GmbHG. Eine ordnungsgemäße Delegation und Überwachung der Lohnbuchhaltung ist daher für die Geschäftsführung essenziell.

Müssen auch Lohnunterlagen von Minijobbern sechs Jahre aufbewahrt werden?

Ja, die Aufbewahrungspflicht gilt ausnahmslos für alle Beschäftigungsverhältnisse – auch für Minijobber, kurzfristig Beschäftigte und Aushilfen. Arbeitgeber müssen sämtliche Entgeltunterlagen, Meldungen zur Sozialversicherung und Arbeitszeitnachweise sechs Jahre aufbewahren. Bei Minijobs im Privathaushalt über die Minijob-Zentrale gelten dieselben Fristen. Fehlende Unterlagen können bei Betriebsprüfungen zu empfindlichen Nachforderungen führen.

Was passiert mit Lohnunterlagen bei Betriebsübergang oder Insolvenz?

Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB gehen die Aufbewahrungspflichten auf den Erwerber über – dieser muss die Lohnunterlagen des Vorgängers für den Rest der Frist weiterführen. Im Insolvenzfall ist der Insolvenzverwalter verpflichtet, die Unterlagen zu sichern und aufzubewahren. Nach Abschluss des Verfahrens müssen die Dokumente noch für die verbleibende gesetzliche Frist archiviert bleiben. Eine frühzeitige Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter oder Steuerberater ist hier unerlässlich.

Gilt die Aufbewahrungspflicht auch für ausländische Mitarbeiter oder Entsendungen?

Ja, auch für im Ausland tätige oder nach Deutschland entsandte Mitarbeiter gelten die deutschen Aufbewahrungspflichten, sofern das Unternehmen in Deutschland ansässig ist oder hier der Lohnsteuerabzug erfolgt. Bei grenzüberschreitenden Sachverhalten können zusätzlich ausländische Aufbewahrungsfristen bestehen. Unternehmen mit internationaler Belegschaft sollten die jeweiligen nationalen Vorschriften prüfen und im Zweifel die längere Frist anwenden, um Compliance-Risiken zu vermeiden.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 147 AO – Ordnungsvorschriften für die Aufbewahrung von Unterlagen, § 28f SGB IV – Aufzeichnungspflicht bei Sozialversicherung, § 16 ArbZG – Aushang und Aufbewahrung von Arbeitszeitnachweisen, § 379 AO – Bußgeldvorschriften bei Verletzung der Aufbewahrungspflicht. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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