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Stammkapital25.000 €
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Datum

Lesedauer

10–15 Minuten


OnlineBilanzBlogArbeitspapiere Jahresabschluss

Arbeitspapiere Jahresabschluss 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Arbeitspapiere bilden das Fundament jedes rechtssicheren Jahresabschlusses nach § 243 HGB. Ohne strukturierte Unterlagen sind Bilanz und GuV weder nachvollziehbar noch prüffähig. Sie dokumentieren nicht nur Geschäftsvorfälle, sondern auch die Anwendung der Bewertungsgrundsätze im Jahresabschluss. Zudem bilden sie die Grundlage für die Bescheinigung Jahresabschluss durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Arbeitspapiere Sie für den Jahresabschluss 2026 benötigen und wie Sie diese systematisch vorbereiten.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Arbeitspapiere für den Jahresabschluss sind strukturierte Unterlagen und Nachweise, die alle relevanten Zahlen, Berechnungen und Belege dokumentieren. Sie umfassen Buchhaltungsunterlagen, Inventurlisten, Abschreibungsverzeichnisse, Rückstellungsnachweise und weitere Dokumentationen, die eine nachvollziehbare Bilanzierung nach § 243 HGB und § 266 HGB ermöglichen.

Was sind Arbeitspapiere für den Jahresabschluss?

Arbeitspapiere sind strukturierte Unterlagen und Nachweise, die alle relevanten Zahlen, Berechnungen, Belege und Erläuterungen für den Jahresabschluss dokumentieren. Sie dienen als Grundlage für die Erstellung der Bilanz nach § 266 HGB, der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB sowie der Anlagenübersicht und steuerlichen Bewertungen.

Jeder Wert im Jahresabschluss muss gemäß § 243 Abs. 1 HGB nachvollziehbar und belegbar sein. Arbeitspapiere sorgen dafür, dass diese Nachvollziehbarkeit gewährleistet ist – vom einzelnen Buchungsbeleg bis zur finalen Bilanzsumme.

Hinweis

Arbeitspapiere erfüllen nicht nur eine gesetzliche Dokumentationspflicht nach § 238 HGB, sondern haben auch eine betriebswirtschaftliche Funktion: Sie schaffen Transparenz, Planbarkeit und Rechtssicherheit für Gesellschafter, Geschäftsführer und externe Prüfer.

§ 243 HGB

Nachvollziehbarkeit

§ 238 HGB

Dokumentationspflicht

10 Jahre

Aufbewahrungsfrist

Rechtliche Grundlagen und gesetzliche Anforderungen

Die Pflicht zur Erstellung und Aufbewahrung von Arbeitspapieren ergibt sich aus mehreren handelsrechtlichen Vorschriften. § 238 HGB verpflichtet Kaufleute zur ordnungsmäßigen Buchführung, § 239 HGB regelt die Führung der Handelsbücher, § 257 HGB normiert die Aufbewahrungsfristen.

Für Kapitalgesellschaften gelten zusätzliche Anforderungen: § 264 HGB fordert einen Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, GuV und Anhang. Die Offenlegung erfolgt nach § 325 HGB innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister.

Rechtsgrundlage Inhalt Relevanz
§ 238 HGB Buchführungspflicht Grundlage für Arbeitspapiere
§ 243 HGB Aufstellungsgrundsätze Nachvollziehbarkeit
§ 257 HGB Aufbewahrungsfristen 10 Jahre ab Schluss des Geschäftsjahres
§ 264 HGB Jahresabschluss KapG Bilanz, GuV, Anhang
§ 325 HGB Offenlegung 12 Monate Frist

Achtung

Bei Nichterfüllung der Offenlegungspflicht droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro. Die Feststellung des Jahresabschlusses muss nach § 42a GmbHG innerhalb von 11 Monaten (Kleinstkapitalgesellschaft) bzw. 8 Monaten (mittelgroße und große GmbH) erfolgen.

Pflichtbestandteile der Arbeitspapiere im Überblick

Der genaue Umfang der erforderlichen Arbeitspapiere hängt von der Größenklasse nach § 267 HGB und der Unternehmensstruktur ab. Dennoch haben sich grundlegende Kategorien etabliert, die in jedem professionellen Jahresabschluss vorhanden sein müssen.

  • Buchhaltungsunterlagen des gesamten Geschäftsjahres (Buchungslisten, Kontenblätter)
  • Inventurlisten für Anlagevermögen und Umlaufvermögen (§ 240 HGB)
  • Anlagenverzeichnis mit Zu- und Abgängen (§ 284 Abs. 3 HGB)
  • Abschreibungsverzeichnis mit Nutzungsdauern nach AfA-Tabellen
  • Rückstellungsnachweise mit Berechnungsgrundlagen
  • Forderungs- und Verbindlichkeitenlisten mit Fälligkeitsstruktur
  • Bankbestätigungen und Saldenbestätigungen
  • Nachweise zu aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten
  • Erläuterungen zu außergewöhnlichen Geschäftsvorfällen
  • Gesellschafterbeschlüsse und Gewinnverwendungsbeschlüsse

„Viele Unternehmen unterschätzen den Umfang der notwendigen Dokumentation. Eine vollständige Arbeitspapierstruktur spart nicht nur Zeit bei der Abschlusserstellung, sondern verhindert auch kostspielige Rückfragen durch Steuerberater oder Prüfer.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Buchhaltungsunterlagen des Geschäftsjahres

Die Buchhaltungsunterlagen bilden die Basis für alle weiteren Arbeitspapiere. Sie müssen vollständig, chronologisch geordnet und sachlich richtig sein. Nach § 239 Abs. 2 HGB müssen Eintragungen so beschaffen sein, dass ein sachverständiger Dritter sich innerhalb angemessener Zeit einen Überblick verschaffen kann.

Wesentliche Buchhaltungsunterlagen

  • Sämtliche Buchungslisten (Journal) mit laufender Nummerierung
  • Kontenblätter für alle Haupt- und Nebenkonten
  • Debitoren- und Kreditorenaufstellungen mit Einzelposten
  • Kassen- und Bankunterlagen inkl. Kontoauszüge
  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen und ZM-Meldungen
  • Lohnbuchhaltungsunterlagen mit SV-Nachweisen

Worauf Unternehmer achten sollten

Die Buchführung muss nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) erfolgen. Das bedeutet: zeitnahe Verbuchung, Einzelbewertung nach § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB, Vollständigkeit und Richtigkeit. Jede Buchung muss durch einen Beleg nachweisbar sein (§ 238 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Vollständigkeit prüfen

Alle Geschäftsvorfälle müssen erfasst sein. Fehlende Belege führen zu Lücken in der Dokumentation und erschweren die Nachvollziehbarkeit.

Systematische Ablage

Belege sollten chronologisch und nach Konten sortiert abgelegt werden. Digitale Archivierung nach GoBD ist zulässig und erleichtert den Zugriff.

Inventur und Anlagevermögen

Nach § 240 HGB hat jeder Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes und zum Schluss eines jeden Geschäftsjahres ein Inventar aufzustellen. Das Inventar ist die Grundlage für die Bilanzierung und muss alle Vermögensgegenstände und Schulden nach Art, Menge und Wert verzeichnen.

Inventur des Anlagevermögens

Das Anlagevermögen umfasst alle Gegenstände, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen (§ 247 Abs. 2 HGB). Die Inventur muss alle Zu- und Abgänge, Umbuchungen und Abschreibungen dokumentieren.

  • Anlagenverzeichnis mit Anschaffungskosten, Zugängen und Abgängen
  • Abschreibungsplan nach betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer (AfA-Tabellen)
  • Nachweise zu außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB
  • Dokumentation von Zuschreibungen bei Wertaufholungen nach § 253 Abs. 5 HGB
  • Investitionszulagen und steuerliche Abzugsbeträge

Inventur des Umlaufvermögens

Zum Umlaufvermögen zählen Vorräte, Forderungen, Wertpapiere und liquide Mittel. Die körperliche Bestandsaufnahme (Stichtagsinventur) muss nach § 240 Abs. 2 HGB am Bilanzstichtag oder in einem Zeitraum von drei Monaten vor bis zwei Monate nach dem Stichtag erfolgen.

Hinweis

Alternativ zur Stichtagsinventur sind nach § 241 HGB auch die permanente Inventur und die Stichprobeninventur zulässig, sofern durch ein geeignetes Verfahren sichergestellt ist, dass der Bestand zum Bilanzstichtag festgestellt werden kann.

Vermögensart Inventurverfahren Bewertung
Sachanlagen Anlagenverzeichnis Anschaffungskosten abzgl. AfA
Vorräte Stichtagsinventur Anschaffungs-/Herstellungskosten (§ 253 HGB)
Forderungen Saldenbestätigung Nennwert abzgl. Einzelwertberichtigung
Bankguthaben Kontoauszug Nennwert zum Stichtag

Bewertung, Rückstellungen und Abgrenzungen

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach den Vorschriften der §§ 252 bis 256 HGB. Das Vorsichtsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB fordert, dass alle vorhersehbaren Risiken und Verluste berücksichtigt werden müssen.

Rückstellungen nach § 249 HGB

Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Häufige Rückstellungsarten sind Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Steuerrückstellungen und Prozessrückstellungen.

  • Berechnung der Urlaubsrückstellung: offene Urlaubstage × Tagessatz inkl. Lohnnebenkosten
  • Rückstellung für ausstehende Jahresabschlusskosten und Prüfungskosten
  • Steuerrückstellungen für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer
  • Prozessrückstellungen bei anhängigen Rechtsstreitigkeiten
  • Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen

Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 HGB

Rechnungsabgrenzungsposten dienen der periodengerechten Erfolgsermittlung. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzung zu aktivieren (z. B. im Voraus gezahlte Mieten oder Versicherungen).

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind als passive Rechnungsabgrenzung zu passivieren (z. B. im Voraus erhaltene Mieten oder Abonnements).

Aktive RAP

Vorauszahlungen für Aufwendungen der Folgeperiode (z. B. Miete, Versicherungen, Lizenzen)

Passive RAP

Vorab erhaltene Erträge für Leistungen der Folgeperiode (z. B. Vorauszahlungen von Kunden)

Disagio § 250 Abs. 3

Unterschiedsbetrag zwischen Auszahlungs- und Rückzahlungsbetrag eines Darlehens

„Besonders bei Rückstellungen zeigt sich die Qualität der Arbeitspapiere. Eine nachvollziehbare Berechnung mit klarer Herleitung ist nicht nur prüfungsrelevant, sondern auch für die Geschäftsführung essenziell, um finanzielle Risiken richtig einzuschätzen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Typische Fehler bei Arbeitspapieren vermeiden

In der Praxis treten bei der Erstellung von Arbeitspapieren immer wieder die gleichen Fehler auf. Diese führen zu Verzögerungen, Mehraufwand und Rückfragen durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.

Die häufigsten Fehlerquellen

Fehler Auswirkung Lösung
Unvollständige Belege Buchungen nicht nachvollziehbar Belegverwaltung mit Nummernsystem
Fehlende Inventurlisten Bestandsbewertung nicht möglich Stichtagsinventur dokumentieren
Nicht gebuchte Abgrenzungen Periodengerechte Abgrenzung fehlt Checkliste für RAP erstellen
Falsche Abschreibungssätze Überhöhte oder zu niedrige AfA AfA-Tabellen und § 253 HGB prüfen
Nicht dokumentierte Rückstellungen Verstoß gegen § 249 HGB Berechnungsgrundlagen schriftlich festhalten

Strukturelle Mängel vermeiden

  • Keine nachträglichen Änderungen ohne Dokumentation (Verstoß gegen § 239 Abs. 3 HGB)
  • Fehlende Unterscheidung zwischen Bilanz- und Steuerbilanz
  • Unzureichende Erläuterungen bei außergewöhnlichen Geschäftsvorfällen
  • Keine systematische Ablage der Arbeitspapiere
  • Fehlende Abstimmung zwischen Haupt- und Nebenbüchern

Achtung

Unvollständige oder fehlerhafte Arbeitspapiere können bei einer Betriebsprüfung zu Zuschätzungen führen. Das Finanzamt ist befugt, bei nicht ordnungsgemäßer Buchführung Gewinnzuschätzungen vorzunehmen, die zu erheblichen Nachzahlungen führen können.

Digitale Aufbereitung und GoBD-Konformität

Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD) regeln seit 2015 die Anforderungen an digitale Buchführungssysteme und die elektronische Archivierung.

Anforderungen an digitale Arbeitspapiere

  • Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit aller Buchungen und Änderungen
  • Unveränderbarkeit der Ursprungsdaten (oder Protokollierung aller Änderungen)
  • Vollständigkeit der Aufzeichnungen ohne Lücken
  • Zeitgerechte Erfassung der Geschäftsvorfälle
  • Ordnungsmäßige Aufbewahrung mit Zugriffsmöglichkeit während der gesamten Aufbewahrungsfrist

Digitale Belege müssen im Originalformat aufbewahrt werden. Eine bloße Umwandlung in PDF ist nur zulässig, wenn das Ursprungsformat keine zusätzlichen steuerlich relevanten Informationen enthält. E-Mails mit steuerlicher Relevanz müssen inklusive Metadaten archiviert werden.

Vorteile digitaler Arbeitspapiere

  • Schneller Zugriff und Durchsuchbarkeit
  • Revisionssichere Archivierung
  • Automatische Verknüpfung von Belegen und Buchungen
  • Geringerer Platzbedarf
  • Vereinfachte Zusammenarbeit mit Steuerberater

Compliance-Anforderungen

  • Verfahrensdokumentation erstellen
  • Zugriffsrechte definieren und protokollieren
  • Datensicherung und Notfallkonzept
  • Konvertierungsprotokolle bei Formatänderungen
  • Prüfung der eingesetzten Software auf GoBD-Konformität

Hinweis

Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten GoBD-konforme digitale Jahresabschlusserstellung mit automatischer Verknüpfung von Buchungsdaten und Arbeitspapieren. Die steuerliche Prüfung erfolgt durch erfahrene Steuerberater.

Prüfung und Qualitätssicherung der Arbeitspapiere

Die Qualitätssicherung der Arbeitspapiere erfolgt in mehreren Stufen. Sie beginnt mit der internen Plausibilitätsprüfung und endet mit der steuerlichen Prüfung durch den Steuerberater oder bei prüfungspflichtigen Gesellschaften mit der Jahresabschlussprüfung nach § 316 HGB.

Interne Prüfschritte vor Abgabe

  • Vollständigkeit aller Konten und Buchungen prüfen (Soll = Haben)
  • Inventurlisten mit Buchhaltung abgleichen
  • Bankbestände mit Kontoauszügen abgleichen
  • Offene Posten in Debitoren und Kreditoren plausibilisieren
  • Rückstellungen auf Vollständigkeit und Berechnung prüfen
  • Aktive und passive Rechnungsabgrenzungen kontrollieren
  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen mit Buchhaltung abgleichen
  • Anlagenverzeichnis mit Inventar abgleichen

Steuerliche Prüfung und Optimierung

Der Steuerberater prüft die Arbeitspapiere auf handelsrechtliche und steuerrechtliche Konformität. Dabei werden auch Gestaltungsspielräume genutzt, etwa bei Bewertungswahlrechten nach § 254 HGB oder steuerlichen Abschreibungswahlrechten.

Für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften ist nach § 316 HGB eine Pflichtprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer vorgeschrieben. Der Prüfer benötigt vollständige Arbeitspapiere als Prüfungsgrundlage und dokumentiert seine Prüfungshandlungen in eigenen Arbeitspapieren.

„Eine strukturierte Vorbereitung der Arbeitspapiere reduziert den Prüfungsaufwand erheblich. Unternehmen, die ihre Unterlagen systematisch aufbereiten, sparen nicht nur Zeit, sondern auch Honorarkosten beim Steuerberater.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Dokumentation und Archivierung

Nach § 257 HGB beträgt die Aufbewahrungsfrist für Jahresabschlüsse und Arbeitspapiere 10 Jahre. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung gemacht wurde. Die Unterlagen müssen während dieser Zeit jederzeit verfügbar und lesbar sein.

10 Jahre

Aufbewahrungspflicht § 257 HGB

12 Monate

Offenlegungsfrist § 325 HGB

11 Monate

Feststellungsfrist kleine GmbH

Häufig gestellte Fragen

Welche Arbeitspapiere sind für den Jahresabschluss 2026 zwingend erforderlich?

Zwingend erforderlich sind: vollständige Buchhaltungsunterlagen (Buchungslisten, Kontenblätter), Inventurlisten nach § 240 HGB für Anlage- und Umlaufvermögen, Anlagenverzeichnis mit Zu- und Abgängen, Abschreibungsverzeichnis, Rückstellungsnachweise, Forderungs- und Verbindlichkeitenlisten, Bankbestätigungen sowie Nachweise zu aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Die genaue Anforderung hängt von der Größenklasse nach § 267 HGB ab.

Wie lange müssen Arbeitspapiere zum Jahresabschluss aufbewahrt werden?

Nach § 257 HGB beträgt die Aufbewahrungsfrist für Jahresabschlüsse und zugehörige Arbeitspapiere 10 Jahre. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung gemacht wurde. Die Unterlagen müssen während dieser gesamten Zeit verfügbar, lesbar und auswertbar sein, auch bei digitaler Archivierung nach GoBD.

Was passiert, wenn Arbeitspapiere unvollständig oder fehlerhaft sind?

Unvollständige oder fehlerhafte Arbeitspapiere führen zu Verzögerungen bei der Jahresabschlusserstellung, erhöhten Beratungskosten durch Rückfragen und im schlimmsten Fall zu fehlerhaften Abschlüssen. Bei einer Betriebsprüfung können mangelhafte Unterlagen zu Gewinnzuschätzungen durch das Finanzamt führen. Zudem droht bei Nichterfüllung der Offenlegungspflicht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB von 500 bis 25.000 Euro.

Können Arbeitspapiere auch digital erstellt und archiviert werden?

Ja, digitale Arbeitspapiere sind nach den GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) zulässig und sogar empfehlenswert. Voraussetzung ist die Einhaltung der Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Unveränderbarkeit, Vollständigkeit und ordnungsgemäße Aufbewahrung. Digitale Belege müssen im Originalformat archiviert werden, eine Verfahrensdokumentation ist erforderlich.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Impressum, Datenschutz. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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