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16–25 Minuten

OnlineBilanzBlogGmbH Freiberufler Vergleich

GmbH oder Freiberufler? Vergleich 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Wahl zwischen GmbH und freiberuflicher Tätigkeit ist eine der wichtigsten unternehmerischen Entscheidungen. Sie wirkt sich auf Haftung, Steuerlast, Buchführungspflichten, Sozialversicherung und laufende Kosten aus. Neben der klassischen GmbH kommt für manche Unternehmer auch die GmbH & Co. KG als Alternative in Betracht. Dieser Vergleich zeigt Ihnen, welche Rechtsform sich 2026 für Ihre individuelle Situation eignet.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Freiberufler haften unbeschränkt persönlich, genießen aber steuerliche Privilegien (keine Gewerbesteuer, vereinfachte Buchführung). Eine GmbH bietet Haftungsbeschränkung auf das Stammkapital, unterliegt jedoch Gewerbesteuer, doppelter Buchführung und Bilanzierungspflicht nach § 242 HGB. Besonderheiten gelten etwa bei der Gewerbesteuer für Tierärzte, die je nach Rechtsform unterschiedlich ausfallen kann. Die Wahl hängt von Haftungsrisiko, Gewinnhöhe und langfristiger Strategie ab.

Welche grundlegenden Unterschiede bestehen zwischen GmbH und Freiberufler?

Die Wahl zwischen GmbH und freiberuflicher Tätigkeit ist eine der wichtigsten Entscheidungen für selbstständig tätige Unternehmer. Während die GmbH eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit darstellt (§ 13 Abs. 1 GmbHG), agiert der Freiberufler als natürliche Person im eigenen Namen. Diese grundlegende Unterscheidung zieht weitreichende Konsequenzen für Haftung, Besteuerung, Buchführungspflichten und administrative Anforderungen nach sich.

Rechtliche Grundstruktur

GmbH (Kapitalgesellschaft)

  • Eigene Rechtspersönlichkeit gemäß § 13 Abs. 1 GmbHG
  • Mindestkapital 25.000 Euro (§ 5 Abs. 1 GmbHG), bei Gründung mindestens 12.500 Euro einzuzahlen
  • Geschäftsführer handelt für die Gesellschaft
  • Haftungsbeschränkung auf Gesellschaftsvermögen (§ 13 Abs. 2 GmbHG)
  • Registerliche Eintragung im Handelsregister zwingend erforderlich

Freiberufler (natürliche Person)

  • Natürliche Person handelt im eigenen Namen
  • Kein Mindestkapital erforderlich
  • Persönliche Geschäftsführung
  • Unbeschränkte persönliche Haftung mit Privatvermögen
  • Keine Eintragung im Handelsregister (außer bei freiwilliger Kaufmannseigenschaft)

Nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG gelten als Freiberufler insbesondere selbstständig tätige Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Ingenieure, Architekten, Journalisten und ähnliche Berufsgruppen. Entscheidend ist die persönliche Qualifikation und die eigenverantwortliche, leitende Tätigkeit. Die GmbH hingegen kann jede zulässige wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, sofern sie im Gesellschaftsvertrag festgelegt ist (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 GmbHG).

Praxis-Hinweis

Auch Freiberufler können eine GmbH gründen – beispielsweise als Steuerberater-GmbH oder Architekten-GmbH. In diesem Fall gelten die strengeren Anforderungen der Kapitalgesellschaft (Bilanzierung, Offenlegung, Körperschaftsteuer), während die freiberufliche Tätigkeit inhaltlich erhalten bleibt. Die Gewerbesteuerpflicht entfällt jedoch weiterhin bei reiner freiberuflicher Tätigkeit gemäß § 2 Abs. 1 GewStG.

Wie unterscheidet sich die Haftung zwischen GmbH und Freiberufler?

Die Haftungsfrage ist für viele Unternehmer das zentrale Entscheidungskriterium. Die GmbH bietet gemäß § 13 Abs. 2 GmbHG eine Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen – Gläubiger können grundsätzlich nur auf das Vermögen der GmbH zugreifen, nicht auf das Privatvermögen der Gesellschafter. Freiberufler hingegen haften unbeschränkt mit ihrem gesamten Vermögen, also auch mit Privatvermögen wie Immobilien, Spareinlagen oder sonstigen Wertgegenständen.

Haftung bei der GmbH

Die Haftungsbeschränkung der GmbH greift jedoch nicht ausnahmslos. In folgenden Situationen kann eine persönliche Haftung der Geschäftsführer oder Gesellschafter entstehen:

  • Geschäftsführerhaftung nach § 43 GmbHG: Bei Pflichtverletzungen haftet der Geschäftsführer der Gesellschaft gegenüber persönlich auf Schadensersatz
  • Insolvenzantragspflicht nach § 15a InsO: Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss binnen drei Wochen Insolvenz angemeldet werden – Versäumnis führt zu persönlicher Haftung und Strafbarkeit (§ 15a Abs. 4 InsO)
  • Durchgriffshaftung: Bei Vermögensvermischung, Unterkapitalisierung oder Missbrauch der Rechtsform kann im Extremfall auf das Privatvermögen durchgegriffen werden
  • Steuerrechtliche Haftung nach § 69 AO: Der Geschäftsführer haftet persönlich für nicht abgeführte Lohnsteuer oder Umsatzsteuer
  • Gesellschafterdarlehen nach § 39 InsO: In der Krise nachrangige Behandlung von Gesellschafterdarlehen

Haftung beim Freiberufler

Der Freiberufler haftet grundsätzlich unbeschränkt und unmittelbar. Jede geschäftliche Verbindlichkeit – ob Vertragsverpflichtung, Schadensersatzforderung oder Steuerschuld – kann vollstreckt werden in das gesamte Vermögen der natürlichen Person. Eine rechtliche Trennung zwischen Betriebs- und Privatvermögen existiert nicht. Absicherungsmöglichkeiten bestehen lediglich durch Versicherungen (Berufshaftpflicht, Vermögensschadenhaftpflicht) sowie durch Vermögensplanung (z. B. Immobilien im Eigentum des Ehepartners im Güterstand der Gütertrennung).

Haftungsrisiko

Besonders bei haftungsträchtigen Tätigkeiten (z. B. Bauplanung, medizinische Behandlung, Rechtsberatung) oder hohen Investitionen sollte die Haftungsfrage sorgfältig geprüft werden. Eine leistungsfähige Berufshaftpflichtversicherung ist für Freiberufler existenziell – bei der GmbH bildet sie eine zusätzliche Absicherung neben der bereits beschränkten Haftung.

„In der Praxis beobachten wir regelmäßig, dass die Haftungsbeschränkung der GmbH überschätzt wird. Geschäftsführer haften persönlich bei Pflichtverletzungen, insbesondere bei verspäteter Insolvenzanmeldung oder nicht abgeführten Steuern. Die GmbH schützt primär die Gesellschafter, nicht den Geschäftsführer. Eine saubere Geschäftsführung und Dokumentation ist daher bei beiden Rechtsformen unerlässlich.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welche steuerlichen Unterschiede gelten für GmbH und Freiberufler?

Die steuerliche Behandlung unterscheidet sich grundlegend. Freiberufler unterliegen der Einkommensteuer auf ihren Gewinn (§ 18 EStG), während die GmbH als Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG) und Gewerbesteuer unterliegt. Diese unterschiedliche Besteuerung hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtsteuerbelastung und die Möglichkeiten der Gewinnverwendung.

Besteuerung des Freiberuflers

  • Einkommensteuer: Der Gewinn unterliegt der progressiven Einkommensteuer (2026: Spitzensteuersatz 42 % ab ca. 67.000 Euro, Reichensteuersatz 45 % ab ca. 277.000 Euro zu versteuerndem Einkommen)
  • Keine Gewerbesteuer: Freiberufler gemäß § 18 EStG sind von der Gewerbesteuer befreit (§ 2 Abs. 1 GewStG), sofern sie keine gewerblichen Einkünfte erzielen
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf die Einkommensteuer (mit Freigrenze, faktisch ab höheren Einkommen)
  • Keine Doppelbesteuerung: Der Gewinn wird einmalig beim Freiberufler besteuert und steht anschließend zur freien Verfügung
  • Verlustverrechnung: Verluste können unmittelbar mit anderen Einkünften verrechnet werden (§ 10d EStG)

Besteuerung der GmbH

  • Körperschaftsteuer: 15 % auf den Gewinn der GmbH (§ 23 KStG) – pauschaler Steuersatz unabhängig von der Gewinnh öhe
  • Gewerbesteuer: Durchschnittlich 14-17 % je nach Hebesatz der Gemeinde (§ 16 GewStG), davon 3,5 % Steuermesszahl gemäß § 11 Abs. 2 GewStG
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf die Körperschaftsteuer
  • Gesamtbelastung auf Gesellschaftsebene: Ca. 30-33 % (15 % KSt + ca. 15 % GewSt + 0,825 % SolZ)
  • Gewinnausschüttung: Bei Ausschüttung an Gesellschafter zusätzlich 25 % Abgeltungsteuer (§ 43a EStG) zzgl. 5,5 % SolZ hierauf und ggf. Kirchensteuer – Teileinkünfteverfahren bei Beteiligung über 25 % oder beruflicher Tätigkeit für die GmbH (dann nur 60 % steuerpflichtig im persönlichen Steuersatz)
  • Geschäftsführergehalt: Unterliegt der Lohnsteuer beim Geschäftsführer, ist aber Betriebsausgabe der GmbH und mindert deren Gewinn
Kriterium Freiberufler GmbH
Steuerart auf Gewinn Einkommensteuer (progressiv) Körperschaftsteuer (15 %) + Gewerbesteuer (ca. 15 %)
Spitzensteuersatz Bis 45 % + SolZ Ca. 30-33 % auf Gesellschaftsebene
Gewerbesteuer Keine (§ 2 Abs. 1 GewStG) Ja (§ 2 Abs. 2 GewStG)
Gewinnverwendung Direkt verfügbar nach ESt Doppelbesteuerung bei Ausschüttung (KSt + AbgSt)
Verlustverrechnung Sofort mit anderen Einkünften Nur innerhalb der GmbH, Verlustvortrag § 10d KStG
Thesaurierung Nicht begünstigt Begünstigt: Gewinn bleibt mit ca. 30 % besteuert in GmbH

Steueroptimierung

Bei hohen Gewinnen (ab ca. 80.000–100.000 Euro jährlich) kann die GmbH steuerlich vorteilhaft sein, wenn Gewinne thesauriert (in der Gesellschaft belassen) werden. Die Gesamtbelastung von ca. 30 % ist dann niedriger als der persönliche Spitzensteuersatz. Wird der Gewinn jedoch jährlich vollständig ausgeschüttet, entsteht durch die Doppelbesteuerung (KSt + AbgSt) oft eine höhere Belastung als beim Freiberufler. Die optimale Rechtsform hängt daher stark von der individuellen Gewinnverwendung und Einkommenssituation ab.

Welche Buchführungs- und Bilanzierungspflichten gelten im Vergleich?

Die Buchführungs- und Bilanzierungspflichten unterscheiden sich erheblich zwischen GmbH und Freiberufler. Während die GmbH als Kapitalgesellschaft stets zur doppelten Buchführung und Bilanzierung verpflichtet ist (§ 238 HGB, § 242 HGB, § 264 HGB), können Freiberufler unter bestimmten Voraussetzungen mit einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG arbeiten.

Buchführungspflichten der GmbH

Jede GmbH ist Formkaufmann kraft Rechtsform gemäß § 6 Abs. 1 HGB und damit unabhängig von Umsatz oder Gewinn buchführungspflichtig:

  • Doppelte Buchführung: Pflicht zur Führung von Büchern nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (§ 238 HGB)
  • Jahresabschluss: Bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (§ 242 Abs. 3 HGB, § 264 Abs. 1 HGB)
  • Anhang: Erläuterungen zu Bilanz und GuV sind verpflichtender Bestandteil (§ 264 Abs. 1 Satz 1 HGB)
  • Lagebericht: Für mittelgroße und große GmbH zusätzlich erforderlich (§ 264 Abs. 1 Satz 2 HGB)
  • Feststellung: Der Jahresabschluss ist durch die Gesellschafterversammlung festzustellen (§ 42a Abs. 2 GmbHG) – innerhalb von 11 Monaten bei kleinen, 8 Monaten bei mittelgroßen und großen GmbH nach Bilanzstichtag
  • Offenlegung: Pflicht zur Einreichung beim Unternehmensregister binnen 12 Monaten nach Bilanzstichtag (§ 325 HGB) – seit DiRUG (01.08.2022) ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister
  • Aufbewahrung: 10 Jahre für Bücher, Inventare, Jahresabschlüsse (§ 257 Abs. 4 HGB)

Buchführungspflichten des Freiberuflers

Freiberufler sind grundsätzlich nicht buchführungspflichtig nach HGB, da sie keine Kaufleute sind. Sie unterliegen lediglich den steuerlichen Aufzeichnungspflichten:

  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR): Zulässig nach § 4 Abs. 3 EStG, solange keine Buchführungspflicht nach § 140 AO besteht
  • Freiwillige Bilanzierung: Möglich, aber nicht verpflichtend
  • Umsatzgrenze: Ab 800.000 Euro Umsatz oder 80.000 Euro Gewinn im Kalenderjahr entsteht Buchführungspflicht nach § 141 AO (Werte für 2026)
  • Aufzeichnungspflichten: Ordnungsgemäße Aufzeichnung der Betriebseinnahmen und -ausgaben erforderlich (§ 22 UStG für umsatzsteuerliche Zwecke)
  • Keine Offenlegung: Freiberufler müssen keine Jahresabschlüsse veröffentlichen
  • Aufbewahrung: 10 Jahre für Bücher und Aufzeichnungen, 6 Jahre für sonstige Unterlagen (§ 147 Abs. 3 AO)

Achtung Grenzwerte

Freiberufler, die die Grenzen nach § 141 AO überschreiten (800.000 Euro Umsatz oder 80.000 Euro Gewinn), werden buchführungspflichtig und müssen ab dem folgenden Wirtschaftsjahr eine Bilanz erstellen. Diese Pflicht entsteht automatisch und muss auch ohne Aufforderung durch das Finanzamt erfüllt werden. Wer unsicher ist, sollte frühzeitig mit dem Steuerberater klären, ob die Grenzwerte erreicht werden.

„Der administrative Aufwand für GmbH-Jahresabschlüsse ist deutlich höher als für eine Freiberufler-EÜR. Viele Mandanten unterschätzen die laufenden Kosten für Buchhaltung, Abschlusserstellung und Offenlegung. Auf OnlineBilanz.de bieten unsere Steuerberater GmbH-Jahresabschlüsse zu transparenten Festpreisen – digital koordiniert, ohne Wartezeiten und mit voller fachlicher Verantwortung durch zugelassene Steuerberater.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wie unterscheiden sich Sozialversicherung und Altersvorsorge?

Die sozialversicherungsrechtliche Stellung und die Altersvorsorge unterscheiden sich fundamental zwischen GmbH-Geschäftsführern und Freiberuflern. Während Freiberufler grundsätzlich nicht der gesetzlichen Sozialversicherung unterliegen (Ausnahme: berufsständische Versorgungswerke), ist der GmbH-Geschäftsführer unter bestimmten Umständen sozialversicherungspflichtig – mit erheblichen finanziellen Konsequenzen.

Sozialversicherung bei der GmbH

Die sozialversicherungsrechtliche Einordnung des GmbH-Geschäftsführers hängt von seiner Stellung in der Gesellschaft ab:

  • Beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer: Bei Beteiligung über 50 % ist er selbstständig und nicht sozialversicherungspflichtig (ständige Rechtsprechung BSG)
  • Fremdgeschäftsführer: Ohne Gesellschaftsbeteiligung oder mit Minderheitsbeteiligung unter 50 % besteht in der Regel Sozialversicherungspflicht als Arbeitnehmer – es gelten volle Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile (gesamt ca. 40 % des Bruttogehalts in 2026)
  • Sperrminorität: Auch bei Beteiligung unter 50 % kann Selbstständigkeit vorliegen, wenn wesentliche Gesellschafterbeschlüsse blockiert werden können – Einzelfallprüfung erforderlich
  • Krankenversicherung: Selbstständige GmbH-Geschäftsführer müssen sich freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern
  • Rentenversicherung: Keine Pflicht für selbstständige Geschäftsführer, freiwillige Beiträge möglich

Sozialversicherung beim Freiberufler

  • Keine gesetzliche Sozialversicherungspflicht: Freiberufler gelten als Selbstständige und unterliegen grundsätzlich nicht der Sozialversicherungspflicht
  • Berufsständische Versorgungswerke: Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten und weitere Kammern haben eigene Versorgungswerke mit Pflichtmitgliedschaft – diese ersetzen die gesetzliche Rentenversicherung
  • Künstlersozialkasse (KSK): Publizisten, Künstler und ähnliche Berufe können über die KSK sozialversichert sein – mit halbiertem Beitrag (Künstlersozialabgabe übernimmt die andere Hälfte)
  • Krankenversicherung: Freiwillig gesetzlich oder privat – Beitrag zur GKV bemisst sich am Gewinn (2026: Mindestbeitrag ca. 220 Euro, Höchstbeitrag ca. 1.000 Euro monatlich)
  • Private Altersvorsorge: Freiberufler ohne Versorgungswerk müssen privat vorsorgen (Rürup-Rente, private Rentenversicherung, Immobilien, Wertpapiere)

Altersvorsorge im Vergleich

GmbH-Geschäftsführer

  • Pensionszusage durch die GmbH möglich (steuerlich absetzbar als Betriebsausgabe)
  • Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds über Entgeltumwandlung
  • Freiwillige gesetzliche Rentenversicherung
  • Private Altersvorsorge (Rürup, Riester bei sozialversicherungspflichtigem Gehalt)
  • Aufbau von Betriebsvermögen in der GmbH als indirekte Altersvorsorge

Freiberufler

  • Berufsständisches Versorgungswerk (Pflicht bei Kammermitgliedschaft)
  • Rürup-Rente (Basisrente) mit hoher steuerlicher Absetzbarkeit (2026: 100 % der Beiträge bis 27.566 Euro)
  • Private Rentenversicherung
  • Betriebliche Altersvorsorge nicht möglich (da kein Arbeitgeber)
  • Vermögensaufbau durch Wertpapiere, Immobilien oder Betriebsvermögen

Pensionszusage bei der GmbH

Eine Pensionszusage der GmbH an den Geschäftsführer ist ein wirkungsvolles Instrument der Altersvorsorge und Steueroptimierung. Die Zusage muss schriftlich vereinbart, angemessen dotiert und tatsächlich erdienbar sein. Die Rückstellungen mindern den Gewinn der GmbH und sind somit steuerlich absetzbar. Bei Auszahlung unterliegt die Pension der nachgelagerten Besteuerung beim Geschäftsführer – oft zu einem niedrigeren Steuersatz im Ruhestand.

Welcher Gründungsaufwand und welche laufenden Kosten entstehen?

Die Gründungskosten und laufenden Verwaltungskosten unterscheiden sich erheblich. Die Gründung einer GmbH ist mit deutlich höherem Aufwand und Kosten verbunden als die Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit. Auch die laufenden administrativen Kosten fallen bei der GmbH deutlich höher aus.

Gründungskosten im Vergleich

Position Freiberufler GmbH
Stammkapital Nicht erforderlich 25.000 Euro (mindestens 12.500 Euro bei Gründung einzuzahlen, § 5 GmbHG)
Notarkosten Keine Ca. 300–800 Euro je nach Gesellschaftsvertrag und Stammkapital
Handelsregistereintragung Keine (außer freiwillig) Ca. 150–200 Euro
Gewerbeanmeldung Keine (Freiberufler sind nicht gewerbesteuerpflichtig) Ca. 20–60 Euro
Steuerberater/Gründungsberatung Optional, ca. 500–1.500 Euro Empfohlen, ca. 1.000–3.000 Euro
IHK-Beitrag Keiner Ab Eintragung (ca. 150–300 Euro jährlich je nach Region)
Geschäftskonto Optional Erforderlich für Kapitaleinzahlung
Gesamt (Richtwerte) 0–2.000 Euro 26.000–30.000 Euro (inkl. Stammkapital)

Laufende Kosten im Vergleich

Die laufenden administrativen und steuerlichen Kosten fallen bei der GmbH deutlich höher aus als beim Freiberufler:

  • Buchführung und Jahresabschluss: Freiberufler mit EÜR: ca. 800–2.000 Euro jährlich; GmbH mit Bilanz: ca. 2.500–8.000 Euro jährlich (je nach Komplexität und Größe)
  • Offenlegung: GmbH muss Jahresabschluss beim Unternehmensregister einreichen (Gebühr ca. 45–65 Euro), Freiberufler keine Pflicht
  • Gewerbesteuer: Freiberufler keine, GmbH ca. 14–17 % auf Gewinn
  • IHK-Beitrag: Freiberufler keiner, GmbH ca. 150–500 Euro jährlich (abhängig von Gewinn/Umsatz)
  • Körperschaftsteuererklärung: Nur GmbH, erhöht Steuerberaterkosten
  • Gewerbesteuererklärung: Nur GmbH
  • Gesellschafterversammlung und Protokolle: GmbH muss dokumentieren, Freiberufler nicht
  • Lohnbuchhaltung Geschäftsführer: GmbH muss Geschäftsführergehalt über Lohnbuchhaltung abrechnen (Kosten ca. 30–80 Euro monatlich)

26.000 €

Mindest-Gründungskosten GmbH (inkl. Stammkapital)

0 €

Gründungskosten Freiberufler (ohne Beratung)

5.000 €

Durchschnittliche jährliche Mehrkosten GmbH vs. Freiberufler

„Viele Gründer unterschätzen die laufenden Kosten einer GmbH. Neben Steuerberater und Buchhaltung kommen IHK-Beiträge, Offenlegungsgebühren und deutlich höherer Verwaltungsaufwand hinzu. Wer sich für die GmbH entscheidet, sollte diese Mehrkosten von mindestens 3.000–5.000 Euro jährlich fest einkalkulieren. Dafür erhält man aber auch die Haftungsbeschränkung und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten. Auf OnlineBilanz.de bieten wir GmbH-Jahresabschlüsse zu fairen Festpreisen – transparent kalkulierbar, ohne versteckte Kosten.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wann lohnt sich die GmbH gegenüber der freiberuflichen Tätigkeit?

Die Entscheidung zwischen GmbH und Freiberufler hängt von mehreren Faktoren ab: Gewinnhöhe, Haftungsrisiko, Gewinnverwendung, Wachstumspläne und persönliche Präferenzen. Wer sich mit mehreren Partnern zusammenschließen möchte, sollte zudem die GbR oder Freiberufler-Alternative in Betracht ziehen. Es gibt keine pauschale Antwort – die optimale Rechtsform ist stets eine Einzelfallentscheidung, die sorgfältig mit dem Steuerberater geprüft werden sollte.

Die GmbH lohnt sich tendenziell bei:

  • Hohen Gewinnen ab ca. 80.000–100.000 Euro jährlich, die nicht vollständig entnommen werden – durch Thesaurierung bleibt der Gewinn mit ca. 30 % besteuert in der GmbH (niedriger als persönlicher Spitzensteuersatz)
  • Erhöhtem Haftungsrisiko durch die Art der Tätigkeit (z. B. Bauwesen, Medizintechnik, Unternehmensberatung mit hohen Projektwerten) – die Haftungsbeschränkung schützt das Privatvermögen
  • Mehreren Gesellschaftern, die gemeinsam investieren und Gewinnverteilung klar regeln möchten – GmbH-Vertrag bietet klare rechtliche Struktur
  • Wachstumsplänen und Mitarbeitern – die GmbH wirkt professioneller gegenüber Kunden, Lieferanten und Investoren, erleichtert Finanzierung und Beteiligungen
  • Gewerblicher Tätigkeit oder gemischten Einkünften – sobald gewerbliche Anteile hinzukommen, entfällt ohnehin die Gewerbesteuerbefreiung beim Freiberufler
  • Langfristigem Vermögensaufbau in der Gesellschaft – z. B. zum Kauf von Immobilien, Maschinen oder Beteiligungen durch die GmbH
  • Nachfolgeplanung – Übertragung von GmbH-Anteilen ist oft einfacher und steuerlich günstiger als Betriebsübergabe bei Einzelunternehmen

Der Freiberufler ist vorteilhaft bei:

  • Niedrigen bis mittleren Gewinnen unter ca. 80.000 Euro, die weitgehend entnommen werden – hier ist die Einkommensteuer oft günstiger als die Doppelbesteuerung der GmbH
  • Geringem Haftungsrisiko und ausreichendem Versicherungsschutz – dann ist die Haftungsbeschränkung weniger relevant
  • Einfacher Struktur ohne Gesellschafter – alleinige Entscheidungsbefugnis, kein Gesellschaftsvertrag, keine Gesellschafterversammlungen
  • Geringem Verwaltungsaufwand – EÜR statt Bilanz, keine Offenlegung, niedrigere Steuerberaterkosten
  • Berufsrechtlichen Vorschriften, die eine persönliche Berufsausübung erfordern (z. B. bei bestimmten freien Berufen wie Ärzten, Psychotherapeuten)
  • Flexibilität bei Gewinnentnahme – Freiberufler können jederzeit frei über ihren Gewinn verfügen, ohne Ausschüttungsbeschluss oder Doppelbesteuerung
  • Vermeidung von Formalitäten – keine Handelsregistereintragung, keine Gesellschafterbeschlüsse, keine Geschäftsführerhaftung

Rechenbeispiel: Steuerbelastung im Vergleich

Ein Vergleich der Steuerbelastung bei 100.000 Euro Jahresgewinn (vereinfacht, ohne Sozialversicherung, ledig, keine Kinder, 2026):

Position Freiberufler GmbH (Vollausschüttung) GmbH (Thesaurierung)
Gewinn 100.000 € 100.000 € 100.000 €
Körperschaftsteuer (15 %) −15.000 € −15.000 €
Gewerbesteuer (ca. 15 %) −15.000 € −15.000 €
SolZ auf KSt (5,5 %) −825 € −825 €
Gewinn nach Steuern (Gesellschaft) 69.175 € 69.175 €
Ausschüttung an Gesellschafter 69.175 € 0 €
Abgeltungsteuer (25 %) −17.294 €
SolZ auf AbgSt (5,5 %) −951 €
Einkommensteuer (ca. 38 % Durchschnitt) −38.000 €
SolZ auf ESt −2.090 €
Netto verfügbar 59.910 € 51.930 € 69.175 € (in GmbH)
Steuerbelastung gesamt 40.090 € (40,1 %) 48.070 € (48,1 %) 30.825 € (30,8 %)

Das Beispiel zeigt: Bei Vollausschüttung ist die Doppelbesteuerung der GmbH nachteilig (48,1 % vs. 40,1 %). Bei Thesaurierung bleibt der Gewinn jedoch mit nur 30,8 % besteuert in der GmbH – deutlich günstiger als beim Freiberufler. Diese Ersparnis kann langfristig zum Vermögensaufbau oder zur Investition genutzt werden. Bei späterer Ausschüttung (z. B. im Ruhestand bei niedrigerem persönlichen Steuersatz) kann die Gesamtbelastung weiter optimiert werden.

Individuelle Beratung erforderlich

Die optimale Rechtsformwahl ist hochgradig individuell und hängt von Gewinnhöhe, Entnahmeverhalten, Familienstand, weiteren Einkünften, Altersvorsorgeplanung und vielen anderen Faktoren ab. Eine pauschale Empfehlung ist nicht möglich. Lassen Sie sich von einem Steuerberater beraten, der Ihre konkrete Situation analysiert und durchrechnet. Auf OnlineBilanz.de erhalten Sie nicht nur den Jahresabschluss, sondern auf Wunsch auch steuerliche Beratung durch unsere zugelassenen Steuerberater – digital, transparent und zu fairen Festpreisen.

Ist ein Wechsel zwischen Freiberufler und GmbH möglich?

Ein Wechsel der Rechtsform ist grundsätzlich möglich und in der Praxis häufig – viele Unternehmer starten als Freiberufler und gründen später eine GmbH, wenn das Geschäft wächst. Auch der umgekehrte Weg (Liquidation der GmbH, Rückkehr zur freiberuflichen Tätigkeit) ist möglich, aber seltener. Der Rechtsformwechsel hat steuerliche und rechtliche Konsequenzen, die sorgfältig geplant werden müssen.

Vom Freiberufler zur GmbH: Einbringung oder Neugründung

Wenn ein Freiberufler zur GmbH wechseln möchte, stehen zwei Wege zur Verfügung:

  • Neugründung der GmbH und Betriebsaufgabe: Der Freiberufler gibt seinen Betrieb auf und gründet eine neue GmbH. Das Betriebsvermögen (z. B. Büroausstattung, Forderungen) wird zu Buchwerten oder Verkehrswerten in die GmbH übertragen. Bei Verkehrswerten entstehen stille Reserven, die beim Freiberufler der Einkommensteuer unterliegen (Aufgabegewinn nach § 16 EStG). Der Freibetrag von 45.000 Euro nach § 16 Abs. 4 EStG kann unter bestimmten Voraussetzungen (Alter über 55 Jahre oder Berufsunfähigkeit) genutzt werden.
  • Einbringung nach § 20 UmwStG: Das Einzelunternehmen wird in eine GmbH eingebracht – dabei kann die Übertragung zu Buchwerten erfolgen (steuerneutral), wenn die Voraussetzungen des § 20 Abs. 2 UmwStG erfüllt sind. Die stillen Reserven werden nicht aufgedeckt, die Besteuerung wird in die Zukunft verschoben. Als Gegenleistung erhält der Freiberufler GmbH-Anteile. Diese Variante ist steuerlich oft günstiger, erfordert aber sorgfältige Planung und Beratung.

Von der GmbH zurück zum Freiberufler

Der umgekehrte Weg – Auflösung der GmbH und Rückkehr zur freiberuflichen Tätigkeit – ist komplexer und steuerlich oft ungünstiger:

  • Liquidation der GmbH: Die GmbH wird aufgelöst (§ 60 GmbHG), das Vermögen wird an die Gesellschafter verteilt. Dabei entsteht ein Liquidationsgewinn, der der Körperschaftsteuer unterliegt. Die Ausschüttung an die Gesellschafter unterliegt zusätzlich der Abgeltungsteuer (Doppelbesteuerung).
  • Sperrfrist: Nach § 11 Abs. 2 KStG gilt eine Sperrfrist von einem Jahr zwischen Beschluss und Löschung im Handelsregister.
  • Fortführung als Freiberufler: Nach Liquidation kann der ehemalige Gesellschafter wieder als Freiberufler tätig werden. Die übertragenen Wirtschaftsgüter gelten als Anschaffung und werden mit den Verkehrswerten angesetzt.
  • Restliche Verpflichtungen: Auch nach Liquidation können steuerliche Pflichten bestehen (Jahresabschluss für das Liquidationsjahr, Offenlegung beim Unternehmensregister).

Steuerliche Beratung zwingend

Ein Rechtsformwechsel ist ein steuerlich hochkomplexer Vorgang. Fehler können zu erheblichen Steuernachzahlungen führen. Die Wahl zwischen Aufgabe mit Besteuerung stiller Reserven oder steuerneutraler Einbringung nach UmwStG muss sorgfältig abgewogen werden. Ziehen Sie unbedingt einen Steuerberater hinzu, der die steuerlichen Folgen im Detail berechnet und die Transaktion begleitet.

Hybridlösungen: Freiberufler-GmbH

Eine Alternative zum vollständigen Wechsel ist die Gründung einer Freiberufler-GmbH: Der Freiberufler gründet eine GmbH und erbringt seine freiberufliche Leistung durch die GmbH. Dies ist bei vielen Berufen möglich (z. B. Steuerberater-GmbH, Rechtsanwalts-GmbH, Ingenieur-GmbH), sofern die berufsrechtlichen Vorschriften dies zulassen. Die GmbH unterliegt dann:

  • Der Körperschaftsteuer (15 %) und dem Solidaritätszuschlag
  • Keiner Gewerbesteuer, sofern ausschließlich freiberufliche Tätigkeit ausgeübt wird (§ 2 Abs. 1 GewStG)
  • Der Bilanzierungs- und Offenlegungspflicht nach §§ 264, 325 HGB
  • Den berufsrechtlichen Anforderungen der jeweiligen Kammer (z. B. Steuerberaterkammer, Rechtsanwaltskammer)

Diese Lösung kombiniert die Haftungsbeschränkung und steuerlichen Vorteile der GmbH mit der Gewerbesteuerfreiheit des Freiberuflers – für viele eine attraktive Mittelweg-Lösung.

„Wir begleiten regelmäßig Mandanten beim Wechsel von der freiberuflichen Tätigkeit zur GmbH. Die häufigsten Fehler: Stille Reserven werden nicht erkannt, die Einbringung wird nicht nach UmwStG gestaltet, oder die laufenden Kosten der GmbH werden unterschätzt. Eine gründliche Planung spart oft fünfstellige Steuerbeträge. Auf OnlineBilanz.de bieten unsere Steuerberater nicht nur den Jahresabschluss, sondern auch Beratung zu Rechtsformwahl und Umwandlung – fachlich fundiert und zu transparenten Konditionen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Freiberufler Gesellschafter einer GmbH werden?

Ja, ein Freiberufler kann parallel seine freiberufliche Tätigkeit ausüben und gleichzeitig Gesellschafter einer GmbH sein. Die freiberufliche Tätigkeit bleibt eigenständig, während die GmbH als separate juristische Person agiert. Wichtig ist die saubere Trennung der Tätigkeitsbereiche und Mandatsverhältnisse, um steuerliche und haftungsrechtliche Konflikte zu vermeiden.

Verliert man den Freiberuflerstatus bei Gründung einer GmbH?

Nein, der Freiberuflerstatus selbst geht nicht verloren. Sie können parallel sowohl als Freiberufler tätig sein als auch eine GmbH betreiben. Allerdings unterliegt die GmbH immer der Gewerbesteuer, selbst wenn sie ausschließlich freiberufliche Leistungen erbringt. Eine Freiberufler-GmbH gibt es steuerlich nicht – jede GmbH ist Gewerbebetrieb im Sinne des § 2 GewStG.

Welche Rolle spielt die Künstlersozialkasse (KSK) im Vergleich?

Freiberufler in künstlerischen oder publizistischen Berufen können über die Künstlersozialkasse versichert werden, die 50 % der Sozialversicherungsbeiträge übernimmt. GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer haben keinen Zugang zur KSK. Wer als freiberuflicher Künstler oder Publizist von der KSK profitiert, verliert diesen Vorteil bei Wechsel in eine GmbH-Struktur.

Kann man als Freiberufler eine Holdingstruktur aufbauen?

Ja, auch Freiberufler können eine Holdingstruktur nutzen, typischerweise als Mischmodell: Die freiberufliche Tätigkeit bleibt im Einzelunternehmen, während eine GmbH als Holding für Beteiligungen, Vermögensverwaltung oder gewerbliche Nebentätigkeiten dient. So lassen sich steuerliche Vorteile des Freiberuflerstatus mit der Haftungsbeschränkung und Thesaurierungsmöglichkeiten einer GmbH kombinieren.

Welche Auswirkungen hat die Rechtsformwahl auf Investoren und Finanzierung?

Investoren bevorzugen in der Regel die GmbH, da sie klare Gesellschafterstrukturen, Haftungsbeschränkung und standardisierte Beteiligungsmöglichkeiten bietet. Freiberufler können zwar Gesellschafter aufnehmen (z. B. als GbR oder Partnerschaftsgesellschaft), doch fehlt die Haftungsbeschränkung. Für Wagniskapital, Business Angels oder institutionelle Investoren ist die GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) daher meist Voraussetzung.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), GmbH-Gesetz (GmbHG), Einkommensteuergesetz (EStG), Gewerbesteuergesetz (GewStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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