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15–23 Minuten

OnlineBilanzBlogGewerbesteuer UG sparen

Gewerbesteuer UG sparen 2026: Praxis-Tipps

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Gewerbesteuer gehört für jede UG (haftungsbeschränkt) zu den größten laufenden Steuerlasten. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich der Gewerbeertrag jedoch wirksam mindern – durch Betriebsausgaben, optimale Geschäftsführervergütung, Kürzungen nach § 9 GewStG und geschickte Investitionsplanung. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Gewerbesteuer bei der UG sparen können, ohne steuerliche Risiken einzugehen. Ähnliche Optimierungsmöglichkeiten gelten übrigens auch für gemeinnützige Organisationen, die Gewerbesteuer beim Verein sparen möchten, sowie für Personengesellschaften wie die GmbH & Co. KG, die eigene gewerbesteuerliche Besonderheiten aufweist. Eine fundierte Beratung zur Gewerbesteuer hilft dabei, sowohl Optimierungspotenziale zu nutzen als auch alle gesetzlichen Pflichten korrekt zu erfüllen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Die Gewerbesteuer der UG lässt sich durch Betriebsausgaben, ein angemessenes Geschäftsführergehalt, gezielte Kürzungen nach § 9 GewStG, Investitionsabzugsbeträge und Verluststrategien wirksam senken. Auch die Standortwahl und das Verhältnis von Thesaurierung zu Ausschüttung beeinflussen die Gesamtsteuerbelastung. Entscheidend ist stets die Angemessenheit und dokumentierte Begründung jeder Maßnahme.

Wie entsteht Gewerbesteuer bei der UG (haftungsbeschränkt)?

Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) unterliegt als Kapitalgesellschaft nach § 2 Abs. 2 GewStG der unbeschränkten Gewerbesteuerpflicht. Anders als Einzelunternehmer oder Personengesellschaften, die einen Freibetrag von 24.500 Euro nutzen können, zahlt die UG bereits ab dem ersten Euro Gewerbeertrag Gewerbesteuer – unabhängig von der Höhe des Gewinns.

Die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer bildet der Gewerbeertrag, der aus dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss (bzw. steuerlichen Gewinn nach § 7 GewStG) durch Hinzurechnungen und Kürzungen ermittelt wird. Für das Wirtschaftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten die aktuellen Hinzurechnungsvorschriften nach § 8 GewStG und Kürzungsvorschriften nach § 9 GewStG.

Grundlagen der Gewerbesteuer-Berechnung

Gewerbeertrag = Gewinn aus Gewerbebetrieb + Hinzurechnungen (z. B. Finanzierungsanteile nach § 8 Nr. 1 GewStG) − Kürzungen (z. B. Gewinnausschüttungen nach § 9 Nr. 2a GewStG). Darauf wird der Freibetrag von 0 Euro bei Kapitalgesellschaften angewendet, multipliziert mit der Steuermesszahl von 3,5 % und dem kommunalen Hebesatz.

Keine Freibeträge für Kapitalgesellschaften

Ein zentraler Unterschied zu Personenunternehmen: Die UG kann den Freibetrag nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG nicht nutzen. Dieser steht ausschließlich natürlichen Personen und Personengesellschaften zu. Für Geschäftsführer einer UG bedeutet das: Jede Optimierung muss am Gewerbeertrag selbst ansetzen, nicht an nachgelagerten Freibeträgen.

Welche Betriebsausgaben mindern den Gewerbeertrag wirksam?

Der wichtigste Hebel zur Senkung der Gewerbesteuer ist die vollständige und zeitgerechte Erfassung aller abzugsfähigen Betriebsausgaben. Jede betrieblich veranlasste Ausgabe mindert den steuerlichen Gewinn und damit auch den Gewerbeertrag. Voraussetzung ist stets die betriebliche Veranlassung nach § 4 Abs. 4 EStG sowie eine ordnungsgemäße Belegführung nach § 238 HGB und den GoBD.

Typische abzugsfähige Betriebsausgaben

  • Personalkosten: Gehälter, Sozialabgaben, betriebliche Altersversorgung, Weiterbildung
  • Miete und Nebenkosten: Büromiete, Strom, Heizung, Reinigung (bei gemischter Nutzung anteilige Aufteilung erforderlich)
  • Abschreibungen: AfA auf Anlagevermögen (§ 7 EStG), GWG-Sofortabschreibung bis 800 Euro (§ 6 Abs. 2 EStG), Sammelposten bis 1.000 Euro
  • Fahrzeugkosten: Leasing, Treibstoff, Versicherung, Reparaturen (bei 1-%-Methode jedoch Privatanteil zu versteuern)
  • Beratungskosten: Steuerberater, Rechtsanwalt, Unternehmensberatung
  • Marketing und Werbung: Online-Marketing, Printanzeigen, Messeteilnahmen, Website-Kosten
  • Bürobedarf und IT: Software-Lizenzen, Hardware, Büromaterial, Cloud-Dienste

Vorsicht bei gemischten Aufwendungen

Aufwendungen, die sowohl betrieblich als auch privat veranlasst sind, müssen nach objektivierbaren Kriterien aufgeteilt werden. Eine pauschale Aufteilung ohne Nachweis erkennt das Finanzamt regelmäßig nicht an. Typische Risikobereiche: Homeoffice, Pkw-Nutzung, Telekommunikation, Arbeitszimmer.

„Viele UG-Geschäftsführer verschenken Steuersparpotenzial, weil sie Belege nicht vollständig sammeln oder Ausgaben nicht korrekt zuordnen. Eine lückenlose Belegerfassung ab Januar spart nicht nur Gewerbesteuer, sondern auch Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Geschäftsführergehalt optimal gestalten: Gewinnverlagerung oder Steueroptimierung?

Ein angemessenes Geschäftsführergehalt ist eines der wirkungsvollsten Instrumente zur Gewerbesteueroptimierung bei der UG. Anders als Gewinnausschüttungen mindert das Gehalt den Gewerbeertrag unmittelbar, da es als Betriebsausgabe abzugsfähig ist. Gleichzeitig unterliegt es beim Gesellschafter-Geschäftsführer der Einkommensteuer – die steuerliche Gesamtbelastung hängt also vom persönlichen Steuersatz ab.

Was gilt als angemessen?

Das Gehalt muss fremdüblich sein, also dem entsprechen, was ein fremder Dritter für vergleichbare Tätigkeit erhalten würde (§ 8 Abs. 3 KStG, R 8.5 KStR). Das Finanzamt prüft insbesondere bei Gesellschafter-Geschäftsführern, ob das Gehalt verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) enthält. Orientierung bieten Gehaltsvergleiche nach Branche, Unternehmensgröße, Verantwortungsbereich und Qualifikation.

Zu niedriges Gehalt

Höhere Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer auf verbleibenden Gewinn. Weniger Aufbau von Rentenansprüchen. Risiko der Betriebsprüfung bei auffällig niedrigen Gehältern.

Zu hohes Gehalt

Risiko der verdeckten Gewinnausschüttung (vGA) bei Gesellschafter-Geschäftsführern. Nachversteuerung auf Ebene der UG plus Ausschüttungsbesteuerung beim Gesellschafter. Hohe Lohnnebenkosten.

Steuerlicher Vergleich: Gehalt vs. Gewinnausschüttung

Position Geschäftsführergehalt Gewinnausschüttung
Abzug bei UG Ja (Betriebsausgabe) Nein (aus versteuertem Gewinn)
Gewerbesteuer Mindernd Keine Minderung
Körperschaftsteuer Mindernd Keine Minderung
Besteuerung Gesellschafter Einkommensteuer + SolZ + ggf. KiSt Abgeltungsteuer 25 % + SolZ + ggf. KiSt
Sozialversicherung Ja (ca. 20 %) Nein

Für Geschäftsführer mit mittlerem Einkommen liegt der steuerliche Break-even oft bei einem persönlichen Grenzsteuersatz von ca. 40–42 %. Liegt der persönliche Steuersatz darunter, ist ein höheres Gehalt steuerlich meist vorteilhafter als eine Gewinnausschüttung.

Hinzurechnungen vermeiden: Finanzierungskosten gewerbesteuerlich optimieren

Nach § 8 Nr. 1 GewStG werden Finanzierungsanteile dem Gewinn aus Gewerbebetrieb wieder hinzugerechnet – und erhöhen damit die Gewerbesteuer. Betroffen sind insbesondere Zinsen auf Dauerschulden, Miet- und Pachtzinsen für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sowie Lizenzgebühren. Seit 2020 gilt ein Freibetrag von 200.000 Euro; darüber hinaus werden 25 % der Finanzierungsanteile hinzugerechnet.

Welche Finanzierungsanteile sind betroffen?

  • Schuldzinsen: Zinsen auf Darlehen, Kontokorrentkredite, Gesellschafterdarlehen (§ 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG)
  • Miet- und Leasingraten: Für bewegliche Anlagegüter (Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment), nicht jedoch für unbewegliche Wirtschaftsgüter wie Grundstücke (§ 8 Nr. 1 Buchst. d, e GewStG)
  • Lizenzgebühren: Für Rechteüberlassung (§ 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG)
  • Renten und dauernde Lasten: Nach § 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG

Freibetrag 200.000 Euro nutzen

Die Hinzurechnung greift erst, wenn die Summe aller Finanzierungsanteile 200.000 Euro übersteigt. Von dem übersteigenden Betrag werden 25 % hinzugerechnet. Für kleinere UGs bleibt die Hinzurechnung daher oft ohne praktische Auswirkung.

Strategien zur Vermeidung oder Minimierung

  1. Eigenkapitalfinanzierung bevorzugen: Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital umwandeln (Kapitalerhöhung), um Zinsaufwand zu vermeiden.
  2. Kauf statt Leasing bei beweglichen Wirtschaftsgütern: Wenn Liquidität vorhanden ist, kann Kauf günstiger sein als Leasing, da Leasingraten zur Hinzurechnung führen.
  3. Immobilien-Leasing nutzen: Mieten für Grundstücke und Gebäude sind von der Hinzurechnung ausgenommen (§ 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG gilt nur für bewegliche Wirtschaftsgüter).
  4. Freibetrag im Konzern koordinieren: Bei mehreren Gesellschaften die Finanzierungsstruktur so gestalten, dass Freibeträge optimal genutzt werden.
  5. Tilgungsstruktur prüfen: Hohe Tilgungsraten statt langer Laufzeiten mit hohen Zinsanteilen wählen.

„Viele Mandanten unterschätzen die gewerbesteuerliche Wirkung von Leasingraten für Fahrzeuge oder Maschinen. Gerade bei größeren Investitionen lohnt sich eine steuerliche Vergleichsrechnung zwischen Kauf, Finanzierung und Leasing – inklusive Hinzurechnungseffekt.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Kürzungen nach § 9 GewStG gezielt nutzen

Während Hinzurechnungen den Gewerbeertrag erhöhen, mindern Kürzungen nach § 9 GewStG die Bemessungsgrundlage. Für UGs sind insbesondere die Kürzungen für Gewinnanteile aus Beteiligungen (§ 9 Nr. 2a, 7 GewStG) sowie für Grundbesitz (§ 9 Nr. 1 GewStG) relevant – sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.

Schachtelprivileg: Beteiligungserträge steuerfrei

Nach § 9 Nr. 2a GewStG können Gewinnanteile (Dividenden) aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften vom Gewerbeertrag gekürzt werden, wenn die UG zu mindestens 15 % am Nennkapital beteiligt ist (sog. Schachtelprivileg). Die Kürzung umfasst den gesamten Gewinnanteil – gewerbesteuerlich bleibt die Dividende also unbelastet. Voraussetzung: Die Beteiligung muss zu Beginn des Erhebungszeitraums bestanden haben.

Diese Regelung ist relevant, wenn die UG als Holdingstruktur fungiert oder strategische Beteiligungen an anderen Kapitalgesellschaften hält. Sie verhindert eine Doppelbelastung mit Gewerbesteuer auf Ebene der Tochter- und der Muttergesellschaft.

Grundbesitz: Kürzung für Verwaltung eigenen Grundbesitzes

Nach § 9 Nr. 1 GewStG kann der Gewerbeertrag gekürzt werden, soweit er auf die Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes entfällt – sofern dies nicht unter die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG fällt. Praktisch relevant ist das etwa, wenn die UG eigene Gewerbeimmobilien besitzt und diese selbst nutzt oder vermietet.

Erweiterte Kürzung bei reiner Grundstücksverwaltung

Die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG greift nur, wenn ausschließlich eigener Grundbesitz verwaltet und genutzt wird und keine gewerbliche Tätigkeit ausgeübt wird. Für operative UGs ist das selten relevant; hier bleibt meist nur die anteilige Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG.

Ausländische Betriebsstätten: Kürzung nach § 9 Nr. 3 GewStG

Unterhält die UG eine Betriebsstätte im Ausland, kann der darauf entfallende Gewerbeertrag nach § 9 Nr. 3 GewStG gekürzt werden. Das vermeidet eine doppelte Belastung mit deutscher Gewerbesteuer und ausländischer Ertragssteuer. Voraussetzung ist eine tatsächliche Betriebsstätte im Sinne von § 12 AO.

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen: Gewinn zeitlich verlagern

Mit dem Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG können UGs bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bereits vor der Investition gewinnmindernd abziehen. Dadurch wird der Gewerbeertrag (und damit die Gewerbesteuer) im Abzugsjahr gesenkt. Im Jahr der Anschaffung wird die Bemessungsgrundlage für die AfA um den IAB gemindert, zusätzlich kann eine Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG von bis zu 20 % geltend gemacht werden.

Voraussetzungen für den IAB

  • Geplante Investition in ein bewegliches abnutzbares Anlagegut (z. B. Maschinen, Fahrzeuge, IT-Hardware)
  • Mindestens 90 % betriebliche Nutzung im Jahr der Anschaffung und im Folgejahr
  • Betriebsgröße: Bilanzsumme max. 6 Mio. Euro oder Umsatz max. 600.000 Euro (für UG oft erfüllt)
  • Investition muss innerhalb von 3 Jahren nach Abzug tatsächlich erfolgen
  • Nachweis und Dokumentation der Investitionsabsicht (sog. Investitionsverzeichnis)

Der IAB ist bis zu drei Jahre vor der tatsächlichen Anschaffung möglich. Erfolgt die Investition nicht fristgerecht, muss der IAB rückgängig gemacht werden – mit Verzinsung nach § 233a AO (6 % p. a.).

Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG

Zusätzlich zur regulären AfA können im Jahr der Anschaffung und in den vier Folgejahren Sonderabschreibungen von insgesamt bis zu 20 % der (um den IAB geminderten) Anschaffungskosten vorgenommen werden. Diese können frei auf die fünf Jahre verteilt werden – idealerweise in Jahren mit hohen Gewinnen, um die Gewerbesteuerlast zu senken.

50 %

max. Investitionsabzugsbetrag vor Anschaffung

20 %

Sonderabschreibung zusätzlich zur AfA

3 Jahre

Frist für Investition nach IAB-Abzug

„Der Investitionsabzugsbetrag ist ein unterschätztes Gestaltungsinstrument. Wer 2025 hohe Gewinne erwartet und 2026 oder 2027 Investitionen plant, kann die Steuerlast bereits im laufenden Jahr senken – das schafft Liquidität für die Investition selbst.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praxis-Tipp: IAB bei Fahrzeuganschaffung

Plant die UG die Anschaffung eines Firmenwagens in 2026 oder 2027, kann bereits für das Wirtschaftsjahr 2025 ein IAB gebildet werden. Dadurch sinkt die Gewerbesteuer für 2025, obwohl die Investition erst später erfolgt. Wichtig: 90 % betriebliche Nutzung müssen nachweisbar sein.

Verlustvortrag und Verlustrücktrag: Gewerbesteuer über mehrere Jahre optimieren

Gewerbesteuerliche Verluste können nach § 10a GewStG vorgetragen werden und mindern künftige Gewerbeerträge. Anders als bei der Körperschaftsteuer existiert bei der Gewerbesteuer jedoch kein Verlustrücktrag mehr (dieser wurde 2004 abgeschafft, nur für Körperschaftsteuer wieder eingeführt). Dennoch lohnt es sich, Verluste systematisch zu dokumentieren und in Folgejahren gezielt zu nutzen.

Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag: zeitlich unbegrenzt, aber beschränkt nutzbar

Gewerbeverluste können zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden. Allerdings greift ab einem Gewerbeertrag von 1 Mio. Euro eine Mindestbesteuerung: Nur 60 % des 1 Mio. Euro übersteigenden Gewerbeertrags können mit Verlustvorträgen verrechnet werden (§ 10a Satz 2 GewStG analog zur Regelung in § 8c KStG). Für kleinere UGs ist diese Grenze meist nicht relevant.

Gewerbeertrag bis 1 Mio. Euro

Verluste können vollständig mit künftigen Gewerbeerträgen verrechnet werden. Keine Beschränkung durch Mindestbesteuerung.

Gewerbeertrag über 1 Mio. Euro

Bis 1 Mio. Euro vollständige Verrechnung möglich. Darüber hinaus nur 60 % des übersteigenden Betrags mit Verlustvorträgen verrechenbar (Mindestbesteuerung).

Vorsicht bei Anteilseignerwechsel: § 10a Satz 10 GewStG

Wechseln mehr als 50 % der Anteile an der UG den Eigentümer, gehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge vollständig unter (§ 10a Satz 10 GewStG i. V. m. § 8c KStG). Bei Anteilsübertragungen zwischen 25 % und 50 % gehen Verluste anteilig verloren. Diese sog. Mantelkaufregelung soll verhindern, dass Verlustvorträge gehandelt werden. Für UG-Gesellschafter bedeutet das: Bei geplanten Anteilsübertragungen unbedingt steuerliche Beratung einholen, um Verlustvorträge nicht ungewollt zu verlieren.

Sanierungsklausel und Stille-Reserven-Klausel prüfen

In bestimmten Fällen (Sanierung, vorhandene stille Reserven) kann der Untergang von Verlustvorträgen vermieden werden (§ 8c Abs. 1a, § 8d KStG analog). Diese Ausnahmen sind komplex und erfordern fachliche Begleitung durch einen Steuerberater.

Körperschaftsteuerlicher Verlustrücktrag nutzen

Auch wenn gewerbesteuerlich kein Verlustrücktrag möglich ist, kann ein Verlust körperschaftsteuerlich in das Vorjahr zurückgetragen werden (§ 10d Abs. 1 EStG i. V. m. § 8 Abs. 1 KStG). Der Rücktrag ist auf 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung 20 Mio. Euro) begrenzt. Dadurch kann die UG bereits gezahlte Körperschaftsteuer des Vorjahres zurückerhalten – ein wichtiger Liquiditätsvorteil in Verlustjahren.

Hebesatz-Unterschiede: Kann ein Standortwechsel die Gewerbesteuer senken?

Die Höhe der Gewerbesteuer hängt entscheidend vom Hebesatz der Standortgemeinde ab (§ 16 GewStG). Dieser wird von jeder Kommune selbst festgelegt und variiert erheblich: von unter 200 % in manchen ländlichen Gemeinden bis über 490 % in Großstädten wie München (490 %), Frankfurt (500 %) oder Offenbach (490 %). Auch in Städten wie Mönchengladbach unterscheidet sich der Hebesatz deutlich von anderen Kommunen. Die Gewerbesteuer berechnet sich als Produkt aus Steuermessbetrag (Gewerbeertrag × 3,5 %) und Hebesatz.

Beispielrechnung: Hebesatz-Effekt bei 100.000 Euro Gewerbeertrag

Standort Hebesatz Steuermessbetrag Gewerbesteuer Differenz
Ländliche Gemeinde 200 % 3.500 € 7.000 € Basis
Mittelstadt 380 % 3.500 € 13.300 € + 6.300 €
München 490 % 3.500 € 17.150 € + 10.150 €
Offenbach am Main 497 % 3.500 € 17.395 € + 10.395 €

Bei einem Gewerbeertrag von 100.000 Euro beträgt die Differenz zwischen einer Gemeinde mit 200 % Hebesatz und München über 10.000 Euro pro Jahr. Über mehrere Jahre summiert sich dieser Unterschied erheblich.

Ist ein Standortwechsel praktikabel?

Ein reiner Briefkastensitz reicht nicht aus: Das Gewerbesteuerrecht knüpft an die tatsächliche Betriebsstätte im Sinne von § 12 AO an. Entscheidend ist, wo sich die Geschäftsleitung befindet, wo Mitarbeiter tätig sind oder wo wesentliche Betriebsmittel stehen. Eine reine Sitzverlegung ohne Substanz wird vom Finanzamt nicht anerkannt.

Praktikabel ist ein Standortwechsel vor allem bei:

  • Neugründungen: Wahl eines günstigen Standorts von Anfang an, sofern keine Kundennähe erforderlich ist
  • Remote-first-Unternehmen: IT-Dienstleister, Beratungen, Online-Handel – wenn die Geschäftsleitung ohnehin flexibel ist
  • Geplanten Umzügen: Kombination von betrieblichen Gründen (z. B. größere Büroflächen) mit Hebesatzoptimierung

Zerlegung bei mehreren Betriebsstätten

Unterhält die UG Betriebsstätten in mehreren Gemeinden, wird der Gewerbesteuermessbetrag nach § 28 ff. GewStG zerlegt. Maßstab ist das Verhältnis der Arbeitslöhne an den verschiedenen Standorten. Eine strategische Verteilung von Betriebsstätten kann die Gesamtbelastung senken.

„Ein Standortwechsel sollte nie allein aus steuerlichen Gründen erfolgen. Aber wer ohnehin flexibel ist, kann bei der Standortwahl gezielt auf den Hebesatz achten – gerade im Umland großer Städte finden sich oft Gemeinden mit deutlich niedrigeren Hebesätzen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Thesaurierung vs. Ausschüttung: Gesamtsteuerbelastung im Blick behalten

Die Gewerbesteueroptimierung darf nicht isoliert betrachtet werden – entscheidend ist die Gesamtsteuerbelastung aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und der Besteuerung auf Gesellschafterebene. Ob Gewinne thesauriert (im Unternehmen belassen) oder ausgeschüttet werden, hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtbelastung.

Steuerbelastung bei Thesaurierung

Bleibt der Gewinn in der UG, werden auf Ebene der Gesellschaft fällig:

  • Gewerbesteuer: Steuermessbetrag × Hebesatz (effektiv ca. 7–17 % je nach Gemeinde)
  • Körperschaftsteuer: 15 % des zu versteuernden Einkommens (§ 23 KStG)
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf die Körperschaftsteuer = 0,825 %

Die Gewerbesteuer ist pauschal zu 40 % auf die Körperschaftsteuer anrechenbar (§ 35 EStG), wirkt sich aber nur bei natürlichen Personen aus. Auf Ebene der UG selbst erfolgt keine Anrechnung. Die effektive Gesamtbelastung bei Thesaurierung liegt – je nach Hebesatz – zwischen ca. 23 % und 33 %.

Steuerbelastung bei Ausschüttung

Wird der Gewinn ausgeschüttet, wird er zunächst auf UG-Ebene mit Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer belastet (wie bei Thesaurierung). Auf Gesellschafterebene kommt hinzu:

  • Abgeltungsteuer: 25 % auf die Ausschüttung (§ 32d Abs. 1 EStG)
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf die Abgeltungsteuer = 1,375 %
  • ggf. Kirchensteuer: 8–9 % auf die Abgeltungsteuer

Die Gesamtbelastung (UG + Gesellschafter) beträgt bei Hebesatz 400 % rund 48 %. Allerdings kann die Gewerbesteuer teilweise nach § 35 EStG angerechnet werden, wenn der Gesellschafter zur Einkommensteuer optiert (Günstigerprüfung nach § 32d Abs. 6 EStG).

Thesaurierung

Gewinn bleibt in der UG. Nur Gewerbesteuer + Körperschaftsteuer + SolZ. Effektiv ca. 23–33 %. Kapital steht für Investitionen bereit.

Ausschüttung ohne § 35 EStG

Doppelbelastung: UG-Ebene + Abgeltungsteuer. Gesamtbelastung ca. 48 %. Liquidität steht Gesellschafter privat zur Verfügung.

Ausschüttung mit § 35 EStG

Teillastung durch Anrechnung der Gewerbesteuer auf Einkommensteuer. Günstigerprüfung erforderlich. Lohnt sich oft bei niedrigem persönlichen Steuersatz.

Wann lohnt sich Thesaurierung?

Thesaurierung ist steuerlich vorteilhaft, wenn:

  • Das Kapital für künftige Investitionen benötigt wird (z. B. Expansion, Immobilien, Beteiligungen)
  • Die UG Rücklagen nach § 5a Abs. 3 GmbHG bilden muss (25 % des Jahresüberschusses bei UG)
  • Der persönliche Steuersatz des Gesellschafters über 42 % liegt (Thesaurierung dann meist günstiger als Ausschüttung)

„Die optimale Strategie hängt von der individuellen Situation ab: Liquiditätsbedarf, Investitionspläne, persönlicher Steuersatz. Wir empfehlen eine jährliche Abstimmung zwischen Geschäftsführer und Steuerberater, um Ausschüttung und Thesaurierung gezielt zu steuern.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

OnlineBilanz-Tipp: Steueroptimierung im Jahresabschluss

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, profitiert von einer ganzheitlichen Betrachtung: Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Ausschüttungsstrategie werden gemeinsam optimiert. OnlineBilanz bietet digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen – ohne Wartezeiten, mit voller StB-Verantwortung.

Häufige Fehler bei der Gewerbesteueroptimierung vermeiden

Trotz vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten machen viele UG-Geschäftsführer wiederkehrende Fehler, die entweder Steuerpotenzial verschenken oder zu steuerlichen Risiken führen. Die folgenden Punkte sollten Sie unbedingt beachten:

1. Betriebsausgaben unvollständig oder verspätet erfassen

Viele Belege gehen im Tagesgeschäft verloren oder werden erst nachträglich – teils zu spät – nachgereicht. Wichtig: Betriebsausgaben müssen im Wirtschaftsjahr der wirtschaftlichen Verursachung erfasst werden (§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB – Realisationsprinzip). Nachträgliche Korrekturen sind nur eingeschränkt möglich und führen oft zu Diskussionen mit dem Finanzamt.

2. Unangemessenes Geschäftsführergehalt

Ein zu hohes Gehalt bei Gesellschafter-Geschäftsführern wird als verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) eingestuft und führt zur Nachversteuerung. Ein zu niedriges Gehalt verschenkt Optimierungspotenzial. Lösung: Fremdvergleich dokumentieren und regelmäßig überprüfen.

3. Investitionsabzugsbetrag nicht oder falsch genutzt

Der IAB wird oft vergessen oder fehlerhaft gebildet (z. B. für nicht begünstigte Wirtschaftsgüter). Wichtig: Investitionsverzeichnis führen, Fristen beachten, betriebliche Nutzung von mindestens 90 % sicherstellen.

4. Hinzurechnungen unterschätzen

Leasingraten für Fahrzeuge oder Maschinen führen zur Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 GewStG. Wer diesen Effekt nicht einkalkuliert, erlebt bei der Steuererklärung eine böse Überraschung. Lösung: Finanzierungsalternativen (Kauf, Darlehen, Leasing) vorab vergleichen.

5. Verlustvorträge bei Anteilsübertragung verlieren

Gesellschafterwechsel können nach § 10a Satz 10 GewStG zum Untergang von Verlustvorträgen führen. Wichtig: Vor Anteilsübertragungen steuerliche Beratung einholen und ggf. Sanierungsklausel oder Stille-Reserven-Klausel prüfen.

  • Alle Betriebsausgaben zeitnah und vollständig erfassen (GoBD-konforme Belegablage)
  • Geschäftsführergehalt jährlich mit Fremdvergleich prüfen und dokumentieren
  • Investitionsabzugsbetrag rechtzeitig bilden und Investition innerhalb 3 Jahren durchführen
  • Finanzierungskosten kalkulieren und Hinzurechnungseffekt berücksichtigen
  • Bei Gesellschafterwechsel steuerliche Beratung einholen (Verlustvorträge sichern)
  • Gesamtsteuerbelastung (Gewerbesteuer + Körperschaftsteuer + Ausschüttung) im Blick behalten
  • Hebesatz-Unterschiede bei Standortwahl oder -wechsel prüfen

„Die meisten Fehler entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus Unkenntnis oder Zeitmangel. Eine strukturierte Zusammenarbeit mit dem Steuerberater – idealerweise schon während des laufenden Jahres – hilft, Potenziale zu nutzen und Risiken zu vermeiden.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufig gestellte Fragen

Muss eine UG Gewerbesteuer zahlen, wenn sie im ersten Jahr Verlust macht?

Nein. Gewerbesteuer entsteht erst, wenn ein positiver Gewerbeertrag vorliegt. Verluste mindern die Bemessungsgrundlage und können als Verlustvortrag in künftige Jahre übertragen werden. Eine Steuererklärung ist dennoch abzugeben, um den Verlust festzustellen.

Gibt es einen Freibetrag für die Gewerbesteuer bei der UG?

Ja. Nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG beträgt der Freibetrag für Kapitalgesellschaften einheitlich 24.500 Euro. Erst der darüber hinausgehende Gewerbeertrag wird mit der Steuermesszahl von 3,5 % und dem kommunalen Hebesatz multipliziert.

Kann die UG Gewerbesteuer auf die Körperschaftsteuer anrechnen?

Nein. Eine Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Körperschaftsteuer gibt es nicht. Diese Regelung nach § 35 EStG gilt nur für natürliche Personen (Personenunternehmen). Bei der UG sind Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer unabhängig voneinander zu zahlen.

Wie hoch ist die Gewerbesteuer bei einer UG in der Praxis?

Die effektive Gewerbesteuerbelastung hängt vom kommunalen Hebesatz ab. Bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 400 % beträgt die Gewerbesteuer 14 % des Gewerbeertrags (3,5 % Steuermesszahl × 400 %). In Großstädten kann der Hebesatz bis 490 % betragen (effektiv 17,15 %), in ländlichen Gemeinden teils unter 300 % (effektiv unter 10,5 %).

Wann muss die Gewerbesteuererklärung für die UG abgegeben werden?

Die Gewerbesteuererklärung ist zusammen mit der Körperschaftsteuererklärung und dem Jahresabschluss bis zum 31. Juli des Folgejahres abzugeben. Wird die Erstellung durch einen Steuerberater begleitet, verlängert sich die Frist automatisch bis Ende Februar des übernächsten Jahres (für 2025 also bis 28.02.2027).

Kann die UG durch eine Holdingstruktur Gewerbesteuer sparen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Wenn die UG als Holding ausschließlich Beteiligungen hält und Dividenden bezieht, können diese nach § 9 Nr. 2a oder 7 GewStG zu 95 % oder 100 % von der Gewerbesteuer befreit sein. Eine solche Struktur erfordert sorgfältige Planung und muss den Anforderungen an Schachtelbeteiligungen (mindestens 15 % Beteiligung, ununterbrochene Haltedauer) genügen.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Körperschaftsteuergesetz (KStG), GmbH-Gesetz (GmbHG), Einkommensteuergesetz (EStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Haben Sie Fragen? Jetzt erreichbar
SG
Servet Gündogan
Büroleitung & Support
0711 968 881 55
Mo–Fr · 10:00 – 18:00 Uhr · info@onlinebilanz.de
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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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