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Lesedauer

16–24 Minuten

OnlineBilanzBlogGewerbesteuer Stiftung sparen

Gewerbesteuer Stiftung sparen 2026: Praxisguide

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Stiftungen mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb oder als Beteiligungsholding unterliegen grundsätzlich der Gewerbesteuer nach § 2 GewStG. Durch gezielte Strukturierung, Nutzung von Freibeträgen (§ 11 Abs. 1 Nr. 3 GewStG) und Kürzungen (§ 9 Nr. 7 GewStG bei Dividenden) lässt sich die Gewerbesteuerlast erheblich reduzieren. Dieser Praxisguide zeigt, wie Stiftungen 2026 ihre Gewerbesteuer rechtssicher optimieren – von der Wahl der richtigen Rechtsform bis zur korrekten Steuererklärung.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Stiftungen unterliegen der Gewerbesteuer, wenn sie einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten oder als Holding Beteiligungen halten. Zur Optimierung stehen Freibeträge (§ 11 Abs. 1 Nr. 3 GewStG), Kürzungen für Dividenden (§ 9 Nr. 7 GewStG) und strukturelle Gestaltungen (z. B. Stiftungs-GmbH-Konstruktion) zur Verfügung. Eine professionelle Jahresabschluss- und Steuererklärungspraxis ist Pflicht.

Unterliegen Stiftungen der Gewerbesteuer?

Stiftungen sind grundsätzlich gewerbesteuerpflichtig, wenn sie einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb nach § 14 AO unterhalten und dieser die Voraussetzungen eines Gewerbebetriebs im Sinne des § 2 GewStG erfüllt. Entscheidend ist die Abgrenzung zwischen gemeinnützigen und nicht gemeinnützigen Stiftungen sowie zwischen Vermögensverwaltung und gewerblicher Tätigkeit.

Gewerbesteuerpflicht bei verschiedenen Stiftungstypen

Stiftungstyp Gewerbesteuerpflicht Rechtsgrundlage
Gemeinnützige Stiftung (reine Vermögensverwaltung) Nein § 3 Nr. 6 GewStG i.V.m. § 64 AO
Gemeinnützige Stiftung (Zweckbetrieb) Nein § 3 Nr. 6 GewStG i.V.m. § 65 AO
Gemeinnützige Stiftung (wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb) Ja, mit Freibetrag 5.000 € § 11 Abs. 1 S. 3 Nr. 2 KStG, § 24 GewStG
Privatnützige Stiftung (gewerblich tätig) Ja, vollumfänglich § 2 Abs. 2 GewStG

Praxis-Hinweis: Freibetrag nur bei Gemeinnützigkeit

Gemeinnützige Stiftungen profitieren von einem Freibetrag von 5.000 € pro Jahr für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe (§ 24 GewStG). Dieser Freibetrag entfällt vollständig bei privatnützigen Stiftungen – selbst bei geringfügigen Einkünften ist die Gewerbesteuer dann in voller Höhe zu entrichten.

Die Vermögensverwaltung einer Stiftung – etwa Vermietung, Verpachtung, Wertpapieranlagen – löst keine Gewerbesteuerpflicht aus. Kritisch wird es bei operativen Tätigkeiten: Betreibt die Stiftung beispielsweise ein Hotel, eine Druckerei oder einen Online-Shop, liegt regelmäßig ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb vor, der gewerbesteuerpflichtig ist.

Wie Stiftungen Gewerbesteuer sparen können

Gewerbesteueroptimierung bei Stiftungen setzt an drei Hebeln an: Gemeinnützigkeit erhalten oder erlangen, Strukturierung der Tätigkeiten und Verlustverrechnung. Die gesetzlichen Spielräume sind eng definiert, bieten aber bei fachkundiger Gestaltung erhebliche Einsparpotenziale.

1. Gemeinnützigkeitsstatus sichern oder erlangen

Die Anerkennung als gemeinnützige Stiftung gemäß §§ 51 ff. AO ist der wichtigste Hebel: Sie befreit von der Gewerbesteuer auf Zweckbetriebe (§ 65 AO) und Vermögensverwaltung (§ 64 AO) und gewährt den Freibetrag von 5.000 € für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe. Voraussetzung ist die ausschließliche und unmittelbare Verfolgung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke nach § 52 AO.

  • Satzung prüfen: Enthält sie die erforderlichen gemeinnützigen Zwecke nach § 52 AO?
  • Tatsächliche Geschäftsführung: Werden die Satzungszwecke ausschließlich und unmittelbar verfolgt?
  • Vermögensbindung: Ist bei Auflösung die Mittelverwendung für gemeinnützige Zwecke sichergestellt (§ 61 AO)?
  • Freistellungsbescheid des Finanzamts liegt aktuell vor (maximal drei Jahre alt)

2. Strikte Trennung: Zweckbetrieb vs. wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb

Zweckbetriebe im Sinne des § 65 AO sind von der Gewerbesteuer befreit. Ein Zweckbetrieb liegt vor, wenn die Tätigkeit in ihrer Gesamtrichtung dazu dient, die steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke zu verwirklichen, die Zwecke nur durch einen solchen Geschäftsbetrieb erreicht werden können und der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb zu nicht begünstigten Betrieben derselben oder ähnlicher Art nicht in größerem Umfang in Wettbewerb tritt, als es bei Erfüllung der steuerbegünstigten Zwecke unvermeidbar ist.

Zweckbetrieb (steuerfrei)

Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Schulbuchverlag einer Bildungsstiftung, Krankenhausbetrieb einer Gesundheitsstiftung, Kulturveranstaltungen ohne Gewinnerzielungsabsicht

Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (steuerpflichtig)

Vermietung von Werbeflächen, kommerzieller Online-Shop ohne unmittelbaren Satzungsbezug, gewerblicher Immobilienhandel, Event-Catering für externe Auftraggeber

3. Ausgliederung gewerblicher Aktivitäten in Tochtergesellschaften

Eine bewährte Strategie ist die Ausgliederung gewerblicher Tätigkeiten in eine oder mehrere Tochter-GmbHs. Die Stiftung hält als Gesellschafterin Anteile an der GmbH, deren operative Geschäftstätigkeit gewerbesteuerpflichtig ist. Die Ausschüttungen (Dividenden) der GmbH an die gemeinnützige Stiftung sind – bei ordnungsgemäßer Gestaltung – als Einnahmen aus Vermögensverwaltung (§ 64 AO) von der Gewerbesteuer befreit.

Achtung: Betriebsaufspaltung vermeiden

Bei der Ausgliederung muss eine Betriebsaufspaltung verhindert werden, da sonst auch die Vermögensverwaltung der Stiftung (z. B. Vermietung von Grundstücken an die Tochter-GmbH) als gewerblich infiziert gilt. Entscheidend ist, dass die Stiftung keine wesentlichen Betriebsgrundlagen der GmbH zur Verfügung stellt oder nur in einem Umfang, der keine sachliche Verflechtung begründet.

4. Gewerbesteueranrechnung und Verlustverrechnung

Auch wenn ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Gewerbesteuer auslöst, können Verluste aus diesem Bereich mit Gewinnen verrechnet werden (§ 10a GewStG). Die Verlustverrechnung ist jedoch zeitlich begrenzt: Fehlbeträge können unbegrenzt zurückgetragen werden (ein Jahr) und vorgetragen (kein zeitliches Limit, aber Mindestbesteuerung nach § 10a S. 2 GewStG greift ab einem Gewinn von 1 Mio. €).

Stiftung und GmbH: Gewerbesteueroptimierte Strukturen

Die Kombination aus gemeinnütziger Stiftung als Holding und operativer GmbH als Tochtergesellschaft ist ein bewährtes Modell, um Gewerbesteuerbelastung zu minimieren und gleichzeitig die Gemeinnützigkeit der Stiftung zu wahren. Die Stiftung hält 100 % der GmbH-Anteile und erhält Gewinnausschüttungen, die als steuerfreie Einnahmen aus Vermögensverwaltung behandelt werden.

Vorteile der Stiftungs-GmbH-Struktur

  • Trennung operativer und gemeinnütziger Sphäre: Die GmbH führt gewerbliche Tätigkeiten aus, die Stiftung bleibt im Status der reinen Vermögensverwaltung und Zweckerfüllung.
  • Gewerbesteuerbefreiung auf Dividenden: Ausschüttungen der GmbH an die gemeinnützige Stiftung sind nach § 64 AO von der Gewerbesteuer befreit, sofern keine Betriebsaufspaltung vorliegt.
  • Haftungsbeschränkung: Die GmbH haftet nur mit ihrem eigenen Vermögen; das Stiftungsvermögen bleibt geschützt.
  • Flexibilität: Die GmbH kann bei Bedarf verkauft, umstrukturiert oder liquidiert werden, ohne die Stiftung aufzulösen.

„In der Praxis sehen wir oft, dass Stiftungen ihre gewerblichen Aktivitäten in eine GmbH ausgliedern, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden. Entscheidend ist, dass die Satzung der Stiftung die Beteiligung an Kapitalgesellschaften zulässt und dass keine sachliche Verflechtung eine Betriebsaufspaltung auslöst. Unsere Steuerberater prüfen diese Strukturen im Rahmen der Jahresabschlusserstellung und -beratung eingehend.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Kritische Stolpersteine: Betriebsaufspaltung und verdeckte Gewinnausschüttung

Eine Betriebsaufspaltung entsteht, wenn die Stiftung der GmbH wesentliche Betriebsgrundlagen (z. B. Grundstücke, Maschinen, Know-how) zur Verfügung stellt und personelle Verflechtung besteht (identische Geschäftsführung oder beherrschender Einfluss). In diesem Fall wird die gesamte Vermögensverwaltungstätigkeit der Stiftung als gewerblich eingestuft, was den Gewerbesteuervorteil zunichte macht.

Gestaltungsempfehlung: Fremdvergleich bei Leistungsbeziehungen

Alle Leistungsbeziehungen zwischen Stiftung und GmbH müssen dem Fremdvergleichsgrundsatz (§ 1 AStG, R 8.5 KStR) genügen. Werden Grundstücke, Lizenzen oder Dienstleistungen zu nicht marktüblichen Konditionen überlassen, droht die Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung (vGA) mit erheblichen steuerlichen Folgen. Vereinbaren Sie daher stets marktübliche Mieten, Zinsen und Vergütungen und dokumentieren Sie diese.

Gestaltungsmerkmal Vorteilhaft für Gewerbesteuer Nachteilig für Gewerbesteuer
Stiftung stellt der GmbH Immobilien zur Verfügung Marktübliche Miete, keine wesentliche Betriebsgrundlage Unentgeltlich oder unterwertig → Betriebsaufspaltung
Geschäftsführung Unterschiedliche natürliche Personen Identische Geschäftsführer → personelle Verflechtung
Finanzierung der GmbH Eigenkapital aus Stiftungsvermögen, marktübliche Verzinsung bei Darlehen Unverzinsliches Darlehen oder Bürgschaften ohne angemessenes Entgelt
Dividendenausschüttung Regelmäßige, satzungskonforme Ausschüttung Verdeckte Gewinnausschüttung durch überhöhte Vergütungen an Stiftung

Freibeträge und Hinzurechnungen bei der Gewerbesteuer

Für gemeinnützige Stiftungen mit wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben gilt gemäß § 24 GewStG ein Freibetrag von 5.000 € pro Jahr. Dieser Freibetrag wird vom Gewerbeertrag abgezogen, sodass erst ab einem Gewerbeertrag von über 5.000 € Gewerbesteuer anfällt. Der Freibetrag gilt nicht für privatnützige Stiftungen, die einen Gewerbebetrieb unterhalten.

Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen nach § 8 GewStG

Der Gewerbeertrag wird ausgehend vom Gewinn aus Gewerbebetrieb (§ 7 GewStG) durch Hinzurechnungen und Kürzungen ermittelt. Besonders relevant für Stiftungen sind die Hinzurechnungen nach § 8 Nr. 1 GewStG: 25 % der Finanzierungsanteile (Schuldzinsen, Miet- und Pachtzinsen für bewegliche Wirtschaftsgüter, Lizenzgebühren) werden dem Gewinn hinzugerechnet, soweit sie zusammen den Freibetrag von 200.000 € übersteigen.

5.000 €

Freibetrag gemeinnützige Stiftungen (§ 24 GewStG)

200.000 €

Freibetrag Hinzurechnungen (§ 8 Nr. 1 GewStG)

25 %

Hinzurechnungssatz Finanzierungsanteile

Praktisches Rechenbeispiel: Gemeinnützige Stiftung mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb

Eine gemeinnützige Stiftung betreibt einen Online-Shop (wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb). Der steuerliche Gewinn beträgt 12.000 €. Die Stiftung zahlt 8.000 € Schuldzinsen und 15.000 € Miete für ein Lagergebäude.

  1. Gewinn aus Gewerbebetrieb: 12.000 €
  2. Finanzierungsanteile: 8.000 € (Zinsen) + 15.000 € (Miete) = 23.000 €
  3. Hinzurechnung: 23.000 € liegen unter dem Freibetrag von 200.000 € → keine Hinzurechnung
  4. Gewerbeertrag vor Freibetrag: 12.000 €
  5. Freibetrag § 24 GewStG: – 5.000 €
  6. Gewerbeertrag (abgerundet auf volle 100 €): 7.000 €
  7. Gewerbesteuer (Hebesatz 400 %, Steuermesszahl 3,5 %): 7.000 × 3,5 % × 400 % = 980 €

Hinweis: Hebesatz ist kommunal unterschiedlich

Der Gewerbesteuerhebesatz wird von jeder Gemeinde individuell festgelegt und variiert erheblich: In Großstädten wie München oder Frankfurt liegt er bei 490 % oder höher, in kleineren Gemeinden teils unter 300 %. Für Stiftungen mit mehreren Betriebsstätten kann eine gewerbesteueroptimale Standortwahl daher erhebliche Einsparungen bedeuten.

Stiftung als Holding: Dividenden und Gewerbesteuer

Wenn eine gemeinnützige Stiftung Anteile an einer GmbH oder AG hält und Dividenden bezieht, stellt sich die Frage, ob diese Dividenden gewerbesteuerpflichtig sind. Die Antwort hängt davon ab, ob die Beteiligung zur Vermögensverwaltung (§ 64 AO) oder zu einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gehört.

Vermögensverwaltung: Dividenden gewerbesteuerfrei

Hält die Stiftung die GmbH-Beteiligung im Rahmen ihrer Vermögensverwaltung, sind die Dividenden nach § 64 AO von der Gewerbesteuer befreit. Voraussetzung ist, dass die Stiftung nicht in die operative Geschäftsführung der GmbH eingreift, keine wesentlichen Betriebsgrundlagen zur Verfügung stellt und keine personelle oder sachliche Verflechtung im Sinne einer Betriebsaufspaltung vorliegt.

  • Die Stiftung hält die Anteile als Kapitalanlage, nicht als Betriebsvermögen eines Gewerbebetriebs.
  • Keine Betriebsaufspaltung: Die Stiftung stellt der GmbH keine wesentlichen Betriebsgrundlagen zur Verfügung.
  • Keine operative Einflussnahme: Die Geschäftsführung der GmbH erfolgt unabhängig.
  • Die Dividenden werden satzungsgemäß für gemeinnützige Zwecke verwendet oder in die Vermögenssubstanz eingestellt.

„Bei der Prüfung von Jahresabschlüssen gemeinnütziger Stiftungen achten wir besonders darauf, ob Beteiligungen korrekt als Vermögensverwaltung klassifiziert sind. Häufig werden operative Tätigkeiten oder Dienstleistungen zwischen Stiftung und Tochter-GmbH übersehen, die steuerlich eine gewerbliche Prägung auslösen können. Eine saubere Dokumentation und Abgrenzung ist essenziell.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Gewerbliche Prägung und Schachtelprivileg

Wird die Beteiligung nicht im Rahmen der Vermögensverwaltung, sondern als Teil eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs gehalten (z. B. weil die Stiftung mehrere operative GmbHs koordiniert und steuert), sind die Dividenden grundsätzlich gewerbesteuerpflichtig. Allerdings greift dann nach § 9 Nr. 2a GewStG die gewerbesteuerliche Kürzung für Beteiligungserträge (sog. Schachtelprivileg): Die Dividenden werden zu 100 % vom Gewerbeertrag gekürzt, sofern die Stiftung zu Beginn des Erhebungszeitraums zu mindestens 15 % an der ausschüttenden Gesellschaft beteiligt war.

Vermögensverwaltung (§ 64 AO)

Dividenden sind von vornherein nicht gewerbesteuerpflichtig. Keine Hinzurechnung, keine Kürzung nötig. Voraussetzung: keine Betriebsaufspaltung, keine gewerbliche Prägung.

Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (§ 14 AO)

Dividenden gehören zum Gewerbeertrag, werden aber nach § 9 Nr. 2a GewStG zu 100 % gekürzt, sofern Beteiligung ≥ 15 %. Effekt: gewerbesteuerfrei, aber formaler Erfassungsaufwand.

Achtung: Kleinbeteiligungen unter 15 %

Liegt die Beteiligung der Stiftung an der ausschüttenden Gesellschaft unter 15 %, greift das Schachtelprivileg nach § 9 Nr. 2a GewStG nicht. In diesem Fall sind Dividenden aus einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gewerbesteuerpflichtig ohne Kürzungsmöglichkeit. Für gemeinnützige Stiftungen empfiehlt sich daher, Beteiligungen entweder in der Vermögensverwaltung zu halten oder – falls gewerblich – auf mindestens 15 % aufzustocken.

Jahresabschluss und Steuererklärung bei Stiftungen

Stiftungen unterliegen denselben handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Pflichten wie andere Kapitalgesellschaften. Je nach Rechtsform (rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts, Stiftung GmbH) und Größenklasse nach § 267 HGB bestehen unterschiedliche Anforderungen an Buchführung, Jahresabschluss und Offenlegung.

Buchführungs- und Jahresabschlusspflicht

Rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts sind gemäß § 242 HGB buchführungspflichtig, wenn sie die Schwellenwerte des § 241a HGB überschreiten (Umsatz > 800.000 €, Gewinn > 80.000 €). Stiftungen in der Rechtsform einer GmbH oder AG sind grundsätzlich buchführungspflichtig (§ 6 Abs. 1 EStG, § 238 HGB). Der Jahresabschluss umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie ggf. Anhang und Lagebericht, abhängig von der Größenklasse.

Größenklasse (§ 267 HGB) Bilanzsumme Umsatz Mitarbeiter Jahresabschluss-Umfang
Klein ≤ 7,5 Mio. € ≤ 16 Mio. € ≤ 50 Bilanz + GuV + Anhang (verkürzt)
Mittel ≤ 25 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250 Bilanz + GuV + Anhang + Lagebericht
Groß > 25 Mio. € > 40 Mio. € > 250 Bilanz + GuV + Anhang + Lagebericht + ggf. Prüfung

Steuererklärungspflichten für Stiftungen

Gemeinnützige Stiftungen müssen jährlich eine Körperschaftsteuererklärung (KSt) und eine Gewerbesteuererklärung (GewSt) abgeben, wenn sie einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten oder die Freigrenze von 45.000 € Einnahmen (§ 64 Abs. 3 AO) überschreiten. Zusätzlich ist die Gemeinnützigkeitserklärung (Anlage Gem nach § 60a AO) auszufüllen, um den Freistellungsbescheid zu erhalten bzw. zu verlängern.

  • Körperschaftsteuererklärung: Ermittlung des zu versteuernden Einkommens aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben (Zweckbetriebe und Vermögensverwaltung sind steuerfrei).
  • Gewerbesteuererklärung: Ermittlung des Gewerbeertrags unter Berücksichtigung von Freibeträgen und Hinzurechnungen/Kürzungen.
  • Umsatzsteuererklärung: Auch gemeinnützige Stiftungen sind umsatzsteuerpflichtig, soweit sie steuerbare Umsätze ausführen (§ 1 UStG). Bestimmte Umsätze können nach § 4 UStG steuerfrei sein (z. B. Bildungsleistungen, Krankenhausbehandlungen).
  • Anlage Gem (§ 60a AO): Nachweis der tatsächlichen Geschäftsführung entsprechend der Satzung, Mittelverwendungsrechnung, Übersicht über Zweckbetriebe und wirtschaftliche Geschäftsbetriebe.

OnlineBilanz: Jahresabschluss und Steuererklärungen aus einer Hand

Für Stiftungen mit wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben oder komplexeren Strukturen bietet OnlineBilanz die Erstellung von Jahresabschluss und Steuererklärungen durch zugelassene Steuerberater zum Festpreis. Die Koordination erfolgt digital über unseren Büroleiter Servet Gündogan in Stuttgart, die fachliche Prüfung und Unterzeichnung durch unser Steuerberater-Team – ohne lange Wartezeiten.

Fristen und Offenlegung

Der Jahresabschluss ist für kleine Stiftungen binnen 11 Monaten nach Bilanzstichtag festzustellen (§ 42a Abs. 2 GmbHG analog), für mittelgroße und große binnen 8 Monaten. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag (§ 325 HGB). Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger.

11 Monate

Feststellungsfrist kleine Stiftungen (§ 42a GmbHG)

12 Monate

Offenlegungsfrist (§ 325 HGB)

500–25.000 €

Ordnungsgeld bei Versäumnis (§ 335 HGB)

„Stiftungen übersehen häufig die Offenlegungspflicht oder verwechseln noch das Unternehmensregister mit dem alten Bundesanzeiger. Wir prüfen im Rahmen der Jahresabschlusserstellung automatisch, ob die Offenlegung fristgerecht erfolgt ist, und unterstützen Mandanten bei der elektronischen Einreichung.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufige Fehler bei der Gewerbesteueroptimierung

In der Beratungspraxis zeigen sich immer wieder typische Gestaltungsfehler, die dazu führen, dass Stiftungen unnötig Gewerbesteuer zahlen oder im schlimmsten Fall ihre Gemeinnützigkeit gefährden. Die folgenden Fehlerquellen sollten Sie unbedingt vermeiden.

1. Vermischung von Zweckbetrieb und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb

Eine klare Abgrenzung zwischen steuerbegünstigten Zweckbetrieben (§ 65 AO) und gewerbesteuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben (§ 14 AO) ist essenziell. Fehlt eine separate Buchführung oder werden Kosten nicht verursachungsgerecht zugeordnet, droht die Einordnung des gesamten Bereichs als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb.

Fehlerquelle: Keine getrennte Buchführung

Betreibt die Stiftung sowohl einen steuerfreien Zweckbetrieb (z. B. eine Fortbildungseinrichtung) als auch einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (z. B. Tagungsraumvermietung an Dritte), muss die Buchführung für beide Bereiche getrennt erfolgen. Andernfalls stuft das Finanzamt möglicherweise den gesamten Bereich als gewerblich ein – mit vollumfänglicher Gewerbesteuerpflicht.

2. Betriebsaufspaltung durch unklare Leistungsbeziehungen

Eine der häufigsten Stolperfallen ist die unbeabsichtigte Betriebsaufspaltung, wenn die Stiftung als Besitzunternehmen wesentliche Betriebsgrundlagen (Immobilien, Maschinen, Lizenzen) an eine Tochter-GmbH als Betriebsunternehmen vermietet oder verpachtet. Die Folge: Die gesamte Vermögensverwaltung der Stiftung wird als gewerblich infiziert.

  • Prüfen Sie, ob die Stiftung der GmbH Grundstücke, Gebäude oder andere wesentliche Betriebsgrundlagen überlässt.
  • Stellen Sie sicher, dass Miet- und Pachtverhältnisse zu marktüblichen Konditionen vereinbart sind (Fremdvergleich).
  • Vermeiden Sie identische Geschäftsführung oder Organe bei Stiftung und GmbH (personelle Verflechtung).
  • Dokumentieren Sie alle Leistungsbeziehungen schriftlich und lassen Sie diese steuerlich prüfen.

3. Überschreitung der Freibeträge ohne steuerliche Begleitung

Der Freibetrag von 5.000 € nach § 24 GewStG für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe klingt überschaubar, wird aber oft unterschätzt. Überschreitet der Gewerbeertrag diesen Betrag auch nur geringfügig, entsteht Gewerbesteuerpflicht – und zwar auf den übersteigenden Betrag. Ohne laufende steuerliche Planung wird dies oft erst bei der Steuererklärung bemerkt.

4. Fehlende oder fehlerhafte Gemeinnützigkeitserklärung

Die Anlage Gem (§ 60a AO) muss jährlich mit der Körperschaftsteuererklärung eingereicht werden. Fehler oder Lücken in dieser Anlage – etwa unvollständige Mittelverwendungsrechnung, fehlende Angaben zu wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben oder nicht satzungsgemäße Mittelverwendung – können zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit führen. Damit entfallen alle steuerlichen Vergünstigungen, einschließlich Gewerbesteuerbefreiung.

„Die häufigsten Fehler entstehen nicht aus Vorsatz, sondern aus Unwissenheit über die komplexen Abgrenzungsfragen zwischen Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb. Eine vorausschauende Steuerberatung und eine saubere Buchführung ab dem ersten Tag sind entscheidend, um kostspielige Nachforderungen und den Verlust der Gemeinnützigkeit zu vermeiden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

5. Keine rechtzeitige Anpassung der Satzung

Ändern sich die Tätigkeiten der Stiftung oder werden neue Geschäftsfelder erschlossen, muss geprüft werden, ob die Satzung diese Tätigkeiten abdeckt. Liegt keine Satzungsgrundlage vor, kann das Finanzamt die Gemeinnützigkeit aberkennen. Zudem müssen Satzungen regelmäßig an Gesetzesänderungen angepasst werden (z. B. nach § 60a AO oder § 55 AO).

Praxis-Checkliste: Gewerbesteuer bei Stiftungen optimieren

Die folgende Checkliste hilft Geschäftsführern und Buchhaltungsverantwortlichen, die Gewerbesteuerbelastung ihrer Stiftung systematisch zu prüfen und Optimierungspotenziale zu identifizieren. Sie fasst die wesentlichen Prüfpunkte zusammen, die im Jahresverlauf und bei der Jahresabschlusserstellung relevant sind.

Gemeinnützigkeitsstatus und Satzung

  • Liegt ein aktueller Freistellungsbescheid des Finanzamts vor (nicht älter als drei Jahre)?
  • Sind alle in der Satzung festgelegten gemeinnützigen Zwecke nach § 52 AO konkret und ausschließlich formuliert?
  • Ist die tatsächliche Geschäftsführung satzungskonform (Nachweis durch Tätigkeitsbericht, Mittelverwendungsrechnung)?
  • Wurde die Satzung bei Gesetzesänderungen (z. B. § 60a AO) rechtzeitig angepasst?

Abgrenzung der Tätigkeitsbereiche

  • Sind Vermögensverwaltung (§ 64 AO), Zweckbetriebe (§ 65 AO) und wirtschaftliche Geschäftsbetriebe (§ 14 AO) klar getrennt?
  • Existiert eine separate Buchführung für jeden Tätigkeitsbereich mit verursachungsgerechter Kostenzuordnung?
  • Liegen schriftliche Verträge für alle Leistungsbeziehungen zwischen den Bereichen vor (Fremdvergleichsgrundsatz)?
  • Wurde geprüft, ob neue Tätigkeiten als Zweckbetrieb eingestuft werden können?

Beteiligungen und Tochtergesellschaften

  • Hält die Stiftung Beteiligungen an GmbHs oder anderen Kapitalgesellschaften als Vermögensverwaltung?
  • Liegt eine Betriebsaufspaltung vor (sachliche und personelle Verflechtung prüfen)?
  • Sind alle Verträge zwischen Stiftung und Tochter-GmbH zu marktüblichen Konditionen (Miete, Darlehen, Dienstleistungen)?
  • Bei Beteiligungen ≥ 15 %: Wird das Schachtelprivileg (§ 9 Nr. 2a GewStG) korrekt in Anspruch genommen?

Freibeträge und Gewerbesteuerberechnung

  • Wird der Freibetrag von 5.000 € (§ 24 GewStG) bei wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben berücksichtigt?
  • Wurden Hinzurechnungen nach § 8 GewStG korrekt ermittelt (Schuldzinsen, Mieten, Lizenzen > 200.000 €)?
  • Werden Kürzungen nach § 9 GewStG (Beteiligungserträge, Grundbesitz) vollständig genutzt?
  • Ist der Gewerbesteuerhebesatz der Gemeinde bekannt und ggf. bei mehreren Standorten optimiert?

Jahresabschluss und Steuererklärungen

  • Wurde der Jahresabschluss fristgerecht erstellt (11 Monate kleine, 8 Monate mittelgroße/große Stiftungen)?
  • Liegt die Körperschaftsteuererklärung inkl. Anlage Gem vollständig vor?
  • Wurde die Gewerbesteuererklärung korrekt ausgefüllt (Ermittlung Gewerbeertrag, Freibeträge, Hinzurechnungen)?
  • Erfolgte die Offenlegung beim Unternehmensregister fristgerecht (12 Monate nach Bilanzstichtag)?
  • Wurden alle steuerlichen Wahlrechte (z. B. Abschreibungen, Rückstellungen) im Sinne der Gewerbesteueroptimierung genutzt?

Laufende Beratung und Planung

  • Findet mindestens einmal jährlich ein Beratungsgespräch mit einem Steuerberater statt?
  • Werden neue Projekte oder Geschäftsfelder vorab steuerlich geprüft (Zweckbetrieb vs. wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb)?
  • Gibt es eine mittelfristige Steuerplanung (Prognose Gewerbeertrag, Freibeträge, Strukturoptimierung)?
  • Wurden Gestaltungsoptionen (Ausgliederung, Umstrukturierung) konkret geprüft und ggf. umgesetzt?

OnlineBilanz: Digitale Steuerberatung für Stiftungen

Sie möchten Ihren Jahresabschluss und Ihre Steuererklärungen professionell und termingerecht erstellen lassen – ohne lange Wartezeiten und zu transparenten Festpreisen? OnlineBilanz verbindet die fachliche Kompetenz zugelassener Steuerberater mit digitaler Effizienz. Ihr Ansprechpartner Servet Gündogan koordiniert den gesamten Prozess, unser Steuerberater-Team prüft und unterzeichnet.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine gemeinnützige Stiftung gewerbesteuerpflichtig werden?

Ja. Eine gemeinnützige Stiftung unterliegt der Gewerbesteuer, sobald sie einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb nach § 14 AO unterhält, der über die Vermögensverwaltung hinausgeht. Typisch sind z. B. Gastronomie, Shopbetrieb oder Werbeeinnahmen. Die Gemeinnützigkeit bleibt erhalten, aber der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb ist gewerbesteuerpflichtig – mit Freibetrag von 5.000 Euro nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 GewStG.

Muss eine Familienstiftung immer Gewerbesteuer zahlen?

Nein, nicht automatisch. Beschränkt sich die Familienstiftung auf reine Vermögensverwaltung (z. B. Verpachtung, Wertpapiere, Dividenden), liegt kein Gewerbebetrieb vor. Erst bei aktiver gewerblicher Tätigkeit oder qualifizierter Beteiligung (§ 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG) wird Gewerbesteuer fällig. Bei reiner Holdingfunktion greift die Schachtelprivileg-Kürzung nach § 9 Nr. 7 GewStG weitgehend.

Wie hoch ist der Gewerbesteuerfreibetrag für Stiftungen konkret?

Gemeinnützige Stiftungen erhalten nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 GewStG einen Freibetrag von 5.000 Euro auf den Gewerbeertrag. Bei nicht gemeinnützigen Stiftungen gilt der allgemeine Freibetrag für Unternehmen von 24.500 Euro nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG – allerdings nur für natürliche Personen und Personengesellschaften, nicht für Kapitalgesellschaften.

Was passiert bei verspäteter Gewerbesteuererklärung einer Stiftung?

Das Finanzamt kann Verspätungszuschläge nach § 152 AO festsetzen (bis zu 25.000 Euro bzw. 10 % der festgesetzten Steuer pro Monat, max. 25 Monate). Bei hartnäckiger Verweigerung droht Schätzung des Gewerbeertrags nach § 162 AO. Zudem entfallen Gestaltungsmöglichkeiten (z. B. Wahlrechte). Für Stiftungen empfiehlt sich die Mandatierung eines Steuerberaters mit Jahresabschluss- und Erklärungs-Service.

Kann eine Stiftung von der erweiterten Kürzung bei Grundbesitz profitieren?

Ja, nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG (erweiterte Kürzung) werden Gewinne aus Grundstücksverwaltung gewerbesteuerfrei gestellt, wenn ausschließlich eigener Grundbesitz verwaltet wird und keine gewerbliche Prägung vorliegt. Wichtig: Diese Regel gilt auch für Stiftungen mit Immobilienportfolios – sofern keine gewerbliche Tätigkeit (z. B. Hotelbetrieb) stattfindet. Die Kürzung reduziert den Gewerbeertrag um den Grundbesitzanteil, wodurch sich die Gewerbesteuer deutlich senkt.

Wann lohnt sich eine Verlagerung des Stiftungssitzes wegen Gewerbesteuer?

Die Gewerbesteuer wird auf kommunaler Ebene durch den Hebesatz bestimmt (typisch 300–500 %). Große Unterschiede entstehen dadurch: In München liegt der Hebesatz bei 490 %, in manchen Gemeinden unter 300 %. Eine Sitzverlegung spart echte Steuerlast – ist aber nur sinnvoll, wenn die Stiftung operativ flexibel ist und keine bindenden lokalen Verpflichtungen hat. Achtung: Auch steuerliche Ansässigkeit und Betriebsstätte sind zu prüfen (§ 28 GewStG).

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Abgabenordnung (AO), Einkommensteuergesetz (EStG), Handelsgesetzbuch (HGB). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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