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Lesedauer

12–18 Minuten

OnlineBilanzBlogBilanzpflicht Einzelunternehmen

Bilanz Einzelunternehmen Pflicht 2026: Grenzwerte & Fristen

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Nicht jedes Einzelunternehmen ist bilanzierungspflichtig – entscheidend sind Umsatz, Gewinn und Rechtsform. Während eine GmbH stets eine Bilanz erstellen muss, dürfen Einzelunternehmer unter bestimmten Grenzen die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nutzen. Dieser Artikel erklärt die Schwellenwerte nach § 141 AO, die Unterschiede zur GmbH und ob eine freiwillige Bilanzierung sinnvoll ist. Neben der Bilanzierungspflicht müssen Unternehmer auch die E-Rechnung-Pflicht ab 2025 beachten. Für bilanzierungspflichtige Einzelunternehmen gelten zudem besondere Regelungen zur Veröffentlichung der Bilanz.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Ein Einzelunternehmen wird bilanzierungspflichtig, wenn es die Schwellenwerte nach § 141 AO überschreitet (Umsatz über 800.000 Euro oder Gewinn über 80.000 Euro in zwei aufeinanderfolgenden Jahren) oder ins Handelsregister eingetragen ist. GmbHs sind unabhängig von Umsatz und Gewinn stets bilanzpflichtig. Einzelunternehmen ohne Bilanzpflicht dürfen die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nutzen; eine freiwillige Bilanzierung ist möglich, jedoch steuerlich nicht ohne weiteres umkehrbar.

Wann besteht für ein Einzelunternehmen die Bilanzierungspflicht?

Die Bilanzierungspflicht für Einzelunternehmen in Deutschland bestimmt sich nach den §§ 238 ff. HGB und folgt dem Prinzip der Kaufmannseigenschaft. Während GmbHs kraft Rechtsform stets bilanzpflichtig sind, hängt die Pflicht bei Einzelunternehmen von zwei Kriterien ab: der gewerblichen Tätigkeit und den Größenschwellenwerten nach § 241a HGB.

Grundsatz: Ist-Kaufmann oder Kann-Kaufmann?

Nach § 1 HGB ist Kaufmann, wer ein Handelsgewerbe betreibt. Ein Ist-Kaufmann (§ 1 Abs. 2 HGB) liegt vor, wenn das Gewerbe nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert. Diese Unternehmen sind buchführungs- und bilanzierungspflichtig nach § 238 HGB, sofern die Schwellenwerte des § 241a HGB überschritten werden.

Schwellenwerte für Einzelunternehmen (§ 241a HGB, Stand 2026)

Ein Einzelunternehmen ist nicht zur Buchführung verpflichtet, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen zwei der folgenden Werte nicht überschritten werden:

  • Umsatzerlöse: 800.000 Euro
  • Jahresüberschuss: 80.000 Euro

Werden diese Grenzen in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten, beginnt die Buchführungspflicht ab dem folgenden Geschäftsjahr (§ 241a Satz 2 HGB).

Freiberufler gemäß § 18 EStG (Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten etc.) sind grundsätzlich nicht bilanzierungspflichtig, es sei denn, sie optieren freiwillig zur Bilanzierung oder betreiben einen kaufmännischen Geschäftsbetrieb.

Unterschied zur GmbH: Warum ist die GmbH immer bilanzpflichtig?

Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft und nach § 6 Abs. 1 GmbHG kraft Rechtsform Formkaufmann nach § 13 Abs. 3 HGB. Unabhängig von Größe, Umsatz oder Gewinn gilt für jede GmbH die unbedingte Buchführungs- und Bilanzierungspflicht nach § 238 HGB sowie die Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach § 242 HGB.

Kriterium Einzelunternehmen GmbH
Buchführungspflicht Nur bei Überschreitung § 241a HGB Immer (§ 238 HGB, § 13 Abs. 3 HGB)
Bilanzierungspflicht Nur für Ist-Kaufleute über Schwellenwerten Immer (§ 242 HGB)
Offenlegungspflicht Keine Ja, beim Unternehmensregister (§ 325 HGB)
Feststellungspflicht Keine Ja, Gesellschafterbeschluss (§ 42a GmbHG)
Rechtsgrundlage §§ 238, 241a HGB §§ 238, 242 HGB, § 6 GmbHG

Diese Unterscheidung ist zentral: Während ein Einzelunternehmen unter den Schwellenwerten lediglich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG erstellen darf, muss die GmbH stets Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen – unabhängig von ihrer Größe.

„In der Praxis sehen wir häufig Unsicherheit bei Einzelunternehmern, die kurz vor den Schwellenwerten stehen. Die Frage lautet dann: Wann beginnt die Pflicht konkret? Wichtig: Die Zweijahresbetrachtung nach § 241a HGB gibt Planungssicherheit, erfordert aber laufende Kontrolle der Kennzahlen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Was muss ein bilanzpflichtiges Einzelunternehmen erstellen?

Sobald ein Einzelunternehmen die Schwellenwerte des § 241a HGB überschreitet und damit buchführungspflichtig wird, muss es zum Schluss eines jeden Geschäftsjahres einen Jahresabschluss aufstellen. Dieser besteht gemäß § 242 Abs. 3 HGB mindestens aus:

  • Bilanz (§ 242 Abs. 1 HGB): Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden zum Abschlussstichtag
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) (§ 242 Abs. 2 HGB): Darstellung der Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres

Anders als bei Kapitalgesellschaften besteht für Einzelkaufleute keine Pflicht zur Aufstellung eines Anhangs (§ 264 Abs. 1 HGB gilt nur für Kapitalgesellschaften) und auch keine Offenlegungspflicht nach § 325 HGB. Der Jahresabschluss dient primär der eigenen Dokumentation, der Steuererklärung und gegebenenfalls Kreditgebern.

Fristen für die Aufstellung

Für Einzelunternehmen gilt die allgemeine Aufstellungsfrist des § 243 Abs. 3 HGB: Der Jahresabschluss ist innerhalb der einem ordnungsgemäßen Geschäftsgang entsprechenden Zeit aufzustellen. Die Rechtsprechung akzeptiert in der Regel eine Frist von 6 bis 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag. Anders als bei GmbHs (§ 264 Abs. 1 Satz 3 HGB: 3 Monate für kleine Kapitalgesellschaften) besteht keine gesetzliche Höchstfrist.

Steuerliche Fristen beachten

Auch wenn handelsrechtlich keine fixe Frist besteht, muss der Jahresabschluss rechtzeitig für die Steuererklärung fertiggestellt werden. Die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung endet bei Steuerberater-Unterstützung am 31. Juli des übernächsten Jahres (für 2025 also am 31.07.2027). Der Jahresabschluss ist Grundlage der Gewinnermittlung gemäß § 4 Abs. 1 EStG (Betriebsvermögensvergleich).

Kann ein Einzelunternehmen freiwillig bilanzieren?

Ja. Ein Einzelunternehmen, das die Schwellenwerte des § 241a HGB nicht überschreitet oder als Freiberufler tätig ist, kann freiwillig zur Bilanzierung optieren. Die freiwillige Buchführung und Bilanzierung wird in der Praxis aus mehreren Gründen gewählt:

  • Bessere Finanzierungsmöglichkeiten: Banken und Investoren bevorzugen häufig eine Bilanz gegenüber der EÜR, da sie aussagekräftiger und standardisierter ist
  • Kaufmännische Transparenz: Bilanz und GuV ermöglichen eine detaillierte Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
  • Vorbereitung auf Wachstum: Wer plant, die Schwellenwerte zu überschreiten oder in eine GmbH umzuwandeln, schafft durch freiwillige Bilanzierung frühzeitig klare Strukturen
  • Steuerliche Gestaltung: Bilanzierungswahlrechte (z. B. Bewertung, Rückstellungen) bieten mehr Spielraum als die EÜR

Wichtig: Die freiwillige Bilanzierung kann nicht beliebig widerrufen werden. Wer einmal zur Bilanzierung optiert, sollte dies als langfristige Entscheidung verstehen. Ein Wechsel zurück zur EÜR erfordert einen triftigen Grund und die Zustimmung des Finanzamts.

„Die freiwillige Bilanzierung ist kein reiner Formalismus. Sie erfordert saubere laufende Buchführung, korrekte Bewertung und Kenntnis der Bilanzierungsvorschriften. Unsere Steuerberater begleiten Einzelunternehmer dabei, wenn sie den Schritt von der EÜR zur Bilanz gehen – häufig im Zuge von Wachstum oder Bankfinanzierungen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Was passiert bei Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH?

Die Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH ist ein häufiger Schritt bei wachsenden Unternehmen. Mit der Eintragung der GmbH ins Handelsregister (§ 7 Abs. 1 GmbHG) entsteht die unbedingte Bilanzierungspflicht nach § 238 HGB – unabhängig davon, ob das Einzelunternehmen zuvor bilanziert hat oder nicht.

Eröffnungsbilanz der GmbH

Die GmbH muss zum Tag der Eintragung ins Handelsregister eine Eröffnungsbilanz aufstellen (§ 242 Abs. 1 HGB). Diese bildet die Grundlage für die künftige Buchführung. Dabei werden die Wirtschaftsgüter des Einzelunternehmens – soweit sie in die GmbH eingebracht werden – zu Verkehrswerten (im Rahmen einer Sachgründung nach §§ 5 ff. GmbHG) oder zu Buchwerten (bei Anwachsung nach § 20 UmwStG) angesetzt.

Handelsrechtlich

  • Eröffnungsbilanz zum Tag der Eintragung (§ 242 HGB)
  • Ansatz der eingebrachten Wirtschaftsgüter zu Verkehrswerten
  • Vollständige Dokumentation des Vermögens
  • Ab Eintragung: laufende Buchführungspflicht (§ 238 HGB)

Steuerrechtlich

  • Wahlrecht Buchwert- oder Verkehrswertansatz (§ 20 UmwStG)
  • Antragsveranlagung beim Finanzamt notwendig
  • Einbringungsgewinn bei Verkehrswerten steuerpflichtig
  • Buchwertfortführung steuerneutral möglich

Ab dem ersten vollen Geschäftsjahr der GmbH gelten sämtliche Pflichten nach HGB und GmbHG: Aufstellung des Jahresabschlusses, Feststellung durch Gesellschafterbeschluss (§ 42a GmbHG), Offenlegung beim Unternehmensregister (§ 325 HGB). Für die GmbH gelten dann die Größenklassen nach § 267 HGB, die bestimmen, ob Erleichterungen (z. B. kleine GmbH) oder erweiterte Pflichten wie der Anhang der Bilanz mit spezifischen Inhalten und Fristen bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften bestehen.

OnlineBilanz unterstützt bei Umwandlungen

Die Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH erfordert präzise steuerliche und handelsrechtliche Begleitung. Wer den Jahresabschluss der neuen GmbH durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen – von der Eröffnungsbilanz bis zur laufenden Offenlegung.

Warum besteht für Einzelunternehmen keine Offenlegungspflicht?

Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB betrifft ausschließlich Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, UG, KGaA) und bestimmte Personenhandelsgesellschaften ohne natürliche Person als Vollhafter (z. B. GmbH & Co. KG). Einzelunternehmen – selbst wenn sie bilanzierungspflichtig sind – unterliegen nicht der Offenlegungspflicht.

Gesetzliche Begründung

Der Gesetzgeber unterscheidet nach Rechtsform und Gläubigerschutz. Bei Kapitalgesellschaften besteht eine Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen (§ 13 Abs. 2 GmbHG); Gläubiger haben keinen Zugriff auf das Privatvermögen der Gesellschafter. Die Offenlegung des Jahresabschlusses soll daher Transparenz schaffen und Gläubigern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit Einblick in die wirtschaftliche Lage ermöglichen.

Beim Einzelunternehmen haftet der Inhaber hingegen unbeschränkt mit seinem gesamten Privatvermögen (§ 128 HGB analog). Ein zusätzlicher öffentlicher Schutz durch Offenlegung ist daher rechtlich nicht erforderlich. Der Jahresabschluss dient primär der steuerlichen Gewinnermittlung und internen Kontrolle.

~1,2 Mio.

Einzelunternehmen in Deutschland (2025)

0 %

davon offenlegungspflichtig nach § 325 HGB

~600.000

GmbHs mit Offenlegungspflicht (2025)

Verwechslungsgefahr: Unternehmensregister vs. Handelsregister

Viele Einzelunternehmer sind im Handelsregister eingetragen (HRA, bei eingetragenen Kaufleuten). Das bedeutet aber nicht, dass sie ihren Jahresabschluss offenlegen müssen. Die Offenlegungspflicht beim Unternehmensregister (seit DiRUG ab 01.08.2022) betrifft nur Kapitalgesellschaften nach § 325 HGB.

In der Praxis bedeutet das: Ein Einzelunternehmen erstellt seinen Jahresabschluss, legt ihn dem Finanzamt zur Steuererklärung vor – und ist damit fertig. Es gibt keine Feststellungspflicht, keine Offenlegungsfrist und auch keine Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB.

Bilanz oder EÜR: Was ist der Unterschied für Einzelunternehmen?

Einzelunternehmen, die nicht unter die Schwellenwerte des § 241a HGB fallen, dürfen ihren steuerlichen Gewinn durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG ermitteln. Bilanzierungspflichtige Einzelunternehmen hingegen müssen einen Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG durchführen, der auf Bilanz und GuV basiert.

Merkmal EÜR (§ 4 Abs. 3 EStG) Bilanz (§ 4 Abs. 1 EStG)
Gewinnermittlung Zufluss-Abfluss-Prinzip (Liquiditätsorientiert) Betriebsvermögensvergleich (Periodenabgrenzung)
Bestandsrechnung Keine Bilanz: Vermögen und Schulden
Erfolgsrechnung Gegenüberstellung Einnahmen/Ausgaben GuV: Erträge und Aufwendungen
Bewertungspflichten Keine (außer Anlageverzeichnis) Vollständige Bewertung nach §§ 252 ff. HGB
Dokumentationsaufwand Gering Hoch (laufende Buchführung, Inventur)
Steuergestaltung Begrenzt Umfangreichere Wahlrechte

Praxisbeispiel: Forderungen und Verbindlichkeiten

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Periodenabgrenzung. Bei der EÜR wird eine Rechnung erst erfasst, wenn sie tatsächlich bezahlt wird (Zufluss-/Abflussprinzip). In der Bilanzierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten hingegen zum Zeitpunkt der wirtschaftlichen Verursachung erfasst (§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB – Realisationsprinzip). Das führt zu einem wirtschaftlich realitätsnäheren Bild der Ertragslage, erfordert aber mehr Aufwand in der Buchführung.

„Die EÜR ist für kleine Einzelunternehmen ein großer Vorteil: einfach, übersichtlich, schnell erledigt. Wer aber über die Schwellenwerte wächst oder freiwillig zur Bilanz wechselt, sollte sich bewusst sein: Die Bilanzierung erfordert nicht nur mehr Zeit, sondern auch fundierte Kenntnisse der Bewertungsgrundsätze. Hier lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater von Anfang an.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Checkliste: Ist Ihr Einzelunternehmen bilanzierungspflichtig?

Um festzustellen, ob Ihr Einzelunternehmen der Bilanzierungspflicht unterliegt, prüfen Sie folgende Kriterien systematisch:

  • Liegt ein Gewerbebetrieb vor (kein Freiberufler nach § 18 EStG)?
  • Ist das Unternehmen im Handelsregister eingetragen (Ist-Kaufmann nach § 1 HGB)?
  • Wurden an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen die Schwellenwerte des § 241a HGB überschritten (800.000 Euro Umsatz ODER 80.000 Euro Gewinn)?
  • Falls nein: Besteht dennoch freiwillige Buchführung, die zur Bilanzierung verpflichtet?
  • Wurde das Einzelunternehmen in eine GmbH oder andere Kapitalgesellschaft umgewandelt?
  • Liegt ein Bescheid des Finanzamts vor, der zur Bilanzierung auffordert?

Wenn Sie mindestens eine der Fragen mit Ja beantworten, besteht Bilanzierungspflicht. Die Pflicht beginnt mit dem folgenden Geschäftsjahr nach Überschreitung der Schwellenwerte (§ 241a Satz 2 HGB). Planen Sie rechtzeitig die Umstellung der Buchführung und die Erstellung der Eröffnungsbilanz.

Dokumentation und Nachweis

Führen Sie für Ihr Einzelunternehmen eine lückenlose Dokumentation der relevanten Kennzahlen (Umsatz, Gewinn) über mehrere Jahre. Das Finanzamt kann im Rahmen einer Betriebsprüfung die Einhaltung der Schwellenwerte überprüfen. Bei Überschreitung ohne entsprechende Buchführung drohen steuerliche Nachteile und Schätzungen nach § 162 AO.

Jahresabschluss durch Steuerberater erstellen lassen

Wer sichergehen möchte, dass der Jahresabschluss fachlich korrekt und rechtzeitig erstellt wird, kann auf OnlineBilanz.de einen Steuerberater digital beauftragen. Unsere zugelassenen Steuerberater erstellen den vollständigen Jahresabschluss – von der Buchführung bis zur fertigen Bilanz und GuV – transparent, zu Festpreisen und ohne Wartezeiten.

Häufig gestellte Fragen

Muss ein Freiberufler eine Bilanz erstellen?

Freiberufler sind grundsätzlich nicht bilanzierungspflichtig, solange sie nicht freiwillig zur Buchführung optiert haben oder die Schwellenwerte des § 141 AO überschreiten. Auch eine Eintragung ins Handelsregister ist für Freiberufler nicht möglich. Sie dürfen stets die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nutzen – unabhängig von Umsatz oder Gewinn.

Was passiert, wenn ein Einzelunternehmen die Schwellenwerte nur in einem Jahr überschreitet?

Die Bilanzierungspflicht nach § 141 AO tritt erst ein, wenn die Schwellenwerte in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten werden. Ein einmaliges Überschreiten reicht nicht aus. Unterschreitet das Einzelunternehmen in einem folgenden Jahr die Grenzen wieder, endet die Bilanzierungspflicht ebenfalls erst nach zwei aufeinanderfolgenden Jahren unterhalb der Schwellenwerte.

Kann ein Einzelunternehmen von der Bilanz zurück zur EÜR wechseln?

Ein Wechsel von der Bilanz zurück zur EÜR ist nur möglich, wenn die Bilanzierungspflicht entfällt – also wenn die Schwellenwerte des § 141 AO in zwei aufeinanderfolgenden Jahren unterschritten werden und keine Handelsregistereintragung besteht. Eine freiwillige Bilanzierung kann steuerlich nicht einfach rückgängig gemacht werden; hier ist eine Absprache mit dem Finanzamt erforderlich.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Bilanzen von Einzelunternehmen?

Für Bilanzen, Eröffnungsbilanzen und Inventare gelten nach § 257 HGB Aufbewahrungsfristen von zehn Jahren. Handelsbücher, Buchungsbelege und sonstige Geschäftsunterlagen müssen ebenfalls zehn Jahre aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgt ist bzw. das Dokument entstanden ist.

Gibt es Übergangsfristen beim erstmaligen Eintritt der Bilanzierungspflicht?

Ja. Wenn ein Einzelunternehmen erstmals bilanzierungspflichtig wird, muss die erste Bilanz zum Ende des Wirtschaftsjahres erstellt werden, in dem die Schwellenwerte zum zweiten Mal überschritten wurden. Eine Eröffnungsbilanz (§ 242 HGB) ist zu Beginn des Geschäftsbetriebs oder bei Beginn der Buchführungspflicht aufzustellen. Das Finanzamt informiert in der Regel schriftlich über den Eintritt der Buchführungspflicht.

Kann ein Einzelunternehmen im Handelsregister eingetragen sein, ohne zur Bilanz verpflichtet zu sein?

Nein. Mit der Eintragung ins Handelsregister als Kaufmann (§ 1 HGB) entsteht automatisch die Buchführungs- und Bilanzierungspflicht nach § 238 ff. HGB – unabhängig von Umsatz und Gewinn. Wer ins Handelsregister eingetragen ist, gilt als Kaufmann und muss bilanzieren, auch wenn die Schwellenwerte des § 141 AO unterschritten werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 238 HGB – Buchführungspflicht, § 141 AO – Schwellenwerte für die Buchführungspflicht, § 242 HGB – Pflicht zur Aufstellung von Bilanz, § 267 HGB – Größenklassen von Kapitalgesellschaften. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
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Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

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Sind die Preise verbindlich?

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Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

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Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

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Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

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Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
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Ben
Ben
KI-Steuerberater