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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten


OnlineBilanzBlogLohnunterlagen Jahresabschluss

Lohnunterlagen Jahresabschluss 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Für den Jahresabschluss 2026 müssen alle lohnsteuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Unterlagen vollständig vorliegen. Nach § 28f SGB IV und § 147 AO sind Arbeitgeber verpflichtet, umfangreiche Lohndokumente aufzubewahren und der Buchhaltung bereitzustellen. Diese Checkliste zeigt, welche Pflichtdokumente Sie für die Lohnbuchhaltung benötigen und wie Sie rechtssicher vorgehen. Für die handelsrechtlichen Anforderungen bei der Erstellung des Abschlusses empfiehlt sich unsere Checkliste Jahresabschluss HGB 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Für den Jahresabschluss 2026 benötigen Arbeitgeber alle Lohnabrechnungen, Lohnkonten, Lohnsteuer-Anmeldungen, Meldungen zur Sozialversicherung, Arbeitszeitnachweise sowie Dokumente zu geldwerten Vorteilen. Die Aufbewahrungspflicht beträgt nach § 147 AO sechs Jahre für Lohnunterlagen und zehn Jahre für Buchungsbelege.

Rechtliche Grundlagen der Lohndokumentation

Die Pflicht zur Führung und Aufbewahrung von Lohnunterlagen ergibt sich aus mehreren gesetzlichen Vorschriften. § 28f SGB IV regelt die Meldepflichten zur Sozialversicherung und verlangt eine nachvollziehbare Dokumentation aller sozialversicherungsrelevanten Entgeltbestandteile. Parallel dazu normiert § 147 AO die steuerrechtlichen Aufbewahrungspflichten für alle Unterlagen, die für die Besteuerung von Bedeutung sind.

Für den Jahresabschluss nach § 242 HGB müssen die Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt korrekt ausgewiesen werden. Dies erfordert eine vollständige Dokumentation aller bis zum Bilanzstichtag 31.12.2025 entstandenen Lohnansprüche einschließlich Sozialversicherungsbeiträge, Lohnsteuer und sonstiger Abzüge.

Hinweis

Die Lohndokumentation dient nicht nur dem Jahresabschluss, sondern auch der Prüfung durch Finanzbehörden (§ 193 AO), Sozialversicherungsprüfer (§ 28p SGB IV) und bei Betriebsprüfungen der Deutschen Rentenversicherung.

Seit 2015 gilt zudem das Mindestlohngesetz (MiLoG), das in § 17 detaillierte Aufzeichnungspflichten für Arbeitszeiten in bestimmten Branchen vorsieht. Diese Nachweise müssen ebenfalls zum Jahresabschluss vorliegen, um Rückstellungen für Lohnnachzahlungen korrekt bilanzieren zu können.

Pflichtdokumente im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt alle wesentlichen Dokumente, die für den Jahresabschluss 2026 vollständig vorliegen müssen. Diese Unterlagen bilden die Grundlage für die korrekte Verbuchung und Bilanzierung der Personalkosten.

  • Monatliche Lohn- und Gehaltsabrechnungen aller Mitarbeiter
  • Lohnkonten nach § 41 EStG mit allen Bezügen und Abzügen
  • Lohnsteuer-Anmeldungen (monatlich/quartalsweise) an das Finanzamt
  • Meldungen zur Sozialversicherung (DEÜV-Meldungen)
  • Beitragsnachweise der Krankenkassen
  • Arbeitszeitnachweise und Stundenzettel
  • Arbeitsverträge und Änderungsvereinbarungen
  • Nachweise über geldwerte Vorteile (Dienstwagen, Sachbezüge)
  • Urlaubslisten und Krankmeldungen
  • Lohnsteuerbescheinigungen für das Kalenderjahr 2025

§ 28f

SGB IV Meldepflicht

§ 147

AO Aufbewahrung

§ 41

EStG Lohnkonto

Alle Dokumente müssen vollständig, nachvollziehbar und unveränderbar archiviert werden. Bei digitaler Führung gelten die Anforderungen der GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form).

Lohnsteuerliche Unterlagen nach § 41 EStG

Nach § 41 EStG ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, für jeden Arbeitnehmer ein Lohnkonto zu führen. Dieses muss alle Angaben enthalten, die für die Lohnsteuerberechnung erforderlich sind. Das Lohnkonto bildet die Grundlage für die Lohnsteuer-Anmeldung und die Jahresbescheinigung.

Inhalt des Lohnkontos

  • Persönliche Daten: Name, Anschrift, Geburtsdatum, Steuer-ID
  • Steuermerkmale: Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuer, Freibeträge
  • Bruttoarbeitslohn: Alle steuerpflichtigen Bezüge einschließlich Sachbezüge
  • Steuerfreie Bezüge: Zuschläge, Reisekosten, steuerfreie Arbeitgeberleistungen
  • Einbehaltene Lohnsteuer: Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer
  • Sozialversicherungsbeiträge: Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile

Lohnsteuer-Anmeldungen

Die monatlichen oder quartalsweisen Lohnsteuer-Anmeldungen nach § 41a EStG müssen vollständig vorliegen. Diese werden elektronisch über ELSTER an das Finanzamt übermittelt und dokumentieren die abzuführende Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer für alle Mitarbeiter.

Dokument Rechtsgrundlage Fälligkeit Relevanz Jahresabschluss
Lohnkonto § 41 EStG Laufend Nachweis Lohnsteuerverbindlichkeiten
Lohnsteuer-Anmeldung § 41a EStG 10. des Folgemonats Abstimmung Lohnsteuer-Schuld
Lohnsteuerbescheinigung § 41b EStG Bis 28.02.2026 Kontrolle Jahreslohn
ELStAM-Abrufe § 39e EStG Bei Einstellung/Änderung Nachweis Steuermerkmale

Achtung

Fehlende oder unvollständige Lohnsteuer-Anmeldungen können zu Schätzungen durch das Finanzamt und Haftungsbescheiden nach § 42d EStG führen. Der Arbeitgeber haftet für nicht abgeführte Lohnsteuer auch dann, wenn der Arbeitnehmer sie bereits vom Lohn erhalten hat.

Sozialversicherungsunterlagen nach § 28f SGB IV

Die Meldepflichten zur Sozialversicherung sind in § 28a bis § 28f SGB IV geregelt. Arbeitgeber müssen für jeden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten Meldungen an die zuständige Krankenkasse übermitteln, die diese an die übrigen Sozialversicherungsträger weiterleitet.

DEÜV-Meldungen (Datenerfassung- und Übermittlungsverordnung)

  • Anmeldung: Bei Beginn der Beschäftigung (vor Arbeitsaufnahme)
  • Jahresmeldung: Bis 15.02.2026 für alle am 31.12.2025 beschäftigten Arbeitnehmer
  • Abmeldung: Bei Ende der Beschäftigung (innerhalb von 6 Wochen)
  • Unterbrechungsmeldung: Bei Arbeitsunfähigkeit mit Entgeltfortzahlung über 6 Wochen
  • Änderungsmeldung: Bei Änderungen in der Beitragspflicht oder beim Entgelt

Beitragsnachweise

Monatlich erstellt die Lohnbuchhaltung einen Beitragsnachweis für jede Krankenkasse, bei der Mitarbeiter versichert sind. Dieser enthält die Summe der Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Beiträge sind bis zum drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats fällig.

Arbeitgeberanteil 2026

  • Krankenversicherung: 7,3% (+ kassenindividueller Zusatzbeitrag)
  • Pflegeversicherung: 1,7% (kinderlos +0,6%)
  • Rentenversicherung: 9,3%
  • Arbeitslosenversicherung: 1,3%

Arbeitnehmeranteil 2026

  • Krankenversicherung: 7,3% + Zusatzbeitrag (ca. 1,7%)
  • Pflegeversicherung: 1,7% (kinderlos +0,6%)
  • Rentenversicherung: 9,3%
  • Arbeitslosenversicherung: 1,3%

„Bei der Jahresabschlusserstellung prüfen wir immer die Übereinstimmung zwischen gebuchten Sozialversicherungsbeiträgen und den tatsächlich abgeführten Beträgen laut Beitragsnachweisen. Differenzen weisen häufig auf Fehler in der Verbuchung oder fehlende Rückstellungen hin.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Arbeitszeitnachweise und Stundenaufzeichnungen

Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung ergibt sich aus verschiedenen Rechtsquellen. Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) verlangt die Aufzeichnung der über acht Stunden hinausgehenden Arbeitszeit. Das Mindestlohngesetz (§ 17 MiLoG) schreibt für bestimmte Branchen eine vollständige Arbeitszeitdokumentation vor.

Aufzeichnungspflichtige Branchen nach MiLoG

  • Baugewerbe und baunahe Dienstleistungen
  • Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe
  • Personenbeförderungsgewerbe
  • Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe
  • Unternehmen der Forstwirtschaft
  • Gebäudereinigungsgewerbe
  • Messebau und fleischwirtschaftliche Betriebe
  • Schaustellergewerbe und Prostitutionsgewerbe

Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 13.09.2022 und der Entscheidung des EuGH vom 14.05.2019 (Rs. C-55/18 CCOO) sind Arbeitgeber grundsätzlich verpflichtet, ein objektives, verlässliches und zugängliches System zur Arbeitszeiterfassung einzurichten. Die konkrete Ausgestaltung ist noch nicht abschließend gesetzlich geregelt.

Hinweis

Für den Jahresabschluss sind vollständige Arbeitszeitnachweise wichtig, um Überstundenrückstellungen, Urlaubsrückstellungen und eventuelle Nachforderungen aus Mindestlohnverstößen korrekt zu bewerten.

Mindestinhalte der Arbeitszeitdokumentation

  • Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit
  • Dauer der Arbeitszeit in Stunden
  • Pausen und Ruhezeiten
  • Arbeit an Sonn- und Feiertagen
  • Überstunden und deren Ausgleich
  • Urlaubs- und Krankheitstage

Besondere Lohnbestandteile und geldwerte Vorteile

Neben dem regulären Bruttoarbeitslohn müssen alle geldwerten Vorteile und Sachbezüge dokumentiert werden. Diese unterliegen besonderen steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen und müssen im Jahresabschluss korrekt berücksichtigt werden.

Dienstwagen (§ 8 Abs. 2 EStG, § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG)

Bei der Privatnutzung von Firmenwagen muss der geldwerte Vorteil entweder nach der 1%-Methode (monatlich 1% des Bruttolistenpreises) oder nach der Fahrtenbuchmethode ermittelt werden. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge gelten reduzierte Bemessungsgrundlagen. Alle Nachweise (Fahrtenbücher, Nutzungsvereinbarungen, Tankbelege) müssen für den Jahresabschluss vorliegen.

Weitere dokumentationspflichtige Lohnbestandteile

Lohnbestandteil Steuerliche Behandlung SV-Pflicht Nachweis erforderlich
Essenszuschüsse Bis 7,23 € täglich steuerfrei Nein Belegnachweis/Abrechnung
Jobticket/Deutschlandticket Steuerfrei nach § 3 Nr. 15 EStG Nein Überlassungsvereinbarung
Sachbezüge (44-Euro-Grenze) Bis 50 € mtl. steuerfrei Ja, pauschal Einzelnachweis
Betriebliche Altersvorsorge Steuer- und SV-frei bis 7.248 € p.a. Nein bAV-Vertrag, Zahlungsnachweis
Vermögensbeteiligungen Bis 2.000 € steuerfrei § 3 Nr. 39 EStG Teilweise Überlassungsvertrag
Kindergartenzuschuss Steuerfrei § 3 Nr. 33 EStG Nein Vertrag mit Einrichtung
Gesundheitsförderung Bis 600 € p.a. steuerfrei Nein Zertifizierung nach § 20 SGB V

Achtung

Fehlende Nachweise für steuerfreie Lohnbestandteile führen bei Betriebsprüfungen zur Nachversteuerung. Die Beweislast für die Steuerfreiheit trägt der Arbeitgeber. Dokumentieren Sie alle Vereinbarungen und Belege sorgfältig.

Alle geldwerten Vorteile müssen im Lohnkonto erfasst und in der Lohnsteuer-Anmeldung berücksichtigt werden. Für den Jahresabschluss ist wichtig, dass eventuell zu bildende Rückstellungen (z.B. für nachzuversteuernde Sachbezüge) korrekt ermittelt werden.

Aufbewahrungsfristen nach § 147 AO und § 28f SGB IV

Lohnunterlagen unterliegen unterschiedlichen Aufbewahrungsfristen, je nachdem, ob es sich um Buchungsbelege oder sonstige Aufzeichnungen handelt. Die Fristen beginnen mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgte.

Dokumentenart Aufbewahrungsfrist Rechtsgrundlage Fristbeginn
Buchungsbelege (Lohnabrechnungen) 10 Jahre § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO 31.12. des Buchungsjahres
Lohnkonten 6 Jahre § 41 Abs. 1 S. 11 EStG 31.12. des Austritts/letzten Eintrags
Arbeitszeitnachweise (MiLoG) 2 Jahre § 17 Abs. 1 MiLoG Ende der Aufzeichnung
Sozialversicherungsnachweise 5 Jahre § 28f Abs. 1 SGB IV Ende des Kalenderjahres
Meldungen zur SV (DEÜV) 5 Jahre § 28f Abs. 1 SGB IV 31.12. des Meldejahres
Beitragsnachweise Krankenkassen 5 Jahre § 28f Abs. 1 SGB IV 31.12. des Beitragsjahres
Arbeitsverträge 3 Jahre nach Ende § 195 BGB Ende des Arbeitsverhältnisses

Hinweis

Für Zwecke der gesetzlichen Rentenversicherung empfiehlt es sich, Lohnunterlagen über die Mindestfristen hinaus aufzubewahren, da diese bei Rentenanträgen der Arbeitnehmer als Nachweise dienen können.

Bei laufenden Prüfungen oder anhängigen Rechtsstreitigkeiten dürfen die betroffenen Unterlagen nicht vernichtet werden, auch wenn die reguläre Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist. Dies gilt insbesondere bei Betriebsprüfungen durch das Finanzamt oder Prüfungen der Deutschen Rentenversicherung nach § 28p SGB IV.

Praxisbeispiel: Aufbewahrungsfrist für Lohnabrechnungen 2025

Die Lohnabrechnungen für das Jahr 2025 müssen bis zum 31.12.2035 aufbewahrt werden. Die 10-Jahres-Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres 2025, also am 01.01.2026. Erst nach dem 31.12.2035 dürfen diese Unterlagen vernichtet werden.

Prüfung der Lohnunterlagen im Jahresabschluss

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2025 müssen alle Lohnverbindlichkeiten und Rückstellungen vollständig erfasst werden. Die Lohnunterlagen dienen als Grundlage für die korrekte Bilanzierung nach § 266 HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB.

Wesentliche Prüfungspunkte

  • Abstimmung gebuchte Lohnkosten mit Lohnabrechnungen des gesamten Jahres
  • Vollständigkeit der Verbindlichkeiten für Dezember-Löhne (Zahlung meist im Januar)
  • Korrekte Abgrenzung der Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil)
  • Abstimmung Lohnsteuerverbindlichkeiten mit Lohnsteuer-Anmeldungen
  • Rückstellung für Urlaubsansprüche nach § 249 HGB (nicht genommener Urlaub)
  • Rückstellung für Überstunden und Mehrarbeit
  • Rückstellung für variable Vergütungen (Boni, Tantiemen, Provisionen)
  • Rückstellung für Jahresabschlusskosten der Lohnbuchhaltung
  • Prüfung der Sozialversicherungsprüfungen (alle 4 Jahre nach § 28p SGB IV)

Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern

In der Bilanz sind unter den Verbindlichkeiten (§ 266 Abs. 3 C. HGB) folgende Posten auszuweisen: Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern, Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt (Lohnsteuer), Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern. Die Dezember-Löhne, die erst im Januar 2026 ausgezahlt werden, sind als Verbindlichkeit zum 31.12.2025 zu passivieren.

Verbindlichkeiten Löhne

Nettogehälter Dezember 2025, die im Januar 2026 ausgezahlt werden

Verbindlichkeiten Lohnsteuer

Einbehaltene Lohnsteuer, SolZ und Kirchensteuer Dezember 2025

Verbindlichkeiten Sozialversicherung

Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile für Dezember 2025

„In der Praxis sehen wir häufig, dass Urlaubsrückstellungen nicht korrekt berechnet werden. Es sind nicht nur die Bruttolöhne, sondern auch die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung in die Rückstellung einzubeziehen. Bei 100.000 Euro offenem Urlaubsanspruch (brutto) kommen noch ca. 20% Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers hinzu.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten

Nach § 249 Abs. 1 HGB sind Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden. Im Lohnbereich betrifft dies insbesondere: Nicht genommene Urlaubsansprüche (einschließlich Arbeitgeberanteile zur SV), Überstundenvergütungen und Freizeitausgleich, Variable Vergütungsbestandteile (Boni, Prämien), Drohende Nachforderungen aus Sozialversicherungsprüfungen.

Digitale Archivierung nach GoBD

Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD) regeln seit 2015 (aktualisiert 2019) die Anforderungen an digitale Buchführungssysteme. Sie gelten ausdrücklich auch für die Lohnbuchhaltung.

Anforderungen an digitale Lohnsysteme

  • Nachvollziehbarkeit: Alle Buchungen müssen lückenlos nachvollziehbar sein
  • Vollständigkeit: Sämtliche Geschäftsvorfälle müssen erfasst werden
  • Richtigkeit: Die Buchungen müssen sachlich und rechnerisch korrekt sein
  • Zeitgerechte Buchung: Erfassung möglichst zeitnah zum Geschäftsvorfall
  • Ordnung: Systematische Ablage und eindeutige Zuordnung
  • Unveränderbarkeit: Nachträgliche Änderungen müssen protokolliert werden

Hinweis

Bei digitaler Archivierung müssen sowohl die Lohnabrechnungen als auch alle Belege (Arbeitszeitnachweise, Krankmeldungen, Änderungsvereinbarungen) in einem revisionssicheren System gespeichert werden. Ein einfaches Speichern als PDF auf einem Netzlaufwerk reicht nicht aus.

Revisionssichere Archivierung

Ein GoBD-konformes Archivsystem muss folgende technische Anforderungen erfüllen: Versionierung aller Änderungen, Zugriffsprotokollierung (wer hat wann auf welche Daten zugegriffen), WORM-Prinzip (Write Once, Read Many) für unveränderbare Speicherung, Datensicherung und Disaster Recovery, Migrationskonzept für langfristige Lesbarkeit.

Anforderung Umsetzung im Lohnsystem Prüfungsrelevanz
Protokollierung Alle Änderungen an Stamm- und Bewegungsdaten werden protokolliert Hoch – bei Betriebsprüfung relevant
Datensicherung Tägliches Backup, externe Aufbewahrung Mittel – bei Datenverlust kritisch
Zugriffsschutz Rollenbasierte Berechtigungen, starke Authentifizierung Hoch – Datenschutz und Manipulationsschutz
Exportfähigkeit Daten müssen in auswertbarer Form exportierbar sein (Z1/Z3-Format) Sehr hoch – für Betriebsprüfung zwingend

Achtung

Bei Betriebsprüfungen verlangen Finanzbehörden zunehmend einen digitalen Zugriff auf Lohndaten. Stellen Sie sicher, dass Ihr Lohnsystem die DATEV-Schnittstelle oder vergleichbare Exportformate unterstützt.

Häufige Fehler und wie Sie diese vermeiden

In der Praxis zeigen sich bei der Vorbereitung des Jahresabschlusses immer wieder typische Fehlerquellen im Zusammenhang mit Lohnunterlagen. Die frühzeitige Kenntnis dieser Probleme hilft, kostspielige Korrekturen zu vermeiden.

Typische Fehler bei der Lohndokumentation

Fehler Folge Vermeidung
Fehlende Abstimmung Lohnkonten Differenzen in Bilanz und GuV Monatlicher Soll-Ist-Abgleich
Unvollständige Arbeitszeitnachweise Nachzahlung Mindestlohn, Bußgelder Digitales Zeiterfassungssystem
Nicht dokumentierte Sachbezüge Nachversteuerung + 6% Zinsen p.a. Lückenlose Einzelnachweise
Fehlende Fahrtenbücher Versteuerung nach 1%-Methode zwingend Ordnungsgemäße Fahrtenbuchführung
Urlaubsrückstellung ohne AG-Anteil SV Zu niedrige Rückstellung AG-Anteile (ca. 20%) einbeziehen
Verspätete Lohnsteuer-Anmeldung Verspätungszuschlag § 152 AO Automatische ELSTER-Übermittlung
Falsche DEÜV-Meldungen Nachforderung SV-Beiträge + Säumniszuschlag Regelmäßige Plausibilitätsprüfung

Checkliste zur Fehlervermeidung

  • Monatlicher Abgleich zwischen Lohnbuchhaltung und Finanzbuchhaltung
  • Quartalsweise Kontrolle der Lohnsteuer-Anmeldungen auf Vollständigkeit
  • Jährliche Überprüfung der Sozialversicherungsmeldungen (DEÜV-Jahresmeldung)
  • Dokumentation aller steuerfreien Bezüge mit Einzelnachweisen
  • Aktualisierung der Lohnkonten bei Vertragsänderungen innerhalb einer Woche
  • Prüfung der Beitragsbemessungsgrenzen zum Jahreswechsel
  • Sicherstellung der GoBD-Konformität der digitalen Lohnsysteme
  • Rechtzeitige Bildung von Rückstellungen zum Jahresende

„Ein häufiger Stolperstein ist die korrekte Abgrenzung von Lohn- und Gehaltszahlungen über den Jahreswechsel. Der Dezembergehalt wird oft erst im Januar überwiesen – er muss aber als Verbindlichkeit zum 31.12. bilanziert werden. Gleiches gilt für die Sozialversicherungsbeiträge und die Lohnsteuer.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Konsequenzen bei Mängeln

Unvollständige oder fehlerhafte Lohnunterlagen können erhebliche rechtliche und finanzielle Folgen haben: Haftung des Arbeitgebers für nicht abgeführte Lohnsteuer nach § 42d EStG, Bußgelder bei Verstößen gegen Mindestlohn-Dokumentationspflichten (bis 500.000 Euro nach § 21 MiLoG), Nachforderungen der Sozialversicherungsträger bei fehlerhaften Meldungen (bis zu 4 Jahre rückwirkend), Schätzungsbescheide des Finanzamts bei unvollständiger Lohnbuchhaltung.

Im Jahresabschluss können fehlerhafte Lohnunterlagen zur Einschränkung oder Versagung des Bestätigungsvermerks durch den Abschlussprüfer führen. Dies beeinträchtigt die Kreditwürdigkeit und kann bei kapitalmarktorientierten Unternehmen zu erheblichen Reputationsschäden führen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Lohnunterlagen sind für den Jahresabschluss 2026 zwingend erforderlich?

Für den Jahresabschluss 2026 benötigen Sie vollständige Lohnabrechnungen, Lohnkonten nach § 41 EStG, Lohnsteuer-Anmeldungen, DEÜV-Meldungen zur Sozialversicherung, Beitragsnachweise der Krankenkassen, Arbeitszeitnachweise, Nachweise über geldwerte Vorteile (z.B. Dienstwagen, Sachbezüge) sowie alle Arbeitsverträge und Änderungsvereinbarungen. Diese Unterlagen dienen der korrekten Bilanzierung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Wie lange müssen Lohnabrechnungen und Lohnkonten aufbewahrt werden?

Lohnabrechnungen als Buchungsbelege müssen 10 Jahre aufbewahrt werden (§ 147 Abs. 1 Nr. 1 AO). Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres der Buchung. Lohnkonten nach § 41 EStG sind 6 Jahre aufzubewahren, beginnend mit dem Ende des Kalenderjahres des letzten Eintrags. Arbeitszeitnachweise nach Mindestlohngesetz müssen mindestens 2 Jahre, Sozialversicherungsunterlagen 5 Jahre aufbewahrt werden.

Welche Rückstellungen müssen im Jahresabschluss für Lohnkosten gebildet werden?

Nach § 249 HGB sind Rückstellungen für nicht genommene Urlaubsansprüche (inklusive Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung von ca. 20%), offene Überstunden, variable Vergütungsbestandteile (Boni, Tantiemen, Provisionen) und eventuell drohende Nachforderungen aus Sozialversicherungsprüfungen zu bilden. Zusätzlich müssen die Dezember-Löhne, die erst im Januar ausgezahlt werden, als Verbindlichkeit zum 31.12.2025 passiviert werden.

Welche Anforderungen gelten für die digitale Archivierung von Lohnunterlagen?

Die digitale Archivierung von Lohnunterlagen muss die Anforderungen der GoBD erfüllen: Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit, Richtigkeit, zeitgerechte Buchung, Ordnung und Unveränderbarkeit. Alle Änderungen müssen protokolliert werden, das System muss revisionssicher sein (WORM-Prinzip) und einen Export in auswertbarer Form (z.B. DATEV-Format) ermöglichen. Ein einfaches Speichern als PDF reicht nicht aus.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 28f SGB IV – Meldepflichten, § 147 AO – Aufbewahrungsfristen, § 41 EStG – Lohnkonto, GoBD – Digitale Buchführung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Dr. Martin Pilz
Geschäftsführer · CEO

Kein Steuerberater. Verantwortet Strategie, Produkt und Mandats­beziehung. Die steuerliche Beratung erfolgt ausschließlich durch die drei Berufsträger rechts.

Fabian Klement
WP StB Dipl.-Kfm.
Fabian Klement
Wirtschaftsprüfer & Steuerberater

Schwerpunkt Jahres­abschluss­prüfung, Konzern­reporting und E‑Bilanz. Qualitäts­sicherung aller Abschlüsse.

Jakob Röß
StB Dipl.-Kfm. Dipl.-Vw.
Jakob Röß
Steuerberater

Betreuung von mittel­ständischen GmbH, Frei­beruflern und Kapital­gesell­schaften.

Dr. Jeannine Dinnebier
RA Dr. iur. Dipl.-Vw.
Dr. Jeannine Dinnebier
Rechts­anwältin · Steuerrecht

Verantwortet Steuer­streit, Betriebs­prüfungen und rechts­sichere Gestaltung. Promoviert im Steuerrecht.

Geprüft & kammer­pflichtig Mitgliedschaften & Zulassungen
S
Steuerberater­kammerPflichtmitgliedschaft
W
Wirtschafts­prüfer­kammerZulassung nach WPO
R
Rechts­anwalts­kammerFachbereich Steuerrecht
D
DATEV‑PartnerSchnittstellen­zertifiziert
Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
Ben
KI-Assistenz