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Rechtsform · § 5a GmbHG · Mini-GmbH

UG gründen
Ab einem Euro — mit Pflicht zur Rücklage.

Die UG ist keine eigene Rechtsform, sondern eine GmbH mit weniger Startkapital und einer Sparpflicht.
digital+persönlich+bezahlbar

Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) ist eine Variante der GmbH: Sie startet mit mindestens einem Euro Stammkapital, muss dieses aber vollständig in Geld aufbringen — Sacheinlagen sind ausgeschlossen. Im Gegenzug verlangt § 5a Abs. 3 GmbHG, dass ein Viertel des Jahresüberschusses in eine gesetzliche Rücklage fließt — so lange, bis das Stammkapital auf 25.000 € erhöht ist. Dann wird sie zur GmbH.

◆Eröffnungsbilanz ab 199,95 € netto◆Rücklage im Abschluss berechnet◆Jahresabschluss ab 499,95 € netto
Drei BerufsträgerSteuerberater, Wirtschafts­prüfer und Rechtsanwältin — in Kooperation, namentlich benannt.
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01
Grundlagen

UG, GmbH oder gleich richtig starten.

Drei Wege in die Haftungs­beschränkung. Der günstigste Start ist nicht immer der günstigste Weg.

Weg 1 · UG

UG mit kleinem Kapital

Ab 1 € Stammkapital, vollständig in Geld. Dafür 25 % Thesaurierungs­pflicht bis zur Erhöhung auf 25.000 € und ein Rechtsform­zusatz, den Banken und Lieferanten lesen können.

Kapital§ 5a Abs. 1 GmbHG
Weg 2 · GmbH

GmbH mit 25.000 €

Bei Gründung genügt die Hälfte, also 12.500 €. Keine Rücklagenpflicht, Sacheinlagen zulässig, im Geschäftsverkehr die vertrautere Form.

Kapital§ 5 · § 7 Abs. 2 GmbHG
Weg 3 · UG dann GmbH

Starten und umwandeln

Mit der UG beginnen und später auf 25.000 € erhöhen. Der Weg über die Kapitalerhöhung aus Gesellschafts­mitteln verlangt eine geprüfte Bilanz — sie kann durch den kooperierenden Wirtschaftsprüfer geprüft werden.

Später§ 57c ff. GmbHG
!
Die UG ist rechtlich eine GmbH — mit allen Pflichten.

Buchführungs­pflicht, Jahres­abschluss nach § 242 HGB, E-Bilanz nach § 5b EStG und Offenlegung beim Unternehmens­register gelten unverändert. Auch eine UG mit 1 € Stammkapital und ohne Umsatz muss bilanzieren und offenlegen — ein Ordnungs­geld nach § 335 HGB trifft sie genauso.

Kurz erklärt
Was ist eine UG (haftungsbeschränkt)?

Eine Unternehmergesellschaft ist keine eigene Rechtsform, sondern eine Variante der GmbH nach § 5a GmbHG. Sie darf mit weniger als 25.000 € Stammkapital gegründet werden — theoretisch mit einem Euro —, muss dieses Kapital aber vollständig in Geld einzahlen. Sacheinlagen sind ausgeschlossen.

Als Gegenleistung schreibt das Gesetz eine gesetzliche Rücklage vor: Ein Viertel des Jahresüberschusses ist einzustellen, bis das Stammkapital auf 25.000 € erhöht ist. Mit dieser Kapitalerhöhung wird die UG zur regulären GmbH und kann den Zusatz „haftungsbeschränkt" ablegen.

1 €
MindestkapitalVollständig in Geld, keine Sacheinlage.
25 %
Des JahresüberschussesGesetzliche Rücklage, § 5a Abs. 3 GmbHG.
25.000
Euro ZielbetragDanach ist die Umwandlung möglich.
15 %
KörperschaftsteuerZuzüglich SolZ und Gewerbesteuer.
02
Rücklage

Die Sparpflicht, an der es regelmäßig hakt.

Sechs Punkte zur gesetzlichen Rücklage nach § 5a Abs. 3 GmbHG — die Besonderheit, die im Alltag am meisten Aufmerksamkeit braucht.

Punkt 1

Ein Viertel, gesetzlich

In die Rücklage ist ein Viertel des um einen Verlust­vortrag geminderten Jahres­überschusses einzustellen. Nicht des Umsatzes, nicht des Gewinns vor Steuern — des Jahres­überschusses nach Steuern.

Rechtsbasis: § 5a Abs. 3 S. 1 GmbHG
Punkt 2

Verwendung streng begrenzt

Die Rücklage darf nur für eine Kapital­erhöhung aus Gesellschafts­mitteln, zum Ausgleich eines Jahres­fehlbetrags oder eines Verlust­vortrags verwendet werden. Ausschütten ist ausgeschlossen.

Rechtsbasis: § 5a Abs. 3 S. 2 GmbHG
Punkt 3

Im Verlustjahr keine Einstellung

Im Verlustjahr entfällt die Einstellung. Ein Verlustvortrag mindert die Bemessungs­grundlage der Folgejahre — die Rücklage wächst dann langsamer.

Rechtsbasis: § 5a Abs. 3 GmbHG
Punkt 4

Folge eines Verstoßes

Wird die Rücklage nicht gebildet, ist der Jahresabschluss nach herrschender Meinung nichtig und ein darauf gestützter Ausschüttungs­beschluss ebenfalls. Ausgezahlte Beträge sind zurückzugewähren.

Rechtsbasis: § 256 AktG analog · § 31 GmbHG
Punkt 5

Ausschüttung nur vom Rest

Ausgeschüttet werden darf lediglich der Betrag, der nach der Einstellung übrig bleibt. Wer den gesamten Überschuss entnimmt, verletzt § 5a Abs. 3 GmbHG.

Rechtsbasis: § 5a Abs. 3 GmbHG
Punkt 6

Die Pflicht endet nicht automatisch

Auch wenn 25.000 € erreicht sind, endet sie erst mit der tatsächlichen Kapital­erhöhung. Ohne Umwandlung läuft die Thesaurierungs­pflicht weiter.

Rechtsbasis: § 5a Abs. 5 GmbHG
03
Steuern

Was die UG wirklich zahlt.

Steuerlich ist die UG eine Kapital­gesellschaft wie jede andere — die Rücklagenpflicht ändert daran nichts. Beispiel: 20.000 € Gewinn vor Steuern, Hebesatz 400 %.

PositionSatzBetragGrundlage
Gewinn vor Steuern—20.000,00 €Handelsrechtlicher Jahresüberschuss vor Ertragsteuern
Gewerbesteuer14,00 %2.800,00 €Messbetrag 3,5 % × Hebesatz 400 %, § 11 GewStG
Körperschaftsteuer15,00 %3.000,00 €§ 23 Abs. 1 KStG
Solidaritätszuschlag5,5 % der KSt165,00 €§ 4 SolZG
Steuern gesamt29,83 %5.965,00 €Auf Ebene der Gesellschaft
Jahresüberschuss—14.035,00 €Bemessungsgrundlage der gesetzlichen Rücklage
Gesetzliche Rücklage25,00 %3.508,75 €§ 5a Abs. 3 GmbHG — nicht ausschüttbar
Ausschüttbar—10.526,25 €Vor Kapitalertragsteuer beim Gesellschafter
Kapitalertragsteuer25 % + SolZ2.776,30 €Bei Ausschüttung, § 43 EStG

Auf Gesellschafts­ebene liegt die Belastung damit bei rund 30 % — unabhängig davon, ob es eine UG oder eine GmbH ist. Der Unterschied entsteht erst darunter: Von den 14.035 € bleiben nach der Pflichtrücklage nur 10.526 € ausschüttbar. Wer ohnehin thesauriert, verliert dadurch nichts; wer den Gewinn braucht, spürt es sofort.

04
Aus der Praxis

Sechs Fehler, die bei der UG regelmäßig auftreten.

Viele entstehen aus der Annahme, eine UG sei „eine kleine GmbH mit weniger Pflichten".

×
Rücklage nicht gebildet

Der Jahresabschluss ist nach herrschender Meinung nichtig, ein darauf gestützter Ausschüttungsbeschluss ebenfalls. Ausgezahlte Beträge müssen zurück (§ 31 GmbHG).

×
Vollständiger Gewinn ausgeschüttet

Ausschüttbar ist nur, was nach der 25-%-Einstellung übrig bleibt. Alles darüber verstößt gegen § 5a Abs. 3 GmbHG.

×
Sacheinlage bei der Gründung

Bei der UG ausgeschlossen (§ 5a Abs. 2 GmbHG). Eine getarnte Sacheinlage lässt die Einlagepflicht in Geld nach überwiegender Ansicht bestehen.

×
Offenlegung übersprungen

Auch die UG mit 1 € Kapital ist offenlegungspflichtig. Das Bundesamt für Justiz setzt ein Ordnungsgeld fest (§ 335 HGB).

×
Kapital zu knapp bemessen

Ein Stammkapital von 1 € ist zulässig, aber schon die ersten Kosten zehren es auf — die Gesellschaft ist dann schnell bilanziell überschuldet.

×
Zusatz „haftungsbeschränkt" weggelassen

Wer statt „UG (haftungsbeschränkt)" als „GmbH" auftritt, kann nach der Rechtsprechung des BGH persönlich haften. Auch ein unvollständiger Rechtsformzusatz birgt dieses Risiko.

Die Rücklage wird jedes Jahr im Abschluss mitberechnet und ausgewiesen. Wie viel tatsächlich ausschüttbar ist, klärt der beauftragte Steuerberater vor dem Beschluss.

05
Kosten

Was die UG laufend kostet.

Notar und Registergericht zahlen Sie einmalig an Dritte. Was über OnlineBilanz beauftragt wird, steht hier — Festpreis vorab, Zahlung nach Lieferung.

LeistungPreis nettoEnthalten
Eröffnungsbilanzab 199,95 €Aufstellung nach § 242 HGB und DATEV-Saldenvortrag
Laufende Buchhaltungnach AngebotBelegerfassung, Umsatzsteuer-Voranmeldung, BWA; Laufzeit laut Vereinbarung
Jahresabschlussab 499,95 €Bilanz, GuV, Anhang, Steuererklärungen, E-Bilanz, Offenlegung und Rücklagenberechnung nach § 5a Abs. 3 GmbHG
Steuererklärungenim PreisKSt, GewSt und USt-Jahreserklärung
E-Bilanz per XBRLim PreisÜbermittlung nach § 5b EStG
Offenlegung Unternehmensregisterim PreisIm geringstmöglichen Umfang der Größenklasse; Registergebühren gesondert
Umwandlung UG in GmbHnach AngebotPrüfung der Bilanz nach § 57e GmbHG durch den kooperierenden Wirtschaftsprüfer
Notar und Registergerichtnach GebührenrechtAn Dritte, nicht an uns — mit Musterprotokoll meist günstiger
✓Rücklage im AbschlussJedes Jahr mitberechnet und ausgewiesen
✓Festpreis vorabIn Textform vereinbart, bevor Sie beauftragen
✓25.000 € im BlickDer Rücklagenstand steht in jedem Abschluss
✓Namentlich benanntDer beauftragte Berufsträger steht im Angebot
Häufige Fragen

Was Gründer zur UG fragen.

Wie viel Kapital braucht eine UG wirklich?
Rechtlich ein Euro (§ 5a Abs. 1 GmbHG). Praktisch reicht das selten: Schon die ersten Kosten zehren ein so geringes Kapital auf, und die Gesellschaft ist schnell bilanziell überschuldet. Sinnvoll ist ein Stammkapital, das die Anlaufkosten deckt.
Wie hoch ist die gesetzliche Rücklage bei der UG?
Ein Viertel des Jahresüberschusses, gemindert um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr (§ 5a Abs. 3 S. 1 GmbHG). Sie ist so lange zu bilden, bis das Stammkapital tatsächlich auf 25.000 € erhöht ist. Verwendet werden darf sie nur für eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln oder zum Ausgleich von Verlusten — ausschütten ist ausgeschlossen.
Welche Steuern zahlt eine UG?
Dieselben wie eine GmbH: 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf und Gewerbesteuer je nach Hebesatz der Gemeinde. Zusammen sind das rund 30 % auf den Gewinn. Bei Ausschüttung kommt beim Gesellschafter Kapitalertragsteuer von 25 % zuzüglich SolZ hinzu.
Muss eine UG ohne Umsatz auch bilanzieren?
Ja. Die UG ist eine Kapitalgesellschaft und damit unabhängig von Umsatz und Größe buchführungs-, bilanzierungs- und offenlegungspflichtig. Auch eine ruhende UG braucht Jahresabschluss, E-Bilanz und Offenlegung — sonst droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB.
Kann eine UG Sacheinlagen aufnehmen?
Nein. § 5a Abs. 2 GmbHG schließt Sacheinlagen bei der Gründung ausdrücklich aus; das Stammkapital ist vollständig in Geld einzuzahlen. Wer trotzdem Gegenstände einbringt, hat die Einlagepflicht nach überwiegender Ansicht nicht erfüllt und schuldet den Betrag weiterhin in bar.
Wann wird aus der UG eine GmbH?
Sobald das Stammkapital auf 25.000 € erhöht ist. Das geht über eine Bareinlage, über eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln — dafür ist eine geprüfte Bilanz nach § 57e GmbHG erforderlich — oder über eine Kombination aus beidem. Die Rücklagenpflicht endet erst mit der tatsächlichen Erhöhung, nicht schon beim Erreichen des Betrags.
Was kostet die laufende Betreuung einer UG?
Der Jahresabschluss kostet ab 499,95 € netto, einschließlich Steuererklärungen, E-Bilanz und Offenlegung; die Eröffnungsbilanz zur Gründung ab 199,95 € netto. Die laufende Buchhaltung wird nach Angebot vereinbart. Verbindlich ist das bestätigte Angebot; bezahlt wird nach Lieferung.
06
Freigabe · zwei Modelle

Wer den Abschluss freigibt — entscheiden Sie.

Softwareentwurf und geprüfter Abschluss sind unterschiedliche Leistungen. Bei beauftragter Einreichung erfolgt die fachliche Prüfung durch den Steuerberater.

Entwurf · eigene Verwendung
Sie prüfen und verwenden den Entwurf
Die Software erstellt einen KI-gestützten Entwurf und legt jede Bewertungsannahme offen. Sie prüfen ihn und können ihn herunterladen und eigenständig verwenden.
  • Aufgabenverteilung: Sie entscheiden über die eigenständige Verwendung des Entwurfs; die Verantwortung dafür liegt bei Ihnen.
  • Keine fachliche Prüfung durch einen Berufsträger und keine Steuerberatung; eine Abschlussprüfung nach §§ 316 ff. HGB ist eine gesonderte Leistung.
  • Passt bei übersichtlicher Struktur, klarer Buchhaltung und wiederkehrenden Sachverhalten.
Einreichung · Steuerberaterprüfung
Ein Steuerberater prüft und gibt frei
Bei Einreichung über OnlineBilanz übernimmt der gesondert beauftragte Steuerberater die fachliche Prüfung, erforderliche Korrekturen und die Übermittlung.
  • Aufgabenverteilung: Der beauftragte Steuerberater prüft, korrigiert und übermittelt in eigener beruflicher Verantwortung.
  • Dokumentation: die Bewertungs­entscheidungen sind belegt — das zählt, wenn später jemand fragt, was Sie wann wussten.
  • Empfohlen bei Bank- und Investorengesprächen, Ausschüttungen und der Umwandlung in die GmbH.
In Kooperation mit

Drei Köpfe, eine tragfähige Struktur.

Drei kooperierende Berufsträger für Bewertung und Gesellschafts­recht.

Fabian Klement, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
WPStBM.A.
Fabian Klement
Wirtschaftsprüfer · Steuerberater

Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung — etwa die Prüfung der Erhöhungsbilanz nach § 57e GmbHG bei der Umwandlung in die GmbH.

fabian.klement@onlinebilanz.de
Jakob Röß, Steuerberater
StBDipl.-Kfm.
Jakob Röß
Steuerberater

Steuerberatung — etwa die laufende Besteuerung und die Erklärungen der UG.

jakob.roess@onlinebilanz.de
Dr. Jeannine Dinnebier, Rechtsanwältin
RADr. iur.
Dr. Jeannine Dinnebier
Rechtsanwältin

Rechtsberatung — etwa Satzung, Kapitalerhöhung und das Register­verfahren.

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Rechtsgrundlagen & Stand

Die rechtlichen Aussagen dieser Seite im Volltext.

Die maßgeblichen Vorschriften im amtlichen Volltext — nachlesbar beim Bundes­ministerium der Justiz.

Stand: September 2026
Fabian Klement, M.A., Wirtschaftsprüfer · Steuerberater
Fachlicher Ansprechpartner
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Berufsbezeichnung
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verliehen in der Bundesrepublik Deutschland
Zuständige Kammer
Wirtschaftsprüferkammer, Berlin — Körperschaft des öffentlichen Rechts
Berufsregister
Im Berufsregister der WPK geführt
Berufsrecht
WPO · StBerG · DVStB · BOStB · StBVV
Eröffnungsbilanz ab 199,95 € nettoJahresabschluss ab 499,95 € netto
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