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Stammkapital25.000 €
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Datum

Lesedauer

12–17 Minuten

OnlineBilanzBlog Liquidationsschlussbilanz

Liquidationsschlussbilanz

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten

Kurzantwort

Die Liquidationsschlussbilanz ist die letzte Bilanz einer GmbH-Liquidation. Sie wird nach Ablauf des Sperrjahres zum Tag der beabsichtigten Schlussverteilung erstellt (§ 74 GmbHG i.V.m. § 71 GmbHG). Bewertung: Aktiva zu Liquidations-(Veräußerungs-)werten, Verbindlichkeiten zu Erfüllungsbeträgen. Struktur wie eine normale Bilanz, aber mit zwei Besonderheiten: (1) kein latenten Steuern/Rückstellungen für künftige Geschäfte, (2) besondere Eigenkapital-Positionen „Liquidationsergebnis“ und „Schlussverteilung“. Die Erstellung der Liquidationsschlussbilanz ist Grundlage für die Verteilungsrechnung und die HR-Löschung.

Die Liquidationsschlussbilanz ist der letzte bilanzielle Schritt vor der HR-Löschung der GmbH. Sie unterscheidet sich strukturell und bewertungstechnisch von der laufenden Jahresbilanz. Dieser Artikel erklärt den Aufbau Position für Position, die Bewertung zu Liquidationswerten (§ 252 HGB, § 71 GmbHG), zeigt ein vollständiges Bilanz-Muster und die darauf aufbauende Verteilungsrechnung — mit konkreten Rechenbeispielen.

SG
Servet Gündogan

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§ 74 GmbHG

Rechtsgrundlage der Schlussrechnung

Liquidationswerte

Bewertungsmaßstab der Aktiva

499,95 €

OnlineBilanz-Festpreis für die Schlussbilanz

1. Schlussbilanz vs. Schlussrechnung: Begriffs-Klärung

Ein wichtiger Punkt vorweg: Im Sprachgebrauch werden Schlussbilanz und Schlussrechnung oft synonym verwendet. Technisch sind sie aber verschieden:

Liquidationsschlussbilanz

Das reine Bilanz-Dokument zum Liquidationsende — Aktiva und Passiva wie eine normale Bilanz, aber mit Liquidationsbewertung. Strukturiert nach § 266 HGB.

Schlussrechnung (§ 74 GmbHG)

Umfassende Endabrechnung: Enthält die Schlussbilanz + Liquidationsergebnis (GuV) + Verteilungsrechnung + Erläuterungsbericht. Größerer Rahmen.

Praktisch: Die Schlussbilanz ist Kernbestandteil der Schlussrechnung

Im Alltag meint „Schlussbilanz“ meist den gesamten Dokumentenzusammenhang der Schlussrechnung. Dieser Artikel konzentriert sich auf den Bilanz-Kern und erklärt dann die darauf aufbauende Verteilungsrechnung — beides zusammen ergibt die Schlussrechnung nach § 74 GmbHG.

2. Rechtsgrundlagen und Zeitpunkt

Die Pflicht zur Erstellung der Schlussbilanz ergibt sich aus mehreren Rechtsquellen:

Wichtige Rechtsgrundlagen

  • § 74 GmbHG — Pflicht zur Schlussrechnung einschließlich Schlussbilanz am Ende der Liquidation
  • § 71 Abs. 1 GmbHG — Verweis auf die HGB-Vorschriften zur Bilanzerstellung, anwendbar auch am Ende
  • § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB — Ausnahme vom Going-Concern-Grundsatz bei bevorstehender Einstellung
  • § 325 HGB — Offenlegungspflicht der Schlussbilanz im Bundesanzeiger
  • § 11 KStG — Steuerliche Liquidationsbesteuerung, die auf der Schlussbilanz aufbaut

Zeitpunkt: Wann wird die Schlussbilanz erstellt?

Die Schlussbilanz wird nach Ablauf des Sperrjahres und vor der Schlussverteilung an die Gesellschafter erstellt. Konkret:

  • Stichtag: Der Tag der beabsichtigten Vermögensverteilung an die Gesellschafter
  • Voraussetzung: Das Sperrjahr (12 Monate nach dem dritten Gläubigeraufruf) muss abgelaufen sein
  • Frist zur Offenlegung: 12 Monate nach dem Bilanzstichtag (§ 325 HGB)
  • Konsequenz: Erst nach Offenlegung der Schlussbilanz ist die HR-Löschung möglich

3. Unterschiede zur normalen Jahresbilanz

Die Schlussbilanz sieht ähnlich aus wie eine normale Jahresbilanz — aber es gibt entscheidende Unterschiede:

AspektNormale JahresbilanzLiquidationsschlussbilanz
Going-Concern-GrundsatzJa (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB)Nein — Liquidationsbewertung
Bewertung AnlagevermögenAnschaffungskosten − AbschreibungenVoraussichtlicher Veräußerungswert
Bewertung VorräteAnschaffungs-/HerstellungskostenVeräußerungswert abzügl. Verkaufskosten
RückstellungenFür alle drohenden VerpflichtungenNur noch für Rest-Verpflichtungen der Abwicklung
Latente SteuernJa (§ 274 HGB)Regelmäßig nicht mehr, da keine Fortführung
Eigenkapital-StrukturStammkapital + Rücklagen + BilanzgewinnVerbleibendes EK = zu verteilendes Vermögen
GuV-Zeitraum1 GeschäftsjahrLiquidationszeitraum (oft 14–24 Monate)
Steuerliche BedeutungGrundlage für KSt/GewStGrundlage für Liquidationsbesteuerung § 11 KStG

4. Bewertung: Liquidationswerte statt Fortführungswerte

Der zentrale Bewertungsunterschied: Die Schlussbilanz weist die verbliebenen Aktiva zu Liquidationswerten aus, nicht zu Fortführungswerten.

Was sind Liquidationswerte?

Der Liquidationswert (auch: Einzelveräußerungswert) ist der Betrag, der bei einer Einzelveräußerung innerhalb einer üblichen Zeit (typisch 3–6 Monate) realisiert werden kann. Abzüglich:

  • Verkaufskosten: Provisionen, Makler, Transport, Logistik
  • Eiltempo-Abschlag: Bei schneller Liquidation oft 10–40 % Abschlag
  • Zerschlagungsabschlag: Bei getrennter Veräußerung einzelner Aktiva
  • Keine Aktivierung von Firmenwert/Goodwill: Der entfällt, weil das Unternehmen nicht fortgeführt wird

Bewertung der Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag anzusetzen — also zum Betrag, den die GmbH tatsächlich zur Tilgung aufbringen muss. Wichtig: Auch zukünftige Kosten der Abwicklung (z.B. Steuerberater-Honorare, Archivkosten) sind als Rückstellung einzubuchen, sofern sie vor Beendigung der Liquidation wahrscheinlich anfallen.

Bewertung ist ermessensabhängig — Dokumentation entscheidet

Liquidationswerte sind immer eine Ermessensentscheidung. Das Finanzamt prüft die Bewertungen im Rahmen der Steuerprüfung — und kann bei nicht nachvollziehbaren Ansätzen den Wert korrigieren. Wichtig deshalb: Jede Bewertung mit externer Belegen dokumentieren (Gutachten, Verkaufsangebote, Marktpreisrecherchen, Auftragsnachweise).

5. Aufbau Aktiva-Seite

Die Aktiva-Seite der Schlussbilanz folgt der Grundstruktur nach § 266 HGB, mit liquidationsspezifischen Anpassungen:

Typische Positionen und ihre Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände

Meist mit 0 € bewertet (entgeltlich erworbener Firmenwert fällt weg, Lizenzen nur wenn übertragbar mit konkretem Marktwert).

Sachanlagen

Fahrzeuge, Büroausstattung, Maschinen zu Veräußerungswerten (oft 30–70 % Buchwert). Gutachten oft nötig.

Finanzanlagen

Beteiligungen, Wertpapiere zu Marktwerten. Bei nicht-notierten: Zerschlagungswert.

Vorräte

Veräußerungswert abzügl. Verkaufskosten. Oft drastisch reduziert bei nicht-gebräuchlichen Waren.

Forderungen

Zum Erfüllungsbetrag, mit Einzelwertberichtigungen bei zweifelhaften Forderungen.

Liquide Mittel

Kassenbestände, Bankguthaben zum Nennwert (hier keine Bewertungsbesonderheiten).

6. Aufbau Passiva-Seite

Die Passiva-Seite hat ebenfalls Besonderheiten gegenüber der normalen Jahresbilanz:

Typische Positionen und ihre Behandlung

  • Stammkapital — Bleibt in Nominalhöhe erhalten, wird aber am Ende aufgelöst und an Gesellschafter verteilt
  • Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen — Bleiben erhalten, werden am Ende Teil der Verteilung
  • Gesetzliche Rücklage (§ 5a GmbHG bei UG) — Wird zu freiem EK bei der Auflösung. Details: UG-Auflösungsbeschluss Muster
  • Liquidationsergebnis — Neue EK-Position: Summe aus Liquidationsgewinnen/-verlusten des Liquidationszeitraums
  • Rückstellungen — Nur noch für Rest-Verpflichtungen (z.B. Steuerberater-Honorar Schlussrechnung, Archivierung, eventuelle Betriebsprüfung)
  • Verbindlichkeiten — Zum Erfüllungsbetrag. Meist deutlich reduziert, weil während der Liquidation bereits bezahlt

Die Sonderposition „Liquidationsergebnis“

Anders als bei der normalen Jahresbilanz wird in der Liquidationsschlussbilanz oft ein eigenes EK-Konto „Liquidationsergebnis“ geführt. Darin sammeln sich über die gesamte Liquidationsdauer die Gewinne aus Vermögensverwertung (Überschreitung der Bewertungen der Eröffnungsbilanz) und die Aufwendungen der Abwicklung. Der Saldo fließt in die Schlussverteilung mit ein.

7. Muster-Schlussbilanz: Vollständiges Beispiel

Das folgende Muster zeigt eine typische Liquidationsschlussbilanz einer kleinen GmbH nach Abschluss der Vermögensverwertung. Alle Posten sind zu Liquidationswerten angesetzt.

Liquidationsschlussbilanz

der Musterfirma GmbH i.L. zum 31.12.2025 (Bilanzstichtag vor Schlussverteilung)

Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände0
II. Sachanlagen (Büroausstattung, Rest)1.200
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte0
II. Forderungen aus L+L500
III. Kassenbestand, Bankguthaben84.300
Bilanzsumme Aktiva86.000 €
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (Stammkapital)25.000
II. Kapitalrücklage15.000
III. Gewinnrücklagen20.000
IV. Liquidationsergebnis (Saldo)23.500
B. Rückstellungen
1. Rückstellung Schlussbilanz-Honorar500
2. Rückstellung Archivkosten (10 Jahre)2.000
C. Verbindlichkeiten0
Bilanzsumme Passiva86.000 €

Hinweis: Das zu verteilende Vermögen beträgt 86.000 € − 2.500 € Rückstellungen = 83.500 €, die an die Gesellschafter zu verteilen sind (siehe Verteilungsrechnung unten).

8. Verteilungsrechnung auf Basis der Schlussbilanz

Die Schlussbilanz ist Grundlage für die Verteilungsrechnung — die zweite Kernkomponente der Schlussrechnung nach § 74 GmbHG. Sie zeigt, wie viel jeder Gesellschafter erhält.

Schritt 1: Ermittlung des zu verteilenden Vermögens

Zu verteilendes Vermögen

Bilanzsumme Aktiva86.000 €
− Offene Rückstellungen (für Rest-Kosten)− 2.500 €
− Offene Verbindlichkeiten0 €
Zu verteilendes Vermögen83.500 €

Schritt 2: Verteilung nach Gesellschafter-Anteilen

Annahme: 2 Gesellschafter — A mit 60 %, B mit 40 % Beteiligung.

Verteilung auf Gesellschafter

Gesellschafter A (60 %)50.100 €
Gesellschafter B (40 %)33.400 €
Gesamt zu verteilen83.500 €

Die Verteilung erfolgt grundsätzlich nach dem Verhältnis der Geschäftsanteile (§ 72 GmbHG), wenn die Satzung nichts Abweichendes regelt.

Steuerliche Behandlung der Verteilung

Die Auszahlung an die Gesellschafter ist auf Ebene der GmbH Kapitalrückzahlung (soweit aus dem steuerlichen Einlagekonto nach § 27 KStG) oder Gewinnausschüttung (soweit aus thesaurierten Gewinnen). Auf Gesellschafter-Ebene greifen je nach Beteiligungshöhe § 17 EStG (≥ 1 %) oder § 20 EStG (< 1 %). Details: GmbH-Liquidation und Gesellschafter.

9. Konkrete Bewertungs-Rechenbeispiele

Drei typische Bewertungsfälle aus der Praxis:

Beispiel 1: Bürofahrzeug bewerten

Bewertung eines VW Passat (3 Jahre alt)

Anschaffungskosten32.000 €
Buchwert (nach Abschreibung)18.500 €
Marktwert (Händler-Ankauf, Schwacke)14.000 €
− Verkaufskosten (Inserate, Transport)− 800 €
Liquidationswert in Schlussbilanz13.200 €

Differenz zum Buchwert: 5.300 € — wird als „Liquidationsaufwand“ im Liquidationsergebnis erfasst. Bei direktem Verkauf vor Schlussbilanz: Kontoauszug als Beleg.

Beispiel 2: Spezialmaschine bewerten

Bewertung einer Branchen-Spezialmaschine

Buchwert45.000 €
Angebot 1: Branchen-Händler12.000 €
Angebot 2: Auktionshaus (abzügl. Provision)9.500 €
Ansatz: Bestes realistisches Angebot12.000 €
Liquidationswert12.000 €

Abschreibungsbedarf: 33.000 €. Bei Spezialausrüstung oft drastische Abwertung. Beide Angebote sollten dokumentiert werden zur Prüfungssicherheit.

Beispiel 3: Forderung gegen Kunden bewerten

Bewertung einer Rest-Forderung

Nominalforderung3.200 €
Fälligkeit überschritten seit8 Monate
Einzelwertberichtigung (50 %)− 1.600 €
Bilanzansatz1.600 €

Bei zweifelhaften Forderungen muß eine Einzelwertberichtigung angesetzt werden. Dokumentation: Mahnhistorie, Bonitätsprüfung, ggf. Schreiben vom Inkasso-Dienst.

10. Typische Fehler bei der Schlussbilanz

Aus der Praxis die häufigsten Fehler bei der Erstellung der Schlussbilanz:

1. Buchwerte beibehalten

Der häufigste Fehler: Aktiva werden weiter zu Buchwerten angesetzt. Korrekt wären Liquidationswerte — oft deutlich niedriger. Führt zu falschem Liquidationsergebnis und Steuerproblemen.

2. Rückstellungen vergessen

Archivkosten (10 Jahre), Schlussbilanz-Honorar, eventuelle Betriebsprüfung. Wer diese nicht passiviert, teilt zu viel an Gesellschafter — und muss später nachfordern (Nachtragsliquidation § 66 GmbHG).

3. Steuerliches Einlagekonto unberücksichtigt

§ 27 KStG-Saldo wird nicht dokumentiert. Folge: Gesellschafter zahlen unnötig Steuer auf „Ausschüttungen“, die eigentlich Kapitalrückzahlungen sind. Großes Thema bei Liquidationsverteilungen.

4. Keine Dokumentation der Bewertung

Liquidationswerte werden „geschätzt“ ohne Belege. Bei Steuerprüfung: Finanzamt korrigiert und Nachzahlung droht. Jeder Bewertungsansatz braucht externen Beleg.

„Der Ökonomie nach ist die Schlussbilanz kein kompliziertes Dokument — aber genau hier passieren die meisten Fehler. Weil Liquidatoren glauben, am Ende ginge es nur noch ums Auszahlen. Falsch: Die Schlussbilanz bestimmt die Gesellschafter-Besteuerung und das Ergebnis der Betriebsprüfung. Bei Betriebsprüfungen ist die Schlussbilanz immer der erste Prüfungspunkt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz

11. Häufige Fragen

Wann wird die Schlussbilanz erstellt — unmittelbar nach Sperrjahr oder später?

Nach Ablauf des Sperrjahres, aber vor der Schlussverteilung. Der genaue Stichtag ist der Tag, an dem die Vermögensverteilung geplant ist. Oft vergeht zwischen Sperrjahr-Ende und Schlussbilanz-Erstellung noch 1–3 Monate, weil der Liquidator die letzten Abwicklungsschritte (Verkauf Rest-Inventar, Einzug Rest-Forderungen, Begleichung letzter Verbindlichkeiten) abschließt.

Braucht die Schlussbilanz einen Anhang?

Ja. Die Schlussbilanz ist ein Jahresabschluss i.S.d. § 242 ff. HGB und benötigt entsprechend einen Anhang nach § 284 HGB. Besonders wichtig: Erläuterungen zur Liquidationsbewertung, Angaben zur Fortführungsprognose, Hinweis auf die Liquidation, Angaben zu wesentlichen Bewertungswahlrechten.

Muss die Schlussbilanz von einem Steuerberater signiert werden?

Für die E-Bilanz (elektronische Übermittlung ans Finanzamt) ist eine StB-Signatur zwingend. Für die Offenlegung im Bundesanzeiger nicht zwingend, aber üblich und best Practice. Bei OnlineBilanz ist die Steuerberater-Signatur mit Berufshaftpflicht im Festpreis von 499,95 € inkl. MwSt. enthalten.

Kann ich die Schlussbilanz selbst erstellen?

Das ist rechtlich möglich, aber nicht empfehlenswert. Die Schlussbilanz vereint Bewertungsentscheidungen, Steuerbehandlung und Verteilungsrechnung — Fehler hier können Nachzahlungen auslösen oder zu persönlicher Haftung des Liquidators führen. Außerdem benötigt die E-Bilanz eine Steuerberater-Signatur. Empfehlung: Festpreis-Anbieter wie OnlineBilanz statt klassischem StB — spart 1.500–3.000 € gegenüber StBVV-Abrechnung.

Was passiert, wenn die Schlussbilanz fehlerhaft ist?

Erstens: Finanzamt kann im Rahmen der Steuerprüfung Korrekturen vornehmen — Nachzahlung plus Zinsen. Zweitens: Bei fehlerhafter Verteilung muss der Liquidator das zu viel ausgezahlte Vermögen von den Gesellschaftern zurückfordern. Drittens: Bei pflichtwidrigen Fehlern haftet der Liquidator persönlich (§ 43 GmbHG analog auf Liquidator). Qualitätskontrolle und saubere Dokumentation sind daher entscheidend.

Gilt die gleiche Struktur auch für UG und GmbH & Co. KG?

Bei der UG ja — es gelten dieselben Regeln wie bei der GmbH (§ 5a GmbHG verweist auf GmbHG). Die Besonderheit: Die gesetzliche Rücklage nach § 5a Abs. 3 GmbHG wird bei Auflösung zu freiem EK und ist Teil des zu verteilenden Vermögens. Bei der GmbH & Co. KG ist die Struktur komplexer, weil KG und Komplementär-GmbH separat abzuwickeln sind. Details: Liquidation einer Gesellschaft (Rechtsformen).

Welche Rolle spielt das steuerliche Einlagekonto (§ 27 KStG) in der Schlussbilanz?

Eine zentrale. Das Einlagekonto zeigt, welcher Teil des Eigenkapitals aus Einlagen stammt (und deshalb steuerfrei zurückfließt) und welcher aus thesaurierten Gewinnen (Ausschüttungsbesteuerung). Die Schlussbilanz muss das Einlagekonto-Saldo zum Liquidationsende ausweisen. Falsche Führung führt zu unnötiger Kapitalertragsteuer beim Gesellschafter.

Was kostet die Erstellung der Schlussbilanz?

Bei OnlineBilanz: 499,95 € inkl. MwSt. Festpreis — inkl. aller Steuererklärungen (KSt, GewSt, USt), Bundesanzeiger-Offenlegung, StB-Signatur und 12 Monate Finanzamtsvertretung. Beim klassischen Steuerberater nach StBVV: 1.500–3.000 € plus Extras. Bei komplexen Liquidationen mit vielen Einzelbewertungen (z.B. Maschinenpark): Festpreis bleibt. Details: GmbH auflösen Kosten.

12. Fazit: Die Schlussbilanz ist das wichtigste Liquidations-Dokument

Die Liquidationsschlussbilanz ist das entscheidende Finanzdokument am Ende jeder GmbH-Liquidation. Sie unterscheidet sich von der normalen Jahresbilanz durch die Bewertung zu Liquidationswerten statt Fortführungswerten und die besondere Eigenkapital-Struktur mit dem Saldo-Posten „Liquidationsergebnis“. Auf Basis dieser Bilanz wird die Schlussverteilung an die Gesellschafter berechnet.

Drei Erfolgsfaktoren für eine saubere Schlussbilanz: (1) Korrekte Bewertung jedes Aktivums zu Liquidationswerten mit externen Belegen, (2) Vollständige Rückstellungen für Archivkosten, Schlussbilanz-Honorar und eventuelle Betriebsprüfung, (3) Dokumentation des steuerlichen Einlagekontos (§ 27 KStG) für korrekte Gesellschafter-Besteuerung. OnlineBilanz erstellt die Schlussbilanz mit allen diesen Elementen zum Festpreis von 499,95 € inkl. MwSt. — inklusive Steuererklärungen, Bundesanzeiger-Offenlegung, StB-Signatur und Finanzamtsvertretung.

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche Beratung. Die Muster-Bilanz und Rechenbeispiele sind Orientierungshilfen und müssen auf den konkreten Einzelfall angepasst werden. Bewertungen zu Liquidationswerten sind ermessensabhängig und sollten stets durch externe Belege dokumentiert werden. Für komplexe Fälle empfehlen wir die Einbindung eines Steuerberaters. Rechtsgrundlagen: § 74 GmbHG, § 252 HGB, § 11 KStG. Für individuelle Beratung: Kontakt zu OnlineBilanz.

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Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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