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16–24 Minuten

OnlineBilanzBlogGbR Genossenschaft Vergleich

GbR Genossenschaft Vergleich 2026: Rechtsformen im Detail

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Wahl zwischen GbR und Genossenschaft hat weitreichende Folgen für Haftung, Buchführungspflichten, Steuern und Verwaltungsaufwand. Dieser Vergleich zeigt die entscheidenden Unterschiede beider Rechtsformen auf – mit konkreten §-Verweisen, aktuellen Anforderungen für 2026 und praktischen Empfehlungen für Gründer und Geschäftsführer. Wer weitere Rechtsformoptionen prüfen möchte, findet im GmbH & Co. KG vs. Genossenschaft Vergleich eine zusätzliche Entscheidungshilfe für kapitalistische Mischformen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Die GbR ist die einfachste Personengesellschaft ohne Registerpflicht, mit persönlicher Haftung und Transparenzbesteuerung. Die Genossenschaft ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, beschränkter Haftung, Registerpflicht, voller Bilanzierungspflicht und Körperschaftsteuerpflicht. Die GbR eignet sich für kleine, flexible Zusammenschlüsse; die Genossenschaft für größere, langfristige Kooperationen mit wechselndem Mitgliederkreis.

GbR vs. Genossenschaft: Grundlegende Unterschiede im Überblick

Die Wahl der richtigen Rechtsform ist für Gründer und Unternehmer eine strategische Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen. Während die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) nach §§ 705 ff. BGB als einfachste Personengesellschaft gilt, stellt die eingetragene Genossenschaft (eG) nach §§ 1 ff. GenG eine Körperschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit dar. Der fundamentale Unterschied liegt in der Rechtsnatur: Die GbR besitzt keine eigene Rechtspersönlichkeit, während die Genossenschaft eine juristische Person ist – vergleichbar mit der GmbH.

Kernmerkmale im direkten Vergleich

Merkmal GbR Genossenschaft (eG)
Rechtsnatur Personengesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit Juristische Person (Körperschaft)
Gründung Formlos möglich, Gesellschaftsvertrag empfohlen Notarielle Beurkundung + Eintragung im Genossenschaftsregister erforderlich
Mindestmitglieder 2 Personen 3 Mitglieder (§ 4 GenG)
Haftung Unbeschränkt persönlich mit Privatvermögen Beschränkt auf Geschäftsguthaben (§ 2 GenG)
Zweck Beliebig Förderung der Mitglieder (§ 1 GenG)
Prüfungspflicht Keine Jährliche Pflichtprüfung durch Prüfungsverband (§ 53 GenG)

Für GmbH-Geschäftsführer, die eine Kooperation oder Beteiligung an einer dieser Rechtsformen prüfen, ist die Haftungsfrage zentral. Während bei der GbR die Gesellschafter gemäß § 128 HGB analog vollständig mit ihrem Privatvermögen haften, beschränkt sich bei der Genossenschaft die Haftung grundsätzlich auf das Geschäftsguthaben – sofern keine Nachschusspflicht vereinbart wurde.

Praxis-Hinweis

Eine GbR kann durch Aufnahme von Geschäftsbetrieb oder Eintragung ins Handelsregister zur OHG werden (§ 105 HGB). Dies geschieht oft unbeabsichtigt und löst dann eine unbeschränkte Haftung nach §§ 128, 130 HGB aus. Die Genossenschaft hingegen behält ihre Rechtsform unabhängig vom Geschäftsumfang bei.

Gründung: Formalitäten und Kosten im Vergleich

Die Gründungshürden unterscheiden sich erheblich. Eine GbR entsteht formlos durch den Zusammenschluss von mindestens zwei Personen zu einem gemeinsamen Zweck (§ 705 BGB). Ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag ist rechtlich nicht zwingend erforderlich, wird aber aus Beweisgründen dringend empfohlen. Die Kosten beschränken sich auf die Vertragsgestaltung und betragen typischerweise zwischen 300 und 800 Euro bei anwaltlicher Beratung.

Gründungsablauf bei der Genossenschaft

Die Genossenschaft unterliegt deutlich strengeren Anforderungen nach dem Genossenschaftsgesetz (GenG). Der Gründungsprozess umfasst mehrere zwingende Schritte und kann sich über mehrere Monate erstrecken:

  1. Erstellung einer Satzung mit Mindestinhalten nach § 6 GenG (Name, Sitz, Gegenstand, Kapitalanteile etc.)
  2. Notarielle Beurkundung der Satzung und des Gründungsprotokolls
  3. Bestellung des Vorstands (mind. 2 Personen nach § 24 GenG) und des Aufsichtsrats (mind. 3 Mitglieder nach § 36 GenG)
  4. Beitritt zu einem Prüfungsverband und Durchführung der Gründungsprüfung (§ 11 GenG)
  5. Anmeldung zum Genossenschaftsregister beim zuständigen Amtsgericht (§ 10 GenG)
  6. Erst mit Eintragung entsteht die Rechtspersönlichkeit (§ 13 GenG)

3

Mindest-Gründungsmitglieder bei eG

2

Mindest-Gründungsmitglieder bei GbR

2.000–5.000 €

Typische Gründungskosten eG

300–800 €

Typische Gründungskosten GbR

„In der Praxis erleben wir häufig, dass Gründer die laufenden Kosten einer Genossenschaft unterschätzen. Neben der Pflichtprüfung durch den Prüfungsverband entstehen regelmäßige Verbandsbeiträge von 500 bis 2.000 Euro jährlich. Bei der GbR entfallen diese Kosten komplett.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wichtig bei der Genossenschaft

Ohne Gründungsprüfung und Mitgliedschaft in einem Prüfungsverband (z.B. DGRV) ist keine Eintragung möglich. Die Prüfung kostet je nach Verband zwischen 800 und 2.500 Euro und prüft die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Vorhabens (§ 11a GenG).

Haftung und Risiko: Der wesentliche Unterschied für Geschäftsführer

Die Haftungsfrage ist für GmbH-Geschäftsführer, die eine Kooperation oder Umstrukturierung prüfen, von zentraler Bedeutung. Bei der GbR haften alle Gesellschafter persönlich, unmittelbar und gesamtschuldnerisch für alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft (§ 128 HGB analog). Das bedeutet: Gläubiger können jeden Gesellschafter in vollem Umfang in Anspruch nehmen – auch für Schulden, die andere Gesellschafter verursacht haben.

Haftungsumfang bei der GbR

  • Unbeschränkte persönliche Haftung mit dem gesamten Privatvermögen (Immobilien, Sparanlagen, Wertpapiere)
  • Gesamtschuldnerische Haftung: Jeder haftet für die vollen Schulden, nicht nur anteilig
  • Primärhaftung: Gläubiger können direkt auf Privatvermögen zugreifen, ohne erst das Gesellschaftsvermögen anzugreifen
  • Haftung auch nach Ausscheiden für Altverbindlichkeiten (§ 736 BGB analog), soweit nicht öffentlich bekannt gemacht

Beschränkte Haftung bei der Genossenschaft

Die Genossenschaft bietet Haftungsbeschränkung nach § 2 GenG. Die Mitglieder haften grundsätzlich nicht persönlich für Verbindlichkeiten der Genossenschaft – vergleichbar mit der GmbH-Haftungsbeschränkung. Allerdings sind verschiedene Haftungsmodelle möglich:

Haftungsmodell Regelung Haftungsumfang je Mitglied
Keine Nachschusspflicht Standardfall nach § 6 Abs. 3 Nr. 3 GenG Nur Geschäftsanteil (z.B. 100–500 Euro)
Beschränkte Nachschusspflicht In Satzung festgelegt Geschäftsanteil + fester Betrag (z.B. 1.000 Euro)
Unbeschränkte Nachschusspflicht Selten, in Satzung festgelegt Unbegrenzt wie bei GbR (sehr selten)

In der Praxis wird die Nachschusspflicht heute fast nie mehr vereinbart. Moderne Genossenschaften arbeiten mit reiner Haftungsbeschränkung auf die Geschäftsanteile. Dies macht sie haftungsrechtlich mit der GmbH vergleichbar, allerdings mit dem Unterschied, dass bei der Genossenschaft keine Insolvenzantragspflicht für Vorstände besteht (§ 99 GenG verweist nicht auf § 15a InsO).

„Aus steuerlicher Sicht beobachten wir regelmäßig, dass bei GbR-Strukturen das Risiko unterschätzt wird. Eine einzige Fehlentscheidung – etwa eine ungeprüfte Bürgschaft oder ein Großauftrag ohne Absicherung – kann alle Gesellschafter in die private Insolvenz führen. Die Genossenschaft trennt hier klar zwischen Geschäfts- und Privatvermögen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Für GmbH-Geschäftsführer relevant

Wenn eine GmbH als Gesellschafter einer GbR auftritt, haftet die GmbH mit ihrem Gesellschaftsvermögen – der Geschäftsführer persönlich grundsätzlich nicht. Allerdings kann bei pflichtwidriger Zustimmung zu GbR-Geschäften eine Durchgriffshaftung nach § 43 GmbHG drohen.

Buchführung, Bilanzierung und Jahresabschluss: Pflichten im Vergleich

Die Rechnungslegungspflichten unterscheiden sich fundamental und sind für Buchhaltungsverantwortliche eine zentrale Entscheidungsgrundlage. Während die GbR in vielen Fällen mit einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG auskommt, unterliegt die Genossenschaft immer der vollen kaufmännischen Buchführungs- und Bilanzierungspflicht nach §§ 238 ff. HGB.

Rechnungslegung bei der GbR

Für die GbR gilt: Keine automatische Buchführungspflicht. Nur wenn die Schwellenwerte des § 241a HGB überschritten werden (Umsatz über 800.000 Euro oder Gewinn über 80.000 Euro in zwei aufeinanderfolgenden Jahren), entsteht eine Buchführungspflicht nach § 238 HGB. Unterhalb dieser Grenzen genügt:

  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG
  • Aufzeichnung der Betriebseinnahmen und -ausgaben nach § 22 UStG
  • Keine Inventur-, Bilanzierungs- oder Prüfungspflicht
  • Gewinnermittlung durch einfache Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben

Rechnungslegungspflichten bei der Genossenschaft

Die Genossenschaft ist als Kaufmann kraft Rechtsform nach § 6 HGB immer buchführungspflichtig – unabhängig von Größe oder Umsatz. Sie unterliegt den vollen HGB-Rechnungslegungsstandards:

  • Buchführungspflicht nach §§ 238 ff. HGB (doppelte Buchführung)
  • Inventur nach § 240 HGB (jährliche Bestandsaufnahme)
  • Jahresabschluss bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (§ 242 HGB)
  • Anhang nach § 264 Abs. 1 HGB analog (für kleine Genossenschaften oft erleichtert)
  • Lagebericht für mittelgroße und große Genossenschaften nach § 336 Abs. 2 HGB
  • Offenlegung beim Unternehmensregister nach § 339 HGB i.V.m. § 325 HGB
  • Pflichtprüfung durch Prüfungsverband nach § 53 GenG (jährlich)

Offenlegungspflicht beachten

Genossenschaften müssen ihren Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offenlegen (§ 339 HGB i.V.m. § 325 HGB). Bei Verstoß drohen Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB. Die Offenlegung erfolgt seit DiRUG (01.08.2022) ausschließlich beim Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger.

GbR (unter Schwellenwerten)

✓ Einfache EÜR ausreichend ✓ Keine Bilanzierung ✓ Keine Offenlegung ✓ Keine Prüfungspflicht ✓ Minimaler Verwaltungsaufwand

Genossenschaft (immer)

✓ Doppelte Buchführung Pflicht ✓ Jahresabschluss (Bilanz + GuV) ✓ Offenlegung im Unternehmensregister ✓ Jährliche Pflichtprüfung ✓ Erheblicher Verwaltungsaufwand

Für Buchhaltungsverantwortliche bedeutet die Genossenschaft einen erheblichen Mehraufwand. Die jährliche Pflichtprüfung durch den Prüfungsverband (§ 53 GenG) prüft nicht nur den Jahresabschluss, sondern auch die Geschäftsführung, die Vermögenslage und die Einhaltung von Gesetz und Satzung. Die Prüfungskosten liegen je nach Größe zwischen 1.500 und 10.000 Euro jährlich. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen – gerade bei Genossenschaften ist die StB-Begleitung praktisch unverzichtbar.

Steuerliche Behandlung: Transparenzprinzip vs. Körperschaftsteuer

Die steuerliche Behandlung von GbR und Genossenschaft unterscheidet sich fundamental. Die GbR ist steuerlich transparent – sie ist kein eigenständiges Steuersubjekt. Die Genossenschaft hingegen unterliegt als juristische Person der Körperschaftsteuer und ist damit wie eine GmbH oder AG zu behandeln.

Besteuerung der GbR: Transparenzprinzip

Bei der GbR erfolgt die Besteuerung nach dem Transparenzprinzip (§ 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Die Gesellschaft selbst zahlt keine Ertragsteuern. Stattdessen wird der Gewinn direkt den Gesellschaftern zugerechnet und dort versteuert:

  • Keine Körperschaftsteuer auf Gesellschaftsebene
  • Gewinn wird nach Gewinnverteilungsschlüssel den Gesellschaftern zugerechnet
  • Versteuerung beim Gesellschafter mit persönlichem Einkommensteuersatz (bis 45 % plus Solidaritätszuschlag)
  • Bei gewerblicher GbR zusätzlich Gewerbesteuer (§ 2 GewStG), allerdings mit Anrechnung nach § 35 EStG
  • Keine Ausschüttung erforderlich – Besteuerung erfolgt auch bei Thesaurierung

Besteuerung der Genossenschaft: Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer

Die Genossenschaft ist als Körperschaft eigenständiges Steuersubjekt nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG. Sie unterliegt einer doppelten Besteuerungsebene – ähnlich wie die GmbH:

Steuerart Bemessungsgrundlage Steuersatz 2026
Körperschaftsteuer Zu versteuernder Gewinn 15 % (§ 23 Abs. 1 KStG)
Solidaritätszuschlag Körperschaftsteuer 5,5 % der KSt = 0,825 % vom Gewinn
Gewerbesteuer Gewerbeertrag nach Hinzurechnungen/Kürzungen Je nach Hebesatz ca. 8–17 %
Gesamt-Steuerbelastung Gewinn vor Steuern Ca. 30–33 % (abhängig vom Hebesatz)

Zusätzlich zur Unternehmensbesteuerung erfolgt bei Ausschüttung an Mitglieder eine zweite Besteuerung auf Mitgliederebene. Ausschüttungen (Dividenden) unterliegen beim Mitglied der Abgeltungsteuer (25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) oder – bei Teileinkünfteverfahren für betriebliche Mitglieder – zu 60 % dem persönlichen Steuersatz (§ 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG bzw. § 3 Nr. 40 EStG).

30–33 %

Steuerbelastung Genossenschaft (Unternehmensebene)

ca. 48 %

Gesamt-Steuerbelastung bei Ausschüttung (inkl. Abgeltungsteuer)

bis 45 % + GewSt

Steuerbelastung GbR (persönlicher Steuersatz)

0 %

Körperschaftsteuer bei GbR

„Steuerlich ist die GbR für kleine bis mittlere Gewinne oft günstiger, weil die Doppelbesteuerung entfällt. Ab einem gewissen Gewinnniveau kann die Genossenschaft durch Thesaurierung bei 30 % Steuerlast vorteilhaft sein – vorausgesetzt, Gewinne werden nicht ausgeschüttet. Eine pauschale Aussage ist nicht möglich; die Berechnung muss individuell erfolgen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Umsatzsteuer

Sowohl GbR als auch Genossenschaft sind umsatzsteuerpflichtig nach § 2 UStG, sofern sie unternehmerisch tätig sind. Die Rechtsform hat auf die Umsatzsteuer keinen Einfluss – hier gelten die gleichen Regeln (Regelsteuersatz 19 %, ermäßigter Satz 7 %, Kleinunternehmerregelung bei Umsatz unter 25.000 Euro nach § 19 UStG).

Geschäftsführung, Vertretung und Organe: Wer entscheidet was?

Die Organisationsstrukturen von GbR und Genossenschaft unterscheiden sich grundlegend. Während die GbR durch schlanke, flexible Strukturen geprägt ist, verfügt die Genossenschaft über eine dreigliedrige Organisationsverfassung mit gesetzlich vorgeschriebenen Organen – vergleichbar mit der AG.

Geschäftsführung und Vertretung bei der GbR

Bei der GbR gilt grundsätzlich das Prinzip der Selbstorganschaft: Alle Gesellschafter sind gemeinschaftlich zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet (§ 709 BGB). Jeder Gesellschafter kann die Gesellschaft nach außen vertreten, sofern keine abweichenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag getroffen wurden.

  • Geschäftsführung: Grundsätzlich alle Gesellschafter gemeinschaftlich (§ 709 BGB), im Gesellschaftsvertrag frei regelbar
  • Vertretung: Grundsätzlich Gesamtvertretung aller Gesellschafter (§ 714 BGB), Einzelvertretung oder andere Regelungen möglich
  • Gewöhnliche Geschäfte: Mehrheitsbeschluss der Gesellschafter (§ 709 Abs. 1 BGB)
  • Außergewöhnliche Geschäfte: Einstimmigkeit erforderlich (§ 711 BGB)
  • Keine gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollorgane
  • Keine Veröffentlichungspflicht von Geschäftsführern

Dreigliedrige Organisationsstruktur der Genossenschaft

Die Genossenschaft muss drei zwingende Organe bilden, die nach dem GenG gesetzlich vorgeschrieben sind. Diese Struktur ist deutlich formalisierter als bei der GbR:

1. Generalversammlung

  • Wählt Vorstand und Aufsichtsrat
  • Beschließt Satzungsänderungen
  • Genehmigt Jahresabschluss
  • Entscheidet über Gewinnverwendung
  • Entlastet Vorstand und Aufsichtsrat

2. Vorstand

  • Mindestens 2 Mitglieder erforderlich
  • Führt die Geschäfte eigenverantwortlich
  • Vertritt die Genossenschaft nach außen
  • Erstellt Jahresabschluss und Lagebericht
  • Berichtspflicht gegenüber Aufsichtsrat

3. Aufsichtsrat

  • Mindestens 3 Mitglieder erforderlich
  • Überwacht Vorstand und Geschäftsführung
  • Bestellt und entlässt Vorstandsmitglieder
  • Prüft Jahresabschluss vor Generalversammlung
  • Mindestens 2 Sitzungen jährlich

Compliance-Risiko

Der Aufsichtsrat ist bei der Genossenschaft nicht optional, sondern gesetzlich zwingend nach § 36 GenG – selbst bei kleinen Genossenschaften mit wenigen Mitgliedern. Bei Verstößen gegen Organisationspflichten haften Vorstandsmitglieder persönlich nach § 34 GenG analog § 43 GmbHG.

„Viele Gründer unterschätzen den organisatorischen Aufwand einer Genossenschaft. Neben Generalversammlungen müssen mindestens zwei Aufsichtsratssitzungen pro Jahr protokolliert werden, Beschlüsse müssen ordnungsgemäß gefasst und dokumentiert werden. Die GbR bietet hier deutlich mehr Flexibilität – Gesellschafterbeschlüsse können formlos gefasst werden.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Für GmbH-Geschäftsführer, die eine Kooperation prüfen, ist relevant: Die Genossenschaft erfordert eine kontinuierliche Corporate Governance mit formalen Strukturen, Protokollpflichten und klaren Verantwortlichkeiten. Die GbR hingegen erlaubt informelle, flexible Entscheidungsprozesse – solange alle Gesellschafter eingebunden sind.

Mitgliedschaft: Ein- und Austritt, Übertragbarkeit

Die Regelungen zu Mitgliedschaft und Beteiligung unterscheiden sich erheblich und prägen die Flexibilität der jeweiligen Rechtsform. Während bei der GbR die persönliche Verbindung der Gesellschafter im Vordergrund steht, ist die Genossenschaft auf wechselnde Mitgliedschaft und einfachen Beitritt ausgelegt.

Gesellschafterwechsel bei der GbR

Die GbR ist als Personengesellschaft auf die konkrete Person der Gesellschafter ausgerichtet. Ein Gesellschafterwechsel erfordert grundsätzlich die Zustimmung aller übrigen Gesellschafter (§ 719 BGB), sofern der Gesellschaftsvertrag nichts anderes regelt. Die GbR ist daher statisch und auf Dauer angelegt:

  • Eintritt neuer Gesellschafter: Nur mit Zustimmung aller bisherigen Gesellschafter (Änderung des Gesellschaftsvertrags erforderlich)
  • Austritt: Ordentliche Kündigung zum Schluss eines Geschäftsjahres mit 6 Monaten Frist (§ 723 BGB), sofern nicht anders vereinbart
  • Übertragung von Geschäftsanteilen: Nur mit Zustimmung aller Gesellschafter möglich (§ 719 BGB)
  • Abfindung: Bei Ausscheiden Anspruch auf Abfindung nach Buchwert oder Verkehrswert (§ 738 BGB)
  • Tod eines Gesellschafters: GbR wird grundsätzlich aufgelöst (§ 727 BGB), sofern keine Fortsetzungsklausel vereinbart wurde

Flexible Mitgliedschaft bei der Genossenschaft

Die Genossenschaft ist auf offene, wechselnde Mitgliederzahl angelegt (§ 1 GenG). Der Beitritt und Austritt ist deutlich einfacher geregelt als bei der GbR – ein wesentlicher Vorteil für Kooperationsstrukturen:

  • Eintritt: Beitrittserklärung genügt, Vorstand entscheidet über Aufnahme (§ 15 GenG) – keine Zustimmung aller Mitglieder erforderlich
  • Austritt: Kündigung zum Schluss eines Geschäftsjahres, Kündigungsfrist mindestens 3 Monate (§ 65 GenG, kann in Satzung verlängert werden)
  • Ausschluss: Möglich bei wichtigem Grund durch Vorstandsbeschluss (§ 68 GenG)
  • Abfindung: Grundsätzlich nur Rückzahlung des Geschäftsguthabens, keine Beteiligung an stillen Reserven (§ 73 GenG)
  • Keine Vererbung: Mitgliedschaft endet grundsätzlich mit dem Tod (§ 77 GenG), Erben erhalten nur Abfindung
Aspekt GbR Genossenschaft
Eintritt neuer Mitglieder Zustimmung aller Gesellschafter erforderlich Vorstandsentscheidung ausreichend
Austritt Kündigung mit 6 Monaten Frist Kündigung mit 3 Monaten Frist (mind.)
Übertragbarkeit Nur mit Zustimmung aller Übertragung i.d.R. ausgeschlossen
Abfindung Nach Buchwert/Verkehrswert, inkl. stiller Reserven Nur Geschäftsguthaben, keine stillen Reserven
Tod eines Mitglieds Auflösung der Gesellschaft (ohne Fortsetzungsklausel) Mitgliedschaft endet, Genossenschaft besteht fort

Vorteil für Kooperationen

Die Genossenschaft eignet sich durch die flexible Mitgliedschaft besonders für Kooperationen mit wechselndem Teilnehmerkreis – etwa Einkaufsgenossenschaften, Energiegenossenschaften oder Ärztenetzwerke. Neue Partner können ohne Zustimmung aller Mitglieder aufgenommen werden, was bei der GbR praktisch unmöglich ist.

„In der steuerlichen Praxis ist die Abfindungsregelung relevant: Bei der GbR entsteht oft ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn nach § 16 EStG, wenn stille Reserven im Abfindungsguthaben enthalten sind. Bei der Genossenschaft entfällt dies meist, weil nur das nominale Geschäftsguthaben ausgezahlt wird – allerdings verliert das ausscheidende Mitglied damit auch Wertzuwächse.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Geeignete Einsatzbereiche und Praxisempfehlung

Die Wahl zwischen GbR und Genossenschaft hängt von der konkreten Geschäftstätigkeit, der Anzahl der Beteiligten, dem Haftungsrisiko und dem gewünschten Förderzweck ab. Beide Rechtsformen haben ihre spezifischen Anwendungsbereiche, in denen sie deutliche Vorteile bieten.

Typische Anwendungsfälle der GbR

Die GbR eignet sich besonders für überschaubare Kooperationen mit geringem Haftungsrisiko, bei denen Flexibilität und einfache Verwaltung im Vordergrund stehen:

  • Freiberufler-Kooperationen: Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Ärzte in Gemeinschaftspraxen (solange keine Haftungsbeschränkung erforderlich)
  • Kleine Projektgesellschaften: Temporäre Zusammenarbeit für konkrete Projekte (z.B. Softwareentwicklung, Veranstaltungen)
  • Immobilien-Gesellschaften: Gemeinsamer Erwerb und Verwaltung von Immobilien im Privatvermögen
  • Familien-Personengesellschaften: Vermögensverwaltung innerhalb der Familie ohne operative Risiken
  • Start-up-Phase: Schneller, günstiger Start vor späterer Umwandlung in GmbH

Typische Anwendungsfälle der Genossenschaft

Die Genossenschaft ist die Rechtsform der Wahl für Kooperationen mit Förderzweck, größerem Mitgliederkreis und Haftungsbeschränkung:

  • Einkaufsgenossenschaften: Gemeinsamer Einkauf von Waren oder Dienstleistungen (z.B. Edeka, REWE-Genossenschaften)
  • Energiegenossenschaften: Bürger-Energieprojekte, Photovoltaik-Anlagen, Windparks mit vielen Beteiligten
  • Wohnungsbaugenossenschaften: Gemeinschaftlicher Wohnungsbau und -verwaltung mit Mitgliederförderung
  • Produktionsgenossenschaften: Landwirtschaftliche Genossenschaften (z.B. Molkereien, Winzergenossenschaften)
  • Dienstleistungsgenossenschaften: IT-Dienstleister, Marketing-Kooperationen, Ärztenetzwerke mit vielen Partnern
  • Soziale und kulturelle Projekte: Theater, Kulturzentren, Sozialeinrichtungen mit gemeinwohlorientiertem Zweck

GbR empfehlenswert bei:

✓ 2–5 Beteiligte ✓ Geringes Haftungsrisiko ✓ Einfache Geschäftsmodelle ✓ Freiberufliche Tätigkeit ✓ Gewinnorientierung ✓ Minimaler Verwaltungsaufwand gewünscht ✓ Budget unter 1.000 Euro für Gründung

Genossenschaft empfehlenswert bei:

✓ Viele Beteiligte (ab 10+ Mitglieder) ✓ Erhöhtes Haftungsrisiko ✓ Komplexe Kooperationen ✓ Förderzweck für Mitglieder ✓ Wechselnde Mitgliedschaft ✓ Professionelle Governance erforderlich ✓ Langfristige, stabile Struktur

„Aus der Beratungspraxis empfehlen wir: Starten Sie mit einer GbR, wenn Sie zu zweit oder dritt ein risikoarmes Geschäft testen wollen. Sobald Haftungsrisiken steigen oder mehr als fünf Partner beteiligt sind, wird die Genossenschaft oder – häufiger – die GmbH zur besseren Alternative. Eine spätere Umwandlung nach UmwG ist möglich, erfordert aber notarielle Beurkundung und Steuerbegleitung.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Entscheidungskriterien im Überblick

Kriterium GbR besser geeignet Genossenschaft besser geeignet
Anzahl Beteiligte 2–5 Personen Ab 10+ Mitglieder
Haftungsrisiko Gering (z.B. Freiberufler) Mittel bis hoch (z.B. Produktion, Handel)
Geschäftsmodell Gewinnerzielung Mitgliederförderung
Verwaltungsaufwand Minimal gewünscht Professionelle Strukturen akzeptabel
Mitgliederwechsel Selten, stabile Gruppe Häufiger Wechsel erwartet
Budget Gründung 300–800 Euro 2.000–5.000 Euro
Laufende Kosten Minimal 1.500–5.000 Euro jährlich (Prüfung)

Alternative: GmbH statt Genossenschaft

In der Praxis wählen viele Unternehmer bei Haftungsbeschränkungsbedarf eher die GmbH als die Genossenschaft – sie ist flexibler, günstiger im laufenden Betrieb (keine Pflichtprüfung) und steuerlich oft vorteilhafter. Die Genossenschaft hat ihre Stärke vor allem bei sehr vielen Mitgliedern (20+) und echtem Förderzweck. Wer einen Jahresabschluss für GmbH, GbR oder Genossenschaft benötigt, findet auf OnlineBilanz.de Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen und digitaler Koordination durch Servet Gündogan und das StB-Team.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine GbR nachträglich in eine Genossenschaft umgewandelt werden?

Ja, eine Umwandlung ist möglich, erfolgt aber nicht formwechselnd im Sinne des UmwG, da die GbR keine juristische Person ist. Praktisch wird die GbR aufgelöst und eine neue Genossenschaft gegründet, die das Vermögen übernimmt. Dies erfordert Gründungsprüfung nach § 11 GenG, Registereintragung und gegebenenfalls Übernahme von Verträgen, Genehmigungen und Arbeitsverhältnissen. Steuerlich kann dies unter Umständen als Sachgründung oder Einbringung nach § 20 UmwStG behandelt werden. Eine frühzeitige steuerliche und rechtliche Beratung ist unerlässlich.

Welche Rolle spielt der Prüfungsverband bei der Genossenschaft?

Jede eingetragene Genossenschaft muss nach § 54 GenG Mitglied in einem Prüfungsverband sein. Der Verband führt mindestens alle zwei Jahre eine Pflichtprüfung durch, die Geschäftsführung, Rechnungslegung, Vermögenslage und Ordnungsmäßigkeit umfasst. Die Mitgliedschaft im Prüfungsverband ist Voraussetzung für die Eintragung ins Genossenschaftsregister. Bei der GbR gibt es keine vergleichbare Prüfungspflicht – hier entfallen sowohl Verbandsmitgliedschaft als auch wiederkehrende externe Prüfungen vollständig.

Gibt es bei der GbR eine Pflicht zur Offenlegung des Jahresabschlusses?

Nein. Die GbR ist keine Kapitalgesellschaft und unterliegt nicht der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB. Selbst wenn sie freiwillig eine Bilanz erstellt, muss diese nicht beim Unternehmensregister eingereicht werden. Die Genossenschaft hingegen ist nach § 339 HGB i. V. m. § 325 HGB offenlegungspflichtig und muss ihren Jahresabschluss sowie Lagebericht (bei mittelgroßen und großen Genossenschaften) fristgerecht elektronisch einreichen. Verstöße führen zu Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB.

Kann eine Genossenschaft auch gewerblich tätig sein?

Ja, absolut. Obwohl Genossenschaften traditionell im genossenschaftlichen Förderauftrag agieren (§ 1 GenG), können sie jede erlaubte wirtschaftliche Tätigkeit ausüben – auch gewerbliche. Viele Energie-, Wohnungs- oder Dienstleistungsgenossenschaften betreiben ein Gewerbe. Steuerlich unterliegen sie dann der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Entscheidend ist, dass der Förderzweck im Vordergrund steht und die Satzung dies klar regelt. Die GbR kann ebenfalls gewerblich tätig sein; dann wird sie zur gewerblichen GbR mit entsprechenden steuerlichen Folgen.

Welche Mindestanzahl an Mitgliedern ist bei GbR und Genossenschaft erforderlich?

Die GbR benötigt mindestens zwei Gesellschafter nach § 705 BGB. Eine Ein-Personen-GbR ist rechtlich nicht möglich. Die Genossenschaft benötigt nach § 4 Abs. 1 GenG mindestens drei Mitglieder zur Gründung und für den laufenden Bestand. Sinkt die Mitgliederzahl unter drei, kann dies zur Auflösung führen. Beide Rechtsformen erfordern also Mehrpersonenstrukturen, wobei die Genossenschaft aufgrund ihrer genossenschaftlichen Natur auf eine größere, oft wechselnde Mitgliederzahl ausgelegt ist.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 705 BGB – Gesellschaft (GbR), Genossenschaftsgesetz (GenG), § 238 HGB – Buchführungspflicht, § 325 HGB – Offenlegung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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