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14:02 · Sie
Kurz geprüft: Ja — mit Investitions­abzugsbetrag (IAB) können wir bis zu 50 % vorziehen. Grober Hebel: ~11.400 € Steuervorteil.
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Fabian Klement
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Optimierungstipp: IAB nutzenInvestitions­abzugsbetrag für geplanten Firmenwagen → ~11.400 € Steuer­vorteil
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Holding‑Struktur prüfenAusschüttung via Holding → 95% steuerfrei nach §8b KStG
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Bewirtung korrigiert · 70/30Signatur StB · Mandantenportal
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Bilanz zum 31.12.2025 Muster GmbH · HGB §266
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Aktiva Mittelverwendung · "Was besitzen wir?"
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Sachanlagen218.400 €
Fuhrpark62.150 €
B. Umlaufvermögen
Vorräte84.300 €
Forderungen142.820 €
Bank & Kasse96.650 €
Summe Aktiva604.320 €
Passiva Mittelherkunft · "Wem gehört es?"
A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
Jahresüberschuss184.320 €
B. Fremdkapital
Verbindlichkeiten Bank148.500 €
Lieferanten & Sonstige90.300 €
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Zwei Seiten, eine Wahrheit Links steht, was das Unternehmen besitzt. Rechts, woher das Geld dafür kommt.
2
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übermittelt
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offengelegt
HR
HandelsregisterHinterlegung · sofern erforderlich
hinterlegt
Festpreis eingehalten · Bestätigung per E-Mail

Datum

Lesedauer

13–20 Minuten

OnlineBilanzBlogEÜR-Vorlage kostenlos

EÜR-Vorlage kostenlos nutzen 2026: Tipps & Grenzen

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Viele Kleinunternehmer und Freiberufler suchen eine kostenlose EÜR-Vorlage, um ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung selbst zu erstellen. Doch nicht jede Excel-Vorlage erfüllt die gesetzlichen Anforderungen nach § 4 Abs. 3 EStG und der Anlage EÜR. Besonders bei kostenlosen Excel-Vorlagen für die EÜR sollten Sie die Risiken und mögliche Lücken kennen. Eine detaillierte EÜR-Vorlage 2026 mit Aufbau und Pflichten hilft Ihnen, alle formalen Vorgaben zu erfüllen. Dieser Artikel erklärt, worauf Sie bei kostenlosen Vorlagen achten müssen, wo die Grenzen liegen und wann professionelle Unterstützung durch einen Steuerberater sinnvoll wird.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Eine kostenlose EÜR-Vorlage kann für einfache Geschäftsvorfälle ausreichen, muss aber zwingend die Anlage EÜR des Finanzamts abbilden und § 4 Abs. 3 EStG entsprechen. Kritisch wird es bei komplexeren Sachverhalten, fehlenden Plausibilitätsprüfungen oder wenn die Vorlage nicht aktuell ist. GmbHs dürfen die EÜR grundsätzlich nicht nutzen und sind zur doppelten Buchführung verpflichtet.

Was ist die EÜR und wer nutzt sie?

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ist eine vereinfachte Form der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG. Sie steht im Gegensatz zur doppelten Buchführung mit Bilanzierung und erlaubt es Kleinunternehmern, Freiberuflern und bestimmten Gewerbetreibenden, ihren Gewinn durch einfache Gegenüberstellung von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben zu ermitteln. Das Prinzip: Es wird nur erfasst, was tatsächlich zu- oder abgeflossen ist (Zu- und Abflussprinzip nach § 11 EStG).

Wichtig: GmbHs sind grundsätzlich buchführungspflichtig nach § 238 HGB und müssen einen Jahresabschluss mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erstellen. Die EÜR ist für GmbHs nicht zulässig. Sie richtet sich an Einzelunternehmer, Personengesellschaften (sofern nicht buchführungspflichtig nach § 141 AO) und Freiberufler.

Achtung GmbH-Geschäftsführer

Auch wenn die EÜR für Ihre GmbH nicht anwendbar ist: Viele Geschäftsführer suchen nach EÜR-Vorlagen, weil sie zusätzlich eine freiberufliche Tätigkeit oder ein Einzelunternehmen betreiben. Achten Sie darauf, beide Tätigkeiten sauber zu trennen und die korrekte Gewinnermittlungsart je Rechtsform zu wählen.

Wer darf die EÜR nutzen?

  • Freiberufler nach § 18 EStG (z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten)
  • Kleingewerbetreibende, die nicht zur Buchführung verpflichtet sind (Umsatz unter 800.000 Euro und Gewinn unter 80.000 Euro nach § 141 AO)
  • Land- und Forstwirte mit Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG
  • Gesellschafter von Personengesellschaften (GbR, PartG), sofern keine Buchführungspflicht besteht

EÜR-Vorlage kostenlos finden: Was muss beachtet werden?

Im Internet finden sich zahlreiche kostenlose EÜR-Vorlagen als Excel-, Word- oder PDF-Dateien. Doch nicht jede Vorlage erfüllt die gesetzlichen Anforderungen. Seit 2017 müssen Steuerpflichtige mit Einkünften aus Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit die amtliche Anlage EÜR (Formular nach § 60 Abs. 4 EStDV) elektronisch über ELSTER an das Finanzamt übermitteln.

Eine einfache Excel-Tabelle reicht daher oft nicht aus, wenn sie nicht die Struktur der amtlichen Anlage EÜR abbildet. Das Finanzamt erwartet eine strukturierte Aufschlüsselung nach bestimmten Konten (z. B. Betriebsausgaben für Miete, Personal, Abschreibungen, Kfz-Kosten etc.).

Anforderungen an eine rechtssichere EÜR-Vorlage

  • Vollständige Erfassung aller Betriebseinnahmen und -ausgaben nach § 4 Abs. 3 EStG
  • Gliederung entsprechend der amtlichen Anlage EÜR (ELSTER-konform)
  • Dokumentation von Abschreibungen nach § 7 EStG (AfA)
  • Getrennte Ausweisung nicht abziehbarer Betriebsausgaben (z. B. Geschenke über 50 Euro)
  • Berücksichtigung der 1-%-Regelung oder des Fahrtenbuchs bei Kfz-Nutzung
  • Aufbewahrung der Belege nach § 147 AO (10 Jahre)

Tipp für Geschäftsführer mit Nebentätigkeit

Wenn Sie neben Ihrer GmbH-Tätigkeit freiberuflich arbeiten, lohnt sich der Einsatz einer professionellen Buchhaltungssoftware mit ELSTER-Schnittstelle. Kostenlose Vorlagen eignen sich nur für sehr einfache Fälle mit wenigen Buchungen und ohne komplexe Sachverhalte.

Grenzen kostenloser EÜR-Vorlagen: Wann wird es kritisch?

Kostenlose EÜR-Vorlagen haben ihre Berechtigung für sehr einfache Sachverhalte: Ein Freiberufler mit wenigen Buchungen, ohne Anlagevermögen und ohne komplexe Betriebsausgaben kann durchaus mit einer Excel-Vorlage arbeiten. Doch sobald das Geschäft wächst, stoßen diese Lösungen schnell an ihre Grenzen.

Typische Problemfelder

Fehlerhafte Kategorisierung

Betriebsausgaben werden falsch zugeordnet, was zu Rückfragen des Finanzamts oder Nachzahlungen führen kann. Besonders kritisch: nicht abziehbare Kosten oder private Anteile.

Fehlende AfA-Berechnung

Abschreibungen auf Anlagevermögen (Computer, Maschinen, Pkw) müssen nach § 7 EStG korrekt berechnet und in die EÜR einfließen. Einfache Vorlagen bieten dafür meist keine Unterstützung.

ELSTER-Übermittlung manuell

Die Daten müssen manuell in die Anlage EÜR in ELSTER übertragen werden – fehleranfällig und zeitaufwändig. Professionelle Software überträgt die Daten automatisch.

Keine Umsatzsteuer-Voranmeldung

Die EÜR allein deckt nicht die Umsatzsteuer-Voranmeldung nach § 18 UStG ab. Wer umsatzsteuerpflichtig ist, benötigt zusätzliche Tools oder Vorlagen.

„In der Praxis sehen wir immer wieder, dass kostenlose Excel-Vorlagen bei komplexeren Sachverhalten zu Fehlern führen. Besonders bei gemischter Nutzung (GmbH plus freiberufliche Tätigkeit) empfehlen wir von Anfang an eine saubere digitale Buchhaltung – das spart später Zeit, Geld und Ärger mit dem Finanzamt.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

EÜR vs. Bilanz: Was gilt für die GmbH?

Die GmbH unterliegt der Buchführungspflicht nach § 238 HGB und muss einen Jahresabschluss mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erstellen. Die Gewinnermittlung erfolgt durch Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG bzw. § 5 EStG, nicht durch EÜR. Diese Verpflichtung besteht unabhängig von Umsatz oder Gewinnhöhe.

Kriterium EÜR Bilanzierung (GmbH)
Rechtsgrundlage § 4 Abs. 3 EStG § 238 ff. HGB, § 264 HGB
Gewinnermittlung Zu-/Abflussprinzip Betriebsvermögensvergleich
Anwendbar für Freiberufler, Kleingewerbetreibende GmbH, AG, große Personengesellschaften
Pflichtbestandteile Anlage EÜR Bilanz, GuV, Anhang (je nach Größe)
Offenlegungspflicht Nein Ja, nach § 325 HGB im Unternehmensregister
Prüfungspflicht Nein Ja, bei mittelgroßen/großen GmbHs (§ 316 HGB)

Für die GmbH bedeutet dies: Sie müssen doppelte Buchführung betreiben, alle Geschäftsvorfälle auf Konten buchen, ein Inventar erstellen und daraus die Bilanz ableiten. Die EÜR ist keine Alternative. Wer als Geschäftsführer dennoch nach einer EÜR-Vorlage sucht, betreibt wahrscheinlich parallel eine freiberufliche Tätigkeit oder ein Einzelunternehmen.

Jahresabschluss der GmbH: Pflichten nach HGB

  • Aufstellung innerhalb von 3 Monaten nach Bilanzstichtag (§ 264 Abs. 1 HGB) – in der Praxis oft nicht eingehalten, daher gilt: Feststellung innerhalb 8 Monaten (mittelgroß/groß) bzw. 11 Monaten (Kleinst/Klein) nach § 42a GmbHG
  • Feststellung durch Gesellschafterversammlung nach § 42a Abs. 2 GmbHG
  • Offenlegung im Unternehmensregister innerhalb 12 Monaten nach Bilanzstichtag (§ 325 HGB) – bei Verstoß droht Ordnungsgeld bis 25.000 Euro nach § 335 HGB
  • Bei mittelgroßen und großen GmbHs: Pflichtprüfung durch Wirtschaftsprüfer nach § 316 HGB

OnlineBilanz für GmbH-Jahresabschlüsse

Wer den Jahresabschluss seiner GmbH durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, ohne lange Wartezeiten und intransparente Gebühren, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Unser Steuerberater-Team erstellt, prüft und unterzeichnet den Jahresabschluss rechtsverbindlich – inklusive Vorbereitung der Offenlegung im Unternehmensregister.

Digitale Buchhaltungs-Tools vs. Excel-Vorlage: Was lohnt sich?

Die Wahl zwischen einer kostenlosen Excel-Vorlage und einer professionellen Buchhaltungssoftware hängt von mehreren Faktoren ab: Anzahl der Buchungen, Komplexität der Geschäftsvorfälle, Umsatzsteuerpflicht, Zeitbudget und nicht zuletzt von der Haftung. Eine falsche EÜR kann zu Nachzahlungen, Verzugszinsen nach § 233a AO und im schlimmsten Fall zu Steuerhinterziehungsvorwürfen führen.

Vor- und Nachteile im Überblick

Kostenlose Excel-Vorlage

  • + Keine laufenden Kosten
  • + Volle Kontrolle, keine Cloud-Abhängigkeit
  • Keine ELSTER-Integration
  • Fehleranfällig, keine Plausibilitätsprüfung
  • Keine USt-Voranmeldung, keine GoBD-Konformität

Buchhaltungssoftware (z. B. lexoffice, sevDesk)

  • + ELSTER-Schnittstelle, automatische Übermittlung
  • + Belegverwaltung, GoBD-konform
  • + Umsatzsteuer-Voranmeldung integriert
  • Monatliche Kosten (ca. 10–30 Euro)
  • Einarbeitungszeit erforderlich

Steuerberater

  • + Vollständige Haftungsübernahme
  • + Fachliche Beratung, Optimierung
  • + Prüfung aller Belege, keine eigene Arbeit
  • Höhere Kosten (nach StBVV)
  • + Rechtsverbindliche Unterschrift

Für Freiberufler mit mehr als 50 Buchungen pro Monat oder mit umsatzsteuerpflichtigen Umsätzen empfiehlt sich in der Regel eine professionelle Software. Bei komplexen Sachverhalten (Anlagevermögen, Personal, internationale Geschäfte) ist die Beauftragung eines Steuerberaters ratsam. Kleine Nebentätigkeiten mit wenigen Buchungen können durchaus mit einer Excel-Vorlage verwaltet werden – jedoch immer mit Blick auf die ELSTER-Übermittlung.

„Viele Mandanten kommen zu uns, nachdem sie jahrelang mit Excel-Vorlagen gearbeitet haben und dann vom Finanzamt zur Nachbesserung aufgefordert wurden. Die Nacharbeit ist dann oft teurer als eine von Anfang an saubere Lösung. Wer Zeit und Haftungsrisiken minimieren will, sollte frühzeitig auf professionelle Tools oder Steuerberater setzen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

EÜR erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wer sich für die Erstellung einer EÜR mit einer kostenlosen Vorlage entscheidet, sollte systematisch vorgehen, um Fehler zu vermeiden. Im Folgenden finden Sie eine praxisnahe Anleitung für die Erstellung einer EÜR nach § 4 Abs. 3 EStG.

1. Belege sammeln und sortieren

Sammeln Sie alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Kontoauszüge, Kassenbelege und sonstigen Nachweise. Ordnen Sie diese chronologisch und nach Kategorien (z. B. Büromaterial, Miete, Reisekosten, Honorare). Achten Sie auf die Aufbewahrungspflicht nach § 147 AO: 10 Jahre für Rechnungen und Belege.

2. Betriebseinnahmen erfassen

Erfassen Sie alle Betriebseinnahmen, die Ihnen im Kalenderjahr zugeflossen sind (Zuflussprinzip nach § 11 EStG). Dazu zählen Honorare, Warenverkäufe, Provisionen, aber auch private Kfz-Nutzung (1-%-Regelung) und Entnahmen. Umsatzsteuer wird bei Kleinunternehmern nach § 19 UStG nicht gesondert ausgewiesen, bei Regelbesteuerung müssen Sie Netto-Einnahmen und Umsatzsteuer trennen.

3. Betriebsausgaben erfassen

Erfassen Sie alle Betriebsausgaben, die im Kalenderjahr abgeflossen sind (Abflussprinzip nach § 11 EStG). Wichtig: Nicht alle Ausgaben sind in voller Höhe abziehbar. Beachten Sie insbesondere:

  • Bewirtungskosten: nur 70 % abzugsfähig (§ 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG)
  • Geschenke: max. 50 Euro pro Empfänger und Jahr (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG)
  • Geldstrafen und Geldbußen: nicht abzugsfähig (§ 4 Abs. 5 Nr. 8 EStG)
  • Häusliches Arbeitszimmer: nur unter bestimmten Voraussetzungen (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG)
  • Abschreibungen (AfA): verteilt über die Nutzungsdauer nach § 7 EStG

4. Abschreibungen berechnen

Anschaffungen von Wirtschaftsgütern über 800 Euro netto (GWG-Grenze nach § 6 Abs. 2 EStG, Stand 2025) müssen über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Beispiel: Ein Laptop für 1.200 Euro netto mit 3 Jahren Nutzungsdauer wird jährlich mit 400 Euro abgeschrieben. Diese 400 Euro fließen als Betriebsausgabe in die EÜR ein, nicht die vollen 1.200 Euro im Anschaffungsjahr.

5. Gewinn ermitteln und Anlage EÜR ausfüllen

Ziehen Sie die Summe der Betriebsausgaben von der Summe der Betriebseinnahmen ab – das Ergebnis ist Ihr steuerlicher Gewinn. Übertragen Sie die Daten strukturiert in die Anlage EÜR und übermitteln Sie diese elektronisch über ELSTER an das Finanzamt. Beachten Sie die Abgabefristen: in der Regel zusammen mit der Einkommensteuererklärung (Abgabefrist 31. Juli des Folgejahres, mit Steuerberater 28. Februar des übernächsten Jahres nach § 149 Abs. 3 AO).

Vorsicht bei gemischter Nutzung

Wer Wirtschaftsgüter (z. B. Smartphone, Internet, Pkw) sowohl privat als auch betrieblich nutzt, muss den privaten Anteil schätzen und herausrechnen. Hier entstehen häufig Fehler. Bei Kfz-Nutzung ist entweder ein Fahrtenbuch zu führen oder die 1-%-Regelung anzuwenden – beides muss in der EÜR korrekt abgebildet werden.

Häufige Fehler bei der EÜR vermeiden

Auch erfahrene Selbstständige machen bei der EÜR immer wieder typische Fehler, die zu Rückfragen des Finanzamts, Nachzahlungen oder sogar zu Schätzungen führen können. Im Folgenden die wichtigsten Stolperfallen und wie Sie diese vermeiden.

1. Verwechslung von Zu-/Abfluss und Leistungszeitpunkt

Bei der EÜR gilt das Zu- und Abflussprinzip nach § 11 EStG: Entscheidend ist, wann das Geld tatsächlich geflossen ist, nicht wann die Leistung erbracht oder die Rechnung gestellt wurde. Eine Rechnung vom 20.12.2025, die erst am 05.01.2026 bezahlt wird, zählt steuerlich ins Jahr 2026. Viele Selbstständige verbuchen Rechnungen fälschlicherweise im Rechnungsjahr.

2. Private und betriebliche Ausgaben vermischen

Nur Ausgaben, die betrieblich veranlasst sind, dürfen als Betriebsausgaben abgezogen werden. Private Kosten (z. B. Lebenshaltung, private Versicherungen, private Pkw-Nutzung) sind nicht abzugsfähig. Bei gemischter Nutzung (z. B. Arbeitszimmer, Smartphone, Internet) muss der private Anteil sachgerecht geschätzt und herausgerechnet werden.

3. Abschreibungen vergessen oder falsch berechnet

Wirtschaftsgüter über 800 Euro netto (Stand 2025) dürfen nicht sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe abgezogen werden, sondern müssen über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die Nutzungsdauer ergibt sich aus den AfA-Tabellen der Finanzverwaltung. Wer die Abschreibung vergisst, verschenkt Steuervorteile. Wer zu schnell abschreibt, riskiert Nachforderungen.

4. Umsatzsteuer nicht korrekt behandelt

Bei der EÜR werden Einnahmen und Ausgaben grundsätzlich brutto (inkl. Umsatzsteuer) erfasst. Die gezahlte Vorsteuer und die abgeführte Umsatzsteuer werden als Betriebsausgaben bzw. Betriebseinnahmen gebucht. Kleinunternehmer nach § 19 UStG erfassen alles netto. Viele Selbstständige verbuchen die Umsatzsteuer falsch oder vergessen die Vorsteuer-Korrektur.

ca. 30 %

aller EÜR-Fälle haben Fehler bei der Umsatzsteuer-Behandlung

§ 4 Abs. 3 EStG

Rechtsgrundlage für die EÜR

5. Belege fehlen oder sind unvollständig

Ohne ordnungsgemäße Belege (§ 14 UStG für Rechnungen) erkennt das Finanzamt Betriebsausgaben nicht an. Kassenbelege verblassen oft nach wenigen Monaten – fertigen Sie Kopien an oder fotografieren Sie diese. Bei Auslandsreisen oder Bewirtungen sind zusätzliche Nachweise (z. B. Teilnehmerliste, Anlass) erforderlich.

„Die häufigsten Fehler entstehen nicht aus bösem Willen, sondern aus Unwissenheit oder Zeitdruck. Wer unsicher ist, sollte sich frühzeitig fachliche Unterstützung holen – eine einmalige Beratung durch einen Steuerberater kann viele teure Fehler verhindern.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Steuerberater beauftragen oder EÜR selbst erstellen?

Die Frage, ob Sie die EÜR selbst erstellen oder einen Steuerberater beauftragen sollten, hängt von mehreren Faktoren ab: Komplexität Ihrer Geschäftsvorfälle, verfügbare Zeit, steuerliches Fachwissen und nicht zuletzt Ihr Sicherheitsbedürfnis. Ein Steuerberater haftet für seine Arbeit – Sie selbst tragen bei Fehlern das volle Risiko von Nachzahlungen und Verzugszinsen.

Wann lohnt sich die Beauftragung eines Steuerberaters?

  • Sie haben mehr als 100 Buchungen pro Jahr oder komplexe Geschäftsvorfälle (Anlagevermögen, Personal, internationale Umsätze)
  • Sie sind umsatzsteuerpflichtig und müssen regelmäßig Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben
  • Sie wollen Zeit sparen und sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren
  • Sie wünschen sich steuerliche Optimierung und Beratung (z. B. Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG)
  • Sie betreiben mehrere Unternehmen oder haben gemischte Einkünfte (z. B. GmbH-Gehalt plus freiberufliche Tätigkeit)
  • Sie hatten bereits Probleme mit dem Finanzamt oder Nachforderungen

Die Kosten für einen Steuerberater richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und sind vom Gegenstandswert (in der Regel Umsatz oder Gewinn) abhängig. Für eine einfache EÜR liegen die Kosten meist zwischen 300 und 1.500 Euro pro Jahr – je nach Umfang und Komplexität. Diese Kosten sind als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Wann kann ich die EÜR selbst erstellen?

  • Sie haben weniger als 50 Buchungen pro Jahr und einfache Geschäftsvorfälle (z. B. nur Honorare und Bürokosten)
  • Sie sind Kleinunternehmer nach § 19 UStG und haben keine Umsatzsteuer-Voranmeldung
  • Sie haben kein Anlagevermögen oder nur geringwertige Wirtschaftsgüter unter 800 Euro
  • Sie haben Zeit und Interesse, sich in die Materie einzuarbeiten
  • Sie nutzen eine professionelle Software mit ELSTER-Schnittstelle und Plausibilitätsprüfung

OnlineBilanz für Freiberufler und Einzelunternehmer

Auch wenn Sie als Freiberufler oder Einzelunternehmer nur zur EÜR verpflichtet sind: Unsere Steuerberater erstellen auf Wunsch auch EÜR-Abschlüsse mit vollständiger fachlicher Prüfung, ELSTER-Übermittlung und rechtssicherer Dokumentation. Bei Bedarf beraten wir Sie auch zur optimalen Rechtsformwahl, wenn Sie erwägen, Ihr Geschäft in eine GmbH zu überführen.

Wichtig: Auch wenn Sie die EÜR selbst erstellen, können Sie sich für einzelne Fragen oder eine abschließende Prüfung an einen Steuerberater wenden. Viele Steuerberater bieten auch Teilleistungen an, z. B. nur die Prüfung und ELSTER-Übermittlung Ihrer selbst erstellten EÜR.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich eine EÜR-Vorlage aus dem Vorjahr wiederverwenden?

Grundsätzlich ja, aber Sie müssen prüfen, ob sich die Anlage EÜR des Finanzamts geändert hat. Das Bundesfinanzministerium aktualisiert die amtliche Anlage regelmäßig. Für 2026 sollten Sie nur Vorlagen verwenden, die den aktuellen Stand der Anlage EÜR abbilden. Veraltete Vorlagen können zu Fehlern in der Steuererklärung führen.

Muss ich die EÜR auch abgeben, wenn ich keine Gewinne erzielt habe?

Ja, wenn Sie gewerbliche oder freiberufliche Einkünfte erzielen, müssen Sie die Anlage EÜR auch bei Verlusten einreichen. Die Abgabepflicht besteht unabhängig vom Ergebnis. Nur wenn Sie Ihre Tätigkeit vollständig eingestellt haben, entfällt die Pflicht zur EÜR.

Wie lange muss ich Belege für die EÜR aufbewahren?

Nach § 147 AO müssen Sie Belege, die für die EÜR relevant sind, grundsätzlich zehn Jahre aufbewahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung gemacht wurde. Eine digitale Aufbewaahung ist zulässig, wenn die Belege jederzeit lesbar und unveränderbar gespeichert sind.

Darf ich private und geschäftliche Konten für die EÜR mischen?

Rechtlich ist es bei Einzelunternehmern und Freiberuflern nicht verboten, ein Konto gemischt zu nutzen. Praktisch ist es jedoch dringend zu empfehlen, ein separates Geschäftskonto zu führen. Andernfalls wird die EÜR-Erstellung unnötig aufwändig und fehleranfällig, weil Sie jede Transaktion einzeln prüfen müssen.

Was passiert, wenn ich die EÜR zu spät einreiche?

Bei verspäteter Abgabe der EÜR kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag nach § 152 AO festsetzen. Dieser beträgt mindestens 25 Euro pro angefangenen Monat der Verspätung. Zudem droht bei hartnäckiger Weigerung die Schätzung der Besteuerungsgrundlagen durch das Finanzamt, was meist zu ungünstigen Ergebnissen führt.

Kann ich mit einer kostenlosen EÜR-Vorlage auch Umsatzsteuer-Voranmeldungen machen?

Nein, die EÜR und die Umsatzsteuer-Voranmeldung sind zwei getrennte Verfahren. Die EÜR erfasst Betriebseinnahmen und -ausgaben für die Einkommensteuer, während die Umsatzsteuer-Voranmeldung über ELSTER monatlich oder quartalsweise elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden muss. Eine Excel-Vorlage kann höchstens als Zwischenschritt zur Datensammlung dienen.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 4 EStG (Einkommensteuergesetz), § 147 AO (Aufbewahrungspflichten), § 238 HGB (Buchführungspflicht), Bundesfinanzministerium (Anlage EÜR). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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